Aktuelles
Hier finden Sie aktuelle Information, neue Publikationen und Hinweise zu Integrations- und Migrationsthemen sowie zur Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus.
Diskriminierungskritisches Handeln in der sozialen Arbeit
Im Mittelpunkt dieser Schulungsreihe steht die Auseinandersetzung mit Diskriminierung in einer superdiversen Gesellschaft, ihren Auswirkungen auf Biografien, Teilhabechancen und Arbeitskontexte sowie mit Möglichkeiten, diskriminierungskritisch zu handeln und Zugangsbarrieren abzubauen. In drei Modulen (April–Juni) werden Diversität, Klassismus, Sexismus und Rassismus sowie Praxistransfer behandelt, mit Fokus auf Selbstreflexion, Haltung, Stereotype und konkrete Handlungssicherheit im beruflichen und privaten Alltag.
Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung in der Kita
Der Workshop behandelt die Fragen, was Vorurteile sind, wo Diskriminierung in der Kita und unter Kindern beginnt und wie Kinder vor Gewalt und Diskriminierung geschützt werden können. Er bietet eine Einführung in vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung mit Fokus auf gendersensibles und rassismuskritisches Arbeiten sowie praxisnahe Fallbeispiele und vielfältige Materialien. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, wichtig sind Offenheit zur Selbstreflexion und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung.
Wissen schafft Demokratie 18/2025: Demokratiegefährdung
In zwölf Beiträgen betrachtet die vorliegende Ausgabe der Wissen schafft Demokratie (WsD) die vielschichtigen Facetten der Demokratiegefährdung. Dabei geraten neben klassischen politischen Arenen auch vermeintlich unpolitische Sozialräume wie Gaming-Szenen und religiöse Sondergemeinschaften in den Blick, die bislang oft unter dem Radar von Präventionsakteur*innen blieben.
Rassistische Hatespeech im Alltag: Erfahrungen Schwarzer Menschen in Deutschland
Menschen, die alltäglich von Anti-Schwarzem Rassismus betroffen sind, müssen sich ihr Leben lang mit ihm auseinandersetzen. Nachdem die kollektiven Empathiebekundungen und der laute Aufschrei nach 2020 langsam ihr Ende gefunden haben, stellt sich die Frage, was vom Aktionismus übrig geblieben ist. Diese Publikation beleuchtet die Thematik von Anti-Schwarzem Rassismus in Deutschland.
Zugang zu stillen Gruppen in Beteiligungsprozessen – Erfahrungen, Herausforderungen und Möglichkeiten
Das Diskurspapier der Initiative Allianz für Beteiligung thematisiert die verbreitete Annahme, dass sich an Bürgerbeteiligungsprozessen vor allem bestimmte gesellschaftliche Gruppen beteiligen, während andere kaum vertreten sind. Im Fokus stehen daher sogenannte „stille Gruppen“, die sich bisher wenig einbringen, sowie die Frage, wie diese besser erreicht und zur Teilnahme motiviert werden können. Zudem werden mögliche Hindernisse und Strategien diskutiert, um Beteiligung inklusiver zu gestalten.
KN:IX connect Fachtagung
Die BAG RelEx und modus | zad laden am 14. und 15. September 2026 zur KN:IX connect Fachtagung nach Berlin sowie online ein. Die Veranstaltung findet in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs statt, weitere Informationen zu Programm und Ablauf folgen. Die Anmeldung wird voraussichtlich ab Anfang Juni möglich sein
Queerpolitischer Fachtag – Von der Kindheit bis ins Alter
Die Allianz für Beteiligung lädt zu einem queerpolitischen Fachtag ein, der Austausch, Vernetzung und neue Impulse für die Zusammenarbeit in der queerpolitischen Arbeit bieten soll. Gemeinsam sollen aktuelle fachliche Fragen diskutiert, gute Praxis sichtbar gemacht und Akteur*innen aus verschiedenen Arbeitsfeldern miteinander vernetzt werden. Zudem gibt es eine Projektmesse, auf der Projekte und Institutionen mit einem Stand vorgestellt werden können.
Konstellationen nach dem 7. Oktober. Antisemitismus gegen Israel in Deutschland und im Nahen Osten
Die Volkshochschule und die DEXT-Fachstelle Pro Prävention Kreis Offenbach laden am 9. März 2026 zu einem Vortrag mit dem Titel „Konstellationen nach dem 7. Oktober. Antisemitismus gegen Israel in Deutschland und im Nahen Osten“ in Dreieich-Sprendlingen ein. Der Vortrag von Stephan Grigat beleuchtet die Bedrohungssituation Israels nach dem 7. Oktober, die Rolle des iranischen Regimes und die antiisraelische Mobilisierung in Deutschland sowie die Einordnung israelischer Politik und der Abraham Accords in diesem Kontext. Anschließend ist eine Diskussion mit den Teilnehmenden vorgesehen.
Einwanderungsgeschichte(n) – Wie wollen wir Migration erzählen?
Die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart lädt im Vorfeld der baden-württembergischen Landtagswahl zu einer Diskussion unter dem Titel „Einwanderungsgeschichte(n) – Wie wollen wir Migration erzählen?“ ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Sprache und öffentliche Diskurse über Migration Wahrnehmung, Politik und gesellschaftliche Realität prägen – historisch wie aktuell – und wie neue Narrative über Deutschland als Einwanderungsland entwickelt werden können. Die Veranstaltung findet am 5. März 2026 in Stuttgart-Hohenheim sowie online statt und bringt Expert:innen aus Wissenschaft, Recht und Kultur zusammen.
Antifeminismus und Provinzialität - Zur autoritären Abwehr von Emanzipation
Der Sammelband „Antifeminismus und Provinzialität. Zur autoritären Abwehr von Emanzipation“, herausgegeben von Johanna Niendorf, Fiona Kalkstein, Henriette Rodemerk und Charlotte Höcker, geht der Frage nach, wie antifeministische Ideologien mit der Idealisierung von Provinz und ländlicher Idylle zusammenhängen. Warum verbindet sich die Abwehr feministischer Emanzipation so häufig mit traditionellen Geschlechterbildern und der Sehnsucht nach einem vermeintlich harmonischen Landleben?
Informieren, vernetzen und einbinden: Neueingewanderte Frauen als Mitgestalterinnen der Kommune
Die Publikation „Informieren, vernetzen und einbinden: Neueingewanderte Frauen als Mitgestalterinnen der Kommune“ von Eva Luise Krause und Ildikó Pallmann (Januar 2026) entstand im Rahmen des partizipativen Forschungsprojekts Connected Women. Sie stellt die Ergebnisse einer Onlinebefragung neueingewanderter Frauen in Flensburg, Kempten und Landshut vor und beleuchtet die Bekanntheit sowie Nutzung kommunaler Angebote und Erfahrungen mit lokalem Engagement.
Familiäre Fürsorge über Grenzen hinweg - Untertitel: Warum Sozial- und Familienpolitik in Deutschland auf den Prüfstand gehört
Das Arbeits- und Diskussionspapier „Familiäre Fürsorge über Grenzen hinweg. Warum Sozial- und Familienpolitik in Deutschland auf den Prüfstand gehört“ von David Schiefer und Hermann Siebel widmet sich der Situation transnationaler Familien. Daten des DeZIM.panels zeigen, dass rund 40 % der Befragten Angehörige im Ausland haben – besonders häufig Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Transnationale familiäre Fürsorge ist damit ein verbreiteter Bestandteil des Familienlebens in Deutschland.
Pena.ger e.V
Pena.ger e.V. ist eine unabhängige, zivilgesellschaftlich getragene Anlaufstelle für niedrigschwellige, mehrsprachige Online-Erst- und Verweisberatung für Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung. Das Angebot unterstützt zeit- und ortsunabhängig bei asylrechtlichen, sozialen und alltagspraktischen Fragen – etwa im Kontakt mit Behörden, bei Unterbringung, Sprachkursen, medizinischer Versorgung oder sozialen Leistungen. Die Beratung erfolgt vertraulich, auf Augenhöhe und unabhängig vom Aufenthaltsstatus.
Step by Step I Start in den Job durch Community Coaches in Ostdeutschland
Das Projekt Step by Step möchte den Zugang zum Arbeitsmarkt für formal geringqualifizierte Migrant*innen in Ostdeutschland verbessern. Das Vorhaben wird durch den Dachverband der Migrantinnenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst e.V.) getragen, der über breite Netzwerke und Expertise in der Community-Arbeit verfügt.
EAS: E-Learning zu Antisemitismusprävention für Zugewanderte
Der 4-teilige Kurs vermittelt Kenntnisse über Jüd*innen in Deutschland, Antisemitismus, Nationalsozialismus und Israel. Er richtet sich an nach Deutschland zugewanderte Menschen sowie Dozent*innen von Integrationskursen (bestehend aus Sprach- und Orientierungskursen)
Von der Idee zur Umsetzung – Diversitätsorientierte und diskriminierungskritische Ansätze in Projekten
Die Online-Fortbildung zeigt Fachkräften und Engagierten praxisnah, wie sie Bildungs- und Austauschprojekte diskriminierungskritisch und diversitätsorientiert von der Idee bis zur Umsetzung gestalten können. Dabei werden Machtstrukturen sowie unterschiedliche Perspektiven und Lebensrealitäten berücksichtigt und es gibt Raum für Austausch, Selbstreflexion und gegenseitige Unterstützung.
"Insights"-Online-Workshop zu KI und Extremismus
Ein Workshop im Rahmen der Reihe "jugenschutz.net Insights" zeigt anhand aktueller Praxisbeispiele, wie KI aktuell im extremistischen Kontext genutzt wird. Grundlegende Funktionsweisen werden erklärt sowie Chancen, Schutzmechanismen und Handlungsoptionen diskutiert. Teilnehmende können sich u.a. bei Umfragen oder der gemeinsamen Untersuchung von KI-Inhalten mit ihren Fragen und Fachperspektiven einbringen. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte und Interessierte, die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldung ist bis zum 23.02. möglich.
Populismus wirksam begegnen. Kommunale Strategien zum Umgang mit Desinformation, Hass und Hetze - Herausforderungen, Ansätze, Erfahrungen
Populismus, Desinformation sowie Hass und Hetze stellen Kommunen vor wachsende Herausforderungen. Das Seminar „Populismus wirksam begegnen“ des Deutschen Instituts für Urbanistik diskutiert kommunale Strategien zum Schutz der lokalen Demokratie. Im Mittelpunkt stehen wissenschaftliche Einordnungen, kommunale Praxiserfahrungen sowie Ansätze zu Extremismusprävention, Beteiligung und dem Schutz von Amts- und Mandatsträger.
Allyship & Zivilgesellschaft - aktiv verbündet sein. Solidarisch und diskriminierungskritisch handeln
Wie kann solidarisches und diskriminierungskritisches Engagement gelingen, wenn gesellschaftliche Handlungsspielräume enger werden? Das Seminar „Allyship & Zivilgesellschaft – aktiv verbündet sein“ bietet Raum zur Auseinandersetzung mit Solidarität, Privilegien, Machtverhältnissen und intersektionalen Perspektiven.
Das Seminar richtet sich an Multiplikator, politisch Aktive, Ehrenamtliche und alle Interessierten. Bildungsurlaub ist möglich.
Demokratieschutz durch Verbote? Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Maßnahmen gegen die extreme Rechte
Der Umgang mit der extremen Rechten stellt demokratische Gesellschaften vor grundlegende Fragen. Die Tagung „Demokratieschutz durch Verbote?“ diskutiert Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Maßnahmen wie Parteien- und Vereinsverbote sowie deren Wirkungen im Zusammenspiel mit zivilgesellschaftlichem Engagement. Die interdisziplinäre Tagung findet am 24. September 2026 an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin statt und ist mit einem Call for Papers verbunden. Abstracts können bis 28. Februar 2026 eingereicht werden.
Atlas Wahrheit und Wissen im digitalen Wandel | Schwerpunkt "Desinformation und KI"
Das Atlas-Format: Wahrheit und Wissen im digitalen Wandel bündelt aktuelles Wissen rund um zentrale Fragestellungen zu Desinformation und Künstlicher Intelligenz. In der ersten Ausgabe, die vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) gemeinsam mit der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) im Rahmen des toneshift-Netzwerks entwickelt wurde, werden Forschungsergebnisse aus interdisziplinärer Perspektive verständlich aufbereitet.
Völkische Landnahme – Theorie und Empirie: Ein Annäherungsversuch an ein unterbeforschtes Phänomen
er Beitrag untersucht das zunehmende Auftreten völkischer Siedler:innen im ländlichen Raum. Fernab urbaner Zentren bauen sie Gemeinschaften auf, die ihrem rassistischen Weltbild entsprechen, und inszenieren sich zunächst als ökologische Landwirt:innen, Kunsthandwerker:innen oder engagierte Mitglieder der Dorfgemeinschaft. Auf dieser Basis beginnen sie, ihre politischen Überzeugungen schrittweise zu verbreiten.
Besonders der Naturschutz fungiert dabei als ideologischer Brückenbauer. Während Umwelt- und Klimaschutz gesellschaftlich breit verankert sind, dienen sie in der extrem rechten Ideologie der Sicherung einer vermeintlich homogenen „Volksgemeinschaft“ und ihres „Lebensraums“. Vielfalt, Gleichberechtigung und Offenheit werden dabei systematisch ausgeblendet. Der Text erscheint als Working Paper im Forum Demokratieforschung und ordnet die beschriebenen Entwicklungen kritisch in aktuelle demokratietheoretische Debatten ein.
Völkische Landnahme – Theorie und Empirie: Ein Annäherungsversuch an ein unterbeforschtes Phänomen
er Beitrag untersucht das zunehmende Auftreten völkischer Siedler:innen im ländlichen Raum. Fernab urbaner Zentren bauen sie Gemeinschaften auf, die ihrem rassistischen Weltbild entsprechen, und inszenieren sich zunächst als ökologische Landwirt:innen, Kunsthandwerker:innen oder engagierte Mitglieder der Dorfgemeinschaft. Auf dieser Basis beginnen sie, ihre politischen Überzeugungen schrittweise zu verbreiten.
Besonders der Naturschutz fungiert dabei als ideologischer Brückenbauer. Während Umwelt- und Klimaschutz gesellschaftlich breit verankert sind, dienen sie in der extrem rechten Ideologie der Sicherung einer vermeintlich homogenen „Volksgemeinschaft“ und ihres „Lebensraums“. Vielfalt, Gleichberechtigung und Offenheit werden dabei systematisch ausgeblendet. Der Text erscheint als Working Paper im Forum Demokratieforschung und ordnet die beschriebenen Entwicklungen kritisch in aktuelle demokratietheoretische Debatten ein.
Rechtspopulistische Erosionsstrategien und ihre medienpädagogischen Implikationen
Die Rezension von Christian Filk setzt sich mit Peter R. Neumanns und Richard C. Schneiders Das Sterben der Demokratie (2025) auseinander und beleuchtet insbesondere die medienpädagogischen Implikationen des Buches. Die Autoren analysieren die schleichende Erosion liberaler Demokratien durch rechtspopulistische Akteure in sechs Ländern und beschreiben einen dreistufigen Prozess aus Polarisierung, Schwächung demokratischer Kontrollinstanzen und politischem Rechtsruck.
International Psychosocial Organisation (IPSO)
Die International Psychosocial Organisation (IPSO) ist eine humanitäre Organisation mit Sitz in Berlin, die psychosoziale, muttersprachliche Beratung für Geflüchtete und Menschen mit Migrationsgeschichte anbietet und dafür auch digitale Angebote wie die saba-App entwickelt.
saba app - Your Digital Support in the Area of Mental Health
Die saba app bietet kostenfreie, vertrauliche psychosoziale Unterstützung für Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte. Über die App können Nutzer in ihrer Muttersprache mit geschulten Berater schreiben und Unterstützung bei belastenden Lebenssituationen, Stress oder traumatischen Erfahrungen erhalten. Der Zugang erfolgt über Partnerinstitutionen oder eine einfache Registrierung.
Vielfalt in Kinderbüchern. Workshop zu Kinderbüchern als Vielfaltsmedium und disrkiminierungssensiblen Strategien im Alltag
Kinderbücher prägen früh, wie Kinder Vielfalt, Zugehörigkeit und Unterschiede wahrnehmen. Der dreitägige Workshop „Vielfalt in Kinderbüchern“ setzt sich mit Kinderbüchern als Medium vorurteilsbewusster Bildung auseinander. Im Mittelpunkt stehen diskriminierungssensible Perspektiven, die Reflexion der eigenen Haltung sowie praxisnahe Strategien für den pädagogischen Alltag – mit Fokus auf Kinderbücher für die Altersgruppe 0–7 Jahre.
Qualifizierung: KONFLIKTE IM KOMMUNALEN KONTEXT – Dynamiken verstehen, Ressourcen nutzen, Handlungssicherheit gewinnen
Kommunen stehen vor vielfältigen sozialen und politischen Konflikten. Die Online-Qualifizierung „Konflikte im kommunalen Kontext“ vermittelt von Februar bis Juni 2026 Grundlagen und Methoden der demokratischen Konfliktbearbeitung. Die kostenfreie Qualifizierungsreihe richtet sich an Mitarbeitende aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Demokratieförderung und stärkt Analysefähigkeit, Handlungssicherheit und strategisches Vorgehen im Umgang mit kommunalen Konflikten.
Diskriminierungskritische Öffentlichkeitsarbeit
Wie kann Öffentlichkeitsarbeit inklusiv gestaltet werden, ohne stereotype oder ausgrenzende Bilder und Texte zu reproduzieren? Das Webseminar „Diskriminierungskritische Öffentlichkeitsarbeit“ vermittelt Grundlagen und praxisnahe Ansätze zu Sprache, Bildern sowie barrierefreien Websites und Dokumenten.
Demokratie braucht …
Am 19. Februar 2026 lädt das Bündnis NIEDERSACHSEN PACKT AN zur 10. Netzwerkkonferenz unter dem Motto „Demokratie braucht …“ nach Hannover ein. Die Konferenz bringt Engagierte aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis zusammen, um über die Zukunft von Demokratie, Integration und gesellschaftlichem Zusammenhalt zu diskutieren. Im Rahmen von Foren, Workshops und einem Marktplatz der Ideen stehen Austausch, Vernetzung und praxisnahe Impulse im Mittelpunkt. Anmeldung bis 08.02.2026 (kostenfrei)
Fachzentrum Radikalisierungsprävention in Vollzug und Straffälligenhilfe Sachsen-Anhalt (FRaP) – Veränderung gestalten
Das Fachzentrum Radikalisierungsprävention in Vollzug und Straffälligenhilfe Sachsen-Anhalt (FRaP) stärkt demokratische Kompetenzen und den Umgang mit Vielfalt im Justizvollzug und in der Bewährungshilfe. Mit Gruppenangeboten für Inhaftierte sowie Coachings und Beratungen für Bedienstete unterstützt FRaP dabei, Radikalisierungsprozesse zu erkennen, Diskriminierung professionell zu begegnen und demokratische Werte im Arbeitsalltag zu stärken.
Leap - Systemischen Wandel, Teilhabe und Lernen in der Philanthropie fördern.
Mit Leap unterstützt die Robert Bosch Stiftung ein Kollektiv, das sich für eine grundlegende Veränderung der Philanthropie einsetzt – hin zu mehr Machtteilung, Transparenz und wirksamer Förderung systemischen Wandels. Leap erprobt partizipative Förderansätze, teilt Lernerfahrungen offen und stärkt Initiativen wie Collective Abundance, die neue Wege der Unterstützung für Klimagerechtigkeit und gesellschaftliche Transformation eröffnen.
Did Your Mum Not Hug You Enough? The Effects of Attachment Experience and Callous-Unemotional Traits on Catcalling Behavior in Men
Catcalling ist weit verbreitet und für Betroffene oft bedrohlich. Eine Studie des Fachbereichs Psychologie der Universität Salzburg zeigt, dass rund 90 % der befragten Männer angaben, im letzten Jahr mindestens einmal Frauen in der Öffentlichkeit sexuell anzüglich angesprochen zu haben. Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass frühe Bindungserfahrungen sowie Persönlichkeitsmerkmale wie Gefühlskälte und Empathiemangel das Risiko für Catcalling-Verhalten erhöhen. Die Studie unterstreicht Catcalling als strukturelles gesellschaftliches Problem und betont die Bedeutung sicherer Bindungen für eine gesunde soziale Entwicklung.
Zukunftsgerecht
Wie kann eine sozial-ökologische Transformation gerecht und verbindend gestaltet werden? Das Magazin „Zukunftsgerecht“ stellt neue Kooperationsansätze zwischen Gewerkschaften, Sozial-, Wohlfahrts- und Umweltverbänden vor und zeigt, wie gemeinsame Strategien politische Wirkung entfalten können. Die Publikation des Institut für ökologische Wirtschaftsforschung entstand im Rahmen eines Projekts zur sozial-ökologischen Transformation.
Verflechtungen der Ungleichheit
Ungleichheiten prägen Einkommen, Vermögen, Bildungschancen und gesellschaftliche Teilhabe. Das Hintergrundpapier „Verflechtungen der Ungleichheit“ beleuchtet, wie sich unterschiedliche Formen von Ungleichheit gegenseitig verstärken und bis heute historisch wirksame Machtverhältnisse reproduzieren. Die von der Robert Bosch Stiftung veröffentlichte Analyse zeigt, warum Ungleichheit der gesamten Gesellschaft schadet, und diskutiert Ansätze, wie ihr auf systemischer Ebene begegnet werden kann.
Importierter Antisemitismus?
Das Arbeits- und Diskussionspapier „Importierter Antisemitismus?“ untersucht empirisch das in politischen Debatten häufig genutzte Narrativ des sogenannten importierten Antisemitismus. Auf Basis einer repräsentativen Befragung mit über 6.000 Teilnehmenden zeigt die Studie des DeZIM-Institut, dass antisemitische Einstellungen nicht auf Herkunft oder Religion reduziert werden können, sondern eng mit politischen Orientierungen, sozialem Umfeld und antimuslimischem Rassismus verknüpft sind.
Sozialwissenschaftliche Islam-Studien im Dilemma: Zwischen wissenschaftlichem Anspruch und öffentlicher Erwartung
Wie können sozialwissenschaftliche Islam-Studien verantwortungsvoll forschen, wenn Ergebnisse politisch interpretiert oder instrumentalisiert werden? Diese Frage steht im Zentrum der Tagung „Sozialwissenschaftliche Islam-Studien im Dilemma“ am 8. und 9. Mai 2026 in Münster. Die Tagung bringt Expert aus Wissenschaft, Medien und Politik zusammen und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Freiheit, gesellschaftlicher Verantwortung und öffentlicher Wirkung.
Anmeldung erforderlich.
Diskriminierung verstehen – Haltung entwickeln. Eine Qualifizierungsreihe mit Grace Lugert-Jose!
In vielen Pflegeeinrichtungen arbeiten Kolleg aus unterschiedlichen Herkunftskontexten. Neben fachlicher Kompetenz bringen diese Arbeitsrealitäten auch besondere Herausforderungen mit sich - etwa durch Anerkennungsverfahren, sprachliche Anforderungen oder rechtliche Unsicherheiten. Daraus können im Arbeitsalltag Missverständnisse, Spannungen oder diskriminierende Situationen entstehen, häufig unbeabsichtigt und strukturell bedingt.
Die dreiteilige Qualifizierungsreihe „Diskriminierung verstehen – Haltung entwickeln“ mit Grace Lugert-Jose richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus der ambulanten und stationären Alten- und Krankenpflege. Im Mittelpunkt stehen Diskriminierungserfahrungen im Arbeitskontext, die mit (zugeschriebener) Herkunft verknüpft sind, sowie der reflektierte und professionelle Umgang damit im Team. Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Impulse und Werkzeuge zur Stärkung einer diskriminierungssensiblen Teamkultur, zur Handlungssicherheit bei Grenzverletzungen sowie zur nachhaltigen Umsetzung im Arbeitsalltag. Ein Transferblatt mit konkreten Umsetzungsideen wird bereitgestellt.
Faire Bedingungen für Arbeitsmigrant:innen in Europa
Viele Arbeitsmigrant in Europa arbeiten unter prekären oder irregulären Bedingungen und haben nur eingeschränkten Zugang zu Arbeitsrechten. Gemeinsam mit PICUM unterstützt die Stiftung Advocacy auf EU-Ebene sowie die Arbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen, um faire Lohn- und Arbeitsbedingungen zu stärken, rechtliche Zugänge zu verbessern und Solidarität mit Arbeitsmigrant zu fördern.
ID² – Ideenschmiede diversitätssensible Demokratisierung
Mit dem Projekt ID² – Ideenschmiede diversitätssensible Demokratisierung werden in Augsburg neue Formen demokratischer Beteiligung im Alltag erprobt. In drei Stadtbezirken arbeiten Bewohner in sogenannten Aushandlungsräten zu den Themen Wohnen und Gesundheit zusammen, entwickeln Lösungen für ihren Stadtteil und bringen diese in politische Prozesse ein – begleitet von Verwaltung, Politik und Wissenschaft.
Teilhabe und Zugehörigkeit in der Einwanderungsgesellschaft
Die Akzeptanz von ethnischer und religiöser Vielfalt in Deutschland ist rückläufig. Die Sonderauswertung „Teilhabe und Zugehörigkeit in der Einwanderungsgesellschaft“ zum Vielfaltsbarometer 2025 untersucht, wie Menschen mit und ohne Migrationshintergrund Vielfalt wahrnehmen und welche Bedingungen ein gutes Zusammenleben fördern. Die von der Robert Bosch Stiftung veröffentlichte Studie liefert zentrale Befunde zu Einstellungen, Teilhabechancen und gesellschaftlichem Zusammenhalt in der Einwanderungsgesellschaft.
Antifeminismus und Feminismen der Migrations gesellschaft
Antifeminismus gewinnt in Jugendarbeit und politischer Bildung zunehmend an Bedeutung. Der Reader „Antifeminismus und Feminismen der Migrationsgesellschaft“ beleuchtet Antifeminismus als eigenständiges Ideologiephänomen und seine Verbindung zu Rassismus und extrem rechten Weltbildern. Zugleich kommen intersektionale, communitybezogene Feminismen sowie Stimmen aus der Praxis zu Wort. Der Band bietet Analysen, Projektbeispiele, einen Bezug zur Jugendverbandsarbeit und ein Glossar zentraler Begriffe. Herausgegeben vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V..
Kritische Medienkompetenz in der Erwachsenenbildung als aufgeklärte Medienpädagogik?
Wie kann Medienbildung Erwachsene befähigen, sich kritisch, reflektiert und demokratisch in digitalen Öffentlichkeiten zu bewegen? Der Beitrag „Kritische Medienkompetenz in der Erwachsenenbildung als aufgeklärte Medienpädagogik?“ geht dieser Frage anhand eines Forschungsprojekts aus Wien nach. Er zeigt, warum kritische Medienkompetenz über reines Fact-Checking hinausgehen muss und als zentraler Baustein demokratischer Teilhabe und politischer Bildung zu verstehen ist.
Radikalisierung vorbeugen – Prävention wirksam gestalten
Radikalisierung ist ein Prozess und kann präventiv beeinflusst werden. Die zweitägige Fortbildung „Radikalisierung vorbeugen – Prävention wirksam gestalten“ vermittelt wissenschaftlich fundierte und zugleich praxiserprobte Ansätze für eine strategische Präventionsarbeit. Auf Basis des entwicklungsorientierten Präventionsmodells von Prof. Dr. Andreas Beelmann erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über wirksame Maßnahmen, Werkzeuge zur Bedarfsermittlung sowie Unterstützung bei der Entwicklung konkreter Umsetzungsstrategien für den eigenen Arbeitskontext.
Zielgruppe sind Führungskräfte und Fachkräfte mit Leitungs- oder Koordinierungsaufgaben.
Die Teilnahme ist kostenfrei, die Plätze sind begrenzt.
Workshop Demokratiestärkung: Umgang mit rechten, diskriminierenden Parolen
Rechte und diskriminierende Aussagen begegnen uns häufig im Alltag. Der interaktive Kurzworkshop „Demokratiestärkung: Umgang mit rechten, diskriminierenden Parolen“ vermittelt praktische Gesprächstechniken, um in solchen Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Teilnahmebeitrag: 5 €
Anmeldung erforderlich im Kulturtreff Bothfeld.
Barcamp zu Jugendschutzthemen in der Stadt und Region Hannover
Am Freitag, 23. Januar 2026, findet von 9:00 bis 15:00 Uhr ein Barcamp zu aktuellen Jugendschutzthemen für Fachkräfte aus Stadt und Region Hannover statt. Eingeladen sind Fachkräfte des präventiven und gesetzlichen Jugendschutzes, der Suchtprävention, Schulsozialarbeit, Jugendarbeit der Polizei sowie Schule. Neben einem Impulsvortrag steht der fachliche Austausch zu aktuellen Herausforderungen im Jugendschutz und in der Prävention im Mittelpunkt.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.
ADD International – Unterstützung der Bewegungen von und für Menschen mit Behinderungen
ADD International unterstützt Organisationen und Aktivist, die sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzen. Durch direkte finanzielle Förderung und Leadership-Trainings stärkt ADD Bewegungen von und für Menschen mit Behinderungen, insbesondere in Afrika und Asien, und trägt so zu mehr Teilhabe, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit bei.
Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen
Mit dem Programm „Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen“ wird niedrigschwellige Demokratiearbeit dort gestärkt, wo Menschen ihren Alltag verbringen. Gemeinsam mit dem Bundesverband Soziokultur werden Projekte gefördert, die an Alltags- und Freizeitorten neue Räume für Austausch, Beteiligung und demokratische Erfahrungen eröffnen – getragen von lokalen Akteur und glaubwürdigen Brückenbauer.
Common Ground – Über Grenzen mitgestalten
Mit dem Projekt Common Ground – Über Grenzen mitgestalten wird die grenzübergreifende Beteiligung der Bevölkerung an der Entwicklung von Grenzregionen gestärkt. Ziel ist es, gemeinsam mit Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft nachhaltige Beteiligungsstrukturen aufzubauen, um regionale Herausforderungen über nationale Grenzen hinweg anzugehen und langfristige Lösungen zu entwickeln.
„Das ist alles bewiesen“ – Ergebnisse aus repräsentativen und qualitativen Umfragen zu Verschwörungstheorien in Deutschland
Verschwörungstheorien sind in Deutschland weit verbreitet und beeinflussen Vertrauen in Medien, Politik und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Studie „Das ist alles bewiesen“ stellt Ergebnisse aus repräsentativen und qualitativen Umfragen aus dem Jahr 2023 vor. Die von der Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlichte Broschüre analysiert, welche Bevölkerungsgruppen besonders anfällig für Verschwörungsdenken sind, welche Mechanismen dahinterstehen und welche Rolle politische Bildung im Umgang mit Desinformation spielt.
Zivilgesellschaftliches Lagebild antimuslimischer Rassismus. Ausgabe 2025. Antimuslimische Vorfälle in Deutschland 2024
Antimuslimischer Rassismus hat 2024 einen neuen Höchststand erreicht. Das „Zivilgesellschaftliche Lagebild antimuslimischer Rassismus 2025“ dokumentiert bundesweit 3.080 Fälle von Diskriminierung, Bedrohung und Gewalt gegenüber muslimisch gelesenen Menschen. Die von CLAIM – Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit herausgegebene Studie analysiert aktuelle Entwicklungen, benennt Ursachen antimuslimischen Rassismus und formuliert Empfehlungen zum Schutz Betroffener sowie zum Abbau rassistischer Strukturen.
Demokratieförderung durch Weiterbildung: Möglichkeiten und Herausforderungen anhand des Lehrgangs „Demokratieverständnis im Sinne der Geistigen Landesverteidigung"
Wie kann Weiterbildung zur Stärkung von Demokratiekompetenz beitragen? Der Beitrag „Demokratieförderung durch Weiterbildung“ geht dieser Frage am Beispiel eines Hochschullehrgangs zur Geistigen Landesverteidigung nach. Untersucht wird, wie politische Bildung, demokratische Werte und Haltungen in Schule, Erwachsenenbildung und Weiterbildung vermittelt werden können – vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Desinformation und gesellschaftlichen Herausforderungen.
Webtalk: Reden nach dem Anschlag – Erfahrungsbericht Bielefeld
Nach dem Messerangriff in Bielefeld im Mai 2025 stand neben Trauer und Verunsicherung auch die Frage im Raum, wie gesellschaftliche Spaltung und rechtsextreme Instrumentalisierung verhindert werden können.
Im Webtalk „Reden nach dem Anschlag“ berichten Mareike Wilke und Andreas Zick (IKG, Universität Bielefeld) von einem Dialogabend, der Raum für Austausch, Einordnung und Solidarität geschaffen hat.
Online | Anmeldung erforderlich.
Engagementforum 2026 -„ Ungehört? Ungesehen? Unengagiert? Gemeinsam Jugendengagement für Nachhaltigkeit stärken“
Viele junge Menschen sorgen sich um Umwelt- und Klimafragen, engagieren sich jedoch immer seltener in klassischen Strukturen. Das Engagementforum 2026 nimmt diese Entwicklung in den Blick und diskutiert, wie Jugendengagement für Nachhaltigkeit gestärkt werden kann. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Anzahl der Plätze begrenzt.
Anmeldeschluss ist der 7. Februar 2026.
29. Antifaschistische Sozialkonferenz 2026
Angriffe auf Sozialstaat und Demokratie, autoritäre Politikansätze sowie Militarisierung prägen zunehmend den politischen Alltag. Gleichzeitig werden soziale Sicherheiten abgebaut und repressive Maßnahmen normalisiert. Vor diesem Hintergrund laden wir Ende Februar 2026 zur 29. Antifaschistischen Sozialkonferenz nach Hannover ein. Ziel der Konferenz ist es, aktuelle politische Entwicklungen zu analysieren, ihre gesellschaftlichen Folgen zu diskutieren und solidarische, handlungsorientierte Antworten zu entwickeln. Das Programm umfasst einen Impulsvortrag zum Autoritarismus in der deutschen Politik, thematische Workshops zu Gewerkschaften, Antirepression und Militarisierung sowie ein moderiertes Gespräch zur politischen Standortbestimmung zwischen Demokratie und autoritären Tendenzen.
Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei zugänglich. Eine Anmeldung ist ab Mitte Januar 2026 möglich.
Digitale Labore – kompetent für Resilienz gegen Hass im Netz und Desinformation
„Digitale Labore“ thematisiert seit Januar 2025 Hass im Netz, Desinformation und Radikalisierung in Jugend- und Subkulturen. Jugendliche und junge Erwachsene werden in langfristigen Modulen oder kreativen Workshops befähigt, kritisch mit digitalen Inhalten umzugehen und eigene Formate zu entwickeln. Parallel werden Fachkräfte, Lehrende, Multiplikator:innen und engagierte Initiativen geschult, um Resilienz, Medienkompetenz und Handlungsmöglichkeiten zu stärken. Ziel ist die Förderung eines reflektierten, demokratischen Umgangs mit digitalen Räumen und die Vernetzung aktiver Akteur:innen.
Zwischen Anerkennung und Abwehr: (De-)Thematisierungen von Rassismus in Medien, Recht und Beratung
Der Fokusbericht des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors richtet den Blick auf Medien, Recht und Beratungsstrukturen. Er untersucht, wie Rassismus in diesen Bereichen thematisiert und ausgehandelt wird. Ausgangspunkt ist die zunehmende gesellschaftliche Anerkennung von Rassismus, die gleichzeitig Abwehrmechanismen sichtbar macht. Der Bericht analysiert diese gegensätzlich scheinenden Entwicklungen und macht Spannungsfelder zwischen Anerkennung und Abwehr deutlich.
Kooperationsverbund für sexuelle, romantische und geschlechtliche Selbstbestimmung
Der Kooperationsverbund leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung demokratischer Strukturen und zur Prävention von Radikalisierung. Im Fokus steht die Förderung von Akzeptanz und gesellschaftlicher Teilhabe für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* sowie intergeschlechtliche, asexuelle, aromantische und queere Menschen (LSBTIAQ*). Durch fachliche und pädagogische Angebote werden Fachkräfte weitergebildet und sensibilisiert, gesellschaftliche Verbände und Initiativen informiert. Besonderes Augenmerk liegt auf intersektionalen und geschlechterreflektierenden Ansätzen sowie der Thematisierung von Mehrfachdiskriminierungen. Die Arbeit des Kooperationsverbunds wird im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert und leistet einen wertvollen Beitrag zu einem inklusiven, demokratischen Miteinander.
Hybridisierung, Fragmentierung, Individualisierung – Extremistische Ideologien im Wandel?
In diesem Paper wird mit einer Netzwerkanalyse von 924 deutschsprachigen Instagram-Accounts sowie acht Expert*inneninterviews untersucht, wie sich extremistische Ideologien in sozialen Netzwerken verändern. Die Ergebnisse zeigen deutliche Verschiebungen: Ideologische Grenzen verschwimmen, hybride Formen nehmen zu, und Sinnbildungsprozesse werden stärker individualisiert, fragmentiert und medial vernetzt. Damit werden klare Strömungen seltener, was insbesondere für Fachkräfte in der Präventions- und Distanzierungsarbeit neue Herausforderungen und Handlungsbedarfe schafft.
Üben und Ver_Üben - Diversität als diskriminierungskritische Praxis in Kunst, Kultur und Bildung
Der von Ulli Mayer, Andrea Ellmeier und Gerda Müller herausgegebene Band thematisiert die Frage, wie Diversität als diskriminierungskritische Praxis im Kunst- und Kulturbereich verankert werden kann. Ausgangspunkt ist die Diskrepanz zwischen einer diversen Gesellschaft und ihrer oft unzureichenden Repräsentation auf und hinter Bühnen, in Ausbildungsinstitutionen und künstlerischen Berufsfeldern.
Die Beiträge analysieren, welche Veränderungen in Ausbildung, Strukturen und Machtverhältnissen notwendig sind, damit vielfältige Perspektiven, Geschichten und Ausdrucksformen ihren Platz im künstlerischen Schaffen finden. Der Band verbindet wissenschaftliche Analysen mit praxisbezogenen und handlungsorientierten Ansätzen und zeigt Wege zu einer diversitätsreflektierten und diskriminierungskritischen Ausbildung und Arbeitsweise in Kunst und Kultur.
Macht der Narrative: Extremismus-Prävention auf Social Media
Die zunehmende Radikalisierung von jungen Menschen durch Social Media stellt eine große Herausforderung in unserer Zeit dar. Islamistische Gruppen nutzen gezielt Soziale Medien wie TikTok, Instagram, Telegram und YouTube, um ihre Ideologien zu verbreiten und demokratische Werte anzugreifen.
Gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie Fachkräften der politischen Bildung sollen im Rahmen einer Präsenzveranstaltung neue, kreative Alternativen zu den existierenden islamistischen TikTok-Narrativen im Rahmen von Workshops und Diskussionen entwickelt und untersucht werden. Die Veranstaltung soll vor allem eine Perspektive zur Frage bieten, wie politische Bildung digitale Räume (v. a. TikTok) nutzen kann, um demokratische, inklusive und sinnstiftende Narrative zu verbreiten.
13.01.2026 - in Leipzig
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Migration: Auswirkung auf Sicherheitspolitik, Gesellschaft, Arbeitsmarkt und EU
Fragen nach der Integration von Migranten, der inneren Sicherheit und des Grenzregimes wirken sich zunehmend auch auf gesellschaftspolitische Debatten und die politische Stimmung im Land aus. Gleichzeitig benötigt unser Land die Arbeitsmigration genauso wie den demographischen Zuwachs. Das Seminar will sich diesen Fragen stellen. Es analysiert die Herausforderungen und Möglichkeiten in Politikfeldern wie dem Arbeitsmarkt, der Integration und Demografie, aber auch der inneren Sicherheit und der Europapolitik.
04.02.2026 - 06.02.2026 in Königswinter
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Verborgene Muster, sichtbare Folgen. Rassismus und Diskriminierung in Deutschland
Der Monitoringbericht 2025 des NaDiRa macht deutlich, dass Rassismus und Diskriminierung in Deutschland weiterhin präsent sind. Politische Krisen, wirtschaftliche Unsicherheiten und gesellschaftliche Polarisierung verstärken rassistische Narrative. Diskriminierungserfahrungen beeinflussen das alltägliche Leben vieler Menschen, wirken sich auf mentale Gesundheit und Vertrauen in Gesellschaft und Institutionen aus und zeigen, dass Rassismus ein strukturelles Problem ist, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet.
Leerstelle (R)Age? Radikalisierung in der zweiten Lebenshälfte als Herausforderung für die Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit.
Das erste Policy Paper „Leerstelle (R)Age?“ macht darauf aufmerksam, dass sich auch Menschen in der zweiten Lebenshälfte demokratiefeindlichen Milieus zuwenden oder extremistische Weltbilder festigen können. Diese Entwicklung wirkt häufig in das familiäre und soziale Umfeld hinein und kann Jugendliche und junge Erwachsene unmittelbar beeinflussen. Das Paper rückt diese bislang kaum beachtete Leerstelle in den Fokus und formuliert konkrete politische Forderungen, um Prävention und Distanzierungsarbeit auch für diese Altersgruppe nachhaltig zu stärken.
RuF - Fachstelle “Rechtsextremismus und Familie”
Die Fachstelle Rechtsextremismus und Familie (RuF) ist die bundesweite Koordinationsstelle zum Themenfeld Rechtsextremismus und familiäre Sozialisation. Sie vernetzt Expert*innen, berät Angehörige sowie Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und stellt Materialien, Weiterbildungen und Fachvorträge bereit. Gefördert durch „Demokratie leben!“ arbeitet RuF im Verbund KompRex mit sechs Organisationen zusammen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven gegen Rechtsextremismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit engagieren.
fa:ve - Fachstelle zur Prävention und Bildungsarbeit im Themenbereich Verschwörungserzählungen
Pädagogische Fachkräfte und politische Bildner*innen können durch praxisnahe Fortbildungen und (Online-)Workshops im professionellen Umgang mit Verschwörungserzählungen gestärkt werden. Im Mittelpunkt von fa:ve steht die Analyse der Funktionsweisen und Bedürfnisse, an die solche Narrative anschließen, sowie die Entwicklung konkreter Handlungsansätze für den pädagogischen Alltag.
