Veranstaltungen

November 2019

18.11.2019
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20.11.2019
Papilio, Ulmer Str. 94, 86156 Augsburg
Fortbildung

Papilio-Integration bestärkt Erzieher in der pädagogischen Arbeit mit Kindern mit Migrations- und Fluchthintergrund und in ihren gesundheitsfördernden Basiskompetenzen. Sie baut Handlungsunsicherheiten im Kita-Alltag ab und erhöht die interkulturelle Kompetenz der Erzieher: mit diversen Methoden und Übungen zur Wissensvermittlung, Reflexion sowie konkreten Beispielen interkulturellen Handelns.

Inhalte:

  • Familien- und Bildungskulturen in den Hauptherkunftsländern
  • Kultur und deren Einfluss auf unser Denken und Handeln
  • Traumatisierung im Kindesalter und Erzieher-Kind-Interaktion
  • Kultursensitiver Umgang mit Materialien und Routinen im Kita-Alltag
  • Strategien zum Erreichen der Eltern
  • Interkulturelle Kommunikation

Zielgruppen: Papilio-Trainer und andere Erwachsenenbildner mit Kenntnissen um interkulturelle Hintergründe

Umfang: 16 Unterrichtseinheiten, verteilt auf drei Tage plus ein Nachhaltigkeitstreffen

Teilnahmegebühr: 390 Euro (Förderungsmöglichkeiten durch BARMER oder AOK-Hessen auf Anfrage)


19.11.2019
Gustav-Stresemann-Institut e. V., Langer Grabenweg 68, 53175 Bonn
Fachtag

Die Bedrohung durch islamistischen Terrorismus ist ebenso ungebrochen wie der Zulauf zur extremistischen salafistischen Szene. Der Rechtsextremismus modernisiert seine Stile und Formen, er bedroht unsere Demokratie nach wie vor.

Trotz unterschiedlicher politischer Kontexte: Freund-Feind-Denken, die Betonung von Ungleichwertigkeit, die Ablehnung von Rechtsstaat und Demokratie, ein vehementer Antisemitismus und Antiamerikanismus sowie der Hang zu Verschwörungstheorien lassen sich als ideologische Grundzüge sowohl beim Islamismus als auch beim Rechtsextremismus ausmachen. Beide Ideologien stellen Gegenentwürfe zu einer offenen und vielfältigen Gesellschaft dar.

Die Veranstaltung „Einstiegsprozesse in den Rechtsextremismus und Islamismus. Gemeinsamkeiten–Unterschiede–Gegenmodelle“ nimmt den Beginn der Lebenswege in extremistischen Szenen in den Blick.


20.11.2019
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21.11.2019
Münster-Hiltrup
Fachtagung
DEFUS
Das friedliche Zusammenleben einer immer diverser werdenden Gesellschaft zu organisieren und dabei die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen, ist eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Jahre. Kommune und Polizei sind dabei zwei zentrale Akteure, die maßgeblich für die alltägliche Gewährleistung der Sicherheit und des gesellschaftlichen Friedens verantwortlich sind und die Integration verschiedener Kulturen und sich ausdifferenzierender gesellschaftlicher Bedürfnisse leisten und mittragen müssen. 

Die Fachtagung „Die Organisation des friedlichen Zusammenlebens im Spannungsfeld Migration, Integration und Sicherheit“ will zielorientiert ausloten wie Integration und Sicherheit zusammenhängen und wo sie unnötig verknüpft sind. Dabei soll die Rolle von Kommune und Polizei bei Fragen der Integration reflektiert werden und gemeinsam strategisch überlegt werden, wie das friedliche und respektvolle Zusammenleben in Zukunft in Städten und Gemeinden weiter gut gelingen kann und was es dafür in Zukunft braucht.


20.11.2019
-
21.11.2019
Erfurt
Der zweite DVV-Fachaustausch findet unter Federführung des Projekts „Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ (PGZ) statt. Seit 2018 ist das PGZ-Projekt im Programmbereich „Politische Jugendbildung“ des DVV verankert. Langfristiges Ziel ist die Stärkung der bundesweiten Struktur der Volkshochschulen im Bereich der primären Prävention von demokratiefeindlichen Radikalisierungsprozessen junger Menschen.

Im Fokus des Fachaustauschs stehen kommunale Ansätze im Bereich der Radikalisierungsprävention. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, Einblick in etablierte Projekte und Strukturen kommunal verankerter Präventionsarbeit zu gewinnen, sich über Anknüpfungspunkte und Potentiale im Bereich Radikalisierungsprävention auf kommunaler Ebene auszutauschen und die weitere Vernetzung von Akteuren aus der Radikalisierungsprävention zu befördern. Zielgruppe der Veranstaltung sind interessierte Mitarbeitende der Volkshochschulen, Respekt Coaches sowie Träger und Projekte aus der Radikalisierungsprävention.

22.11.2019
Jägerstr. 14, Stuttgart, 70174
Konferenz
Partnerschaft für Demokratie Stuttgart

Die Förderperiode der Partnerschaft für Demokratie Stuttgart 2017-2019 geht zu Ende!

Die durch die Stadt Stuttgart (Abteilung Integrationspolitik) und den Stadtjugendring Stuttgart e.V. ins Leben gerufene Partnerschaft für Demokratie ist ein langfristig angelegtes Kooperations- und Unterstützungsnetzwerk, das seit August 2017 als starkes Bündnis aus Akteur*innen der Stadtgesellschaft ein sichtbares Zeichen für eine starke Demokratie und gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in unserer Stadt setzt. Es ist in Aussicht, dass die Partnerschaft für Demokratie Stuttgart in der neuen Förderperiode 2020-2024 fortgesetzt werden soll.

In den Jahren 2017-2019 war es uns möglich, über unseren Aktionsfonds mehr als 25 sowie über den Jugendfonds mehr als 16 Projekte und Veranstaltungen zu unterstützen. Wir konnten ein Netzwerk von 30 aktiven Partner*innen etablieren und zweimal im Jahr Demokratiekonferenzen veranstalten. Ein besonderes Schlüsselelement der Partnerschaft für Demokratie sind die Aktionswochen HEIMAT – Internationale Wochen gegen Rassismus Stuttgart, die jährlich im März stattfinden, und an denen viele Netzwerkpartner*innen beteiligt sind.


26.11.2019
Webinar
DPT-I

Deutschland ist ein vielfältiges Land. Darin liegen Chancen für die zukünftige Entwicklung in einer globalisierten Welt, aber auch Herausforderungen für das Zusammenleben der Menschen. Zudem wird spätestens seit dem „Flüchtlingsjahr 2015“ immer wieder die Frage gestellt, ob zunehmende Vielfalt den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft gefährdet. Welchen Zusammenhang also gibt es zwischen Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt? Wie gehen die Deutschen mit Menschen eines anderen Lebensalters oder Geschlechts, mit sozial Schwachen oder Behinderten und mit der Vielfalt an sexuellen Orientierungen, Ethnien und Religionen um? Und wie lässt sich die Akzeptanz von Vielfalt stärken? In dem Webinar wird das Forschungsvorhaben „Zusammenhalt in Vielfalt: Das Vielfaltsbarometer der Robert Bosch Stiftung“ vorgestellt und wir diskutieren Antworten auf diese Fragen.

Zur Anmeldung:


26.11.2019
Hiroshimastr. 17 10785 Berlin
Konferenz
Friedrich-Ebert-Stiftung

Paris, London, Madrid, Brüssel, Berlin – terroristische Anschläge auf Menschen in den Metropolen Europas haben unsere Städte verändert und stellen Politik und Gesellschaft vor neue Aufgaben. Gemeinsam mit internationalen Gästen wollen wir diskutieren, wie Metropolregionen den Herausforderungen von Radikalisierung und islamistisch motivierten Anschlägen effizient begegnen können – und zwar ohne dabei die Grundwerte von Vielfalt und Freiheit aufzugeben! Dabei vergessen wir auch nicht über die Ursachen von Radikalisierung zu sprechen und über Präventionsmaßnahmen, mit denen ihnen begegnet werden kann.

 


27.11.2019
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28.11.2019
Frankfurt am Main
Fachtagung
Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V.

Mädchen geraten in den Fachdiskursen um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge wie auch in der Praxis häufig aus dem Blick. Dabei stellen sich Hintergründe und Umstände der Flucht sowie Lebenssituationen der Mädchen in Deutschland häufig anders dar als bei Jungen.

Wie können sie traumatisierende Fluchterfahrungen, die Abwesenheit von Eltern und Familie verarbeiten? Sie sehen sich differenzierten Anforderungen des Schul- und Bildungssystems in Deutschland gegenüber, leben oftmals in einer rechtlich ungesicherten Perspektive – bei gleichzeitig hohem gesellschaftlichen „Integrationsdruck“. Dabei sind sie vor allem auch Mädchen mit einem Entwicklungsbedarf wie andere Mädchen auch.

Wie können erzieherische Hilfen hier bedarfsgerecht und unter Beachtung der Genderperspektive mädchengerecht wirken? Welcher Fachkompetenz der Mitarbeitenden und welcher Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe bedarf es, mädchengerechte Arbeit zu realisieren?

Die Tagung richtet sich an Mitarbeiter_innen aus den erzieherischen Hilfen, die mit unbegleitet geflüchteten Mädchen arbeiten, sowie Mitarbeiter_innen öffentlicher Träger. Sie möchte zu den angesprochenen Fragen grundlegende Informationen vermitteln und eine Plattform bieten, sich auszutauschen, bestehende Arbeitsansätze und Konzepte zu reflektieren sowie fachliche Anforderungen und Bedingungen für eine gelingende Arbeit mit den Mädchen zu formulieren.


Dezember 2019

03.12.2019
Humboldt-Universität zu Berlin, Spandauer Strasse 1, 10178 Berlin, Heilig-Geist-Kapelle

Ziel der Berlin Lecture ist es, auf der Grundlage jüngster Erkenntnisse der Forschung gemeinsam mit Gästen aus Wissenschaft, Politik, Medienlandschaft und Zivilgesellschaft zu diskutieren, welche Herausforderungen und Folgen sich aus dem Zusammenwirken von Klimawandel und globalen Migrationsprozessen für Ökonomie, Politik und Gesellschaft ergeben. Welche direkten und indirekten Auswirkungen der Klimakatastrophe sind nach derzeitigem Stand der Wissenschaft auf globale Migrationsprozesse zu erwarten? Wie wirkt sich das Verhalten in den westlichen Industrieländern auf Migrationsprozesse selbst, sowie auf lokale Minderungs- und Anpassungsprozesse aus? Welche Rolle spielt Klimawandel für Migrationspolitiken auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene?

Prof. Frédéric Docquier, Ph.D., wird die Berlin Lecture mit einem Vortrag zu den Folgen des Klimawandels auf lokale, interregionale und internationale Migrationsbewegungen sowie die globale Einkommensungleichheit einleiten. Prof. Frédéric Docquier lehrt an der Universität Louvain-la-Neuve in Belgien und der Universität Luxemburg. Seine Arbeiten zur neuen Ökonomie des Brain Drain sowie den Ursachen und Folgen der Migration aus der Perspektive der Sende- und Zielländer haben ihn zu einem der renommiertesten und meistzitierten Migrationsökonomen in Europa und weltweit gemacht.

Auf dieser Grundlage werden auf einer Podiumsdiskussion Cem Özdemir (Die Grünen), I.E. Maria Dizon-De Vega (Botschafterin der Philippinen), Caterina Lobenstein (Die Zeit) und Richard Anders (Extinction Rebellion) die politischen, ökonomischen und sozialen Folgen diskutieren. Prof. Dr. Herbert Brücker (BIM) führt als Moderator durch den Abend.


05.12.2019
Stadthalle Bad Godesberg, Bonn Koblenzer Str. 80 53177 Bonn
Otto Benecke Stiftung e.V.

Diskussionen über den Zustand unserer Gesellschaft werden – ob in den sozialen Medien oder im unmittelbaren Zusammentreffen – zunehmend polarisierend und polemisch geführt. Dies führt zu einer Verrohung des politischen Diskurses. Oft ist es auch Wasser auf die Mühlen extremistischer und zum Teil gewaltbereiter Kräfte. Die Ermordung des Regierungspräsidenten Walter Lübcke aus Kassel – ein großer Freund der Otto Benecke Stiftung e.V. – durch einen rechtsextremistischen Täter stellt eine dramatische Zäsur dar. Der gottlob gescheiterte Mordanschlag auf jüdische Mitbürger in der Synagoge zu Halle (Saale) mit zwei Todesopfern im benachbarten Umfeld verweist erneut auf die Brisanz der aktuell extremistischen Tendenzen in Deutschland. 

Rechtsextremismus und religiös bedingter Extremismus sind zwar unterschiedliche Phänomene, weisen allerdings in ihren aggressiven Verhaltensweisen und Aktivitäten Parallelen auf. Gemeinsam ist ihnen die Verachtung und Ablehnung der Demokratie, der Pluralität und der Gleichheit und Gleichberechtigung aller in unserer Gesellschaft lebenden Menschen. Unsere Werte und vor allem rechtsstaatliche Grundsätze als Fundament unserer freiheitlich demokratischen Gesellschaftsordnung werden von ihnen bekämpft.

Die Hintergründe dieser Entwicklungen möchten wir im 1. Teil unseres Forums vorrangig wissenschaftlich beleuchten.
Im 2. Teil befassen wir uns mit den Möglichkeiten präventiver Maßnahmen sowie den gesellschaftlichen Anforderungen zur Bekämpfung des Extremismus.


12.12.2019
Deutsches Institut für Urbanistik, Zimmerstr. 13-15 (Eingang 14-15), 10969 Berlin
Seminar
Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)

Die Gesellschaft zeigt sich in ihren Einstellungen gegenüber der Zuwanderung von Geflüchteten und Menschen aus Ost- und Südosteuropa derzeit gespalten, die Politik positioniert sich nicht immer eindeutig gegen Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt. Dies führt zu allgemeinen Verunsicherungen und kann Spaltungstendenzen in der Gesellschaft sowie das Erstarken populistisch-autoritärer Strömungen in der Politik befördern. Um Vorbehalte und Ängste in der Bevölkerung abzubauen und Akzeptanz zunehmender gesellschaftlicher Vielfalt zu erhöhen, scheint eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit im Sinne einer auf Transparenz angelegten Kommunikationsstrategie auf kommunaler Ebene notwendig.

Im Rahmen des Seminars sollen die Bedeutung von Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im politischen Dialog mit der Bürgergesellschaft reflektiert, Beispiele gelungener Kommunikationsstrategien vorgestellt und der kommunale Erfahrungsaustausch ermöglicht werden.


18.12.2019
Haus der Region, Raum 602, Hildesheimer Straße 20, 30169 Hannover
Fachtag
Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. (NTFN e.V.)
Der Fachtag mit dem Thema “Flucht – Trauma – Sucht” richtet sich an Akteure der Suchthilfe, Flüchtlingshilfe sowie der psychosozialen, psychotherapeutischen und psychiatrischen Versorgungsstrukturen. Er wird gemeinsam mit der Nds. Landesstelle für Suchtfragen (NLS) und der Region Hannover veranstaltet.