Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Information, neue Publikationen und Hinweise zu Integrations- und Migrationsthemen sowie zur Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus.

 

26.05.2022

Fachtagung zum Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa)

Rassismus äußert sich in historischen Narrativen, in aktuellen Diskursen sowie in sozialen Normen. Im Alltag manifestiert sich Rassismus in alltäglichen Grenzverletzungen bis hin zu verschiedenen Formen von Gewalt.

Das DeZIM wurde im Jahr 2020 damit beauftragt, einen Rassismusmonitor aufzubauen. Zur Vorbereitung hat es im Jahr 2020 verschiedene Kurzstudien durchgeführt. 

Eine Auswahl dieser Kurzstudien wird nun im Rahmen der ersten Fachtagung zum Nationale Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa) präsentiert und diskutiert. Ergänzende Panels thematisieren neue methodische und ethische Fragestellungen aus der aktuellen Forschungspraxis.

Diese Panels widmen sich

  • der Messung von Rassismus,  
  • institutionellem Rassismus,  
  • multimethodischen Perspektiven auf Rassismus in Mediendiskursen, und  
  • antirassistischem Widerstand und Utopien.  

09.06.2022 - 10.06.2022, Auditorium Friedrichstaße, Friedrichstraße 180, 10117 Berlin
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


25.05.2022

Radikalisierende Räume“ (RadiRa)

Das Verbundprojekt „Radikalisierende Räume“ (RadiRa) der Universität Bielefeld und der Fachhochschule Münster verfolgt das Ziel, die Rolle urbaner Milieus – bzw. sozialer Räume – hinsichtlich neo-salafistischer Radikalisierungsprozesse zu untersuchen. Mit dem Fokus auf der Handlungsebene des Raums als Radikalisierungsfaktor, beabsichtigt das Projekt den Forschungsstand um diese spezifische Perspektive zu erweitern und so zu einem besseren Verständnis von Radikalisierungsprozessen beizutragen. Das Projekt ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und läuft bis September 2024.


25.05.2022

Publikation: Migrationsgesellschaft - Rassismus - Bildung

Im Rahmen des Bandes werden die Themenfelder Migrationsgesellschaft, Rassismus und Bildung, die für die Arbeiten von Paul Mecheril zentral sind, aus unterschiedlichen Perspektiven bearbeitet. Entlang der verschiedenen Beiträge werden Zugänge, Interessensgebiete und Anliegen des migrationspädagogischen Projektes diskutiert und reflektiert. Die Beiträge des Bandes verbindet ein herrschafts- und rassismuskritisches Interesse sowie eine Vorstellung von Erkenntnisproduktion, der es um die Thematisierung, die Kritik und die Schwächung sozialer Ordnungen geht, die Andere in ihrer Würde einschränken.


25.05.2022

DOSSIER: Vielfalt in Parlamenten

Im Bundestag haben 11 Prozent aller Abgeordneten einen Migrationshintergrund. Auch in Länder- und Stadtparlamenten sind Menschen mit Migrationshintergrund unterrepräsentiert. Unter den Oberbürgermeister*innen sind es nur rund 1 Prozent. Mehr zu den Zahlen und zu den möglichen Gründen gibt es im Dossier des Mediendienst Integration.


24.05.2022

Sammelband: Lokale Konflikte in der Migrationsgesellschaft - Konflikterscheinungen und Konfliktbearbeitung

Die Auseinandersetzung um Migration und Zugehörigkeit gilt als ein zentrales Konfliktfeld unserer Gesellschaft. Insbesondere im Kontext der Fluchtzuwanderung der zurückliegenden Jahre wurden verstärkte Polarisierungstendenzen und Konflikte entlang zuwanderungsbezogener Positionierungen problematisiert. Auf lokaler Ebene schlug sich diese Konflikthaftigkeit in sozialräumlichen Konflikten nieder, die bisweilen eskalierten und in gewalttätige Übergriffe auf Migrantinnen und Migranten sowie deren Einrichtungen und Unterstützer:innen mündeten. Dabei gelang es nicht selten rechtsextremen Akteuren, diese Konfliktgeschehnisse zu instrumentalisieren und lokale Bevölkerungsgruppen für fremdenfeindliche und rassistische Aktionen zu mobilisieren.

Der Sammelband „Lokale Konflikte in der Migrationsgesellschaft – Konflikterscheinungen und Konfliktbearbeitung“ in Herausgeberschaft von Sally Hohnstein, Joachim Langner und Maren Zschach greift diese Entwicklungen auf und versammelt aktuelle wissenschaftliche sowie fachpraktische Perspektiven auf lokale Konflikte in der Migrationsgesellschaft.


24.05.2022

Veranstaltung: Mehrsprachigkeit als Chance?! KiTas im interkulturellen Niedersachsen

Jedes vierte niedersächsische Kind im KiTa-Alter hat eine Migrationsgeschichte. Viele von ihnen sprechen in der Familie eine andere Sprache als Deutsch oder wachsen mit zwei Familiensprachen auf. Für die Kinder kann das ein großer Vorteil sein, zum Beispiel im späteren Erwerb weiterer Sprachen. Gleichzeitig stärkt es die Verantwortung der KiTas, die Sprachentwicklung aller Kinder kompetent zu begleiten. Nach gut zwei Jahren pandemiebedingter Ausnahmesituation in den KiTas fühlt sich jedoch nur rund ein Drittel der Fachkräfte dazu befähigt, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Haben niedersächsische KiTas also ein grundlegendes, strukturelles Problem mit der Förderung von Mehrsprachigkeit? Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit mehrsprachige Kinder ihre Stärken ausbauen können und selbstbewusst in die Schulzeit starten? Welche Qualifikationen benötigen Fachkräfte für einen gelungenen Umgang im Kita-Alltag? Welche Vorteile bietet Mehrsprachigkeit überhaupt und wie lässt sie sich in das niedersächsische System frühkindlicher Bildung integrieren?

31.05.2022 - Künstlerhaus Hannover, Sophienstraße 2, 30159 Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


23.05.2022

Stellenausschreibung: Bildungsreferent*in (m/w/d) für die „Fachstelle für Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus in Berlin“

Ufuq.de sucht zum 01. August 2022 eine*n Bildungsreferent*in (m/w/d) in Elternzeitvertretung mit einem Stellenumfang von 30-35 Wochenstunden. Die Fachstelle Berlin unterstützt Fachkräfte und Einrichtungen in der schulischen und außerschulischen Bildungs- und Jugendarbeit im Themenfeld Islam, antimuslimischer Rassismus und Islamismus(-Prävention). Sie reagiert auf Herausforderungen der Migrationsgesellschaft, die sich auch in Schule und Jugendarbeit stellen. Hierzu zählen Diskriminierungen, Ungleichwertigkeitsideologien sowie antimuslimische und islamistische Einstellungen.

Mit Beratungen und Fortbildungen für Fachkräfte fördert die Fachstelle Handlungskompetenzen im Umgang mit gesellschaftlicher und religiöser Diversität und unterstützt bei der Konzeption und Umsetzung von Angeboten der politischen Bildung und Präventionsarbeit. Auch mit Workshopformaten für Jugendliche unterstützt die Fachstelle Schulen und Jugendeinrichtungen in ihrer pädagogischen, politisch-bildnerischen und präventiven Praxis.


23.05.2022

Online-Seminar: Prävention von sexualisierter Gewalt gegen Erwachsene im Kontext Flucht und Unterbringung

Die Flucht von Menschen und die Unterbringung in Einrichtungen stellt insbesondere für Frauen ein erhöhtes Risiko dar, Gewalt zu erleiden. Eine besonders häufige Form der Ausübung von Macht und Kontrolle gegenüber Frauen ist sexualisierte Gewalt in all ihren unterschiedlichen Facetten. Auch wenn Frauen und Kinder hauptsächlich von sexualisierter Gewalt betroffen sind, so kann dennoch jede:r betroffen sein, unabhängig von Alter, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität. Sexualisierte Gewalt ist nach wie vor ein tabuisiertes und mit Scham- und Schuldgefühlen besetztes Thema. Betroffenen fällt es daher oftmals schwer, sich zu offenbaren und Hilfe- und Unterstützung einzufordern.

Die Kontaktstelle für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland des DeBUG-Projekts „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur in Flüchtlingsunterkünften (DeBUG)“ in Kooperation mit Henrike Krüsman(BIG Koordinierung) möchten für den Themakomplex sexualisierte Gewalt gegen erwachsene Personen im Kontext Flucht und Unterbringung sensibilisieren und lädt zum oben genannten Zeitpunkt zum Onlineseminar ein.

18.07.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


19.05.2022

Nationale Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa)

Der Nationale Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa) untersucht Ursachen, Ausmaß und Folgen von Rassismus in Deutschland. Das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) will damit Entwicklungen und Trends in Bezug auf Rassismus in Deutschland erfassen. 
 
Um herauszufinden, wie verbreitet rassistische Einstellungen in der Bevölkerung sind, sollen in einer wiederkehrenden, repräsentativen Bevölkerungsumfrage rund 6.000 Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte befragt werden. Diese Umfrage soll auch das Ausmaß rassistischer Erfahrungen erfassen, die Menschen machen, die davon betroffen sind. Strukturen, Normen und Organisationskulturen von Institutionen sollen analysiert werden, um Erkenntnisse über strukturellen Rassismus zu erlangen. Hinzu kommen 34 explorative Studien zum Umgang mit rassistischen Erfahrungen – z.B. zu Rassismus im Bildungssystem, Rassismus auf dem Arbeitsmarkt, im Sport und in den Medien sowie zu Rassismus in Zeiten von Corona.

18.05.2022

Studie: Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Deutschland 2021 – Jahresbilanzen der Opferberatungsstellen

Die Opferberatungsstellen im VBRG haben ihre Bilanzen zum Ausmaß rechter, rassistischer und antisemitisch motivierter Gewalt im Jahr 2021 veröffentlicht. In neun von 16 Bundesländern wurden insgesamt 1391 rechte, rassistisch und antisemitisch motivierte Angriffe registriert. Fünf Menschen starben durch rechte Tötungsdelikte von Anhängern der Coronaleugnerbewegung.