Dezember 2022

07.12.2022
Gifhorn
Fachtag
Präventionsbündniss Gifhorn

Welche Rolle spielen Soziale Medien bei der Identitätsbildung von Jugendlichen? Mit welcher Haltung kann ich den Meinungsbildungsprozess von Jugendlichen begegnen? Wie kann ich ganz praktisch mit einem IPad und ein paar Klicks mit Jugendlichen Memes erstellen? Wie sind die rechtlichen Rahmenbedingungen bzgl. sexualisierter Selbstdarstellung im Netz und was waren nochmal "Loverboys"?


Diesen und weiteren Fragen soll im Dezember beim Fachtag Medienpädagogik am 07.12.2022 von 09:00-15:00 Uhr in der KVHS Gifhorn nachgegangen werden. Schwerpunktmäßig geht es um Meinungs- und Identitätsbildungsprozesse von Jugendlichen und Handlungsoptionen für die pädagogische Praxis und die Präventionsarbeit. Zur Vernetzung der Fachkräfte ist zudem ein Markt der Möglichkeiten eingerichtet, bei dem sich Träger aus Niedersachsen und Gifhorn vorstellen und es Zeit für Austausch und Vernetzung geben soll.


Den inhaltlichen Hauptvortrag wird Dr. Georg Materna vom JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis halten. Er spricht darüber, wie soziale Medien die politische Meinungsbildung von Kindern und Jugendlichen verändern und welche Konsequenzen daraus für (Medien-)Pädagogik und Präventionsarbeit abgeleitet werden können.


07.12.2022
Lucy-Lameck-Str. 32 12049 Berlin
Fachtagung
cultures interactive e.V.
Bisher lassen sich in der Präventionsarbeit nur wenig Angebote finden, die explizit auf die Bedürfnisse von Mädchen* und jungen Frauen* ausgerichtet sind. Diese Leerstelle nutzen demokratie- und menschenfeindliche Gruppierungen gezielt, um Mädchen* und jungen Frauen* ihre eigenen Narrative anzubieten. cultures interactive e.V. rückt die Lebensrealität von Mädchen* und jungen Frauen* deshalb am 7. Dezember 2022 auf einem Fachtag in den Mittelpunkt. In Vorträgen und Workshops werden mädchen*orientierte Bedarfe der Präventionsarbeit diskutiert sowie genderreflektierte Ansätze aus Beratung, Jugendkulturarbeit und Prävention vorgestellt. Außerdem werden auf diesem Fachtag die Ergebnisse der Bedarfsanalyse „Frauen* im Fokus der Präventionsarbeit“ präsentiert, die cultures interactive e.V. 2022 erstellt hat.

08.12.2022
Online
Webtalk
UFUQ

TikTok liegt – nach WhatsApp und Instagram – auf Platz drei der von Zwölf- bis 19-jährigen regelmäßig genutzten Plattformen. Je jünger die Jugendlichen sind, desto häufiger verbringen sie Zeit auf der Plattform. Dabei nutzen sie die Plattform meist zur Unterhaltung. Gleichzeitig weisen neue Untersuchungen darauf hin, dass TikTok von Jugendlichen vermehrt als Suchmaschine genutzt wird. Welche Fragen stellen sie sich, wer gibt die Antworten und mit welchem Content vertreiben sie sich die Langeweile?

In diesem Webtalk wollen wir uns mit der Wirkungsweise sowie Attraktivität von TikTok auseinandersetzen und uns mit der Frage beschäftigen, ob und in welcher Weise die Plattform zu Radikalisierungen führen kann und welche Rolle kollektive Emotionen dabei spielen.

Nader Hotait forscht zu dem Thema „Potenziale der Radikalisierung auf TikTok“. In seinem Impulsvortrag wird er anhand von Beispielen die Wirkungsweise von TikTok beschreiben und auf die damit verbundenen Gefahren eingehen.

Anschließend wird Sebastian Oschwald die Bedeutung von kollektiven Emotionen in Radikalisierungsprozessen darlegen, die Erkenntnisse auf TikTok übertragen und pädagogische Ansätze in der Präventionsarbeit und der politischen Bildung zur Diskussion stellen.


08.12.2022
Online
Online-Seminar
DeBUG

LSBTI-geflüchtete Menschen zählen zu den besonders schutzbedürftigen Personen im und nach dem Asylverfahren. Vielfach erleben sie auch in Unterkünften Diskriminierung und Gewalt, die meistens auf Homo- und Transfeindlichkeit zurückzuführen ist. Aufgrund ihrer Gefährdungslage, die mit negativen Erfahrungen in der Heimat oder hier in Deutschland verbunden ist, vermeiden LSBTI-geflüchtete Menschen sicherheitshalber, ihre Geschlechtsidentität auszuleben, bevorzugen dieIsolation und leiden somit unter psychischer Belastung. Infolge der negativen Erfahrung ist es oft für die Personengruppe schwer, Vertrauen zu den Behörden, Mitarbeiten in den Unterkünften und zu Beratungsstellen zu finden.

Das Onlineseminar wird ein Grundwissen über die besondere Situation von LSBTI-geflüchteten Menschen im Asylverfahren vermitteln und für deren Bedarfe sensibilisieren.


12.12.2022
Online
Online-Fachtagung
DRK KV Herford e.V. / DRK Münster Sozialwerk gGmbH

Bei dieser zweitägigen Online-Fachtagung geht es um eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema der rassistischen Ungleichbehandlung von Geflüchteten sowie um eine juristische Weiterbildung.

"Am 12. Dezember schauen wir auf den größeren Kontext – EU-Abschottungspolitik, Verschärfungen im Asylrecht, die gesellschaftliche Wahrnehmung von Geflüchteten und die Kontrastfolie der Massenzustroms-Richtlinie. Am 16. Dezember liegt der Fokus auf der rechtlichen Ebene der Ungleichbehandlung von Geflüchteten in den Bereichen Arbeitsmarktzugang, Sozial- und Gesundheitsleistungen vor dem Hintergrund, dass diese in der alltäglichen Beratungsarbeit umgesetzt werden muss.

Die Veranstaltung richtet sich primär an alle, die im Kontext Migrationsarbeit, insbesondere in der Beratung sowie der Projekt- und Bildungsarbeit tätig sind. Sie ist jedoch geöffnet für die interessierte Öffentlichkeit."


13.12.2022
Online
Webseminar
vielgestaltig*

Bei der Gestaltung von diskriminierungskritischer Öffentlichkeitsarbeit geht es darum, wie Bild- und Schriftsprache so genutzt werden können, dass dadurch möglichst viele Menschen erreicht werden und sich angesprochen fühlen. Das Ziel ist es dabei, inklusive und gerechte Räume der Teilhabe zu schaffen und Angebote zu bewerben, ohne in stereotypisierende oder kulturalisierende Muster zu verfallen. Dafür ist es notwendig, einen genaueren Blick darauf zu werfen, wo Diskriminierung in Sprache und Schrift überhaupt stattfindet und was Möglichkeiten zur Veränderung sind.

In einem ersten Teil wird es daher einen offenen Input zum Thema Diskriminierung, Machtdynamiken, Sprache und Bilder geben. In zweiten Teil des Seminars bekommen die Teilnehmenden die Möglichkeit zum Austausch und zur Reflexion der eigenen Praxis.


15.12.2022
Online
Forum
Evangelische Akademie zu Berlin gGmbH

Aus vielen Ländern flüchten lesbische, schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche und intersexuelle – kurz: queere – Menschen, weil sie wegen ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität Gewalt und Repressionen erfahren. Oft drohen ihnen in den Herkunftsländern Gefängnis, Folter und Tod. Über die Rechte und die speziellen Schutzbedürfnisse dieser Gruppe Geflüchteter möchten wir an diesem Abend ins Gespräch kommen.

Allein in Deutschland leben etwa acht Millionen queere Menschen, deren Lebensweise von einer heteronormativen – also von heterosexuellen Normvorstellungen geprägten – Erwartungshaltung abweicht. Von einer Million geflüchteter Menschen dürften sich nach einer Schätzung des AWO Bundesverbands rund 50.000 bis 100.000 als queer verorten. Zudem sind queere Menschen, die flüchten müssen, besonders vulnerabel, denn ihre Probleme enden nicht mit der Flucht. Auch wenn sich besonders in Europa die rechtliche Situation für queere Geflüchtete verbessert hat, sind sie selbst in vermeintlich sicheren Aufnahmeländern mit Diskriminierung konfrontiert. Denn auch dort werden nicht-heteronormative Lebenskonzepte gesellschaftlich oft nicht anerkannt.

Ob unzureichender Schutz in Unterkünften, fehlende Sensibilität bei Behörden, schlechte Bedingungen der Gesundheitsversorgung oder strukturelle Diskriminierung: Weil Heterosexualität oft als gesellschaftlicher Standard vorausgesetzt wird, machen Menschen mit anderer sexueller oder geschlechtlicher Identität auch auf der Flucht immer wieder negative Erfahrungen und zeigen ihre Lebensweise nicht.


Februar 2023

03.02.2023
-
05.02.2023
Klosterweg 4 . 29549 Bad Bevensen
Seminar
Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e.V. // Europäisches Bildungs- und Tagungshaus Bad Bevensen

Das Seminar richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Aktive der für Demokratie engagierten Zivilgesellschaft (Vereinen, NGOs, MSOs, Initiativen, Bündnisse etc.) aus Niedersachsen und Bremen. Eine Teilnahme ist nur in Kombination mit den Modulen II (13.-15.03.2023) und III (14.-16.04.2023) der gleichen Fortbildungsreihe möglich. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Bitte melden Sie sich bis spätestens 15.12.2022 an inkl. einer kurzen Angabe wo und wie Sie zivilgesellschaftlich aktiv sind.

Getreu dem Leitspruch besser miteinander statt übereinander reden, bringt das Modellprojekt „Haltung zeigen. Zum Dialog zwischen Polizei und Zivilgesellschaft“ eine Gruppe von Vertreter*innen beider Seiten aus der Region im Rahmen einer Fortbildung in 3 Modulen in einen Dialog. Angeregt durch Inputs von ausgesuchten Expert*innen setzen sich die Teilnehmenden multiperspektivisch u.a. mit Themen wie gegenseitige Vorurteile, Rassismus und racial profiling, Protestformen und Gewalt auseinander. Teilnehmende erhalten durch einen angeleiteten Perspektivwechsel einen direkten Einblick in die handlungsleitenden Prinzipien und Motivationen der jeweils anderen Seite. Sie erweitern ihre Handlungskompetenzen, indem sie ihr Wissen und ihr persönliches und berufliches Netzwerk ausbauen.

Ausgehend von einer rassismuskritischen Perspektive legen die Verantwortlichen explizit Wert auf die Beteiligung von direkt von Rassismus und Diskriminierung betroffenen Menschen. Eine speziell in Diskriminierungssensibilität geschulte Awareness Person wird die Fortbildungsreihe mit ihrer fachlichen Expertise durchweg begleiten und Teilnehmenden nach Bedarf ihre Unterstützung anbieten.

Weitere Informationen gibt es zudem im Flyer: