Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Information, neue Publikationen und Hinweise zu Integrations- und Migrationsthemen sowie zur Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus.

 

07.09.2022

Ausschreibung: Land.Zuhause.Zukunft - Gestaltung von migrationsbedingter Vielfalt in ländlichen Räumen

"Land.Zuhause.Zukunft. Gestaltung von migrationsbedingter Vielfalt in ländlichen Räumen" – ein gemeinsames Programm der Robert Bosch Stiftung und der Universität Hildesheim – sucht innovative und zukunftsfähige Ansätze für die Integration und Teilhabe von (Neu-)Zugewanderten in ländlichen Räumen. Die aktuelle Ausschreibung läuft noch bis zum 27.9.22 und richtet sich an (Land)Kreise, die gemeinsam mit Partner:innen aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft eine konkrete Herausforderung bearbeiten oder eine langfristige Strategie im Themenfeld Integration und Teilhabe entwickeln wollen.


06.09.2022

FRAU LEHRERIN, DAS, WAS DU SAGST, IST RASSISTISCH! Wie Pädagogik und Medien Alltagsrassismus begegnen können

Das Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) hat eine neue Studie veröffentlicht zur Frage, was Kinder und Jugendliche zum Thema Rassismus wissen und wie Pädagogik und Qualitätsmedien Alltagsrassismus entgegenwirken können. Das neu erschienene und frei verfügbare Buch und ein Artikel fassen die Ergebnisse zusammen.

Jedes dritte Kind bzw. jede*r dritte Jugendliche*r in Deutschland ist mit Alltagsrassismus konfrontiert. Die Grundtendenz ist dabei: Je sichtbarer der Migrationshintergrund, desto häufiger widerfahren den Kindern und Jugendlichen Beschimpfungen, Benachteiligung und rassistische Klischees etc. Wie Medien und Pädagogik Alltagsrassismus begegnen können, zeigt das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) beim Bayerischen Rundfunk in dem aktuell erschienenen Buch mit dem Titel: „Frau Lehrerin, dass, was Du sagst, ist rassistisch!“ Eine repräsentative Studie zeigt, wie ausgeprägt das Wissen zum Thema (Alltags-) Rassismus in Deutschland ist. Anhand von sechs weiteren Studien im Kontext der Entwicklung der antirassistischen Sketch-Comedy-Sendung »Moooment!« (KiKA) wird aufgezeigt, wo es in der Entwicklung von Medieninhalten besonderer Sensibilität bedarf und wo pädagogische Handlungsräume ansetzen könnten.


06.09.2022

Werkstattgespräch: Herausforderungen und Lösungsansätze in der Arbeit mit geflüchteten Männern

"Das Werkstattgespräch „Herausforderungen und Lösungsansätze in der Arbeit mit geflüchteten Männern“ ist eine Folgeveranstaltung der Fachtagung „Sexualisierte Gewalt gegen Männer im Kontext der Arbeit mit geflüchteten Menschen. Ein Tabuthema?“, die in 2021 stattfand.

Im diesjährigen Werkstattgespräch werden wir uns auf den Aspekt der unterschiedlicheren Geschlechternormen konzentrieren. Mit welchen Herausforderungen sind Männer aus unterschiedlichen Herkunftsregionen/Sozialisationskontexten konfrontiert, wenn sie sich an die neuen Geschlechternormen und -erwartungen in Deutschland anpassen sollen? Zudem nehmen wir die Strategien der Anpassung und des Widerstands (z.B., wenn sie sich zur Anpassung gezwungen fühlen) dieser Männer in den Blick.

Wir möchten eine Diskussion darüber eröffnen, wie diese Veränderungen das Leben von männlichen Geflüchteten in Unterkünften für Geflüchtete beeinflussen. Welche Selbstdefinitionen entwickeln geflüchtete Männer? Wir versuchen zusammen zu verstehen, wie diese Männer wahrnehmen, wie sie von anderen wahrgenommen werden und wie sie wahrgenommen werden wollen. Was passiert mit Männern und ihren Familien, wenn „klassische“ Möglichkeiten des Mannseins wegfallen?"

13.09.2022 - Kremmener Str. 43, 16515 Oranienburg
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


06.09.2022

Online-Workshop: Traumata bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen

Auslöser für Traumata bei Kindern und Jugendlichen sind divers: Gewalterfahrungen in der Familie, der Verlust einer Bezugsperson oder etwa grundlegende Veränderungen von Lebensbedingungen bei nationalen und internationalen Krisensituationen. Die Tagesschulung gibt eine Einführung in das Thema und gemeinsam erarbeiten die Teilnehmenden Antworten auf Fragen rund um das Thema Trauma. Eingeladen sind alle Interessierte sowie Berufsgruppen mit Bezug zur Thematik. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Die Workshops finden am 13.10.2022 in der Zeit von 16:00 Uhr – 20:00 Uhr und am 05.11.2022 in der Zeit von 09:00 Uhr – 13:00 Uhr online statt. Die beiden Workshops sind im Thema identisch.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


05.09.2022

Bericht: Arbeitsmarktintegration ukrainischer Flüchtlinge: Voraussetzungen geschaffen, Umsetzung entscheidet

Ob und wie ukrainischen Flüchtlingen in Deutschland die Arbeitsmarktintegration gelingt, hängt nicht nur von einem gesicherten Aufenthaltsrecht und Arbeitsmarktzugang ab – diese Voraussetzungen wurden mit der kollektiven Anerkennung und weiteren Regelungen geschaffen. Um prekäre Arbeitsverhältnisse zu verhindern, müssen individuelle und strukturelle Risikofaktoren berücksichtigt und abgemildert werden, so der wissenschaftliche Stab des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR) zu Ergebnissen aus einem aktuellen Forschungsprojekt.

Vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine waren ukrainische Arbeitskräfte häufig unter prekären Arbeitsbedingungen im juristischen Nischen- und Graubereich des deutschen Niedriglohnsektors beschäftigt. Durch die Aktivierung der Massenzustrom-Richtlinie sind ukrainische Geflüchtete in Deutschland kollektiv anerkannt und erhalten einen sofortigen Zugang zum Arbeitsmarkt und den arbeitsfördernden Maßnahmen und Leistungen der deutschen Grundsicherung. Der Policy Brief untersucht, inwieweit für Personen aus der Ukraine unter den Rahmenbedingungen der Erwerbsmigration und denen der Fluchtmigration das Risiko prekärer Arbeit- und Lebensbedingungen besteht. Für ukrainische Geflüchtete wurden durch die Aktivierung der Massenzustroms-Richtlinie und den Wechsel in die deutsche Grundsicherung zentrale rechtliche Teilhabebeschränkungen abgebaut. Strukturelle Hürden der Teilhabe am Arbeitsmarkt und in der behördlichen Praxis sind jedoch damit nicht überwunden, sodass das Risiko für prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen weiterhin besteht.


01.09.2022

Webinar: Militanter Akzelerationismus - Urspung und Aktivitäten in Deutschland

"Als Reaktion auf die Entwicklungen im Bereich rechtsextremer Radikalisierung und Militanz baut CeMAS den Fokus auf das Thema Rechtsterrorismus weiter aus: Unter der Leitung des Rechtsextremismusexperten Miro Dittrich haben wir das Projekt "Digital Seismograph: Monitoring Terrorism" gegründet.
Zum Auftakt dieses neuen Projektes freuen wir uns, Sie bei unserer digitalen Diskussionsveranstaltung anlässlich unserer neuen Veröffentlichung "Militanter Akzelerationismus - Urspung und Aktivitäten in Deutschland" zu begrüßen.

Nach Vorstellung des neuen Reports und einer kurzen Einführung in die Schwerpunkte des Projektes "Digital Seismograph: Monitoring Terrorism" werden wir die Inhalte des Berichts, aber auch offene Fragen und Herausforderungen im Forschungsfeld Rechtsextremismus diskutieren. Wir freuen uns daher sehr, dass wir neben Miro Dittrich für die sich anschließende Paneldiskussion Karolin Schwarz, Autorin und Expertin für digitale Ausprägungen von Rechtsextremismus und Desinformation und Irene Mihalic, ehemalige Polizeibeamtin und Grünen-Abgeordnete im Bundestag gewinnen konnten.
Moderiert wird die Diskussion von Ann-Katrin Müller, Spiegelredakteurin im Hauptstadtbüro mit schwerpunktmäßiger Recherche zu den Themen Neue Rechte und AfD."

15.09.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


01.09.2022

Sozialdienst muslimischer Frauen e.V. (SmF)

Der Sozialdienst muslimischer Frauen e.V. (SmF-Bundesverband) ist eine gemeinnützige Dachorganisation, die in der freien Wohlfahrtspflege tätig ist. Der Verein wurde durch sozial engagierte, muslimische Frauen 2016 gegründet und hat seine Aktivitäten im Jahr 2018 intensiviert.

Der SmF-Bundesverband verfolgt das Ziel, die muslimische Wohlfahrt voranzubringen. Damit einhergehend arbeitet der Verband an der Sichtbarmachung der muslimischen Fürsorge für die ganze Gesellschaft, setzt sich für Empowerment von Frauen und Nachteilsausgleiche für Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer und Senior:innen ein. Der SmF sieht seinen Schwerpunkt in der Sozialarbeit und verortet sich in der muslimischen Wohlfahrtspflege. Kooperationen mit der muslimischen Zivilgesellschaft zu diesem Zweck erachtet der SmF diesbezüglich als wichtig.

Der Verein bekämpft jegliche Form von Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, er tritt für gleichberechtigte Teilhabe ein. Er fördert die Inklusion und das offene Zusammenleben in der deutschen Gesellschaft.

Der SmF-Bundesverband ist Träger der freien Jugendhilfe und dient im Rahmen der freien Wohlfahrtspflege der Kinder- und Jugendhilfe, der speziellen Hilfe für Frauen und Familien, sowie der Hilfe für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Dabei werden junge Menschen, insbesondere auch Frauen, in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung gefördert.

Im Sinne der Jugendhilfe werden Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder unterstützt. Als Hauptaufgabe setzt sich der Verband ganz besonders für den Schutz aller Menschen vor Gewalt ein. Insbesondere gilt der Schutz den Frauen und Kindern, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Die Stärkung von Frauen, Senior:innen, Kindern, Jugendlichen und Vätern hat auch im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Kindern einen besonderen Stellenwert.

Auch im Bereich der Flüchtlingshilfe sowie der sozialen Integration und Inklusion von Bürgern übernimmt der Verband Verantwortung und führt zurzeit in sechs Bundesländern diese Arbeit aus.

Männer sind in der sozialen Arbeit des SmF-Bundesverbands weder als Mitarbeitende noch als Zielgruppe ausgeschlossen. So gehört auch Väterarbeit zu den Inhalten des SmF. Der SmF-Bundesverband engagiert sich neben Jungen und Männern insbesondere für Väter und baut Väterarbeit aus.


31.08.2022

Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) 2021-2027

Der AMIF stellt europäische Fördermittel für Projekte in den Bereichen Asyl, Migration, Integration, Rückkehr, Bekämpfung irregulärer Migration und europäische Solidarität zur Verfügung. Insgesamt erhält Deutschland rund 1,5 Milliarden Euro für die Förderung von Projekten in der Förderperiode 2021-2027. Gefördert werden private und öffentliche Träger, u.a. Kommunen, Bundesländer, Netzwerke, Organisationen und Bundesbehörden.

Der Förderaufruf gilt für die gesamte Förderperiode. Antragstellungen sind daher fortlaufend innerhalb des Förderzeitraums möglich. Darüber hinaus wird für Projekte, die in den Jahren 2021 und 2022 begonnen haben bzw. beginnen, die Möglichkeit eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns eingeräumt, um Förderlücken zu vermeiden.


31.08.2022

Bericht: Migration und Vielfalt in der Kulturverwaltung - Eine Befragung städtischer Kulturämter in Deutschland

Migration und Vielfalt in der Kulturverwaltung?! Gemeinsam mit dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien - IMIS hat die Kulturpolitische Gesellschaft e. V. eine Befragung städtischer Kulturämter durchgeführt.

Die Kommunen in Deutschland sind in zunehmendem Maße konfrontiert mit verschiedenen Formen des demographischen Wandels. Darin spielen die wachsende Vielfalt der familiären Hintergründe bei jungen Menschen, aber auch die Alterung der Gesellschaft eine zentrale Rolle. Andererseits wirken gesellschaftliche Debatten um Migration und Vielfalt in die Kultureinrichtungen hinein und damit in zentraler Weise auch in die Arbeit der kommunalen Kulturverwaltungen. Die Befragung der kommunalen Kulturämter soll einer Bestandsaufnahme dienen, inwieweit und in welcher Form die Themen Migration, Interkultur und Diversität in den Kulturämtern
präsent sind und die Arbeit in den letzten Jahren verändert haben – Fragestellungen, zu denen bislang noch kaum wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen.

30.08.2022

QuBe Fachtag: Rechte junger Geflüchteter stärken! UN-Kinderrechtskonvention und Jugendhilfe im Asyl- und Aufenthaltsrecht

"Kinderrechte gelten für alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von ihrer Nationalität oder ihrem Aufenthaltsstatus. Dennoch fristet ihre Umsetzung im Kontext des Asyl- und Aufenthaltsrechts oftmals ein Schattendasein.

Wir möchten einen Fachaustausch zwischen Akteur*innen der Asyl – und Migrationsberatung, der Kinder- und Jugendhilfe sowie Rechtsanwält*innen über aktuelle Herausforderungen in der Praxis initiieren und uns gemeinsam über Strategien und Handlungsoptionen verständigen."

23.09.2022 -  Jahnallee 59, Leipzig
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


30.08.2022

Amaro Drom e.V.

Amaro Drom e.V. („Unser Weg“) ist eine interkulturelle Jugendselbstorganisation von Rom*nja und Nicht-Rom*nja, die das Ziel hat, jungen Menschen durch Empowerment, Mobilisierung und Selbstorganisation Räume für politische und gesellschaftliche Beteiligung zu eröffnen.

Amaro Drom versteht sich als basisdemokratische Struktur, die jungen Menschen Möglichkeiten zur Vernetzung, zum gemeinsamen Lernen und Erleben bietet und in der sie für sich und andere Verantwortung übernehmen.

Als Bundesverband verfügt Amaro Drom über ein weitgespanntes Netz zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung der Landesverbände sowie zur Zusammenarbeit mit anderen Jugendverbänden, insbesondere mit der djo – Deutsche Jugend in Europa und den in ihr organisierten MJSO-Bundesgruppen (Migrantenjugendselbstorganisationen).

Die Arbeit des Verbands soll vor allem dazu beitragen, dass sich Kinder und Jugendliche zu kritikfähigen und verantwortungsbewusst handelnden Mitbürger*innen unserer Gesellschaft entwickeln können. Voraussetzung dafür ist eine Bildungsarbeit, die den Menschen in seiner Würde und Freiheit in den Mittelpunkt stellt. Der Verband will die Belange, Anliegen und Interessen von Kindern und Jugendlichen deutlich machen und vertreten.


30.08.2022

Arbeitshilfe: Geschlechtsspezifische Verfolgung und Durchsetzung von geschlechtsspezifischen Rechten im Asylverfahren

Geschlechtsspezifische Verfolgung ist mittlerweile ein anerkannter Fluchtgrund. In der Praxis ist jedoch festzustellen, dass von geschlechtsspezifischer Verfolgung betroffene Personen häufig nicht hinreichend genug im Asylverfahren erkannt werden bzw. sie Hürden gegenüberstehen, die eine Geltendmachung ihrer Bedürfnisse und Rechte erheblich erschweren. Die neue Arbeitshilfe des Paritätischen Gesamtverbandes vermittelt daher rechtliche Informationen und praktische Hinweise für die Beratung von Betroffenen geschlechtsspezifischer Verfolgung im Rahmen des Asylverfahrens.


29.08.2022

MERCATOR-FORUM: Teilhabe statt Diskriminierung

Wie steht es um Chancengleichheit in Bereichen wie Bildung, Justiz, Polizei und dem Gesundheitswesen? Welche Risiken von Diskriminierung gibt es – und was kann dagegen getan werden? Um diese und andere Fragen geht es auf einer zweitägigen Veranstaltung der Mercator-Stiftung in Essen.

Diversität und Vielfalt machen Gesellschaften in zahlreichen Hinsichten aus, ebenso zahlreich stehen ihrer Entfaltung aber auch Hemmnisse entgegen. Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag verankert: Deutschland ist ein Einwanderungsland. Das setzt ein wichtiges Signal für Diversität. Auch die Gesellschaft nimmt Vielfalt heute mehrheitlich als Bereicherung wahr. Das allein aber verschafft noch nicht allen Menschen gleiche Chancen und Möglichkeiten zur Teilhabe. Marginalisierte Gruppen erleben weiter Benachteiligungen, zum Beispiel aufgrund ihrer kulturellen Herkunft oder ihres sozioökonomischen Hintergrunds. 

Eine Gesellschaft wird nur dann gut zusammenhalten, wenn sie allen die Aussicht bietet, sich ihr zugehörig zu fühlen. Dazu muss jede Person unabhängig von Herkunft und sozioökonomischem Hintergrund gleichberechtigt an unserer Gesellschaft teilhaben können. Der Einsatz für Chancengleichheit, Teilhabe und gegen Diskriminierung geht uns alle an.

14.09.2022 - 15.09.2022 in Essen
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


25.08.2022

Klimawandel und Konflikte. Präventive Strategien afrikanischer Regionalorganisationen

Bei den Potsdamer Frühjahrsgesprächen 2022 der Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) diskutierten internationale Expert*innen über die sich gegenseitig verstärkenden Risiken von Klimawandel und Konflikten in Afrika. Eine Zusammenfassung der viertägigen Konferenz sowie weitere Highlight-Videos sind nun auf der Webseite der Stiftung verfügbar.

Der Klimawandel gefährdet viele Fortschritte in Friedens- und Sicherheitsfragen in Afrika und kann zur Verschärfung gewaltsamer Konflikte beitragen. Zugleich ist die Anpassung an den Klimawandel in konfliktträchtigen Gebieten viel schwieriger. Die Potsdamer Frühjahrsgespräche 2022 werden vor diesen Hintergrund untersuchen, welche Strategien regionale und internationale Organisationen in Afrika zur Bewältigung der sich gegenseitig verstärkenden Risiken von Klimawandel und Konflikten einsetzen. Dabei werden wir in englischer Sprache mit Vertreter*innen regionaler und internationaler Organisationen, Wissenschaftler*innen und Expert*innen der Zivilgesellschaft aus Afrika und Europa diskutieren.


25.08.2022

KN:IX Analyse: Attraktivitätsmomente von Kampfsport aus geschlechterreflektierender und rassismuskritischer Perspektive

Diese von der Politologin Mariam Puvogel verfasste Analyse geht der Frage nach den potenziellen Attraktivitätsmomenten von Kampfsport für junge Erwachsene aus der Perspektive kritischer Geschlechterforschung nach und diskutiert die Potenziale von Kampfsport für positive Sozialisierungseffekte und das Empowerment junger Erwachsener. Dabei geht es nicht um eine Kritik von Kampfsport als vermeintlich gewaltbejahendem Sport, sondern um eine Sensibilisierung für die Zwänge durch starre und partriarchale Geschlechterrollen, die durch Kampsport verfestigt werden können, sofern der Umgang mit gender ausgeklammert bleibt.


24.08.2022

Studie: Menschen aus Eritrea und Syrien in Deutschland: Unterstützungspotenziale persönlicher Netzwerke

In der BAMF-Kurzanalyse 3|2022 werden die persönlichen Netzwerke der in Deutschland lebenden Menschen aus Syrien und Eritrea und das darin enthaltene, von den Betroffenen wahrgenommene Unterstützungspotenzial untersucht. Die Analyse basiert auf Daten aus dem Projekt Forced Migration and Transnational Family Arrangements: Eritrean and Syrian Refugees in Germany (TransFAR) aus dem Jahr 2020. Es wird gezeigt, wie groß die persönlichen Netzwerke der Syrerinnen und Syrer sowie Eritreerinnen und Eritreer sind und wie sie sich zusammensetzen. Weiterhin wird analysiert, bei welchen Personen aus ihrem Netzwerk die Befragten davon ausgehen, von diesen bei ausgewählten Problemstellungen Unterstützung zu erhalten.


24.08.2022

Online-Dialogtagung: Krisen ohne Ende - Asylverfahren in herausfordernden Zeiten

Erleben wir die unruhigsten Zeiten der letzten Jahre? Noch hält die Pandemie die Welt in Atem und ein Krieg, eine humanitäre Krise jagt die nächste. Unter Druck müssen Lösungen gefunden werden – in der Bundes- und Landespolitik, in der Verwaltung, in Beratungsgesprächen. Schon blickt die (mediale) Öffentlichkeit auf die nächste Katastrophe. Einige Schauplätze geraten ganz aus der Aufmerksamkeit, wie der Krieg in Syrien seit nunmehr elf Jahren. Durch die Arbeit im Bereich Asyl und Flucht erfahren wir von den vielen Bedrohungen – durch die Geschichten der schutzsuchenden Menschen – gleichzeitig und hautnah. Fachkunde, Übersicht und Zeit für den Einzelfall sind mehr denn je gefragt.

Bei der Dialogtagung 2022 stehen drei Länder im Fokus: Afghanistan – ein Jahr nach dem Umsturz durch die Taliban mit Blick auf die Lage vor Ort und die Entscheidungspraxis beim Bundesamt, Guinea als unser diesjährigen Länderschwerpunkt und die Ukraine im Kriegszustand und mit den Folgen für das Asyl- und Aufnahmeverfahren in Deutschland.

Die Aufnahme von Schutzsuchenden aus der Ukraine ist eindrucksvoll und wirft gleichzeitig Fragen für Asylsuchende aus anderen Ländern auf. Und wie gestaltet sich die asylpolitische Ausrichtung der Bundesregierung ein Jahr nach der Wahl?

Wir wollen uns auch mit ganz grundsätzlichen Themen auseinandersetzen wie dem Recht auf Familie im Asylverfahren oder Digitalisierungsprozesse und Datenmanagement im Bereich Asyl.

13.09.2022 - 14.09.2022, Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


23.08.2022

Vor 30 Jahren: Die rassistisch motivierten Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen

Im August 1992 griffen Randalierer im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen unter dem Beifall und der Beteiligung Tausender Anwohner mehrere Tage ein Asylbewerberheim und eine Unterkunft vietnamesischer Vertragsarbeiter an. Den rassistischen Ausschreitungen war eine erregte öffentliche Debatte über Zuwanderung vorausgegangen. In der Folge schränkte der Bundestag das Grundrecht auf Asyl ein.


23.08.2022

Factsheet: Politisch Motivierte Kriminalität in der Corona-Pandemie

Immer mehr politische Straftaten sind laut Behörden keinem politischen Spektrum eindeutig zuzuordnen. Viele davon wurden auf Protesten gegen die Corona-Maßnahmen begangen. Was macht die Zuordnung so schwer? Dazu hat der MEDIENDIENST ein Factsheet erstellt.


23.08.2022

UNICEF Online Schulung: Auf Kinder achten! Kinderschutz und Kinderfreundliche Orte und Angebote in Unterkünften für geflüchtete Menschen

Kinder, die angesichts von Kriegen ihre Heimat verlassen mussten und sich auf die Suche nach Schutz begeben haben, sind besonders verletzlich. Sie brauchen Zufluchtsorte, an denen sie sicher sind und einfach wieder Kinder sein können.

Unterkünfte für geflüchtete Menschen erfüllen diese Anforderung nicht immer. Insbesondere in Situationen, in denen aufgrund eines erhöhten Zuzugs Unterbringungskapazitäten schnell aufgebaut werden, dürfen die Bedarfe von Kindern nicht aus dem Blick geraten. Ungeachtet der Unterkunftsform, des Herkunftslandes, der Verweildauer oder des elterlichen Aufenthaltsstatus sollte jedes Kind, das in einer Unterkunft lebt, zur Ruhe kommen und das Erlebte verarbeiten können.

Die eintägige UNICEF Online Schulung "Auf Kinder achten! Kinderschutz und Kinderfreundliche Orte und Angebote in Unterkünften für geflüchtete Menschen" legt den Fokus auf die Bedarfe von Kindern und zeigt Wege auf, wie diese im Unterbringungskontext berücksichtigt werden können.

Die Schulung hat zum Ziel,

  • für die Schutzbedarfe von Kindern im Unterbringungskontext zu sensibilisieren,
  • praxisrelevante Grundkenntnisse zum Thema Kinderschutz zu vermitteln und
  • den Aufbau von Kinderfreundlichen Orten und Angeboten anzuregen.

Inhalte der Schulung sind:

  • Einführung in die „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ mit dem Schwerpunkt auf Gewaltschutz von Kindern und Jugendlichen
  • Konzept und Umsetzung der Kinderfreundlichen Orte und Angebote
  • Umgang mit Verdacht auf und akuter Kindeswohlgefährdung
  • Kinderschutz und Kooperation in der Umsetzung des Schutzauftrags

 

An folgenden Terminen kann der Workshop besucht werden. Anmeldungen sind bis einen Werktag vor dem jeweiligen Schulungstermin möglich:

  • Freitag, 02.09.2022, 9:00 - 17:00 Uhr
  • Freitag, 09.09.2022, 9:00 - 17:00 Uhr
  • Donnerstag 15.09.2022, 9:00 - 17:00 Uhr
  • Mittwoch, 28.09.2022, 9:00 - 17:00 Uhr

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


22.08.2022

Fachaustausch und Online-Workshops: Digitale Transformation der sozialen Arbeit im Kontext Flucht

Fachaustausch und Online-Workshops im Projekt „Let's go digi – Servicestelle für digitale Arbeit mit Geflüchteten“

"Zum Abschluss des Projekts werden wir nicht nur unsere Toolbar vorstellen, uns an einem Praxisbeispiel mit der Frage auseinandersetzten, wie man digitale Kompetenzen niederschwellig sowie bedarfsgereicht vermitteln kann oder diskutieren, was die Flüchtlingsarbeit im Kontext der Digitalisierung nun braucht, sondern haben auch drei spannende, parallel stattfindende Workshops vorbereitet.

Zielgruppe:

  • Menschen, die mit Geflüchteten haupt- oder ehrenamtlich arbeiten
  • Menschen, die selbst Fluchterfahrung haben
  • Interessierte

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Eine unterstützende Sprachmittlung ist punktuell möglich.

Es handelt sich um die Abschlussveranstaltung im Projekt „Let’s go digi – Servicestelle für digitale Arbeit mit Geflüchteten“. Dieses wird in Kooperation mit der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde umgesetzt und gefördert durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW."

07.09.2022 - Online
Weitere Informatioen sowie zur Anmeldung:


18.08.2022

Antidiskriminierungsbeauftragte stellt Jahresbericht vor

Die Zahl der gemeldeten Fälle von Diskriminierungen in Deutschland bleibt auf hohem Niveau. Das zeigt der Jahresbericht 2021 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, den die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, am Dienstag in Berlin vorgestellt hat.

Im Jahr 2021 gab es mehr als 5.600 Beratungsanfragen an die Antidiskriminierungsstelle, die mit einem vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geschützten Diskriminierungsmerkmal zusammenhingen. Das ist der zweithöchste Wert in der Geschichte der Antidiskriminierungsstelle, die 2006 gegründet wurde. Der leichte Rückgang gegenüber dem Vorjahr (6383) ist auf weniger Anfragen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, insbesondere zur Maskenpflicht, zurückzuführen. Die Anzahl der Beratungsanfragen zu allen anderen Diskriminierungen blieb unverändert hoch.


18.08.2022

Bildungsportal: qualifiziert-engagiert-bw.de

qualifiziert-engagiert-bw.de ist das Bildungsportal für Engagierte in Baden-Württemberg, getragen vom Landkreistag Baden-Württemberg. Es bietet einen Überblick über die vielseitigen Bildungsangebote für bürgerschaftlich Engagierte in den jeweiligen Landkreisen. Eine Kooperation der Anbieter in Bildungsnetzwerken fördert die Planung und Steuerung von Bildungsangeboten im sozialen Bereich. Zudem bietet das landesweite Bildungsportal einen Überblick über die Qualifizierungsangebote in ganz Baden-Württemberg und fördert die Vernetzung über die Landkreisgrenzen hinaus.


17.08.2022

Training: Psychosoziale Unterstützung geflüchteter Kinder und Familien

Der psychosoziale Zustand vieler geflüchteter Kinder ist unter anderem durch Gewalt und andere traumatische Erlebnisse im Heimatland, auf der Flucht oder durch schwierige und belastende Situationen im Aufnahmeland, geprägt. Als Menschengruppe, die einen großen Anteil der geflüchteten Menschen in Deutschland darstellt, sind Kinder mit Fluchterfahrung besonders gefährdet unter psychischen Belastungssymptomen oder Traumatisierung zu leiden. Erschwerend kommt hier hinzu, dass sich diese, bei Kindern und Jugendlichen, nicht leicht erkennen lassen.

Oft sind auch die engen Bezugspersonen in der Familie selbst betroffen und haben mit dem Erlebten zu kämpfen. Aufgrund dessen kommen den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden mit geflüchteten Menschen eine wichtige Rolle bei der Unterstützung von geflüchteten Kindern und deren Familien zu.

Die Kontaktstelle für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland des Projekts „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur in Flüchtlingsunterkünften (DeBUG)“ in Kooperation mit Save the Children Deutschland e.V. bieten für den Themenkomplex „Psychosoziale Unterstützung von geflüchteten Kindern und Familien“ ein zweitägiges, vertiefendes Training an.

Das Training hat das Ziel, die Kompetenzen der Mitarbeitenden in der Arbeit mit geflüchteten Menschen zu stärken, ihnen konkrete Handlungsempfehlungen und Hilfestellungen zu geben und ihre Selbstfürsorgefähigkeiten zu stärken. Das kostenfreie Training greift u.a. Grundlagen der traumasensbilen Arbeit, den Umgang mit schwierigen Situationen und die Handlungsprinzipien und Kommunikationsstrategien in der Psychosozialen Erste Hilfe für Kinder auf.

Das Training richtet sich an Mitarbeitende in der stationären Arbeit mit geflüchteten Menschen aus allen anderen Wohlfahrtsverbänden, Trägern oder Behörden in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

29.08.2022 - 30.08.2022 in Mainz
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


17.08.2022

Online-Workshop: Männlich, verletzlich, unersetzlich? – Gendersensible Arbeit mit migrantischen Männern*

Während sich in den vergangenen Jahren der Fokus der Unterstützungsarbeit verstärkt auf migrantische Frauen* gerichtet hat, wird in letzter Zeit die Frage präsenter, wie geschlechterreflektiert  und zugewandt mit migrantischen Männern* gearbeitet werden kann. Wie kann dabei ein offener und nachhaltiger Dialog über Männlichkeits-Thematiken mit Männern* gestaltet werden? Der Online-Workshop bietet einen ersten Einblick in das Themenfeld der genderreflektierten Männerarbeit und legt dabei einen besonderen Fokus auf die Lebenswirklichkeiten geflüchteter Männer*.

Die Veranstaltung richtet sich an Engagierte und Interessierte im Themenfeld.

Der Onlineworkshop findet über die Plattform zoom statt – vor der Veranstaltung bekommen Sie einen Link zur Teilnahme zugeschickt. Alles was Sie brauchen ist ein internetfähiges Gerät (möglichst nicht Tablet oder Smartphone), ein Headset und eine Webcam.

08.09.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


16.08.2022

Symposium: Die rechtsextreme Szene im Kontext des Ukraine-Krieges

"Das Landes Demokratiezentrum und der Landespräventionsrat im Niedersächsischen Justizministerium möchten Sie herzlich zum Symposium „Die rechtsextreme Szene im Kontext des Ukraine Krieges“ einladen.

Das Kriegsgeschehen in der Ukraine hat tiefgreifende Auswirkungen für unsere Sicherheit, Wirtschaft und Gesellschaft. Für die Radikalisierungsprävention drängt sich die zentrale Frage auf, wie durch den Krieg extremistische und populistische Kräfte beeinflusst werden, sich möglicherweise neue Radikalisierungspotenziale herausbilden. Auf dem Symposium am 22. August 2022 richten wir den Blick auf die rechtsextreme Szene, ihren Erscheinungsformen und Entwicklungen im Kontext des Ukrainekrieges. Dazu wollen wir uns gemeinsam mit Fachleuten aus unterschiedlichen Perspektiven intensiv und angeregt austauschen.

Auf dem Symposium am 22. August 2022 richten wir den Blick auf die rechtsextreme Szene, ihren Erscheinungsformen und Entwicklungen im Kontext des Ukraine Krieges.

Dazu wollen wir uns gemeinsam mit Fachleuten aus unterschiedlichen Perspektiven intensiv und angeregt austauschen."

22.08.2022 - Torhaus am Aegi, Siebstraße 4, 30171 Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


16.08.2022

KOK-Publikation: Aufenthaltstitel und Rechte für Betroffene von Menschenhandel aus Drittstaaten

Die Handreichung Aufenthaltstitel für Betroffene von Menschenhandel aus Drittstaaten bietet Fachkräften und Interessierten eine stichpunktartige Orientierung hinsichtlich der Durchsetzung eines Aufenthaltstitels für Betroffene von Menschenhandel aus Drittstaaten. Thematisiert werden auch weitere Rechte, wie beispielsweise der Zugang zu Leistungen nach den Sozialgesetzbüchern oder dem Asylbewerberleistungsgesetz und Möglichkeiten einer sicheren Unterbringung.

Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung sieht die Einführung eines Aufenthaltstitels für Betroffene von Menschenhandel unabhängig von einem Strafverfahren vor. Solange dieses wichtige Vorhaben nicht umgesetzt ist, müssen Betroffene von Menschenhandel aus Drittstaaten i.d.R. einen der in dieser Handreichung beschriebenen Wege nutzen, um einen Aufenthaltstitel zu erhalten.

Die Handreichung soll ermutigen, sich mit Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel in Verbindung zu setzen und deren Expertise und Unterstützung im Sinne der Betroffen einzubeziehen.


15.08.2022

Islamische und migrantische Vereine in der Extremismusprävention. Erfahrungen, Herausforderungen und Perspektiven

Jens Ostwaldt untersucht in seiner Dissertation Aktivitäten islamischer und migrantischer Vereine im Bereich der Extremismusprävention. Der Autor will dazu beitragen, „eine fundierte Grundlage zur Einschätzung der Rolle islamischer und nicht-religiöser migrantischer Vereine und Verbände in der Präventionsarbeit zu erarbeiten, an der sowohl die Präventionspraxis als auch der wissenschaftliche Diskurs anknüpfen kann“ (Ostwaldt 2020: 10).


11.08.2022

Online Workshop Reihe: Geflüchtete Menschen mit besonderen Schutzbedarfen unterstützen

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat viele Menschen gezwungen, aus der Ukraine zu flüchten. Mehrere Millionen Menschen haben das Land verlassen, hunderttausende Einreisen von Geflüchteten aus der Ukraine nach Deutschland wurden mittlerweile dokumentiert.

In ihrer gemeinsamen Verantwortung gegenüber schutzsuchenden Menschen haben Landes- und kommunale Behörden, wohlfahrtsverbandliche Betreiberorganisationen und zivilgesellschaftliche Organisationen in Zeiten des erhöhten Zuzugs schnell pragmatische Lösungen gefunden, um allen Schutzsuchenden zunächst ‚ein Dach über dem Kopf‘ bieten zu können. Hierfür wurden Notunterkünfte aufgebaut sowie durch Verdichtung der Belegung Unterbringungskapazitäten in bestehenden Unterkünften erhöht.

Die Online Workshops haben zum Ziel, für die Bedarfe von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten zu sensibilisieren und anwendungsorientiertes Wissen für den Umgang zu vermitteln.

Sie richten sich insbesondere an ehren- und hauptamtliche Praktiker:innen, die in Unterkünften für Geflüchtete tätig sind, aber auch an Leitungspersonen und Multiplikator:innen. Die Online Workshops sind kostenfrei und einzeln buchbar. Um einen Eindruck des Zusammenspiels der vielfältigen Schutzbedarfe zu bekommen und keine Lebensrealitäten aus dem Blick zu verlieren, empfiehlt es sich, an mehreren Workshops teilzunehmen.

Die Online Workshop Reihe „Geflüchtete Menschen mit besonderen Schutzbedarfen unterstützen“ wird im Rahmen der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

August bis November, Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


10.08.2022

Quoted Medienpodcast

Im Medienpodcast analysieren Kommunikationswissenschaftlerin Nadia Zaboura und SZ-Autor Nils Minkmar die aktuelle Berichterstattung und mediale Diskurse, unter anderem zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Podcast der CIVIS-Medienstiftung für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa und der Süddeutschen Zeitung erscheint alle 14 Tage jeweils am Donnerstag.


10.08.2022

Jetzt mal konkret! – Anregungen für den Unterricht #1: Abhängen oder Krawall auf dem Schlossplatz? Jugendliche im öffentlichen Raum

Die erste Ausgabe der Reihe unterstützt Lehrkräfte mit konkreten Unterrichtsanregungen, am Beispiel der sogenannten ‚Stuttgarter Krawallnacht’ aus dem Jahre 2020. Das Thema eignet sich, um mit Jugendlichen an einem konkreten Beispiel über ihr Verhalten im öffentlichen Raum, (strukturellen) Rassismus, Othering, Polizei, Zukunftsvisionen und Beteiligungsmöglichkeiten einer „Stadt für alle“ zu sprechen. Das Material enthält ausformulierte Lernziele und liefert sowohl Hintergrundinformationen als auch konkrete, methodisch vielfältige Arbeitsaufträge.


09.08.2022

Kongress: Die bewegte Republik. Politische Bildung mit jungen Menschen in Zeiten globaler Krisen

Krieg, Pandemie, Klimakrise und Fragen der Gerechtigkeit: In atemberaubender Geschwindigkeit haben sich die gesellschaftlichen Koordinaten verändert. Die Welt ist heute eine grundlegend andere als im Herbst 2019, als sich die Akteure des Courage-Netzwerks zum letzten bundesweiten Kongress trafen.

Vieles, was vertraut war, scheint keine Gültigkeit mehr zu haben, vermeintliche Gewissheiten sind in Bewegung geraten und müssen neu überprüft werden. Mit dem Krieg in der Ukraine stellen sich uns Fragen von Krieg und Frieden neu. Die Klimakrise stellt unsere Art des Wirtschaftens und Zusammenlebens grundlegend in Frage. Dank „Black Lives Matter“ wird auch in Deutschland anders über Rassismus und das Verhältnis von Minderheiten und Mehrheit gesprochen. Und die erzwungene Distanz seit Beginn der Pandemie hat insbesondere jugendliche Lebenswelten grundlegend verändert. Die Veränderungen führen viele an Belastungsgrenzen: in der Schule, in der Jugendarbeit und in der politischen Bildungsarbeit. Über all das soll sich auf dem Bundeskongress 2022 mit zentralen Akteuren des Courage-Netzwerks ausgetauscht werden – analog und mit viel Zeit für persönliche Begegnungen und produktive Gespräche.

14.09.2022 - 15.09.2022 in Pufendorfstraße 11, 10249 Berlin
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09.08.2022

PRIF-Report: Evaluationskapazitäten im Bereich der Extremismusprävention und der politischen Bildung in Deutschland

Evaluationen erfüllen vielfältige gesell­schaftliche Funktionen und werden auch in der deutschen Extremismus­prävention immer wichtiger. Wie gewinn­bringend und effektiv sie sind, hängt jedoch wesentlich von bestehenden Evaluations­kapazitäten ab.

Mithilfe einer bundes­weiten Telefon­befragung unter 104 Evaluations­akteuren haben die Autor:­innen die Evaluations­kultur sowie vorhandene Kapazitäten und Ressourcen im Bereich der Fremd- und Selbst­evaluation erhoben. Der vorliegende Report analysiert die gesammelten Daten und bietet einen systematischen Überblick über bestehende Evaluations­kapazitäten in Deutsch­land sowie die Weiter­entwicklungs­potenziale für eine effektive und konstruktive Evaluations­praxis im Bereich der Extremismus­prävention und politischen Bildung.


08.08.2022

MOTRA Konferenz: Radikalisierung in Zeiten von Corona

"Unser erklärtes Ziel der jährlich stattfindenden MOTRA-Konferenzen ist es, ein vielfältiges und lebendiges Forum zu bieten, um einen engen Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis zu befördern. Die MOTRA-K versteht sich hierbei als offenes Forum, um Beiträge aus der Radikalisierungsforschung und -prävention vorzustellen, Ideen auszutauschen und Personen sowie Institutionen miteinander zu vernetzen und damit zu einem vitalen Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch beizutragen.

Wir freuen uns, unter den derzeit geltenden Corona-Bedingungen bis zu 150 Teilnehmer.innen vor Ort begrüßen zu dürfen.* Über verschiedene Panels können Sie, verteilt über zwei Tage, an unterschiedlichen Vorträgen, Diskussionen und Podiumsdiskussionen teilnehmen. Zudem erhalten Sie die Möglichkeit, die Vorträge im Hauptsaal per Live-Stream zu verfolgen. Der Link zum Stream wird unmittelbar vor der Konferenz versendet und auf der MOTRA-Website zur Verfügung gestellt."

01.09.2022 - 02.09.2022 in Hochschule Fresenius, Moritzstraße 17 A, 65185 Wiesbaden
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08.08.2022

Jetz sprechen wir. Eine Broschüre mit Perspektiven von queeren Mädchen und Frauen nach Flucht


04.08.2022

Online-Quiz zu extremistischen Narrativen: „Wer? Wie? Was?“

Im RISE-Quiz „Wer? Wie? Was? – Das Quiz zu extremistischen Narrativen und wie du auf sie reagieren kannst!“ können Jugendliche sich als Narrativ-Expert*innen erweisen. Dafür müssen sie erraten, welche Aussagen von welchen Gruppen oder Personen stammen. Zur Auswahl stehen Aussagen von rechtsextremen und islamistischen Gruppierungen und Personen. Beim Spielen des Quiz wird deutlich, welche Aussagen in den populistischen und extremistischen Narrativen stecken, wie ähnlich Islamist*innen sowie rechtspopulistische und rechtsextreme Personen und Gruppierungen denken und was extremistischen Narrativen entgegengesetzt werden kann.


04.08.2022

Briefing: Exploring the Potential for Data Stewardship in the Migration Space

Zum Thema  Migration und Flucht mangelt es einerseits an offiziellen Daten, andererseits werden an anderen Stellen unverhältnismäßig viele personenbezogene Daten erhoben. Während Daten zunehmend zur Überwachung und Kontrolle von Migrant:innen und Flüchtlingen auf der ganzen Welt eingesetzt werden, zeigen Beipiele weltweit, dass sie auch zu positiven Zwecken eingesetzt werden können. In diesem Briefing stellen Astha Kapoor, Suha Mohamed und Shefali Girish neue Modelle der Datenverwaltung vor, die Geflüchtete und Migrant:innen aktiv einbeziehen. Die Publikation ist Teil des „Dialogs über Tech und Migration, DoT.Mig.“ der „Migration Strategy Group", einer gemeinsamen Initiative der Robert Bosch Stiftung, der Bertelsmann Stiftung und des German Marshall Funds. 


03.08.2022

Tagung: „Topographie des Rechtsextremismus“ Kooperation von Zivilgesellschaft und Polizei

Rechte Radikalisierung und Rechtsextremismus wird von vielen Menschen in unserer Gesellschaft nicht nur als Gefährdung des Gemeinwesens, sondern auch als individuelle Bedrohung von Freiheit, Leib und Leben angese-hen. Wer allerdings sind die „Rechten“? Wodurch zeichnen sie sich aus und wie kann man rechten Extremismus und daraus hervorgehende Straftaten effektiv verhindern und verfolgen?

Das vom Bundesministerium des Innern und für Heimat initiierte Projekt „Connect“ befasst sich mit Möglichkeiten und der Verbesserung der Zusammenarbeit und Kooperation von Sicherheitsbehörden, insbesondere der Poli-zeien mit zivilgesellschaftlichen Organisationen in der Prävention und Strafverfolgung des Rechtsextremismus.

Im Rahmen der Tagung werden unterschiedliche Gruppen und Akteure der rechtsextremen Szene Deutschlands, Europas und weiterer G7-Staaten identifiziert sowie ein Überblick über deren jeweilige Merkmale verschafft. Dar-über hinaus werden die Handlungsmöglichkeiten staatlicher und zivilgesellschaftlicher Stellen gegen Rechtsextre-mismus erarbeitet, um so Hindernisse und Möglichkeiten in der Kooperation zwischen den verschiedenen im Prä-ventions- und Strafverfolgungsbereich Agierenden zu ermitteln. Dies soll letztlich den Grundstein für die Konzep-tualisierung neuer konkreter und konstruktiver Kooperationsansätze legen, um eine Zusammenarbeit in Zukunft fruchtbarer gestalten können.

05.09.2022 - 06.09.2022 in Dresden
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03.08.2022

Online-Seminar: Love-Storm - Gemeinsam gegen Hass und Mobbing im Netz

Mobbing und Hass im Netz sind seit vielen Jahren eine permanente Herausforderung für die Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Mobbing geschieht heute in den meisten Fällen nicht mehr nur im direkten persönlichen Kontakt in der Klasse, im Schulhof, auf dem Schulweg oder dem Sportplatz, sondern parallel im Internet. Ebenso sind Kinder und Jugendliche im Netz mit menschenfeindlichen Äußerungen, Hassbotschaften und extrem en politischen Ansichten konfrontiert. Analoge und digitale Welt von Kindern und Jugendlichen überschneiden sich nahtlos. Nicht nur sie, sondern auch Erwachsene stehen im konkreten Fall vor der Frage, welche Handlungsoptionen zur Verfügung stehen und wie Hass und Mobbing wirksam entgegengetreten werden kann.

Mit der Aktions- und Trainingsplatt-form Love-Storm steht ein gut erprobtes Handwerkszeug zur Verfügung, um zu den Themen Cyber-Mobbing und Hassrede im Internet zielgerichtet präventiv zu arbeiten. Die internetgestützte Plattform stellt hierfür ein Online-Trainingstool zur Verfügung, das es ermöglicht, Formen der Gegenrede direkt am Laptop oder am Tablet zu trainieren.

Inhalt des Seminars ist es, die Grundstruktur der Plattform sowie die Anwendung und den Einsatz des Lerntools für das eigene Arbeitsfeld kennenzulernen. Die Teilnehmenden werden mit diesem Angebot in die Lage versetzt, selbst Trainings zur Entwicklung von Strategien der Gegenrede mit ihren eigenen Zielgruppen anzuleiten und durchzuführen. Sie können das Online-Tool im Anschluss an die Veranstaltung in ihrem eigenen Arbeitsfeld nutzen.

Das Seminar richtet sich an Fachkräfte, die mit Schulklassen und Jugendgruppen zum Thema Cyber-Mobbing und Hass im Netz arbeiten wollen.

08.09.2022 -  Online
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02.08.2022

Online-Fortbildung: Behinderung im Kontext von Flucht und Migration – transkulturelle und intersektionale Perspektiven

Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, wie z.B. geflüchtete Menschen mit Behinderung sind in unserem System oft einer „Entweder-Oder-Sicht“ ausgesetzt. Die Zuschreibung zu einem Vielfaltsmerkmal wird komplexen menschlichen Identitäten nicht gerecht. In dieser Online-Fortbildung lernen Fachkräfte transkulturelle Erklärungsmodelle von Behinderung. Durch das Verstehen von Wechselwirkungen von Flucht, Migration und Behinderung können so bessere Zugänge in Begleitung und Beratung gefunden werden.
Ihr Profit:

  • Sensibilisierung für multiple Identitäten
  • Das Konzept der Intersektionalität im Kontext von Behinderung und Flucht
  • Das Verständnis für Wechselwirkungen von Migration und Behinderung
  • Kennenlernen transkultureller Erklärungsmodelle von Behinderung

Zielgruppe: Fachkräfte, die mit zugewanderten und geflüchteten Menschen arbeiten

18.10.2022 - Online
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02.08.2022

Handreichung: Suizidprävention in Unterkünften für geflüchtete Menschen - Eine Handreichung für Mitarbeitende

Immer wieder hören wir von Suizidfällen oder Suizidversuchen von geflüchteten Menschen innerhalb oder außerhalb ihrer Unterkünfte. Geflüchtete Menschen weisen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung eine höhere Anfälligkeit für Suizide und Suizidversuche auf.

Den Mitarbeitenden mit geflüchteten Menschen kommt eine wichtige, suizidpräventive Rolle zu. Sie gelten als "Gatekeepers" (im Deutschen: Torwächter*innen) der Suizidprävention. Als Berufsgruppe, die mit suizidgefährdeten Personen häufig im Kontakt steht, können sie Anzeichen für Suizidalität erkennen, die Rolle einer ersten Ansprechperson für diese Menschen einnehmen und (erste) Hilfe leisten und/ oder an professionelle Hilfsstrukturen vermitteln. Nichtdestotrotz stellen Suizid und Suizidalität für die Mitarbeitenden mit geflüchteten Menschen keineswegs ein einfaches oder gewöhnliches Thema dar. Viele Fragen zum (richtigen) Umgang mit suizidalen Äußerungen und Anzeichen lösen Unsicherheiten und Handlungsdruck bei den Mitarbeitenden aus.

Vor diesem Hintergrund hat die im DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz angesiedelte DeBUG (Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften)-Kontaktstelle für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland eine Handreichung zum Thema "Suizidprävention in Unterkünften für geflüchtete Menschen" herausgebracht. Die Handreichung richtet sich an Mitarbeitende in Unterkünften für geflüchtete Menschen und zielt darauf ab, sie mit praxisorientiertem, grundlegendem Wissen zur Thematik Suizid/ Suizidalität auszustatten und ihre Handlungssicherheit und Handlungsmöglichkeiten zu stärken.


01.08.2022

Publikation: Neuzugewanderte Frauen besser informieren und beraten - Chancen und Möglichkeiten der Nutzung digitaler Medien

Die vorliegende Publikation, die im Rahmen des partizipativen Forschungsprojektes Digital Active Women entstand, präsentiert die Ergebnisse einer Online-Befragung unter neuzugewanderten Frauen. Sie untersucht ihre Nutzung von digitalen Informations- und Beratungsangeboten und macht ihre diesbezüglichen Bedarfe und Wünsche sichtbar.

Akteure, die neuzugewanderte Frauen mit ihren Informations- und Beratungsangeboten besser erreichen und dafür digitale Medien gezielter nutzen möchten, sind die Zielgruppe der vorliegenden Publikation. Sie erhalten konkrete Aussagen und authentische Einblicke bzgl. der Bedarfe der Zielgruppe, die eine passgenauere Gestaltung ihrer Angebote ermöglicht.


28.07.2022

Tagung: Jung, muslimisch, engagiert - Zivilgesellschaftliches Engagement und Selbstorganisation von jungen Musliminnen und Muslimen

In den vergangenen Jahren hat sich das Spektrum der muslimischen Zivilgesellschaft in Deutschland deutlich ausdifferenziert. Mit dieser Ausdifferenzierung einher geht die Entstehung einer lebendigen und vielfältigen muslimischen Jugendkultur, die sich mehr oder weniger in festen Organisationsformen manifestiert. Was sind die Ziele dieser Organisationen und wie sehen sie ihre Rolle in der postmigrantischen Gesellschaft? In der Tagung werden ihre Erwartungen untersucht und es wird nach Möglichkeiten zur Kooperation gefragt.

09.09.2022 - 11.09.2022 in Münchehäger Str. 6 31547 Rehburg-Loccum
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


27.07.2022

27. Deutscher Präventionstag

In den Räumlichkeiten des Hannover Congress Centrums (HCC) findet am 4. & 5. Oktober die große Kongressausstellung des 27. deutschen Präventionstages statt. In mehreren Hallen präsentieren sich die Akteure der Prävention mit ihren Angeboten. Dazu wird es Bühnenangebote und Aktionen geben. Keynote-Vorträge (Panels) sowie eine Abendveranstaltung runden das Programm ab. Im Vordergrund der Vor-Ort-Veranstaltung stehen Begegnung und Interaktion.

04.10.2022 - 05.10.2022, Theodor-Heuss-Platz, 1-3 30175 Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
Sowie direkte Informationen im DPT-Foyer:


27.07.2022

Förderprogramm: EHRENAMT HILFT GEMEINSAM – ankommen, mitmachen, Gesellschaft gestalten

Das Förderprogramm „EHRENAMT HILFT GEMEINSAM“ unterstützt das Engagement für Geflüchtete aus der Ukraine. Die Anträge auf Förderung können noch bis zum 1. September 2022 gestellt werden.

Mit dem Förderprogramm „EHRENAMT HILFT GEMEINSAM“ will die DSEE dazu beitragen, bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt in Krisenzeiten und neue oder erneuerte Strukturen zu stärken. Die große Leistung des Ehrenamts gilt es anzuerkennen und seinem Bedarf Rechnung zu tragen. Das Gesamtvolumen des Programms beträgt 15 Millionen Euro. In jedem Handlungsfeld können Vorhaben mit bis zu 50.000 Euro gefördert werden.


26.07.2022

Online-Fortbildung: Rechte und rassistische Gewalt gegen geflüchtete Menschen

Die Kontaktstelle für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, die Kontaktstelle für Nordrhein-Westfalen und die Kontaktstelle für Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern der „Dezentralen Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften (DeBUG)“ möchten für den Themenkomplex rechte und rassistische Gewalt gegen geflüchtete Menschen in einer zweitätigen Online-Fachveranstaltung sensibilisieren.

Hierbei wird sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven angenähert und Wissenstransfer ermöglicht. Am ersten Tag behandeln Fachinputs unterschiedliche Aspekte der Thematik. Am zweiten Tag werden Teilaspekte des Phänomens in Workshops vertiefend bearbeitet.

Die kostenfreie Fachveranstaltung richtet sich am ersten Veranstaltungstag an alle Personen, die mit geflüchteten Menschen direkt oder indirekt zusammenarbeiten sowie an die interessierte Öffentlichkeit. Zielgruppe der Workshops des zweiten Veranstaltungstags sind Mitarbeitende der Flüchtlingssozialarbeit, die mit geflüchteten Menschen arbeiten.

02.08.2022 - 03.08.2022, Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


26.07.2022

Ausschreibung Publikation zur Umsetzung der "Mindeststandards" in Kommunen

Die Servicestelle Gewaltschutz der Stiftung SPI sucht zum nächst möglichen Zeitpunkt eine:n Autor:in für einen Leitfaden zur Umsetzung der "Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" in Kommunen. Angebote können bis zum 08.08.2022 eingereicht werden.Der Leistungszeitraum endet am 31.12.2022.


26.07.2022

Handreichung: Vorurteile abbauen – Antisemitische Ressentiments bekämpfen


25.07.2022

Online-Veranstaltung: MUSLIMISCHE LEBENSWELTEN in Niedersachsen

Muslimisch und niedersächsisch - geht das? Etwa 3 % aller Menschen in Niedersachsen bekennen sich mehr oder weniger deutlich zum Islam. Sie sind zum großen Teil Nachfahren türkischer Arbeitsmigrant_innen. Eine weitere große Gruppe sind Muslim_innen aus Syrien, die vor dem Krieg geflüchtet sind. Sie alle praktizieren ihre Religion unterschiedlich intensiv und bisweilen in verschiedenen Ausprägungen. Wir wollen ihre Glaubenspraktiken näher kennenlernen: Wie sieht das Gemeindeleben aus? Wie lassen sich islamische Gebote mit einem modernen (Berufs-)Leben vereinbaren? Was ist ein Azan und wie unterscheidet sich islamische "halal"-Gebot vom jüdischen "koscher"?

22.09.2022 - Online
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25.07.2022

PRIF_Report: Monitoring, Evaluation und Lernen: Erfahrungen und Bedarfe der Fachpraxis in der Prävention von Rechtsextremismus und Islamismus

Evaluationen in der Extremismus­prävention sind häufig Gegen­stand kontroverser Debatten. Um sie künftig praxisnah und ziel­orientierter gestalten zu können, müssen Bedarfe unter Einbeziehung der Praxis­perspektive systematisch erhoben werden. Vor diesem Hintergrund haben die Autor:innen des PrEval-­Projekts erstmals 429 Praktiker:innen aus den Phänomen­feldern islamistischer Extremismus und Rechts­extremismus zu den Themen Evaluation, wissen­schaftliche Begleitung und Qualitäts­sicherung befragt.

Der vorliegende Report fokussiert die Evaluations­bedarfe und -erfahrungen innerhalb der vielfältigen Landschaft der Extremismus­prävention. Er führt zudem in zentrale Begrifflich­keiten ein, gleicht Evaluations­standards ab und ordnet sie in den wissen­schaftlichen Kenntnisstand ein. Das Ergebnis sind Empfehlungen für die Bereiche Qualitäts­sicherung und Evaluation in der deutschen Extremismus­prävention, die der Weiter­entwicklung im Feld dienen sollen.


21.07.2022

Zertifikatskurs: Extremismus und Radikalisierung - Handlungskompetenz für die Bildungsarbeit mit Jugendlichen

Unsere Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend polarisiert. Religiös begründete und extremistische Strömungen spielen dabei eine wichtige Rolle und sind im öffentlichen Raum und auch in Bildungseinrichtungen sichtbarer geworden. Wenn Jugendliche sich plötzlich anders verhalten oder mit demokratiefeindlichen Sprüchen auffallen, dann ist es gut, wenn pädagogische Fachkräfte darauf souverän reagieren. Gerade wenn religiöse Aspekte berührt sind, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Wie lässt sich erkennen, ob jemand nur blufft oder tatsächlich eine extremistische Haltung entwickelt hat? Warum entwickeln Jugendliche überhaupt eine Neigung zu religiösem Extremismus? Und welche Schritte sind möglich, falls sich der Verdacht erhärtet?

Das Kontaktstudium „Extremismus und Radikalisierung: Handlungskompetenz für die Bildungsarbeit mit Jugendlichen“ befähigt Sie, verschiedene Formen von Extremismus und Radikalisierung zu erkennen, Jugendliche für die Thematik zu sensibilisieren sowie in begründeten Verdachtsmomenten die Gefahrenlage abzuschätzen und gemeinsam mit geeigneten Akteuren konkrete Schritte für ein angemessenes Vorgehen einzuleiten.

Das Angebot richtet sich an alle, die mit Jugendlichen arbeiten und ist ebenso praxisorientiert wie theoretisch fundiert.

Die Weiterbildung ist in drei thematische Blöcke unterteilt, die jeweils 1,5 Online-Seminartage und durch E-Learning Kurse unterstützte Selbstlernphasen von 4-6 Wochen umfassen. Jeder dieser Blöcke kombiniert forschungsbasierten Input, Fallbeispiele, konkrete Anwendungsaufgaben für den Arbeitskontext sowie den Austausch in der Gruppe.

02.12.2022 - Online
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20.07.2022

Fachtag: Radikalisierungsprävention im Kontext gesellschaftlicher Polarisierung

Im Rahmen des Fachtags werden die aktuellen Polarisierungstendenzen aufgegriffen und sich der Frage gewidmet, inwiefern radikalisierte Gruppierungen gesellschaftliche Konfliktlinien aufgreifen und sie mitunter vertiefen. Darüber hinaus soll mit Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen darüber diskutiert werden, wie die Radikalisierungsprävention möglichen Folgen von Spaltungstendenzen begegnen kann.

15.09.2022 - Kassel
Alle weiteren Informationen sowie zur Anmeldung:


19.07.2022

Telling our Stories - Der Arbeitsmarkt hat viele Gesichter

Die Erfahrungen migrantischer und migrantisierter Frauen auf dem Arbeitsmarkt finden in der Öffentlichkeit nur selten Platz oder werden aus der Perspektive der Mehrheitsgesellschaft erzählt. Die Realität sieht aber anders aus! Genau wie unsere Gesellschaft wird auch unser Arbeitsmarkt durch die verschiedensten Frauen und ihre individuellen Geschichten, Erfahrungen und Erwerbsverläufe geprägt.

Dies will das Projekt NeMiA - Netzwerk Migrantinnen und Marbeitsmarkt Niedersachsen des DGB-BEZIRK NIEDERSACHSEN – BREMEN – SACHSEN-ANHALT „Telling Our Stories – Der Arbeitsmarkt hat viele Gesichter“ zeigen. In den biografischen Kurzvideos werden drei inspirierende Frauen porträtiert, die von ihren beeindruckenden Berufswegen und Lebensgeschichten berichten und andere Frauen darin ermutigen, ihren Weg zu gehen.



18.07.2022

Online-Vortrag: Rechte Radikalisierung von Minderjährigen im Gamingkontext

Zunehmend wird vor Rekrutierungs- und Radikalisierungsbemühungen durch Rechtsextremisten auf online Gamingplattformen gewarnt. Verschiedenste extremistische AkteurInnen sind dort aktiv, unter anderem um gezielt Jugendliche und Minderjährige anzusprechen und für ihre eigenen Ideologien zu gewinnen und für die eigenen Reihen ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl zu schaffen. Bisher gibt es allerdings kaum Einblicke in tatsächliche (rechts-)extremistische Radikalisierungsprozesse von Minderjährigen auf Gamingplattformen. Der Vortrag präsentiert den aktuellen Forschungsstand im Hinblick auf die Nutzung von Videospielplattformen und Instrumentalisierung der sogenannten „Gamingszene“ durch extremistische und terroristische Akteure, sowie die Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zu diesem Thema aus Baden-Württemberg. Dafür wurden drei rechtsextreme Radikalisierungs- und Rekrutierungsprozesse bei Minderjährigen im Videospielkontext anhand von Ermittlungsverfahren explorativ beleuchtet. Hier zeigt sich, dass mehr zielgerichtete Auswertung und ganzheitliche Betrachtungen notwendig sind. Minderjährige bekommen schnell direkten Kontakt zu offen auftretenden Rechtsextremisten, was ggf. zu einem gegenseitigen Austausch und sehr schnellen Radikalisierungsprozessen führen kann.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des DPT-TV des 27. Deutschen Präventionstages statt und wird auf englisch und deutsch zu hören sein. Eine Anmeldung zum 27. DPT ist über folgenden Link möglich: https://www.praeventionstag.de/nano.cms/onlineanmeldung

27.07.2022 -  Online
Weitere Informationen:


18.07.2022

PRIF_Report: Klientenzentrierte Evaluation in Multi-Agency-Settings der Extremismusprävention

Distanzierungs- und Deradikalisierungs­arbeit ist ganz wesentlich durch Multi-­Agency-­Settings geprägt: Verschiedene Akteure arbeiten zusammen, um Klient:­innen mit Multi­problemlagen zu stabilisieren und in Ko-­Produktion eine Distanzierung von extremistischen Gruppierungen und Ideologien zu erreichen. Diese Zusammen­arbeit ist stark arbeits­teilig angelegt und findet in viel­fältigen Kooperations­gefügen statt. Bisherige Evaluationen nehmen diese Komplexität der Distanzierungs­arbeit jedoch kaum in den Blick, da sie oftmals auf einzelne Projekte oder Träger fokussieren (müssen).

Um Anhalts­punkte für eine Evaluation zu erhalten, die dem Multi-­Agency-­Charakter der Arbeit Rechnung trägt, haben die Autor:­innen Interviews mit Mit­arbeitenden von Trägern der Distanzierungs- und Deradikalisierungs­arbeit durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen auf, wie Evaluationen angelegt werden könnten, die Multi-­Agency-­Settings und ganze Hilfs­netzwerke berücksichtigen, in die die Klient:­innen eingebettet sind. Vor diesem Hintergrund führt der Report den Begriff „klient:­innen­zentrierte Evaluation“ ein und formuliert Empfehlungen für Mittel­gebende, Evaluierende und Fachpraxis.


14.07.2022

Analyse: Aufnahme von ukrainischen Geflüchteten in der EU: Impulse für bestehendes Asylsystem

Die jahrelange Uneinigkeit in der Asyl- und Flüchtlingspolitik der Europäischen Union scheint durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine zumindest zeitweise ausgesetzt: Europa nimmt Geflüchtete aus der Ukraine unbürokratisch auf, handelt kooperativ und gewährt ihnen Zugänge und Teilhabechancen. In diese Richtung weisen auch die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz vom 7. April. Dies wirkt integrativ – und kann wichtige Impulse für das bestehende Asylsystem liefern.


14.07.2022

PRIF_Report: Webvideos und Livestream zur Aufklärung über Desinformation

Evaluationsansätze zu digitalen Formaten in der politischen Bildung

Die massen­hafte Verbreitung von Des­information über digitale Medien stellt die demokratische Meinungs- und Willens­bildung vor immer größere Heraus­forderungen. Die Bundes­zentrale für politische Bildung (bpb) entwickelt deshalb eigene Formate, um die Medien­kompetenz und Medien­kritikfähigkeit junger Erwachsener zu fördern und sie am Sozialisations­ort Internet über die Gefahren von Des­information aufzuklären. Hierzu arbeitete die bpb im Projekt „UnFAKE“ mit sog. ‚Creator:­innen‘ zusammen, um deren Follower:­innen auf Augen­höhe anzusprechen und politisch bildende Inhalte über Webvideo­formate zu vermitteln.

Die Autor:­innen dieses Reports haben die Entstehung und Publikation dieser Webvideos wissen­schaftlich begleitet, um Erkenntnisse zu Prozess- und Wirkungs­evaluation solcher Formate zu gewinnen. Im Dialog mit den Mit­arbeitenden der bpb haben sie Evaluations­ansätze und partizipative Instrumente entwickelt sowie diese im Rahmen des Projekts getestet. Die Pilot­studie stellt das Projekt sowie die getesteten Evaluations­instrumente vor und diskutiert, welche Potenziale der Einsatz von Web­videos und Live­streams im Kontext politische Bildung bietet.


13.07.2022

6. Speyerer Migrationsrechtstage

Im Koalitionsvertrag wurden verschiedene Änderungen im Migrations- und Flüchtlingsrecht angekündigt. Unter anderem hat die Koalition eine grundlegende Reform des Staatsangehörigkeitsrechts angekündigt, mit der die Einbürgerung erleichtert werden soll.
Die Tagung unternimmt eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Vorgaben zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit und reflektiert problematische Fragen wie etwa die Identitätsklärung oder die Einordnung in die inländischen Lebensverhältnisse. Neuere Entwicklungen in der Rechtsprechung werden ebenso aufgezeigt wie die Erwartungen an die Einbürgerungsoffensive und die Auswirkungen des Online-Zugangsgesetzes auf die Arbeit der Ausländerbehörden.
Eine Anerkennung als Fortbildungsveranstaltung i.S.v. § 15 FAO ist möglich.

19.09.2022 - 20.09.2022 in Speyer
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


13.07.2022

Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA)

MIA ist eine zivilgesellschaftliche Melde- und Informationsstelle zum bundesweiten Monitoring von Antiziganismus.

MIA sammelt und analysiert Angaben darüber, wie und in welchem Umfang Antiziganismus ausgeübt wird. Die Bundesgeschäftsstelle nimmt telefonisch, elektronisch sowie face-to-face bundesweit Vorfälle entgegen. Sie baut regionale Netzwerke für Unterstützung, Begleitung und Beratung auf, an die verwiesen werden kann hinsichtlich juristischer, sozialer und psychosozialer Bedarfe. 

Als Teil einer bundesweiten Arbeitsgemeinschaft dokumentieren wir antiziganistische Fälle in Deutschland, bieten Betroffenen Verweisberatung an und informieren die Öffentlichkeit. Damit schaffen wir die Grundlagen für die Bekämpfung von Antiziganismus und bieten Behörden und Zivilgesellschaft Ansatzpunkte zur Prävention. 

Auf unserer Webseite können antiziganistische Vorfälle sicher und vertraulich gemeldet werden!

MIA registriert u.a. körperliche Angriffe, Bedrohungen, Sachbeschädigungen, Schmierereien, Beleidigungen, Hasskommentare sowie Propagandamaterial wie Hetzschriften, Plakate oder Aufkleber.

Die MIA-Bundesgeschäftsstelle führt außerdem Sensibilisierungsmaßnahmen und Empowerment-Angebote wie Workshops und Regionalkonferenzen durch. Diese richten sich sowohl an zivilgesellschaftliche Organisationen als auch an Betroffene und staatliche Akteur_innen.


12.07.2022

Online-Workshop: (K)ein Problem mit Antiziganismus?

Antiziganismus ist in der deutschen Gesellschaft weit verbreitet. In allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens erfahren Sinti*zze und Rom*nja regelmäßig Ausgrenzung und Diskriminierung, und die Corona-Pandemie hat diese Situation noch weiter verschärft.
In diesem Workshop möchten wir nach einem Rückblick in die Geschichte den gegenwärtigen Antiziganismus anhand konkreter Beispielen reflektieren. Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops liegt auf der Auseinandersetzung mit Stereotypen und abwertenden Äußerungen. Dabei soll auch die Frage von Mehrfachdiskriminierungen bzw. intersektionaler Diskriminierung eine Rolle spielen. Unter Berücksichtigung der eigenen beruflichen Praxis der Teilnehmenden entwickeln wir so gemeinsam erste Schritte in Richtung eines antiziganismussensiblen Handelns.

26.08.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


11.07.2022

KN:IX-Podcast „KN:IX talks“ geht in die zweite Staffel(-runde)

Der KN:IX-Podcast „KN:IX talks“ geht in die zweite Staffel(-runde): https://kn-ix.de/podcast/zwischen-anerkennung-und-stigmatisierung/. Zu Gast in dieser Folge ist Matthias Schmidt des Projekts kamil 2.0, welcher sich der Frage annimmt, welche Rolle muslimische Vereine in der Präventionslandschaft spielen. Die nächsten Folgen der zweiten Staffel werden am 27. Juni sowie am 04. Juli 2022 veröffentlicht. „KN:IX talks“ ist ein Podcast über aktuelle Themen der Islamismusprävention. In bis zu 45-minütigen Interviews kommen verschiedene Fachleute aus der Präventionsarbeit zu Wort und berichten aus der Praxis. Zu finden und hören ist der „KN:IX talks“ neben der eigenen Webseite auf Spotify, Apple und Deezer. Der Podcast wird in abwechselnder Reihenfolge von den drei Trägern BAG RelEx, Violence Prevention Network und ufuq.de verantwortet. Gemeinsam bilden die Träger das Bündnis Kompetenznetzwerk „Islamistischer Extremismus“ (KN:IX).


11.07.2022

NexSM: Social Media for Migration and Society – Analysis, Discourse, Learning and Networking

Das Projekt NexSM hat zum Ziel, eine Austausch- und Bildungsplattform aufzubauen, um den neuen „digital gaps“ (Unterschiede im Zugang zu und der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien) entgegenzuwirken. NexSM will die Partizipation von Migrant:innenselbstorganisationen (MSO) am wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs stärken sowie die wichtige Rolle, die sie in der Unterstützung von Menschen mit Einwanderungsgeschichte in den sozialen Medien einnehmen. Im Rahmen von NexSM werden Analysen zu integrationsrelevanten Auswirkungen der Digitalisierung durchgeführt und in Fachveranstaltungen, Bildungsangebote und Publikationen integriert. NexSM will unterschiedlichste relevante Akteure im Themenfeld in den Austausch bringen – auf nationaler und europäischer Ebene.


07.07.2022

RADIS - Forschung zum radikalen Islam in Deutschland und Europa

In der BMBF-Förderbekanntmachung „Gesellschaftliche Ursachen und Wirkungen des radikalen Islam in Deutschland und Europa“ forschen zwölf Forschungsprojekte zu den vielen Facetten des Phänomenbereichs radikaler Islam: Welche Gründe lassen sich für das Erstarken islamistischer Tendenzen im deutschsprachigen und europäischen Raum identifizieren? Wie wirken islamistische Strömungen auf bestimmte gesellschaftliche Gruppen oder die Gesellschaft als Ganzes? Und welche Schlüsse können aus diesen Erkenntnissen für die Arbeit der Präventionspraxis, Politik und Verwaltung, Zivilgesellschaft, Sicherheitsbehörden und Medien gewonnen werden? Diesen und weiteren Fragen gehen Forschende vieler verschiedener Disziplinen aus unterschiedlichsten theoretischen und methodischen Blickwinkeln im Zeitraum von 2020 bis 2025 nach.

Auf dieser Webseite werden die Aktivitäten und Erkenntnisse der Forschungsprojekte zusammengetragen und kontinuierlich ergänzt. Zudem werden projektübergreifende Erkenntnisse aus der Netzwerkarbeit und dem dialogischen Wissenstransfer des Transfervorhabens RADIS nach und nach für die interessierte Öffentlichkeit aufbereitet und präsentiert.


06.07.2022

Online-Fortbildung: Aus der Ukraine geflohene Drittstaatsangehörige – Optionen für ein längerfristiges Aufenthaltsrecht

Im Rahmen der Veranstaltung soll die Thematik der aus der Ukraine geflohenen Drittstaatsangehörigen umfassend beleuchtet werden. Das Ziel ist es dabei, mögliche Wege in ein längerfristiges Aufenthaltsrecht für Drittstaatsangehörige aufzuzeigen. Hierfür wird zum einen Prof. Dr. Dorothee Frings die rechtliche Lage der Drittstaatsangehörigen skizzieren und auf Vor- und Nachteile möglicher Aufenthaltsoptionen eingehen. Zum anderen soll die Veranstaltung aber auch den Raum für einen Austausch zur Frage bieten, wie ein passender Studien-/ Ausbildungsplatz gefunden werden kann, der den längerfristigen Aufenthalt sichert. Zum Ende der Veranstaltung hin wird es ausreichend Zeit geben, um Einzelfälle zu diskutieren.

Dorothee Frings war Professorin für Verfassungs-, Verwaltungs- und Sozialrecht an der Hochschule Niederrhein, Fachbereich Sozialwesen. Vorher war sie bereits als selbstständige Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Migrationsrecht tätig. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte und Publikationen liegen im Bereich des deutschen und Europäischen Sozialrechts für Migrant:innen.

14.07.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


06.07.2022

Fachtag: Schutzbedürftig in Hessen

Psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung von Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte auf dem Prüfstand

Geflüchtete und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die psychisch erkrankt sind, werden in unserem Gesundheitssystem zumeist nicht adäquat versorgt. Die Barrieren für eine gute Versorgung im ambulanten psychiatrischen und psychotherapeutischen Bereich ebenso wie in der stationären Versorgung sind für die Betroffenen hoch und die Schwierigkeiten für die Behandler*innen vielfältig. Besonders betroffen sind psychisch kranke Menschen, deren Gesundheitsversorgung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz geregelt wird, und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, deren Kenntnisse der deutschen Sprache für eine Behandlung auf Deutsch nicht ausreichend sind.

Über die verschiedenen Aspekte der aktuellen gesundheitlichen Versorgung von psychisch erkrankten Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Hessen wollen wir auf diesem Fachtag informieren, gemeinsam in Workshops diskutieren und in einer abschließenden Podiumsdiskussion über Lösungs- und Verbesserungsideen sprechen.

Dieser Fachtag ist Teil der Kampagne, die mit einem Positionspapier im vergangenen Herbst gestartet wurde . Er richtet sich an haupt- und ehrenamtlich Arbeitende im sozialen und gesundheitlichen Bereich sowie an eine interessierte Öffentlichkeit, die sich für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte einsetzt.

20.07.2022 - Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


05.07.2022

zwischentöne - Materialien für Vielfalt im Klassenzimmer

Vielfalt im Klassenzimmer ist der Normalfall. Im Unterricht bieten sich damit neue Möglichkeiten, die Herausforderungen einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft aufzugreifen. Die Vielfalt der Biographien und die Pluralisierung der Lebenswelten bieten die Chance, Schüler*innen zu einem konstruktiven Umgang mit gesellschaftlichen Unterschieden anzuregen. Zugleich eignen sich die alltäglichen Fragen und Konflikte, die sich in einer pluralistischen Gesellschaft zwangsläufig ergeben, für eine lebensweltnahe Gestaltung des Unterrichts. In der Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Diversität werden die Handlungs- und Urteilskompetenzen von Jugendlichen gefördert.

Die Webplattform zwischentoene.info bietet Anregungen, wie diese Auseinandersetzung auch im Unterricht gelingen kann. Die Unterrichtsmodule für die Fächer Politik, Geschichte, Geographie und Ethik/Religion der Sekundarstufen I und II widmen sich Fragen, die in Schulbüchern oft zu kurz kommen. Dabei geht es nicht vorrangig darum, zusätzliche Informationen über "neue" Themen anzubieten. Vielmehr bieten die Unterrichtsmodule "neue" Perspektiven auf Themen, die in der (Post-)Migrationsgesellschaft Deutschland zwar allgegenwärtig sind, aber im Unterricht selten behandelt werden.


05.07.2022

Radikaler Islam versus radikaler Anti-Islam (Rira)

In den letzten Jahren lässt sich in Deutschland eine Polarisierung feststellen, die mit wechselseitigen Abstoßungsprozessen verschiedener sozialer Gruppen verknüpft ist. Bedrohungswahrnehmungen zwischen Sozialgruppen gehen mit gruppenbezogenen Vorurteilen einheir. Eine besondere Bedeutung kommt in diesen Prozessen der (wahrgenommenen) Bedrohung durch den radikalen Islam zu. Diese schafft in der deutschen Gesellschaft die Gelegenheitsstruktur für eine reziproke Spirale potentieller Radikalisierung, insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. So zieht sich ein Teil junger Muslim*innen aufgrund einer empfundenen Ablehnung in Sicherheit verheißende (oft konservativ-religiöse) Kollektive zurück, die ein Einfallstor für Radikalisierung darstellen können. Im Gegenzug findet in Teil der nichtmuslimischen Bevölkerung eine durch Ängste beförderte Radikalisierung in Richtung Rechtsextremismus statt, die wiederum eine Radikalisierung im linken politischen Spektrum befördert. Das beantragte Projekt untersucht auf inter- und transdisziplinäre, interreligiöse sowie multimethodische Weise empirisch gestützt bislang nicht im Zusammenhang betrachtete gesellschaftliche Aspekte einer Radikalisierungsspirale und erarbeit auf der Basis dieser Ergebnisse Präventionsmaßnahmen für den Bildungsbereich. Die zentrale Forschungsfrage des verschiedene Standorte übergreifenden Verbundsprojekts lautet:

Welche kollektiven Interventionsansätze können bei der Radikalisierung und Co-Radikalisierung Jugendliche und post-adoleszenter Muslim*innen und Nicht-Muslim*innen identifiziert werden?


04.07.2022

Beitrag: Was bedeutet „Nie wieder!“ im 21. Jahrhundert? Migration, Sozialisation und Erinnerung in Westdeutschland

Die deutsche Erinnerungspolitik muss sich aktuell fragen lassen: Was bedeutet „Nie wieder!“ im 21. Jahrhundert? Die rassistischen Attentate von Halle und Hanau lassen eine ideologische Nähe von antisemitischen und islamfeindlichen Tätern erkennen; die zarten Bänder jüdisch-muslimischer Solidarität stehen aufgrund von Antisemitismusvorwürfen unter Druck. Dr. Sonja Hegasy fragt in ihrem Beitrag: Sind wir Deutschen heute in der Lage, die Entmenschlichung unserer Nachbarn rechtzeitig zu erkennen?


04.07.2022

Online-Workshop: Basiskurs Rechtsextremismusprävention

In diesem Online-Workshop werden aus pädagogischer Perspektive Grundlagen zur Rechtsextremismusprävention vorgestellt und diskutiert. Der Workshop beschäftigt sich mit folgenden Fragen und Themen:

  • Hinwendungsfaktoren: Welche persönlichen, familiären, genderspezifischen sowie sozialräumlichen Faktoren spielen bei der Hinwendung zu Rechtsextremismus eine Rolle?
  • Verschiedene Ansatzpunkte und Methoden der Prävention: Welche Ansätze und Netzwerke der Prävention gibt es bundesweit und international für unterschiedliche Zielgruppen? Anhand des von Cultures Interactive e.V. entwickelten Gefährdungsbarometers sprechen wir über Möglichkeiten und Grenzen der pädagogischen Arbeit mit rechtsextrem gefährdeten Jugendlichen.
  • Handlungsempfehlungen: Auf Grundlage international entwickelter Leitlinien für eine gute Praxis der Prävention und Distanzierungsarbeit besprechen wir, welche Voraussetzungen der Präventionsarbeit zum Beispiel in Bezug auf die personellen, zeitlichen, finanziellen und (sicherheits-)politischen Rahmenbedingungen notwendig sind. Auch die Frage, welche persönlichen und fachlichen Kompetenzen Menschen mitbringen sollten, um in diesem Arbeitsfeld tätig zu werden, können wir diskutieren.

12.07.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


30.06.2022

Datenbank: Games und Erinnerungskultur

Eine von Geschichtswissenschaftler*innen kuratierte Liste von Games, die von besonderer erinnerungskultureller Relevanz sind.

Games greifen auf vielfältige Weise die Vergangenheit auf, sei es als narratives Setting oder an historische Prozesse angelehntes Spielsystem. Manche von ihnen möchten gezielt an geschichtliche Ereignisse erinnern oder zum Diskutieren anregen, andere lassen bewusst und unbewusst erinnerungskulturelle Lücken oder nutzen originelle Mittel, um Informationen über die Vergangenheit zu vermitteln. Um Orientierung in der Vielfalt der Angebote und Zugänge zu schaffen, sammelt die folgende Datenbank von Expertin*innen kuratierte und eingeordnete Games, die von Relevanz für die Erinnerungskultur sind.


29.06.2022

Bericht: Flüchtlinge als Neubürgerinnen und Neubürger. Das Potenzial der nächsten Jahre

Immer mehr Menschen, die 2015/16 nach Deutschland geflohen und mittlerweile gut integriert sind, erfüllen die Voraussetzungen und lassen sich einbürgern. So erhielten im 2021 bundesweit 19.100 syrische Staatsangehörige den deutschen Pass – fast dreimal so viele wie im Jahr zuvor. Im Rahmen eines Forschungsprojekts hat der wissenschaftliche Stab des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR) Projektionen des Einbürgerungsaufkommens für die nächsten Jahre entwickelt. Demnach sind insbesondere bis 2024 erhebliche Steigerungsraten bei den Einbürgerungen von Syrerinnen und Syrern zu erwarten – vorausgesetzt, die Behörden können entsprechend hohe Antragszahlen ohne massive Verzögerungen bewältigen. Im Policy Brief diskutieren die Autoren konkrete Prognosen und benennen Handlungsnotwendigkeiten, um einen ‚Einbürgerungsstau‘ zu vermeiden und potenzielle Neubürgerinnen und Neubürger nicht durch zu lange Wartezeiten zu enttäuschen.


29.06.2022

IW-Kurzbericht: 10 Jahre Anerkennungsgesetz. Beitrag zur Fachkräftesicherung und Integration

2022 jährt sich das Anerkennungsgesetz (kurz: BQFG) zum zehnten Mal. Ab 2020 hatte die Corona-Pandemie starken Einfluss auf die Fachkräftemigration weltweit. Dennoch wurden im selben Jahr 31.536 Anträge auf Berufsanerkennung in bundesrechtlich geregelten Berufen gestellt, darunter über 10.700 aus 13 Ländern, die bei der Fachkräfteeinwanderung besonders im Fokus stehen.


29.06.2022

Online-Vortrag: Training for Safe Public Spaces

Public spaces in cities are highly frequented places of exchange, culture, commerce and leisure that need to be accessible, inclusive, and safe. Their density and the diversity of uses and users give rise to a number of challenges, from terrorism and crime to natural disasters and large crowd gatherings. Ensuring that public spaces retain their open and inviting character is a complex task – one that largely needs to be addressed at the local level. Local and regional authorities are ideally positioned to co-produce safe public spaces with a wide range of local stakeholders from the public and private sectors (urban planners, first responders, mobility services, local businesses etc.), but they require the right skills and tools to do so effectively. This Focus Session explores how the Secu4All project can provide these skills and tools.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des DPT-TV des 27. Deutschen Präventionstages statt und wird auf englisch und deutsch zu hören sein. Eine Anmeldung zum 27. DPT ist über folgenden Link möglich: https://www.praeventionstag.de/nano.cms/onlineanmeldung

06.07.2022 - Online
Weitere Informationen:


29.06.2022

Antirassismuskonferenz - Für eine rassismuskritische, chancengerechte und vielfältige Gesellschaft

Rassismus ist für viele Menschen in Deutschland Alltag: Ob in der Schule, bei der Arbeits- oder Wohnungssuche, auf der Straße oder selbst in Parlamenten – Menschen werden rassistisch diskriminiert, beleidigt, ausgegrenzt oder tätlich angegriffen. Die schrecklichen Anschläge in Lichtenhagen, Mölln, Solingen, die Mordserie des NSU, Halle und Hanau und der Mord an Walter Lübcke: Das sind traurige Tiefpunkte rassistischer und tödlicher Gewalt.
Schon Kinder erleben früh, dass ihr Äußeres oder ihr Name mit Vorurteilen verknüpft wird und erfahren Ausgrenzung und Ablehnung. Rassismus ist tief in unserer Gesellschaft verankert und lässt sich nur bekämpfen, wenn wir dahinterliegende Strukturen und Muster erkennen und ändern. Doch was muss konkret getan werden, damit alle Menschen in unserer vielfältigen Gesellschaft sicher und frei leben können? Wie gelingt es, Partizipation und Teilhabe so zu stärken, dass alle in gleichem Maße Zugriff auf Ressourcen haben, sozial abgesichert sind, gleiche Zugangschancen zu Bildung und Arbeit haben und gleichberechtigt an Entscheidungsprozessen mitwirken? Was muss sich ändern auf dem Arbeitsmarkt, im Bildungssystem, bei staatlichen Institutionen wie der Polizei? Um diese und weitere Fragen soll es auf der Konferenz gehen.

09.07.2022 - HCC Hannover, Theodor-Heuss-Platz 1-3, 30175 Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


28.06.2022

Schritt für Schritt zum Schutzkonzept. Leitfaden zur Erarbeitung, Umsetzung und Verstetigung von Schutzkonzepten in Unterkünften für geflüchtete Menschen

Das Hauptziel des Leitfadens ist es, mithilfe einer schematischen Darstellung von der Vorbereitung über die Erarbeitung und Umsetzung bis hin zur Verstetigung und Weiterentwicklung eines unterkunftsspezifischen Schutzkonzepts für diesen Prozess ein Verständnis zu vermitteln. Schematisch ist diese Darstellung insofern, als dass sie weitgehend von unterkunftsspezifischen Ausgangsbedingungen – beispielsweise der Unterbringungsform, der geografischen Lage und Größe, der Zusammensetzung der Bewohner:innen – absieht. Stattdessen stellt die schematische Darstellung die Gemeinsamkeiten im Entwicklungs- und Umsetzungsprozess von Schutzkonzepten heraus. Denn so unterschiedlich die Ausgangsbedingungen der Unterkünfte auch sein mögen, bleiben die wichtigen Wegmarken in der Entwicklung und Umsetzung von unterkunftsspezifischen Schutzkonzepten doch dieselben.

Vor diesem Hintergrund richtet sich dieser Leitfaden an alle Akteur:innen, die an der Unterbringung von geflüchteten Menschen in Aufnahmeeinrichtungen oder Gemeinschaftsunterkünften beteiligt sind. Er ist dementsprechend aufgegliedert nach den vier wichtigsten chronologischen Phasen im Prozess der Entwicklung und Umsetzung eines unterkunftsspezifischen Schutzkonzepts. Jede dieser Phasen beginnt mit einem Überblick der Kapitel (Check-in) und endet mit Hinweisen zu weiterführenden Materialien (Check-out).


27.06.2022

Kompetenznetzwerktreffen zur Situation von LSBTI Geflüchteten

Das Team von Queer Refugees Deutschland lädt Sie am 30.6.22 von 9 bis 15:30 Uhr zum digitalen Kompetenznetzwerktreffen zur Situation von LSBTI* Geflüchteten in Deutschland ein. Wir haben über Zoom ein Programm mit unterschiedlichen Workshops, Vorträgen und Diskussionsforen geplant.
Mit der freundlichen Unterstützung unserer Kolleginnen Tatevik Dallakyan und Veronika Lechner, Gewaltschutzmultiplikator*innen von DeBUG, findet bereits am Vormittag mit einer Podiumsdiskussion einer der zentralen Punkte der Veranstaltung statt:

„Laut Asylgesetz sind Länder und Kommunen dazu angehalten, im Rahmen der Unterbringung Asylbegehrender „geeignete Maßnahmen“ zum Schutz besonders schutzbedürftiger Personengruppen umzusetzen (Vgl. AsylG §44 Absatz 2a, sowie AslyG §53 Absatz 3). Dazu werden auch LSBTI-Geflüchtete gezählt. Ein Blick in die Praxis zeigt jedoch, dass LSBTI-Geflüchtete bei weitem nicht überall ausreichend geschützt sind. Wie ist diese Situation zu verändern und welche Handlungsansätze haben sich bewährt? Es diskutieren Vertreter*innen aus Unterkünften, Beratungsstellen und von Queer Refugees Deutschland. Die Podiumsdiskussion ist eine Kooperation zwischen der DeBUG-Kontaktstelle Berlin – Brandenburg – Mecklenburg-Vorpommern sowie der Kontaktstelle Sachsen – Sachsen-Anhalt – Thüringen. Das Projekt DeBUG (Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften) wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


27.06.2022

DIGITAL.engagiert - Das Barcamp für Digitalisierung und Engagement

Die Digitalisierung hat in vielen Bereichen der Gesellschaft schon längst Einzug gehalten und durch die Pandemie einen zusätzlichen Schub erhalten.

Doch wie steht es um die Digitalisierung in den Bereichen Engagement und Ehrenamt? Kann dieser gesellschaftliche Teil der Freiwilligkeit Schritt halten und wenn ja, wie? Wie kann man in zunehmend digitalisierten Zeiten Engagement neu denken? Wie hat sich durch die Pandemie Vernetzung und Engagement verändert? Welche Kanäle werden genutzt? Wie läuft das Freiwilligenmanagement?

Spielfeld Gesellschaft und die Landeszentrale für politische Bildung wollen im Rahmen des Barcamps, am 07. Juli 2022 von 10 - 16 Uhr im Ökozentrum Verden, diesen Fragen auf den Grund gehen.

07.07.2022 - Artilleriestraße, 27283 Verden, Deutschland
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16.06.2022

Jumed - Junge Muslime engagiert für Demokratie

Jumedi bestärkt die Selbstständigkeit und Selbstbestimmung von Jugend­lichen und jungen Erwachsenen. Es gilt, religiös-motivierten Radikalisierungs­tendenzen, aber auch islamfeindlichen s­owie anti­­­muslimischen Haltungen wirksam zu begegnen.

Das Beratungsangebot richtet sich an Mitarbeitende der Jugendhilfe und in Schulen, die mit sich radikalisierenden oder ähnlich orientierten jungen Menschen konfrontiert sind. Wir beraten ebenfalls Eltern, Familienangehörige und Bezugspersonen. Themen der Beratung sind alle Aspekte von Menschen- und demokratiefeindlichen Ideologien und Radikalisierungsverläufe. Die Beratung kann auf Deutsch und Türkisch stattfinden.


15.06.2022

Fachkräfteeinwanderung mit dem beschleunigten Fachkräfteverfahren

Zur Unterstützung einer schnelleren Einreise von ausländischen Fachkräften wurde mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz ein neues Instrument geschaffen: das beschleunigte Fachkräfteverfahren. Zwei Jahre nach der Einführung des Verfahrens gibt es erste Erfahrungen zur Funktionsweise und der behördlichen Praxis.


15.06.2022

Radikalisierungsprozesse wahrnehmen – einschätzen – handeln : Grundlagenwissen für Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen

Was können Fachkräfte aus Medizin und Psychotherapie tun, wenn sie Anzeichen einer Radikalisierung bei ihren Patientinnen und Patienten bemerken? Die Handreichung bietet eine praktische Anleitung. Anhand von Fallbeispielen geht die Handreichung schrittweise auf Merkmale einer Radikalisierung, Methoden zur Gefahreneinschätzung und mögliche Handlungsoptionen ein. Zudem bietet sie einen Überblick über Fachberatungsstellen und Ausstiegsprogramme.


14.06.2022

Online-Workshop: Schule, politische Bildung und Radikalisierungsprävention

In der Radikalisierungs- bzw. Primärprävention kann Schule eine bedeutende Rolle spielen, da sie als Lern- und Sozialisationsort verschiedene Möglichkeiten für die politische und präventive Bildungsarbeit bietet – nicht zuletzt im Umgang mit Islamismus. Neben der Schulsozialarbeit und kollegialer Konzepte zur Förderung des Austausches und der Beziehungen zwischen Lehrkräften und/oder Schüler*innen kann auch der Schulunterricht hierfür Ansatzpunkte bieten. Doch welche Unterrichtskonzepte und Maßnahmen für Kollegium wie Schülerschaft erscheinen für welche Art von Ansprache, Austausch und Anerkennung geeignet? Was lässt sich überhaupt im Rahmen von Lehrplänen umsetzen? Wie kann und sollte eine präventive Bildungsarbeit inhaltlich gestaltet sein, ohne ihrerseits zu Stigmatisierung beizutragen oder extremistische Narrative zu verbreiten? Dazu werden drei kurze Inputs aus der aktuellen Forschung präsentiert, anhand derer die zugrundeliegenden Fragestellungen exemplarisch ausgelotet und diskutiert werden sollen. Der Workshop beleuchtet und diskutiert damit Ansätze zur Radikalisierungsprävention, die in drei laufenden Forschungsprojekten (Wechselwirkungen, UWIT sowie RIRA) der Förderlinie „Radikaler Islam“ bearbeitet werden und sich im Spannungsfeld der politischen Bildung und Prävention bewegen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des DPT-TV des 27. Deutschen Präventionstages statt. Eine Anmeldung zum 27. DPT ist über folgenden Link möglich: https://www.praeventionstag.de/nano.cms/onlineanmeldung

29.06.2022 - Online
Weitere Informationen:


14.06.2022

Fachtagung: Institutionelle Realitäten – Rassismus bei der Polizei und in der Schule

Die deutsche Gesellschaft ist von Einwanderung geprägt. Auch wenn Zuwanderung und kulturelle Vielfalt in Deutschland größtenteils gewünscht sind, spiegelt sich dies nach wie vor nicht in allen gesellschaftlichen Bereichen wider. Insbesondere Institutionen stellen sich häufig nur sehr zögerlich auf diese Veränderungen ein. Es zeigt sich immer deutlicher, dass deren Strukturen und Handlungsmuster sich der gesellschaftlichen Realität bisher ungenügend angepasst haben.

Rassismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen wirksam. Darüber herrscht mittlerweile weitestgehend Konsens. Das Phänomen offenbart sich aber nicht nur in persönlichen Begegnungen und Auseinandersetzungen, sondern durchsetzt auch die Institutionen unserer Gesellschaft und verschärft dadurch soziale Ungleichheiten. In Abgrenzung zum Alltagsrassismus spricht man daher auch von institutionellem Rassismus. Damit sind diskriminierende Handlungen in und von Organisationen, die von ihrem Grundsatz her unabhängig von persönlichen Einstellungen sind, gemeint. Institutioneller Rassismus erzeugt eigene Ausschlussmechanismen und zementiert auf diese Weise gesellschaftliche Ungleichheiten. Diese Mechanismen sind jedoch häufig nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Hier setzt der Fachtag Institutionelle Realitäten – Rassismus bei der Polizei und in der Schule an. Anhand zweier zentraler gesellschaftlicher Institutionen – der Polizei und der Schule – setzen wir uns mit rassistischer institutioneller Diskriminierung auseinander und entwickeln gemeinsam Ansatzpunkte und Forderungen für eine rassismuskritische Weiterentwicklung dieser Institutionen. Das Ziel der Fachtagung besteht darin, die Teilnehmenden für rassistische Praktiken in diesen Institutionen zu sensibilisieren und gemeinsam Forderungen an die neue Landesregierung zu entwickeln.

29.06.2022 - Haus der Kulturen Braunschweig e.V.; Am Nordbahnhof 1 38106 Braunschweig
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


14.06.2022

Broschüre: Beteiligungsformate in Unterkünften für geflüchtete Menschen – Möglichkeiten und Herausforderungen

Die Broschüre soll den Bewohner*innen eine Übersicht zu Beteiligungsmöglichkeiten geben. Sie ist in einfacher Sprache geschrieben und liegt im Moment in folgenden Sprachen vor: Deutsch, Englisch, Französisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Kurdisch, Russisch, Tigrinya, Farsi und Arabisch. Die Bewohner*innen können reflektieren, welche Formate es in ihrer Unterkunft bereits gibt und Anregungen erhalten, welche weiteren Formate möglich sind.


13.06.2022

Fachtag für Gewaltschutz in Geflüchtetenunterkünften in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Die Unterbringung geflüchteter Menschen stellt alle damit betrauten Akteurinnen und Akteure aus Behörden, Sozialer Arbeit und Zivilgesellschaft immer wieder vor viele gleichzeitig zu bewerkstelligende Herausforderungen. Der Fachtag "Gewaltschutz in Geflüchtetenunterkünften" bietet zum dritten Mal ein Forum für Fachkräfte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, sich dazu auszutauschen und voneinander zu lernen. Neben einer Reflektion der aktuellen Unterbringungs-Situation im Kontext des Ukraine-Kriegs setzt der Fachtag in diesem Jahr seine Schwerpunkte auf die bedarfsorientierte Unterbringung geflüchteter Männer sowie Angebote psychosozialer Versorgung. Leitfragen sind:

  • Welche präventiven Ansätze gibt es, die psychosoziale Versorgung von geflüchteten Männern zu verbessern? Welche Wege führen aus einer möglicherweise vorhandenen Delinquenzschleife?
  • Was können Fachkräfte tun, um die psychosoziale Versorgungslage geflüchteter Menschen insgesamt zu verbessern?

20.09.2022 - Haus der Kirche, Hauptstraße 23, 01097 Dresden
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


09.06.2022

Projekt CHAMPS

CHAMPS ist ein Integrations- und Gleichberechtigungsprojekt, das Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren zu Multiplikator:innen ausbildet. Nach etwa einem Jahr erhalten die Jugendlichen eine Zertifizierung, mit der sie Workshops an Schulen durchführen und ihr Wissen an andere weitergeben können. In der Ausbildung finden wöchentlich Trainings zu folgenden Themen statt:

  • Demokratie
  • Rassismus
  • Diskriminierung
  • Wertevermittlung
  • Weltreligion
  • Extremismusprävention

Der Trägerverein HennaMond e. V. ist eine gemeinnützige Beratungsstelle, die Frauen, Männer und Paare unterstützt und begleitet, die von familiärer Gewalt, Zwangsheirat und dem sogenannten Ehrenmord bedroht und betroffen sind. Neben seiner Funktion als Beratungsstelle ist HennaMond e. V. Trägerverein verschiedener Projekte, wie etwa des Projektes CHAMPS.


09.06.2022

Einführungsfortbildung: Geflüchtete im Dublin-Verfahren - Was ist zu tun?

Die Dublin-III-Verordnung regelt, welcher Mitgliedstaat für die Durchführung eines Asylverfahrens zuständig ist. Sie spielt damit in der alltäglichen Beratungspraxis eine wichtige Rolle. Berater:innen bedürfen daher fachlicher Kenntnisse.

Die Grundlagen-Schulung „Geflüchtete im Dublin Verfahren: Was ist zu tun? Einführung in die Dublin-III-Verordnung“ “ richtet sich an Flüchtlingsberater:innen und Multiplikator:innen in der Arbeit mit Geflüchteten. Inhalte sind der Ablauf des Dublin-Verfahrens, die Zuständigkeitsprüfung, wichtige Fristen und der Umgang mit dem Dublin-Bescheid des BAMF. In einem zweiten Teil wird der Schwerpunkt auf den Grundlagen der Familienzusammenführung im Rahmen der Dublin-III-Verordnung liegen.

Inhaltliche Schwerpunkte der Fortbildung sind:

  • Wie läuft ein Dublin-Verfahren ab und wie bestimmt sich die Zuständigkeit eines Mitglied-Staates?
  • Welche Fristen sind zu beachten?
  • Was steht im Dublin-Bescheid und was ist zu tun (Klage, Eilantrag, Rechtsbeistand) ?
  • Was sind die Grundlagen der Familienzusammenführung im Rahmen der Dublin-III-Verordnung?

01.07.2022 - Fachhochschule Erfurt, Altonaer Straße 25, 99085 Erfurt
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


08.06.2022

Sammelband: Antisemitismus in Jugendkulturen

Mit Antisemitismus in Jugendkulturen hat sich die sozialwissenschaftliche Forschung bislang nur wenig beschäftigt. Dieser Sammelband beleuchtet die Rolle und Wirkungsmacht des Antisemitismus in der Sozialisation junger Menschen und nimmt dabei unterschiedliche jugendkulturelle Kontexte in den Blick. Die Beiträge widmen sich den mal immanenten, mal subtilen Erscheinungsformen und Einflüssen antisemitischer Ressentiments in wichtigen Bereichen der Jugendsozialisation, darunter Sport, Musik, Gaming, Literatur und politische Subkulturen. Zudem werden die Potenziale und Grenzen von Bildungsprogrammen gegen Antisemitismus diskutiert.


08.06.2022

Empfehlungen zur infektiologischen Versorgung von Flüchtlingen im Kindes- und Jugendalter in Deutschland

Um geflüchteten Kindern eine kompetente medizinische Unterstützung geben zu können, ist eine strukturierte Versorgung unverzichtbar. Für die sinnvolle und notwendige Infektionsprävention und -diagnostik wurden jetzt spezielle Fachempfehlungen vorgelegt.

Ob geflohen vor Kriegen, Naturkatastrophen oder Armut - geflüchtete Kinder haben eine oft extrem belastende Zeit hinter sich, lange, strapaziöse Reisen, traumatische Erlebnisse. Je nach Herkunftsland war ihre medizinische Versorgung auch schon vor der Flucht mangelhaft und die Gesundheitsbelastung groß. Diese Kinder und Jugendlichen müssen hier in einer speziell geschulten medizinischen Betreuung aufgefangen werden, um ihre besonderen Gesundheitsrisiken und -bedürfnisse erkennen und kompetent versorgen zu können.

In die Empfehlungen flossen Erfahrungen zum medizinischen Bedarf von Flüchtlingen und insbesondere auch über die Prävalenz von spezifischen Infektionserkrankungen ein, die Mitarbeiter/-innen des Gesundheitssystems bezüglich seit 2015 sammeln konnten. Zwischen 40.000 und 200.000 minderjährige Flüchtlinge im Jahr suchen seither Schutz in Deutschland [vgl. Empfehlungen, S.19]. Auch für die kommenden Jahre ist eine hohe Zahl an Flüchtlingen zu erwarten, aktuell insbesondere aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine.

 


08.06.2022

Tagung: Zusammenleben in Vielfalt - Rassismus sichtbar machen und überwinden

Rassismus ist fest im gesellschaftlichen Alltag integriert. Er hat viele Gesichter. Das macht ihn nicht immer leicht erkennbar. Nicht alle Menschen sind gleichermaßen betroffen, aber Rassismus geht in einer strukturell rassistischen Gesellschaft alle etwas an.

Neben unterschiedlichen Formen von Rassismus existieren auch unterschiedliche Auffassungen darüber, was Rassismus ist und welche Möglichkeiten der kritischen Reflexion sowie des solidarischen Handelns vorhanden sind. Damit ein Zusammenleben in Vielfalt keine Abstrakte Utopie bleibt, müssen rassistische Wahrnehmungsmuster, Strukturen und Praktiken überwunden werden. Um Rassismus zu überwinden, muss er sichtbar gemacht werden.

In dieser Tagung soll mit einem vielfältigen Programm einige Facetten des Themas beleuchtet werden und zur vertieften Auseinandersetzung anregen.

27.06.2022 - Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


07.06.2022

AchSo!-App des Projekts WeITblick

Die AchSo!-App des Projekts WeITblick vom Jenaer Verein Drudel 11 e.V. ist eine mehrsprachige App, die es jungen Geflüchteten im Alter von 14-25 Jahren erleichtern soll, sich schneller selbstbewusst in unserer Gesellschaft zu bewegen und diese mit ihren kulturellen, politischen und historischen Besonderheiten zu verstehen. Kultursensibel werden in fünf Modulen u.a. interkulturelle Kompetenzen vermittelt, die psychosoziale Entwicklung gefördert, Perspektiven aufgezeigt und auch Diskriminierungsformen und der Umgang damit beleuchtet. Dabei werden die Inhalte den Nutzer:innen multimedial, interaktiv und spielerisch zugänglich gemacht.

Im Sommer 2022 wird die App für Android (Google-Play) sowie iOS (App-Store) kostenlos erhältlich sein.


06.06.2022

Broschüre: Beteiligungsformate in Unterkünften für geflüchtete Menschen - Möglichkeiten und Herausforderungen

Eine Handreichung für die aktive Beteiligung von Bewohner*innen an der Ausgestaltung des Zusammenlebens in ihren Unterkünften.

Sie richtet sich an Mitarbeiter*innen, Leitungen und die Betreiber im Allgemeinen von Unterkünften für geflüchtete Menschen. Sie bietet einen Überblick, welche Beteiligungsformate in Unterkünften möglich sind und welche Herausforderungen für das Sozialteam teilweise damit einhergehen. Es soll dazu angeregt werden Beteiligung als eine Chance für ein gutes Zusammenleben in der Unterkunft anzusehen Strukturen neu zu denken.
 


02.06.2022

Kompetenzen und Empowerment

Empowerment für Ehrenamtliche, die mit Geflüchteten arbeiten - kostenfreie Online-Angebote

„Kompetenzen und Empowerment“ ist ein neues und kostenloses Angebot für Ehrenamtliche in Niedersachsen, die mit geflüchteten Menschen arbeiten.

Die Angebotsreihe wird finanziert von der Lotto-Sport-Stiftung und umgesetzt in Kooperation mit der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover (VHS).

Die Angebote beginnen im Juni 2022 und finden online statt. Wöchentlich stehen eine professionell angeleitete Gesprächsrunde und ein Modul zu Fachthemen auf dem Programm. Die Module befassen sich mit den Themen Trauma bei Kindern und Jugendlichen, Trauma bei Erwachsenen, Trauma bei ehrenamtlichen Helfer*innen, Resilienz im Ehrenamt, „Self Empowerment – wie nutze ich meine eigenen Ressourcen für das Ehrenamt?“ und interkulturelle Kommunikation.

Ziel dieses Projektes ist, Ehrenamtliche, die mit geflüchteten Menschen arbeiten, professionell und strukturiert zu unterstützen. Sie werden in die Lage versetzt, die eigenen Ressourcen effektiver zu nutzen. Außerdem erwerben sie entscheidendes Wissen rund um das Thema Flucht und lernen, ihr Handeln zu reflektieren sowie durch spezielle Methoden professionelle Distanz aufzubauen.


01.06.2022

Praxis-Workshop: R³ – Resilienz, Respekt, Rassismusprävention

INSIDE OUT e.V. (IO) sensibilisiert mit dem Projekt R³ Kinder schon im frühen Alter für Themen wie Resilienzförderung, Rassismusprävention und Respekttraining und leistet damit einen Beitrag zu einer toleranten, demokratischen und reflektierten Gesellschaft, in der sich mit Respekt begegnet wird.

08.06.2022 -  in Online
Weitere Informationen:

Die Veranstaltung findet im Rahmen des DPT-TV des 27. Deutschen Präventionstages statt. Eine Anmeldung zum 27. DPT ist über folgenden Link möglich: https://www.praeventionstag.de/nano.cms/onlineanmeldung


01.06.2022

Trauma-Bilderbuch: „Das Kind und seine Befreiung vom Schatten der großen, großen Angst“

Das Trauma-Bilderbuch versucht, ein schweres Thema verständlich darzustellen: Ein Kind erlebt kriegsbedingt eine überwältigende Angstsituation, der „Schatten dieser Angst“ verfolgt das Kind noch, wenn die schreckliche Situation bereits eine ferne Vergangenheit geworden sein könnte.
Es kann Kindern, Eltern und deren Unterstützer/innen helfen, die ebenso unsichtbare wie lebenseinschränkende Belastung zu verstehen. Es zeigt auf, was das Kind jetzt braucht: praktische Hilfen im Alltag, tröstende Botschaften der Eltern und evt. den Weg in eine Therapie.


01.06.2022

Studie: Von der Krise zum Krieg: Verschwörungserzählungen über den Angriffskrieg gegen die Ukraine in der Gesellschaft

Im Research Paper „Von der Krise zum Krieg: Verschwörungserzählungen über den Angriffskrieg gegen die Ukraine in der Gesellschaft“ beschäftigen wir uns mit der Frage, inwieweit sich russische Desinformation und Verschwörungserzählungen rund um den Angriffskrieg in der breiten Bevölkerung verfangen. Hierfür wurden mittels einer repräsentativen Stichprobe der deutschen Bevölkerung Daten erhoben, die Aufschluss darüber geben, wer Verschwörungserzählungen zum Ukraine-Krieg zustimmt und wer eher immun gegen diese Propaganda ist.
 
Das erfreuliche Gesamtergebnis verdeutlicht, dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung verschwörungsideologischen Aussagen im Kriegskontext ablehnend gegenübersteht. Dennoch zeigen unsere Daten Zustimmungswerte und Zusammenhänge, die es genauer zu betrachten gilt: So glaubte jede siebte Person (14,5 Prozent), dass Putin zum Sündenbock gemacht werden würde, um von den wahren Problemen abzulenken oder dass man westlichen Medien nicht mehr trauen könne, wenn sie über den Krieg in der Ukraine berichteten (13,7 Prozent).

31.05.2022

Flüchtlingsschutz in Deutschland und Europa: Gelingt ein Paradigmenwechsel?

22. Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz

Die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag einen Paradigmenwechsel beim Flüchtlingsschutz angekündigt. Der Krieg in der Ukraine hat nun zu einer ungekannten europäischen Solidarität für Flüchtende geführt. Gleichzeitig bleibt die Perspektive für Geflüchtete zum Beispiel aus Afghanistan oftmals unklar. An den EU-Außengrenzen kommt es weiterhin zu Menschenrechtsverletzungen in Form von Zurückweisungen ohne Asylverfahren. Mit diesem Spannungsverhältnis beschäftigt sich das diesjährige Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz. Kann ein umfassender Paradigmenwechsel beim Flüchtlingsschutz gelingen?

20.06.2022 - 21.06.2022, Gendarmenmarkt 5, 10117 Berlin (Mitte)
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


31.05.2022

Jahresgutachten 2022. Systemrelevant: Migration als Stütze und Herausforderung für die Gesundheitsversorgung in Deutschland

Ein funktionierendes Gesundheitssystem ist maßgeblich für das Wohlergehen einer Gesellschaft. Im Jahresgutachten 2022 stellt der Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) fest, dass Fachkräfte mit Zuwanderungsgeschichte einen unverzichtbaren Beitrag zum deutschen Gesundheitssystem leisten. Um die Versorgung auch künftig zu gewährleisten, sieht er Nachbesserungsbedarf bei der Anerkennung ausländischer Qualifikationen und der Nachqualifizierung. Prozesse müssen vereinfacht, beteiligte Behörden stärker verzahnt und die Zuwanderung in die Ausbildung mehr gefördert werden. Auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie mahnt der SVR zudem an, die Arbeitsbedingungen grundlegend zu verbessern. Um eine chancengleiche und herkunftsunabhängige Gesundheitsversorgung sicherzustellen gilt es, das Gesundheitswesen diversitätssensibler zu gestalten.


30.05.2022

Netzwerktreffen: Belegung unter Druck – Gewaltschutz im Stresstest?

Die Fluchtbewegungen 2015/2016, die Covid-19 Pandemie und jüngst die mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine verbundene hohe Zahl aus der Ukraine flüchtender Menschen nach Deutschland – immer wieder stehen Behörden, Wohl-fahrtsverbände, Zivilgesellschaft und die Praxis der Sozialen Arbeit vor besonderen Herausforderungen bei der Unterbringung und Versorgung von geflüchteten Menschen. In ihrer gemeinsamen Verantwortung gegenüber schutzsuchenden Menschen finden die vorgenannten Akteur:innen in Zeiten des erhöhten Zuzugs schnell pragmatische Lösungen, um allen Schutzsuchenden zunächst ‚ein Dach über dem Kopf‘ bieten zu können. So sehr die schnelle und sichere Unterbringung in einem ersten Schritt im Vordergrund steht, so darf der Schutz vor Gewalt und die Schaffung sicherer (kindergerechter) Orte nicht aus dem Blick geraten. Frauen, Kinder und andere schutzbedürftige Personen brauchen Orte, an denen sie zur Ruhe kommen und das Erlebte verarbeiten können.

13.06.2022 - Crowne Plaza - Potsdamer Platz Hallesche Str. 10 10963 Berlin & Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


30.05.2022

Fachtag: Wer hat Macht? Diskriminierungskritische Perspektiven auf Bildungsarbeit

Was bedeutet es, Bildungsarbeit zu gestalten? Wie kann ich der Diversität in Bildungsräumen gerecht werden? Und wer lernt auf wessen Kosten?
Ob wir es wollen oder nicht, Machtverhältnisse spielen auch in der Bildungsarbeit eine tragende Rolle. Die Gestaltung von Lernräumen, die Anwendung von Methoden, die Aufbereitung von Wissen, die Auswahl von Arbeitsmaterialien, all das trägt nachhaltig dazu bei, wer in diesen Räumen gut lernen kann und wer sich von Methodik und Didaktik nicht angesprochen fühlt.
Häufig bekommen Personen, die von (mehrfacher) Diskriminierung betroffen sind, auch im Bildungsbereich weniger Lernchancen und werden bei der Konzeption von Bildungsformaten vergessen. Deshalb wollen wir auf dem Fachtag Wer hat Macht? gemeinsam diskriminierungskritische Perspektiven auf Bildungsarbeit erarbeiten und der Frage nachgehen, wie unsere eigene Bildungsarbeit diversitätssensibel und inklusiver gestaltet werden kann.
Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte aus den Bereichen der Erwachsenen- und Jugendbildung, der politischen Bildungen oder der Arbeitsbereiche Migration und Gleichstellung sowie an Lehrkräfte von Schulen und Volkshochschulen. Andere Interessierte sind ebenfalls herzlich willkommen.

06.07.2022 - Stephansstift Hannover (Kleefeld)
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung: