Februar 2026
-
18.06.2026
Städte, Gemeinden und Landkreise sind mit einer Vielzahl an Konflikten konfrontiert. So wirken sich Krisen und gesellschaftliche Spannungsfelder häufig direkt vor Ort aus. Hinzu kommen lokale und regionale Herausforderungen und konflikthafte Auseinandersetzungen, etwa um Veränderungsprozesse in Stadtgesellschaften oder im sozialen Nahraum. Der Fokus unserer Qualifizierung liegt daher auf sozialen Konflikten, die öffentlich ausgetragen werden. Dies können z.B. Konflikte zum Umgang mit Vielfalt, demokratiefeindlichen Akteur:innen, um Identitäts- und Zugehörigkeitsfragen oder auch Nutzungskonflikte sein.
Die Qualifizierungsreihe
- vermittelt grundlegendes Handwerkszeug für die Demokratische Konfliktbearbeitung,
- stärkt Kompetenzen, um Konflikte im kommunalen Raum zu erkennen und systemische Zusammenhänge zu analysieren, und
- erweitert das Methodenrepertoire für den strategischen Umgang mit kommunalen Konflikten.
Zielgruppe
- Mitarbeitende aus der kommunalen Verwaltung,
- Zivilgesellschaftliche Akteure aus den Bereichen der Demokratieförderung / Integration / Gemeinwesenarbeit und
- Multiplikator:innen, die in ihrer Tätigkeit mit kommunalen Konflikten konfrontiert sind.
Die mehrtägige Qualifizierung findet als Online-Veranstaltung von Februar bis Juni 2026 statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldungen sind über diesen Link bis Ende Mai möglich.
März 2026
Sechs Jahre nach dem Anschlag in Hanau sind die Folgen weiterhin spürbar. Die Online-Reihe Streit & Struntz widmet sich in ihrer aktuellen Ausgabe der Frage, wie Kommunen nach solch einschneidenden Ereignissen handlungsfähig bleiben und nachhaltige Strukturen im Umgang mit Konflikten entwickeln können.
Im Zentrum steht ein Impuls von Robert Erkan, der nach der Tat als Opferbeauftragter der Stadt Hanau tätig war und gemeinsam mit dem Krisenstab Unterstützungsstrukturen für Betroffene aufgebaut hat. Seine Erfahrungen werden durch einen Kommentar von Christof Starke ergänzt.
Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte der Kommunalen Konfliktberatung sowie an kommunale Entscheidungsträger*innen und bietet Raum für Austausch, Fragen und Diskussion.
Anmeldung über E-Mail: streitundstruntz.konfliktberatung@vfb-saw.de
April 2026
-
05.06.2026
Diskriminierung erschwert unser tägliches Zusammenleben- und arbeiten in einer superdiversen Gesellschaft. Dabei sollen Zugangsbarrieren abgebaut und allen Personen die gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht werden. Gleichzeitig haben soziale Kategorien wie "Geschlecht", "Herkunft" oder "Religion" immer noch eine große Auswirkung auf die individuelle Biografie von Personen und limitieren oftmals ihre beruflichen Möglichkeiten und Teilhabechancen.
Wie kann das Thema Diskriminierung im beruflichen und privaten Umfeld besprochen und behandelt werden? Welche Möglichkeiten gibt es, verschiedenen Diskriminierungen entgegenzuwirken und neue Zugänge zu schaffen? Inwiefern spielen beispielweise Geschlechter- oder Klassenverhältnisse bei unseren täglichen Begegnungen oder in Teams eine Rolle?
In der Schulungsreihe werden die Teilnehmer*innen eingeladen, sich intensiv und selbstreflexiv mit dem Thema Diskriminierung zu beschäftigen und eine größere Handlungssicherheit in diesem Themenfeld zu erlangen. Es geht um die Entwicklung einer macht- und diskriminierungskritischen Perspektive. Der Fokus wird insbesondere auf der Reflexion der eigenen Haltung sowie auf der Reflexion eigener Stereotype und Vorurteile liegen. Zudem bekommen die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, diskriminierungskritische Handlungsmöglichkeiten zu erforschen und auf methodisch vielfältige Weise Empathie und eigene Standpunkte zu entwickeln.
Modul 1: Diversität, Diskriminierung und Klassismus: 9.-10. April
Modul 2: Sexismus und Rassismus: 12.-13. Mai
Modul 3: Praxistransfer und diskriminierungskritisch Handeln: 4.-5. Juni
Die Schulungsreihe ist in Niedersachsen anerkannt als Bildungsurlaub. Eine Anerkennung in anderen Bundesländern ist ggf. möglich.
-
18.04.2026
Das Bildungsprojekt UN/GLEICH bietet eine Ausbildung für Menschen an, die Workshops zu Demokratie, Menschenwürde und Diskriminierung mitgestalten möchten. Gesucht werden engagierte Personen, die Interesse an politischer Bildung haben und Freude daran, mit Jugendlichen und Erwachsenen über gesellschaftliche Themen ins Gespräch zu kommen.
In den Workshops setzen sich Teilnehmende mit Fragen rund um Alltagsdiskriminierung, Vielfalt und demokratische Werte auseinander. Ziel ist es, Perspektivwechsel zu ermöglichen, Sensibilität für Ungleichbehandlung zu fördern und gemeinsam Strategien für ein respektvolles Miteinander zu entwickeln.
Die Ausbildung qualifiziert dafür, Workshops gemeinsam im Zweierteam zu moderieren und vermittelt sowohl didaktische Methoden als auch inhaltliche Grundlagen der politischen Bildungsarbeit. Nach erfolgreicher Teilnahme können Teamer*innen Workshops an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen im Rheingau-Taunus-Kreis durchführen.
Termine der Ausbildung:
10., 11., 17. und 18. April 2026
Angesprochen sind insbesondere Menschen, die sich in der Ausbildung zu einem sozialen Beruf befinden, ein geistes- oder gesellschaftswissenschaftliches Fach studieren oder sich generell politisch engagieren möchten.
Bewerbung:
Interessierte senden ihren Lebenslauf sowie einen kurzen Motivationstext per E-Mail. menschenwuerde@awo-rtk.de
Thematisch widmet sich dieser Sharing Circle den Feldern Rassismus, weiß Sein, Kolonialismus, Verbindungen und Grenzen. Bei dem Austausch geht es darum, zu erkunden, welche Gefühle, Ängste, Träume und lose Gedanken wir zu diesen Themen haben. Wir hören einander aktiv zu und teilen das, was sich gerade für uns stimmig anfühlt. Dabei geht es weniger um die Aneignung von neuem Wissen oder kritischem Denken, sondern vielmehr darum, in uns selbst hineinzuspüren, was gerade in uns präsent ist und anderen den Raum zu geben, den sie gerade brauchen. Die Methode basiert auf den Qualitäten Respekt, Akzeptanz, Präsenz, dem Zulassen von Verletzlichkeit und Vertrauen, damit dadurch echte und authentische Verbindungen entstehen kann.
Ablauf:
Nach dem Ankommen im Kreis und einer Körperübung zur Einstimmung sind die Teilnehmenden eingeladen, zu teilen, was gerade zu diesen Themen in ihnen präsent ist. Jede Person darf entscheiden, ob sie lieber reden oder zuhören möchte. Ein Redestab wird so lange im Kreis herumgegeben, bis alles gesagt ist. Die Halterin des Circles achtet auf die Einhaltung der Vereinbarungen und moderiert bei Konflikten. Den Abschluss bildet eine kurze gemeinsame Meditation.
Wer kann teilnehmen?
Jede weiß-positionierte Person, die Interesse an den oben genannten Themen und an einem offenen Austausch dazu hat, kann teilnehmen. Der Raum richtet sich an weiße Personen, d.h. an Menschen, die selbst keine eigenen Rassismuserfahrungen machen. Vorkenntnisse sind nicht notwendig.
Die Teilnahme am Sharing Circle ist kostenfrei. Es wird Tee, Obst und Kekse geben.
Das Webseminar „Rechte Männlichkeiten: Beweggründe und Veränderungswege“ widmet sich der Frage, warum sich aktuell viele Männer (extrem) rechten Ideologien zuwenden und welche Anerkennungs- und Entlastungsversprechen damit verbunden sind. Zudem wird beleuchtet, mit welchen Strategien entsprechende Akteur*innen gezielt Männlichkeitsvorstellungen ansprechen. Ein einführender Input zu rechten Ideologien und Männlichkeiten schafft die inhaltliche Grundlage für die gemeinsame Auseinandersetzung.
Im Anschluss werden Ansätze geschlechterreflektierender und intersektionaler Pädagogik mit Männern vorgestellt und diskutiert. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Fachkräfte und Engagierte aus Bildung, Beratung und sozialer Arbeit und findet online über Zoom statt.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.
-
30.04.2026
In vielen Pflegeeinrichtungen arbeiten Kolleg:innen aus Drittstaaten. Sie bringen wertvolle Kompetenzen mit und sind zugleich mit besonderen Herausforderungen konfrontiert – etwa durch Anerkennungsverfahren, sprachliche Hürden oder rechtliche Unsicherheiten. Diese Rahmenbedingungen können im Arbeitsalltag zu Missverständnissen, Spannungen oder diskriminierenden Situationen führen, häufig subtil und unbeabsichtigt.
Die dreiteilige Qualifizierungsreihe „Diskriminierung verstehen – Haltung entwickeln“ setzt hier an. Im Fokus stehen Diskriminierungserfahrungen, die im Arbeitskontext mit (zugeschriebener) Herkunft verbunden sind, sowie der professionelle Umgang damit im Team.
Die Reihe richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus der ambulanten und stationären Alten- und Krankenpflege mit Interesse an Vielfalt, Teamkultur und diskriminierungssensiblem Handeln.
Termine
- 16. April, 12–14 Uhr – Modul 1: Hinschauen & Verstehen
- 23. April, 12–14 Uhr – Modul 2: Handeln mit Haltung
- 30. April, 12–13 Uhr – Modul 3: Reflexion & Transfer
Ziel ist es nicht, Menschen zu kategorisieren, sondern eigene Strukturen, Routinen und Haltungen zu reflektieren. Gemeinsam werden praxisnahe Strategien entwickelt, die im Arbeitsalltag umsetzbar sind und zu mehr Handlungssicherheit, Fairness und Zugehörigkeit im Team beitragen.
Die Teilnehmenden erhalten kompakte Werkzeuge und Impulse, darunter Reflexionsfragen für Teams, Gesprächsansätze bei Grenzverletzungen sowie ein Transferblatt mit konkreten Umsetzungsideen.
Lange Redebeiträge, lautes Zwischenkommentieren, Ironie, Themenwechsel, Handytelefonate, Infragestellung der Kompetenzen und Erfahrungen anderer Personen im Raum: Nicht selten können das bewusste und unbewusste Strategien einiger männlicher Teilnehmender in heterogenen Lernräumen sein, wenn die Lern- und Diskussionsinhalte bei ihnen Unwohlgefühle auslösen und/oder sie sich zu wenig gehört fühlen.
Der Umgang mit diesem Phänomen kann für Menschen, die diese Räume anleiten, herausfordernd sein. Viele fragen sich daher:
- Welche Grenzen sollte ich setzen, damit alle im Lernraum sich wohlfühlen können? Wann sind Interventionen nötig?
- Mit welchen Methoden kann ich problematische männliche Teilnehmende begrenzen, ohne dass sie in noch größere Verweigerung gehen oder den Raum verlassen?
- Und welche Rolle können in Lernräumen meine eigenen (unbewussten) Vorurteile und Einstellungen und Sozialisierung spielen?
Diesen und weiteren Fragen wird in der Online-Fortbildung gemeinsam nachgegangen.
Ein Input zu "geschlechterreflektierter Arbeit mit Männern" schafft dafür die Basis. Methoden und Tipps zum Umgang mit problematischen Männlichkeits-Performances in Lernräumen werden vorgestellt und in Austauschrunden diskutiert. Zudem wird Raum zur Selbstreflexion und zum Praxistransfer geboten.
Dieser Online-Workshop richtet sich an pädagogische Fachkräfte und alle im Themen- und Arbeitsfeld Interessierte.
Datum und Uhrzeit: Donnerstag, den 16.04.2026 | 09.30-13.00 Uhr
Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei
Anmeldeschluss: 13.04.2026
Das Netzwerkcafé des Netzwerks Kommunales Konfliktmanagement im öffentlichen Raum lädt zum Austausch über aufsuchende Demokratiearbeit ein. Unter dem Titel „Austausch statt Parolen“ wird das Projekt metro_polis vorgestellt, das seit sechs Jahren moderierte Dialogformate in sächsischen Straßen- und Bahnräumen umsetzt. Ziel ist es, an alltäglichen Orten Begegnung und konstruktiven Austausch zwischen Fahrgästen zu ermöglichen und so auch konflikthafte Themen zugänglich zu machen.
Kristina Krömer, Politikwissenschaftlerin und Praktikerin für Gewaltfreie Kommunikation, gibt Einblicke in die Entwicklung und Umsetzung des Projekts sowie in die Erfahrungen aus der Praxis.
Die Veranstaltung findet digital über Webex statt.
Eine Anmeldung ist bis zum 10. April 2026 über das Veranstaltungsportal der Stadt München erforderlich.
-
21.04.2026
Kommunen gelten als Orte pragmatischer Sachpolitik und gelebter Demokratie. Gleichzeitig stehen sie zunehmend unter Druck durch populistische Kommunikationsformen, Desinformation sowie Hass und Hetze gegen Amts- und Mandatsträger:innen. Diese Entwicklungen erschweren Beteiligungsprozesse, belasten Verwaltungen und gefährden die lokale Demokratie.
Das zweitägige Seminar des Deutsches Institut für Urbanistik greift diese Herausforderungen auf und diskutiert auf Basis aktueller Studien, wissenschaftlicher Analysen und kommunaler Praxiserfahrungen wirksame Strategien im Umgang mit Populismus. Im Fokus stehen Fragen des Schutzes kommunaler Akteur:innen, der Extremismusprävention sowie der Gestaltung einer offenen und resilienten kommunalen Beteiligungskultur.
Das Programm verbindet wissenschaftliche Impulse, Erfahrungsaustausch und praxisnahe Beispiele aus Kommunen. Thematisiert werden u. a. rechtspopulistische Stadtpolitik, Desinformation, Schutzkonzepte für Amts- und Mandatsträger:innen sowie Handlungsmöglichkeiten in Verwaltung und Stadtparlamenten.
Zielgruppe: Führungskräfte und Fachpersonal aus Kommunalverwaltungen, Ratsmitglieder, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie Fachleute aus Wissenschaft und Praxis
Teilnahmegebühr: gestaffelt (steuerfrei), inkl. Verpflegung
Anmeldung: online, Anmeldeschluss zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn
Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg lädt herzlich zum queerpolitischen Fachtag ein, um gemeinsam ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse für Zusammenarbeit und Vernetzung zu setzen.
Gemeinsam wollen wir aktuelle fachliche Fragen diskutieren, gute Praxis sichtbar machen und die Zusammenarbeit in der queerpolitischen Arbeit in Baden-Württemberg weiterdenken. Die Veranstaltung bietet dabei viel Raum für Begegnung, Austausch und Vernetzung zwischen Akteur*innen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern.
Eingeladen sind Fachkräfte aus Beratung, Kinder-, Jugend-, Familien- und Senior*innenarbeit, Träger, Initiativen, Ehrenamtliche, Mitarbeitende aus Verwaltung und Politik sowie alle weiteren queerpolitischen Akteur*innen in Baden-Württemberg. Freuen Sie sich auf fachliche Impulse, offenen Austausch und vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung.
Beim Fachtag wird es eine Projektmesse geben, auf der Projekte und Institutionen vorgestellt werden können. Wenn Sie Ihr Projekt oder Ihre Institution im Rahmen der Messe mit einem kleinen Stand präsentieren möchten, setzen Sie bitte bei der Anmeldung einen entsprechenden Haken.
-
30.06.2026
Die Informationsreihe der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, die in Kooperation mit dem Ministerium des Innern, dem Integrationsministerium und dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt wird, informiert über den gelebten Islam in Nordrhein-Westfalen und klärt über die Gefahren auf, die vom Islamismus ausgehen. Neben Information und Sensibilisierung für die genannten Themen werden die Erfahrungen von Expertinnen und Experten aus der Praxis mit Präventionsstrategien sowie Aufklärungsarbeit im Fokus stehen. Ferner werden Diskussionstische zu relevanten Themen angeboten.
Die Informationsreihe richtet sich explizit an Lehrkräfte und multiprofessionelle Teams an Schulen.
Mai 2026
-
05.11.2026
Die Werkstätte im dist[ex]-Verbund greifen zentrale Herausforderungen der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit auf und verbinden fachliche Reflexion mit praxisorientierter Weiterentwicklung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Zugänge zu bislang schwer erreichbaren Zielgruppen, etwa durch niedrigschwellige Anspracheformen und die systematische Auseinandersetzung mit bestehenden Leerstellen in der Praxis. Ergänzend wird die Arbeit in digitalen Räumen in den Blick genommen, die durch dynamische Plattformlogiken und neue Formen der Vergemeinschaftung besondere Anforderungen an Intervention, Beziehungsarbeit und Qualitätssicherung stellt.
Ein weiterer Fokus liegt auf diskriminierungskritischen Perspektiven in der Beratung. Dabei wird untersucht, wie Diskriminierungserfahrungen und gesellschaftliche Machtverhältnisse Radikalisierungsverläufe beeinflussen und wie diese Aspekte systematisch in der Beratung berücksichtigt werden können. Ziel aller Werkstätten ist es, phänomenübergreifende Erfahrungen zu bündeln, praxisnahe Ansätze zu entwickeln und Fachkräfte in ihrer Handlungssicherheit nachhaltig zu stärken.
-
09.05.2026
Die Forschungsstelle „Islam und Politik“ am Zentrum für Islamische Theologie Münster lädt am 8. und 9. Mai 2026 zu einer wissenschaftlichen Tagung ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Forschung zu Muslim:innen in Deutschland verantwortungsvoll, differenziert und zugleich öffentlich wirksam betrieben werden kann – angesichts politischer Erwartungen, medialer Deutungen und gesellschaftlicher Sensibilitäten.
Die Tagung beleuchtet das Spannungsfeld, in dem sozialwissenschaftliche Islam-Studien häufig stehen: zwischen Vorwürfen der Verharmlosung einerseits und massiver Kritik bei problemorientierten Befunden andererseits. Ziel ist ein fachlicher Austausch über wissenschaftliche Freiheit, Verantwortung und öffentliche Wirkung.
-
17.06.2026
Im Mai und Juni 2026 startet eine Schulungsreihe für engagierte Menschen, die Diskussionen zu Diversität, Diskriminierung und politischer Teilhabe moderieren möchten. Die Qualifizierung vermittelt Methoden und Kompetenzen, um Diskussionsrunden mit unterschiedlichen Gruppen achtsam, konstruktiv und diskriminierungskritisch zu gestalten.
Teilnehmende setzen sich mit Diversitätsbewusstsein, gesellschaftlichen Machtverhältnissen und moderationsmethodischen Ansätzen auseinander und entwickeln eigene Fähigkeiten zur Anleitung von Gruppen. Die Schulung richtet sich an Personen, die bereits erste Erfahrungen in der Moderation oder Leitung von Diskussionsrunden haben und diese vertiefen möchten.
Die Schulung umfasst 45 Unterrichtseinheiten und besteht aus zwei Präsenztagen in Hannover, mehreren Online-Terminen sowie einer begleiteten Selbstlern- und Gruppenarbeitsphase. Bei einer aktiven Teilnahme von mindestens 80 % der Schulungszeit sowie der Teilnahme an beiden Präsenztagen wird ein Zertifikat ausgestellt.
Termine
08.–09.05.2026 | Präsenz in Hannover
21.05.2026 | online (17–20 Uhr)
22.05.–10.06.2026 | Selbstlernphase und Online-Gruppenarbeit, optionales Einzelcoaching
17.06.2026 | online (17–20 Uhr)
Kosten
Die Teilnahme ist kostenfrei. An den beiden Präsenztagen in Hannover wird ein gemeinsames Mittagessen inklusive Getränke bereitgestellt.
Bewerbung
Interessierte werden gebeten, einige Sätze zu ihrer Motivation einzureichen (z. B. zu den Fragen: Was bedeutet Diversität? Welche Perspektiven oder Utopien motivieren? Welche Erfahrungen bestehen bereits?).
Juni 2026
-
10.06.2026
Die Methodenwerkstatt „diversitätsbewusst – diskriminierungskritisch – dialogisch“ ist ein zweitägiger Praxisworkshop zur Methodenkompetenz in der politischen Bildung. Sie richtet sich an Fachkräfte, Ehrenamtliche und Engagierte mit erster Erfahrung in der Arbeit mit Gruppen, die ihre Sicherheit in der Anleitung von Methoden stärken möchten. Im Mittelpunkt steht ein geschützter Lernraum, in dem Methoden praktisch erprobt, angeleitet und gemeinsam reflektiert werden – mit Fokus auf Haltung, Präsenz sowie den Umgang mit Unsicherheiten, Widerständen und gruppendynamischen Prozessen.
Der Workshop versteht Methoden als kontextabhängige, lebendige Prozesse und setzt auf kollegiale Reflexion sowie konstruktives Feedback. Teilnehmende können eigene Methoden einbringen oder aus einem Methodenpool auswählen und erhalten Raum, diese praxisnah umzusetzen. Eine grundlegende Einführung in Diversitäts- oder Diskriminierungstheorien ist nicht Bestandteil des Workshops.
Der Teilnahmebeitrag beträgt 75 Euro inklusive Verpflegung und Übernachtung.
Rund 30 zivilgesellschaftliche Träger der AG Strafvollzug und Bewährungshilfe engagieren sich bundesweit in der Förderung von Demokratie und der Prävention von Extremismus. Dabei arbeiten sie eng mit Akteur*innen aus Justizvollzugsanstalten, Bewährungshilfe, Gerichten, Polizei und anderen Behörden zusammen, um wirksame Angebote zu entwickeln und umzusetzen.
Beim Fachtag diskutieren Vertreter*innen verschiedener Berufsgruppen über den aktuellen Stand und die zukünftige Entwicklung der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Extremismusprävention. In praxisnahen Workshops tauschen sich die Teilnehmenden aus unterschiedlichen Perspektiven über zentrale Herausforderungen in Strafverfolgung, Justizvollzug und Resozialisierung aus. Sie erarbeiten ein multiperspektivisches Fallverständnis und knüpfen wertvolle Kontakte für die zukünftige Zusammenarbeit.
Zielgruppe
- Der Fachtag richtet sich an:
- Fachkräfte aus zivilgesellschaftlicher Praxis und Jugendhilfe
- Mitarbeitende in Justizvollzugsanstalten, Maßregelvollzug und Bewährungshilfe
- Richterinnen und Staatsanwältinnen
- Mitarbeitende von Polizei und Sicherheitsbehörden
- Vertreter*innen aus Ministerien und Landesdemokratiezentren
- Wissenschaftlerinnen und Politikerinnen
Teilnahme
Die Zahl der Plätze vor Ort ist auf 100 Personen begrenzt. Der Fachtag wird zudem per Livestream übertragen, hier gibt es keine Begrenzung der Teilnehmenden. Bitte sagen Sie Ihre Teilnahme unter hallo@ag-strafvollzug-und-bewaehrungshilfe.de ab, falls Sie verhindert sind. So können Nachrücker*innen Ihren Platz nutzen.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Bitte beachten Sie, dass Reise- und Übernachtungskosten nicht übernommen werden können.
September 2026
-
15.09.2026
Digitale Plattformen prägen zunehmend gesellschaftliche Debatten und beeinflussen, welche Inhalte sichtbar werden und wie über sie gesprochen wird. Algorithmische Logiken, emotionale Kommunikationsformen und digitale (Sub-)Kulturen tragen dazu bei, dass sich Diskurse verändern, Polarisierung zunimmt und gemeinsame Gesprächsräume unter Druck geraten.
Die KN:IX connect Fachtagung „Vom Algorithmus zur Ideologie?“ widmet sich diesen Entwicklungen mit einem besonderen Fokus auf Islamismus im digitalen Raum – auch jenseits offen extremistischer Inhalte. Im Zentrum stehen Fragen danach, wie Radikalisierungsdynamiken online entstehen, welche Rolle Plattformmechanismen spielen und wie islamistische Narrative in breitere digitale Debatten hineinwirken.
Die Veranstaltung verbindet wissenschaftliche Analysen mit praxisorientierten Perspektiven und diskutiert Ansätze zur Stärkung von Diskursfähigkeit und zur wirksamen Prävention von Radikalisierung. Eingeladen sind Fachkräfte aus Präventionsarbeit, Schule und Jugendhilfe, politischer Bildung, Wissenschaft, Verwaltung sowie weitere Interessierte.
Call for Papers & Save the Date
Demokratieschutz durch Verbote? Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Maßnahmen gegen die extreme Rechte
Der Aufstieg der extremen Rechten und ihre wachsende politische Einflussnahme werfen grundlegende Fragen nach den Instrumenten einer wehrhaften Demokratie auf. Besonders kontrovers diskutiert wird aktuell, ob Parteiverbote – etwa gegen die AfD – ein geeignetes Mittel zum Schutz von Demokratie und Minderheiten darstellen. Weniger umstritten, aber bislang deutlich weniger erforscht, sind Vereinsverbote als staatliches Instrument gegen rechtsextreme Strukturen.
Die Tagung „Demokratieschutz durch Verbote?“ widmet sich der Frage, welche Wirkungen Parteien-, Vereins- und andere Verbote tatsächlich entfalten, wo ihre Grenzen liegen und wie sie im Zusammenspiel mit weiteren staatlichen und zivilgesellschaftlichen Maßnahmen einzuordnen sind. Diskutiert werden rechtliche, politische, gesellschaftliche und historische Perspektiven auf Verbotspraxis und Demokratieschutz.
Die Tagung findet am 24. September 2026 an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin statt und bildet zugleich den Abschluss des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Forschungsprojekts VerRexVer – Zur Wirkung von Verboten gegen rechtsextreme Vereinigungen, durchgeführt an der HWR Berlin und der Hochschule Düsseldorf.
Im Rahmen eines Call for Papers sind Fachwissenschaftler:innen insbesondere aus den Sozial-, Rechts-, Politik-, Kultur-, Medien- und Erziehungswissenschaften eingeladen, sich mit einem 20-minütigen Vortrag zu beteiligen. Abstracts (max. 1.000 Wörter zzgl. Kurzvita) können bis 28. Februar 2026 eingereicht werden.





