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Mai 2026
Christlicher Fundamentalismus in Deutschland ist vielschichtig, überkonfessionell vernetzt und zunehmend auch im digitalen Raum präsent. Er zeichnet sich unter anderem durch ein wortgetreues Bibelverständnis, ein dualistisches Weltbild sowie antifeministische und gegen geschlechtliche Vielfalt gerichtete Positionen aus, die sich gegen pluralistische Gesellschaftsmodelle richten. Ähnliche Muster wie exklusive Wahrheitsansprüche oder klare Feindbildkonstruktionen finden sich auch in anderen extremistischen Ideologien, etwa im Islamismus.
Das Fachgespräch beleuchtet diese Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven und fragt nach gesellschaftlichen Auswirkungen sowie Anschlussfähigkeiten im digitalen Raum. Im Fokus stehen sowohl politische Einflussstrategien als auch die Verbreitung entsprechender Inhalte über soziale Medien, wo sie zunehmend in ästhetisierten und alltagsnahen Formaten neue Zielgruppen erreichen.
Die Referentinnen Maria Hinsenkamp, Anna Maria Hippert und Gloriett Kargl bringen dabei Perspektiven aus Theologie, Wissenschaft und Beratungsarbeit ein und diskutieren zentrale Akteur*innen, Netzwerke sowie Dynamiken der Normalisierung.





