Oktober 2022

01.08.2022
-
15.11.2022
Online
Online Workshop Reihe
Servicestelle Gewaltschutz

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat viele Menschen gezwungen, aus der Ukraine zu flüchten. Mehrere Millionen Menschen haben das Land verlassen, hunderttausende Einreisen von Geflüchteten aus der Ukraine nach Deutschland wurden mittlerweile dokumentiert.

In ihrer gemeinsamen Verantwortung gegenüber schutzsuchenden Menschen haben Landes- und kommunale Behörden, wohlfahrtsverbandliche Betreiberorganisationen und zivilgesellschaftliche Organisationen in Zeiten des erhöhten Zuzugs schnell pragmatische Lösungen gefunden, um allen Schutzsuchenden zunächst ‚ein Dach über dem Kopf‘ bieten zu können. Hierfür wurden Notunterkünfte aufgebaut sowie durch Verdichtung der Belegung Unterbringungskapazitäten in bestehenden Unterkünften erhöht.

Die Online Workshops haben zum Ziel, für die Bedarfe von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten zu sensibilisieren und anwendungsorientiertes Wissen für den Umgang zu vermitteln.

Sie richten sich insbesondere an ehren- und hauptamtliche Praktiker:innen, die in Unterkünften für Geflüchtete tätig sind, aber auch an Leitungspersonen und Multiplikator:innen. Die Online Workshops sind kostenfrei und einzeln buchbar. Um einen Eindruck des Zusammenspiels der vielfältigen Schutzbedarfe zu bekommen und keine Lebensrealitäten aus dem Blick zu verlieren, empfiehlt es sich, an mehreren Workshops teilzunehmen.

Die Online Workshop Reihe „Geflüchtete Menschen mit besonderen Schutzbedarfen unterstützen“ wird im Rahmen der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.


04.10.2022
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05.10.2022
Theodor-Heuss-Platz, 1-3 30175 Hannover
DPT - DEUTSCHER PRÄVENTIONSTAG gGmbH

In den Räumlichkeiten des Hannover Congress Centrums (HCC) findet am 4. & 5. Oktober die große Kongressausstellung des 27. deutschen Präventionstages statt. In mehreren Hallen präsentieren sich die Akteure der Prävention mit ihren Angeboten. Dazu wird es Bühnenangebote und Aktionen geben. Keynote-Vorträge (Panels) sowie eine Abendveranstaltung runden das Programm ab. Im Vordergrund der Vor-Ort-Veranstaltung stehen Begegnung und Interaktion.

Im DPT-Foyer findet sich die Übersicht der angemeldeten Infostände sowie der Posterpräsentationen.

Übersicht der Panels, welche im Rahmen des 27. Deutschen Präventionstages vor Ort in Hannover stattfinden:

Dienstag       
4.10.2022  

  • 10:00-11:30 Uhr Panel I: 
    Prävention in Zeiten der Cannabislegalisierung: Worthülse, mehr vom Üblichen oder Neuorientierung?
  • 12:00-13:30 Uhr Panel II:
    Kinder im Fokus der Prävention
  • 14:00-15:30 Uhr Panel III:
    Cybercrime (Arbeitstitel)
  • 16:00-17:30 Uhr Panel IV:
    Brauchen wir neue Strategien für urbane Sicherheit und kommunale Prävention?

Mittwoch
5.10.2022

  • 09:00-10:30 Uhr Panel V:
    Neue Ansätze zur Prävention von Hass, Hetze und Bedrohung
  • 11:00-12:30 Uhr Panel VI:
    Was Schulen aus der Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs für Prävention heute lernen können
  • 13:00-14:30 Uhr Panel VII:
    Jetzt erst recht! Prävention in Zeiten von Krisen und Katastrophen

11.10.2022
Online
Fachvortrag
Demokratiezentrum Land Bremen

Antimuslimischer Rassismus und Antisemitismus sind beides menschenfeindliche Ideologien. Daher wurde in den vergangenen Jahren vermehrt über die Verbindung beider Phänomene diskutiert, häufig jedoch darüber, welche Betroffenengruppe ›mehr‹ zu leiden hätte und wo die Gefahr von rechts größer sei. Obwohl die Phänomene nicht gleichzusetzen sind, sollte sich eine an demokratischen Werten orientierte Bildungsarbeit nicht spalten lassen – insbesondere in Zeiten, in denen rechte Parteien und Organisationen immer mehr Zuspruch erhalten und antisemitische und antimuslimisch-rassistische Angriffe zunehmen.

Im Rahmen des Fachvortrags geht es um die Frage, wie Bildungsarbeit gelingen kann, die antimuslimischen Rassismus und Antisemitismus verbindend thematisiert, um letztlich beiden Phänomenen entgegenzuwirken. In der Veranstaltung setzen wir uns daher
mit folgenden Fragen auseinander: Wie unterscheiden sich die Phänomene und was haben sie gemeinsam? Weshalb kann es sinnvoll sein, sie zusammenhängend zu thematisieren? Und wann ist es notwendig, sich differenziert mit den Phänomenen zu befassen?


18.10.2022
Online
Online-Fortbildung
REFUGIO MÜNCHEN

Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, wie z.B. geflüchtete Menschen mit Behinderung sind in unserem System oft einer „Entweder-Oder-Sicht“ ausgesetzt. Die Zuschreibung zu einem Vielfaltsmerkmal wird komplexen menschlichen Identitäten nicht gerecht. In dieser Online-Fortbildung lernen Fachkräfte transkulturelle Erklärungsmodelle von Behinderung. Durch das Verstehen von Wechselwirkungen von Flucht, Migration und Behinderung können so bessere Zugänge in Begleitung und Beratung gefunden werden.
Ihr Profit:

  • Sensibilisierung für multiple Identitäten
  • Das Konzept der Intersektionalität im Kontext von Behinderung und Flucht
  • Das Verständnis für Wechselwirkungen von Migration und Behinderung
  • Kennenlernen transkultureller Erklärungsmodelle von Behinderung

Zielgruppe: Fachkräfte, die mit zugewanderten und geflüchteten Menschen arbeiten


25.10.2022
Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin
Fachtag
Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Berliner Netzwerk Verschwörungserzählungen
In Zeiten, in denen Verschwörungserzählungen omnipräsent scheinen, stehen pädagogische Fachkräfte vor der Frage, wie sie in ihrer beruflichen Praxis mit verschwörungsideologischen Inhalten umgehen. Viele Jugend- und Sozialarbeiter*innen, aber auch politische Bildner*innen und Lehrer*innen sehen sich hier vor große Herausforderungen gestellt – insbesondere dann, wenn die geteilten Verschwörungserzählungen demokratiefeindliche Überzeugungen beinhalten.
  • Wie können Pädagog*innen auf Verschwörungserzählungen reagieren, die im Jugendzentrum verbreitet werden?
  • Was, wenn eine Klientin plötzlich von der großen Weltverschwörung berichtet, nachdem sie darüber ein fesselndes Video gesehen hat?
  • Was tun, wenn die Eltern eines Schülers Unterrichtsinhalte als „von oben gelenkt“ diffamieren?
  • Und was passiert da eigentlich, wenn Menschen scheinbar von jetzt auf gleich zu der Überzeugung gelangen, die Welt werde von geheimen Mächten gesteuert?

November 2022

05.11.2022
Online
Online Workshop

Auslöser für Traumata bei Kindern und Jugendlichen sind divers: Gewalterfahrungen in der Familie, der Verlust einer Bezugsperson oder etwa grundlegende Veränderungen von Lebensbedingungen bei nationalen und internationalen Krisensituationen. Die Tagesschulung gibt eine Einführung in das Thema und gemeinsam erarbeiten die Teilnehmenden Antworten auf Fragen rund um das Thema Trauma. Eingeladen sind alle Interessierte sowie Berufsgruppen mit Bezug zur Thematik. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Die Workshops finden am 13.10.2022 in der Zeit von 16:00 Uhr – 20:00 Uhr und am 05.11.2022 in der Zeit von 09:00 Uhr – 13:00 Uhr online statt. Die beiden Workshops sind im Thema identisch.


Dezember 2022

01.12.2022
Online
Online-Fachgespräch

Geflüchtete Kinder und ihre Familien haben Anspruch auf die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe. In der Praxis ist der Zugang zum Kinder- und Jugendhilfesystem besonders für Familien in Unterkünften für geflüchtete Menschen jedoch erschwert. Neben Hürden auf Seiten der (Erst-) Aufnahmeeinrichtungen steht auch die Kinder- und Jugendhilfe vor vielfachen Herausforderungen, um ihrem Schutzauftrag nachzukommen und auf die Bedarfe der Zielgruppe einzugehen.

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir uns im Rahmen eines digitalen Fachgesprächs zu aktuellen Problemlagen und Lösungen in der Gewährung und Inanspruchnahme von Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe für geflüchtete Kinder, Jugendliche und Eltern in Unterkünften austauschen. Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende in Unterkünften, Vertreter*innen zuständiger Behörden, Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und zivilgesellschaftliche Organisationen.

Das Fachgespräch findet im Rahmen des Modellprojekts „Gemeinsam für mehr Teilhabe geflüchteter Kinder und Familien am Kinder- und Jugendhilfesystem. Zugänge schaffen und Kooperationen fördern!“ statt. Das Projekt ist eine Kooperation von Save the Children Deutschland e.V. und Plan International Deutschland e.V. und wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. 


02.12.2022
Online
Zertifikatskurs
Professional School der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

Unsere Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend polarisiert. Religiös begründete und extremistische Strömungen spielen dabei eine wichtige Rolle und sind im öffentlichen Raum und auch in Bildungseinrichtungen sichtbarer geworden. Wenn Jugendliche sich plötzlich anders verhalten oder mit demokratiefeindlichen Sprüchen auffallen, dann ist es gut, wenn pädagogische Fachkräfte darauf souverän reagieren. Gerade wenn religiöse Aspekte berührt sind, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Wie lässt sich erkennen, ob jemand nur blufft oder tatsäch-
lich eine extremistische Haltung entwickelt hat? Warum entwickeln Jugendliche überhaupt eine Neigung zu religiösem Extremismus? Und welche Schritte sind möglich, falls sich der Verdacht erhärtet?


Das Kontaktstudium „Extremismus und Radikalisierung: Handlungskompetenz für die Bildungsarbeit mit Jugendlichen“ befähigt Sie, verschiedene Formen von Extremismus und Radikalisierung zu erkennen, Jugendliche für die Thematik zu sensibilisieren sowie in begründeten Verdachtsmomenten die Gefahrenlage abzuschätzen und gemeinsam mit geeigneten Akteuren konkrete Schritte für ein angemessenes Vorgehen einzuleiten.


Das Angebot richtet sich an alle, die mit Jugendlichen arbeiten und ist ebenso praxisorientiert wie theoretisch fundiert.

Die Weiterbildung ist in drei thematische Blöcke unterteilt, die jeweils 1,5 Online-Seminartage und durch E-Learning Kurse unterstützte Selbstlernphasen von 4-6 Wochen umfassen. Jeder dieser Blöcke kombiniert forschungsbasierten Input, Fallbeispiele, konkrete Anwendungsaufgaben für den Arbeitskontext sowie den Austausch in der Gruppe.