Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Information, neue Publikationen und Hinweise zu Integrations- und Migrationsthemen sowie zur Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus.

 

15.07.2024

Naturkatastrophen als Nährboden für Falschinformationen und antidemokratische Agitation

In den vergangenen Jahren waren Europa und Deutschland immer wieder von schweren Wetterereignissen und klimabedingten Naturgefahren wie Dürren, Waldbränden, Hitzewellen, Stürmen und Starkregen betroffen - nicht selten begleitet von manipulativen und falschen Informationen. Falsche Warnungen, irreführende Informationen und der Vertrauensverlust in offizielle Quellen können schwerwiegende Konsequenzen haben und das Katastrophenmanagement erheblich erschweren. In diesem CeMAS Research Paper wird der Frage nachgegangen, welche Rolle Falschinformationen, also beispielsweise Gerüchte und Mythen, und antidemokratische Agitation in Form von Verschwörungserzählungen und Desinformation bei Naturkatastrophen spielen.


11.07.2024

Neovex. Muster und Dynamiken von Verschwörungstheorien und rechtsextremen Ideologien in Krisenzeiten

Anhänger:innen von Verschwörungstheorien und rechtsextreme Akteure nutzen Krisen, um gesellschaftliche Polarisierungen voranzutreiben und demokratische Gesellschaften und ihre Institutionen zu schwächen. Die Suche nach Sündenböcken durch Verschwörungstheorien und rechtsextreme Ideologien macht unter anderem Politiker:innen, Medienvertreter:innen und Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens zur Zielscheibe. Dies geschieht nicht nur über demokratiefeindliche Diskurse, sondern auch durch Gewaltrechtfertigungen, in Form von Gewalttaten und gewalttätigen Ausschreitungen.
 
Ziel des gemeinsamen Forschungsvorhabens NEOVEX ist es, mittels seines disziplinübergreifenden und integrierenden Forschungsansatzes, die länderübergreifenden Ausformungen von Verschwörungstheorien und rechtsextremen Ideologien im Zeitverlauf sowie ihre gewaltlegitimierenden Funktionen zu analysieren. Das Projekt widmet sich darüber hinaus der Untersuchung transnationaler Verschränkungen und Vernetzungen zwischen Vertreter:innen beider Gruppierungen in Krisensituationen sowie der Verbreitung ihrer Botschaften in digitalen Informationsräumen. Des Weiteren wird der Umgang von Technologieunternehmen mit verschwörungstheoretischen und rechtsextremen Inhalten analysiert.

10.07.2024

Policy Brief: Eine Einschätzung der Bezahlkarte für Geflüchtete

Herbert Brücker geht in dem Policy Paper davon aus, dass die Bezahlkarte - anders als erwartet - nicht dazu beitragen wird, Fluchtmigration zu verringern. Er warnt außerdem, die Karte könnte je nach Ausgestaltung die Integration und Teilhabe von Geflüchteten behindern. Dabei gelte: Je stärker die Einschränkungen, desto geringer der Nutzen.


10.07.2024

Wissen schafft Demokratie 15/2024: Behindernde Gesellschaft

In demokratiebezogenen Diskursen, in der Demokratieforschung und in der Demokratiearbeit kommen menschenrechtsorientierte Debatten über gesellschaftliche Bilder und Vorurteile gegenüber Behinderung deutlich zu kurz. Daher ist eine Intensivierung des Zusammendenkens von Diskursen über Demokratie und ihre Gefährdungen mit Diskursen über Ableismus und seine Auswirkungen auf die Lebensrealitäten vieler Menschen unerlässlich. Der vorliegende Band „Behindernde Gesellschaft“ soll hierzu einen Beitrag leisten.


10.07.2024

Factsheet zu digitalen Plattformen in liberalen Demokratien

Digitale Plattformen sind längst in unsere privaten und beruflichen Abläufe integriert und beeinflussen viele Prozesse in liberalen Demokratien. Doch welche Funktionen übernehmen digitale Plattformen in unseren Demokratien? Wie wirken sich Plattformen, die von Tech-Konzernen organisiert werden, auf die Demokratie aus? Welche Debatten werden über Plattformen und ihren gesellschaftlichen Einfluss geführt und inwiefern gibt es gesellschaftliche Einflussmöglichkeiten auf die Plattformpolitik? Antworten hierzu gibt es im Factsheet.


09.07.2024

Qualifizierungsreihe: Gemeinsam stark! Machtkritisches Empowerment für Frauen in Verwaltung und Ehrenamt

Noch immer sind Frauen* in der öffentlichen Verwaltung, in Verbänden und Kommunalpolitik von antifeministischen Äußerungen betroffen. Oftmals sehen sie ihre gleichstellungspolitischen Tätigkeiten auch innerhalb der eigenen Institutionen in Frage gestellt und müssen sich gegenüber persönlichen Anfeindungen behaupten. Die Intensität der Angriffe durch Akteur*innen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Es stellt sich die Frage, warum Menschen Verantwortung übernehmen und Ämter bekleiden sollten, wenn sie damit die Möglichkeiten erhöhen, diskriminiert und bedroht zu werden.

Dies hätte den Rückzug von vor allem mehrfach marginalisierten Frauen* aus öffentlichen Ämtern und aus ehrenamtlichem Engagement zur Folge und steht einer demokratischen Gesellschaft entgegen. Mit dieser modularen Qualifizierungsreihe sollen Frauen* durch praxisnahe Trainings mit vorangehenden theoretischen Einheiten zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF), den spezifischen Projektionen und Abwehrmechanismen von Antifeminismus und Rassismus und deren intersektionale Verknüpfung sensibilisiert und in ihren Handlungsmöglichkeiten gestärkt werden.

16.08.2024 - 06.06.2025 in Calenberger Esplanade 2, 30169 Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


09.07.2024

Fachtagung: Islamismusprävention für alle? Chancen und Fallstricke universeller Prävention in Institutionen und Regelstrukturen

Universelle Prävention von Islamismus soll überall stattfinden: im Sportverein, in der Schule, der Kommune, bei der Polizei oder in der Medien- und Jugendarbeit. Das hat sie mit der Prävention anderer Formen von Extremismus gemeinsam. Gefragt sind also in erster Linie die Fachkräfte in den einzelnen Feldern wie etwa Lehrer*innen, Präventionsbeamte oder (häufig ehrenamtliche) Trainer*innen. An sie – und an ihre Ausbilder*innen in den Institutionen und Regelstrukturen – richtet sich unsere Fachtagung.

Wie können Fachkräfte Jugendliche stärken und präventiv wirken? Was müssen sie zu Islam und Islamismus wissen, womit fühlen sie sich überfordert? Welche Chancen bieten sich und wie können Fachkräfte Stigmatisierung und Diskriminierung „ihrer“ Jugendlichen vermeiden? Welche positiven und negativen Erfahrungen gibt es in den Handlungsfeldern der universellen Islamismusprävention?

Die Fachtagung richtet sich an Personen aus dem Bereich der Islamismusprävention und an Fachkräfte aus den Arbeitsfeldern Medienpädagogik, Polizei- und Jugendarbeit, politische Bildung, Schule und Sport, sowie an Vertreter*innen von Kommunen und Behörden.

23.09.2024 - 24.09.2024 in Schönhauser Allee 176 | 10119 Berlin
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


08.07.2024

Tagung: Wahrnehmungen und Positionierungen zum Nahost-Konflikt

Die Terrorangriffe vom 7. Oktober 2023 und die darauffolgende Invasion Israels in Gaza haben die internationale Gemeinschaft stark polarisiert. Angesichts der Präsenz propalästinensischer und potenziell antisemitischer Positionen unter südosteuropäischen Intellektuellen sollen gegenwärtige Diskurse und gesellschaftliche Kontexte zu Muslimfeindlichkeit und Antisemitismus in Südosteuropa ausgelotet werden. Gefragt wird zudem nach der Aushandlung dieser Debatten in Deutschland.

02.09.2024 - 04.09.2024 in Münchehäger Str. 6, 31547 Rehburg-Loccum
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


04.07.2024

Methodenhandbuch für die politische Bildungsarbeit im Kontext von Verschwörungserzählungen

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie ist der Glaube an Verschwörungs­erzählungen in Deutschland sichtbarer und radikaler geworden. Cultures interactive  in den letzten drei Jahren vielfältige Work­shops, Fort­bildungen und Fach­beratungen zum Umgang mit Verschwö­rungs­erzäh­lungen angeboten. Mit Jugend­lichen und Senior*innen, politischen Bild­ner*innen, Sozial­arbeiter*innen und Mitar­beiter*innen aus Verwaltungen haben sie über Verschwö­rungs­erzäh­lungen gesprochen und erarbeitet, was die Attrak­tivität dieser Erzäh­lungen ausmacht. Nun stellt diese Broschüre 15 erprobte Methoden für die politische Bildungs­arbeit vor und erklärt, worauf es im pädago­gischen Umgang mit Verschwörung­serzäh­lungen ankommt.


03.07.2024

Blickwinkel-Tagung: „Bytes und Bias – Digitale politische Bildung aber wie?“

Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit – Migrationsgesellschaft, Konkurrenzen, Bildungsstrategien: Diese Stichworte prägen zunehmend die gesellschaftliche, wissenschaftliche und pädagogische Auseinandersetzung mit Vorurteilen und mit ausgrenzenden Denk- sowie Deutungsmustern. Vielfach schwankt die Diskussion zwischen Eifer und Orientierungslosigkeit, zwischen eindeutigen Positionen und Differenziertheit.

Die Tagungsreihe „Blickwinkel. Antisemitismus- und rassismuskritisches Forum für Bildung und Wissenschaft“ beleuchtet seit 2011 aktuelle Analysen, diskutiert innovative Bildungsansätze und setzt diskurskritische Akzente. Die Veranstaltungsreihe lädt zum Austausch und zur Vernetzung von Wissenschaft und pädagogischer Praxis ein.

Die 15. Blickwinkel-Tagung wird vom 16. bis zum 17. September 2024 in Erfurt stattfinden. 

Dass Digitalisierung die Demokratie verändert, ist heutzutage ein Allgemeinplatz. Von den Sozialen Medien über ChatGPT: Die Digitalisierung prägt Alltag und Politik immer stärker; ihre Dynamik kann dabei Gefühle gesellschaftlicher und politischer Ohnmacht wecken. In einer Gesellschaft, in der Antisemitismus und Rassismus tief verankert sind, stellt sich unweigerlich die Frage: Was bedeutet es, wenn „die Maschine“ von „uns“ lernt und andersherum? Die handlungsorientierte politische Bildung steht also vor großen Herausforderungen. Antisemitische und rassistische Diskurse, Praktiken und Politiken lassen sich nicht adressieren, ohne ein Verständnis für die Verbreitungswege „im Netz“, ihre Funktionsweisen und Algorithmen zu haben. Um von den digitalen Entwicklungen nicht überholt zu werden, ist es daher entscheidend, diese genau im Blick zu haben, sie zu verstehen und dann mitzugestalten, statt nur darauf zu reagieren.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung: