Veranstaltungen

September 2020

01.03.2020
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01.03.2021
Online
Webinar
Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge

Das Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge bietet verschiedene Webinare an, bei denen Expertinnen und Experten zu unterschiedlichen Aspekten der Beschäftigung von Geflüchteten zu Wort kommen.

Die vergangenen Webinare sind zudem online aufrufbar.


17.09.2020
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19.09.2020
Online
Online-Konferenz
Netzwerk Fluchtforschung
Die Forschung zu Themen von Zwangsmigration, Flucht und Asyl hat sich innerhalb einer interdisziplinären Forschungslandschaft national und international etabliert. Vor diesem Hintergrund eröffnet die 3. Konferenz des Netzwerks Fluchtforschung am 17. - 19. September 2020 - aufgrund der aktuellen Lage nicht an der Universität zu Köln, sondern in digitaler Form im Internet ein internationales Forum zur Vorstellung und Diskussion aktueller Forschungsergebnisse sowie zur Förderung von interdisziplinärem Austausch und Kooperationen. Die Konferenz versteht sich als Plattform für Diskussion und Vernetzung von Forscher*innen im Feld der Flucht- und Flüchtlingsforschung.

18.09.2020
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19.09.2020
Nikolaistraße 1 C, Göttingen
Workshop
G mit Niedersachsen

Wie sehe ich mich selbst? Wie sehen mich andere? Wer möchte ich in Zukunft werden? Wo ist es mir wichtig, dazuzugehören? Und auf welche Zuschreibungen könnte ich gut verzichten?

Bald ist es soweit und der erste Workshop des Modellprojekts me, myself and the others startet in Lüneburg. In diesem setzen sich junge Menschen mit und ohne Flucht-/Migrationserfahrungen mit Selbst- und Fremdbildern, Diskriminierungen und (rassistischen und geschlechtlichen) Zuschreibungen auseinander, fotografieren, schreiben und gestalten Graphiken unter der Begleitung von Trainer*innen des cameo kollektivs und G mit Niedersachsen (VNB e.V.). Die entstandenen Werke münden in einer Wanderausstellung, die in Hannover, Göttingen und Lüneburg zu sehen sein wird.


18.09.2020
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27.11.2020
Online
Online-Workshopreihe
Kulturbüro Sachsen e.V.

Was ist Rechtspopulismus? Was Neonazismus? In der Workshopreihe wird sich mit Organisationen sowie deren politischen Zielen, Aktionsformen und Strategien, sich im öffentlichen Raum Gehör zu verschaffen beschäftigt, inkl. einem Blick auf Aktivitäten der extremen Rechten in der Corona-Pandemie. Zudem

Sachsen hat ein massives Problem mit rechten, asyl- und menschenfeindlichen Einstellungen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ermutigt ihre Mitglieder sich auch in Ausbildung, Studium, Unterricht oder Kollegium als Teil der Zivilgesellschaft aktiv und offen für Demokratie, Zivilcourage und Gleichberechtigung aller Menschen und gegen Diskriminierungen zu positionieren.

Im Nachgang der Landtagswahlen wurde die letztjährige Workshopreihe „Sicher Argumentieren gegen Rechts“ überarbeitet und eine neue, nun digitale Weiterbildungsreihe zusammengestellt, um Aktive und Interessierte im Umgang mit Rechtspopulismus und Neonazismus insbesondere in Schule, Kita und Kollegium sowie bei öffentlichen Veranstaltungen fit zu machen.


21.09.2020
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22.09.2020
Speyer und online
Deutscher Städtetag

Im August 2019 trat das sogenannte "Geordnete Rückkehr-Gesetz" in Kraft. Ausweislich der Gesetzesbegründung wollte der Gesetzgeber damit „im Bereich der Rückkehr eine stärkere Durchsetzung des Rechts“ erreichen, da eine große Zahl ausreisepflichtiger Personen weiterhin in der Bundesrepublik bleibe. Nach gut einem Jahr ist es an der Zeit für eine erste Bilanz: Neben der Ausweisung von Straftätern werden die Auswirkungen der neuen Duldung bei ungeklärter Identität und die Neuordnung der Vorbereitungs-, Sicherungs- und Abschiebungshaft diskutiert.

Die Tagung blickt zudem über die zahlreichen Neuregelungen des "Zweiten Gesetzes zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht" hinaus und wendet sich den allgemeinen rechtlichen Grundfragen der Aufenthaltsbeendigung zu. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, ob und inwieweit die gesetzlichen Regelungen geeignet sind, um die Ausreisepflicht durchzusetzen, scheitert diese doch oftmals an fehlenden Kapazitäten - sei es in den für die Umsetzung zuständigen Behörden, sei es bei der Organisation der Ausreise als solcher.

Derzeit planen wir mit einer Vor-Ort-Durchführung der Tagung in Speyer, bieten aber auch die Möglichkeit an, sich online zuzuschalten. Eine Umstellung auf eine vollständige Online-Durchführung bleibt für den Fall einer pandemiebedingten Notwendigkeit vorbehalten.“


22.09.2020
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05.11.2020
Online
DeBUG -Kontaktstelle Niedersachsen und Bremen

Am 22.09.2020 findet im Rahmen des Projektes DeBUG die erste von vier Online-Fortbildungen zum Thema "Häusliche Gewalt im Kontext von Flucht" statt. Die Fortbildung wird in Kooperation der Kontaktstelle DeBUG Niedersachsen und Bremen und BIG e.V. durchgeführt. Sie richtet sich insbesondere an Mitarbeiter*innen in den Gemeinschaftsunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen in Niedersachsen und Bremen.

Darüber hinaus findet am 05.11.2020 eine Online-Fortbildung zum Thema "Geflüchtete mit Behinderung – ihre Rechte, Zugang zu Gesundheitsversorgung, Arbeit und Bildung" statt. Die Fortbildung wird von der Kontaktstelle DeBUG Niedersachsen und Bremen in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband für die Diözese Osnabrück und dem IvAF-Projekt Netwin 3 angeboten. Sie richtet sich vorrangig an Mitarbeiter*innen in Erstaufnahmeeinrichtungen, Gemeinschaftsunterkünften und Beratungsangeboten für Geflüchtete in Niedersachsen und Bremen.


25.09.2020
Schwanthalerstr. 80 RGB, 80336 München
Fachtag
Münchner Flüchtlingsrat e.V.

Für junge Geflüchtete, die nach Deutschland kommen, hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Ankunftszahlen, Hilfelandschaft und die rechtlichen Voraussetzungen unterliegen einem starken Wandel. Besonders in Hinblick auf die veränderten gesetzlichen Regelungen zur Identitätsklärung stehen die Betroffenen und Fachkräfte in Jugendhilfe und Asylsozialberatung vor Herausforderungen. Mit einem gemeinsamen Fachtag wollen der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die Münchner Mentoren und der Münchner Flüchtlingsrat einen Überblick über die neue Situation geben und Austausch zu Problemen sowie eine stärkere Vernetzung der Akteur*innen ermöglichen.


29.09.2020
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29.09.2020
Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart
Vortrag
Forum der Kulturen Stuttgart e.V.
Eine Sprache zu können, heißt nicht automatisch, dass man stolz darauf ist. Es kann passieren, dass in bestimmten Kontexten die Sprachkenntnis aus Scham verschwiegen wird. In Auseinandersetzungen zum Thema Mehrsprachigkeit in der Migrationsgesellschaft geht es immer wieder um diese Problematik, um deren Gründe und Folgen. Fragen von Macht und Mehrsprachigkeit sowie von Sprache als Differenzmerkmal geraten in den Fokus, Auswege aus den hier-archisierenden Markierungen werden gesucht. Prof. Dr. Inci Dirim gibt Einblicke in die Diskussion und stellt Forschungsergebnisse, Konzepte und Begriffe vor.

29.09.2020
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02.10.2020
Online
Online Fachveranstaltung
Für Landesbehörden, Kommunen und Einrichtungsleitungen ist es eine zentrale Aufgabe, geflüchteten Menschen eine schützende Unterbringung anzubieten. Mit den Neuerungen im Asylgesetz aus dem letzten Jahr wird die Verpflichtung der Bundesländer unterstrichen, „geeignete Maßnahmen“ zum Schutz von besonders schutzbedürftigen Personen in Flüchtlingsunterkünften zu ergreifen.

Auch bereits vor der gesetzlichen Verpflichtung haben zahlreiche zuständige Landesbehörden oftmals im Zusammenwirken mit Trägern der Freien Wohlfahrtspflege, zivilgesellschaftlichen Akteuren und engagierten Praktiker*innen vielfältige Maßnahmen für den Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften erprobt und implementiert. Immer mehr Bundesländer und Kommunen bündeln Schutzmaßnahmen in Schutzkonzepte, die den Anspruch haben, Gewaltschutz fest im tagtäglichen Umgang mit geflüchteten Menschen in Unterkünften zu verankern.

Doch wie steht es aktuell tatsächlich um den Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen? Welche konkreten Maßnahmen zur Umsetzung des Gewaltschutzes wurden auf Landes- und kommunaler Ebene auf den Weg gebracht, welche haben sich bewährt? Welche weiteren Handlungsbedarfe und Anknüpfungspunkte auf kommunaler und Länderebene bezüglich des Gewaltschutzes in Unterkünften für geflüchtete Menschen lassen sich erkennen?

Auf der Fachveranstaltung nehmen wir die jüngsten Entwicklungen und gewonnenen Erfahrungen seit Einführung der neuen Regelungen im Asylgesetz in den Fokus. Ziel ist es, Vertreter*innen der zuständigen Behörden, der Praxis und der Zivilgesellschaft in einen konstruktiven Austausch zu bringen.

29.09.2020
Cäcilienstr. 29-33 50676 Köln
Fachtag
VHS Köln

In NRW gibt es eine breite Arbeit im Kontext Migration: Von den Kommunalen Integrationszentren über die Integrationsagenturen, den Migrationsberatungsstellen oder dem vielfältigen haupt- oder ehrenamtlichen Engagement in Selbstorganisationen migrantischer und rassismuserfahrener Menschen.

Menschen mit Rassismuserfahrung, Migrationsbiografie und Fluchterfahrung erleben Verletzungen und Ausschlüsse durch ihre multiplen Identitäten. Es kommt zu Mehrfachdiskriminierungen, d.h. Menschen erleben z.B. Diskriminierungen aufgrund von Herkunft, sexueller Identität, sozialem Geschlecht, Körperform und Be_hinderungen. Diese Mehrfachdiskriminierungen müssen in den Queeren Strukturen mitgedacht werden.


30.09.2020
Online
Online-Fachgespräch
Save the Children

"Im Rahmen des Kooperationsprojekts "Kinder schützen - Strukturen stärken! Kinderschutzstandards in Unterkünften für geflüchtete Menschen" haben Save the Children und Plan International das Heidelberger SOCLES Institut mit der Erstellung einer Expertise zur bundesweiten Situation von Kindern in Unterkünften für geflüchtete Menschen beauftragt.

Anlässlich der Publikation der Expertise möchten wir mit Vertreter*innen aus Verwaltung und Politik sowie aus der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe bestehende Handlungskonzepte und -empfehlungen reflektieren. Zugleich wollen wir gemeinsam neue Handlungsideen für die Zukunft entwickeln.

Sie sind herzlich eingeladen mit dem Autor Herrn Dr. Thomas Meysen und den Teilnehmer*innen der Gesprächsrunde mitzudiskutieren."


Oktober 2020

01.10.2020
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02.10.2020
Stephansstifts Zentrum für Erwachsenenbildung (ZEB), Kirchröder Straße 44, 30625 Hannover
Tagung
Landeszentrale für politische Bildung Niedersachsen

Wer hat die Macht im Netz und wie können wir selbstbestimmt in einer digitalisierten Gesellschaft leben? Wie beeinflussen Plattformen wie YouTube und deren Algorithmen unser Leben und politische Meinungen? Wie schreiben sich diskriminierende Muster im Digitalen fort? Welche Auswirkungen hat Rassismus auf Demokratie und digitale Beteiligungsmöglichkeiten? Die Digitalisierung wirft viele gesellschaftliche Fragen auf, doch wie kann und muss sich politische Bildung auf diesen Wandel einstellen?

Die Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung und die Bundeszentrale für politische Bildung laden zu einer zweitägigen Veranstaltung ein. Gemeinsam möchten wir die wechselvollen Beziehungen zwischen politischer Bildung und digitaler Gesellschaft mit ihren Höhen und Tiefen erkunden und durchleuchten. Im Mittelpunkt steht die außerschulische Jugend- und Erwachsenenbildung, wobei Beiträge und Perspektiven von Gästen aus unterschiedlichen (Fach-)Kontexten eine möglichst diversitätssensible Annäherung ermöglichen – ganz nach dem Motto: verstehen. hinterfragen. gestalten. Die Tagung greift verschiedene Themenschwerpunkte und Beispiele aus der Bildungs- und Medienpraxis auf, um Zusammenhänge zwischen Politik, Medien, Medienkompetenz, Bildung und (digitaler) Gesellschaft sichtbar zu machen.

Die Veranstaltung findet entsprechend der aktuellen Coronaauflagen in Niedersachsen als Präsenzveranstaltung vor Ort statt. Eine digitale Teilnahme an der Veranstaltung ist ebenfalls möglich.


05.10.2020
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06.10.2020
Invalidenstraße 91, 10115 Berlin
Konferenz

Aufgrund der aktuellen Situation und der Covid19-Hygienevorschriften wird die diesjährige BKMO als „Hybridveranstaltung“ stattfinden. Das bedeutet, dass alle aktiv digital teilnehmen können – über einen Live-Stream und über Chat und eigenes Video/Mikrofon. Gleichzeitig gibt es eine begrenzte Anzahl an Plätzen vor Ort im VKU-Forum in Berlin. Wir hoffen, so möglichst vielen von Euch und Ihnen eine Teilnahme ermöglichen zu können!

Die 5. BKMO steht im Lichte der anstehenden Wahlen zum neuen Vertreter*innenrat (VR) und der Berichte darüber, was im letzten Jahr auf der politischen und inhaltlichen Ebene alles gelaufen ist: Die Arbeit innerhalb der AGs genauso wie die politischen Interessenvertretung des VR. Insgesamt konnte sich die BKMO verstärkt als Ansprechpartnerin gegenüber Politik und Verwaltung etablieren – das gibt viel Mut und Motivation für unsere weitere gemeinsame Arbeit und wir freuen uns auf das Wiedersehen – ob digital oder sogar persönlich in Berlin!


07.10.2020
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08.10.2020
Online
Online-Schulung
Deutscher Volkshochschul-Verband e. V.

Die Veranstaltung wird durch das Projekt Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt organisiert. Der Fokus der Projektarbeit liegt auf der Vermittlung von Methoden der Radikalisierungsprävention. Veranstaltungen richten sich hauptsächlich an Fachkräfte, die mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten.

Zielgruppe der Veranstaltung sind vhs-Mitarbeiter*innen, Respekt Coaches und Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.


07.10.2020
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07.10.2020
Online
Online-Seminar
Flüchtlingsrat Thüringen e.V.
Das Online-Seminar möchte sich mit der Bedeutung des Kindeswohls im Spannungsfeld der Jugendhilfe und des Ausländerrechts auseinandersetzen. Zentral soll es um die Fragen gehen: Welche Kindeswohlaspekte müssen von wem berücksichtigt werden? Was ist zu beachten, wenn eine „freiwillige“ Ausreise oder gar Abschiebung von Minderjährigen im Raum steht? Unter welchen Voraussetzungen können unbegleitete Minderjährige (UMA) abgeschoben werden? Welche Rollen und Aufgaben haben die involvierten Fachkräfte der Jugendhilfe? In welchem rechtlichen Rahmen dürfen Jugendhilfeeinrichtungen durch Polizei betreten und/ oder durchsucht werden?

07.10.2020
Online
Online-Seminar
Flüchtlingsrat Thüringen e.V.

Das Online-Seminar möchte sich mit der Bedeutung des Kindeswohls im Spannungsfeld der Jugendhilfe und des Ausländerrechts auseinandersetzen. Zentral soll es um die Fragen gehen: Welche Kindeswohlaspekte müssen von wem berücksichtigt werden? Was ist zu beachten, wenn eine „freiwillige“ Ausreise oder gar Abschiebung von Minderjährigen im Raum steht? Unter welchen Voraussetzungen können unbegleitete Minderjährige (UMA) abgeschoben werden? Welche Rollen und Aufgaben haben die involvierten Fachkräfte der Jugendhilfe? In welchem rechtlichen Rahmen dürfen Jugendhilfeeinrichtungen durch Polizei betreten und/ oder durchsucht werden?

Referentin: Susanne Achterfeld, LL.M./ Referentin für Kinder- und Jugendhilferecht/ Asyl- und Ausländerrecht beim Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e. V. (DIJuF)

Zielgruppe sind vorrangig Vormund*innen und Fachkräfte der Träger der freien und öffentlichen Jugendhilfe in Thüringen sowie weitere Fachkräfte und Interessierte aus Thüringen.


08.10.2020
Berlin
Fachtag
ufuq.de

Persönliche und gesellschaftliche Krisen beeinträchtigen die individuelle Entwicklung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie beeinflussen das Selbstverständnis und begünstigen polarisierenden Einstellungen und Orientierungen.

Kinder erleben ebenso wie erwachsene Menschen Krisen. Aktuell sind es zum Beispiel die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die tief in die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen eingreifen. Abrupte Veränderungen führen zu erhöhten gesellschaftlichen Anforderungen und gehen oftmals mit diversen Belastungen einher. Gerade Kinder und Jugendliche in benachteiligten Lebenslagen sind davon betroffen.

Resilienz ist eine notwendige Ressource zur Krisenbewältigung. Für eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist das Erlernen und Ausprobieren von Krisenbewältigungsstrategien ein wichtiger Schritt. Der Fachtag stellt die Lebensrealitäten rassismuserfahrener und sozialbenachteiligter Kinder und Jugendlicher in den Fokus und fragt nach den besonderen Herausforderungen, die sich in der rassismuskritischen Bildungsarbeit stellen. Er konzentriert sich auf Resilienzförderung im Schulkontext und bietet Raum für den Erfahrungsaustausch von Fachkräften.

Wie kann Resilienzförderung in der Schule gestaltet werden und welchen Einfluss hat das Lehrer*innen-Schüler*innen-Verhältnis auf die Entwicklung von Resilienz? Welche Rolle spielt Resilienzförderung in der Präventionsarbeit und beim Umgang mit Polarisierung? Wie kann mit Krisen im Schulkontext umgegangen werden und wie können Betroffene begleitet werden?

Diesen Fragen geht der Fachtag auf den Grund. Er wendet sich an Multiplikator*innen aus der schulischen und außerschulischen Praxis sowie an Akteur*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft und wird von der ufuq.de-Fachstelle für Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus durchgeführt.


08.10.2020
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09.10.2020
Rathausplatz 1, 01067 Dresden
Fachtag
Heinrich Böll Stiftung Sachsen

Fachtag zu Geschichte, Stereotypen, Kultur und Verstärkung von Roma und Sinti in Dresden und Sachsen

Wie leben Sinti und Roma heute? Die Lebenssituation von Roma und Sinti ist sehr unterschiedlich und ihr Alltag hat viele Gesichter. In Deutschland leben sie seit mehr als 600 Jahren. In Sachsen stehen sie meist vor den Herausforderungen, welche die Migration aus der Europäischen Union und den ehemaligen jugoslawischen Staaten mit sich bringt.

EU-Bürger*innen aus der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Tschechien ziehen nach Sachsen und arbeiten hier oft unter prekären Bedingungen. Sie treffen auf Behörden und Verwaltung, ihre Kinder werden Teil von Schule und Vereinslandschaft. Roma aus dem ehemaligen Jugoslawien suchen dagegen Schutz und leben unter den Bedingungen des Asylrechts. Auch sie sind Teil der Gesellschaft, aber mit der Angst und Realität von Abschiebungen konfrontiert. Alle Roma und Sinti erfahren Diskriminierung und werden mit Stereotypen konfrontiert.

Daher ist der Fachtag "SEHEN und SPRECHEN auf AUGENHÖHE" ein Anfang, Herausforderungen zu benennen, Fragen zu beantworten, Wissen zu vermitteln um dem spezifischen Rassismus gegenüber Roma und Sinti zu begegnen. Eingeladen sind lokale und überregionale Expert*innen. Durch die Kooperation mit den Selbstvertretungen der Roma und Sinti ist fachliche, aber auch persönliche Expertise Teil des Fachtags. Das zweitägige Programm wendet sich an Multiplikator*innen aus der Verwaltung und der Sozialen Arbeit, an Lehrer*innen, Erzieher*innen, Studierende der Dresdner Hochschulen, außerdem an Journalist*innen und Lokalpolitiker*innen.


09.10.2020
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10.10.2020
Jugendbildungsstätte Unterfranken, Würzburg
IDa e.V.

Gut oder böse? Wahrheit oder Fake? „Männlich” oder “weiblich”? Mit oder ohne “Migrationshintergrund”? Hinter dem Stichwort „Ambiguitätstoleranz“ (auch: Widerspruchstoleranz) verbirgt sich die Fähigkeit, Mehrdeutigkeiten auszuhalten und anzuerkennen. Menschen, die das gut können, fällt es leichter, unterschiedliche politische, religiöse oder gesellschaftliche Überzeugungen und Lebenseinstellungen anzuerkennen. Sie kommen besser damit klar, dass es keine absoluten Wahrheiten gibt, sondern viele unterschiedliche Perspektiven, die sich zwar teilweise widersprechen können, aber doch mit gleicher Wahrscheinlichkeit gültig sind. Merkmale für eine auffallend geringe Ambiguitätstoleranz sind hingegen u. a. Wahrheitsobsession, Geschichtsverneinung und Reinheitsstreben.

Im IDA-Training möchten wir mit den Teilnehmenden die Fähigkeit trainieren, mit Widersprüchen und Uneindeutigkeiten in der eigenen Bildungsarbeit umzugehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Gesprächsmethode und Haltung Mahloquet. Sie ist der jüdischen Tradition entnommen und wurde für den deutschen Kontext von Leah Carola Czollek und Gudrun Perko weiterentwickelt. Mittlerweile wird sie erfolgreich in Bereichen der Konfliktlösung, der Mediation, der Erwachsenenbildung und Lehre sowie im Social Justice und Diversity-Training angewandt. Mit Hilfe dieser Methodik widmen wir uns folgenden Fragen: Wie lässt sich Ambiguitätstoleranz erkennen? Was bedeutet sie für die eigene Kinder- und Jugendarbeit? Wie lässt sich das Konzept vermitteln? Wie hängt Ambiguitätstoleranz mit Diskriminierung sowie rechtsextremen und -populistischen Einstellungen zusammen und was bedeutet das für deren Prävention?


09.10.2020
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11.10.2020
Jenaer Straße 2/4, 99425 Weimar
Seminar

Sie arbeiten mit (jungen, d.h. unter 30–jährigen) Geflüchteten, Migrant*innen und Asylbewerber*innen und/​oder engagieren sich ehrenamtlich in diesem Kontext? Sie sind so aktiv eingebunden, dass Sie oft keine Zeit haben, gezielt über Ihre Arbeit nachzudenken? Sie würden sich gerne mit anderen austauschen, neue Ideen und Ansätze kennenlernen und sich Zeit zur Reflexion nehmen? Dann ist unser Trainingsangebot genau das richtige für Sie!
Mit den Wochenendseminaren zum Thema »Arbeit mit Geflüchteten, Migrant*innen und Asylbewerber*innen« möchte JUGEND für Europa Organisationen und Personen, die mit dieser Zielgruppe arbeiten, unterstützen und den fachlichen Austausch fördern. Die Trainingsreihe knüpft an das europäische Netzwerkprojekt »Becoming a part of Europe« an.

Die nationalen Trainings finden in unterschiedlichen Regionen Deutschlands statt und beschäftigen sich mit folgenden Inhalten:

  • Gelegenheit zum Austausch mit anderen Menschen, die ebenfalls mit der Zielgruppe arbeiten
  • Reflexion der eigenen Rolle und Motivation
  • Eigene Grenzen besser einschätzen und mit schwierigen Situationen besser umgehen lernen, u.a. Reflexion der Arbeit mit der Zielgruppe unter den aktuellen Bedingungen (COVID-19)
  • Neue Ressourcen und Unterstützung für diese Arbeit finden; Netzwerke knüpfen und nutzen
  • Transfer in die Praxis: ggf. Ideen und lokale/​regionale Projekte gemeinsam planen und umsetzen
  • Interkulturelle Sensibilisierung

November 2020

06.11.2020
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07.11.2020
Mainz
Vernetzungsveranstaltung
Bündnis für Demokratie und Toleranz
"Am 06. und 07. November möchten wir uns damit beschäftigen, wann und in welcher Form zivilgesellschaftliches Engagement präventiv gegen Radikalisierung wirken kann. Welche psychologischen und gesellschaftlichen Faktoren tragen zu einer Radikalisierung bei? Wo liegen die Grenzen des Engagements und wo erhalte ich Beratung?

Das BfDT lädt Sie in Kooperation mit der Stadt Mainz herzlich ein, sich über diese und weitere Fragen auf der zweitägigen bundesweiten Veranstaltung im Stadthaus Mainz auszutauschen und Möglichkeiten des zivilgesellschaftlichen Engagements in der Radikalisierungsprävention zu erarbeiten."

13.11.2020
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28.11.2020
Torhaus am Aegi, Siebstraße 4, 30171 Hannover
Fortbildung
LPR Niedersachsen

Am 13./14. und / oder am 27./28.11.2020 findet in den Räumen des Landespräventionsrates in Hannover eine Fortbildung zum Programm PARTS (Programm zur Förderung von Akzeptanz, Respekt, Toleranz und sozialer Kompetenz) statt. Sie wird durch den Entwickler Prof. Dr. Andreas Beelmann von der Universität Jena selbst durchgeführt. Die Fortbildung wird in Kooperation mit dem Landespräventionsrat in Niedersachsen angeboten. Das Programm wurde über mehrere Jahre wissenschaftlich untersucht und erzielt vergleichsweise sehr gute Ergebnisse und Langzeitwirkungen. Nähere Informationen sind den Anlagen zu entnehmen.

Der Kurs richtet sich an Grundschullehrer*innen, Schulpsycholog*innen und Schulsozialarbeiter*innen  aus Niedersachsen in dem Primarbereich (3. und 4. Klasse). Diese werden darin qualifiziert, das Programm eigenständig durchzuführen.


Dezember 2020

31.12.2020
Online
Online-Vortrag
Forum der Kulturen Stuttgart e.V.
Der habilitierte Politikwissenschaftler Farid Hafez spricht in seinem Online-Vortrag, der aufgrund der Coronakrise nicht wie eigentlich vorgesehen in der Stadtbibliothek vor Publikum und im Rahmen von "HEIMAT – Internationale Wochen gegen Rassismus" gehalten werden konnte, nun per Video über Islamophobie bzw. anti-muslimischen Rassismus in Europa: Wo sind seine Ursachen zu suchen? Was meinen wir genau, wenn wir in diesem Zusammenhang über Rassismus sprechen? Welche Zusammenhänge bestehen mit uns scheinbar vertrauteren Formen des Rassismus wie dem Antisemitismus? Farid Hafez diskutiert verschiedene Antworten, die auf diese Fragen gegeben werden.

Januar 2021

27.01.2021
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02.06.2021
Hamburg
Weiterbildung
Aktion Gemeinwesen und Beratung e. V.
Bei der Weiterbildung der Aktion Gemeinwesen und Beratung (AGB e. V.) steht das siebenstufige Clearingverfahren im Mittelpunkt. Dieses soll im schulischen Kontext dabei helfen, Radikalisierungsprozesse zu erkennen und mit pädagogischen Maßnahmen darauf zu reagieren. Ziel der Weiterbildung ist die Ausbildung von Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen zu Clearingbeauftragten. Sie sollen befähigt werden, das Konzept des Clearingverfahrens an ihren Schulen zu implementieren.

Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen.

Im ersten Durchgang der Weiterbildung 2021 ist das Einzugsgebiet Norddeutschland (Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein) – die weiteren Bundesländer folgen im Herbst 2021 und Frühjahr 2022.