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pufii.de – NEWSLETTER, 10.09.2026

Liebe Leserinnen und Leser,
heute erhalten Sie den aktuellen Newsletter von Pufii.
In den letzten Wochen sind folgende Themen und Termine auf pufii.de dazugekommen:

INFORMATIONEN
     
   
  • Schnittstelle Geschlecht - Geschlechterreflektierte Bildung als Prävention von Sexismus, Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus (SchniG)
    Geschlecht, Sexualität und Familie sind zentrale Themen antifeministischer und extrem rechter Mobilisierung. Das Projekt „Schnittstelle Geschlecht“ (SchniG) nimmt diese Zusammenhänge zum Ausgangspunkt für geschlechterreflektierte Präventionsarbeit. Mit Bildungsangeboten und Materialien unterstützt es Fachkräfte dabei, Antifeminismus, Sexismus und Vielfaltsfeindlichkeit zu erkennen und pädagogisch darauf zu reagieren. 
  • Kollekt
    Einsamkeit im Jugendalter ist nicht nur eine individuelle, sondern auch eine demokratiepolitische Herausforderung. Das Projekt Kollekt untersucht, wie Einsamkeit mit Demokratiedistanz und extremistischen Denkmustern zusammenhängt. Die Studie „Extrem einsam?“ zeigt unter anderem Zusammenhänge mit autoritären Einstellungen, Verschwörungsmentalität und geringerer politischer Selbstwirksamkeit. Gemeinsam mit Fachkräften aus Jugendhilfe und Prävention wurden die Erkenntnisse zudem in konkrete Methoden für die Arbeit mit Jugendlichen übersetzt.
  • Speak-Up for Diversity! - Vielfalt verstehen. Gesellschaft gestalten.
    Das Projekt „Speak-Up for Diversity!“ arbeitet mit Schüler*innen, Eltern und pädagogischen Fachkräften in Halle, Erfurt und der ländlichen Umgebung. Im Fokus stehen die Überschneidungen von Rassismus, Sexismus, sozialer Benachteiligung und weiteren Diskriminierungsformen. Jugendliche entwickeln dabei selbst Ideen für eine „Schule der Zukunft“. Zusätzlich entstehen Reflexionsräume, Safer Spaces und ein multimedialer Methodenkoffer für eine diversitätssensible Bildungsarbeit.
     
PUBLIKATIONEN
     
   
  • Nihilistic Violent Extremism (NVE): A Trial in Germany, Characteristics, and Prevention
    Dieser Beitrag aus dem Monitoring von dist[ex] beschäftigt sich mit Nihilistic Violent Extremism (NVE). Dabei werden insbesondere vulnerable junge Menschen manipuliert oder erpresst und zu Selbstverletzungen oder Gewalt gegen andere gedrängt. Der Artikel erläutert typische Strategien der Täter*innen, mögliche Warnsignale bei betroffenen Jugendlichen sowie Ansätze für Prävention und Unterstützung.
  • Wenn Hass mitspielt
    Das Forschungsgutachten „Wenn Hass mitspielt“ untersucht, wie rechtsextreme Botschaften über Propagandaspiele, Mods, Memes oder Gamification in Gaming-Kontexte gelangen und wo Prävention ansetzen kann. Dabei warnt die Studie vor Pauschalisierungen: Gaming-Räume sind nicht grundsätzlich anfälliger für extremistische Einflussnahme als andere digitale Räume.
  • Kinder- und Jugendhilfe braucht Haltung
    Rechtsextreme Äußerungen oder Vorfälle erfordern von Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe eine klare und zugleich pädagogisch angemessene Reaktion. Dieser Leitfaden von Miteinander e. V. unterstützt dabei mit konkreter Orientierung.
  • When loneliness becomes political. Voting for the AfD in the 2025 German federal election
    Die neue Studie zum Wahlverhalten bei der Bundestagswahl 2025 zeigt einen Zusammenhang mit politischem Rückzug: Menschen, die sich stärker einsam fühlen, bleiben signifikant häufiger der Wahl fern, wählen aber nicht häufiger die AfD. Auch Alter und Geschlecht verändern diesen Zusammenhang kaum. Die Ergebnisse schärfen damit den Blick auf Einsamkeit als Herausforderung für demokratische Teilhabe.
  • Antidemokratische Einstellungen, Einsamkeit und Schulbildung
    Einsamkeit kann auch für politische Einstellungen junger Menschen relevant sein. Neue Ergebnisse der Pilotstudie „Was geht?“ aus dem Projekt gemEINSAM gegen RECHTS untersuchen dies bei Schüler*innen berufsbildender Schulen.
     
VERANSTALTUNGEN
     
   
  • 14.09.2026, Online
    Zwischen Influencing und Extremismus: Aktuelle Erscheinungsformen islamistischer Propaganda in sozialen Medien
    Islamistische Akteur*innen nutzen Social Media, um junge Menschen mit nahbaren Inszenierungen und einfachen Antworten auf komplexe Fragen anzusprechen. Diese Online-Fortbildung beleuchtet aktuelle Formen islamistischer Propaganda und Radikalisierungsrisiken. Fachkräfte erhalten zudem Impulse, wie sie demokratiegefährdende Inhalte in Unterricht und Bildungsarbeit aufgreifen können. Anmeldungen sind bis zum 14. September möglich.
  • 28.09.2026, Online
    Medienbildung und Radikalisierungsprävention: Digitale Ansätze für die Praxis im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe
    Digitale Medien können Radikalisierungsprozesse beeinflussen – zugleich können Medienkompetenz und digitale Mündigkeit wichtige Schutzfaktoren sein. Die Online-Fortbildung verbindet aktuelle Forschung mit der Praxis im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe. Dr. Steven Avanzato-Driesner gibt Einblicke in Interviews mit inhaftierten und haftentlassenen Personen mit extremistischem Hintergrund und diskutiert konkrete Ansatzpunkte für die Arbeit mit jungen Menschen.
  • 01.10.2026, Hochschule Magdeburg-Stendal
    10. Fachtagung: Kinder- und Jugendhilfe & Schule verqueeren - Kinderrechte queer gedacht!
    Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt gehört auch in Kinder- und Jugendhilfe, Schule und pädagogische Praxis. Die 10. Queere Fachtagung schafft dafür einen Raum für fachliche Impulse, Weiterbildung und Vernetzung. Fachkräfte können sich mit queeren Perspektiven auseinandersetzen, Erfahrungen aus der Praxis teilen und Ansätze für diskriminierungssensible und inklusive Angebote kennenlernen. 
  • 07.10.2026, Berlin
    Fachkonferenz #RECLAIM THE DIGITAL
    Die toneshift-Fachkonferenz #RECLAIM THE DIGITAL bringt am 7. Oktober Akteur*innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen in Berlin zusammen. Eine Keynote, Workshops zu Desinformation, Community Management, Regulierung und Deepfakes sowie eine Podiumsdiskussion bieten Raum für Austausch, Skill Sharing und gemeinsame Ideen für demokratische digitale Zukünfte.
  • 14.10.2026, Online
    Einblicke in aktuelle Abschlussarbeiten zur nonformalen politischen Bildung
    Zwei aktuelle Abschlussarbeiten geben neue Einblicke in unterschiedliche Handlungsfelder der nonformalen politischen Bildung. Bei dieser Veranstaltung geht es zum einen um strukturelle Ausschlussmechanismen in der politischen Erwachsenenbildung und Strategien aufsuchender Bildungsarbeit. Zum anderen wird untersucht, welche langfristigen Bildungs- und Engagementprozesse die Mitarbeit in einem Jugendstadtrat anstoßen kann. Neben den Ergebnissen werden auch Fragestellungen und methodische Zugänge vorgestellt und gemeinsam diskutiert.
     

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