Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Information, neue Publikationen und Hinweise zu Integrations- und Migrationsthemen sowie zur Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus.

 

16.04.2021

Podcast: einsatz.report

Dr. Irene Mihalic ist Sprecherin für Innenpolitik der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Die Polizistin aus Gelsenkirchen spricht in ihrem Podcast regelmäßig mit spannenden Gästen aus verschiedenen Bereichen des politischen Lebens.

Der Schwerpunkt liegt dabei im Bereich der Innen- und Sicherheitspolitik. Es wird immer wieder um die Frage gehen, wie wir unser demokratisches Gemeinwesen und unsere Bürger:innen am besten schützen und gleichzeitig Grundrechte und Freiheit bewahren.

Aber auch andere Themen werden eine Rolle spielen. Immer interessiert und mit offenem Blick für neue Perspektiven.


15.04.2021

Studie: Radikalisierungsverläufe im Kontext von Anti-Asyl-Agitation

In der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit spielen präventive Maßnahmen eine zentrale Rolle.

Präventionsmaßnahmen gezielt zu stärken ist die zentrale Handlungsempfehlung einer vom BMI finanzierten Studie der Universitäten Jena und Bielefeld zu den Wurzeln und Motiven von rechtsextremistischer Radikalisierung. Der Titel der Studie: "Radikalisierungsverläufe im Kontext von Anti-Asyl-Agitation".

Das Ausmaß der politischen und vorurteilsbasierten Gewalt, welches sich im Kontext der Anti-Asyl-Agitation in den letzten Jahren entwickelte und bis weit in die Mitte der Gesellschaft reichte, ist für die Sicherheit und Stabilität der deutschen Gesellschaft bedrohlich. Dies ist spätestens nach den dramatischen Anschlägen in Halle (Saale) und Hanau und dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke auch in einer breiten Öffentlichkeit angekommen. Die Zahlen stiegen vor den Taten an und zeigten neue Entwicklungen auf, die v.a. darauf hinwiesen, dass rechtsextreme Taten nicht mehr ausschließlich von gut organisierten und langjährigen Rechtsextremist*innen begannen werden. Sie mehrten sich im Zuge der Formierung eines breiten Widerstandbündnisses gegen die Aufnahme von Geflüchteten. Warum lassen sich Menschen im Zuge einer wie auch immer formulierten Anti-Asyl-Agitation zu einer hassbasierten und als rechtsextrem einzustufenden Straftat hinreißen?


14.04.2021

iwd-Report: Integration kommt mit der Zeit

Deutschland macht beim Thema Integration deutliche Fortschritte. Migranten der zweiten Generation – also jene, die hier geboren sind – haben sich zudem wesentlich besser integriert als ihre Eltern. Bei den Befunden gibt es größere Unterschiede zwischen den Zuwanderergruppen.

Der vollständige Bericht ist online zu finden:


14.04.2021

Wissen schafft Demokratie 08/2020 - Antisemitismus

Die Beiträge des vorliegenden Sammelbandes geben auf Basis neuester wissenschalicher Erkenntnisse einen Überblick über die derzeit drängendsten Fragen im Umgang mit Antisemitismus: Führende Expert*innen der Antisemitismusforschung zeigen in theoretischen und historischen Beiträgen die zentralen Verbreitungsfelder antisemitischer Denkmuster auf – vom Rechtsextremismus über das politisch linke Spektrum, den Islamismus, das verschwörungsideologische Milieu bis hin zur sogenannten Mitte. Sie veranschaulichen die vielgestaltigen Erscheinungsformen antisemitischer Artikulation, die sich mal als Erinnerungsabwehr, mal als Hass auf Israel, mal als Antifeminismus, mal als Verschwörungsglaube und mal als personalisierte Kapitalismuskritik geriert.


13.04.2021

Digitale-Fachveranstaltung: Wohnraumversorgung Geflüchteter

Die Versorgung mit eigenem Wohnraum ist zentral für die Integration Geflüchteter. Deshalb ist der Übergang von Sammelunterkünften in Wohnungen ein wichtiger Schritt, insbesondere nach der Anerkennung und dem daraus folgenden Rechtskreiswechsel vom Asylbewerberleistungsgesetz ins Sozialgesetzbuch II oder Sozialgesetzbuch XII.
Praktisch begegnet der Übergang aber Hürden. Viele Schutzberechtigte finden keine Wohnung und bleiben in Gemeinschaftsunterkünften, Pensionen oder anderen Wohnformen. Neben teils angespannten Wohnungsmärkten mit hohem Wettbewerb erschweren fluchtspezifische Faktoren und die soziale Situation der Betroffenen das Anmieten einer eigenen Wohnung.
Auf der Fachtagung sollen Herausforderungen und Lösungen für einen besseren Übergang in Wohnungen aufgezeigt werden. Dabei soll auch auf Erfahrungen zurückgegriffen werden, die verschiedene Kommunen mit lokalen Vernetzungsstrukturen gesammelt haben.

04.06.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


12.04.2021

Fachtag "positive stimmen"

Wie leben Menschen mit HIV heute? In welchen Bereichen erleben sie am meisten Diskriminierung? Spielt Diskriminierung im Gesundheitswesen immer noch eine so große Rolle? Hat „Schutz durch Therapie“ eine Entstigmatisierung von HIV mit sich gebracht? Welchen Einfluss haben andere Diskriminierungsmerkmale bei HIV-positiven Menschen? Welche Maßnahmen sollen ergriffen werden, um ein selbstverständliches Leben mit HIV zu fördern?

Diesen – und anderen – Fragen sind die Deutsche Aidshilfe (DAH) gemeinsam mit dem Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) im partizipativen Forschungsprojekt „positive stimmen 2.0“ nachgegangen. Im Rahmen des weltweiten PLHIV-Stigma-Index-Projekts wurden ca. 500 Menschen mit HIV von Peer-Forscher:innen befragt. Außerdem haben ca. 1.000 Menschen mit HIV an einer online-Umfrage teilgenommen. Ergänzt durch mehrere qualitative Fokusgruppendiskussionen hat das Gesamtprojekt „positive stimmen 2.0“ aktuelle Daten und viele Erkenntnisse zum Thema HIV-bezogene Diskriminierung und Stigmatisierung gewonnen.

Die Ergebnisse möchten wir auf einem Fachtag am 05.06.2021 vorstellen und mit Menschen mit HIV, Vertreter:innen aus Aids- und Drogenhilfe, Wissenschaft, Selbsthilfe, Politik, Verwaltung und Gesellschaft diskutieren und gemeinsam Handlungsempfehlungen erarbeiten, wie HIV-bezogene Diskriminierung abgebaut werden kann. 

05.06.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


12.04.2021

Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM)

Insbesondere in den vergangenen Jahren hat das Thema Migration in den Gesellschaften Europas zu neuen Polarisierungen geführt. Die politischen und sozialen Herausforderungen dieser Entwicklung sind noch nicht absehbar. Notwendig sind Untersuchungen, die den Zusammenhang zwischen Migration und Demokratie erforschen.

Das Mercator Forum für Migration und Demokratie (MIDEM) fragt danach, wie Migration demokratische Politiken, Institutionen und Kulturen prägt und zugleich von ihnen geprägt wird. Untersucht werden Formen, Instrumente und Prozesse politischer Verarbeitung von Migration in demokratischen Gesellschaften – in einzelnen Ländern und im vergleichenden Blick auf Europa.


09.04.2021

Studie: Lehrplanstudie Migration und Integration

Lehrpläne haben eine rahmende Funktion und leiten die schulische Praxis maßgeblich an. Die Klassenzimmer sind heute mehr als je zuvor von migrationsbedingter Vielfalt geprägt. Fragen danach, wie Migration, Integration und migrationsbedingte Vielfalt in den Lehrplänen berücksichtigt werden, sind bislang kaum beantwortet. Um diese Wissenslücke zu schließen, hat das Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) in den vergangenen acht Monaten eine systematische Bestandsaufnahme der Lehrpläne ausgewählter Fächer und Klassenstufen an allgemeinbildenden Schulen aus fünf Ländern sowie Befragungen von Akteuren aus der Praxis durchgeführt.


08.04.2021

Prävinar: Stadtsicherheit-3D: Analyse und Simulation von Sichtbarkeit und Hörbarkeit

Wie lassen sich Sichtbarkeit und Hörbarkeit im urbanen Raum berechnen und darstellen? Der Vortrag zeigt ein exemplarisches Vorgehen zur Berechnung von Sichtbarkeits- und Hörbarkeitsmaßzahlen auf der Grundlage von 3D-Stadtmodellen. Jörg Finger und Arne Schilling stellen die in Stadtsicherheit-3D genutzten Verfahren vor, mit welchen man für festgelegte Punkte auf einer Karte Maßzahlen für Sichtbarkeit und Hörbarkeit erhält. Die Berechnungen nutzen Gebäudedaten aus einem 3D-Stadtmodell als Eingabe und können weitere Faktoren wie z.B. maximale Sichtweiten und Hintergrundlärm berücksichtigen. Hier fließen auch Ergebnisse aus den im Projekt durchgeführten Vor-Ort-Messungen mit ein. Die Berechnungen zu Sichtbarkeit und Hörbarkeit können direkt in einer Web-basierten Softwareanwendung gestartet und anschließend dort visualisiert werden.

Aufzeichnung des 1. Prävinars aus der Reihe „Subjektive Sicherheitswahrnehmungen und digitale Planungstools für mehr urbane Sicherheit“ können Sie sich hier ansehen:
 

13.04.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


08.04.2021

Studie: Beratungs­an­gebote für Betroffene von antimus­li­mi­schem Rassismus

Übergriffe auf Muslim*innen haben in den letzten fünf Jahren zugenommen und sind aggressiver geworden. Jedoch nur 4 von bundesweit befragten 79 Beratungsstellen für Betroffene von Rassismus weisen eine spezifische Ausrichtung auf Betroffene von antimuslimischem Rassismus auf. Generell verfügen die Beratungsstellen über zu wenig personelle Ressourcen. Das ist ein zentrales Ergebnis der neuen Studie zu „Beratungsangeboten für Betroffene von antimuslimischem Rassismus, die von CLAIM im Rahmen des Kompetenznetzwerk Islam- und Muslimfeindlichkeit entstanden ist.