Opp.Attune - „Extrem-oppositionelle“ Haltungen im Dialog auflösen: erkennen, moderieren, einhegen
Opp.Attune untersucht, wie extrem-oppositionelle Haltungen und protektionistische Denkmuster entstehen, und entwickelt dialogische Methoden, die demokratisches Vertrauen stärken und Polarisierung reduzieren sollen. Das EU-Projekt arbeitet mit Partnern aus 17 Ländern zusammen, führt 2025 eine Sommerakademie und 2026 eine Winterakademie durch und erstellt einen interaktiven Selbsttest („I-Attune“) zur Förderung demokratischer Kompetenzen. Cultures Interactive e. V. bringt als deutscher Partner seine Erfahrungen mit Narrativen Gesprächsgruppen ein und erprobt das Verfahren insbesondere in ländlichen und interkulturellen Regionen gemeinsam mit dem Friedenskreis Halle e. V. – mit dem Ziel, gesellschaftliche Spannungen zu entschärfen und konstruktive Dialogräume zu stärken.
Heteronormativität untersuchen - Queertheoretische Analysen von Wissensproduktion, Lehre und Behandlungspraxis der Medizin
In ihrem Buch untersucht Annika Spahn, wie heteronormative Vorstellungen medizinisches Wissen, Lehrmaterialien und Behandlungspraxis in Deutschland und der deutschsprachigen Schweiz prägen. Anhand qualitativer Analysen – etwa zu Forschungsdiskursen rund um Uterustransplantationen, zu Inhalten der medizinischen Ausbildung und zu Behandlungserfahrungen asexueller Patient*innen – arbeitet sie zentrale Ebenen und Manifestationen von Heteronormativität heraus.
Die Studie zeigt, welche Auswirkungen solche Strukturen auf die gesundheitliche Versorgung haben und wie sie das Wohlbefinden queerer Personen beeinflussen. Damit leistet die Arbeit einen wichtigen Beitrag zur reflektierten und diskriminierungssensiblen Weiterentwicklung medizinischer Praxis.
Politische Repräsentation und Radikalisierung: aktuelle Studien im Fokus
Online-Veranstaltung zur Veröffentlichung von Heft 10 (Jg. 5, Heft 2) der Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung (ZRex)
Nikolas Dietze und Gudrun Hentges, zwei Autor*innen des aktuellen Heftes, stellen zentrale Ergebnisse ihrer Studien vor. Die Beiträge untersuchen, wie politische bzw. verschwörungsideologische Akteur*innen gesellschaftliche Ungleichheiten, Verunsicherungen usw. nutzen, um gesellschaftliche Spaltungen zu vertiefen. Anschließend folgt ein moderiertes Gespräch über die politischen und gesellschaftlichen Implikationen
11.12.2025 - Online
Weitere Informationen sowie zum Veranstaltungslink:
Einblicke in aktuelle Abschlussarbeiten zur nonformalen politischen Bildung
Vier Absolvent*innen präsentieren im Rahmen einer Online-Veranstaltung ihre empirischen Abschlussarbeiten zu unterschiedlichen Handlungsfeldern der nonformalen politischen Bildung. Die Präsentationen umfassen jeweils Fragestellung, methodisches Vorgehen und zentrale Befunde. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion und zum fachlichen Austausch.
Die vorgestellten Arbeiten beschäftigen sich mit:
- Digitalen Formaten historisch-politischer Bildung und der Auseinandersetzung mit Antisemitismus auf TikTok
- Anforderungen und Herausforderungen in der politischen Bildungsarbeit von Stadtjugendringen
- Dem Prinzip Freiwilligkeit in der außerschulischen Jugendbildung und in Kooperationen mit Schulen
- Motivationsfaktoren von Fachkräften in der politischen Jugendbildung
Die Arbeiten behandeln aktuelle Fragestellungen aus verschiedenen Perspektiven: von digitalen Bildungsformaten über organisationale Rahmenbedingungen bis zu grundlegenden didaktischen Prinzipien und professionsbezogenen Themen.
Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus Wissenschaft, Studierende, Praxis, Aus- und Weiterbildung, Förderung nonformaler politischer Bildung und alle Interessierten.
17.12.2025 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
fa:rp - Fachstelle Rechtsextremismusprävention
Die Fachstelle Rechtsextremismusprävention (fa:rp) unterstützt bundesweit pädagogische Fachkräfte aus Schule und Jugendarbeit im Umgang mit rechtsextremen, demokratiegefährdenden und menschenfeindlichen Erscheinungsformen. Sie bietet Fachberatung, individuelle Begleitung, aufsuchende Präventions- und Interventionsangebote, Fortbildungen sowie bundesweite Austauschformate an und entwickelt praxisorientierte Handlungskonzepte auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Befunde und eigener Evaluationsverfahren weiter. Angesichts vielfältiger rechtsextremer Einflussfaktoren auf Jugendliche stärkt die fa:rp pädagogische Handlungssicherheit und fördert wirksame Schutz- und Präventionsstrukturen im Bildungs- und Sozialraum. Die Fachstelle ist Teil des Kooperationsverbunds „Kompetent in der Rechtsextremismusprävention/KompRex“, in dem sechs spezialisierte Träger ihre Expertise bündeln.
KompRex – Kompetent in der Rechtsextremismusprävention
Der Kooperationsverbund KompRex, gefördert im Bundesprogramm „Demokratie leben!“, entwickelt eine bundesweite Infrastruktur zur Rechtsextremismusprävention und bündelt dafür die Expertise von sechs spezialisierten Trägern – von der Arbeit zu türkischem Rechtsextremismus über Präventionsansätze in Schule, Jugend und Familie bis hin zu kirchlichen, wirtschaftlichen und juristischen Kontexten. Am Stand erhalten Interessierte Informationen zu zentralen Fragen der Präventionspraxis, etwa zu Zugängen zu rechtsextrem orientierten Jugendlichen oder zur Bedeutung rechtsextremistischer Entwicklungen für die demokratische Ordnung.
Antisemitismus, Rassismus und Nahost als Themen der politischen Bildung
Die Veranstaltung thematisiert aktuelle Fragen politischer Teilhabe in Deutschland, insbesondere im Kontext der Reformen des Staatsbürgerschaftsrechts und der zunehmenden Diversität städtischer Bevölkerungen. Dabei wird diskutiert, wie politische Beteiligungsmöglichkeiten für Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gestaltet werden können und welche historischen Prägungen die Debatten bis heute beeinflussen. Mit einem Impuls von Tabea Böker und Fadl Speck (Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus) rückt die Veranstaltung zugleich die Rolle politischer Bildung in den offenen gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen in den Mittelpunkt und lädt zu einer kritischen Reflexion professioneller Selbstverständnisse ein.
Intersektionale Perspektiven in der Distanzierungs- und Ausstiegsberatung
Der Austausch beleuchtet die Rolle intersektionaler Perspektiven in Ausstiegs- und Distanzierungsprozessen und thematisiert, wie Diskriminierungs- und Marginalisierungserfahrungen Radikalisierungsverläufe beeinflussen können. Auf Basis einer aktuellen Recherchearbeit werden identifizierte Leerstellen diskutiert, fachliche Expertise gebündelt und mögliche Zielsetzungen für einen weiterführenden Entwicklungsprozess im Rahmen von dist[ex] erörtert. Die Veranstaltung dient der Vernetzung innerhalb der zivilgesellschaftlichen Trägerlandschaft und bildet den Auftakt für die gemeinsame Entwicklung praxisnaher Unterstützungsangebote ab 2026. Maximale Teilnehmendenzahl: 30; Anmeldung bis zum 08.12.2025.
Nach und vor einem Anschlag – Prävention und Intervention durch Sicherheitsrunden
Der Webtalk widmet sich den in Dresden entstandenen Kooperationsstrukturen nach dem islamistisch motivierten Mord im Jahr 2020 und beleuchtet, wie aus den von KORA Sachsen initiierten „vertrauensvollen Dialogen“ weiterentwickelte „Sicherheitsrunden“ hervorgingen, die künftig sachsenweit verankert werden sollen. Im Fokus stehen Erfahrungen aus Verwaltung, muslimischen Organisationen, Sozialer Arbeit und Polizei sowie die Frage, welche Elemente dieser Zusammenarbeit als Best Practices für andere Städte dienen können. Mit Beiträgen von Erik Alm (KORA Sachsen), Andrea Hübler (RAA Sachsen), Mario Herber und Thomas Herbst (Polizeidirektion Dresden); Moderation: Manuela Freiheit (IKG, RADIS) und Lars Schäfer (VPN, RADIS).
FAIRhandeln - Handlungskompetenz im Umgang mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
FAIRhandeln stärkt pädagogische Fachkräfte in Berufsschulen sowie der offenen Kinder- und Jugendarbeit im professionellen Umgang mit demokratiefeindlichen und menschenverachtenden Haltungen. Das Projekt bietet Qualifizierungen zur Erweiterung von Handlungs- und Kommunikationskompetenzen und entwickelt Peer-to-Peer-Ansätze, über die sich junge Menschen als Peerhelper*innen für demokratische Werte, Antidiskriminierung und eine konstruktive Auseinandersetzung mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit engagieren können. Dabei werden sowohl die Fachkräfte als auch die beteiligten Jugendlichen kontinuierlich begleitet, um eine reflektierte und diskriminierungssensible Praxis in ihren Einrichtungen zu fördern.
Trust Issues!? – Vertrauen in modernen Gesellschaften
Das Band „Trust Issues!?“ widmet sich der Frage, welche Rolle Vertrauen in modernen Gesellschaften spielt und wie es gestärkt werden kann. Die Beiträge analysieren Vertrauen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, bündeln zentrale Forschungsbefunde und benennen offene Herausforderungen. Dadurch wird deutlich, wie kontextabhängig Vertrauen ist und welche Bedeutung es in Zeiten gesellschaftlicher Fragmentierung gewinnt.
Ein begleitender Podcast vertieft die Diskussion und eröffnet zusätzliche Zugänge jenseits der wissenschaftlichen Perspektive.
Rechte Gewalttaten in Deutschland Aufarbeitung und Gedenken im lokalen Kontext
Der von Piotr Kocyba und Ulf Bohmann herausgegebene Band widmet sich der Frage, wie demokratische Gesellschaften auf lokaler Ebene mit rechter Gewalt umgehen können. Angesichts von Taten wie denen des NSU, den Anschlägen von Halle und Hanau oder den Brandanschlägen von Solingen wird deutlich, dass es sich nicht um isolierte Ereignisse handelt, sondern um ein größeres Muster rechter Gewalt in Deutschland.
Die Beiträge des Sammelbandes analysieren aus interdisziplinärer Perspektive, welche Formen der Aufarbeitung und des Gedenkens vor Ort entstanden sind, welche Lehren aus der deutschen Geschichte gezogen wurden und an welchen Stellen die Auseinandersetzung weiterhin unzureichend bleibt. Der Band eröffnet damit differenzierte Einblicke in Chancen und Grenzen aktueller lokaler Gedenk- und Erinnerungsarbeit.
Evaluation im Bereich der nonformalen politischen Bildung?. Bestandsaufnahme und Analyse von Forschungssituation und Fachdebatte
Wie wird die Qualität nonformaler politischer Bildung bewertet – und nach welchen Kriterien? Angesichts wachsender Erwartungen, Wirksamkeit und Qualität politischer Bildung nachzuweisen, liefert der neue „Monitor: Evaluation im Bereich der nonformalen politischen Bildung“ eine erste systematische Bestandsaufnahme zur Forschungssituation und zur aktuellen Fachdebatte.
Für den Monitor wurden 20 Evaluationsstudien aus den Jahren 2013 bis 2023 analysiert. Im Fokus standen sowohl Qualitätskriterien und Methoden als auch die jeweiligen Interessen, die die Evaluationen prägten. Ergänzend wurde die wissenschaftliche Debatte zu Nutzen, Grenzen und Zielen von Evaluation ausgewertet.
Worte helfen Frauen - Übersetzungsleistungen für Frauen in Not
„Worte helfen Frauen – Übersetzungsleistungen für Frauen in Not“ unterstützt seit 2016 Beratungsstellen in Niedersachsen dabei, qualifizierte Übersetzungen für Gespräche mit geflüchteten Frauen und Mädchen zu finanzieren. Abrechnungsfähig sind Leistungen u.a. für Gewalt-, Schwangeren- und Frauenberatungsstellen, kommunale Gleichstellungsbeauftragte sowie Frauen- und Mädchenhäuser, sofern keine andere Finanzierung zur Verfügung steht.
Evaluation des Landesaktionsplans "Istanbul-Konvention umsetzen - Frauen und Kinder vor Gewalt schützen"
Von Juli bis Dezember 2025 wird das bremische Hilfe- und Schutzsystem extern evaluiert. Ziel ist es, den aktuellen Stand der Angebote – etwa Frauenhäuser, Beratungsstellen oder vertrauliche Spurensicherung – detailliert zu erfassen und den Bedarf systematisch zu analysieren. Die Ergebnisse werden mit den Vorgaben der Istanbul-Konvention, der EU-Richtlinie und dem Gewalthilfegesetz abgeglichen, um künftige Weiterentwicklungen fundiert vorzubereiten.
Arbeits- und Forschungsstelle Demokratieförderung und Extremismusprävention
Die AFS am Deutschen Jugendinstitut erforscht seit vielen Jahren, wie junge Menschen politisch sozialisiert werden und welche Ansätze Demokratieförderung und Extremismusprävention nachhaltig stärken. Mit empirischen Studien zu Rechtsextremismus, Islamismus, politischer Bildung und demokratischen Ressourcen liefert sie praxisnahes Wissen für Präventionsarbeit, Jugendhilfe und Politik.
Arbeits- und Forschungsstelle Demokratieförderung und Extremismusprävention
Die AFS am Deutschen Jugendinstitut erforscht seit vielen Jahren, wie junge Menschen politisch sozialisiert werden und welche Ansätze Demokratieförderung und Extremismusprävention nachhaltig stärken. Mit empirischen Studien zu Rechtsextremismus, Islamismus, politischer Bildung und demokratischen Ressourcen liefert sie praxisnahes Wissen für Präventionsarbeit, Jugendhilfe und Politik.
Am Tag danach. Erfahrungen des Opferbeauftragten aus den ersten Tagen nach dem rassistischen Anschlag in Hanau
Webtalk: „Am Tag danach“ – Robert Erkan berichtet von seinen Erfahrungen als städtischer Opferberater in den ersten Tagen nach dem rassistischen Anschlag in Hanau. Er zeigt, welche Herausforderungen zwischen Ermittlungen, Krisenbewältigung und Unterstützung der Betroffenen entstehen und welche Lehren für zukünftige Situationen gezogen werden können.
Teil der Reihe „Getroffene Orte“.
Antisemitismus gestern und heute: Nationalsozialismus und türkischer Rechtsextremismus im transnationalen Kontext
Der Online-Salon beleuchtet Antisemitismus in der Türkei und zeigt auf, wie Narrative der türkischen extremen Rechten auch im deutschen Kontext wirksam werden. Mit Beiträgen von Corry Guttstadt und Kim David Amon werden historische Hintergründe, aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen für politische Bildung und Prävention diskutiert.
Kritisch digital – Ansätze zu KI, Algorithmen und Desinformation für die politische Bildung
Die Online-Fortbildungsreihe „Kritisch digital“ vermittelt Grundlagen zu Algorithmen, KI-Tools und Desinformation und zeigt, wie digitale Technologien Ungleichheiten verstärken und demokratiefeindliche Narrative begünstigen können. Neben Einblicken in Strategien antifeministischer Akteurinnen, wie beispielsweise auf TikTok, werden praktische medienpädagogische Methoden vorgestellt, die sich direkt in der politischen Bildung einsetzen lassen. Kooperationspartnerin ist mediale pfade.
Volk oder Feind?
In ihrer diskursanalytischen Studie beleuchtet Viola Dombrowski ein zentrales Paradox der Alternative für Deutschland: Obwohl die Partei stark ausschließende Positionen gegenüber Migrantinnen, Musliminnen und queeren Menschen vertritt, treten zunehmend Personen aus diesen Gruppen als Mitglieder, Mandatstragende oder über parteinahe Vereinigungen in Erscheinung.
Auf Basis einer Auswertung von Twitter-Beiträgen von AfD-Mitgliedern, Fraktionen sowie den Bündnisgruppen Alternative Homosexuelle, Neudeutsche Alternative und Juden in der AfD zeigt Dombrowski, wie die Partei Ambivalenzen nutzt und strategisch Grenzen verschiebt, um eine „kollektive Identität des Volkes“ zu konstruieren. Die Analyse verdeutlicht, dass gerade diese ungewöhnlichen Allianzen zur Stabilisierung des parteiinternen Selbstverständnisses beitragen.
Engagement in der postmigrantischen Gesellschaft. Perspektiven für teilhabeorientierte Demokratiearbeit in ländlichen Räumen
Ehrenamtliches Engagement prägt ländliche Räume als Ausdruck aktiver Zivilgesellschaft. Zugleich führen gesellschaftliche und demografische Veränderungen sowie unterschiedliche Zuwanderungsprozesse dazu, dass etablierte Engagementformen neu reflektiert werden müssen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie freiwilliges Engagement gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht und wie Neuzugewanderte zu aktiven Mitgestaltenden demokratischer Strukturen werden können.
Auf Basis einer empirischen Untersuchung analysieren Stefan Kordel, David Spenger und Tobias Weidinger, wie Migrantinnen ehrenamtliches Engagement verstehen, welche Praktiken sie entwickeln und welche Rahmenbedingungen förderlich oder hinderlich wirken. Aus den Ergebnissen leiten die Autorinnen Potenziale für eine ortsbezogene Responsibilisierung ab, die lokale Teilhabe stärkt und Engagementkulturen diversitätssensibel weiterentwickelt.
Wirkungsforschung zur nonformalen politischen Bildung. Bestandsaufnahme und Analyse von Forschungssituation und Fachdebatte
Was wissen wir über die Wirkungen nonformaler politischer Bildung? Der neue Monitor „Wirkungsforschung zur nonformalen politischen Bildung“ liefert erstmals einen systematischen Überblick über die empirische Forschung in Deutschland und über zentrale Fachdebatten zu Wirkungen und Wirkungsbeobachtung. Der Monitor beschreibt die besonderen Herausforderungen des Feldes: Politische Bildungsprozesse sind langfristig, individuell, wenig standardisierbar und ihre Wirkungen oft nur schwer eindeutig einzelnen Maßnahmen zuzuordnen.
100-Prozent-Schulen
Das Projekt setzt sich dafür ein, dass alle Kinder am Ende der vierten Klassenstufe den Mindeststandard in den Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen erreichen. Dafür schließen sich teilnehmende Grundschulen zu Clustern von mindestens fünf Schulen zusammen, die gemeinsam erprobte und wirksame Methoden für eine gezielte Unterrichtsentwicklung aufgreifen. Berücksichtigt werden dabei sowohl fachliche als auch motivationale und sozial-emotionale Aspekte wie Selbstregulation und Wohlbefinden.
Die Schulen arbeiten mit evidenzbasierten Verfahren der Diagnostik und adaptiven Förderung und erheben regelmäßig geeignete Lernstands- und Entwicklungsdaten. Unterstützt durch Partner aus Kommune und Schulaufsicht entstehen Verantwortungsgemeinschaften, in denen neue Ansätze erprobt, angepasst und kooperativ weiterentwickelt werden.
BiMig – Bildungswege in der Migrationsgesellschaft
Das Projekt zielt darauf ab, gesellschaftliche Wertschätzung für Vielfalt zu stärken und den Austausch über Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen aus Drittstaaten im deutschen Bildungssystem zu vertiefen. Begleitende Bildungsangebote unterstützen die Verankerung der Themen in Schulen, öffentlichen Diskussionen und politischen Debatten. Darüber hinaus entwickelt das Projekt konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Bildungspraxis, um strukturelle Benachteiligungen abzubauen, inklusive Bildungsprozesse zu fördern und langfristig die Bildungsteilhabe von zugewanderten Kindern und Jugendlichen zu verbessern.
Der Extremismusbegriff aus Sicht der Bevölkerung: Ein Umfrageexperiment zur Relevanz der individuellen politischen Orientierung für die Bewertung verschiedener Extremisten in Deutschland
Die Psychologin Mona Sarina Klöckner analysiert in ihrer Studie, wie politische Orientierung die Einschätzung staatlicher Maßnahmen gegen Rechts-, Links- und islamistischen Extremismus prägt. Zwei Online-Experimente zeigen, dass Personen an den politischen Rändern stärker zwischen diesen Phänomenbereichen differenzieren, während die politische Mitte zu einer gleichmäßigeren Bewertung tendiert. Maßnahmen gegen islamistischen Extremismus werden dabei ähnlich beurteilt wie solche gegen Linksextremismus. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund aktueller fachlicher und gesellschaftlicher Diskussionen über den Extremismusbegriff reflektiert.
Handreichung zum Thema Extremismusprävention im Umgang mit Mädchen und jungen Frauen
Die Handreichung „Girls* Matter“ der österreichischen Beratungsstelle Extremismus bietet einen fundierten Einblick in geschlechtsspezifische Dynamiken von Radikalisierungsprozessen bei Mädchen und jungen Frauen. Sie thematisiert Lebenslagen, soziale Einflussfaktoren und die spezifischen Mechanismen, die eine Anfälligkeit für extremistische Narrative begünstigen können. Ergänzend liefert die Publikation praxisorientierte methodische Zugänge, die Fachkräfte in der Arbeit mit der Zielgruppe unterstützen und zur Weiterentwicklung geschlechtersensibler Präventionsstrategien beitragen.
Radikalisierende Räume – Prävention von Radikalisierung auf der Stadtteilebene. Eine Handreichung für die Praxis
Die Handreichung stellt eine sozialräumliche Strategie zur Radikalisierungsprävention vor, die auf Ebene einzelner Stadtteile ansetzt. Vorgeschlagen wird ein zweiphasiger Ansatz: eine Beobachtungsphase zur systematischen Vernetzung, Bedarfsermittlung und Angebotsübersicht sowie eine Interventionsphase, die bei eskalierenden Entwicklungen handlungsleitend wird. Betont werden die Stärkung des sozialen Zusammenhalts, die Bedeutung belastbarer lokaler Netzwerke und die Einbindung digitaler Räume als Bestandteil moderner Präventionsarbeit.
Vielfalt mit Gruppen (er)leben – Praxisorientierte Methoden kennenlernen
Die Fortbildung vermittelt praxisnahe Methoden für diversitätssensible Workshops und fördert die Reflexion der eigenen Rolle in der Gruppenleitung. Im Fokus stehen Zugänge, die offenen Austausch ermöglichen, geeignete Themen und Einstiege unterstützen und Gruppenprozesse diskriminierungskritisch begleiten. Das Angebot richtet sich an Personen, die ihre Praxis erweitern oder bestehende Formate weiterentwickeln möchten.
Dialoge über Extremismusprävention Camino im Gespräch mit Adrian Stuiber (IZRD e.V.)
Die Veranstaltung bildet den Auftakt einer neuen Dialogreihe, die künftig jedes Jahr zum Jahresende stattfindet. Zur ersten Ausgabe begrüßt Camino den Extremismuspräventions-Experten Adrian Stuiber vom Projekt dist[ex] des Interdisziplinären Zentrums für Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung (IZRD).
Gemeinsam wird beleuchtet, weshalb digitale Plattformen eine besondere Anziehungskraft sowohl auf Jugendliche als auch auf extremistische Akteure ausüben. Dabei geht es um zentrale Funktionsweisen und Mechanismen des Digitalraums sowie deren Bedeutung für Radikalisierungsprozesse.
Empirische Grundlagenforschung zur Praxis nonformaler politischer Bildung. Bestandsaufnahme und Analyse von Forschungssituation und Fachdebatte
Wie gut ist die Praxis nonformaler politischer Bildung wissenschaftlich untersucht? Angesichts aktueller Debatten zu Qualität und Wirkung: erstaunlich wenig. Der neue „Monitor Empirische Grundlagenforschung zur Praxis nonformaler politischer Bildung“ bietet erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme. Er zeigt deutlich, dass wissenschaftlich gesicherte Analysen realer Praxis weitgehend fehlen.
Starkes Fundament 2.0 – Begegnung, Kennenlernen und Partizipation als Fundament für einen nachhaltigen Vertrauensaufbau
Freuen Sie sich auf spannende Inputs, interaktive Elemente und die Vorstellung der Projektergebnisse 2025. Neben inspirierenden Keynotes erwarten Sie eine Podiumsdiskussion, eine Ideenwerkstatt sowie Gelegenheit zum Austausch.
Anmeldeschluss ist der 20.11.
Klimawandelbedingte Migration
Klimawandelbedingte Migration nimmt weltweit zu – besonders in Regionen, die bereits von Armut und Instabilität betroffen sind. Die Tagung beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Flucht und Migration und diskutiert politische, rechtliche und gesellschaftliche Handlungsoptionen. Themen sind u.a. Analysen und Prognosen, internationale Regelwerke sowie die Rolle der Entwicklungszusammenarbeit.
Die Veranstaltung richtet sich an Fachleute aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Kirchen, NGOs sowie interessierte Bürger*innen.
Von der Idee zur Umsetzung ? Diversitätsorientierte und diskriminierungskritische Ansätze in Projekten
Wie können Projekte diskriminierungskritisch und divers gestaltet werden – von der Idee bis zur Umsetzung? Am 10.12.2025 (9.30–12.30 Uhr) zeigen Amelie Henze und Manfred Brink praxisnah, wie inklusive Lernräume entstehen können. Der kostenfreie Workshop bietet Austausch, Reflexion und Bestärkung für Fachkräfte und Engagierte.
Anmeldung bis 9.12. unter: www.vnb.de/schnacknroll





