Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Information, neue Publikationen und Hinweise zu Integrations- und Migrationsthemen sowie zur Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus.

 

18.05.2022

Studie: Rassistische Realitäten - Wie setzt sich Deutschland mit Rassismus auseinander?

Wie nehmen die Menschen in Deutschland Rassismus wahr – im Alltag, aber zum Beispiel auch in Behörden? Wie bewerten sie rassistische Vorfälle? Sind sie bereit, dagegen vorzugehen? Und wie viele glauben, dass menschliche „Rassen“ existieren? Repräsentative Studie des DeZIM Rassismusmonitor beleuchtet erstmals umfangreich, wie sich unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen mit Rassismus auseinandersetzen.


17.05.2022

Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG)

Der VBRG setzt sich dafür ein, dass Betroffene rechter Gewalt bundesweit Zugang zu professionellen, unabhängigen, kostenlosen und parteilich in ihrem Sinne arbeitenden Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen erhalten. Derzeit sind 14 unabhängige Beratungsstellen für Betroffene rechts, rassistisch und antisemitisch motivierter Gewalt aus 12 Bundesländern im VBRG e.V. zusammengeschlossen. Jährlich beraten und begleiten die Mitgliedsorganisationen mit langjähriger Erfahrung und großer Expertise Hunderte Betroffene rechter Gewalttaten. Sie unterstützen die direkt Betroffenen von Angriffen, Bedrohungen, Brandanschlägen und Überfällen ebenso wie deren Angehörige, enge Bezugspersonen und Zeug*innen: kostenlos, vertraulich, vor Ort, parteilich im Sinne der Betroffenen und auf Wunsch auch anonym.


16.05.2022

Online-Seminar: Prävention von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Kontext Flucht und Unterbringung

In dem Online-Seminar wird der Schwerpunkt auf Kindern und Jugendlichen als Betroffene von sexualisierter Gewalt liegen. Es wird Wissen zu Formen und Folgen sexualisierter Gewalt sowie zu möglichen Anzeichen und Symptomen vermittelt. Möglichkeiten der Unterstützung für Betroffene werden aufgezeigt, sowohl im akuten Fall, als auch in der längerfristigen Unterstützung. Interventionsketten werden vorgestellt, nicht nur innerhalb der Einrichtung, sondern auch im Rahmen der Strafverfolgung. Zudem werden Täterstrategien beleuchtet, um so umfassend präventiv wirken zu können. Weitere präventive Maßnahmen stehen insbesondere im Zusammenhang mit der spezifischen Situation in den Unterkünften sowie mit den Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen. Um angemessen und hilfreich agieren und unterstützen zu können, sollte auch die eigene Selbstfürsorge im Blick sein.

07.07.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


13.05.2022

Online-Seminar: Sensibilisierung zur besonderen Situation von LSBTI-Geflüchtete

LSBTI-geflüchtete Menschen zählen zu den besonders schutzbedürftigen Personen im und nach dem Asylverfahren. Vielfach erleben sie auch in Unterkünften Diskriminierung und Gewalt, die meistens auf Homo- und Transfeindlichkeit zurückzuführen ist. Aufgrund ihrer Gefährdungslage, die mit negativen Erfahrungen in der Heimat oder hier in Deutschland verbunden ist, vermeiden LSBTI-geflüchtete Menschen sicherheitshalber, ihre Geschlechtsidentität auszuleben, bevorzugen dieIsolation und leiden somit unter psychischer Belastung. Infolge der negativen Erfahrung ist es oft für die Personengruppe schwer, Vertrauen zu den Behörden, Mitarbeiten in den Unterkünften und zu Beratungsstellen zu finden.

Das Onlineseminar wird ein Grundwissen über die besondere Situation von LSBTI-geflüchteten Menschen im Asylverfahren vermitteln und für deren Bedarfe sensibilisieren. Dabei wird derFokus auf folgende Schwerpunkte gelegt:

  • Vermittlung von Basiswissen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt
  • Einführung in die rechtliche, politische und soziale Situation von LSBTI-geflüchteten MenscheninDeutschland und in den Herkunftsländern
  • Stärkung von Handlungs- und Verweisungskompetenz im Umgang mit LSBTI-geflüchteten Menschen

Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende in der ambulanten und stationären Arbeit mit geflüchteten Menschen sowie an zuständige Mitarbeitende in Kommunalen- und Landesbehörden in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Teilnehmende aus den anderen Bundesländern und Tätigkeitsbereichen, die in ihrer Arbeit Berührungspunkte mit geflüchteten Menschen haben, sind ebenso willkommen.

02.06.2022 -  Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


09.05.2022

Projekt: Monitoring und Evaluierung eines Schutzkonzeptes für geflüchtete Menschen in Flüchtlingsunterkünften: Skalierung und Vertiefung

Gewaltschutz ist in Geflüchtetenunterkünften bundesweit eine zentrale Aufgabe von Betreibern und Trägern der Einrichtungen. Trotz teils variierender sozialer, rechtlicher und institutioneller Bedingungen bedarf seine Umsetzung in jeder Einrichtung eines beständigen Monitorings, kombiniert mit gezielten Evaluierungen seiner Wirksamkeit. In einem Pilotprojekt 2019-2020 hatte das DeZIM-Institut für diesen Zweck ein online-basiertes und modulares Monitoringinstrument entwickelt sowie Methoden zur Evaluation der Prozesse und Wirkungen des Gewaltschutzes. Das aktuelle Projekt baut auf diese Pilotphase auf und 1. skaliert das Monitoringinstrument für eine bundesweite Implememtierung und Anwendung unter Berücksichtigung landes- und einrichtungsspezifischer Rahmenbedingungen und 2. evaluiert mit qualitativen Studien in ausgewählten Einrichtungen Schutzprozesse und Risiken, insbesondere zu bislang gefährdeten Gruppen und vernachlässigten Aspekten. Als Projektziele befruchten sich somit gegenseitig der Erkenntnisgewinn über und die Weiterentwicklung von Gewaltschutz mit der langfristigen bundesweiten Institutionalisierung eines Monitorings in Geflüchtetenunterkünften.

In dem Projekt beschäftigen wir uns mit Fragen, wie sich das entwickelte Gewaltschutzmonitoring bundesweit in Geflüchtetenunterkünften skalieren lässt, an lokale Bedarfe anpassen werden kann und wie eine verantwortungsvolle Auswertung und Analyse der Daten vorbereitet werden können. Des Weiteren stellen sich in dem Projekt die Fragen, wie und mit welchen Wirkungen der Gewaltschutz in Geflüchtetenunterkünften umsetzbar ist, welche Risiken für gefährdete Gruppen und welche Potentiale des Gewaltschutzes sich identifizieren lassen, um den Gewaltschutz und das Monitoring zu verbessern, und welche best-practice Modelle im Umgang mit besonders gefährdeten Gruppen in der Umsetzung des Gewaltschutzes identifiziert werden können.


05.05.2022

Asylwegweiser: Videos zum Asylverfahren des Bayrischen und Münchner Flüchtlingsrates

In einer Kooperation des Bayerischen und des Münchner Flüchtlingsrat wurden Erklär-Videos – Asylwegweiser – zum Asylverfahren entwickelt. Sie sollen als Wegweiser im Asylverfahren dienen und Geflüchtete befähigen, ihr Asylverfahren informiert und eigenständig bestreiten zu können. Gerade in Ankerzentren haben die Geflüchteten nur sehr eingeschränkt Zugang zu Beratung und Informationen. Die Videos können eine persönliche ausführliche Beratung natürlich nicht ersetzen, sollen aber eine Informationsgrundlage für alle bereitstellen, die essentiell ist, um das Asylverfahren zu bestreiten und gravierende Fehler und Versäumnisse zu vermeiden.


05.05.2022

Transfer- und Abschlusstagung des BMBF-Forschungsprojekts „Bildungsteilhabe Geflüchteter im Kontext digitalisierter Bildungsarrangements“ (BiGeDiB)

Das ethnografische Forschungsprojekt „Bildungsteilhabe Geflüchteter im Kontext digitalisierter Bildungsarrangements“ (BiGeDiB), gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), hat untersucht, welche Bedeutung digitale Medien für die Bildungsteilhabe geflüchteter junger Menschen haben.

Zum Abschluss des Projekts stellt das Verbundprojekt der Universität zu Köln und der Leuphana Universität Lüneburg die Ergebnisse vor und lädt zu einer Diskussion der Implikationen für Praxis, Politik und Forschung ein. Gemeinsam mit verschiedenen Akteur*innen aus Praxis, Politik, Verwaltung und Wissenschaft geht es dabei darum zu diskutieren, welche Folgen sich aus den Projektbefunden für die Gestaltung politischer Rahmenbedingungen, der Praxis vor Ort in der Kinder- und Jugendhilfe und in Schule sowie für weitere Forschung ergeben.

Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt:

  • Welche Bedeutung haben digitale Medien bei der Ermöglichung von Bildungsteilhabe für junge Geflüchtete?
  • Welche Bedingungen sind dafür relevant?
  • Welche Konsequenzen für die Gestaltung pädagogischer Angebote und institutioneller Strukturen ergeben sich daraus für Praxis und Politik?

Die Tagung richtet sich an Interessierte aus Praxis, Politik und Wissenschaft. Die Teilnahme ist kostenfrei.

20.06.2022 - 21.06.2022 in Maternushaus, Kardinal-Frings-Straße 1, 50668 Köln
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


04.05.2022

Präventionswoche 2022 - Netzwerk FÜR Demokratie und Prävention

Die Koordinierungsstelle des Landesprogramms für Demokratie und Menschenrechte im Landespräventionsrat lädt ein zur jährlichen Fachkräftetagung! Sie findet in diesem Jahr als Präventionswoche vom 13.-17. Juni 2022 mit einem Streamingangebot und einer Arbeitsphase in Präsenz statt.
Sie können sich für halbe oder ganze Tage anmelden und Ihr Angebot selbst zusammenstellen.

Zum Auftakt wird am Montag, 13.6.2022 ein Youtube-Livestream gesendet. Lageberichte, Vorträge und Gesprächsrunden geben hier thematische Impulse und Diskussionsstoff für die Woche. In einer Arbeitsphase in Präsenz vom 14. bis 17.6.2022 werden darüber hinaus Vorträge und Workshops zu vier Themenschwerpunkten in den Räumen des Landespräventionsrats in Hannover angeboten:

  • Demokratieräume in Kita und Schule (14.6.)
  • Jugendliche Kompetenzen (15.6.)
  • Perspektiven im Sozialraum (16.6.)
  • Diversität (er)leben (17.6.)

Auf der Tagungswebseite https://kostlp.lprnds.de finden Sie ab sofort eine Übersicht über Vorträge, Gesprächsrunden, Workshops, das Online-Angebot, einige organisatorischen Hinweise und natürlich die Anmeldeformulare. Anmeldefrist ist der 25.5.2022


04.05.2022

Online-Vortrag: Präventionsimpulse für ethnisch vielfältige Quartiere

Im BMBF-Verbundprojekt „Migration und Sicherheit in der Stadt“ untersuchte die Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement Konflikte und Konfliktpotenziale im Zusammenleben von verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen in vier deutschen Großstädten mit jeweils zwei Quartieren. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für eine Broschüre mit Präventionsimpulsen, die eine kleine Auswahl aus vielen sinnvollen und mitunter evidenzbasierten Maßnahmen darstellt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des DPT-TV des 27. Deutschen Präventionstages statt. Eine Anmeldung zum 27. DPT ist über folgenden Link möglich: https://www.praeventionstag.de/nano.cms/onlineanmeldung

11.05.2022 - Online
Weitere Informationen im DPT-Foyer:


04.05.2022

Fachzeitschrift: Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung (ZRex) 3. Heft

Die dritte Ausgabe der ZRex ist im März 2022 erschienen und nunmehr im Open Access abrufbar sowie in gedruckter Form bestellbar.
Ziel der neuen ZRex ist es, der wissenschaftlichen Forschung zur illiberalen, populistischen bzw. extremen Rechten ein Forum zu geben und damit das strukturelle Defizit einer fehlenden wissenschaftlichen Plattform für kritische Rechtsextremismusforschung zu beheben.


03.05.2022

„We aid“ - Infrastruktur für kurzfristige Hilfsinitiativen

WE AID bietet eine professionelle, gemeinnützige Organisationsstruktur auf Zeit und ermöglicht damit privaten Initiativen die Umsetzung ihres gemeinnützigen Engagements innerhalb weniger Tage. WE AID leistet so einen Beitrag zur selbstständigen Verwirklichung von zivilgesellschaftlichen Aktivitäten und damit zur Stärkung des gesellschaftlichen Engagements.

Das gemeinnützige Analyse- und Beratungshaus Phineo gAG will spontanen Initiativen, die in Krisen ehrenamtlich Hilfe leisten, eine Infrastruktur anbieten, die ihnen die Bürokratie abnimmt. Dafür hat Phineo die „We aid“ gGmbH“ gegründet. Sie übernimmt zusammen mit der Steuerberatungsgesellschaft Ecovis NRW und der Onlinemarketing-Agentur Trafficdesign die Verwaltung, Spendenabwicklung, Buchhaltung und Steuerberatung für die Initiativen, unterstützt die Kommunikation und gibt Rechtsberatung. Ziel ist, dass die Helferinnen und Helfer sich risikofrei auf ihre Projekte konzentrieren können.


02.05.2022

Bericht: Der Wert der Nachbarschaft - Wie Vereine das Wohlbefinden von Immigrant* innen steigern

Auch wenn sich ihre wirtschaftlichen Verhältnisse bessern, bleiben Immigrant*innen oft in den angestammten Wohnvierteln leben, statt in andere, wohlhabendere Gegenden umzuziehen. Das WZB-Forscherteam
hat jetzt im Projekt WELLMOB erforscht, was wirklich für das Wohlbefinden von Menschen mit Migrationshintergrund zählt.
Ihr Fazit: Räumliche Segregation ist nicht pauschal gut oder schlecht für das subjektive Wohlbefinden von Immigrant*innen und deren Nachkommen


27.04.2022

Webinar: Demokratischer Naturschutz oder rechter Heimatschutz? Rechtsextremismusprävention im Natur- und Umweltschutz

Denkt man an Natur- und Umweltschutz, denkt man meist an demokratische und emanzipatorische Bewegungen und Initiativen. Schaut man sich die historische Entstehung des deutschen Umweltschutzes an, wird jedoch schnell deutlich, dass dieser von Beginn an auch rechtsextremen Einflüssen unterlag. Der deutsche Naturschutz war in seiner Geschichte an vielen Stellen eng mit völkischen Ideologien und Akteur*innen verknüpft. Mit dem Schutz der Natur ging und geht bis heute häufig ein Schutz der Heimat und des Volkes einher.

Der Vortrag von Pascal Specht (Pufii) zeigt zunächst die historischen Kontinuitäten und Entwicklungen sowie aktuelle Fallbeispiele der Einflussnahme der extremen Rechten auf das Themenfeld Natur- und Umweltschutz auf. Dabei wird verdeutlicht, dass es sich bei diesem Engagement rechtsextremer Personen und Organisationen nicht um ein zufälliges Handeln oder persönliche Präferenzen handelt, sondern dieses Handeln in ihrer Weltanschauung und ihrer Ideologie verankert ist. Der Natur- und Umweltschutz befindet sich in einem ständigen Spannungsfeld zwischen demokratischem Naturschutz und rechtem Heimatschutz. Der Einsatz für ein demokratisches Handeln und damit auch der Prävention rechtsextremer Einflussnahmen im Naturschutz bedarf einer aktiven Positionierung und Auseinandersetzung der demokratischen Akteur*innen.

Wie Rechtsextremismusprävention im Natur- und Umweltschutz aussehen kann, beschreibt anschließend Yannick Passeick in der Vorstellung der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz – kurz FARN. FARN ist ein gemeinsames Projekt der NaturFreunde und der Naturfreundejugend Deutschlands und bietet Information, Qualifikation und Beratung im Themenfeld Naturschutz, Umweltschutz und Rechtsextremismus an. Dabei setzt die Arbeit bei der Ausbildung von Multiplikator*innen an, die bundesweit Bildungsveranstaltungen durchführen, um über die Schnittmengen und Anknüpfungspunkte von rechten Ideologien im Naturschutz zu informieren.

Referenten

Yannick Passeick (M.A. Politikwissenschaften) ist Bildungsreferent bei FARN. Hier ist er seit 2017 zuständig für die Konzeption von Bildungsmaterialien und die Durchführung von Bildungsveranstaltungen im Themenfeld Naturschutz und Rechtsextremismus. Seit 2019 arbeitet er gezielt an der Fortbildung von Multiplikator*innen aus dem Natur- und Umweltschutz, der Kinder- und Jugendhilfe, sowie der antirassistischen Bildungsarbeit.
www.nf-farn.de

Pascal Specht (B.A. Politikwissenschaften) ist Werkstudent beim Deutschen Präventionstag und betreut dort unter anderem das Informationsportal Pufii. Er hat sich im Rahmen seines Studiums mit dem Natur- und Umweltschutz von rechts auseinandergesetzt und seine Bachelorarbeit zum Thema „Natur und Umweltschutz der Neuen Rechten und ihre ideengeschichtlichen Bezugspunkte“ verfasst.
www.pufii.de

Kostenlose Anmeldung zum Webinar per Mail an team@pufii.de.
Den Zugangslink erhalten die angemeldeten Personen einen Tag vor der Veranstaltung.

17.05.2022 - Online
10:00 - 11:00 Uhr


21.04.2022

Online-Vortrag: Ein ausgezeichnetes Game-Changer-Projekt mit Fluchtkontext

Asylantragszahlen seit 2015 zeigen: Flucht ist jung und männlich. Die bundesweite Präventionslandschaft ist jedoch kaum auf die spezifischen Bedarfe von jungen geflüchteten Männern ausgerichtet. Perspektivlosigkeit, eingeschränkte Autonomie, Stigmatisierung, gepaart mit hohen Erwartungen aus den Herkunftsländern, erschweren die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erheblich. Tradierte, gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen können herkunftsunabhängig besonders in konservativen und ehrkulturellen Familienstrukturen während der Adoleszenzphase unreflektiert in ein toxisches Männlichkeitsbild und Gewaltschleifen münden.

Seit einem Jahr begleitet das DFK das Projekt „BROTHERS“ – Gewaltprävention bei (geflüchteten) Jugendlichen powered by HEROES (Gewinner Niedersächsischer Sozialpreis 2021). Zwei Teamleiter bilden vier Jugendliche – vorrangig mit Fluchthintergrund – im Alter von 14 bis 25 Jahren zu „BROTHERS“ aus. Diese geben ihr Wissen zu Selbstreflexion, Ehre, Wahrnehmung von Grenzen und Gewalt sowie Entwicklung von Handlungsalternativen und Rhetorik dann Peer-to-Peer in Workshops an Schulen und Jugendgruppen auch an die sonst schwer erreichbare Zielgruppe innerhalb der Flüchtlingscommunity weiter. Das DFK fördert die Projektevaluation und möchte zusammen mit dem Projektträger Bonveno Herausforderungen aus dem Projektalltag sowie erste Erfahrungen aus den Workshops vorstellen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des DPT-TV des 27. Deutschen Präventionstages statt. Eine Anmeldung zum 27. DPT ist über folgenden Link möglich: https://www.praeventionstag.de/nano.cms/onlineanmeldung

27.04.2022 - Online


20.04.2022

Nationale Strategie "Antiziganismus bekämpfen, Teilhabe sichern!" zur Umsetzung der EU-Roma Strategie 2030 in Deutschland

Am 23. Februar 2022 hat die Bundesregierung die nationale Strategie "Antiziganismus bekämpfen, Teilhabe sichern!" beschlossen. Im Fokus stehen der gleichberechtigte Zugang zu Bildung, Beschäftigung, Gesundheit und Wohnen, die effektive Bekämpfung von Antiziganismus sowie die Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Sinti und Roma in Deutschland. Die Strategie nimmt auch auf den neuen Koalitionsvertrag Bezug: durch die Einsetzung einer beziehungsweise eines Antiziganismus-Beauftragten, die Einrichtung einer nationalen Roma-Kontaktstelle sowie den Aufbau einer zivilgesellschaftlichen Monitoring- und Informationsstelle zur Erhebung antiziganistischer Übergriffe. Sie greift aktuelle Entwicklungen und neu gewonnene Erfahrungswerte auf und schreibt sie fort.


20.04.2022

Fördermöglichkeit: Deutscher Engagementpreis

Der Deutsche Engagementpreis ist der Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Er würdigt das freiwillige Engagement von Menschen in unserem Land und all jene, die dieses Engagement durch die Verleihung von Preisen unterstützen. Die Nominierungsfrist endet am 15. Juni 2022.


20.04.2022

Kinderhandel und Ausbeutung im Migrations- und Asylkontext - (Un)begleitete Minderjährige als Betroffene in Ausbeutungsstrukturen erkennen und reagieren

Menschenhandel, auch mit Kindern, spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle im Migrations- und Asylkontext. Kinder und Jugendliche, die von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung betroffen sind, geben sich aus verschiedenen Gründen selten von sich aus als Betroffene zu erkennen. Das Online-Seminar vermittelt grundlegendes Wissen zu Handel mit Kindern und den Betroffenen. Sie lernen, welche Anzeichen es für Handel mit und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen gibt und wie Sie Betroffene erkennen können. Außerdem werden spezielle Phänomene des Menschenhandels und besondere Vulnerabilitäten im Migrations- und Asylkontext sowie die aufenthalts- und asylrechtliche Relevanz von Menschenhandel beleuchtet.

Montag, 19.05.2022  & Donnerstag, 09.06.2022
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


19.04.2022

IAB-Kurzbericht: Betriebe mit ausländischen Beschäftigten stellen häufiger Geflüchtete ein

Wie gut sich geflüchtete Menschen in den Arbeitsmarkt integrieren, ist wesentlich für deren Teilhabe an der Gesellschaft. Betriebe spielen dabei eine zentrale Rolle. Ihr Einstellungsverhalten bestimmt maßgeblich, ob und wie schnell die Integration in Ausbildung und Beschäftigung gelingt. Die Autoren untersuchen, welche Betriebe besonders häufig Geflüchtete beschäftigen.


19.04.2022

Informationsangebote für ukrainische Geflüchtete

Ob Podcasts, mehrsprachiges Fernsehen und Radio oder Websites: Viele Medien starten Angebote für ukrainische Geflüchtete. Ziel ist es, ihnen die Ankunft in Deutschland zu erleichtern.

Seit kurzem gibt es die Tagesschau mit ukrainischen und russischen Untertiteln. RTL veröffentlicht täglich Nachrichten über den Krieg in ukrainischer Sprache. Und der Tagesspiegel übersetzt einzelne Artikel ins Ukrainische. Das sind nur einige Beispiele dafür, wie deutsche Medien ihre Nachrichtenangebote anpassen, um Geflüchtete aus der Ukraine zu erreichen.

Viele Medien tun noch mehr: Die ARD übersetzt viele Kinderprogramme ins Ukrainische. Etwa die Sendung mit der Maus, Shaun das Schaf oder "Deutsch lernen mit Socke". Viele Medienhäuser bieten zudem Informationen zur Ankunft und zum Leben in Deutschland an. Zum Beispiel der MDR. Auf einer Unterseite listet der Sender Hilfsangebote in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf. "Wir möchten dafür sorgen, dass sich die Ukrainerinnen und Ukrainer nach der Ankunft in Deutschland gut zurechtfinden können", so Referentin Bettina Friedrich.  


18.04.2022

Online-Praxisworkshop: Zwischen Frames, Bildern und Stereotypen - Praxisworkshop Sprache und Benennung in Angeboten und Projekten der Sozialen Arbeit

Du planst ein Angebot oder arbeitest in einem Projekt und benötigst dafür einen Text für Flyer, Website oder Projektbeschreibung:

Welche Benennungen und Bilder benutzt Du, welche Wirkungen können diese entwickeln?

In unserem Praxisworkshop setzen wir uns mit dem Thema Framing in der Migrationsgesellschaft auseinander. Im Fokus stehen dabei Angebote und Projekte der Sozialen Arbeit. Wir werden Textbeispiele aus der Praxis gemeinsam diskutieren und Erfahrungen austauschen. Dabei möchten wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen:

Was ist Framing und wie beeinflusst es unsere Arbeit? Welche Bilder werden in Ausschreibungstexten vermittelt? Wo kann ich mich über Beispiele diskriminierungssensibler Sprache informieren?

31.05.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


14.04.2022

Praxis-Impuls: Das schaffst Du schon, wenn Du Dich nur genug anstrengst!?

Vom Mythos der gleichen Chancen für alle und Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft Im letzten Jahr wurde an verschiedenen Punkten einmal mehr deutlich, dass wir in einer Klassengesellschaft leben: die prekären Arbeitsbedingungen von Wanderarbeitnehmer*innen und Menschen in sozialen Berufen, die Lebensbedingungen von Personen mit geringem oder überhaupt keinem Einkommen, die familiäre Versorgung, die Organisation von Lernprozessen zu Hause, soziale Unterstützung in krisenhaften Zeiten…
Die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen. Dabei sichern die einen ihren sozialen und ökonomischen Status ab, während die anderen ihre Verhältnisse gerne überwinden würden. Die Individualisierung von gesellschaftlichen Problemlagen trägt dazu bei, Macht- und Ausbeutungsverhältnisse aufrecht zu erhalten. Welche Teilhabechancen in Bildung, aber auch in anderen Bereichen der Gesellschaft haben Menschen, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft bzw. aufgrund ihrer sozio-ökonomischen Position etikettiert werden? Das Recht auf die unveräußerliche Menschenwürde gilt doch für alle Menschen. Oder steht das etwa nur auf dem Papier?

Die Veranstaltung findet im Rahmen des DPT-TV des 27. Deutschen Präventionstages statt. Eine Anmeldung zum 27. DPT ist über folgenden Link möglich: https://www.praeventionstag.de/nano.cms/onlineanmeldung

20.04.2022 - Online


14.04.2022

Podcast „Schlaglicht Diskriminierung“

In der Podcast-Reihe „Schlaglicht Diskriminierung“ des Antidiskriminierungsnetzwerks Nordhessen (AdiNet) sprechen Marlene Göhl und Bijan Razavi mit unterschiedlichen Gästen über das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). In insgesamt sieben Folgen diskutieren sie die Möglichkeiten, die das AGG für Menschen bietet, die von Diskriminierung betroffen sind, aber auch über verschiedene Diskriminierungsformen, die nicht oder nicht explizit vom AGG abgedeckt werden. Zu den Gästen zählen u. a Sina Collman de Quinones und Manja-Dimitra Kotsas, die in der Antidiskriminierungsberatung tätig sind, der Soziologe Andreas Kemper und Timo Eichel von der Drogenhilfe Nordhessen.


13.04.2022

Broschüre: Rassismuskritische Mädchen*arbeit – Reflexionshandbuch und Arbeitstool

Diese Broschüre will bei der Umsetzung geschlechtereflektierender sowie rassismuskritischer Kinder- und Jugendarbeit Hilfestellung geben und neue Perspektiven vermitteln. Indem sie strukturelle Rahmenbedingungen und konkrete Reflexionsfragen aufführt, bekommen Fachkräfte Methoden an die Hand, die sie für ihre eigene Praxis verwenden können. Bereichert wird die Broschüre mit weiterführenden Hinweisen zu Literatur und Materialien sowie einem Glossar.


13.04.2022

Studie: Promoting COVID-19 vaccination uptake among migrant communities on social media – Evidence from Germany


13.04.2022

„Newcomer Podcast“

Mit diesem Info-Podcast wollen die Kolleg*innen von Handbook Germany die wichtigsten Fragen der farsisprachigen Community in Deutschland beantworten.


12.04.2022

Posttraumatisches Wachstum? – Unterstützung von Transformationsprozessen nach Trauma und Krisen

Krisen erschüttern das Leben von Menschen und bergen zugleich das Potenzial, gesellschaftliche Transformationen in Gang zu setzen. Klimawandel, Pandemie und Kriege konfrontieren uns auf unterschiedliche Weise mit Schrecken und neuen Herausforderungen. COVID-19, Afghanistan, Ukraine, aber auch die langfristigen Auswirkungen der deutschen Einheit sind sehr unterschiedliche, aber auf Individuen und Gesellschaften einwirkende Krisen, die Menschen bewegen und Potenziale entfalten, wie zerstören können. Menschen fliehen – und transformieren so auch die Gesellschaften, bei denen sie Schutz suchen.

Wie gehen Gesellschaften und Individuen mit Krisen um? Wie können wir uns selbst schützen und stärken? Wie können wir uns selbst unterstützen, die wir Menschen in Krisen begleiten wollen? Diesen Fragen wollen wir gemeinsam auf der Jahrestagung der BAfF in Leipzig mit Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft und Praxis, mit Menschenrechtsaktivist*innen und Gesundheitsexpert*innen nachgehen. Im Zentrum stehen die Wechselwirkungen zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Verdrängung, Trotz und Hoffnung.

Über allem steht die Frage, wie psychisch belastete Geflüchtete durch diese Krisen begleitet werden können, in einer Umgebung, die selbst Krisen erfahren hat.

15.05.2022 - 16.05.2022 in Leipzig
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


11.04.2022

Online-Veranstaltung: Gute Nachbarschaft - Herausforderungen gemeinsam lösen

Gute Nachbarschaft gelingt, wenn alle gesellschaftlichen Akteur*innen des Zusammenlebens – von den Menschen vor Ort bis hin zur Politik – zusammenarbeiten und sich gemeinsam einsetzen. 

In dieser Veranstaltung schauen wir direkt in Nachbarschaften vor Ort und erleben, wie aktive Nachbarschaft gelebt und was damit bewirkt werden kann:

  • Wir besuchen live Beispiele von guten Nachbarschaften
  • Wir erleben Möglichkeiten für die Aktivierung von Nachbarschaften

Dabei wollen wir es genau wissen: Was sind die aktuellen Probleme vor Ort? Und wie werden sie angegangen?

Gemeinsam beantworten wir, was gute Nachbarschaften brauchen, um Lösungen zu finden und wie das Bündnis dazu beitragen kann.

09.05.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


07.04.2022

Informationen für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine

Der BumF hat einen aktuellen Flyer veröffentlicht, der sich direkt an Kinder und Jugendliche richtet, die mit oder ohne ihre Familien aus der Ukraine geflüchtet sind. Der Flyer ist auf deutsch, und in wenigen Tagen auch auf ukrainisch, erhältlich. Der Flyer gibt, geordnet nach verschiedenen Themenbereichen, eine erste Orientierung für die jungen Menschen, die aus der Ukraine in Deutschland ankommen.


07.04.2022

Studie: Integration gelungen? Lebenswelten und gesellschaftliche Teilhabe von (Spät-)Aussiedlerinnen und (Spät-)Aussiedlern

(Spät-)Aussiedlerinnen und (Spät-)Aussiedler stellen mit derzeit ca. 2,6 Millionen in Deutschland lebenden Menschen eine der größten Zuwanderungsgruppen dar, zu der es jedoch kaum aktuelle und umfassende Studien gibt. Daher hat der wissenschaftliche Stab des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR) in Kooperation mit dem Forschungszentrum des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) den aktuellen Stand der Integration und Teilhabe von (Spät-)Aussiedlerinnen und (Spät-)Aussiedlern untersucht.

Auf Basis aktueller Daten des Mikrozensus sowie des SVR-Integrationsbarometers wurden strukturelle, soziale und kulturell-identifikatorische Teilhabeaspekte sowie die politischen Einstellungen der (Spät-)Aussiedlerbevölkerung analysiert und der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund sowie anderen selbst Zugewanderten gegenübergestellt.


06.04.2022

Online-Vortrag: Entwicklungen im „Islamistischen Extremismus“ | KN:IX Report

Der Report des Kompetenznetzwerkes „Islamistischer Extremismus“ (KN:IX) beschreibt die Herausforderungen, Bedarfe und Trends im Themenfeld „Islamistischer Extremismus“ im Jahr 2021. In der Funktion als bundesweite Schnittstelle und Plattform für zivilgesellschaftliche und staatliche Akteur*innen, hat KN:IX Handelnde aus dem Themenfeld befragt, um ein Stimmungsbild zu erhalten. Auf Basis der Ergebnisse bietet KN:IX spezifische Formate an, um Fachdiskussionen anzuregen und die inhaltliche Arbeit gemeinsam mit den Präventionsakteur*innen weiterzuentwickeln. Bei der Veranstaltung werden das Kompetenznetzwerk KN:IX und die Ergebnisse des Reports vorgestellt. Anschließend gibt es die Gelegenheit, die Herausforderungen für die Zukunft gemeinsam zu diskutieren.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des DPT-TV des 27. Deutschen Präventionstages statt. Eine Anmeldung zum 27. DPT ist über folgenden Link möglich: https://www.praeventionstag.de/nano.cms/onlineanmeldung

13.04.2022 - Online
Weitere Informationen:


06.04.2022

Online-Vertiefungsseminar: Sozialleistungen für umF in Verwandtenpflege

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die im Rahmen der Verwandtenpflege untergebracht sind, haben je nach Aufenthaltstitel Anspruch auf Sozialleistungen nach dem AslyblG oder dem SGB. Häufig liegt hierbei die Vormundschaft bei ehrenamtlichen oder Amtsvormünder*innen. Wie unterscheidet sich die Verwandtenpflege von der Vollzeitpflege und welche Konsequenzen leiten sich daraus ab?

Inhalt dieser Fortbildung:

  • Welche Sozialleistungen sind wo zu beantragen?
  • Was ist mit dem Krankenversicherungsschutz?
  • Wann gibt es Anspruch auf Kindergeld?
  • Wer gehört zur Bedarfsgemeinschaft?
  • Welche Leistungen sind über das Jugendamt auch in dieser Variante möglich und zu beantragen?

09.05.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


06.04.2022

Studie: Challenges for unaccompanied children in Lower Saxony: Recommendations for policy and practice

Unbegleitete Minderjährige brauchen Aufenthaltssicherheit und mehr Unterstützung

Rechtliche Unsicherheit und die Erfahrung von Ablehnung stellen für junge geflüchtete Menschen die schwerwiegendsten Hindernisse auf dem Weg zur gleichberechtigten Teilhabe in der deutschen Gesellschaft dar. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Flüchtlingsrat Niedersachsen.

Niedersachsenweit hat der Flüchtlingsrat unbegleitete minderjährige Geflüchtete und Fachkräfte befragt und so Erkenntnisse über die Situation der jungen Geflüchteten in Niedersachsen gewonnen. Insbesondere die langanhaltende aufenthaltsrechtliche Unsicherheit – auch nach mehreren Jahren Aufenthalt in Deutschland – setzt junge Menschen enorm unter Druck und beeinflusst ihr Wohlbefinden in allen Lebensbereichen.


05.04.2022

Projekt „Papiere von Anfang an“

Eine Geburtsurkunde ist das zentrale Dokument, das die Existenz eines Menschen belegt. Sie ermächtigt eine Person dazu, ihre Rechte gegenüber einem Staat geltend zu machen, eine Staatsangehörigkeit und später einen Pass zu erhalten oder auch zu heiraten.

In dem einjährigen Projekt hat die Monitoring-Stelle die Webseite „recht-auf-geburtsurkunde.de“ entwickelt. Die Website bündelt alles Wichtige und Wissenswerte rund um die Geburtenregistrierung und die kinderrechtskonforme Anwendung der betreffenden Gesetze. Standesbeamt*innen und Sozialarbeitende finden so schnell und unkompliziert Antworten auf praxisnahe Fragestellungen sowie Hintergrundinformationen und Hinweise auf Publikationen in dem Themenfeld.


04.04.2022

Online-Schulung: Traumata bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen

Auslöser für Traumata bei Kindern und Jugendlichen sind divers:Gewalterfahrungen in der Familie, der Verlust einer Bezugsperson oder etwa grundlegende Veränderungen von Lebensbedingungen bei nationalen und internationalen Krisensituationen.

Es ist beispielsweise davon auszugehen, dass viele minderjährige Geflüchtete emotional sehr belastet sind – aufgrund schwieriger, traumatischer Erfahrungen im Herkunftsland und auf der Flucht und nicht zuletzt aufgrund ihrer Situation in Deutschland.

Die Tagesschulung gibt eine Einführung in das Thema und gemeinsam erarbeiten die Teilnehmenden Antworten auf Fragen rund um das Thema Trauma. Die Teilnehmenden lernen was ein Trauma ausmacht, lernen Traumafolgen und die posttraumatische Belastungsstörungen kennen sowie mögliche Anzeichen und Symptome. Ebenso lernen sie, einen sensiblen und wertschätzenden Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu finden, um ihnen und ihren Eltern unterstützend beizustehen – ohne dabei die eigene Selbstfürsorge aus den Augen zu verlieren.

23.04.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


31.03.2022

„Prävention im Team“ (PiT)

Die PiT-Strategie frühkindlicher und schulischer Prävention hat zum Ziel, Kinder und Jugendliche in ihrer gesamten Persönlichkeit zu stärken,

  • um Konflikte gewaltfrei zu lösen,
  • auf Drogen zu verzichten,
  • mit Digitalen Medien sicher umzugehen,
  • um respektvoll und demokratisch zu handeln und
  • um sich insgesamt vor Gefahren schützen zu können.

PiT sorgt für wirkungsvolle Prävention: langfristig, gemeinsam und gemäß neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse. Gesunde und lebenskompetente Kinder sind das Ziel bedarfsgerechter Präventionsarbeit.

 

Grundprinzipien der Zusammenarbeit bei PiT

Prävention (lat. praevenire »zuvorkommen«, »verhüten«) ist der Ansatz, negative Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen und ihnen möglichst frühzeitig entgegenzuwirken.  Ziel ist es, in Schulen, Kitas, Horten, Jugendeinrichtungen, Sozialräumen, Gemeinden und Stadtteilen die Rahmenbedingungen für ein sicheres und gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern.

Die Landesstrategie PiT zielt auf die Realisierung einer höheren Nachhaltigkeit in der präventiven Erziehungs- und Bildungsarbeit von Kindern und Jugendlichen ab. Durch PiT wird die originäre Aufgabe der Prävention besser erfüllt.


30.03.2022

Auswertung: Leben in Gefahr – Gewalt gegen Geflüchtete in Deutschland

Eine Langzeitauswertung mit grafisch aufbereiteten Übersichten zur Entwicklung in fünf Bundesländern und bundesweit über fünf Jahre.

In dieser Publikation kommen Menschen zu Wort, die nach Deutschland flohen. Geflüchtete Personen leben nicht nur aus asylpolitischer Perspektive unter gewaltvollen, oft menschenverachtenden Bedingungen. Sie sind auch jenseits des strukturellen Rassismus, von dem Deutschland geprägt ist, jeden Tag körperlicher und psychischer Gewalt im Alltag ausgesetzt, die unmittelbar, überraschend und manchmal auch tödlich sein kann.

Hier kommen Menschen zu Wort, die von diesem Alltag berichten, die einen Einblick geben, was sich hinter den Zahlen, die die Amadeu Antonio Stiftung seit 2015 in der Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle erhebt, verbirgt. Die Broschüre zeigt den Mut, den Überlebenswille, die verschiedenen Perspektiven auf das Leben nach dem Ankommen und auch dem Niederlassen in Deutschland. Und sie verweist auf die Möglichkeiten, wie man mit dem Werkzeug der politischen Übersetzung, investigativem Journalismus und beharrlichen zivilgesellschaftlichen Engagement trotz der erschütternden Dimension der Gewalt aktiv dagegen vorgehen kann.


30.03.2022

Online-Konferenz: Asyl in Deutschland – Ausgrenzung und Teilhabe

Die Konferenz dient der Vernetzung verschiedener Akteur:innen sowie Entscheidungsträger:innen im Asylsystem. Vor dem Hintergrund eines transkulturellen Ansatzes möchte Culture Coaches die Realitäten des deutschen Asylsystems diskutieren: Wie werden Schutzsuchende durch Gewalt und Rassismus ausgegrenzt und wie kann Teilhabe in einer postmigrantischen Gesellschaft aussehen?

06.04.2022 - 07.04.2022, Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


30.03.2022

Forschungsbericht: Binnenmobilität von Geflüchteten mit Schutzstatus in Deutschland

Über das Wanderungsverhalten und die Wohnortwahl von Geflüchteten mit Schutzstatus in Deutschland ist bislang wenig bekannt. Das Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat diese Erkenntnislücke nun reduziert: Der Forschungsbericht „Binnenmobilität von Geflüchteten mit Schutzstatus in Deutschland. Eine explorative Analyse auf Basis des Ausländerzentralregisters“ präsentiert erste Ergebnisse aus der Untersuchung der individuellen Mobilität von Schutzberechtigten im Zeitraum 2015 bis 2020 und zeigt das Potenzial des Ausländerzentralregisters (AZR) für die Migrations- und Integrationsforschung auf.



29.03.2022

8. Schulung zur Traumasensibilität gegenüber LSBTI*-Geflüchteten

In dieser Online-Veranstaltung bekommen die Teilnehmenden das Thema „Traumasensibilität in der Arbeit mit geflüchteten Menschen“ näher gebracht. Nach einem kurzen theoretischen Input zu Trauma im Kontext von Flucht können die Teilnehmenden ihre eigenen Fragen und Anliegen einbringen. So kann über das Erkennen von Traumafolgen, Handlungsempfehlungen, Kontakt zu den Psychosozialen Zentren und anderen Hilfesystemen sowie eigene Belastungen gesprochen werden.

30.03.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


28.03.2022

Online-Fortbildung: Soziale Arbeit mit Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte zwischen Kultursensibilität und Kulturalisierung

In der Zusammenarbeit mit Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte entstehen häufig Situationen, in denen für Sozialarbeiter*innen auf den ersten Blick nicht klar ist, ob kulturelle Prägungen eine Rolle spielen und wie sie auf vermeintliche kulturelle Unterschiede angemessen reagieren können. Gleichzeitig existieren verschiedenste Definitionen und Konzepte davon, was „Kultur“ eigentlich ist und wie „Kultur“ in einer globalisierten Welt verstanden werden kann.

Die Fortbildung beschäftigt sich daher einerseits mit theoretischen Modellen von Kultur und kultureller Identität und will dazu anregen, diese kritisch zu reflektieren und zu hinterfragen. In diesem Zusammenhang stellt sie außerdem das Konzept der Kulturellen Intelligenz (CQ) vor und fragt nach dessen Beitrag zu einer gelingenden Kommunikation.

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung bezieht sich auf die Gefahr der Kulturalisierung sozialer Probleme und der Depersonalisierung des Gegenübers. Ziel ist es, kompetent zwischen kultureller Prägung und anderen Differenzlinien zu unterscheiden bzw. deren Gleichzeitigkeit zu erkennen.

Zu diesen Differenzlinien gehören beispielsweise Gender, sozioökonomische Situation, religiöse Zugehörigkeit, psychische Gesundheit und Herkunft. In diesem Zusammenhang werden u. a. Beispiele aus den Bereichen Kinderschutz, witchcraft branding und Zwangsheirat herangezogen.

16.05.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


24.03.2022

Verzeichnis: Rassismuskritisch und empowernd arbeiten mit jungen geflüchteten Menschen

Mit dem Verzeichnis Rassismuskritisch und empowernd arbeiten mit jungen geflüchteten Menschen“ möchte BumF Mut machen und dazu inspirieren, die eigene Haltung und Arbeit zu reflektieren und rassismuskritisch weiterzuentwickeln. Hierzu haben sie Infomaterialien und Anlaufstellen für Fachkräfte Fachkräfte rund um den Bereich „Rassismuskritisch und empowernd arbeiten mit jungen geflüchteten Menschen“ zusammengestellt. Tatsächlich gibt es bereits eine Vielzahl an Projekten, Fachstellen, Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen, die sich schwerpunktartig diesem Themenbereich widmen. Mit dem Verzeichnis wollen sie auf die rassismuskritische Expertise und Praxis dieser Vorreiter*innen aufmerksam machen, praktische Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und Vernetzung ermöglichen.


23.03.2022

Hilfsabfrage von Wohn- und Transferangeboten für Menschen mit Behinderungen

Unter den Geflüchteten aus der Ukraine befinden sich auch immer mehr Menschen mit Behinderungen. Die Seite Hilfsabfrage.de stellt die Versorgung und Unterstützung dieser Personengruppe in den Mittelpunkt. Sie soll dazu beitragen, auch behinderten Menschen und deren Begleitung einen gewünschten Weitertransfer nach Deutschland zu ermöglichen und ihnen ein sicheres Ankommen zu ermöglichen.


23.03.2022

Online-Fortbildung: Dein Blick? Mein Blick? Ein-Blick! – das Grundprinzip des interkulturellen Pendelns

Migration als Einschnitt in der Lebensgeschichte erfordert das Hinterfragen von Selbstverständlichkeiten. Der rote Faden, der sich durch die Begleitung von Geflüchteten zieht, ist das wiederholte Bewusstmachen eigener Aufgaben und Rollen, die vor der Migration im Herkunftsland funktioniert haben. Unter den neuen Lebensbedingungen muss die Wirksamkeit dieses mitgebrachten Repertoires überprüft werden. Bisher nicht Hinterfragtes, das Orientierung gab, gerät ins Wanken und neue Orientierung muss geschaffen werden.

Ehrenamtliche Helfer*innen können Geflüchtete dabei unterstützen, Verhaltensweisen und Wertvorstellungen aus dem eigenen soziokulturellen Hintergrund über- und umzudenken und jene zu bewahren, die für sie immer noch hilfreich sind. Und sie können die Erweiterung des mitgebrachten Werte- und Verhaltensrepertoires fördern. Gleichzeitig können Ehrenamtliche durch den*die Geflüchtete selbst neue Einblicke auf eigene Vorstellungen und Verhaltensweisen erhalten und diese um- oder überdenken, was in der Konsequenz die gegenseitige Verständigung fördert.

27.04.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


23.03.2022

Erklär-Videos zum Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete

Das IvAF-Projekt Netwin3 hat Erklär-Videos erstellt, die in den Sprachen Arabisch, Deutsch, Englisch, Farsi (Persisch) Themen rund um den Arbeitsmarktzugang erklären.

In sieben Videos werden allgemeine und rechtliche Informationen zu den Themenfeldern

  • Zugang zu einer Arbeitserlaubnis mit Aufenthaltsgestattung
  • Zugang zu einer Arbeitserlaubnis mit einer Duldung
  • Wer kann sich arbeitslos melden
  • Unterstützung Agentur für Arbeit
  • Integrationskurs mit Duldung
  • Integrationskurs mit Aufenthaltsgestattung
  • Ausländische Abschlüsse

gegeben.


22.03.2022

Mixed Migration Review 2021: Reframing Human Mobility in a Changing World

Der „Mixed Migration Review“ ist ein englischsprachiger Jahresbericht zu gemischten Wanderungsbewegungen. Basierend auf einer Auswahl von Daten aus den rund 10.000 Interviews, die mit Flüchtlingen und Migrant:innen in aller Welt geführt wurden, trägt der Bericht zu einem differenzierten Verständnis und einer kritischen Analyse des Themas bei. Ergänzend zu den Essays und Interviews mit Expert:innen und Vordenker:innen, kommen im aktuellen Bericht insbesondere Menschen mit eigenen Migrations- und Fluchterfahrungen sowie junge Forscher:innen aus dem Globalen Süden zu Wort.


22.03.2022

Online-Seminar: Unterbringung und Versorgung Geflüchteter mit Behinderung

Angesichts vermehrter Fluchtbewegungen in die Bundesrepublik rückten in den letzten Jahren auch Asylsuchende mit Behinderungen mehr und mehr in den Fokus Sozialer Arbeit. Die EU gesteht dieser Personengruppe als „besonders Schutzbedürftige“ spezielle Versorgungsgarantien zu. Gleichzeitig stellt die Versorgung und Unterbringung dieser Menschen alle Beteiligten regelmäßig vor große Her-ausforderungen. Fehlende Identifizierung in den Erstaufnahmeeinrichtungen, eine mangelhafte Aus-stattung vieler Kommunen sowie Unsicherheiten seitens der Fachkräfte in Fragen des Leistungsrechts tragen dazu bei, dass viele Betroffene durch die Lücken im System fallen.


Wie aber können Fachkräfte diesen Problemen in ihrem Alltag begegnen? Welche Handlungsspielräume bieten sich, um Betroffenen ein Höchstmaß an Teilhabe zukommen zu lassen?

29.04.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


21.03.2022

Online-Fachvortrag: Desinformation, Verschwörungsmythen, Manipulationsstrategien: Wie menschenfeindliche Agitationen online zur Radikalisierung beitragen.

Mit welchen Mitteln arbeiten demokratiefeindliche Bewegungen, um ein starkes Gruppenzugehörigkeitsgefühl unter ihren Mitgliedern zu erzeugen? Inwiefern verschwimmen durch Insider-Codes, satirische Memes und videospielartige Anreizsysteme die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Spiel?

Der Fachvortrag beleuchtet die unterschiedlichen Stufen von Radikalisierungsprozessen sowie Manipulationsstrategien aus verschiedenen ideologischen Ecken. Die vortragende Wissenschaftlerin Julia Ebner geht dabei von den Herausforderungen im Umgang mit islamistischem Extremismus aus und knüpft an ihre laufenden Recherchen zu Online-Extremismus, Radikalisierung und Desinformation an.

30.03.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


17.03.2022

Studie: Gesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland

Menschen mit Migrationsgeschichte sind so kompetent wie die Mehrheitsbevölkerung, wenn es um Gesundheitsfragen geht. Das zeigt die von der Robert Bosch Stiftung geförderte Studie „Health Literacy Survey“ zur Gesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland.

Gesundheitsinformationen spielen heute in allen Lebensbereichen eine wichtige Rolle, denn überall müssen täglich Gesundheitsentscheidungen getroffen werden. Dazu werden Informationen benötigt, aber auch Gesundheitskompetenz – verstanden als Fähigkeit, Gesundheitsinformationen finden, verstehen, beurteilen und anwenden zu können. Gesundheitskompetenz gilt inzwischen als Schlüsselkompetenz, sowohl für die Gesundheitserhaltung wie auch die Krankheitsbewältigung und eine tragfähige Entscheidungsfindung bei allen dabei anstehenden Herausforderungen.

Die vorliegende Studie liefert erstmals für Deutschland detaillierte Daten zur Gesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund. Sie konzentriert sich auf die beiden großen Einwanderungsgruppen: Menschen mit ex-sowjetischem und türkischem Migrationshintergrund.


16.03.2022

Perspektive durch Partizipation - Unterstützung besonders schutzbedürftiger Geflüchteter

Der Flüchtlingsrat BW startet mit dem neuen Projekt Perspektive durch Partizipation in das Jahr 2022. Das Projekt zielt darauf ab, ehrenamtlich Engagierte, die besonders schutzbedürftige Geflüchtete unterstützen, umfassend zu sensibilisieren und zu schulen. Der Begriff der besonders schutzbedürftigen Geflüchteten umfasst unter anderem folgende Personengruppen:  

  • (unbegleitete) minderjährige Flüchtlinge
  • LSBTTIQ-Geflüchtete
  • Personen, die Opfer von Folter, Vergewaltigung oder sonstigen schwerwiegenden Formen psychischer, körperlicher oder sexueller Gewalt geworden sind
  • Menschen mit Behinderung
  • ältere Menschen
  • Opfer von Menschenhandel
  • Personen mit schweren körperlichen oder psychischen Erkrankungen

Diese sehr unterschiedlichen Personengruppen haben diverse und sehr spezielle Bedürfnisse und stehen regelmäßig vor enormen Herausforderungen. Die durch das Projekt beratenen und geschulten Ehrenamtlichen sollen daher als Multiplikator*innen fungieren, indem sie ihr neu erworbenes Wissen in ihre Unterstützungsarbeit einfließen lassen und an besonders schutzbedürftige Geflüchtete weitergeben. Darüber hinaus trägt das Projekt zum Empowerment besonders schutzbedürftiger Geflüchteter bei, indem diese in die Konzeption und Umsetzung der Projektaufgaben einbezogen werden.


16.03.2022

Internationale Wochen gegen Rassismus 2022

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus sind Aktionswochen der Solidarität mit den Gegnern und Opfern von Rassismus finden auch dieses Jahr wieder vom 14.03. bis zum 27.03. in ganz Deutschland statt.

Im Online-Veranstaltungskalender finden Sie alle Events rund um die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2022. Zahlreiche Vereine, Gruppen und Institutionen machen auch dieses Jahr auf ihre Veranstaltungen und Festivitäten im ganzen Bundesgebiet aufmerksam und laden herzlich zum Besuch ihrer Events ein. Im Veranstaltungskalender finden Sie alle Veranstaltungen, die sich mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit befassen.


16.03.2022

JugendNotmail bietet Mailberatung für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine an

JugendNotmail bietet ab sofort die Mailberatung durch ehrenamtliche Fachkräfte in Russisch, Ukrainisch, Slowakisch/Tschechisch, Polnisch und Englisch an. Die Website ist auch in Englisch verfügbar. JugendNotmail stellt Flyer in Russisch, Ukrainisch und Englisch mit einem QR-Code zum Beratungsangebot für Ratsuchende bereit.

Mit dem kostenlosen, vertraulichen und datensicheren Online-Beratungsangebot kann JugendNotmail den geflüchteten Kindern und Jugendlichen helfen, die Erlebnisse besser zu verstehen und sich in all dem inneren und äußeren Chaos zu orientieren. Die Mailberatung kann keine Therapie ersetzen, aber sie kann eine erste Möglichkeit sein, die belastenden Erfahrungen anonym zu teilen. und die damit einhergehenden Gefühle wie Ohnmacht, Hilflosigkeit, Angst, Trauer und Wut zu sortieren. Die Beratenden können Trost spenden und Zuversicht und Geborgenheit vermitteln.


15.03.2022

Online-Tagung: Postmigrantische Perspektiven im Kontext Schule

Die Veranstaltung möchte Lehrer:innen und Schulsozialarbeiter:innen Impulse für ihre Arbeit liefern, um sie in einer diversitätssensiblen Pädagogik zu unterstützen. Prof. Dr. Riem Spielhaus stellt in ihrem Vortrag "Und Ayşe spricht über den Islam" religiöse und kulturelle Konflikte im Klassenzimmer vor und wirft die Frage auf, ob diese tatsächlich einen Bezug zu Religion haben.

Deutschland ist eine Migrationsgesellschaft und das wird auch für die Lebenswelten junger Menschen immer selbstverständlicher: Im Unterricht ergeben sich damit neue Möglichkeiten, Herausforderungen und Notwendigkeiten Perspektiven einer zunehmend pluralen Schüler*innenschaft aufzugreifen und zu berücksichtigen.

Zugleich eignen sich die alltäglichen Fragen und Konflikte, die sich in einer vielfältigen Gesellschaft zwangsläufig ergeben, für eine lebensweltnahe Gestaltung des Unterrichts. Die Veranstaltung möchte Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen Impulse für ihre Arbeit liefern, um sie in einer diversitätssensiblen Pädagogik zu unterstützen.

22.03.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


15.03.2022

Studie: Vernetzte Daten, vernetzte Behörden? Datenmanagement, Datenschutz und Kooperation in der lokalen Integrationsarbeit

Ziel der Studie ist es, einen Einblick in die kommunale Praxis des Datenmanagements in der Integrationsarbeit zu geben sowie Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten zu identifizieren. Es konnten Schnittstellen ermittelt werden, an denen ein verknüpftes Datenmanagement Erleichterungen für Zugewanderte und Behörden gleichermaßen schaffen könnte.

Die Studie hebt zugleich die Datenschutzrechte und Interessen der Zugewanderten hervor, die bestimmten Formen des Datenaustauschs entgegenstehen und die – mit Blick auf die gängige Praxis – gestärkt werden sollten.


14.03.2022

PrEval-Report: Multimethodische Evaluationsdesigns: eine Erhebung der sozialwissenschaftlichen Praxis

Bei der Evaluation von sozialen Programmen, wie etwa im Bereich der Extremismus­prävention, kann es förderlich sein, mehrere Forschungs­methoden (Multimethodik) und Akteurs­perspektiven (Multiperspektivität) einzubeziehen, um dem Evaluations­gegenstand gerecht zu werden. In der Umsetzung können multimethodische Evaluationen jedoch unterschiedlich aussehen. Der vorliegende Report beschreibt auf Basis einer umfangreichen Analyse publizierter Evaluationen, wie Multimethodik und Multiperspektivität in der Breite der sozial­wissenschaftlichen Evaluations­forschung umgesetzt werden. Der Report vergleicht die Umsetzung von Multimethodik und Multi­perspektivität über verschiedene Disziplinen wie Bildung, Gesundheit, Politik, Kommunikation und Justiz hinweg und bietet damit eine Orientierungs­hilfe für ein entsprechendes Vorgehen bei der Evaluation in der Extremismus­prävention.


10.03.2022

BumF Frühjahrstagung 2022 “Ermächtigung gestalten”

Die BumF-Frühjahrstagung 2022 zum Thema „Ermächtigung gestalten“ wird vom 4. bis 6. April im Digitalen stattfinden. Dabei wird ein Fokus auf der Rolle der Fachkräfte und auf den Konzepten „Empowerment“ und „Powersharing“ liegen. Was bedeuten diese Begriffe und was heißt es diskriminierungskritisch zu arbeiten? Welche Voraussetzungen braucht es, damit die Ermächtigung geflüchteter junger Menschen möglich wird? Gleichzeitig wird es auch um die Stärkung der Fachkräfte selbst gehen und um den Wissenstransfer und -austausch über etwa rechtliche Grundlagen für eine informierte Arbeit mit jungen Geflüchteten.

Die Frühjahrstagung richtet sich vor allem an Mitarbeitende von Jugendämtern, Trägern der Jugendhilfe, Beratungsstellen, Vormund*innen und andere Personen, die mit jungen geflüchteten Personen arbeiten. Sie bietet Raum für vertiefenden Austausch über die Arbeit mit unbegleiteten und begleiteten Minderjährigen und jungen Volljährigen. Das Ziel der Veranstaltung ist zudem die bundesländerübergreifende Vernetzung zwischen Fachkräften. Eine Tagungsdokumentation wird die Ergebnisse unserer Diskussionen über den Rahmen der Veranstaltung hinaus verfügbar machen.

04.04.2022 - 06.04.2022, Online
weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


10.03.2022

PrEval-Report: Erfahrungen aus der Evaluationsplanung eines Aussteigerprogramms. Voraussetzungen für Wirksamkeitserfassung in der tertiären Extremismusprävention

Das Aussteiger­programm Islamismus des Landes Nordrhein-­Westfalen (API) und der Forschungs­verbund PrEval bereiten gemeinsam die Ausschreibung einer wirkungs­orientierten Evaluation des API-­Programms vor. Im vorliegenden Report beschreiben die Autor:­innen das notwendige dialogische Vorgehen bei der Vorbereitung des Evaluations­prozesses und leiten daraus Empfehlungen für die beteiligten Evaluations­akteure ab. Diese systematische Reflexion über die Vorbereitung eines wirkungs­orientierten Evaluations­designs bietet eine Orientierungs­hilfe für Auftrag­gebende von Evaluationen, Evaluierende, evaluierte Projekte und Programme, aber auch Zuwendungs­geber.


09.03.2022

Sonderseite des Paritätischen Gesamtverbandes zur Situation in der Ukraine und ihren Folgen

Auf einer neuen Sonderseite informiert der Parititätische Gesamtverband aktuell zu ihren Veröffentlichungen zum Ukraine-Krieg sowie seinen Folgen in Bereichen wie Flucht & Migration, Sozialer Arbeit und Nothilfe.


09.03.2022

Flyer zum NTFN-Angebot auf Ukrainisch und Russisch

Aus aktuellem Anlasshat das Netzwerks für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen (NTFN e.V.) einen Flyer mit ihrem Angebot auf Ukrainisch und Russisch aufgesetzt. Der Flyer enthält die Kontaktdaten der Psychosozialen Zentren sowie Informationen zu den Angeboten, wie etwa zu Offenen Sprechstunden oder den Kinder- und Jugendsprechstunden.


09.03.2022

Online-Schulung: Aufenthaltsrechtliche Perspektiven für junge Geflüchtete

In der Online-Schulung werden die wichtigsten Bleibeperspektiven für junge Geflüchtete vorgestellt und ein Ausblick gegeben, welche gesetzlichen Änderungen anstehen könnten. Anhand von Beispielen werden praxisnah die Voraussetzungen für Antrag, Antragsverfahren und Bewilligung erarbeitet. Das bisherige Aufenthaltsrecht bietet in Form der Ausbildungsduldung, des Bleiberechts für „gut integrierte Jugendliche und Heranwachsende“ oder der Beschäftigungsduldung aufenthaltsrechtliche Perspektiven nach oder außerhalb des Asylverfahrens. Mit Blick auf die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung formulierten Vorhaben stehen nun gesetzliche Verbesserungen in diesem Bereich an. Zum geplanten „Chancen-Aufenthaltsrecht" hat die thüringische Regierung bereits eine Vorgriffsregelung geschaffen, auf die im Rahmen der Schulung eingegangen wird. Neben den aufenthaltsrechtlichen Perspektiven abseits des Asylverfahrens werden wir uns auch mit dem Asylfolgeantrag befassen. Dieser kann u.a. im der Zuge der Machtübernahme durch die Taliban für geflüchtete Jugendliche aus Afghanistan relevant sein/werden. Im Zuge des Krieges in der Ukraine müssen auch viele Kinder und Jugendliche aus dem Land flüchten, mitunter auch ohne Begleitung, und suchen Schutz in Deutschland. In der Schulung wird auf aktuelle Fragen und aufenthaltsrechtliche Perspektiven eingegangen.

30.03.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


09.03.2022

Handreichung: Islamistische und rassistische Anschläge – ein Thema für Unterricht und Schule

Die Handreichung beleuchtet pädagogische, didaktische und schulrechtliche Herausforderungen, vor denen Lehrkräfte und Schulen nach islamistischen oder rassistischen Anschlägen stehen. Dabei geht es unter anderem um eine Sensibilisierung für unterschiedliche biografische Erfahrungen im „globalen Klassenzimmer“, aber auch um lebensweltliche, medienpädagogische und theologische Zugänge zu Fragestellungen im Zusammenhang mit Identität, Religiosität und familiären Hintergründen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Praxiserfahrungen und praktischen Anregungen für den Unterricht, aber auch auf weitergehenden Aspekten von Schulorganisation und Schulentwicklung.


08.03.2022

PrEval-Report: Erfolgsbedingungen und Herausforderungen für die Zusammenarbeit von Fachpraxis und Wissenschaft bei der Evaluation von Angeboten politischer Bildung

Die Frage, wie Maß­nahmen der politischen Bildung und zur Extremismus­prävention wirkungs­voll evaluiert werden können, um ihre Qualität sicher­zu­stellen, ist von hoher Relevanz – sowohl für die Fach­praxis als auch für die zu­ständigen Behörden. Eine Zusammen­arbeit zwischen Fachpraxis und Wissen­schaft kann dazu bei­tragen, Evaluations­vorhaben und Prozesse der Qualitäts­sicherung bedarfs­gerecht und praxis­relevant um­zu­setzen. Der vor­liegende Report zeichnet anhand einer Pilot­studie exem­plarisch nach, wie diese Zusammen­arbeit bei der Ent­wicklung von Evaluations­designs ge­staltet werden kann. Die Autor:innen analysieren die Heraus­forderungen und Erfolgs­bedingungen auch im Hin­blick auf weitere Evaluations­vorhaben. Dabei gehen sie besonders auf die Prinzipien der Parti­zipation, der Multi­perspektivität und der Multi­methodik ein.


07.03.2022

Workshop: Diversity – Integration – Rassismus – Dekolonisierung

Heute scheint Konsens zu herrschen, dass alle Menschen "frei und gleich geboren„ sind. Ist das so in der Realität für alle Menschen in Deutschland? Ebenso scheinen alle einig darin zu sein, dass Rassismus und jede Art und Form von Diskriminierung uns alle angehen, also auch der ganzen Gesellschaft! Doch was ist Rassismus in Deutschland im 21. Jahrhundert? Wie wird Rassismus von Rechtsextremismus unterschieden? Wer und wie wird über "Racial Profiling„ diskutiert? Oder wie sind die islamfeindlichen Straftaten zu beurteilen? Wurde früher auf Toleranz gegenüber den fremden Menschen appelliert, scheint heute Vielfalt, Respekt und Solidarität die neue Narrative zu sein! Doch auch wenn stets auf Gemeinsamkeit statt Ausgrenzung, Miteinander statt Hass appelliert wird, erleben wir immer wieder Anschläge, Morde, Hetzjagden auf unterschiedlichen Menschen. Rechtsextreme Gewalt in Deutschland scheint zum Alltag geworden zu sein! Diese Beispiele zeigen es deutlich: Hanau, Rostock-Lichtenhagen, Hoyerswerda, Rostock, Solingen und Mölln, Eberswalde in Brandenburg und nicht zuletzt die NSU-Morde.

Um gegen Rassismus vorzugehen, sind sich scheinbar alle bemüht, Diversity als Kriterium oder Arbeitsgrundlage gegen jede Form von Diskriminierungen zu benutzen. Es geht dabei um Wertschätzung von ethnischer Herkunft, der geschlechtlichen Identität, dem Alter, Behinderungen, Berufserfahrung oder Religiosität. Doch die Erfahrungen haben bis jetzt gezeigt: Die Vielfalt spiegelt sich in Staat und zivilen Gesellschaft nicht wirklich wieder. Und die Besetzung von Machtstellen mit dem Kriterium Diversity hat leider nicht zu fundamentalen Veränderungen der männerdominierten Strukturen in Staat und Gesellschaft geführt. Die politischen Systeme bzw. ökonomische Modelle scheinen sich eher zu verfestigen, und wenn es so weiter geht, scheint es, dass das "Biozid" definitiv nicht gestoppt werden kann, also die Vernichtung alles "Lebendiges" wird rücksichtslos weiter betrieben. Darum fordern wir, dass ökofeministische Positionen und Überzeugungen bei der Besetzung von Positionen berücksichtigt werden sollten.

In diesem Sinne werden wir gemeinsam versuchen. Über folgende Fragen zu reflektieren:

  • Welche sind aber die Grundlagen für menschenfeindlichen bis hin zu rechtsextremen Einstellungen und Verhalten?
  • Welches Bewusstsein ist notwendig, um koloniale Kontinuitäten in der heutigen Gesellschaft sichtbar zu machen?
  • Welches Bewusstsein gibt es für die eigenen privilegierten Positionen?
  • Welche Formen menschenfeindliche bis hin zu rechtsextreme Weltbilder und Argumentationsweisen können festgestellt werden?
  • Wer und wie engagieren sich Menschen in menschenfeindlichen bis hin zu rechtsextremen Organisationen, Ideologien oder Parteien?
  • Wer sind die Menschen, die gar bei rechtsextrem motivierten Straftaten involviert sind?
  • Sind auch Frauen aktiv oder nur Sympathisantinnen bei rechtsextremen Ideologien, Organisationen und Parteien festzumachen?
  • Wie werden Begriffe wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit oder Antisemitismus unterschieden?
  • Gibt es einen Alltagsrassismus in Deutschland?
  • Was wird unter institutionellem und strukturellem Rassismus verstanden?

19.03.2022 - Josef-Felder-Str. 45, 81241 München
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


03.03.2022

Aufenthaltsrechtliche Fragen für Menschen aus der Ukraine in Deutschland

Aufgrund des Kriegs in der Ukraine und der damit verbundenen Migration von Menschen aus der Ukraine stellen sich aktuell eine Vielzahl von aufenthaltsrechtlichen Fragen. Die IQ Fachstelle Einwanderung hat daher FAQs zu der aktuellen rechtlichen Situation neben Deutsch auf drei weiteren Sprachen (Englisch, Russisch und Ukrainisch) veröffentlicht.

02.03.2022

Informationen zur Ukraine des UNHCR

Auch das UNHCR hat eine Übersichtsseite mit den wichtigsten Informationen zur Ukraine eingerichtet. Die Informationen liegen in verschiedenen Sprachen vor


02.03.2022

Ukraine: Aktuelle Informationen für Schutzsuchende


02.03.2022

Informationen zur Einreise und zum Aufenthalt für Menschen aus der Ukraine

Der russische Einmarsch in die Ukraine zwingt viele Menschen aus der Ukraine zu fliehen. Hier finden Sie Informationen zur Situation an den Grenzen und zur Einreise und zum weiteren Aufenthalt in Deutschland. Auch Ukrainer*innen, die bereits in Deutschland sind, finden hier zuverlässige und aktuelle Informationen.

Alle Informationen finden Sie auch auf Ukrainisch und Russisch.


01.03.2022

Dossier: Ukraine Flüchtlinge

Ende Februar hat Russland Krieg gegen die Ukraine begonnen. Kurze Zeit später waren bereits hunderttausende Menschen auf der Flucht. Wohin fliehen sie? Wie ist ihre rechtliche Situation? Und welche Folgen hat der Krieg für die Communities in Deutschland? Der Mediendienst Integration gibt aktuelle Informationen.


01.03.2022

Aufenthaltsrecht und Sozialleistungen für Menschen aus der Ukraine

Nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine werden viele Betroffene nach Deutschland fliehen, und Menschen, die sich aktuell zum Beispiel zu Besuchszwecken in Deutschland aufhalten, können nicht zurückkehren. Es stellt sich die Frage, welche aufenthaltsrechtlichen Optionen es für sie kurzfristig gibt, solange die Bundesregierung bzw. die EU keine dringend erforderlichen Aufnahmeprogramme beschlossen hat. Eine Besonderheit ist dabei, dass ukrainische Staatsangehörige, die über einen biometrischen Pass verfügen, sich für 90 Tage visumfrei in Deutschland aufhalten dürfen. Aber was ist nach den drei Monaten? Und welche Ansprüche auf Sozialleistungen ergeben sich daraus? Hierzu soll diese Arbeitshilfe einen ersten Überblick geben.


23.02.2022

„Damit die Erinnerung niemals verblasst!“

Staatsministerin Alabali-Radovan anlässlich des 2. Jahrestags des rassistischen Anschlags von Hanau

Neun Menschen wurden am 19. Februar 2020 bei dem rassistischen Anschlag in Hanau ermordet. Reem Alabali-Radovan, Staatsministerin für Integration, war zu diesem Gedenktag  vor Ort in Hanau. 

Mehr Informationen


23.02.2022

2. Jahrestag des rassisstischen Anschlags in Hanau

Aufruf der Initiative 19. Februar Hanau

Zwei Jahre nach dem rassistischen Anschlag in Hanau fordert die Initiative 19. Februar Hanau: Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung, Konsequenzen!

Mehr Informationen


23.02.2022

Hessischer Fonds für die Opfer und Angehörigen schwerer Gewalttaten von landesweiter Bedeutung und von Terroranschlägen


17.02.2022

Rechtliche Expertise: Bisexualität als Fluchtgrund

Die vorliegende Untersuchung geht der Frage nach, mit welchen Problemen bisexuelle Geflüchtete im Asylverfahren konfrontiert sind. Im Laufe der Untersuchung werden immer wieder Strategien aufgezeigt, die es ermöglichen sollen, der Vielfalt sexueller Orientierungen im Asylverfahren angemessen Rechnung zu tragen.


16.02.2022

Nur mit uns – Stimmen für eine vielfältige Politik


Einwanderung ist in Deutschland Realität. Auf der Straße, in Schulen, am Arbeitsplatz – aber nicht im Herzen der Demokratie, dem Parlament. Hier sind migrantisch gelesene Menschen Ausnahmeerscheinungen. Nur eine*r von zehn Abgeordneten in deutschen Parlamenten hat eine Migrationsgeschichte, aber über ein Viertel der Bevölkerung. Eine gravierende Repräsentationslücke!

Das Buch gibt Erfahrungen, Forderungen und Analysen Raum und verdichtet sie zu einem vielstimmigen und lautstarken Weckruf für mehr Vielfalt in der Politik. Ein eindrückliches Plädoyer, endlich den Umgang mit Rassismus und Diskriminierung in Parteien und Parlamenten auf die Tagesordnung zu setzen und das Versprechen auf politische Teilhabe für alle einzulösen.


16.02.2022

Studie: Skepsis gegenüber Zuwanderung nimmt in Deutschland weiter ab

Optimistische Einstellungen zur Migration haben in der Bundesrepublik weiter zugenommen. Die Skepsis geht langsam, aber kontinuierlich zurück. Zugleich wachsen die Erwartungen an die deutsche Gesellschaft, Hindernisse für die Integration abzubauen sowie Staats-, Verwaltungs- und Bildungswesen stärker für Zugewanderte zu öffnen, so die Studie der BertelsmannStiftung.


15.02.2022

Online-Fortbildung: Migrationshintergrund, soziale Herkunft, Gender? – Vielfalt aus Kinderperspektive

Geschlecht, Alter, Herkunft, soziale Klasse – so haben wir gelernt die Vielfalt unserer Gesellschaft zu gliedern. Die Referentin hat lange die Frage bewegt, welche Kategorien wohl Kinder verwenden würden, um soziale Vielfalt zu beschreiben. Dieser Frage ist sie über eine wissenschaftliche Erhebung mit 38 Münchner Kindern im Alter von 4 bis 10 Jahren nachgegangen.

Die Fortbildung ermöglicht Ihnen durch ein Zusammenspiel aus wissenschaftlichen Betrachtungen, Übungen der Selbsterfahrung und Gruppenreflexionen, das Thema Diversity neu zu denken.

07.03.2022 -  Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


15.02.2022

Workshop: Mein Weg. Empowerment für eine neue Lebenswelt

Für Mädchen und junge Frauen mit Fluchthintergrund kann das Leben in Deutschland zur besonderen Herausforderung werden, wenn es um schulische und berufliche Perspektiven geht. Sie befinden sich oft in mehrfacher Hinsicht auf der Suche: in einer Phase der Neuorientierung und Selbstfindung, im Übergang vom Kind zur Frau, im Einfluss zweier Gesellschaften und Kulturen. Wie können sie darin gestärkt werden, eigene Wege zu gehen? Wie können sie Gleichberechtigung in ihrem Leben realisieren?

 

Wer bin ich und was macht mich aus? Was erwarten andere von mir? Was will ich selbst? Was wünsche ich mir für meine Zukunft? Welche konkreten Schritte kann ich gehen in Richtung Schulabschluss, Beruf, Partnerschaft?
Mädchen und junge Frauen mit Flucht- und Migrationsbiografie befinden sich oftmals in mehrfacher Hinsicht auf der Suche: in einer Phase der Neuorientierung und Selbstfindung, im Übergang vom Kind zur Frau, im Einflussbereich von zwei Gesellschaften und Kulturen.
Der Alltag bietet oft nicht genügend Zeit, diese Fragen der Neuorientierung aufzugreifen.
Wir laden Mädchen und junge Frauen ab 16 Jahren zu einem Workshop nach Loccum ein, der Ressourcen sichtbar machen und stärken soll.
Er wird angeleitet von interkulturell erfahrenen Trainerinnen und einer Künstlerin, die mit kreativen Methoden zur Auseinandersetzung über den eigenen Lebensweg anregen. Spaß und Freude werden garantiert nicht zu kurz kommen!
Auch Sprachanfängerinnen sind ausdrücklich eingeladen!

29.04.2022 - 01.05.2022 in Münchehäger Str. 6, 31547 Rehburg-Loccum
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


14.02.2022

Interkulturelle Engagementberatung

Das Projekt „Interkulturelle Engagementberatung“ stärkt das bürgerschaftliche Engagement von Menschen mit Zuwanderungserfahrung (EU Ausland), indem zivilgesellschaftliche Organisationen und Kommunen bei der interkulturellen Öffnung unterstützt werden.


14.02.2022

beramí berufliche Integration e.V.

beramí berufliche Integration e. V. engagiert sich seit 1990 in der Beratung und beruflichen Qualifizierung von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte. In den letzten Jahren  nehmen Angebote, die sich an Frauen und Männer gleichermaßen richten, kontinuierlich zu. Ziel des Engagements ist es, Zuwanderern/-innen darin zu befähigen, sich entsprechend ihrer Qualifikation beruflich zu etablieren und gesellschaftlich zu integrieren.

Bei beramí arbeiten 40 Frauen und 3 Männer in einem multiethnischen Team, deren Herkunft und Bildungsbiographien vielfältig sind. Die Arbeit ist getragen von gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Wertschätzung sowie Transparenz und Offenheit unter den Kolleginnen und Kollegen sowie gegenüber den Teilnehmenden. Diese Haltung schließt Auftraggebende, Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner und die Öffentlichkeit ein.


10.02.2022

Trainingsprogramm: Empowering Social Media Communities – für ein Netz ohne Hass

Gemeinnützige Organisationen, die zunehmend über Soziale Medien kommunizieren, müssen immer öfter mit Hass und Verschwörungsdebatten in ihren eigenen Communities umgehen. Das Trainingsprogramm "Empowering Social Media Communities" unterstützt Sie dabei, den richtigen Umgang mit jeglicher Art des digitalen Hasses zu erlernen. Das Trainingsprogramm "Empowering Social Media Communities" unterstützt Sie dabei, den richtigen Umgang mit jeglicher Art des digitalen Hasses zu erlernen.

Im Rahmen des von der bpb geförderten Programms werden Social Media Teams und aktive Communitymitglieder von Trainer/-innen der Plattform Love Storm begleitet, beraten und geschult, wie sie gemeinsam auf menschenfeindliche Angriffe reagieren können. Themen sind unter anderem eine diskriminierungssensible Moderation sowie Deeskalation bei Netz-Konflikten. Gemeinsam wird geübt, Hassangriffen im Netz zu begegnen und gezeigt, wie eine gelebte Kultur der digitalen Zivilcourage gelingen kann.

Bewerbungsfrist: 27.02.2022


09.02.2022

Online-Fachtag: Teilhabe durch selbstbestimmtes Wohnen – Die Zukunft der Unterbringung von Geflüchteten im Land Brandenburg

Gemeinschaftsunterbringung stellt eine große physische und psychische Belastung für Geflüchtete dar. Viele Asylsuchende leben über Jahre hinweg und auch nach Abschluss des Asylverfahrens in Gemeinschaftsunterkünften oder anderen nicht selbst gewählten Wohnformen. Der Aufenthalt in sogenannten Einrichtungen der vorläufigen Unterbringung ist längst nicht mehr vorläufig. Die überwiegende Mehrheit der Menschen, die nach ihrer Ankunft in der Erstaufnahme in die Kommunen verteilt werden, sind in Brandenburg nach wie vor in Gemeinschaftsunterkünften oder Wohnverbünden untergebracht. Lediglich ein Drittel der kommunal untergebrachten Geflüchteten lebt in Übergangswohnungen. Laut Zahlen des Sozialministeriums rangiert Brandenburg mit 65 % zentraler Unterbringung nach wie vor auf dem vorletzten Platz im Bundesvergleich.

Teilhabe durch selbstbestimmtes Wohnen ist ein wichtiger Schritt für ein gesundes Ankommen in Brandenburg. Rechtliche, behördliche und wohnungspolitische Hürden erschweren Geflüchteten jedoch ihren Weg dorthin.

28.02.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


09.02.2022

DEFUS-Leitgedanken: Sicherheit von Mitarbeiter*innen und Mandatsträger*innen in Kommunalverwaltungen

Das öffentliche Leben in Deutschland steht auf dem festen Fundament der kommunalen Verwaltung. Die Hintergrundprozesse, die unseren Alltag überhaupt erst ermöglichen, wären ohne die engagierte Arbeit der Mitarbeiter*innen der untersten Verwaltungsebene des Staates, in den Kommunen, undenkbar. In jüngerer Zeit wurden gerade diese Verantwortungsträger*innen und Verwaltungsangehörigen zunehmend Ziel von Verleumdungen, Beleidigungen oder sogar von Bedrohungen und körperlichen Übergriffen. Besonders besorgniserregend ist dabei, dass neben politischen Amts- und Mandatsträger*innen im Haupt- und sogar Ehrenamt, mittlerweile selbst Mitarbeiter*innen im kommunalen Außendienst oder von Verwaltungsvorgängen mit Kundenkontakt deutlich häufiger Grenzüberschreitungen, Aggressionen und Gewalt ausgesetzt sind.

Die Auswirkungen sind ebenso drastisch wie negativ: Große Teile der Betroffenen reagieren (oder erwägen), sich aus der Öffentlichkeit und den sozialen Medien zurückzuziehen, sich nicht mehr zu bestimmten kontroversen Themen zu äußern oder sogar ihre Ämter niederzulegen. Mitarbeiter*innen der Verwaltung leiden nach Attacken und Angriffen nicht selten unter traumatischen Belastungserscheinungen, die bis hin zur dauerhaften Arbeitsunfähigkeit führen können.

Sollte sich die Sicherheit der Mandatsträger*innen und Mitarbeiter*innen nicht verbessern, droht langfristig die Gefahr, dass sich weniger Personen für solche Ämter und Berufe bewerben, insbesondere dann, wenn sie ein nachweislich häufiger von Anfeindungen betroffenes Profil (Frauen, Migrationsgeschichte, sexuelle Orientierung, etc.) aufweisen.

Die Mitgliedsstädte des Deutsch-Europäischen Forums für Urbane Sicherheit (DEFUS e.V.) haben sich mit Blick auf diese Herausforderung auf einige Leitüberlegungen verständigt, die Grundlage unserer weiteren Anstrengungen zur Sicherung und zum Schutz der Mitarbeiter*innen und der Mandatsträger*innen der Verwaltungen in unseren Städten sein werden.


09.02.2022

Drudel 11

Der Verein Drudel 11 wurde 1993 in Jena / Thüringen gegründet und verwirklicht als anerkannter Träger der Jugendhilfe in vielen Projekten seinen ressourcen- und lösungsorientierten Ansatz zur Entwicklung von Selbstkompetenz junger Menschen.
Schulsozialarbeit und Programme der Delinquenzprävention bei Kindern ("JKPP") gehören ebenso zu den Referenzen wie Berufsorientierung und soziale Kompetenztrainings ("Keimzeit") im Unterricht.
Neben erlebnispädagogischen Programmen, Bildungsarbeit und Schulsozialarbeit kann Drudel 11 auf langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit gewaltbereiten, straffälligen Jugendlichen sowie im Themenfeld Rechtsextremismus verweisen. In mehreren Projekten hat Drudel 11 verschiedene Formate, Ansätze und Zugänge erprobt und leistet mit seiner pädagogischen Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Radikalisierungsprävention.

08.02.2022

Politische Polarisierung in Deutschland - Repräsentative Studie zu Zusammenhalt in der Gesellschaft

In welchem Maße und in welcher Weise ist die deutsche Gesellschaft politisch polarisiert? Was hat sich in den letzten Jahren bei der politischen Polarisierung verändert? Mit repräsentativen Umfragen beleuchtet die Studie Polarisierung in Deutschland, auch vor und in der Corona-Pandemie.
 
Viele Menschen nehmen die Polarisierung der Gesellschaft als Problem wahr. Auch wenn die deutsche Gesellschaft sicher nicht in dem gleichen Maße polarisiert ist wie die US-amerikanische, so fällt eine schärfere Rhetorik in der gesellschaftlichen Debatte auf. Und Bilder von eindringenden Demonstranten ins Reichstagsgebäude bleiben in Erinnerung.
 
Die Konrad-Adenauer-Stiftung untersucht mit repräsentativen Umfragen, in welchem Maße und in welcher Weise die deutsche Gesellschaft politisch polarisiert ist. Schon vor der Corona-Pandemie wurden diesbezüglich Daten repräsentativ erhoben und auch in Gruppendiskussionen qualitative Interviews geführt. Während der Pandemie folgte eine zweite, repräsentative Befragung. Sie erlaubt es einzuschätzen, in welchem Maße die Corona-Pandemie die politische Polarisierung des Landes verändert hat.

08.02.2022

Online-Argumentationstraining zum Thema Sexismus, Antifeminismus und Rechtsextremismus

IBIS e. V.  bietet am  16.02 & 18.02. jeweils von 16:30-20:00 Uhr Argumentationstraining zum Schwerpunkt Sexismus, Antifeminismus und Rechtsextremismus an. Das Training findet online über BigBlueButton statt.

Kennen Sie diese Situation? Sie sitzen in der Bahn, auf der Arbeit oder mit der Familie zusammen. Plötzlich fällt eine sexistische Aussage. Sie möchten diese nicht unberührt stehen lassen und wollen einschreiten, aber Ihnen fehlen die richtigen Worte? Oder Sie sind sich unsicher, ob eine Äußerung wirklich sexistisch war, fühlen sich aber unwohl?

Dann besuchen Sie doch unser Argumentationstraining zum Schwerpunkt Sexismus, Antifeminismus und Rechtsextremismus! In unseren Argumentationstrainings erfahren Sie zunächst, wie Sie sexistische und antifeministische Aussagen erkennen und wo ein Zusammenhang mit Rechtsextremismus besteht. Anschließend üben Sie diese Aussagen in der Praxis zu entkräften und darauf schlagfertig zu antworten. Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse nötig.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


07.02.2022

Handreichung: Widerruf, Rücknahme und Erlöschen des Schutzstatus

Wenn im Asylverfahren ein Schutzstatus zuerkannt wurde – sei es die Asylberechtigung oder die Flüchtlingseigenschaft, der subsidiäre Schutz oder ein Abschiebungsverbot – gilt dieser Status ohne zeitliche Befristung. Die Entscheidung über den Status trifft in aller Regel das BAMF. An diese Entscheidung ist die für die Erteilung der darauf aufbauenden Aufenthaltserlaubnis zuständigen Ausländerbehörde gebunden (§§ 6 S. 1, 42 S. 1 AsylG). Dementsprechend muss sie eine Aufenthaltserlaubnis, die auf einem vom BAMF festgestellten Schutzstatus beruht, immer weiter verlängern, so lange der Schutzstatus besteht. Erst wenn dieser entfallen ist, kommt die Versagung oder der Entzug des Aufenthaltstitels in Betracht. Nach dem Asylgesetz kann der Verlust des Schutzstatus als Folge eines Widerrufs oder einer Rücknahme sein oder kraft Gesetzes eintreten.
In dieser Handreichung werden die rechtlichen Rahmenbedingungen des Erlöschens, des Widerrufs und der Rücknahme sowie der Ablauf des Verfahrens vorgestellt. Die Handreichung kann kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen und in gedruckter Form bestellt werden.


03.02.2022

Online-Seminar: LSBTI-Geflüchtete als vulnerable Personengruppe

Viele LSBTI-Personen werden in ihren Herkunftsländern aufgrund ihrer sexuellen Orientierung/ geschlechtlichen Identität verfolgt und müssen fliehen. Doch auch in Deutschland, insbesondere in Sammelunterkünften, werden sie häufig Opfer von Anfeindungen und Übergriffen. Um erneuten Gewalterfahrungen möglichst zu entgehen, verschweigen viele LSBTI-Geflüchtete ihre Identität. Dadurch wird ihnen ein Zugang zu Informationen bezüglich ihrer spezifischen Rechte im Asylverfahren sowie zu Fachberatungsstellen erschwert. Wie können Mitarbeitende in Unterkünften mit dieser besonderen Situation von LSBTI-Geflüchteten bestmöglich und sensibel umgehen?
Das Seminar beinhaltet Basiswissen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt; Einführung in die rechtliche, politische und soziale Situation von LSBTI-Geflüchteten in Deutschland und in den Herkunftsländern; Stärkung von Handlungs- und Verweisungskompetenz im Umgang mit LSBTI-Geflüchteten.

29.03.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


02.02.2022

Rassismuskritik und Empowerment in der Arbeit mit jungen geflüchteten Menschen

Geflüchtete Kinder und Jugendliche sind in unterschiedlichen Facetten alltäglich mit Diskriminierung und Rassismus konfrontiert. Um sie zu schützen und im Umgang damit zu unterstützen ist es notwendig, die eigene Haltung und (pädagogische) Arbeit kritisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Das Verzeichnis „Rassismuskritisch und empowernd arbeiten mit jungen geflüchteten Menschen“ gibt Ideen und Anregungen für die Entwicklung und Umsetzung einer rassismuskritischen und empowernden Arbeit mit jungen Geflüchteten.


02.02.2022

Wissen schafft Demokratie 10/2021 - Ursachen von Ungleichwertigkeitsideologien und Rechtsextremismus

In den letzten Jahren ist die öffentliche Aufmerksamkeit für die Themenfelder Rassismus und Rechtsextremismus im Kontext von rechtsterroristischen Anschlägen sowie von Provokations- und Geländegewinnen der extremen Rechten in Medien, Parlamenten, auf Straßen sowie in sozialen Netzwerken gewachsen. Doch öffentlich werden nur selten die Ursachen von Rechtsextremismus in den unterschiedlichen Feldern thematisiert – dabei ist diese Frage von höchster Relevanz, um geeignete und langfristige wirksame Gegenmaßnahmen zu konzipieren.
Der vorliegende zehnte Band der IDZ-Schriftenreihe „Wissen schafft Demokratie“ (WsD) versammelt aktuelle Beiträge zu Ursachen und Kontexten von Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie zu Präventions- und Interventionsstrategien: in der Zivilgesellschaft, in Behörden und in Bildungskontexten.


01.02.2022

Bericht: Antisemitismusprävention und -intervention als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe

Die Handreichung "Antisemitismusprävention und -intervention" basiert auf den gekürzten und redaktionell bearbeiteten Beiträgen und Diskussionen des gleichnamigen Fachtags.

Die Handreichung bietet einen kompakten sowie fachlich fundierten Einstieg in das komplexe Phänomen des Antisemitismus. Nach einem Vortrag von Prof. Dr. Samuel Salzborn über Antisemitismus in der Schule schließen sich drei aufeinanderfolgende Gesprächsrunden an. Das erste Panel beleuchtet wissenschaftliche Perspektiven auf Antisemitismus. Die zweite Gesprächsrunde geht der Frage nach dem pädagogischen Umgang mit Judenfeindlichkeit nach. Das dritte Panels entfernt sich schließlich von der Akteursebene und nimmt die Struktur in den Blick: Welche Maßnahmen gegen Antisemitismus werden tatsächlich unternommen? Was muss sich auf der politischen Ebene ändern?


01.02.2022

Politische Medienbildung für Jugendliche. Auf Verschwörungserzählungen reagieren

Die Covid-19-Pandemie hat die Verbreitung von Verschwörungserzählungen begünstigt. Gerade angesichts komplexer und kontrovers diskutierter Themen erscheinen fälschlich vereinfachte Erklärungsmuster vielen Menschen besonders verlockend. Über digitale Kanäle können sie rasch an Reichweite gewinnen und sich in Filterblasen verfestigen.

Es ist davon auszugehen, dass auch mit dem Zurückdrängen der Pandemie die bildungspraktische Auseinandersetzung mit diesem Thema relevant bleiben wird. Um Jugendliche und junge Erwachsene dazu zu befähigen, Verschwörungserzählungen zu erkennen und sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen, wurde 2021 im Auftrag des DVV in Kooperation mit der Grimme-Akademie die Modulbox „Politische Medienbildung für Jugendliche. Auf Verschwörungserzählungen reagieren“ entwickelt. Sie umfasst vielfältig einsetzbare Lernmaterialien sowie ein Kurskonzept, das einen Vorschlag für die Umsetzung im Rahmen von sechs Unterrichtseinheiten bereithält.


01.02.2022

Online-Seminar: Kinderhandel und Ausbeutung im Migrations- und Asylkontext – (Un)begleitete Minderjährige als Betroffene in Ausbeutungsstrukturen erkennen und reagieren

Menschenhandel, auch mit Kindern, spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle im Migrations- und Asylkontext. Kinder und Jugendliche, die von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung betroffen sind, geben sich aus verschiedenen Gründen selten von sich aus als Betroffene zu erkennen. Sie lernen, welche Anzeichen es für Handel mit und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen gibt und wie Sie Betroffene erkennen können. Außerden werden spezielle Phänomene des Menschenhandels und besondere Vulnerabilitäten im Migrations- und Asylkontext sowie die aufenthalts- un asylrechtliche Relevanz von Menschenhandel beleuchtet.

14.02.2022 sowie 17.03.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


31.01.2022

Digitale Fachveranstaltung zum Thema Rassismus

Rassismus ist ein gesamtgesellschaftliches Thema und für uns alle relevant. Denn wir stehen alle in der Verantwortung, uns gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu stemmen und uns für ein starkes Miteinander einzusetzen. Der Hamburger Sportbund mit dem Programm „Integration durch Sport“ hat verschiedene Beratungsstellen und Vereine eingeladen, die ihre Projekte vorstellen. Die Veranstaltung bietet auch Raum, eigene Erfahrungen zu schildern oder konkrete Fälle mit Expert*innen zu besprechen. 

23.02.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


27.01.2022

Podcast: Global Trouble

Podcast von medico international über globale Migration und nationale Abschottungen; globale Lieferketten und einstürzende Textilfabriken; über weltweite Krisen, transnationale Bewegungen und länderübergreifende Solidarität.Ein Podcast mit den Perspektiven von Menschen aus dem Netzwerk von medico international und darüber hinaus.


26.01.2022

Online-Fortbildung: Spezialmbulanz für geflüchtete Kinder und Jugendliche“

Die Erlebnisse und Erfahrungen, die Kinder und Jugendliche im Krieg und auf der Flucht machen, können tiefe seelische Wunden hinterlassen. Schlafstörungen, Angstzustände, Depressionen, aggressives Verhalten und jahrelange psychosomatische Leiden sind häufige Folgen und beeinträchtigen die weitere Entwicklung oft nachhaltig.

In der Februar-Veranstaltung der REFUGIO Online-Fortbildungsreihe wird Dr. Marco Walg einen Einblick in die Spezialambulanz für geflüchtete, häufig unbegleitete Kinder und
Jugendliche in Wuppertal geben. Diese wurde vom Zentrum für seelische Gesundheit des Kindes- und Jugendalters des Sana-Klinikums Remscheid eingerichtet und gibt dieser besonderen Klientel Unterstützung und emotionalen Halt.

Dr. Walg wird sein Gruppenstabilisierungstraining für jugendliche Geflüchtete mit Traumafolgestörungen vorstellen, welches er gemeinsam mit Kolleg*innen entwickelt hat. Das Stabilisierungstraining bietet eine praxistaugliche, effiziente und wirksame Intervention und Prophylaxe bei Traumafolgestörungen. Das Konzept des Stabilisierungstrainings basiert auf Methoden der Verhaltenstherapie, der Dialektisch-Behavioralen Therapie und der Zeitperspektiven-Therapie. Visualisiertes Arbeitsmaterial und eine eigens dafür entwickelte App ermöglichen eine spracharme Durchführung. Darüber hinaus kann Dr. Walg auf eigene Forschungsergebnisse in diesem Kontext eingehen sowie auf Vernetzungsbestrebungen, wie zum Beispiel ein multiprofessioneller Qualitätszirkel.

09.02.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


26.01.2022

KN:IX-Broschüre: Wer, wie, was – und mit welchem Ziel?

Diese KN:IX-Broschüre „Wer, wie was? – und mit welchem Ziel? Ansätze und Methoden der universellen Islamismusprävention in Kommune, Schule, Kinder- und Jugendhilfe, außerschulischer Bildung, Elternarbeit, Psychotherapie und Sport“ widmet sich genauer einzelnen Projekte der universellen Prävention. Sie will auf die Vielfalt der Ansätze hinweisen und soll dazu anregen, die unterschiedlichen Handlungsfelder der universellen Prävention stärker zusammenzudenken.


25.01.2022

Migration and the City - CERC Migration annual conference

Migration is at the heart of urban growth, both as a lever of development and as a set of challenges for cities. By 2050, two-thirds of the world’s population will live in cities, external link, with migration driving significant change. In the decades ahead, we will see the continued rise of the megacity and, at the same time, population decline in many regional settings. Increasingly, cities will welcome migration’s contribution to diversity and cultural vibrancy, while they will also struggle to provide services for rising migrant populations or for refugees in need of sanctuary.

This conference reflects on cities as hubs of creativity but also as places of tension where different types of minorities and migrants meet and mingle. We look at top-down urban policies that aim to build on diversity or provide shelter, and to grassroots mobilizations advocating for solidarity and inclusion; we consider how cities negotiate the different levels of governance (local, national and transnational) in managing transit migrant or refugee populations; and we examine the role of diasporas in urbanization. While our focus is transnational, we will also address issues that are unique to Canada. We seek to bring together insights from different world regions to better understand the relationship between migration and the city in the 21st century.

15.02.2022 - 17.02.2022, Ryerson University, Toronto
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


24.01.2022

Broschüre: Demokratiebildung und Vielfaltspädagogik in Kitas, Horten und Grundschulen. Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Bundesmodellprojekt DISA

Demokratische Prozesse betreffen auch Kleinkinder und ihr außerfamiliäres Lebensumfeld wie Kitas und Grundschulen. Das bedeutet konkret, dass Kleinkinder, neben vielen anderen Rechten, das Recht haben, bei den sie betreffenden Dingen und Entscheidungen im Alltag mitbestimmen zu können. Die Broschüre unterstützt die Arbeit in den Einrichtungen dazu.


24.01.2022

Kommunales Konfliktmanagement (KoKoMa)

Im Projekt „Kommunales Konfliktmanagement“ werden Kommunen mithilfe einer auf die lokalen Bedingungen ausgerichteten passgenauen Unterstützungsstruktur bei der Analyse, Bearbeitung und Prävention von Konflikten begleitet. Beteiligt werden 15 Kommunen aus den „Partnerschaften für Demokratie“, die Konflikten gegenüberstehen, die das friedliche Zusammenleben in Vielfalt bedrohen (können).

In den teilnehmenden Kommunen werden Verfahren und Strukturen zur Konfliktbearbeitung entwickelt, die Kommunikation, Kooperation und Handlungssicherheit der relevanten Akteur:innen verbessert sowie ein nachhaltiges und lebendiges Netzwerk für den interkommunalen und Strukturebenen übergreifenden Austausch etabliert.