Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Information, neue Publikationen und Hinweise zu Integrations- und Migrationsthemen sowie zur Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus.

 

13.10.2021

ArrivalAid

ArrivalAid ist eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von geflüchteten Menschen. Nach der Gründung in München im Jahr 2015 haben wir weitere Standorte in Stuttgart, Frankfurt, Köln und Düsseldorf etabliert. Unsere unterschiedlichen Unterstützungsangebote begleiten Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund bei ihren verschiedenen Schritten des Ankommens - von der BAMF-Anhörung über die Bewältigung von traumatischen Erfahrungen bis hin zum Finden und erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung. Unser Erfolgsrezept ist die Zusammenarbeit mit durch uns geschulten Ehrenamtlichen in unterschiedlichen Ehrenamtsprogrammen.


13.10.2021

Fachinformation: Begriffe und Konzepte aus dem Arabischen und Türkischen im islamischen Kontext

Das vorliegende Glossar von Ahmed Haykel Gaafar, Leitung der Fachstelle PREvent!on des Demokratiezentrums Baden-Württemberg, gibt einen Überblick zu den arabischen und türkischen Begriffen, die im islamischen Kontext von Bedeutung sind. Dieser Überblick soll Interessierten und Engagierten in der Präventionsarbeit die Bedeutung des jeweiligen Begriffs näherbringen. Es handelt sich ausschließlich um einen ersten Aufschlag. Viele der Begrifflichkeiten sind natürlich in ihrer Erklärung und Bedeutung wesentlich komplexer. Daher sind am Ende des Glossars auch weiterführende Quellen bzw. Literatur zu den arabischen und türkischen Begriffen, die im islamischen Kontext von Bedeutung sind zu finden.


12.10.2021

Online-Seminar: Legalistischer oder gewaltablehnender Islamismus als Herausforderung für die Prävention

Europaweit können gewaltverzichtende islamistische Gruppierungen und Bewegungen Zulauf verzeichnen und gelangen durch medienwirksame Aktionen in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Von den Gruppierungen gehen unter dem Aspekt der Gewaltbereitschaft kaum Gefahren aus, als problematisch erweist sich aber ihre langfristige gesellschaftliche und politische Wirkung. Die meisten vertreten Ziele und Ideologien, die demokratische Strukturen zu überwinden versuchen, sich gegen ein offenes pluralistisches Gesellschaftsbild richten und damit bestimmte Menschengruppen grundlegend abwerten. Die Gruppierungen üben v.a. große Attraktivität und Anziehung auf junge Menschen aus, denn sie versprechen soziale Bindung und Unterstützung, Integration und Geborgenheit und thematisieren individuelle Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen.

Referierende:

  • Noman Mehmood: Islamwissenschaftler, gegenwärtig stellvertretende Projektleitung von Kick-off – Prävention und Deradikalisierung in Strafvollzug und Bewährungshilfe in Schleswig-Holstein bei der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. Zuvor arbeitete er als zertifizierter Onlineberater im Themenfeld religiös begründeter Extremismus und beschäftigte sich mit aktuellen Trends und Entwicklungen der islamistischen Onlineszene.
  • Hanna Baron: Islamwissenschaftlerin, derzeit wissenschaftliche Begleitung von PROvention, der Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus der Türkische Gemeinde in Schlewsig-Holstein e.V. und Mitglied bei FoPraTEx (Forschung-Praxis-Transfer islamistischer Extremismus. Themenschwerpunkte: gewaltverzichtende (‚legalistische‘) islamistische Gruppierungen in Deutschland, Online-Propaganda, Geschlechterrollen und sexualisierte Gewalt im Islamismus

05.11.2021 - 06.11.2021, Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


12.10.2021

Podcast: Speakblackgirl

Speakblackgirl ist ein Podcast, um die Stimmen Schwarzer Frauen zu feiern. Der Podcast erscheint wöchentlich und wird von Angie Sorrells moderiert. Themen des Podcasts sind Neues aus Politik, Popkultur und Wirtschaft. Ziel ist es, die Stimmen Schwarzer Frauen zu stärken, die in der Gesellschaft oft überhört werden.


11.10.2021

Reader: Sexualitäten und Geschlechtsidentitäten in der Migrationsgesellschaft

Die eigene Sexualität und die Geschlechtsidentität sind ein wichtiger Teil des eigenen Identitätsbildungsprozesses. Jedoch kann dieser Prozess gerade im jugendlichen Alter gestört werden. Jugendliche, die sich selbst nicht in die binären Geschlechtskategorien einordnen wollen, erleben häufig, dass ihre Sexualität und ihre Geschlechtsidentität in Frage gestellt werden und sie sich dafür rechtfertigen müssen. In diesem Reader liegt der Fokus besonders auf jungen LSBTIQ* of Color.

Was machen solche Erfahrungen mit LSBTIQ* Jugendlichen? Wie gehen sie damit um? Welche Möglichkeiten der Unterstützung und Beratung können sie wahrnehmen? Der Reader beleuchtet diese Fragestellungen aus verschieden Perspektiven und zeigt auf, wie die Jugend(verbands)arbeit jugendliche LSBTIQ* of Color dabei unterstützen kann, den Prozess der Entwicklung der eigenen Sexualität und Geschlechtsidentität zu begleiten.


07.10.2021

BumF-Herbsttagung 2021 “Gut vernetzt – wo steht die Arbeit mit jungen Geflüchteten?”

Die diesjährige Herbsttagung des Bundesfachverbands umF steht unter dem Motto „Gut vernetzt – wo steht die Arbeit mit jungen Geflüchteten?“. Sie stellt neben aktuellen Themen aus der Praxis der Arbeit mit (unbegleiteten) minderjährigen Geflüchteten vor allem die Vernetzung in den Vordergrund.

Durch sinkende Fallzahlen vor Ort, damit Abbau von Strukturen und Expertise, Einzelkämpfer*innentum und coronabedingten Wegfall von Arbeitsgruppen und Fachgremien hat die Vernetzung vor Ort gelitten. Wir wollen gemeinsam schauen, welche Vernetzungsstrukturen und -angebote es wo (noch) gibt, wovon wir auch überregional profitieren können und wie wir gute Strukturen stärken können.

Im Fokus steht zudem die Situation von jungen volljährigen Geflüchteten, da dies eine stetig wachsende Gruppe mit ganz eigenen Bedarfen und Voraussetzungen für Betreuung und Beratung ist. Mehr noch als bei Minderjährigen greifen hier aufenthaltsrechtliche und jugendhilferechtliche Aspekte ineinander und bestimmen den Alltag von jungen Menschen und Betreuungssettings. Die Reform des SGB VIII hat Care Leaver in den Blick genommen. Damit ergeben sich auch Änderungen für die Zielgruppe der ehemaligen umF.

Die Tagung findet als eine Hybridveranstaltung statt, 50-60 Teilnehmende haben die Möglichkeit vor Ort dabei zu sein, Weitere können digital teilnehmen. Ggf. wird die Teilnehmendenzahl in den kommenden Wochen noch erhöht werden können.


08.11.2021 - 09.11.2021, Frankfurt a.M. & online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


07.10.2021

Studie: Muslimisches Leben in Ostdeutschland

Im Osten gab es immer nur sehr wenige Menschen muslimischen Glaubens. Gleichzeitig lehnen viele Menschen in der Bevölkerung den Islam ab. Über diese vereinfachende Sicht hinaus zeigt ein neuer Sammelband der Universität Leipzig spannende Details. Unter dem Titel „Muslimisches Leben in Ostdeutschland“ berichten verschiedene Autor*innen über immerhin fast 50 muslimische Gemeinden im Osten. Unter anderem über ein Ehepaar, das nach der Wende zum Islam konvertierte und heute ein muslimisches Gemeindezentrum in einem Dorf in Brandenburg betreibt. Oder über eine islamische Gemeinde in Rostock, deren Wurzeln bis in die DDR-Zeit zurückreichen. (via. https://mediendienst-integration.de/)


07.10.2021

Auftaktveranstaltung des "Bündnis für gute Nachbarschaft in Niedersachsen"

Gute Nachbarschaft ist eine entscheidende Grundlage für den Zusammenhalt und die Integrationsfähigkeit unserer Gesellschaft und der Schlüssel für ein sicheres und gutes Leben im Quartier oder Dorf. Gerade die Corona Pandemie hat uns dies noch einmal deutlich gemacht. Aber gute Nachbarschaft geschieht nicht von alleine. Sie kann nur gelingen, wenn unterschiedliche Akteure zusammenarbeiten.

Genau hier setzt das Bündnis an: Ziel ist es, gemeinsam mit den unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren das nachbarschaftliche Zusammenleben in Niedersachsen zu stärken.

Die Auftaktveranstaltung

  • stellt die Ziele des Bündnisses vor
  • berichtet aus den ersten Arbeitsgruppen
  • präsentiert Beispiele von guten Nachbarschaften
  • zeigt Möglichkeiten, wie Sie sich beteiligen können.

30.10.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


06.10.2021

Jahresbericht 2020 des Forschungszentrums Migration, Integration und Asyl

Der Jahresbericht gibt einen Überblick über die Arbeitsschwerpunkte des Forschungszentrums Migration, Integration und Asyl im Jahr 2020. Es werden sowohl die laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekte dargestellt als auch Publikationen und durchgeführte Veranstaltungen vorgestellt.

Das Jahr 2020 war für das Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ein Jubiläumsjahr, da es seit nunmehr 15 Jahren besteht. Zugleich war das Jahr aber auch von der Corona-Pandemie geprägt, die die gesamte Arbeit betraf und Auswirkungen auf die Durchführung verschiedener Forschungsprojekte hatte.
Dennoch konnten 2020 einige relevante Forschungsergebnisse veröffentlicht werden, etwa die Studien zu "Nichtakademischen Fachkräften" oder zur "Integration von Geflüchteten in ländlichen Räumen".
Wichtige Forschungsprojekte wie die Evaluation der AnkER- und funktionsgleichen Einrichtungen und die gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung durchgeführte Befragung von Menschen aus Syrien und Eritrea (TransFAR) zu Familien im Kontext von Fluchtmigration wurden erheblich vorangebracht.


05.10.2021

Online-Veranstaltung: Geflüchtete Frauen* und besondere Schutzbedarfe

Geflüchtete Frauen* sind häufig besonderen, geschlechtsspezifischen Verfolgungsgründen und Gewalterfahrungen ausgesetzt. Die Fortbildung gibt zunächst einen Einblick in Frauen* spezifische Flucht- und Verfolgungsgründe sowie rechtliche Hintergründe im Asylverfahren von Rechtsanwältin Claire Deery.

Im Nachmittagsteil liegt der Schwerpunkt auf der Erkennung und Unterstützung von Frauen* mit besonderen Schutzbedarf im Asylverfahren in Deutschland. Wie wird die besondere Schutzbedürftigkeit im Asylverfahren festgestellt? Was bedeutet das für das Asylverfahren und wo gibt es Verbesserungsbedarf bei der Identifizierung besonderer Schutzbedarfe? Dazu gibt es einen Input von Susanne Heubach (Sonderbeauftragte für Opfer geschlechtsspezifischer Verfolgung sowie für Traumatisierte und Folteropfer, BAMF Thüringen) und Lea Stegmann ( Refugio Thüringen e.V. ) . Anschließend besteht Raum für Austausch und Diskussion.

Inhaltliche Schwerpunkte sind insbesondere:

  • Vermittlung von Grundkenntnissen zu Frauen*/Genderspezifische Verfolgungsgründe
  • Unterstützungsmöglichkeiten von Frauen* mit besonderem Schutzbedarf im Asylverfahren
  • Bedarfe für die Praxis bei der Identifizierung  von besonderen Schutzbedarfen
     

13.10.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


05.10.2021

Bündnis für gute Nachbarschaft in Niedersachsen

Gute Nachbarschaft hat eine besondere Bedeutung für ein sicheres und positives Lebensgefühl im Quartier. Sie ist Ausdruck eines intakten und solidarischen Gemeinwesens. In der Corona-Pandemie hat dies eine neue Relevanz bekommen. Gute Nachbarschaft zeichnet sich durch Menschen aus, die bereit sind, sich für das Gemeinwesen im Quartier durch Engagement und Solidarität aktiv einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Denn Zusammenhalt wird vor Ort von den Menschen gestaltet, die dort leben. Die Stärkung dieses gemeinschaftlichen Miteinanders führt zur spürbaren Verbesserung der Situationen für die Menschen in den Quartieren. Wenn Kommunikation und Miteinander in der Nachbarschaft und im Quartier gelingen, ist ein Grundstein für Problemlösung, Krisenbewältigung und Kompromissfindung auch auf anderen Gebieten gelegt. Sozialverhalten und Demokratiefähigkeit werden gestärkt.

Das Bündnis erarbeitet Handlungsschwerpunkte und Lösungswege, um gute Nachbarschaft in Niedersachsen dort zu schaffen, wo noch keine ist und dort zu erhalten und zu stärken, wo sie bereits besteht. Es soll die Kooperation der gesellschaftlich relevanten Akteure auf Landesebene unterstützen und Impulse für die Verbesserung des Zusammenlebens vor Ort geben. Das Bündnis soll mit der Vermittlung von Methoden und guten Beispielen eine Landesinitiative starten, die vor Ort in den Quartieren Früchte trägt. Dazu sollen auch Modelle für nachhaltige Strukturen in den Quartieren entwickelt werden.


04.10.2021

Monitoring zur Bildungs- und Erwerbsmigration

Das Monitoring ist Teil der Berichtsreihen zu Migration und Integration des BAMF-Forschungszentrums und führt das bisherige "Wanderungsmonitoring" fort. Es informiert über die Bildungs- und Erwerbsmigration von Drittstaatsangehörigen nach Deutschland. Im Jahresbericht 2020 werden erstmalig Neuerungen, die durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz im Jahr 2020 in Kraft getreten sind, berücksichtigt und präzisere Analysen ermöglicht.


30.09.2021

Arbeitshilfe: Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktzugangs von Geflüchteten

Die Arbeitshilfe bietet für alle in der Beratungspraxis Engagierten einen umfassenden Überblick zu den rechtlichen Rahmenbedingungen sowie zu Möglichkeiten der Unterstützung beim Arbeitsmarktzugang.

Die einzelnen Kapitel der Handreichung behandeln diese Themen:

  •  Der aufenthaltsrechtliche Rahmen des Arbeitsmarktzugangs für Asylsuchende, schutzberechtigte Personen sowie Personen mit einer Duldung
  •  Sozialrechtliche Rahmenbedingungen und weitere Unterstützungsangebote (Leistungen der Jobcenter nach dem SGB II und der Agenturen für Arbeit nach SGB III; Leistungen der Jugendsozialarbeit nach SGB VIII, Förderprogramme, Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen)
  •  Aufenthaltssicherung durch Ausbildung und Beschäftigung (Ausbildungsduldung, Beschäftigungsduldung, Aufenthaltserlaubnisse nach den Bleiberechtsregelungen des § 25a und § 25b AufenthG, Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Beschäftigung nach § 19d AufenthG)

30.09.2021

Forum Radikalisierungsprävention

Die digitale Plattform Forum Radikalisierungsprävention bietet Umsetzungsmöglichkeiten für Online-Kurse aus der primären Präventionsarbeit: Anhand vielfältiger Materialien und Tools können Sie mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen Themenbereiche der Radikalisierungsprävention angehen.

Die Registrierung und Nutzung der Plattform ist kostenfrei. Das Forum richtet sich an vhs-Mitarbeiter*innen, vhs-Kursleitende, Respekt Coaches und weitere Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit.


29.09.2021

Online-Veranstaltung: MUSLIMISCHE LEBENSWELTEN in Niedersachsen

Muslimisch und niedersächsisch - geht das? Etwa 3 % aller Menschen in Niedersachsen bekennen sich mehr oder weniger deutlich zum Islam. Sie sind zum großen Teil Nachfahren türkischer Arbeitsmigrant_innen. Eine weitere große Gruppe sind Muslim_innen aus Syrien, die vor dem Krieg geflüchtet sind. Sie alle praktizieren ihre Religion unterschiedlich intensiv und bisweilen in verschiedenen Ausprägungen. Wir wollen ihre Glaubenspraktiken näher kennenlernen: Wie sieht das Gemeindeleben aus? Wie lassen sich islamische Gebote mit einem modernen (Berufs-)Leben vereinbaren? Was ist ein Azan und wie unterscheidet sich islamische "halal"-Gebot vom jüdischen "koscher"?

02.10.2021 -  Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


29.09.2021

Echte Männer, richtige Frauen? Geschlechterbilder von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte

Jugendliche mit Migrationsgeschichte werden im öffentlichen Diskurs häufig mit religiösem Fanatismus, problembelasteten Familien, Bildungsmisserfolg, Gewalt und patriarchalen Geschlechterverhältnissen konnotiert. Bisher fehlt es an Forschung, die die Vorstellungen von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte bezüglich dieser Themen systematisch untersucht und den negativen Stereotypen mit soliden empirischen Ergebnissen entgegenwirkt. Um die Vielfältigkeit von Lebensentwürfen junger Männer und Frauen mit Migrationserfahrung zu verstehen, geht diese Research Note der Frage nach, welche normativen Vorstellungen junge Männer und Frauen mit Migrationserfahrung bezüglich Geschlechterbildern, Partnerschaft, Freundschaft und Familie haben. Es wird beleuchtet, ob deren Einstellungen von den Wünschen ihrer Eltern und Familien abweichen und ob bzw. wie sich diese während der Sozialisation in Deutschland ändern. Im Fokus stehen vor allem die Fragen: Wie stellen sich junge Frauen und Männer mit Migrationsgeschichte eine „richtige“ Frau und einen „richtigen“ Mann vor? Was darf eine Frau, was steht einem Mann zu? Im Rahmen der explorativen Untersuchung wurden individuelle sowie Fokusgruppen-Interviews mit 43 jungen Frauen und Männern mit familiärer Migrationsgeschichte und eigener Migrationserfahrung, darunter auch Fluchterfahrung, analysiert.

28.09.2021

Bericht: Wie blicken Jugendliche mit Migrationsgeschichte auf Homosexualität?

Etliche repräsentative Studien in Deutschland zeigen, dass junge Menschen mit Migrationsgeschichte häufiger negativ gegenüber homosexuellen Menschen eingestellt sind als Jugendliche ohne Migrationserfahrung. Dieser Unterschied wird in den öffentlichen und wissenschaftlichen Debatten häufig mit deren religiösen Überzeugungen begründet. Die aktuelle internationale Forschung versucht, den Zusammenhang zwischen religiöser Zugehörigkeit und Homophobie besser zu verstehen und verweist dabei auf die Bedeutung der Vorstellungen von Männlichkeit. Diese Research Note setzt hier an und geht der Frage nach, welche normativen Vorstellungen junge Männer und Frauen mit Migrationserfahrung in Bezug auf Geschlechterbilder,
Religion und Homosexualität haben.
Es wird beleuchtet, ob deren Einstellungen von den Wünschen ihrer Eltern und Familien abweichen und ob bzw. wie sich diese während der Sozialisation in Deutschland ändern. Dafür stützt sich dieser Beitrag auf eine explorative Studie, die individuelle sowie Fokusgruppen-Interviews mit 43 jungen Frauen und Männern mit Migrationsgeschichte und eigener Migrationserfahrung, darunter auch Fluchterfahrung, analysiert hat.


27.09.2021

Der ganz grosse Austausch - Bundeskonferenz Neue deutsche Medienmacher*innen

"Live, analog und erstmals in Köln

In diesem Jahr schreiben wir mit unserer Bundeskonferenz Geschichte: Wir treffen uns erstmals in Köln statt in Berlin – wow! Nach einer gefühlten Ewigkeit Pandemie wollen wir uns endlich wieder sehen, quatschen, lachen, austauschen und später am Abend auch tanzen, trinken, torkeln – selbstverständlich im Rahmen der dann geltenden Coronaschutzverordnung. 

In einem Premium-Panel übers Karrieremachen sprechen wir mit denen, die schon da sind, wo viele von uns hin möchten. Und wir prämieren das Medium mit der unterirdischsten Berichterstattung im Einwanderungsland Deutschland mit der Goldenen Kartoffel 2021.

Wer dabei sein will, muss schnell die Anmeldung ausfüllen. Wir können nicht mehr als 100 NdMedienmacher*innen zulassen, sorry!"

21.10.2021 - Melchiorstraße 3, 50670 Köln
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


27.09.2021

Online-Workshop: Typisch… Jude, Christ, Muslim. Stereotype – Woher kommen sie und warum brauchen wir sie (nicht)?

Wie wirken Karikaturen und Stereotype? Welche Botschaften transportieren sie und woher kommen sie überhaupt? Wir laden zu einem Werkstatt-Gespräch mit Schoschana Maitek-Drzevitzky (Jüdische Gemeinde Mannheim), Wolfgang Reich (Prävention Polizeipräsidium Mannheim), Cem Vamin (Mannheimer Institut für Integration und interreligiöse Arbeit e.V. / Jumed im Einsatz) und Jennifer Münch (Theaterpädagogik) ein.

05.10.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


24.09.2021

Projekt: Aktives Begegnen

Im Projekt „Aktives Begegnen“ sollen im Rahmen freizeitähnlicher Aktivitäten Begegnungen zwischen jungen Geflüchteten und Zugewanderten aus muslimisch geprägten Ländern einerseits und Studierenden im Studiengang Polizeivollzugsdienst andererseits initiiert werden. Die Begegnungsprojekte wurden durch die Projektteilnehmer:innen selbst mitentwickelt, sodass ein Angebot entsprechend der Interessengebiete der Projektteilnehmer:innen entstand. Es wurden fünf Begegnungsprojekte konzipiert: ein Fußballprojekt, ein CrossFit-Projekt, ein Gartenprojekt, ein Fahrradprojekt und ein Kochprojekt.

23.09.2021

Studie: Wähler*innen mit Migrationshintergrund als wahlentscheidender Faktor

Etwa 7,6 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund dürfen bei der Bundestagswahl wählen – das sind 12,2 % aller Wahlberechtigten. In welchen Wahlkreisen haben Wahlberechtigte mit Migrationshintergrund auch das Potential die Bundestagswahl zu entscheiden? Erstmalig liegen nun mit der Studie von Citizens For Europe fundierte Schätzungen dazu vor.


23.09.2021

Fortbildung: Beratung und Soziale Arbeit im Asyl- und Aufnahmesystem | Aktuelle Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten

Die Fortbildungen/Themen: 

  • (Unbegleitete) minderjährige Geflüchtete: Asyl- und aufenthaltsrechtliche Besonderheiten | Aufnahme und Versorgung (06.10.21)
  • Die Dublin-III-VO und der Ablauf des Dublin-Verfahrens: Besonderheiten bei positiven und negativen Asylverfahren in anderen ‚Dublin-Ländern‘ – Grundlagen| Länderspezifika | Familienzusammenführung (07.10.21)
  • Anerkannt oder abgelehnt – und nun? Aufenthaltstitel und Aufenthaltsverfestigung nach positiven Asylverfahren, die verschiedenen Ablehnungsgründe und alternative Bleibeperspektiven (08.10.21)

Anmeldung bis zum 24.09.2021. Es ist möglich, an allen drei oder einzelnen Fortbildungen teilzunehmen.

06.10.2021 - 08.10.2021, Klävemannstrasse 16, 26122 Oldenburg
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


22.09.2021

Online Fachveranstaltung: „Vom Land in die Kommune“ – Kontinuitäten und Brüche des Schutzes von geflüchteten Menschen in der Unterbringung

Unter der Leitfrage nach Kontinuitäten und Brüchen bezüglich des Gewaltschutzes im Übergang vom Land in die Kommune besteht ein Ziel der Online-Fachveranstaltung darin, einen differenzierten Blick auf die kommunale Unterbringung von geflüchteten Menschen zu richten: Welche Rahmenbedingungen und  Gestaltungsspielräume bestehen für einen effektiven Gewaltschutz in der kommunalen Unterbringung? Ein weiteres Ziel der Veranstaltung besteht darin, die Rolle und Verantwortlichkeit der Länder für die kommunale Unterbringung von geflüchteten Menschen zu diskutieren: wie nehmen Länder ihre Fachaufsicht gegenüber Kommunen bezüglich des effektiven Gewaltschutzes in der Unterbringung von geflüchteten Menschen wahr? Schließlich zielt die Veranstaltung darauf ab, zu verdeutlichen, wie sich der Übergang vom Land in die Kommune auf die Versorgung von geflüchteten Menschen auswirkt.

29.09.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


22.09.2021

Gutachten: Diskriminierungsrisiken und Handlungspotenziale im Umgang mit kultureller, sozioökonomischer und religiöser Diversität

Das Gutachten analysiert die Potenziale für den diskriminierungssensiblen Umgang mit kultureller, sozioökonomischer und religiöser Diversität. Dabei betrachtet es die Bereiche Bildung (Kita, Hochschule), Arbeitsmarkt (KMU, Gewerkschaften und Arbeitsverwaltung), Gesundheit, Sicherheitsbehörden (Polizei, Bundeswehr), Justiz und Verwaltung und bietet eine Vielzahl von Handlungsempfehlungen, um Diversity Mainstreaming und Antidiskriminierung zu fördern. Es gewährt einen Überblick über die unterschiedlichen Risiken von Diskriminierung, den Zugangsbarrieren sowie Herausforderungen und zeigt Ansätze und Chancen anhand von Beispielen guter Praxis und relevanter Akteurinnen und Akteure auf.


21.09.2021

Hinweise für afghanische Flüchtlinge und ihre Berater*innen

Mit dem Sturz der Regierung von Präsident Ghani und der erneuten Machtübernahme der Taliban hat sich die asyl- und abschieberelevante Lage in Afghanistan grundlegend verändert. Dieser neuen Situation möchte ProAsyl mit den folgenden Beratungshinweisen begegnen. Aufgrund der sich ständig ändernden Lage werden die Beratungshinweise laufend aktualisiert.


20.09.2021

Projektmanagement in inter- und transkulturellen Arbeitsfeldern

Projekte bestimmen mehr und mehr unsere professionelle als auch ehrenamtliche Arbeit im Team. Doch häufig laufen Projekte nicht so wie gewünscht. Das Lösen von Problemen kostet dann viel Zeit und Energie und drückt auf die Stimmung und Produktivität des Projektteams. Ein durchdachtes Projektmanagement und die passenden Methoden für das jeweilige Projekt können helfen, Schwierigkeiten im Vorfeld zu vermeiden und gelassener mit Unwegsamkeiten umzugehen.

In diesem kompakten Projektmanagement-Seminar eignen Sie sich in kürzester Zeit die hierfür nötigen Grundlagen und Werkzeuge an.
Sie lernen, wie Sie Projekte erfolgreich initiieren, planen, durchführen und abschließen. Klassische Projektmanagement-Tools wie bspw. die Projektcharta, der Projektstrukturplan und die Meilensteinplanung helfen Ihnen dabei, den Überblick zu behalten. Zudem sind Sie in der Lage, agile Methoden und Techniken zu nutzen, um flexibel auf Veränderungen reagieren zu können. Agiles Arbeiten muss man erfahren, daher werden die bekanntesten agilen Methoden "Scrum" und "Kanban" im Rahmen von Teamübungen simuliert.

Am Ende des Seminars sind Sie in der Lage, die für Ihre Projekte passenden Strategien zu entwickeln und bewusst Entscheidungen zu treffen - klassisch, agil oder auch kombiniert: hybrid.
Methoden und Techniken sind aber nur die halbe Miete im Projekt - daher wird im Seminar auch besonderer Wert auf die Teamarbeit, Projektleitung und den Umgang mit Konflikten gelegt. Der Workshop richtet sich insbesondere an Jugendliche und ehrenamtliche Akteure.

13.11.2021 - 14.11.2021, Steinsche Gasse 26, 47051
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


17.09.2021

Podcast: Rechtsextremismusprävention kompakt

Rechtsextremismus und die Gewalt, die von ihm ausgeht, hinterlassen in unserer Gesellschaft seit langem ihre Spuren. Immer wieder wurden in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten Menschen in Deutschland bedroht oder ermordet – wegen ihres Aussehens, ihrer Religion, einer vermeintlich fremden Herkunft oder ihrer politischen Meinung. Es ist höchste Zeit, dass wir uns alle dieses Problems annehmen. Worauf es bei der Prävention von Rechtsextremismus ankommt, das besprechen wir in diesem Podcast der Fachstelle Rechtsextremismusprävention.
Den Podcast Rechtsextremismusprävention kompakt gibt es auch auf Spotify.


16.09.2021

Bericht: Subjektive Perspektiven und Lebenslagen von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten und jungen Volljährigen in Deutschland

Unbegleitete minderjährige Gefüchtete wollen stärker an Entscheidungen über ihre Zukunft beteiligt werden. Außerdem fehlen ihnen konstante Vertrauenspersonen. Das zeigt eine neue Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung.


16.09.2021

Webinar: Migration und Sicherheit in der Stadt: Mediennutzung in und für Quartiere der Vielfalt

Welchen Einfluss haben Medienberichterstattung und Soziale Medien auf ein gutes und sicheres Zusammenleben in der Stadt und in Quartieren der Vielfalt? Wie könnte eine gute Medienkommunikation aussehen und wie können städtische Akteure ihre Kommunikation in und mit ethnisch pluralen Gemeinschaften verbessern? Das durch das BMBF geförderte Forschungsprojekt Migration und Sicherheit in der Stadt (migsst) beschäftigt sich in zwei Teilprojekten mit Fragen von Kommunikation und Mediennutzung in Stadtvierteln, in denen viele Menschen mit Migrationserfahrung leben. Im Vordergrund steht die Rolle von Medien für eine gelingende Kommunikation über die Stadtviertel und innerhalb der Quartiere, wenn es z. B. um Behördenkommunikation geht oder die Partizipation der Bewohnerinnen und Bewohner an den Belangen ihres Viertels. In diesem Zusammenhang ist die These leitend, dass Medien und Kommunikation eine integrierende Wirkung entfalten können und für Sicherheit und Sicherheitswahrnehmung im Quartier eine zentrale Rolle spielen.

In diesem zweiten Prävinar der zweiteiligen Reihe werden die Ergebnisse dieser Teilprojekte zur Kommunikation und Mediennutzung vorgestellt.
Zur Projektwebsite:

Referierende:

  • PD Dr. Jessica Heesen (Eberhard Karls Universität Tübingen, Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften)
  • Prof. Dr. Stefan Jarolimek (Deutsche Hochschule der Polizei, Fachgebiet Kommunikationswissenschaft)

28.09.2021 -  Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


15.09.2021

Online-Seminar: Kann man das glauben?! Seminar zur Sensibilisierung für Fake News, Antisemitismus und Verschwörungstheorien

Haben Sie schon gehört? Corona ist eine Erfindung von Bill Gates, den Klimawandel gibt es nicht und Baron Rothschild frisst Kinder. Solche und weitere obskure Verschwörungstheorien kursieren im Internet. Sie haben Hochkonjunktur, verbreiten sich mithilfe von Fake News und transportieren antisemitische Vorstellungen.
In diesem Tagesworkshop vermitteln wir Ihnen, wie Sie Fake News erkennen und Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Sie lernen, Verschwörungstheorien aufzudecken bzw. zu entlarven und erfahren, warum Verschwörungstheoretiker so oft mit dem Finger auf Jüdinnen und Juden zeigen.
Die Vermittlung von Medienkompetenz als auch die Sensibilisierung für Fake News, Antisemitismus und Verschwörungstheorien sind wesentliche Ziele dieses interaktiven und methodenreichen Online-Workshops.
Das Seminar richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an ehren- und hauptamtliche Fachkräfte.

23.09.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


14.09.2021

Film: Bewältigung von Flucht und Trauma

Die Abteilung für psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Tü-bingen hat im Juli 2021 ein Informationsvideo zu Flucht und Trauma herausgebracht. Bislang gibt es Übersetzungen in Englisch und Arabisch. Ziel des Films ist es, Flüchtlinge über mögliche psychische Folgen von traumatischen Erlebnissen zu informieren und Hilfsmöglichkeiten auf-zuzeigen.


14.09.2021

Mediendienst-Integration: Zehn Fragen zu afghanischen Flüchtlingen

Die Gewalteskalation in Afghanistan zwingt tausende Menschen dazu, ihr Land zu verlassen. Bereits heute sind Afghan*innen eine der größten Flüchtlingsgruppen der Welt. Was ist über sie bekannt?


13.09.2021

Onlineworkshop: Ehrenamtlich geflüchtete Männer* geschlechterreflektiert begleiten

Die Lebenslagen von geflüchteten Männern* sind vielfältig; genauso wie ihre Erwartungen und Hoffnungen für ihre Zukunft in Deutschland. Viele der Männer* haben hohe Eigenerwartungen und wollen selbstermächtigt handeln. Doch oftmals sind die Hürden für den selbstständigen Aufbau einer Zukunft durch Ausbildung, Beruf und Familiengründung hoch. Die Eigenerwartungen an „Männlichkeit“ können dann (zu) hoch sein und zu Verunsicherungen führen.

Viele Ehrenamtliche fragen sich, wie sie die Männer* bei ihren Unsicherheiten und Suchbewegungen orientierend begleiten und beraten können. Und welche Rolle kann es eigentlich im ehrenamtlichen Engagement spielen, selbst beispielsweise als Mann* oder Frau* von den Männern* gelesen zu werden?

Der Workshop bietet für Ehrenamtliche zu diesen und weiteren Fragen ein Forum zum Austausch. Praxis- und Methodenbeispiele geben Impulse und Antworten, wie das ehrenamtliche Engagement männlichkeits*kritisch und -sensibel zugleich gestaltet werden kann.

04.11.2021 -  Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


10.09.2021

Podcast: Engagiert für Deutschland

Engagiert für Deutschland ist der jugendpolitische Podcast von JUMA Berlin. Anlässlich des Superwahljahres 2021 treffen sie migrantisch gelesene Politiker*innen die sowohl für den Bund, auf Landesebene oder für die Bezirksverordnetenversammlung in Berlin kandidieren. Dieser Podcast gibt Einblick in die Lebensrealität muslimisch gelesener Politiker*innen. Was hat sie politisiert? Welche Hürden haben sie auf ihrem Weg gemeistert? Warum engagieren sie sich für Deutschland?


09.09.2021

Webinar: Migration und Sicherheit in der Stadt: Leben in ethnisch vielfältigen Quartieren

In deutschen Großstädten sind sozial und ethnisch vielfältige Quartiere verbreitet. Einige Menschen bereichert die Diversität und sind über die Abwechslung erfreut, andere Menschen fühlen sich überfordert und verunsichert von den unterschiedlichen Lebensstilen und Kulturen. Im BMBF-Verbundprojekt untersuchten die Forschenden das Leben in vier Partnerstädten in jeweils zwei ethnisch vielfältigen Quartieren. Aufschluss darüber gaben Interviews mit Expert:innen und der Bewohnerschaft, deren Perspektive besonderes Gewicht zukam: Wie nehmen sie die Sicherheit in ihrer Nachbarschaft wahr? Wie ist es um die Integration bestellt? Gibt es Segregation? Und lassen sich diesbezüglich Wirkungen auf das Konfliktpotenzial in der Bewohnerschaft, aber auch auf das Aufkommen von Ordnungsstörungen und Kriminalität feststellen? Daneben fragen wir nach den Steuerungs- und Handlungsmöglichkeiten der Administrationen: Es gibt nicht Vielfalt oder Homogenität, sondern mehr oder weniger Vielfalt. Gibt es rechtliche Möglichkeiten, Entstehung und Ausmaß ethnischer Vielfalt im Quartier zu steuern? Oder gibt es Möglichkeiten, als negativ empfundene Wirkungen derartiger Vielfalt zu gestalten? Das Recht gibt hier nur wenige Handlungsmöglichkeiten: Die Gesetze als Kooperationsordnung zwischen Akteuren sowie zwischen Akteuren und Beteiligten sowie betroffenen Menschen sind bislang unterentwickelt. Im Prävinar präsentieren wir nach der Vorstellung unseres Verbundprojekts Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt der Universität Tübingen über Konflikte in der Nachbarschaft, die oft mit Vorstellungen von ethnischen und kulturellen Merkmalen verbunden sind, sowie aus dem Forschungsprojekt der Uni Bielefeld zu Rechtsfragen der Entstehung und Bewältigung von Segregationsfolgen.

Referierende:

  • Prof. Dr. Rita Haverkamp (Eberhard Karls Universität Tübingen, Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement)
  • Prof. Dr. Christoph Gusy (Universität Bielefeld, Fakultät für Rechtswissenschaft)

14.09.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Projektwebsite: https://migsst.de/


08.09.2021

Kooperationsnetzwerk - Sicher Zusammenleben (KoSiZu)

Gegenseitiges Vertrauen und Wissen übereinander sind die Basis für eine gute Zusammenarbeit zwischen Polizeibehörden und muslimischen Organisationen in Deutschland. Das Kooperationsnetzwerk - Sicher Zusammenleben (KoSiZu) beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bringt beide Seiten miteinander ins Gespräch. Die Initiierung, Verstärkung und Förderung des Dialoges zwischen Sicherheitsbehörden und muslimischen Akteuren ist die zentrale Aufgabe des Netzwerks.

Themen wie religiös begründeter Extremismus, Muslimfeindlichkeit und die Sicherheit von Moscheen stellen unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen. Im Rahmen des von KoSiZu initiierten Sicherheitsdialoges kann sich zum Beispiel die Polizeidienstelle vor Ort mit der lokalen Moscheegemeinde über aktuelle Themen austauschen und gemeinsame Strategien erarbeiten.

Gegründet wurde das Kooperationsnetzwerk als Clearingstelle Präventionskooperation im März 2008 durch einen Beschluss der Deutschen Islam Konferenz (DIK). KoSiZu ist bundesweit tätig und soll ein Netzwerk aus Sicherheitsbehörden und muslimischen Akteuren in Deutschland aufbauen und den Dialog mithilfe der Etablierung von gemeinsamen Austauschformaten fördern. Außerdem hilft KoSiZu bei der Umsetzung dialogfördernder Kooperationsprojekte. Damit schafft sie die Basis für eine gute Zusammenarbeit von Polizeibehörden von Bund und Ländern mit Moscheevereinen oder anderen Orten muslimischen Lebens.


07.09.2021

Publikation: Konfliktbearbeitung in der Nachbarschaft. Praxisbeispiele für ein friedliches Miteinander aus Deutschland, der Slowakei, Indien, den USA und Bosnien-Herzegowina

Wenn es gelingt, Konflikte konstruktiv auszutragen, entsteht eine neue Qualität des Zusammenlebens und der lokalen Demokratie. Die Autorinnen und Autoren stellen ausgewählte Praxisbeispiele aus Deutschland, der Slowakei, aus Bosnien-Herzegowina, aus Indien und den USA vor. In allen Fällen haben sich Menschen und zivilgesellschaftliche Initiativen auf den Weg gemacht, die Herausforderungen und Konflikte vor Ort gemeinsam mit den Betroffenen zu bearbeiten.

