Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Information, neue Publikationen und Hinweise zu Integrations- und Migrationsthemen sowie zur Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus.

 

06.02.2023

Broschüre: Familienzusammenführungen nach Deutschland im Rahmen der Dublin-III-Verordnung

Die Trennung von schutzsuchenden Familien innerhalb der Europäischen Union ist ein Thema, das die Beratungspraxis seit Jahren beschäftigt. In der Praxis betrifft dies etwa Familien, bei denen sich der Vater bereits in Deutschland befindet, während seine Ehefrau und die Kinder zu einem späteren Zeitpunkt z.B. nach Griechenland eingereist sind. Aufgrund von Regelungen der sogenannten Dublin-III-Verordnung besteht die Möglichkeit, die Familieneinheit innerhalb der EU herzustellen. Das Verfahren ist aber mit vielen Hürden verbunden, etwa weil notwendige Unterlagen nicht vorhanden sind oder von den beteiligten Behörden nicht anerkannt werden. Der Leitfaden geht auf häufig auftretende Probleme ein und bietet zahlreiche Hinweise für die Beratungspraxis. Die einzelnen Abschnitte behandeln diese Themen:

  • Anwendungsbereich der Dublin-III-Verordnung
  • Familienbezogene Zuständigkeitskriterien
  • Unterstützungsmöglichkeiten
  • Vorgehen bei Ablehnung
  • Weitergehende Informationen
  • Kontaktadressen
  • Anhang mit Musterschreiben

02.02.2023

START – Selbstbestimmte Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt

Gemeinsam im Projektverbund mit dem International Rescue Committee (IRC), dem Ukrainischen VereiD in Niedersachsen e.V. (UVN e.V.) und dem FöTEV-Nds e.V., wird in der Stadt Hannover und der Region Hannover vom 01.01.2023 – 31.12.2025 das Projekt „START – Selbstbestimmte Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt“ durchgeführt. Das Vorhaben beruht auf den Erfahrungen aus den letzten zwei Jahren des Projekts Blütezeit, wo Frauen beim Einstieg in den Beruf begleitet werden konnten. Das Projekt ist ein wichtiges und bereicherndes Hilfsangebot.
 
Das Projekt „START – Selbstbestimmte Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt“ wird im Rahmen des Programms „My Turn – Frauen mit Migrationserfahrungen starten durch“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfond Plus (ESF Plus) gefördert.

01.02.2023

MOTRA-K Jahreskonferenz 2023 - "Multiple Krisen ... multiple Radikalisierung?"

"Multiple Krisen ... multiple Radikalisierung?" Unter diesem Titel findet die 4. MOTRA-Jahreskonferenz statt. MOTRA (Monitoringsystem und Transferplattform Radikalisierung) ist ein Forschungsverbund im Kontext der zivilen Sicherheitsforschung.

Das erklärte Ziel der jährlich stattfindenden MOTRA-Konferenzen ist es, den Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis zu befördern. Die MOTRA-K versteht sich hierbei als offenes Forum, um Beiträge aus der Radikalisierungsforschung und -prävention vorzustellen, Ideen auszutauschen und Personen sowie Institutionen miteinander zu vernetzen. Das Programm umfasst vielfältige Beiträge, die über aktuelle Entwicklungen zum prognostizierten ‚heißen Herbst‘ und ‚Wut-Winter‘ sowie den anhaltend relevanten Herausforderungen im Feld des Islamismus und Rechtsextremismus hinausgehend das thematische Gesamtspektrum des Radikalisierungsgeschehens in jüngerer Zeit ausmisst: Neben religiös motivierter Radikalisierung rücken gleichfalls die Spielarten politisch motivierter Radikalisierung in Betrachtungsfokus – und zwar sowohl in Gestalt von On- als auch Offline-Radikalisierungsprozessen sowie aus Sicht der Forschung als auch Praxis.

28.02.2023 - Hochschule Fresenius, Wiesbaden
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


01.02.2023

Niedersächsischer Integrationspreis 2023

Der Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku, startet gemeinsam mit Ministerpräsident Stephan Weil den Wettbewerb um den Niedersächsischen Integrationspreis 2023.

Es werden vier Preise zu jeweils 6.000 Euro vergeben. Zusätzlich vergibt das Bündnis „Niedersachsen packt an“ einen Sonderpreis in Höhe von 6.000 Euro. Die Verleihung des Integrationspreises erfolgt bereits zum vierzehnten Mal. Der Sonderpreis wird zum achten Mal verliehen.

Das Motto in diesem Jahr lautet: „Integration im ländlichen Raum und Stadtquartier“.

Bewerbungsschluss ist Montag, der 27.02.2023.

 


01.02.2023

Recht gegen rechts Report 2023

Die Feinde der Demokratie sind so erfolgreich wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Sie verschieben die Grenzen, die das Grundgesetz vorgibt. Im Report »Recht gegen rechts« 2023 beschreiben prominente Autorinnen und Autoren die wichtigsten Fälle. Eine dringliche Bestandsaufnahme der Reaktion von Politik und Justiz auf die wachsende Gefahr von rechts.

Zur Verlags-Seite:


31.01.2023

Workshopreihe: “Fight for your rights, write for your fights” Spoken Word

Sprache ist ein mächtiges Instrument – sie kann verwirren, verletzen, empören, sie kann verstummen. Und sie kann empowern! Und diese Kraft möchten wir nutzen.

In der Workshop-Reihe „Fight for your rights, write for your fights“ wird die Spoken Word-Poetin und Künstlerin Mariam Rasheed gemeinsam mit den Teilnehmer*innen die Macht der Sprache erforschen und nutzen.

„Bei der Workshop-Reihe „Fight for your rights, write for your fights” wird Spoken-Word Poesie vorgestellt und durch verschiedene Übungen den Teilnehmer*innen nähergebracht. Dann werden durch kreatives Brainstorming und Mindmapping Themen gefunden, über die die Teilnehmer*innen in 10- bis 20-minütigen Runden kurze Gedichte schreiben werden. Am Ende werden die Teilnehmer*innen Zeit haben, über selbst gewählte Themen zu schreiben und in Feedback-Runden sowohl von der Workshop-Leiterin als auch von den anderen Teilnehmer*innen Unterstützung und konstruktive Kritik kriegen. Als Vorbereitung für die Abschlussveranstaltung wird geübt, wie man Spoken-Word Poesie vor einem Publikum vorträgt und die Konzepte von Rhythmus und Fluss kennengelernt.

Bei der Abschlussveranstaltung werden die Teilnehmer*innen die Möglichkeit haben, ihre während des Workshops geschriebenen Texte einem Publikum zu präsentieren.“

25.02.2023 - 30.03.2023 in Berlin
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


31.01.2023

Masculinity and Violent Extremism

Drawing on multi-method, interdisciplinary research, this book explores the centrality of masculinity to violent extremist recruitment narratives across the religious and political spectrum. Chapters examine the intersection of masculinity and violent extremism across a spectrum of movements including: the far right, Islamist organizations, male supremacist groups, and the far left. The book identifies key sites and points at which the construction of masculinity intersects with, stands in contrast to and challenges extremist representations of masculinity. It offers an insight into where the potential appeal of extremist narratives can be challenged most effectively and identifies areas for both policy making and future research.


30.01.2023

Studie: Der subjektive Sozialstatus im Asylkontext: Eine explorative qualitative Studie mit geflüchteten Menschen

Der subjektive Sozialstatus (SSS) ist mit physischer und psychischer Gesundheit assoziiert. In dieser qualitativen Interviewstudie wurde exploriert, welche Faktoren den SSS asylsuchender Menschen bedingen. Der Rechtsstatus war ein zentraler Faktor für den niedrigen SSS der Befragten. Zugleich akzentuiert Flucht die Dynamik und Pluralität des Konstrukts, das abhängig von Referenzrahmen und Indikatoren ist. Für die Befragten waren unterschiedliche Faktoren für ihre gesellschaftliche Position ausschlaggebend, darunter konventionelle sozioökonomische Faktoren (Geld, Bildung und Beruf) wie auch Selbstverwirklichung, Zufriedenheit oder Moral. Die Bedeutung von Geld, Bildung oder Beruf wurde durch Erfahrungen einiger Befragter im Asylsystem und Herkunftsland aber auch eingeschränkt oder negiert. Die Implikationen für die Operationalisierung des SSS bedürfen weiterer Diskussion.


26.01.2023

Kinderschutz in der Personalverantwortung

Handreichung zur Beschäftigung ukrainischer Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe

Die Einstellung ukrainischer Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe kann eine sinnvolle Maßnahme sein, um geflüchtete Kinder aus der Ukraine in Deutschland bestmöglich zu betreuen. Dabei sollten Personalverantwortliche die ukrainische Fachkraft bereits während des Einstellungsgesprächs über das deutsche Kinderschutzsystem aufklären. Diese Broschüre enthält die wichtigsten Unterlagen für solch ein Aufklärungsgespräch. Ukrainische Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen in Deutschland arbeiten möchten, finden darin Informationen zum Kinderschutz und den Kinderrechten in Deutschland. Weiterer Bestandteil ist eine Aufklärungsbestätigung sowie eine Auskunfts- und Selbstverpflichtungserklärung, die nach dem Aufklärungsgespräch von der Fachkraft unterschrieben werden kann.


26.01.2023

Integration von Migranten: Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen veröffentlicht

Die EU-Kommission hat 40 Millionen Euro für Maßnahmen zur Integration von Migranten und Schutzsuchenden auf regionaler und lokaler Ebene bereitgestellt. Interessierte können bis zum 16. Mai 2023 ihre Vorschläge einreichen. Gefördert werden können unter anderem Integrationsmaßnahmen in Arbeitsmarkt und Bildung sowie kommunale Patenschaftsprogramme. Hauptbegünstigte der Projekte sind Migranten, einschließlich schutzbedürftiger Menschen. Die Fördermittel werden über den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) bereitgestellt.