Stark in Therapie und Weltanschauungsfragen (SiT)

 

Stark in Therapie und Weltanschauungsfragen (SiT)

Psychotherapeut*innen und psychosoziale Fachkräfte können in ihrer Arbeit mit extremistischen Einstellungen, Verschwörungserzählungen und weltanschaulichen Konflikten konfrontiert werden. Das Projekt „Stark in Therapie und Weltanschauungsfragen“ (SiT) des Instituts für zivilgesellschaftliche Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung (IZRD) bietet Fortbildungen an, die einen professionellen Umgang mit solchen Herausforderungen unterstützen sollen. Das von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderte Projekt wird 2026 fortgesetzt.

Die Fortbildungsangebote vermitteln praxisorientiertes Wissen über demokratiefeindliche Einstellungen, Radikalisierungsprozesse und destruktive weltanschauliche Bewegungen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, welche Zusammenhänge und Grenzen zwischen psychischen Störungen und Radikalisierung bestehen. Ziel ist es, Fachkräfte in ihrer Handlungssicherheit zu stärken, Unsicherheiten im Umgang mit entsprechenden Patient*innen abzubauen und zugleich die Belastungen von Betroffenen menschenfeindlicher Einstellungen stärker zu berücksichtigen.

Das Programm umfasst vierstündige Online-Fortbildungen, Fachvorträge und Fachtagungen. Inhaltlich stützt es sich unter anderem auf eine 2025 gemeinsam mit dem Kooperationsverbund dist[ex] durchgeführte bundesweite Bedarfserhebung zu extremistischen und diskriminierenden Einstellungen im psychotherapeutischen Praxisalltag. Zu den bisherigen Themen gehören Verschwörungserzählungen in der Therapie, die Begleitung von Betroffenen von LGBTQIA+-Feindlichkeit sowie autoritäre und antifeministische Strömungen.

Das kostenfreie Angebot richtet sich an Fachkräfte der psychologischen Beratung, Psychotherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Psychiatrie sowie angrenzender psychosozialer Berufsfelder. Aktuell sind auf der Projektseite keine kommenden Veranstaltungstermine ausgewiesen. 

 

Kontakt

E-Mail: sit@izrd.de

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