Die beschriebenen Ansätze geben praxisnahe Impulse, wie sich Prozesse der Versöhnung, des Dialogs und der konstruktiven Konfliktbearbeitung anstoßen lassen. Die ermutigenden kommunalen Ansätze aus verschiedenen Ländern der Welt zeigen trotz aller Unterschiede Wege für ein demokratisches und kooperatives Zusammenleben in der Kommune sowie für eine friedliche Nachbarschaft auf.


07.09.2021

Online-Seminar: Empowerment von Geflüchteten

Wie können Geflüchtete dabei unterstützt werden, wieder Gestalter*innen ihrer Belange und Umgebung zu werden? Und wie kann eine Unterstützung auf Augenhöhe gelingen?
Im Workshop werden sowohl der Begriff als auch der Anspruch von Empowerment thematisiert, Hindernisse erörtert, gute Beispiele gesammelt sowie die Arbeit der Flüchtlingshilfe Sprockhövel als Good Practice-Beispiel vorgestellt.
Im Rahmen des Workshops erhalten Sie außerdem Tipps und Anregungen, wie Sie Ihre Arbeit auch in Pandemie-Zeiten aufrechterhalten können. Schließlich können eigene Vorhaben und Projekte mit Blick auf eine stärkere Beteiligung und das Empowerment von Geflüchteten konzipiert und optimiert werden.
Dieses Seminar richtet sich an ehren- und hauptamtliche Kräfte in der Arbeit mit Neuzugewanderten.

30.10.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


07.09.2021

Studie: Lernende stärken! Wie Lehrkräfte mit Weisen Interventionen wirken können

Kinder mit Migrationshintergrund machen häufiger als andere Kinder die Erfahrung, dass man ihnen aufgrund ihrer Herkunft gute Leistungen nicht zutraut. Mit Weisen Interventionen können Lehrkräfte diesen Lernenden helfen, eine positive Überzeugung von ihrer eigenen Leistungsfähigkeit zu entwickeln und so dennoch gute Leistungen zu erbringen.

In einem Forschungs-Praxis-Projekt, das der wissenschaftliche Stab des SVR mit Förderung durch die Stiftung Mercator durchgeführt hat, wurden zwei dieser Unterrichtsinterventionen - die Werteaffirmation und die wachstumsorientierte Grundhaltung - an Schulen in Nordrhein-Westfalen erprobt und über den Zeitraum eines Schuljahres im Rahmen einer quantitativen Untersuchung mit 889 Kindern aus über fünfzig fünften Klassen evaluiert. Die Ergebnisse der Evaluationsstudie „Lernende stärken!“ weisen darauf hin, dass beide Interventionen den Praxistest bestehen und zu verbesserten Leistungen in Mathematik führen. Teilweise hält die Wirkung noch durch das von Schulschließungen geprägte zweite Schulhalbjahr an.


07.09.2021

Fachtagung: Erfolgreiche Ansätze zur Prävention interkultureller Konflikte unter besonderer Berücksichtigung der Herausforderungen für Kinder und Jugendliche nach Fluchterfahrungen

Das Netzwerk gegen Gewalt veranstaltet am 16.09.2021 in Kassel eine Fachtagung zum Thema “Erfolgreiche Ansätze zur Prävention interkultureller Konflikte unter besonderer Berücksichtigung der Herausforderungen für Kinder und Jugendliche nach Fluchterfahrungen“. Die Veranstaltung richtet sich an Schule, Polizei, Justiz, Sozialarbeit und Kommunen sowie weitere Interessierte.

Zwei Vorträge führen in die Thematik des Fachtags ein und erläutern erprobte Möglichkeiten der Konfliktbewältigung. Am Nachmittag haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, jeweils zwei von fünf der angebotenen Workshops zu besuchen.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen und Anmeldung (bis Mittwoch, 8. September 2021)


07.09.2021

Webinar: Cutting Crime Impact — Police analysis and communication tool to support effective information-enhanced patrolling

As part of the EU-funded Cutting Crime Impact (CCI) project, the State Office of Criminal Investigation (LKA) in Lower Saxony, Germany, investigated the implementation and front-line use of Predictive Policing with the aim to identify issues and address shortcomings. Researchers conducted observation and interview research into the use of the LKA's PreMAP predictive system by police officers. Findings revealed that predictive data was not being used as it was not provided in a way that met the needs of officers. In addition, research found that PreMAP data was just one of many types of information that needed to be provided more systematically to officers in daily patrol briefings and shared between shifts. Observational research highlighted the fact that shortcomings in the implementation of PreMAP were not simply due to the technology, but to relevant information not being communicated in a way that supported officers in their patrolling duties.

From these insights, the LKA researchers designed and developed their PATROL Tool. This Tool is tailored to the local policing context, and includes various elements that support comprehensive information processing and more effective internal communication, enabling an intelligence-enhanced approach to patrolling.

Maurice Illi will present the PATROL tool, discussing the research that led to its development, how it works and how it supports police officers to more effectively receive, share and use information.

Dr Chiara Ryffel will present on the critical importance of information in decision-making and taking effective action. She will discuss how poor communication and a lack of information in High Reliability Organisations (HRO) can result in inadequate actions that in turn lead to critical incidents. The more precise and comprehensive information is, the better a situation can be assessed and appropriate action identified and taken. This is especially important in emergency situations where decisions and actions must be taken speedily. By focusing on providing employees with the information, resources and equipment they need, organisations can better create and enhance safety.

08.09.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


03.09.2021

Bericht: Resiliente Sozialräume und Radikalisierungsprävention – Eine empirische Studie zu Schutzfaktoren im städtischen Raum

Bestimmte Faktoren erhöhen die Resilienz von Sozialräumen gegenüber religiös begründeter Radikalisierung. In diesem Beitrag stellt das Berliner Forschungsinstitut Camino Zwischenergebnisse aus einem Forschungsprojekt zu sozialräumlicher Radikalisierung in ausgewählten Stadtteilen vor. Eine lokale, mit anderen Akteur*innen vernetze Jugendeinrichtung bildet den Schwerpunkt. Wie wirkt sich ihre Arbeit auf die Resilienzbildung im Stadtteil aus?


02.09.2021

Themendossier zum Verteilverfahren bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Anlässlich der Evaluation zum Verteilverfahren unbegleiteter Minderjähriger durch das BMFSFJ hat der BumF ein aktuelles Themendossier zum Verteilverfahren (Dezember 2020) nun auch in digitaler Version veröffentlicht. Das Themendossier versammelt Erfahrungen des BumF aus den jährlichen Befragungen von Fachkräften, Einzelfallberatungen sowie Fortbildungen und Fachveranstaltungen.


01.09.2021

Fördermöglichkeit: Ideeninitiative "Kulturelle Vielfalt mit Musik"

Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt mit ihrer bundesweiten, jährlichen Ideeninitiative "Kulturelle Vielfalt mit Musik" die Entwicklung und Umsetzung neuer Projektideen. Hierfür stehen Fördermittel in Höhe von mehr als 50.000 Euro zur Verfügung. Bis zum 15. Oktober 2021 können kreative Projektideen eingereicht werden, die das Miteinander von Kindern und Jugendlichen verschiedener kultureller Herkunft fördern.

Weitere Informationen:


01.09.2021

Studie: Eingewanderte bauen nur schrittweise Bindungen an Parteien in Deutschland auf

Mit welchen Parteien identifizieren sich Eingewanderte und ihre Kinder? Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt, dass Eingewanderte sich deutlich seltener mit einer Partei identifizieren als die Bevölkerung ohne Einwanderungsgeschichte.

  • Menschen mit Einwanderungsgeschichte neigen seltener einer Partei zu als die Bevölkerung ohne Einwanderungsgeschichte
  • In den ersten fünf Jahren nach Einwanderung hat ein Viertel der Eingewanderten mindestens einmal eine Parteibindung angegeben, nach 15 Jahren etwa die Hälfte
  • Menschen mit Parteibindung, die aus Osteuropa, der Sowjetunion und den Nachfolgestaaten bis 2003 einwanderten, neigen zu 54 Prozent der CDU/CSU zu
  • Menschen mit Parteibindung, die aus Südeuropa und der Türkei bis 1992 einwanderten, fühlen sich zu 59 Prozent der SPD verbunden
  • Parteien sollten Eingewanderte und ihre Kinder durch aktivere Ansprache und stärkere Vertretung ihrer Interessen stärker an sich binden

31.08.2021

Online-Diskussion: Angriff auf die Pressefreiheit – Angriff auf die Demokratie?

Das Misstrauen gegenüber Medienschaffenden ist ein bereits seit längerem auftretendes Phänomen in Teilen der Gesellschaft: Das Skandieren von „Lügenpresse“ auf Demonstrationen oder die Nutzung von „Alternativen Medien“ sind nur zwei Aspekte davon. In der letzten Zeit kommt eine enorm feindselige Stimmung gegenüber der Presse hinzu: Neben einer Vielzahl von verbalen Attacken und direkten Anfeindungen gibt es auch eine enorme Zunahme von tätlichen Angriffen. Die Bedrohungslage für Journalist:innen ist hoch. Die Nichtregierungsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ bezeichnet die Lage der Pressefreiheit in Deutschland in ihrem aktuellen Bericht nur noch als „zufriedenstellend“, registriert sie doch fünfmal so viel Übergriffe wie im Vorjahr.

Handelt es sich um ein vorübergehendes Phänomen oder ist die Aggression Ausdruck eines längeren Angriffs auf den medialen Kern der Demokratie? Sollten Journalist:innen Position beziehen? Welche Rolle spielen sogenannte „alternative Nachrichtenmedien“?

Diese und weitere Fragen diskutieren wir mit:

  • Yann Paul Mattis Rees (Universität Bielefeld, FGZ-Teilinstitut Bielefeld)
  • Amelie Heldt (Hans-Bredow-Institut, FGZ-Teilinstitut Hamburg)
  • Sebastian Haak (freier Journalist Thüringen)

Moderiert wird die Veranstaltung von Anne Tahirovic (IDZ Jena).

16.09.2021 -  Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


31.08.2021

Online-Diskussion: Rechtspopulismus in der Gesellschaft und in den Parlamenten

Der Begriff „Rechtspopulismus“ ist seit Jahren auch in Deutschland allgegenwärtig, wenn es um die Politik radikal und extrem rechter Parteien und Bewegungen geht. Mit der AfD ist eine Akteurin angetreten, die sich mehr und mehr als Feindin der offenen, pluralistischen Gesellschaft offenbart – und besorgniserregende Wahlerfolge verbucht hat. Im Hinblick auf die anstehende Bundestagswahl stellt sich die Frage: Was heißt das für die nächsten fünf Jahre? Mit unseren Gästinnen diskutieren wir darüber, was Rechtspopulismus ist, welche Strategien und Ziele verfolgt werden, wieso Teile der Bevölkerung dafür empfänglich sind und was Demokrat:innen dagegen tun können.

Wir begrüßen auf dem Podium:

  • Anne Küppers (FSU Jena)
  • Anna-Sophie Heinze (Uni Trier)
  • Julia Schuler (FGZ Leipzig)

09.09.2021 -  Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


30.08.2021

Podcast: HIER\GEBLIEBEN

Wie sieht Flüchtlingspolitik konkret in Köln und in der Region aus? Was läuft gut, wo geht noch mehr?
Diese und weitere Fragen werden in diesem Podcast de Kölner Flüchtlingsrates mit Hilfe interessanter und gut informierter Gäste beantwortet.


27.08.2021

Broschüre: Demokratie auf Landesebene stärken – neue Broschüre über die Landes-Demokratiezentren

Die 16 Landes-Demokratiezentren koordinieren Demokratieförderung, Vielfaltgestaltung und Extremismusprävention. Sie bündeln Maßnahmen und vernetzen Akteure und Akteurinnen im jeweiligen Bundesland. Die Broschüre von "Demokratie leben!" stellt ihre Arbeit, ihre Ziele und ihre Beratungsangebote vor und fasst zusammen, wie die Vernetzungsarbeit zwischen den Ländern funktioniert.


26.08.2021

Ortskräfte – was zu beachten ist nach Ankunft in Deutschland

Aus konkretem Anlass gibt der Flüchtlingsrat Niedersachsen nachfolgend Hinweise an neu eintreffende Ortskräfte aus Afghanistan, die aufgrund ihrer Gefährdung nach dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan eine Aufnahmezusage erhalten haben, in den Sprachen deutsch, dari und pashtu.


25.08.2021

Seminar: Fit für die Vielfalt: Ist das (schon) Diskriminierung? Umgang und Strategien für den Vereinsalltag

In vielen Bereichen wie Medien, Politik und auch dem Sport war Diskriminierung lange Zeit ein Tabuthema über das kaum gesprochen wurde. Seit einiger Zeit wird das Thema Diskriminierung immer präsenter und vor allem immer besprechbarer. Das stellt Sportvereine vor die Frage, wo Diskriminierung eigentlich beginnt? Wie erkenne ich sie? Und vor allem: Was können wir als Verein gegen Diskriminierung tun? In diesem Seminar eignen Sie sich Wissen und Strategien an, um zu erkennen, wie Diskriminierung funktioniert und wie sie sich auf die Betroffenen auswirkt. Er werden gemeinsam Wege erarbeitet, um Diskriminierung im Vereinsalltag abzubauen bzw. zu vermeiden und ein aktives Zeichen gegen Diskriminierung im Sport zu setzen.

11.09.2021 - 12.09.2021, Schäferkampsalle 1, 20357 Hamburg
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


25.08.2021

Ausreise aus Afghanistan? Aktuelle Informationen

Die Lage in Afghanistan ist höchst unübersichtlich. Tausende Menschen versuchen verzweifelt, das Land zu verlassen. Der Flüchtlingsrat Niedersachsen stellt Informationen zusammen und aktualisiert diese fortlaufend.


24.08.2021

ZARA Onlineworkshop: Umgang mit Vielfalt

In diesem Online-Training setzen wir uns intensiv mit den Themen Identität, Vielfalt, Eigen- und Fremdzuschreibungen und Diskriminierung auf individueller Ebene auseinander. Gemeinsam werden Unterschiede thematisiert, eigene und fremde Vorurteile reflektiert und Strategien im Umgang mit Vielfalt erarbeitet – ohne Zeigerfingermoral!

Themen:

  • Wie wirkt sich Diskriminierung auf Einzelne aus?
  • Was ist meine Identität und mein Umgang mit Gruppenzugehörigkeit?
  • Was bedeutet Vielfalt?
  • Welche Relevanz haben Unterschiede?
  • Wie kann ich mit Unterschieden positiv umgehen und „Vielfalt“ als positiven Wert in meinem (Arbeits-)alltag fördern?

15.10.2021 -  in Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


24.08.2021

Fachtag der BAG RelEx: Zur Sicherheit: Prävention?

Versicherheitlichung ist ein Thema, das in diversen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit und Politischen Bildung seit Jahren diskutiert und kritisch hinterfragt wird. Speziell in der Präventionsarbeit von religiös begründetem Extremismus erhöht die gesamtgesellschaftliche Wahrnehmung und die mediale Berichterstattung den Druck auf die beteiligten Akteure aus Zivilgesellschaft, Sicherheitsbehörden und Politik jedoch noch einmal zusätzlich. Welche Auswirkungen hat der Sicherheitsdiskurs auf die beteiligten Organisationen und Institutionen? Wie und in welchem Rahmen kann die Zusammenarbeit in diesem Spannungsfeld gestaltet werden? Und vor allem, wie ist sie unter der Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen überhaupt realisierbar?

10.11.2021 - 11.11.2021, Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


23.08.2021

Studie: Einstellungen zur Integration in der deutschen Bevölkerung von 2014 bis 2020

Das Forschungsprojekt ZuGleich des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld ist eine repräsentative wiederkehrende Befragung, die in zweijährlichen Abständen durchgeführt wird.

Seit 2014 erhebt ZuGleich die Meinungen, Einstellungen und Wahrnehmungen der Menschen in Deutschland mit und ohne Einwanderungsgeschichte. Somit lassen sich Entwicklungen beobachten, die sich auf verschiedene Zeitpunkte und Ereignisse beziehen, die mehr oder weniger von Migrations- und Integrationsdebatten geprägt waren. So bildet beispielsweise die Fluchtbewegung der Jahre 2015 und 2016 einen Meilenstein, der sich auch in der Entwicklung der Einstellungen der ZuGleich-Erhebung ablesen lässt.

Der Erhebungszeitraum zwischen 2020 und 2021 ist nun weniger von medialen Debatten um die Einwanderung als vielmehr von der globalen Pandemie-Situation geprägt. Die etablierten Konstrukte der Studienreihe wurden weiter gemessen, um die Entwicklung der Integrationsgesellschaft weiterzuverfolgen und Veränderungen in Meinungen und Einstellungen sichtbar zu machen. Die zentralen Elemente bilden dabei (1) die Akkulturationsorientierungen und Anpassungsvorstellungen, (2) die Willkommenskultur, (3) Zugehörigkeitskriterien, (4) Etabliertenvorrechte und (5) die Facetten der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit als Kulturen der Abwehr.

 


20.08.2021

Roadbox - Themenportal zur Beratung geflüchteter Menschen mit Behinderung

Die Roadbox rund um das Thema „Flucht und Behinderung“ gibt Fachkräften aus der Behindertenhilfe und der Flüchtlingshilfe Informationen, Arbeitshilfen und Downloadmaterialien an die Hand – adäquat und praxisorientiert. Mit der Roadbox erweitern Sie nicht nur Ihre Beratungs-​​ und Betreuungskompetenz, sondern entwickeln auch ein Gespür für den spezifischen Bedarf geflüchteter Menschen mit Behinderung. Zudem gewinnen Sie ein Verständnis für systemische Probleme an der Schnittstelle von Flucht und Behinderung.

Die Roadbox ist ein barrierefreies Online-​Themenportal mit mehr als 30 Texten, Videos, Checklisten und Handlungsempfehlungen, das Handicap International in Zusammenarbeit mit renommierten Fachautor*innen erarbeitet hat. Das Portal bietet Informationen zu Themen wie Asylverfahren, Anspruchsgrundlagen für Leistungen, Leistungsdurchsetzung, Spracherwerb und Empowerment und wurde im Rahmen des Projekts Crossroads | Flucht. Migration. Behinderung. von Handicap International entwickelt. In der Roadbox finden Berater*innen alles was sie brauchen, um im komplizierten Themenfeld von Flucht und Behinderung nicht frühzeitig aufzugeben.


19.08.2021

EMN-Studie: Datenmanagement im Asylverfahren

Daten von Asylsuchenden und Asylantragstellenden werden sowohl zum Zweck der Identitätsfeststellung und -sicherung, zur Überprüfung der Schutzbedürftigkeit, als auch zu verwaltungsspezifischen sowie integrations- und sicherheitsrelevanten Zwecken im Asylverfahren erfasst.

Die EMN-Studie thematisiert, wann welche Daten von welcher Behörde im Asylverfahren erfasst und in welchen Datenbanken zu welchem Zweck gespeichert werden. Zudem werden wichtige datenschutzrechtliche und datenqualitätssichernde Maßnahmen beschrieben.


19.08.2021

Bericht: Wo stehen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF) 2021?

Im Rahmen des BumF- Projekts „Vom Willkommen und Ankommen“ ist die Kurzpublikation „Wo stehen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge 2021?“ entstanden. Minderjährige Geflüchtete stehen zwischen den unterschiedlichen Regelungen des Migrationsrechts und des Rechts der Kinder- und Jugendhilfe. Wie haben sich diese Rechtsgebiete in den letzten Jahren entwickelt? Wo stehen wir am Ende der Legislaturperiode, die am 26.09.2021 mit der Bundestagswahl endet? Die Kurzpublikation bietet eine Analyse und einen rechtlichen Ausblick hierzu.


18.08.2021

Amadeu Antonio Preis 2021

Der Amadeu Antonio Preis würdigt alle zwei Jahre Künstler:innen und -Gruppen aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Theater und Musik. Er zeichnet Werke aus, die sich mit Rassismus und anderen Formen von Diskriminierung auseinandersetzen sowie für Menschenrechte und Diversität eintreten. Der Preis erinnert an Amadeu Antonio, seinen gewaltsamen Tod und an die vielen weiteren Opfer rassistischer Gewalt in Deutschland.

Bewerbungsschluss ist Montag, der 06. September 2021.
Weitere Informationen sowie zur Bewerbung:

 


18.08.2021

Rassismuskritischer Sprachgebrauch - Seminar zur diskriminierungssensiblen Kommunikation

Der Abbau von Rassismus und Diskriminierung ist in Schulen und Kitaeinrichtungen Lehr- und Lernziel. Was im Denken und Handeln offensichtlich ist, wird in der
Sprache übersehen. Doch mit der Sprache wird die Wirklichkeit durch gedankliche Deutungsrahmen (Frames) interpretiert.

In einem Methodenmix lernen Sie u. a.:

  • Frames und Wahrnehmung verstehen
  • Zusammenhang von Sprache, Rassismus, Macht
  • Strategien der Dethematisierung und Abwehr
  • Best Practices für die Berufspraxis

Angesprochen sind Fachkräfte in pädagogischen und sozialen Einrichtungen.

15.09.2021 -  Haus Landeskirchlicher Dienste, Olpe 35, 44135 Dortmund
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


17.08.2021

Online-Workshop: Empowerment von Geflüchteten

Wie können Geflüchtete dabei unterstützt werden, wieder Gestalter*innen ihrer Belange und Umgebung zu werden? Und wie kann eine Unterstützung auf Augenhöhe gelingen?
Im Workshop werden sowohl der Begriff als auch der Anspruch von Empowerment thematisiert, Hindernisse erörtert, gute Beispiele gesammelt sowie die Arbeit der Flüchtlingshilfe Sprockhövel als Good Practice-Beispiel vorgestellt.

Im Rahmen des Workshops erhalten Sie außerdem Tipps und Anregungen, wie Sie Ihre Arbeit auch in Pandemie-Zeiten aufrechterhalten können.

Schließlich können eigene Vorhaben und Projekte mit Blick auf eine stärkere Beteiligung und das Empowerment von Geflüchteten konzipiert und optimiert werden.
Dieses Seminar richtet sich an ehren- und hauptamtliche Kräfte in der Arbeit mit Neuzugewanderten.

30.10.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


16.08.2021

Fachtag: Das rechte Wohl des Kindes

Ein Kind trägt in der Grundschule ein T-Shirt mit der Aufschrift „Kleiner Germane“. Ein Vater organisiert rechte Liederabende und engagiert sich in der Elternvertretung. Ein Mädchen erzählt der Schulsozialarbeiterin von ihrem Ferienaufenthalt im Zeltlager des „Sturmvogels“. Angesichts dieser Beispiele sind pädagogische Fachkräfte mit vielfältigen Fragen konfrontiert: Istdie Familie tatsächlich rechtsextrem? Ist das Privatsache? Wie kann ich den Eltern Grenzen aufzeigen und gleichzeitig die Beziehung zu den Kindern aufrechterhalten? Wie ist es um das Wohl des Kindes bestellt? Wie können wir im Kollegium mit dem Thema Rechtsextremismus umgehen? Wie kann ich Einrichtungen im demokratischen Wirken stärken? Der Fachtag am 14. Oktober 2021 unterstützt pädagogische Fachkräfte darin, einen handlungssicheren Umgang mit diesen Fragen zu finden. Die Vorträge und Workshops informieren und sensibilisieren zu Besonderheiten des Aufwachsens in extrem rechten Elternhäusern im Spannungsfeld zwischen Kindeswohl und Elternrecht.

Der Fachtag in Halle (Saale) richtet sich an pädagogische Fachkräfte aus der Sozialen Arbeit, Kinder-, Jugend-, Familienhilfe und -beratung sowie frühkindlicher Bildung, an Lehrer*innen, Studierende und alle weiteren Interessierten.

14.10.2021 -  Mansfelder Str. 56 06108 Halle (Saale)
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


13.08.2021

6. Bundeskongress der neuen deutschen organisationen

Pandemie, Rechtsextremismus, Rassismuskrise, Klimakrise, Bundestagswahl. Nur eine Auswahl der Themen, die uns (Post)migrant*innen in diesem Jahr bewegen. Vor diesem Hintergrund kommen wir im September zusammen. Motto des digitalen Bundeskongresses 2021: Upload Widerstand! <edit systemeinstellungen>
Gemeinsam laden wir unsere Widerstände hoch und arbeiten an neuen Systemeinstellungen, klar ist, so wie es ist, kann es nicht bleiben. <edit...>

Auf dem ndo Bundeskongress 2021 debattieren Vorreiter*innen und Verfechter*innen einer offenen Gesellschaft den Weg in eine rassismuskritische und gerechtere Zukunft. 

Die Veranstaltung ist zum Teil als Livestream öffentlich und in begrenzter Anzahl über Zoom zugänglich.
Zur Anmeldung:
Zum Programm:

10.09.2021 - 11.09.2021, Online


12.08.2021

Arbeitshilfe: Beratung von Unionsbürger*innen: Die Freizügigkeitsrechte in familiären Konstellationen

Die vorliegende Arbeitshilfe soll dabei helfen, auf viele Fragen zu diesem Thema die richtige Antwort zu finden. Zugleich soll sie die Berater*innen dabei unterstützen, für die Klient*innen ihre Rechte gegenüber den Behörden durchsetzen zu können.

Das Freizügigkeitsgesetz sieht weitreichende Regelungen für den Aufenthalt der Familienangehörigen von Unionsbürger*innen vor. Die Lebenswirklichkeit ist jedoch häufig noch komplexer als das Gesetz. Menschen trennen sich, leben in Patchwork-Familien zusammen, Ehepartner*innen ziehen aus Deutschland weg oder versterben. Dennoch den Durchblick durch die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Aufenthalt zu finden und diese auf die realen Fallkonstellationen zu übertragen, ist eine große Herausforderung – sowohl für die Fachkräfte der Migrationsfachdienste und anderer Beratungsstellen der Freien Wohlfahrtspflege,  als auch für die Sachbearbeiter*innen der Ausländerbehörden oder  Jobcentern. Denn es reicht nicht allein die Kenntnis der gesetzlichen Grundlagen, vielmehr hat es durch die Rechtsprechung – gerade auch in der jüngsten Vergangenheit – wichtige Klarstellungen bzw. Ergänzungen gegeben.



11.08.2021

WoFa – Wohnen für alle – Integration braucht ein Zuhause

Der Weg zur eigenen Wohnung ist oft lang - und besonders schwierig für Menschen, die zum ersten Mal eine Wohnung in Deutschland suchen. Dies Projekt der Evang.-Luth. Landeskirche in Bayern und dem Diakonischen Werk Bayern ist an zehn Standorten in Bayern aktiv und will die Vermietung von Wohnungen an Neuzugewanderte unterstützen: durch die Hilfe von Ehrenamtlichen, durch Unterstützung von Vermieter*innen und Schaffung von Netzwerken.

Weitetre Infrmationen gibt es auf der Projektwebsite:


11.08.2021

Unterrichtsmaterialien: Demokratie und Partizipation in der Migrationsgesellschaft

Die Broschüre „Demokratie und Partizipation in der Migrationsgesellschaft“ geht der Frage nach, wie Demokratie so gelebt werden kann, dass alle an ihr profitieren und in ihr partizipieren können.

Durch fünf themenbezogene Bausteine (Integration und Solidarität, Fluchtregime und Soziale Rechte, Rassismus in der postmigrantischen Gesellschaft, Schutz vor Gewalt im Kontext Flucht und Migration, Demokratie und Selbstorganisierung) zeigt die Broschüre auf, wie einerseits Mechanismen des Ausschlusses funktionieren und andererseits Gegenpraktiken von Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte und Solidaritätsnetzwerke gestaltet werden.

Die Bausteine bieten durch eine Methodenvielfalt (Kurzfilme, Texte, Interviewpassagen und erfahrungsbasierte und interaktive Methoden der Friedenspädagogik) viel Raum zur Reflexion, wie Menschen ohne sicheres Bleiberecht, mit wenigen Ressourcen und eingeschränkten Rechten Zugang zu Schutz und Teilhabe erlangen können. Die Methoden und Materialien können von Lehrkräften und Bildungsreferent*innen beliebig im Unterricht, in themenbezogenen Projekten, Arbeitsgemeinschaften sowie Workshops und Fortbildungen der politischen Bildungsarbeit eingesetzt werden.


10.08.2021

Broschüre: Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt im Kontext Flucht und Migration. Sechs Unterstützungsprojekte in Deutschland im Porträt

Die Broschüre porträtiert Projekte und Personen, die an unterschiedlichen Orten Deutschlands geflüchtete Menschen mit geschlechtsspezifischen Gewalterfahrungen unterstützen. Auf die eine oder andere Weise intervenieren sie in intersektionale Gewaltverhältnisse, denen geflüchtete Menschen ausgesetzt sind. Ihre Zugänge sind feministisch, manche explizit queerfeministisch und rassismuskritisch. Die porträtierten Projekte bilden ein Spektrum von Unterstützungsformen, Ansatzpunkten, Interventionen und Perspektiven ab. Sie reichen von dem Versuch, eine sichere Unterkunft für Frauen* und Kinder zu bieten, über den Aufbau aufsuchender Beratungsarbeit, das Aufbrechen mehrheitlich weißer Beratungsstrukturen und Angeboten für queere Geflüchtete bis zu Interventionen in psychologische Konzeptionalisierungen von Traumata, in denen rassismuskritische Perspektiven bislang kaum berücksichtigt werden.


09.08.2021

Online-Fachkonferenz: Zuwanderung und Arbeitsmarktintegration. Erfahrungen und Sichtweisen aus Wissenschaft, Politik und Praxis

Zuwanderung ist eine Chance, aber auch eine Herausforderung für Deutschland. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ist die Bundesrepublik heute auch auf Immigration angewiesen, um den Fachkräftebedarf der Wirtschaft und die Kosten der Sozialsysteme zu decken. Gleichzeitig hatten insbesondere bei der Flüchtlingskrise von 2015/16 viele Einheimische den Eindruck, dass der gesellschaftliche Wandel sich zu schnell vollzieht und dass die eigene Kultur dabei verloren geht. In extremen Fällen führte dies zu Nationalismus und Rassismus.

Politik und Gesellschaft stehen daher vor der Aufgabe, Zugewanderte kulturell, sozial und wirtschaftlich zu integrieren, um die Chancen der Zuwanderung zu nutzen und gleichzeitig den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu bewahren. Die Integration in Ausbildung und Arbeit spielt dabei eine wesentliche Rolle, weshalb sich die Konferenz speziell diesem Thema widmet.

Es gibt mehrere Communities die sich mit dem Thema der Arbeitsmarktintegration Zugewanderter beschäftigen. Politische Akteure erlassen Gesetze und Förderprogramme um den Einstieg Zugewanderter in Ausbildung und Arbeit zu erleichtern. Öffentliche Verwaltungsstrukturen und Projektträger suchen nach Lösungen, um diese Maßnahmen bestmöglich in die Tat umzusetzen. Wissenschaftler beschäftigen sich mit Arbeitsmarktintegration nicht nur quantitativ durch Umfragen und Datenanalysen, sondern auch qualitativ und kritisch.

Jede dieser Communities beschäftigt sich mit dem Problem der Arbeitsmarktintegration in ihrem eigenen Umfeld. Berührungspunkte existieren nur punktuell und selten bietet sich die Möglichkeit, über Maßnahmen, Erfolge und Herausforderungen zu reflektieren. Wenn bei Praktikern überhaupt Kontakt zu Wissenschaftlern besteht, dann meist beim Hören eines Vortrages zu statistischen Auswertungen von Daten der Agentur für Arbeit. Schnittstellen zur qualitativen Migrationsforschung, oder gar zu kritischen Ansätzen existieren kaum. Ziel der Konferenz ist es, die Communities zusammenzubringen und ihnen ein Austauschforum zu bieten.

07.10.2021 - 08.10.2021, Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


06.08.2021

Online-Seminar: Mehr Prävention kann nie schaden!? Ein radikaler Blick auf präventives Handeln gegen Islamismus

Während der letzten Jahre wurde eine breit aufgestellte Infrastruktur zur Prävention von Islamismus geschaffen. In diesem neuen Handlungsfeld steht Sicherheit – unsere Sicherheit – an allererster Stelle. Von unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren wird dabei erwartet, Tendenzen einer islamistischen Radikalisierung frühzeitig zu erkennen und diesen entgegenzuwirken. Die Akteurinnen und Akteure sollen also bereits vor der tatsächlichen Entwicklung entsprechender Einstellungsmuster und vor der Begehung von Straftaten aktiv werden. Im Zuge der rasanten Entwicklung des Feldes der Islamismusprävention haben sich so auch versicherheitlichte Routinen und Praktiken etabliert. Für eine kritische Überprüfung von mittlerweile derart eingeschliffenen Arbeitsweisen und Strukturen bleibt jedoch in der Regel im beruflichen Alltag nur wenig Zeit.

In diesem Workshop steht deswegen die kritische Reflexion der eigenen Praxis und des eigenen Wissens im Vordergrund. Zu diesem Zweck stellen die Wissenschaftler Sindyan Qasem und Philippe A. Marquardt ihre kritischen Analysen zur gemeinsamen Diskussion. In angeleiteten interaktiven Arbeitsphasen werden die Kritikpunkte von allen Teilnehmenden sodann in die jeweils eigenen konkreten Praxiskontexte übertragen.

27.08.2021 - 28.08.2021 in Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


05.08.2021

Kompetenzzentrum Kommunale Konfliktberatung

Das Kompetenzzentrum Kommunale Konfliktberatung bietet Gemeinden, Städten und Landkreisen Beratung bei der Bearbeitung von Herausforderungen im kommunalen Raum an. Durch den systemischen Ansatz der Kommunalen Konfliktberatung, werden Entscheidungsträger*innen aus Verwaltung und Politik unterstützt, die Konfliktdynamiken besser zu verstehen und Handlungsoptionen zu entwickeln. Kommunale Konfliktberatung setzt externe Fachpersonen als Berater*innen für einen begrenzten Zeitraum ein und bearbeitet sowohl sichtbare Konflikte als auch entstehende Spannungen in Gemeinden, Städten und Landkreise. Die Beratung ist allparteilich, auf Nachhaltigkeit und Wirkung ausgerichtet und orientiert sich an Ressourcen und Potenzialen vor Ort.

  • Kommunale Konfliktberatung unterstützt dabei:
  • Zusammenhänge lokaler Herausforderungen zu verstehen und zu analysieren;
  • Interessen und Bedürfnisse verschiedener Gruppen in der Kommune sichtbar zu machen;
  • (fehlende) Wirkungen der Lösungsansätze vor Ort zu erkennen;
  • Konstruktive Handlungsmöglichkeiten und nachhaltige Strukturen zur Konfliktbearbeitung zu entwickeln

Das Kompetenzzentrum Kommunale Konfliktberatung berät seit 2015 Gemeinden, Städten und Landkreisen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Niedersachsen bei unterschiedlichen Herausforderungen. In Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein ist das Kompetenzzentrum Kommunale Konfliktberatung mit Kommunen in Gespräch.


05.08.2021

Neues Podcast-Angebot im Bereich "Prävention religiös-begründeter Radikalisierung und anti-muslimischer Rassismus"

Mit einer ersten Folge rund um das Thema Konfliktlinien zwischen Religions- und Meinungsfreiheit startet das Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen gemeinsam mit den lokalen Fachstellen und dem Träger beRATen e.V. sein Podcastformat "PINs".
PINs“ steht für "primärpräventive Intervention Niedersachsen" und bietet Fachkräften im schulischen sowie außerschulischen Bereich Informationen und Hilfestellungen zum Umgang mit Konfliktlinien in den Bereichen

  • religiös-begründete Radikalisierung,
  • anti-muslimischer Rassismus und
  • Konflikte zwischen Religions- und Meinungsfreiheit.

Die erste Folge finden Sie hier.
Weitere Podcast-Folgen werden zurzeit vorbereitet, u.a. zum Thema „Neue Autorität als Instrument des pädagogischen Umgangs mit Konflikten um Islamismus, anti-muslimischen Rassismus sowie Religions- und Meinungsfreiheit“ und zum 20. Jahrestag der Terroranschläge am 11. September 2001. Die Folgen haben eine Länge von ca. 20 Minuten und geben neben inhaltlichen Informationen auch praktische Handlungstipps.


04.08.2021

Down the rabbit hole - Verschwörungsideologien: Basiswissen und Handlungsstrategien

Viele Verschwörungserzählungen, die uns im Alltag, beim Familienessen oder im Internet begegnen, scheinen zunächst harmlos. Diejenigen, die sie verbreiten, werden oft als ein wenig „eigen“ wahr- und nicht ganz ernst genommen. Doch Verschwörungserzählungen haben das Potential, gefährlich zu werden. Das liegt unabhängig von konkreten Inhalten v.a. an dem antidemokratischen und menschenfeindlichen Weltbild, das ihnen innewohnt. Wenn aus einzelnen Erzählungen ein solches geschlossenes Weltbild geformt wird, sprechen wir von einer Verschwörungsideologie.

Doch helfen Faktenchecks und Argumente allein gegen die Verunsicherungen, die vielfach hinter solchen Narrativen stehen? Eine größere Gefahr als von Falschbehauptungen geht davon aus, dass Verschwörungsideologien ein Identitätsangebot machen, das immer auf Abgrenzung basiert und ihre Anhänger:innen in ein nach außen isoliertes Weltbild einschließt. Auf welche  Bedürfnisse reagiert dieser Trend, und welche Phänomene gehören dazu? Die Handreichung gibt Einblicke in Hintergründe, aktuelle Entwicklungen und Möglichkeiten der Intervention.


04.08.2021

Policy Brief: „Auf Empfang gestellt? Aktuelle Befunde zur Mediennutzung und zum Medienvertrauen der Bevölkerung mit Migrationshintergrund“

Das Interesse an der Mediennutzung von Menschen mit Migrationshintergrund ist groß, denn es stellt sich die Frage, ob die Massenmedien im Integrationsprozess von Zugewanderten und ihren Nachkommen eine Rolle spielen – und wenn ja, welche. Um diese Annahme wissenschaftlich zu überprüfen, mangelte es bisher an ausreichend differenzierten Datensätzen. Dies hat der Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) zum Anlass genommen, verschiedene Fragen zur Mediennutzung und zum –vertrauen in den Fragenkatalog des Integrationsbarometers 2020 aufzunehmen. Hierbei wurde neben klassischen Medien, wie (Online-)Zeitungen und Zeitschriften und (Online-)Fernsehen, auch der Konsum sozialer Medien erfragt. Der vorliegende Policy Brief des wissenschaftlichen Stabs des SVR analysiert die Daten und bietet eine Reihe neuer Befunde zur Mediennutzung und zum –vertrauen von Menschen mit Migrationshintergrund.


03.08.2021

Hochschulzertifikat (Advanced Studies) - Religiös begründeter Extremismus - Islamismusprävention in Bildungseinrichtungen

Das Weiterbildungsmodul „Religiös begründeter Extremismus; Islamismusprävention in Bildungseinrichungen“ richtet sich an Lehrkräfte sowie an schulnah arbeitende Pädagog:innen. Es befähigt die Teilnehmenden dazu, Formen und Wirkungsweisen religiös begründeten Extremismus in Bildungsinstitutionen zu erkennen und vermittelt ihnen pädagogische Handlungskompetenz u. a. für die Sensibilisierungsarbeit, den Umgang mit konkreten Verdachtsmomenten, die Elternarbeit und die Weiterentwicklung der institutionellen Rahmenbedingungen.
So können die Absolvent:innen verschiedene Formen der Ansprache durch religiös motivierte Extremisten sowie deren Wirkmechanismen und Phasen der Radikalisierung erkennen und passende Interventionsmöglichkeiten auswählen. Sie kennen die wichtigsten Akteure der Prävention und wissen, wie die Prozesse der Kontaktaufnahme und Zusammenarbeit ablaufen. Das Angebot zielt auf eine Weiterentwicklung der fachlichen, der didaktisch-methodischen sowie der personalen Kompetenzen der Teilnehmenden im Umgang mit religiösem Extremismus.


02.08.2021

Online-Basisschulung: Radikalisierungsprävention für Jugendliche und junge Erwachsene – Kurskonzepte erfolgreich umsetzen

Das zweitägige Veranstaltungsformat gibt Einblick in das vielfältige Arbeitsfeld der Radikalisierungsprävention und vermittelt Grundlagen zur Präventionsarbeit. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden außerdem Methoden und Übungen für den Einsatz im vhs-Kurskontext erarbeitet und getestet. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Zielgruppe der Veranstaltung sind vhs-Mitarbeiter*innen, Respekt Coaches und Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.

28.09.2021 - 29.09.2021, Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


30.07.2021

Aktionstagung 2021: (Anti-)Rassismus in der Friedens- und Entwicklungsarbeit

Spätestens seit dem Mord an George Floyd in den USA und den darauf folgenden Protesten der Black-Lives-Matter-Bewegung wird auch in der deutschen Mehrheitsgesellschaft verstärkt über Rassismus debattiert. Das gilt auch für die Friedens- und Entwicklungsarbeit.  Bei der Aktionstagung wollen wir uns (selbst-)kritische Fragen stellen: Gibt es eine ‚weiße‘ Vorstellung von Frieden und Entwicklung? Wie wirkt das koloniale Erbe in Friedens- und Entwicklungsprojekten bis heute nach? Und wie können wir alle dazu beitragen, rassistische Strukturen und Denkmuster zu überwinden?

Die Aktionstagung 2021 des forumZFD gibt Denkanstöße und ermutigt dazu, in offener Atmosphäre zu lernen. Sie zeigt Möglichkeiten auf, unser eigenes Engagement für Frieden, Entwicklung und die Eine Welt anti-rassistisch zu gestalten. Die Tagung bietet einen geschützten Raum zum Austausch und zum Voneinander Lernen: für Menschen mit unterschiedlichen Wissensständen zum Thema Rassismus, für weiße Menschen ebenso wie für Menschen, die von Rassismus betroffen sind.

29.10.2021 - 31.10.2021, Johannes-Albers-Allee 3, 53639 Königswinter (bei Bonn)
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


29.07.2021

Fachtag “Flucht-Trauma-Sucht”

Der Fachtag findet im Rahmen des Förderprojekts “Flucht-Trauma-Sucht” in Kooperation mit der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen (NLS) statt und richtet sich an Akteure der Suchthilfe, Flüchtlingshilfe sowie den psychosozialen, psychotherapeutischen und psychiatrischen Versorgungsstrukturen.

Die folgenden Referent*innen werden aus ihren Projekten berichten und ihre Konzepte mit Anwendungsbezug für die Sucht- und Geflüchtetenhilfe vorstellen: 

  • “Trauma und Sucht – Konzepte/ Diagnostik/ Behandlung” – Prof. Dr. Ingo Schäfer, Leiter des Koordinierenden Zentrums für traumatisierte Geflüchtete (centra), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
  • “Suchtprävention für und mit Menschen mit Fluchterfahrung” – Markus Wirtz, Projektleitung, Landesverband Westfalen-Lippe, Koordinationsstelle Sucht

Zudem wird es die Möglichkeit zu Austausch und Diskussion mit den Referent*innen geben. Sollte es coronabedingt nicht möglich sein, den Fachtag in Präsenz abzuhalten, wird die Veranstaltung online stattfinden.

08.09.2021 -  Hörsaal A der Medizinischen Hochschule (MHH) Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


29.07.2021

DeZIM-Briefing Notes: Gewaltschutz in Geflüchtetenunterkünften: Wie lassen sich Schutzkonzepte verbessern?

Wie lässt sich verhindern, dass es in Geflüchtetenunterkünften zu Gewalt kommt? Wie lassen sich Schutzkonzepte optimieren? Diesen Fragen sind Forscher*innen des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) nachgegangen. Das DeZIM-Institut veröffentlicht die zentralen Ergebnisse jetzt in einer DeZIM Briefing Note.


28.07.2021

Weiterbildung zur/zum Systemtechniker/in Telekommunikation

Die ak Training+Beratung GmbH verbindet Technik und Sprache in einem einzigartigen Weiterbildungsmodell:

• An jedem Unterrichtstag der Weiterbildung wird der handwerkliche Unterricht durch ein entsprechenden Unterricht in berufspraktischen Deutsch ergänzt. D.h. z.B. parallel zum Technik-Modul „Kabelfernsehtechnik“ findet das Sprachtraining „Kabelfernsehtechnik“ statt – und entsprechend bei allen anderen Modulen. Es geht darum die entsprechenden Begriffe in der deutschen Sprache zu erlernen und hier ein einheitliches Sprachniveau zu schaffen.
• So wird ein andauernder sprachlicher Lernfortschritt möglich, der Sie am Ende der Weiterbildung zu einem wertvollen Mitarbeiter macht – technisch wie sprachlich! Das tägliche Üben der Sprache unter berufspraktischen Bedingungen bereitet nicht nur optimal auf den Berufsalltag vor, sondern macht auch ein Vergessen der sprachlichen Fertigkeiten fast unmöglich.

Kursdauer 06. September 2021 - 29. April 2022
Unterrichtszeiten Montag bis Freitag – 08:30 bis 16:45 Uhr


28.07.2021

Schattenbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Bezug auf geflüchtete Frauen und Mädchen in Deutschland

Deutschland kommt seinen rechtlichen Anforderungen zum diskriminierungsfreien Schutz geflüchteter Frauen und Mädchen nicht nach. Zu diesem Ergebnis kommt ein „Schattenbericht“ der Universität Göttingen, des Vereins Pro Asyl und der Flüchtlingsräte Bayern, Hessen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Auf der Grundlage aktueller Forschungsergebnisse und einer Abfrage von 65 Frauenberatungsstellen, psychosozialen Beratungsstellen und Einrichtungen der Geflüchtetenarbeit aus allen 16 Bundesländern stellt die Untersuchung fest, dass Deutschland geflüchtete Frauen und Mädchen nicht ausreichend schützt und den Vorgaben der sogenannten Istanbul-Konvention nicht gerecht wird.


27.07.2021

Weiterbildung zur/zum Systemtechniker/in Telekommunikation

Die ak Training+Beratung GmbH verbindet Technik und Sprache in einem einzigartigen Weiterbildungsmodell:

• An jedem Unterrichtstag der Weiterbildung wird der handwerkliche Unterricht durch ein entsprechenden Unterricht in berufspraktischen Deutsch ergänzt. D.h. z.B. parallel zum Technik-Modul „Kabelfernsehtechnik“ findet das Sprachtraining „Kabelfernsehtechnik“ statt – und entsprechend bei allen anderen Modulen. Es geht darum die entsprechenden Begriffe in der deutschen Sprache zu erlernen und hier ein einheitliches Sprachniveau zu schaffen.
• So wird ein andauernder sprachlicher Lernfortschritt möglich, der Sie am Ende der Weiterbildung zu einem wertvollen Mitarbeiter macht – technisch wie sprachlich! Das tägliche Üben der Sprache unter berufspraktischen Bedingungen bereitet nicht nur optimal auf den Berufsalltag vor, sondern macht auch ein Vergessen der sprachlichen Fertigkeiten fast unmöglich.

Kursdauer 06. September 2021 - 29. April 2022
Unterrichtszeiten Montag bis Freitag – 08:30 bis 16:45 Uhr

Weitere Informationen sowie zur Bewerbung:


27.07.2021

Bericht: Fünf Jahre Medienberichterstattung über Flucht und Migration

Die vorliegende Studie untersucht die Berichterstattung über Flucht und Migration in sechs deutschen Leitmedien (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Bild, ARD Tagesschau, ZDF heute, RTL Aktuell) zwischen Februar 2016 und Dezember 2020 mithilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse.

Alles in allem war die Berichterstattung über Geflüchtete von einer starken Widersprüchlichkeit geprägt. Auf der einen Seite wurden Geflüchtete als Menschen in Not charakterisiert, die aus humanitären Gründen aufgenommen werden müssen. Auf der anderen Seite wurden Geflüchtete als Sicherheitsrisiko für die deutsche Bevölkerung beschrieben. Das erste Narrativ betraf vor allem Geflüchtete auf der Flucht, das zweite Narrativ vor allem Geflüchtete, die bereits in Deutschland angekommen waren.

Die Tatsache, dass der Widerspruch zwischen diesen beiden inhaltlich nur schwer zu vereinbarenden Narrativen in der Medienberichterstattung nicht aufgelöst wird, hat vermutlich negative Konsequenzen für die öffentliche Meinungsbildung – auch wenn dies von den Journalistinnen und Journalisten vermutlich nicht intendiert ist.

 


26.07.2021

Erste Schrift und zweite Sprache - Migrant_innen ohne oder mit geringer formaler Bildung in Alphabetisierungskursen

Mediendienst Integration:
"Rund 14 Prozent der neuen Teilnehmer*innen von Integrationskursen besuchte 2020 einen Alphabetisierungskurs. Die Kurse seien nicht an den Bedürfnissen dieser Teilnehmer*innen ausgerichtet, kritisieren Fachleute immer wieder. Wie können Lehrkräfte auf die Bedürfnisse eingehen? Wie können sie den Unterricht gestalten, sodass auch diejenigen mitkommen, die bisher keine Schriftsprache gelernt haben? Und was muss sich am Kurskonzept ändern? Das haben Sprachwissenschaftler*innen und Lehrkräfte in einem neuen Working Paper des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück untersucht."


23.07.2021

Shaping Inclusive Societies

"Shaping Inclusive Societies" befasst sich mit der Gestaltung inklusiver Einwanderungsgesellschaften, in denen alle Menschen ihr volles Potenzial und ihre Talente entfalten können. Die Teilnehmenden dieses Programms werden Teil eines globalen Netzwerks von Führungskräften aus Kanada, Deutschland und Marokko. Gemeinsam werden lokale Herausforderungen von Einwanderungsgesellschaften mit einer gleichzeitig globalen Perspektive angegangen. Das Programm zielt darauf ab, lokale, sektorübergreifende Teams zu stärken, die sich mit Herausforderungen der Inklusion, Gleichberechtigung und Vernetzung zwischen Neuankömmlingen und Einheimischen in ihrem regionalen Kontext beschäftigen.Über einen Zeitraum von 14 Monaten werden die Teams angeleitet, ihre Herangehensweise an migrations- und integrationsbezogene Themen zu reflektieren. Aufbauend auf dieser Bewusstseinsbildung unterstützt das Programm durch Coaching die Entwicklung von Methodenkompetenz und fördert Umsetzungsstrategien zur Gestaltung eines inklusiven Umfelds. "Shaping Inclusive Societies" ist ein gemeinsames Programm von SINGA Deutschland und der Robert Bosch Stiftung.


23.07.2021

Migrationsrecht in Zeiten der Pandemie – quo vadis?


22.07.2021

Reporting on Migrants and Refugees - Handbook for Journalism Educators

The handbook is intended for journalism educators & media practitioners worldwide. It is the first work that systematically combines the results of media research, political science and sociology, always building a bridge to journalistic practice. The aim of the handbook is to improve the quality of the public discourse on displacement and migration in countries of origin, transit and destination.


22.07.2021

Workshop: Empowerment & Selbstorganisation von jungen Geflüchteten und Migrant:innen

"Wir als BPOC (Black and People of Color) und Migrant*innen erleben täglich Rassismus auf der Straße, in der Schule, dem Arbeits- oder Ausbildungsplatz, bei der Wohnungssuche und bei Behörden. Die Frage für uns ist, wie wir uns als COMMUNITY selbstorganisieren, empowern und für uns Räume schaffen, in denen wir ohne Angst über unsere Situation sprechen können. Dafür laden wir euch  am 31.07.2021 ab 11 Uhr zum Workshop mit Jugendliche ohne Grenzen (JoG) ein.

An dem Tag werden wir uns mit den Fragen beschäftigen:

  •     Was genau bedeutet eigentlich Rassismus? 
  •     Was heißt es, Rassismus zu erleben? 
  •     Wo kann ich Unterstütung bekommen und dagegen Stand halten?"

31.07.2021 - Schillerstraße 44, Erfurt
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


21.07.2021

KompRex Fachtagung: Ungewöhnliche Allianzen

"Rechtsextremismus lebt von Allianzen zwischen seinen Akteur*innen und sucht gezielt Anknüpfungspunkte in der Mitte der Gesellschaft. Die Querdenken-Bewegung zeigt erschreckende Bezüge zwischen ökologisch orientierten Kreisen und völkischen Siedler*innen, neue Allianzen zwischen Impfskeptiker*innen und Wissenschaftsleugner*innen verfestigen sich und oft fällt die Abgrenzung gegenüber demokratiefeindlichen Bewegungen aus. Als plurale und bunte Zivilgesellschaft brauchen auch wir starke und demokratische Allianzen: daher laden wir als Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention, kurz KompRex, für Anfang September nach Berlin zu unserer ersten Fachtagung ein, um uns mit allen Interessierten über die neuesten Entwicklungen im Rechtsextremismus auszutauschen sowie Ideen und Visionen für starke Allianzen in der Rechtsextremismusprävention zu schmieden.

Im Mittelpunkt stehen kluge Ideen und spannende Menschen: Vertreter*innen aus Kultur, Politik, Kirche, Gewerkschaften, Wissenschaft und natürlich der Rechtsextremismusprävention. Mit dabei sind Prof. Dr. Esther Lehnert, Gilda Sahebi, Franziska Schröter, Tijan Sila, Natascha Strobl und viele mehr."

01.09.2021 - 03.09.2021, Alt-Moabit 99, 10559 Berlin
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


20.07.2021

Fortbildung: Rechtliche Grundlagen des Ausländerstrafrechtes und Abschiebungshaftrechtes für die Beratungspraxis

Die Fortbildung beschäftigt sich mit den rechtlichen Grundlagen des Ausländerstrafrechtes und Abschiebehaftrechtes. Strafrechtliche Verurteilungen können oft auch weitreichende aufenthaltsrechtliche Folgewirkungen haben, deren Kenntnis für die Beratungspraxis wichtig ist. Gerade im Bereich der Abschiebungshaft ist oft nur wenig Zeit, um noch Rechtsmittel geltend zu machen. Deswegen kann eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Rechtsanwält:innen und Unterstützer:innen besonders wichtig sein, um die Rechte der Betroffenen zu wahren.

Zu den Schwerpunkten der Fortbildung zählen:

  • Überblick über die Straftatbestände im Ausländerrecht, insbesondere Strafbefehl wegen illegaler Einreise/ illegalem Aufenthalt
  • aufenthaltsrechtliche Folgewirkungen incl. Ausweisungsinteressen
  • Überblick über die verschiedenen Haftarten (Abschiebehaft, Ausreisegewahrsam, etc.) im Ausländerrecht und deren Rechtsgrundlagen
  • Rechte und Pflichten der Betroffenen, Rechtsmittelmöglichkeiten sowie Frage nach der Erforderlichkeit anwaltlicher Vertretung incl. Kosten
  • Chancen der Zusammenarbeit von Unterstützer:innen und Rechtsanwält:innen zur Wahrung der Rechte der Betroffenen

08.09.2021 - Fachhochschule Erfurt, Altonaerstr. 25
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


19.07.2021

Studie: Young People with Migrant Parents

The OECD series Making Integration Work summarises, in a non-technical way, the main issues surrounding the integration of immigrants and their children into their host countries. This fourth volume explores the integration of young people with migrant parents, a diverse and growing cohort of youth in the OECD area.


16.07.2021

Online-Fortbildung für Lehrkräfte und Bildner*innen »Fluchtpunkte«

Wie kann ich mit Jugendlichen oder jungen Erwachsenen Lern- und Reflexionsprozesse über den »Nahen Osten« in Gang setzen und dabei der Komplexität des Themas gerecht werden? Wie kann eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und mit der europäischen (Nahost-)Politik verbunden werden?

Das Lernmaterial »Fluchtpunkte. Bewegte Lebensgeschichten zwischen Europa und Nahost« zeigt anhand von sieben Lebensgeschichten Verflechtungen der deutschen und österreichischen Geschichte mit jener des arabisch-jüdischen "Nahen Ostens" auf. Der biografische Ansatz erleichtert Jugendlichen die Annäherung an die vielfältigen geschichtlichen Zusammenhänge und ermöglicht Diskussionen über geschichtliche und politische Prozesse sowie über Identitätsbilder und Geschichtserzählungen.
Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte und Multiplikator*innen, die innerhalb oder außerhalb der Schule mit Jugendlichen oder jungen Erwachsenen ab 14 Jahren zu den Themen des Lernmaterials arbeiten wollen.

19.08.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


15.07.2021

Online-Austausch: Besondere Bedarfe jugendlicher Flüchtlinge

Für Jugendliche mit Fluchterfahrung sind Zugehörigkeit und Partizipation besonders bedeutend für die weitere Entwicklung.  Geprägt von Erlebnissen im Herkunftsland und fehlenden familiären Strukturen nimmt die Arbeit von Ehrenamtlichen als Vertrauenspersonen einen grundlegenden Stellenwert ein.

Welche Unterstützungsangebote haben Sie für Jugendliche als besonders hilfreich erlebt? Wie sieht die Lebenssituation Jugendlicher in Gemeinschaftsunterkünften aus? Wie können die Eingliederung in die Schule und ein erfolgreicher Schulverlauf gelingen? Was bleibt in Ihrer Arbeit herausfordernd? Wie kann eine Vermittlung in Freizeitangebote erfolgen und welche Hürden haben Sie dabei erfahren?

24.08.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


15.07.2021

Studie: ReGES - Refugees in the German Educational System

Die Studie ReGES –Refugees in the German Educational System hat über 4.800 geflüchtete Kinder und Jugendliche über einen längeren Zeitraum hinweg begleitet und untersucht, wie gut die Integration in das deutsche Bildungssystem gelingt. Ein Transferbericht fasst nun zentrale Befunde zur Betreuung geflüchteter Kinder in Kindertageseinrichtungen und zur Beschulung geflüchteter Jugendlicher zusammen.

Die Auswertungen der erhobenen Daten zeigen, dass die Integration in verschiedenen Bildungsbereichen durchaus gelingt, aber sie geben auch Hinweise auf Unterstützungsbedarfe und Herausforderungen. Besonders der Sprachförderung kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.


14.07.2021

PRIF Spotlight: Evaluationsstrukturen gestalten. Herausforderungen in der Extremismusprävention im internationalen Vergleich

Politik und Verwaltung verschiedener Länder stehen vor ähnlichen Heraus­forderungen beim Aufbau von Organisations­strukturen für die Evaluation von Maß­nahmen zur Extremismus­prävention. Die international vergleichende Analyse dieser Strukturen und der länder­übergreifende Austausch können wertvolle Erkenntnisse zur Aus­gestaltung von Evaluations­strukturen in Deutschland beitragen. Dieses Spotlight präsentiert erste Ergebnisse der Länder­studien, die im Rahmen des PrEval-Projekts durchgeführt wurden. Im Fokus stehen die Herstellung einer ausgewogenen Balance zwischen Lernkultur und Rechenschafts­pflicht sowie Fragen zur Finanzierung und der Durch­führung passgenauer Evaluations­formate.


13.07.2021

Kommunale Konfliktberatung

Kommunen stehen heute durch gesellschaftliche Veränderungsprozesse wie demografischen Wandel, Strukturwandel oder die Folgen von Zuwanderung vor großen Herausforderungen. Insbesondere bei der Aufnahme und Integration von Geflüchteten kommt ihnen eine große Verantwortung zu, weil sie die Lebenswelt sind, in der Zusammenleben von Zugewanderten und Alt-Eingesessenen stattfindet. Zuwanderung verändert die Lebenswelten vor Ort und kann zu gesellschaftlichen Spannungen und Konflikten führen, für die es einen zielgerichteten und präventiven Umgang braucht.
 
Das Projekt unterstützt Kommunen dabei, Veränderungsprozesse und Integration erfolgreich zu gestalten und spannungsgeladene Situationen und Konflikte nachhaltig und gewaltfrei zu bearbeiten. Dabei schöpfen wir aus der über zwanzigjährigen Erfahrung in der Friedensförderung und Konfliktbearbeitung im In- und Ausland sowie unserer Qualifizierungsarbeit von Menschen im Bereich der gewaltfreien Konfliktbearbeitung.
 
Das Projekt "Kommunale Konfliktberatung" wird durchgeführt vom Forum Ziviler Friedensdienst e. V. (forumZFD).
 

12.07.2021

Handreichung: Kultursensibler Unterricht in der Altenpflege(hilfe)ausbildung

In dieser Handreichung werden nach einer Definition des Begriffes „Interkulturelle Kompetenz“ die zwei Prototypen aller heute vorhandenen kulturellen Modelle dargestellt. Ferner werden die mit diesen Prototypen oder Ur-Modellen einhergehenden Erziehungsmodelle und die daraus resultierenden Auswirkungen erläutert. Diese zwei Ur-Modelle sind zum einen das kulturelle Modell der „psychologischen Autonomie“ (Keller 2013, S.13), basierend auf einer individualistischen Gesellschaftsstruktur, welche das in Deutschland allgemein gelebte kulturelle Modell darstellt.

Dieses Modell werden wir im Folgenden als „Individualismus“ bezeichnen. Zum anderen wird das kulturelle Modell der „Handlungsautonomie“ (Keller 2013, S.15) erläutert, welches die Mehrheit der Migrantinnen und Migranten mitbringen und welches auf einer kollektivistischen Gesellschaftsstruktur basiert. Dieses werden wir „Kollektivismus“ nennen. Auf den ersten Blick mag die folgende Darstellung dieser beiden kulturellen Modelle und die Vereinfachung der Vielfalt der weltweiten Kulturen auf zwei Modelle als pauschalisierend erscheinen. Für Bildungseinrichtungen und Lehrpersonen ist jedoch die Kenntnis dieser beiden Ur-Modelle eine unbedingte Notwendigkeit. Liegen doch darin einige interessante Lösungsansätze in interkulturellen Konfliktsituationen.


09.07.2021

Online-Seminar: Umgang mit Kindeswohlgefährdung in Unterkünften für Geflüchtete

Der Umgang mit dem Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung stellt eine herausfordernde Situation für Mitarbeiter*innen in Unterkünften für Geflüchtete dar.
Dieses Online-Seminar soll Mitarbeiter*innen in ihrer Handlungssicherheit im Umgang mit diesem Thema stärken.
Zum einen geht es um das Erkennen von Gefährdungsmomenten für eine Kindeswohlgefährdung, zum anderen geht es um das Handeln auf der Grundlage der geltenden rechtlichen Grundlagen, wie zum Beispiel dem Bundeskinderschutzgesetz.
Kinderschutz im Kontext von Flucht und Migration erfordert zudem ein migrations- und kultursensibles Arbeiten mit den Familien.
Thematisiert werden auch die Kooperation mit den Eltern und ihren Kindern sowie die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt.

Eigene Fallbeispiele und Fragen können im Vorfeld gerne formuliert und anonymisiert per Mail eingesendet werden. Auch während des Seminars können über die Chatfunktion Fragen gestellt werden.

06.08.2021 -  Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


08.07.2021

Arbeitshilfe: Ausbildung und Arbeit für Geflüchtete

Viele Menschen, die mit einer Aufenthaltsgestattung oder einer Duldung in Deutschland leben, wollen arbeiten oder eine Ausbildung absolvieren. Bürokratische Hürden und ein Labyrinth rechtlicher Regelungen gestalten den Weg zu einer Arbeits- oder Ausbildungsstelle aber oft unübersichtlich, mühsam und steinig. Der Ratgeber soll hier eine bessere Übersicht und Unterstützung bieten.


08.07.2021

Online-Seminar: Einführung in das Phänomen Menschenhandel in Deutschland im Kontext Flucht – Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene

Menschen auf der Flucht sind besonders gefährdet, ausgebeutet zu werden. Betroffenen von Menschenhandel stehen in Deutschland besondere Schutzrechte zu, Menschenhandel kann auch im Asylverfahren eine Rolle spielen, unter anderem kann Menschenhandel ein Asylgrund sein. Doch nur, wenn sie auch als Betroffene von Menschenhandel erkannt werden, können sie Unterstützung erhalten und ihre Rechte wahrnehmen.
Mitarbeitende in Unterkünften und Beratungsstellen stehen vor der Herausforderung der Identifizierung und Unterstützung Betroffener.

Es konnte eine Referentin des KOK – Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V. und eine Referentin von Nadeschda, einer Mitgliedsorganisation des KOK gewonnen werden, die über die zugrundeliegenden Gesetze, Schutzrechte und Schutzformen informieren. Sie erläutern, welche Indikatoren auf das Vorliegen von Menschenhandel hindeuten und gehen auf die besondere Situation von Betroffenen ein. Sie berichten aus der Beratungspraxis und gehen anhand von Fallbeispielen auf Handlungsmöglichkeiten und das Unterstützungssystem bei Verdacht auf Menschenhandel ein. 

Das Projekt Flucht & Menschenhandel – Prävention, Sensibilisierung und Schutz des KOK wird über die Diakonie Deutschland e.V. von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration finanziert. Die Fortbildung richtet sich vorrangig an Mitarbeiter*innen in kommunalen Gemeinschaftsunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen sowie in kommunalen und Landesbehörden, wie auch an Mitarbeitende der Fachberatungsstellen.

29.07.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung: