Veranstaltungen
August 2025
Klassismus, also die Diskriminierung aufgrund der Klassenherkunft- oder zugehörigkeit ist eine meist unsichtbare Diskriminierungsform. Sie zeigt sich in Vorurteilen, Stereotypen und Benachteiligungen, die Menschen aufgrund ihrer sozialen Position oder ihres sozialen Status erfahren. Hierbei geht es neben Fragen zu Vermögen und Einkommen auch um den Bildungshintergrund, die Wohnsituation und den sozialen Kontext, in dem Menschen aufwachsen. Betroffen sind häufig arme, erwerbslose oder wohnungslose Menschen, sowie Arbeiter*innen und deren Kinder.
Klassismus ist oft nur schwer zu erkennen, da er sich nicht immer offen zeigt und häufig mit anderen Diskriminierungsformen wie Rassismus oder Sexismus verflochten ist. Außerdem gibt es Hürden in der klassismuskritischen Auseinandersetzung, da Betroffenen oft vermittelt wird, dass der Grund für ihre Situation in ihrem eigenen Versagen liegt und die Thematisierung von erlebtem Klassismus ihnen Nachteile bringt. Umso wichtiger ist es diese Diskriminierungsform stärker in den Blick zu nehmen und ihre Funktionsweise zu verstehen. Insbesondere, weil diese Form der Ungleichheit bestimmte Gruppen der Gesellschaft an der gleichberechtigten Teilhabe an dieser hindert. Um Klassismus entgegentreten zu können, müssen wir diesen also stärker thematisieren und sichtbar machen.
Vor diesem Hintergrund möchten wir uns in diesem Online-Vernetzungstreffen gemeinsam zum Thema Klassismus austauschen und uns folgende Fragen stellen: Welches Verständnis haben wir von Klassismus und dessen Auswirkungen? Wie können wir Klassismus in der politischen Bildung, aber auch in anderen Praxisfeldern abbauen? Was könnten demnach Ideen für eine klassismuskritische Praxis sein?