Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Information, neue Publikationen und Hinweise zu Integrations- und Migrationsthemen sowie zur Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus.

 

21.10.2021

Expertise: Mitmachen, Mitgestalten, Mitbestimmen?! Kommunale Beteiligung von Zugewanderten in ländlichen Räumen

Die Beteiligung aller Einwohner:innen an kommunalen Entscheidungsprozessen ist für ein demokratisches Gemeinwesen zentral. Sie ermöglicht es den Menschen, ihre Belange an Entscheidungsträger:innen zu kommunizieren und auf bedarfsgerechte Lösungen hinzuwirken. Menschen mit Migrationsgeschichte sind jedoch an kommunalen Entscheidungsprozessen weniger beteiligt als nicht zugewanderte Menschen. Die Kurz-Expertise gibt einen Einblick in die Beteiligungsformen für und von Menschen mit Migrationsgeschichte in ausgewählten ländlichen Räumen und diskutiert deren Chancen, Potenziale und Herausforderungen. Sie fokussiert dabei auf solche Formen, die von der Kommunalverwaltung initiiert, unter Beteiligung der Verwaltung umgesetzt werden oder einen Kontakt mit der Verwaltung herstellen.


21.10.2021

Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung

Das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung wurde 2021 als einzigartiger Lern- und Erinnerungsort zum Thema Flucht, Vertreibung und Zwangsmigration vor allem im 20. Jahrhundert in Europa und darüber hinaus eröffnet. Auf mehr als 5.000 Quadratmetern bietet es eine Ständige Ausstellung, thematische Sonderausstellungen, Bildungs- und Vermittlungsangebote sowie Veranstaltungen.


20.10.2021

Webinar: Kommunale Konfliktberatung

Am Mittwoch, 3. November 2021, 10.00-11.00 Uhr veranstaltet Pufii gemeinsam mit dem Forum Ziviler Friedensdienst und dem Fachdienst Soziales und Integration der Stadt Salzgitter ein Webinar zum Thema Kommunale Konfliktberatung.

Bei der Kommunalen Konfliktberatung werden Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure durch externe Konfliktberater*innen bei der Analyse integrationsbezogener gesellschaftlicher Konflikte sowie beim Formulieren wirksamer und effektiver Maßnahmen begleitet. Kern und Besonderheit der Methode ist, dass integrationsbezogene Herausforderungen anhand von konkreten Konfliktdynamiken vor Ort analysiert und deren Ursachen bearbeitet werden. So werden auch die Besonderheiten der lokalen Akteuren, der vorhandenen Ressourcen, der konfliktierenden Interessen sowie der lokale Kontext beim Ausarbeiten wirksamer Maßnahmen berücksichtigt.

Im Webinar stellt Bart Denys (forumZFD) zunächst den Ansatz der Kommunalen Konfliktberatung vor. Anschließend wird Katharina Wunderling (Stadt Salzgitter) über die konkrete Arbeit vor Ort und die Wirksamkeit der Methode sprechen. Seit 2015 unterstützt das forumZFD die Stadt Salzgitter bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung und Evaluation des städtischen Integrationskonzepts sowie der Bearbeitung von Konfliktpotentialen angesichts neuer Herausforderungen von Zuwanderung, vor allem im präventiven Bereich.

  • Bart Denys ist Programmleiter Kommunale Konfliktberatung (KKB) beim Forum Ziviler Friedensdienst. Er erzielte universitäre Abschlüsse in der Kriminologie, im öffentlichen Management und der Politikgestaltung und in den internationalen Beziehungen und Konfliktmanagement. Als Verantwortlicher für Prävention bei der Stadt Oostende (Belgien) sowie in Projekten der Demokratieförderung, der guten Regierungsführung auf lokaler Ebene und des Konfliktmanagements auf den Balkan und im nahen Osten vertiefte er seine Expertise in diesen Themen. Seit 2017 führt er die Kommunale Konfliktberatung in Deutschland.
  • Katharina Wunderling leitet seit 2009 den Fachdienst Soziales und Integration der Stadt Salzgitter. Aufgrund des betriebswirtschaftlichen Hintergrundes stand in den ersten Jahren neben der Leitung des Fachdienstes mit 150 Mitarbeiter*innen die Betrachtung von Wirtschaftlichkeit und Kostentransparenz des Budgets im Vordergrund. In den letzten Jahren verlagerte sich der Fokus auf die Weiterentwicklung der Konzepte der kommunalen Sozialarbeit zur Schaffung von sozialräumlichen Strukturen in enger Zusammenarbeit mit der freien Wohlfahrtspflege.
     

Kostenlose Anmeldung per Mail an team@pufii.de

Den Zugangslink erhalten die angemeldeten Personen einen Tag vor der Veranstaltung.


20.10.2021

Universelle Extremismusprävention am Schnittpunkt von politischer Bildung und Medienpädagogik

Kinder und Jugendliche treffen in Online-Medien regelmäßig auf extremistische Inhalte. Die Studie „Politisches Bildhandeln“ von Georg Materna, Achim Lauber und Niels Brüggen vom JFF – Institut für Medienpädagogik, die in Anbindung an das ufuq.de-Projekt „bildmachen: Politische Bildung und Medienpädagogik zur Prävention religiös-extremistischer Ansprachen in sozialen Medien“ entstanden ist, versucht zu verstehen, wie Jugendliche mit politischen Inhalten in Form von Bildern, GIFs, Memes oder Videos umgehen und in welcher Form sie sich selbst in den sozialen Medien einbringen.

Einleitung der Studie:

Die gesamte Studie steht ebenfalls zum Download zur Verfügung:


20.10.2021

13. Niedersächsischer Präventionstag

In den letzten Jahren ist die Thematik „Hass und Gewalt gegen Amtsträger*innen und Personen des öffentlichen Lebens“ besonders in den Fokus gerückt und erreichte im Jahr 2019 durch den Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke einen traurigen Höhepunkt.
Auch die großen Veränderungen der Lebensumstände durch die Maßnahmen während der Corona-Pandemie stellten die politischen Entscheidungsträger*innen mehr denn je in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung.
Unter anderem im Rahmen der neuen Querdenker*innen-Bewegung, aber auch in anderen Kontexten wurden und werden Personen des öffentlichen Lebens Beleidigungen, Bedrohungen und Nötigungen bis hin zu tätlichen Angriffen ausgesetzt.

In zwei Keynote-Vorträgen wird dieses Schwerpunktthema des 13. Niedersächsischen Präventionstages aus Sicht der Forschung sowie im Rahmen eines persönlichen Erfahrungsberichts beleuchtet.


Eine Podiumsdiskussion mit hochrangigen Vertreter*innen der Polizei, Feuerwehr, Kommunalpolitik, kommunalen Prävention, Betroffenenberatung etc. beschäftigt sich unter dem Titel „Was bedeuten Beleidigungen, Drohungen, Hass und Gewalt für Amts- und Mandatsträger*innen und für das Gemeinwohl?  Konsequenzen für die Präventionsarbeit“ mit diesem herausfordernden Problemfeld.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung ist die Anerkennung der kommunalen Präventionsarbeit im Rahmen der Verleihung des 1. Niedersächsischen Präventionspreises an drei kommunale Präventionsgremien durch die Niedersächsische Justizministerin.

Neben dem Schwerpunktthema soll die Vielfalt der Präventionsthemen und –projekte in Niedersachsen nicht zu kurz kommen.

Eine Auswahl an Workshops zu unterschiedlichen Themenfeldern der Prävention sowie der „Markt der Möglichkeiten“ werden den 13. Niedersächsischen Präventionstag abrunden und unter anderem wertvolle Informationen für interessierte Teilnehmende bereitstellen.

 

02.03.2022 - CongressPark Wolfsburg
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


19.10.2021

OFEK e.V. - Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung

OFEK e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und eine Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung mit Sitz in Berlin und bundesweiter Ausrichtung. OFEK entstand 2017 als Reaktion auf den sichtbar werdenden Antisemitismus und den zunehmenden Bedarf an Beratung, die auf Antisemitismus spezialisiert ist. Die Beratung von OFEK orientiert sich an den fachspezifischen Qualitätsstandards professioneller Opferberatung* und bezieht sich auf alle Fälle mit sowie ohne den Straftatbestand. OFEK bietet Einzelfallberatung, Gruppenangebote, eine bundesweite Hotline sowie regionale Unterstützung in Berlin, Hessen, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt an. Die Beratung ist vertraulich, mehrsprachig, kostenfrei und auf Wunsch anonym.
  • Umfassende Beratung im Zuge antisemitischer Vorfälle
  • Beratung zu rechtlichen Möglichkeiten im Umgang mit Antisemitismus
  • Stärkende Gruppenberatung und Empowerment
  • Vermittlung weiterführender Beratung (z. B. psychologischer Beratung)
  • Fallbezogene Öffentlichkeitsarbeit
  • Psychosoziale Prozessbegleitung
  • Unterstützung bei Organisationsentwicklung und Krisenmanagement
  • Workshops, Vorträge und Fortbildungen auf Anfrage

Die Beratung von Jugendlichen, Familien und Studierenden nach Vorfällen in der Schule oder im Studium sowie die Fachberatung von Lehrkräften und schulnahen Akteur*innen stellen einen wichtigen Schwerpunkt der Arbeit von OFEK dar. Alle Beratungsangebote können auf Deutsch, Russisch, Hebräisch und Englisch in Anspruch genommen werden.


18.10.2021

Fachtag: Praxiskonzepte zur Prävention des Linksextremismus

"Im Rahmen des Landesprogramms für Demokratie und Menschenrechte wurden 2021 zwei neue Konzepte zur universellen Prävention des Linksextremismus entwickelt. Beide basieren auf den Handlungsempfehlungen aus der ‚Wissenschaftlichen Analyse zum Phänomen des Linksextremismus in Niedersachsen, seiner sozialwissenschaftlichen Erfassung sowie seiner generellen und spezifischen Prävention’ (Treskow/Baier 2020). Sie sind wirkungszentriert ausgerichtet und verfolgen einen frühen, demokratiebildenden Ansatz. Wir möchten die Konzepte vorstellen und dazu mit Ihnen ins Gespräch kommen."

30.11.2021 -  Maritim Airport Hotel Hannover, Maritimstraße 1, 30855 Langenhagen
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


14.10.2021

Online-Schulung: Diversity-Kompetenz in der Arbeit mit Geflüchteten

In der Arbeit mit Geflüchteten sehen wir uns manchmal mit eigenem Befremden konfrontiert oder der Unsicherheit, etwas falsch zu machen. Der Diversity-Ansatz kann dabei helfen, Vielfalt wertfrei wahrzunehmen und konstruktiv damit umzugehen. Hierbei ist es hilfreich, eigene kulturelle Prägungen und Stereotype zu reflektieren. Dieser Workshop soll einen ersten Einblick in den Diversity-Ansatz geben.

10.11.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


14.10.2021

I Report

 
Die Dunkelziffer antimuslimisch motivierter Übergriffe und Diskriminierungen ist weit höher als offiziell erfasst. Durch ein standardisiertes System zur Erfassung und Dokumentation von antimuslimisch motivierten Übergriffen und Diskriminierung wollen wir zu einer besseren Erfassung und einheitlichen Dokumentation der Fälle beitragen. In Kooperation mit der Dokumentations- und Beratungsstelle Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus Österreich (Dokustelle Österreich) sowie Antidiskriminierungs-, Beratungs- und Dokumentationsstellen aus Deutschland hat CLAIM ein standardisiertes System zur Erfassung und Dokumentation entwickelt und das Meldeportal I Report entwickelt.
 
Betroffene und Zeug*innen von antimuslimischem Rassismus haben über das Meldeformular die Möglichkeit, Diskriminierungen und Übergriffe zu melden. Verifizierte Vorfälle werden anonymisiert, systematisiert und ausgewertet. Perspektivisch wird bei Wunsch eine Beratung vermittelt.

13.10.2021

Veranstaltung: Zivilcourage im Ehrenamt - Aktiv gegen Antisemitismus

Das BfDT lädt in Kooperation mit der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen und dem Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V. (KIgA) am 12./13. Dezember zur Veranstaltung "Zivilcourage im Ehrenamt - Aktiv gegen Antisemitismus" in Erfurt ein.
Der Anschlag auf die Synagoge in Halle (Saale) zu Yom Kippur am 9. Oktober 2019, bei dem zwei Menschen getötet und die Ermordung von vielen weiteren Personen nur durch eine verschlossene Tür verhindert wurde, zeigte in bestürzender Weise, dass Antisemitismus in Deutschland allgegenwärtig ist. Erst zu Yom Kippur dieses Jahr wurde ein solcher Angriff auf die Synagoge in Hagen vereitelt.
Auf unserer zweitägigen Veranstaltung widmen wir uns aber nicht nur der Frage, wie zivilgesellschaftliches Engagement gegen die verschiedenen Erscheinungsformen von Antisemitismus gestaltet werden kann, sondern vor allem wollen wir kennenlernen und erarbeiten, wie jüdisches Leben in Deutschland heute sichtbar gemacht und unterstützt werden kann.

Die Veranstaltung dient der bundesweiten und nachhaltigen Vernetzung von Vereinen, Initiativen und Projekten gegen Antisemitismus. Wir wollen zu neuen Formen des Engagements ermutigen, anhand von Praxisbeispielen Lösungsmöglichkeiten und präventive Strategien diskutieren sowie weiterentwickeln und den Engagierten Hilfestellungen für aktuelle Herausforderungen im ehrenamtlichen Alltag mitgeben.

12.12.2021 - 13.12.2021 in Erfurt
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung: