Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Information, neue Publikationen und Hinweise zu Integrations- und Migrationsthemen sowie zur Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus.

 

14.02.2024

Methodenlehrbuch „Extrem. Kompetent. Beraten. – Methoden für die Beratungspraxis im Themenfeld religiös begründeter Extremismus

Das Buch richtet sich an Praktiker*innen in der Umfeld-, Distanzierungs- und Ausstiegsberatung und enthält neben einer Einführung ins Arbeitsfeld verschiedener Gesprächs- und Fragetechniken sowie über 60 konkrete Methoden und Übungen für verschiedene Sitzungsthemen, die mit Klient*innen bearbeitet werden können. Es ist an der Praxis orientiert und aus dieser heraus entstanden. Wir verstehen das Buch als Ideengeber, aus dem Inhalte entlehnt, diskutiert und individuell für die eigene Arbeit weiterentwickelt werden können. Die vorgestellten Arbeitsansätze und Methoden bergen zudem ein hohes Potenzial zum Transfer auf andere wesensverwandte Phänomen- und Arbeitsfelder. Daher freuen wir uns darauf, in den weiteren fachlichen Austausch zu Schnittmengen und Übertragbarkeiten, bspw. zur Beratung im Themenfeld Rechtsextremismus, im Kontext von Verschwörungserzählungen sowie zu anderen antidemokratischen Weltanschauungen und Phänomenen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu kommen.


13.02.2024

Workshop: „Nicht alles ist so, wie es scheint!“

Warum entscheiden sich Jugendliche dafür, ihr bisheriges Leben aufzugeben und wieso schließen sie sich einer extremistischen-islamistischen Terrororganisation an? Die Ursachen dafür sind vielseitig, aber eines steht fest: das Internet spielt bei der Radikalisierung von Jugendlichen eine bedeutende Rolle. Hier nämlich werben extremistische Gruppierungen, oftmals mit den professionellsten Methoden, junge Menschen an. Doch wie gelingt den Extremistin:innen das? Was ist Propaganda, was sind Fake News und Verschwörungsmythen? Wie geht man mit Online Propaganda um? Der Workshop soll sich diesen und weiteren Fragen widmen. Gleichzeitig soll anhand von Beispielen die Medienkompetenz und die Fähigkeit des kritischen Umgangs gestärkt werden.

11.04.2024 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


13.02.2024

SABA Bildungsstipendium

Das SABA Bildungsstipendium unterstützt Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung mit empowernden Settings und finanziellen Ressourcen dabei, einen Schulabschluss nachzuholen, so dass sie berufliche Perspektiven entwickeln und in eine selbstbestimmte Zukunft blicken können.

SABA begleitet Menschen ab 18 Jahren mit Migrations- und Fluchterfahrung auf ihrem Weg zu einem qualifizierten Schulabschluss. Das Programm bietet auch in diesem Jahr wieder Bildungsstipendien für Frauen* und Männer* aus dem Rhein-Main-Gebiet an sowie ein Digital-Stipendium für Frauen* aus ganz Deutschland. Das SABA-Bildungsstipendium ist ein Programm der Crespo Foundation in Kooperation mit beramí berufliche Integration e.V..

Die Bewerbung für die aktuellen Bildungsstipendien ist noch bis Ende Mai 2024 möglich!


12.02.2024

Lauter Hass – leiser Rückzug

Jeden Tag werden Menschen im Netz beleidigt, belästigt und bedroht. Viele ziehen sich bereits zurück und äußern ihre politische Meinung dort seltener. Das gefährdet Meinungsvielfalt und Demokratie. Die Studie „Lauter Hass – leiser Rückzug“ analysiert die Erfahrungen deutscher Internetnutzer*innen und liefert aktuelle Zahlen & Fakten zu Hass im Netz.

08.02.2024

Studie: Being Black in the EU – Experiences of people of African descent

Fast die Hälfte der Menschen afrikanischer Herkunft ist in ihrem Alltag mit Rassismus und Diskriminierung konfrontiert – ein Anstieg seit 2016. Auch rassistische Belästigung und diskriminierendes Profiling sind weit verbreitet, wobei junge Menschen besonders häufig betroffen sind. Dies zeigt eine neue Erhebung der EU-Agentur für Grundrechte (FRA). Die FRA fordert die EU-Länder auf, dringend Maßnahmen zur Bekämpfung von Rassismus und rassistisch motivierten Übergriffen zu ergreifen, damit alle Menschen gleich und mit Würde behandelt werden


08.02.2024

Call for Papers: Beiträge aus Wissenschaft und Praxis zur Prävention von islamistischem Extremismus

Das Kompetenznetzwerk „Islamistischer Extremismus“ (KN:IX) dokumentiert aktuelle Entwicklungen im Themenfeld und fördert die Weiterentwicklung und den Transfer von Ansätzen der Präventions-, Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit. Für diesen Wissenstransfer spielen die beiden KN:IX Publikationsreihen Impulse und Analysen eine zentrale Rolle.

Mit diesem Call for papers werden Autor*innen, die aus ihren Forschungen berichten oder vor dem Hintergrund ihrer praktischen Erfahrungen Beiträge zu bisher nur wenig beleuchteten Aspekten, Ideologemen oder individuellen und gesellschaftlichen Kontexten der Präventionsarbeit verfassen, gesucht.

Die Beiträge werden mit EUR 1.200 brutto (Impulse) bzw. EUR 2.500 brutto (Analysen) honoriert.

Bewerbungsfrist ist Sonntag, 31. März 2024!


07.02.2024

Online-Coaching: Vielfalt gestalten: Ehrenamtliches Engagement für und mit Migrantinnen und Migranten

Im Bundesprogramm ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULE plus) fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bearbeitete Forschungsprojekt EMILIE. Es geht der Frage nach, wie bürgerschaftliches Engagement für und von Migrantinnen und Migranten in ländlichen Räumen nachhaltig gestaltet und aktiviert werden kann. Mithilfe der Projektergebnisse zu biographischen Konstellationen und strukturellen Rahmenbedingungen von Engagement wurde gemeinsam mit VIA Bayern – Verband für interkulturelle Arbeit e.V. ein Coaching entwickelt, das Akteure in Landkreisen und Kommunen adressiert, die Ehrenamt koordinieren oder in der Integrationsarbeit engagiert sind.

 Themen des Coachings:

  • Faktoren, die zu gelingendem Engagement in der Integrationsarbeit beitragen: kooperative Zusammenarbeit, Distanz-Nähe-Verhältnis, Reflexion von Erwartungen und Dankbarkeit
  • Kommunikation auf Augenhöhe: unterschiedliche Kommunikationsmodelle, erleichterte Verständigung
  • Lebenswelten von Migrantinnen und Migranten kennen, ihre Talente entdecken und sie für Freiwilligenarbeit begeistern
  • Organisation von Engagement neu denken: vielfältige Bedürfnisse und Hintergründe berücksichtigen und Partizipation fördern

05.03.2024 - Online
Weitere Informationen:


06.02.2024

Publikation: Apokalypse now what - Narrativ-Check

Die Apokalypse ist immer nah. Sie gehört zum Menschlichen Miteinander, zur Kultur, zur Politik. Vor allem rechtsextreme und verschwörungsideologische Szenen nutzen dabei die Vorhersage eines gesellschaftlichen Untergangs als ideologisches Werkzeug.

Diese Handreichung möchte verschiedene Facetten von apokalyptischen Erzählungen aufzeigen und diskutieren, wo diese als Kampfbegriff ihr demokratiegefährdendes Potenzial entfalten. Sie soll eine Hilfestellung geben, sich in polarisierten Diskursen zurechtzufinden und apokalyptische Redeformen zu erkennen, sowie Debattenräume jenseits der Endzeit-Sackgasse zu eröffnen.


06.02.2024

Gaming for Democracy: Hate Hunters

Extremistische Gruppen dringen zunehmend in Gaming-Plattformen und Chaträume ein, um ihre hasserfüllten Ideologien zu verbreiten. Auch in sozialen Medien nimmt die Radikalisierung zu. Deshalb ist es wichtig, sinnvolle Gegen-Narrative zu schaffen und in denselben digitalen Räumen aktiv werden – allerdings mit positiven Handlungssträngen.

HATE HUNTERS ist unterhaltsam und klärt auf. Jugendliche können im Spiel Solo-Missionen übernehmen und sich durch einen bildungsorientierten Ansatz, bei dem sie mit Gleichaltrigen zusammenarbeiten, tiefer mit den Themen Hassrede, Online-Radikalisierung und extremistischen Denkweisen auseinandersetzen.

 


06.02.2024

Fortbildungskurs: Kinderschutz, religiös begründeter Extremismus & antidemokratische Weltanschauungen

Das IZRD bietet 2024 erneut 20 Plätze für Fachkräfte von Berliner (Grund-)Schulen (Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen, Schulpsycholog*innen, o.Ä.) sowie der (offenen) Kinder- und Jugendarbeit für den Fortbildungskurs „Kinderschutz, religiös begründeter Extremismus und antidemokratische Weltanschauungen“ an.

In acht Modulen lernen Sie, Situationen im Kontext von Radikalisierung und religiös begründetem Extremismus im Zusammenhang mit Kindeswohl und Kindeswohlgefährdungsfragen einzuordnen. Sie trainieren praxisnah, die Resilienz betroffener Kinder und Jugendlicher zu stärken und mit Erziehungsberechtigten sowie Kolleg*innen konstruktiv ins Gespräch zu gehen. Darüber hinaus erhalten Sie einen Überblick darüber, welche Hilfs- und Unterstützungsangebote in Berlin bestehen und tragen als Multiplikator*in entsprechendes Wissen in Ihr Arbeitsfeld. Das gewonnene Wissen integrieren Sie in das (bestehende) Kinderschutzkonzept Ihrer Einrichtung.

Start des ersten Moduls ist am 23.04.2024, das letzte Modul findet am 16. + 17.11.2024 statt.

In diesem Frühjahr bietet das IZRD zudem zwei Schnupper-Workshops an, in denen wir die Inhalte und Abläufe des Fortbildungskurses vorstellen werden. Dabei wird es auch Raum zum gegenseitigen Kennenlernen und für Ihre Fragen geben.

  • 12.03.2024 | 15.00 – 18.00 Uhr | In Präsenz in Berlin-Kreuzberg 
  • 13.03.2024 | 15.00 – 18.00 Uhr | Digital über Zoom

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


05.02.2024

Connected Women - Teilhabe neueingewanderter Frauen in Kommunen partizipativ gestalten

Connected Women unterstützt mithilfe des Citizen-Science-Ansatzes ausgewählte Kommunen bei der (Weiter)Entwicklung bedarfsgerechter analoger und digitaler Angebote und Strukturen zur Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe neueingewanderter Frauen.

Neueingewanderte Frauen haben häufig kaum Kontakte außerhalb ihrer eigenen Communities. Zumeist nicht selbst gewählt, hat dies direkte Auswirkungen auf ihre gesellschaftliche Teilhabe, da diese von einem vielfältigen sozialen Netzwerk positiv beeinflusst wird. Eine wichtige Rolle kommt hierbei den Kommunen zu. Diese halten vielerorts partizipative Angebote bereit, neueingewanderte Frauen werden davon allerdings häufig nicht erreicht.

An dieser Stelle setzt Connected Women an. Mithilfe des Citizen-Science-Ansatzes unterstützt Minor gemeinsam mit Co-Forscherinnen aus verschiedenen Communities ausgewählte Kommunen dabei, die gesellschaftliche Teilhabe neueingewanderter Frauen mithilfe bedarfsgerechter analoger und digitaler Angebote und Strukturen nachhaltig zu stärken und sie darüber langfristig als aktive Mitgestalterinnen kommunaler Strukturen zu gewinnen.

Indem neueingewanderte Frauen als Expertinnen ihre Erfahrungen und Perspektiven in den gesamten Prozess aktiv einbringen, trägt Connected Women dazu bei, ihre Bedarfe hinsichtlich gesellschaftlicher Teilhabe auf kommunaler Ebene sichtbar zu machen und somit gesellschaftspolitische Diskurse vielfältiger zu gestalten.


01.02.2024

Themenseite: Kinderschutz bei Flucht und Migration

Kinder und Jugendliche, die sich auf der Flucht befinden oder Fluchterfahrungen gemacht haben, sind besonders gefährdet, Betroffene von Gewalt, Ausbeutung und Menschenhandel zu werden. Sexualisierte Gewalt und Menschenhandel sind in Kriegs- und Konfliktgebieten allgegenwärtig und häufig selbst Fluchtursache. Kinder und Jugendliche sind zudem von kinderspezifischen Fluchtursachen betroffen. Die Seite gibt einen Überblick über relevante Projekte und Publikationen.


01.02.2024

Rassismus erklärt anhand der 4 i’s

Die Praxishilfe gibt anhand von vier Beispielen einen Einblick in alltägliche Begegnungen mit Rassismus. Das 4 i Modell hilft die Rassismen zu verstehen. Anhand der 4 i’s werden vier Ebenen von Rassismus erklärt: ideologischer, institutioneller, interpersoneller und internalisierter Rassismus.


31.01.2024

Malteser Migrationsbericht 2023

Der Malteser Migrationsbericht beleuchtet das Migrationsgeschehen in Deutschland. Wie hat sich die Zuwanderung in den letzten zwei Jahren entwickelt und welche Rolle spielt der Angriffskrieg auf die Ukraine dabei? Wie wirkt sich Migration auf die Entwicklungen am deutschen Arbeitsmarkt aus? Wie steht es um die gesellschaftliche Teilhabe Geflüchteter?  
 


31.01.2024

Niedersächsischer Integrationspreis 2024 - Stärkung von Demokratie und Zusammenhalt

Es werden vier Preise zu jeweils 6.000 Euro vergeben. Zusätzlich verleihen das Bündnis „Niedersachsen packt an“ und erstmals auch der LandesSportBund Niedersachsen jeweils einen Sonderpreis in Höhe von 6.000 Euro. Der Wettbewerb steht in diesem Jahr – in dem das Grundgesetz 75 Jahre alt wird – unter dem Motto „Stärkung von Demokratie und Zusammenhalt“.

Bewerbungsschluss ist Dienstag, der 27.02.2024.

Weitere Informationen:


31.01.2024

Virtuelle Ausstellung “41 Mal Maschallah”

Eine komplett virtuell bereitgestellte Ausstellung erleben und begehen? Genau das hat nun der Sozialdienst muslimischer Frauen für die Portraitsammlung “41 Mal Maschallah” umgesetzt und realisiert. Von Requisiten bis hin zum Audioguide wird die Geschichte von starken Frauen erzählt.


30.01.2024

Online-Seminar: Kinderhandel und Ausbeutung im Migrations- und Asylkontext - (Un)begleitete Minderjährige als Betroffene in Ausbeutungsstrukturen erkennen und reagieren

Menschenhandel, auch mit Kindern, spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle im Migrations- und Asylkontext. Kinder und Jugendliche, die von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung betroffen sind, geben sich aus verschiedenen Gründen selten von sich aus als Betroffene zu erkennen. Das Online-Seminar vermittelt grundlegendes Wissen zu Handel mit Kindern und den Betroffenen. Sie lernen, welche Anzeichen es für Handel mit und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen gibt und wie Sie Betroffene erkennen können. Außerdem werden spezielle Phänomene des Menschenhandels und besondere Vulnerabilitäten im Migrations- und Asylkontext sowie die aufenthalts- und asylrechtliche Relevanz von Menschenhandel beleuchtet.

10.04.2024 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


29.01.2024

Fortbildung: what the frust | Körperbasiert diskriminerungskritisch Lernen

Diskriminierungserfahrungen oder auch Erfahrungen von Überlegenheit schreiben sich in unsere Körper ein. Bei Stress ziehen wir die Schultern hoch, bei einer Situation, die uns Unwohlsein bereitet, wird unser Brustkorb eng, wenn wir wütend werden, fängt unser Herz laut und schnell an zu schlagen. Worauf weisen mich diese körperlichen Signale hin? Was steckt hinter Gefühlen wie Schuld, Scham oder Hoffnungslosigkeit beim Lernen über Macht- und Ungleichheitsverhältnisse? Wie kann ich mit Emotionen beim Lernen umgehen und ins Handeln kommen?

In der Fortbildung wollen wir gemeinsam erforschen, wie und wo gesellschaftliche Machtstrukturen wirken und was diese mit uns persönlich zu tun haben. Wir gehen der Frage nach, wo wir selbst Macht haben und in welchen Situationen wir uns machtlos fühlen.

08.02.2024 -  in Calenberger Esplanade 2, 30449 Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


18.01.2024

Fachtag: Niedersachsen. Klar. Gegen digitalen Hass.

Die digitale Welt stellt unsere Demokratie vor neue Herausforderungen. Das Internet und die sozialen Medien eröffnen uns wichtige vielfältige Spielräume und Kommunikationsmöglichkeiten. Gleichzeitig bieten sie aber auch neue Gelegenheitsstrukturen für antidemokratisches und menschenrechtsfeindliches Denken und Verhalten. Es zeigt sich, dass in digitalen Räumen Hass und Verschwörungsdenken verbreitet und Radikalisierungsprozesse beschleunigt werden. Deshalb beschäftigt sich der Fachtag mit der Frage, mit welchen Maßnahmen wir in Niedersachsen diesen digitalen Gefahren entgegenwirken können.

21.02.2024 - Siebstraße 4, 30171 Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


17.01.2024

SENSA - Sensibilisierung zu besonderen Schutzbedarfen von asylsuchenden Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen

Die Identifizierung besonderer Schutzbedarfe von Asylantragstellenden ist elementar, um die Wahrung der Rechte der Asylantragstellenden im Asylverfahren sicher zu stellen. Das Projekt SENSA sensibilisiert, qualifiziert und vernetzt alle professionell am Asylverfahren Beteiligten in Sachsen-Anhalt und Thüringen zu besonderen Schutzbedarfen und trägt so zu fairen und rechtssicheren Asylverfahren bei.

Ziele:

  • Die Verbesserung der Identifizierungsverfahren der unterschiedlichen besonderen Schutzbedarfe im Kontext des Asylverfahrens.
  • Fachberatungsdienste, Unterstützungsstrukturen, Entscheidungstragende, Vormünder unbegleiteter Minderjähriger sowie besonders Schutzbedürftige Asylantragstellende haben Zugang zu qualifizierten Informationen in Bezug auf besondere Schutzbedürftigkeit und die Relevanz im Asylverfahren.
  • Unbegleitete Minderjährige im Asylverfahren bzw. mit der Perspektive eines Asylverfahrens erhalten mittels eines Werkzeugkoffers durch die Vormünder einen guten Überblick über das Asylverfahren und ihre Rechte.
  •  

Das Projekt bietet:

  • Qualifizierungsangebote, Fachtagungen und -austausche sowie Vernetzungsangebote für und mit den am Asylverfahren Beteiligten und Akteur*innen im Feld zum Asylverfahren sowie den verschiedenen besonderen Schutzbedarfen.

  • Klärung der Informationsbedarfe und Bereitstellung von Informationsmaterialien zur Identifizierung besonderer Schutzbedarfe.

  • Erstellung eines Werkzeugkoffers für Vormund*innen zur Erläuterung der Schritte des Asylverfahrens, Ablauf und Bedeutung der Anhörung im Asylverfahren, die Rechte von unbegleiteten Minderjährigen als besonders schutzbedürftige Personengruppe.

  • Fallcoaching für die Fachberatungs- und Sozialbetreuungsdienste sowie Unterstützungsstrukturen von besonders schutzbedürftigen Asylantragstellenden.


17.01.2024

Fortbildung: Gewalt im Namen der Ehre. Hinsehen. Handeln. Helfen. Möglichkeiten der Prävention und Intervention

Das Netzwerk gegen Gewalt Hessen veranstaltet im Zeitraum vom 08.02.24-29.02.24 in Zusammenarbeit mit Beratungsstellen, der Schulpsychologie und der Polizei eine Fortbildung zum Thema „Gewalt im Namen der Ehre. Hinsehen. Handeln. Helfen. Möglichkeiten der Prävention und Intervention“.

Recherchen und Statistiken zeigen, dass Ehrgewalt hierzulande weiterhin ein aktuelles Problem darstellt.. Die 4-tägige praxisbezogene Fortbildung greift die Themen Ursachenproblematik, Gesprächsführung mit Betroffenen, Möglichkeiten der schulischen und außerschulischen Prävention und Intervention, Möglichkeiten der Unterstützung und Beratung, Aufbau von Netzwerken, Umsetzung der Thematik in der Praxis / im Unterricht auf. Sie wird in vier Modulen in Präsenz und Online durchgeführt und ist kostenfrei.

Die Zielgruppe sind Lehrkräfte aller Schularten, Schulleitung, Schulsozialarbeit und sozialpädagogische Fachkräfte der Schulen in Hessen sowie Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte in Hessen.

08.02.2024 - 29.02.2024, Mainzer Landstraße 293, 60326 Frankfurt am Main
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


16.01.2024

Narrativ-Check: Was hinter radikalisierenden Botschaften steckt

Bereits die Corona-Proteste haben ein heterogenes Publikum angezogen, das sich nur schwer mit den gängigen Begriffen fassen ließ. Verschwörungsideologisch angereicherte Metaerzählungen über „die da oben“, die „Klimalüge“, das „Gender-Gaga“, gegen „den Westen“ oder eine drohende apokalyptische Weltkrise überbrücken ideologische Widersprüche und lassen sich mühelos auf die Pandemie, Klimawandel, Inflation und den Ukraine-Krieg anwenden. Verbindendes Element ist eine pauschale Ablehnung der journalistischen Medien und ihrer Berichterstattung, zu denen häufig „alternative“ Narrative entwickelt werden. Verbindend ist auch eine zunehmend radikale Opposition gegen „die Herrschenden“ – gegen demokratische Institutionen oder Wissenschaft sowie deren Vertreterinnen und Vertreter.

„Narrativ-Check: Was hinter radikalisierenden Botschaften steckt“ ist ein Begleitprojekt des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Es richtet sich vor allem an Partnerschaften für Demokratie, Landesdemokratiezentren, Teams der mobilen Beratung und verschiedene Kompetenznetzwerke des Bundesprogramms.

Das Projekt betrachtet demokratiegefährdende, systemoppositionelle Botschaften, Diskurse, Argumentationsweisen in „alternativen Medien“ und im digitalen Raum. Die Erkenntnisse werden in Handreichungen zu jeweils einer Botschaft oder einem Narrativ gebündelt und auch online zur Verfügung gestellt. In Workshops, Präsentationen und Inputs werden die Inhalte vermittelt, erläutert und diskutiert.


16.01.2024

Der Familiennachzug: Ein Leitfaden

Für viele geflüchtete Menschen ist die Familienzusammenführung zentral für ihre psychische Gesundheit und für die Auseinandersetzung mit dem erlebten Trauma von Krieg, Verfolgung und Flucht. Der Leitfaden richtet sich an die Betroffenen sowie begleitenden Privatpersonen und Institutionen geflüchteter Minderjähriger und Erwachsener. Er soll als Anleitung und Überblick über die wichtigsten zu erfüllenden Voraussetzungen für den Familiennachzug nach Abschnitt 6 des Aufenthaltsgesetzes dienen. Eine Beratung durch die Fachstellen soll nicht ersetzt, sondern ergänzt werden.


16.01.2024

Stellenausschreibung: Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismu

Die Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus e. V. (BAG RelEx) sucht zum 01. März 2024 eine*n Fachreferent*in für das Themenfeld religiös begründeter Extremismus (m/w/d). Die Stelle ist vorerst befristet bis zum 31.12.2024, mit Aussicht auf Verlängerung.

"Für das Kompetenznetzwerk „Islamistischer Extremismus“ (KN:IX) in Berlin suchen wir Verstärkung. Wir suchen eine*n Fachreferent*in mit Erfahrungen in der Planung und Durchführung von Maßnahmen der empirischen Sozialforschung und Kenntnissen der Forschungslandschaft in den Themenbereichen Radikalisierung, Extremismus und Antidiskriminierung. Die Aufgaben erfordern selbstständige und verantwortungsvolle Planung und Durchführung von Projektaktivitäten. Die Stelle ist bis zum 31.12.2024 befristet."

Alle weiteren Informationen:


15.01.2024

Online-Fortbildung: Zugänge zu Männlichkeiten: Geschlechterreflektiert und rassismuskritisch

2-modulige Online-Fortbildung:

  • Teil 1: Geschlechterreflektiert | 05.03.24 | 09.30-13.00 Uhr | zoom
    Im ersten Teil der Fortbildung blicken wir gemeinsam darauf, welche Formen von Männlichkeiten es gibt. Welche Männlichkeits-Performances nehmen wir (nicht) wahr? Welchen Männlichkeits-Anforderungen wollen und welchen müssen sich einige Männer stellen? Und was hat das alles mit der praktischen Arbeit mit ihnen zu tun?  Wir fragen uns gemeinsam, wie ein geschlechterreflektierter Blick dazu beitragen kann, die Arbeit mit Männern sowohl unterstützend, begrenzend und öffnend zugleich auszugestalten. Ein Grundlagen-Input schafft dafür die Basis. Danach wird Raum geboten für Austausch, Selbstreflexion und Praxistransfer.
  • Teil 2: Rassismuskritisch | 12.03.24 | 09.30-13.00 Uhr | zoom
    Im zweiten Teil der Fortbildung geht es um die Konstruktion von „rassifizierten Männlichkeiten*“, die aus der Geschichte heraus mit der Vormachtstellung von weiß dominierten männlichen Positionen zu tun haben. Denn auch heute noch kommt im Wettbewerb um Macht, Ressourcen und Einfluss die Abwehr und Entmenschlichung von BIPoC/migrantisierten Männlichkeiten* zum Tragen, wie viele Beispiele u.a. auch die Silvester-Ereignisse 2015/16 und 2022/23 eindrücklich zeigen. In diesem Teil der Online-Fortbildung wird der Fokus auf die Intersektion von Rassismus und Männlichkeiten* gelegt und es werden erste Zugänge für die Auseinandersetzung mit Rassismuskritik für diesen Zusammenhang eröffnet.

05.03.2024 & 12.03.2024 in Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


11.01.2024

Podcast-Reihe „Einwanderungsland“

Mit dem neuen Jahr startet der Mediendienst die Podcast-Reihe „Einwanderungsland“. In etwa 20 Minuten gibt es Fakten, Hintergründe und Einordnungen zu aktuellen Migrationsthemen, verständlich erklärt von Fachleuten aus Wissenschaft und Gesellschaft.

In einer Folge geht es darum, warum es dieses Silvester weniger Krawalle gab als vor einem Jahr und die Frage, was Jugendkriminalität mit Herkunft zu tun hat. Eine weitere Folge beschäftigt sich mit dem Thema „Pull-Faktoren“ – also der Frage, welche Anreize es für Geflüchtete gibt, nach Deutschland zu kommen.


10.01.2024

DIJuF Themenseite: Junge Geflüchtete

Praxisgerechte Informationen und Materialien zu vielen rechtlichen und einigen fachlichen Fragen rund um das Jugendhilferecht, Asylverfahren und Aufenthaltsrecht für Vormund:innen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen sowie Fachkräfte der Allgemeinen Sozialen Dienste.


10.01.2024

Online-Fortbildung: Frauenspezifische Verfolgung ist ein Asylgrund - Aktuelle Herausforderungen und Chancen für Frauen im Asylverfahren

Frauenspezifische Verfolgung kommt typischerweise in patriarchalen Gesellschaften vor, in denen Frauen häufig oder systematisch von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind und keinen Zugang zu staatlichem Schutz haben. Damit frauenspezifische Verfolgung im Asylverfahren stärker gewürdigt wird, ist vieles zu beachten.

Teilweise ist den Frauen nicht bewusst, dass die im Herkunftsland erlebte frauenspezifische Gewalt in ihrem Asylverfahren relevant ist oder sie sind aus anderen Gründen nicht in der Lage, die Verfolgung vorzutragen. Auf der anderen Seite wird frauenspezifische Verfolgung häufig von BAMF und Gerichten als familiärer bzw. persönlicher Konflikt gewertet und der Verfolgungscharakter verkannt.

Die Fortbildung beschäftigt sich mit den Fragen:

  • Wie lässt sich frauenspezifische Verfolgung definieren?
  • Was sind wichtige Herkunftsländer?
  • Welche Verfolgungsarten sind typisch?
  • Was sind die Hürden für die Würdigung von frauenspezifischer Verfolgung im Verfahren?
  • Wie können in der Beratung gezielt Frauen, besonders begleitete Frauen, erreicht werden?
  • Wann sind Verfahrenstrennungen wichtig?
  • Was sind typische Konstellationen für frauenspezifische Folgeanträge?

08.02.2024 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


09.01.2024

Rassismus und Altenpflege in Ostdeutschland: Zum »Unbehagen« in der beruflichen Zusammenarbeit mit Migrant*innen

Rassismus gehört zum Alltag und ist integraler wie integrierender Teil unserer Gesellschaft. Aussagen wie: »Ich bin eigentlich aufgeschlossen, aber…« leugnen und bestätigen diese Realität zugleich. In der Altenpflege markieren solche Sätze ein Ausschlussbegehren gegenüber einer Zusammenarbeit mit migrantischen Pflegekräften. Monique Ritter wählt multidisziplinäre Zugänge, um das »aber« kontextbezogen am Beispiel der häuslichen Altenpflege in Ostdeutschland zu verstehen. Dabei verknüpft sie nicht nur rassismuskritische, postkoloniale und sozioökonomische Dimensionen des Unbehagens, sondern nimmt auch Bezug auf die spezifisch-historischen Lebenserfahrungen in der DDR und der (Nach-)Wendezeit.


09.01.2024

Die Sicherung des Lebensunterhalts als Erteilungsvoraussetzung für einen Aufenthaltstitel

Die Sicherung des Lebensunterhalts ist eine entscheidende Voraussetzung für die Erteilung und Verlängerung der meisten Aufenthaltstitel in Deutschland. Mit der vorliegenden Broschüre möchten die Autor*innen Unsicherheiten aus dem Weg räumen und Beratungskräften und Betroffenen einen umfassenden Überblick über die unterschiedlichen rechtlichen Regelungen zur Lebensunterhaltssicherung im Aufenthaltsgesetz geben. In einem ersten Teil werden dafür die allgemeinen Regelungen sowie die Vorgaben zur Prüfung der Lebensunterhaltssicherung und der Berechnung dargestellt. Im zweiten Teil folgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Aufenthaltstiteln, für die Besonderheiten bei der Lebensunterhaltssicherung gelten. Am Ende der beiden Teile finden sich darüber hinaus jeweils Übersichtstabellen, in denen die wichtigsten Aspekte in Kürze dargestellt werden.


08.01.2024

Vortrag: Antisemitismus und Nahost-Konflikt

Nicht erst seit dem 7. Oktober 2023 stellt der israelbezogene Antisemitismus hierzulande die statistisch dominierende Form des antijüdischen Vorurteils dar. Eine besondere Schwierigkeit in seiner Benennung und Zurückweisung scheint darin zu liegen, dass diese Form der Judenfeindschaft mit dem politischen Diskurs um den Nahostkonflikt verschränkt ist, beziehungsweise sich absichtlich hinter diesem verbirgt. Demgegenüber möchte der Vortrag anhand klarer Unterscheidungskriterien und Ergebnissen der Antisemitismusforschung Orientierung und Handlungssicherheit vermitteln.

29.01.2024 - Frankfurter Straße 160-166 in Dreieich-Sprendlingen
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


04.01.2024

Safer TikTok: Strategien im Umgang mit Antisemitismus und Hassrede auf TikTok

Mit dem neuen E-Book „Safer TikTok – Strategien im Umgang mit Antisemitismus und Hassrede auf TikTok“ stellt die Bildungsstätte Anne Frank ein erstes Zwischenergebnis ihrer Arbeit vor. Sie informieren über das Problemfeld Antisemitismus und Hassrede auf TikTok, liefern Hintergrundwissen, analysieren die unterschiedlichen Erscheinungsformen und diskutieren verschiedene Möglichkeiten, aktiv zu werden.

Das E-Book richtet sich insbesondere an alle, die im pädagogischen Kontext mit TikTok zu tun haben, aber auch an Creator*innen und Nutzer*innen, die sich antisemitismuskritisch auf der Plattform bewegen möchten.


04.01.2024

Fachtag: Das eine nicht ohne das andere: Integrationsmanagement und Gemeinwesenarbeit in Niedersachsen zusammendenken

Die Integration zugewanderter Menschen ist und bleibt eine der dringlichsten Aufgaben, um das gute Zusammenleben aller Menschen in unserer Gesellschaft sicherzustellen. Die Arbeit an Integration einerseits und am Gemeinwesen andererseits sind also zwei Seiten derselben Medaille. Aber wie bedingen sich Integrationsmanagement und Gemeinwesenarbeit in der Praxis und welche Erkenntnisse lassen sich daraus mit Blick auf die Strukturen der sozialen Arbeit in Niedersachsen gewinnen?

Diese und weitere Fragen stellen der Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V. in den Mittelpunkt des Fachtages „Das eine nicht ohne das andere: Integrationsmanagement und Gemeinwesenarbeit in Niedersachsen zusammendenken“.

29.04.2024 - Schaufelder Str. 11, 30167 Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


03.01.2024

Gesellschaftlichen Zusammenhalt gestalten - Projektschmiede 2024

Die Projektschmiede ist ein spezielles Schulungsprogramm des Bundesprogramms "Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.". Hier lernen engagierte Akteur*innen aus der Integrationsarbeit, wie sie effektiv Projektideen entwickeln und Fördermittel beantragen können. In Workshops und individuellen Beratungen werden innovative Ideen konkretisiert, Projekte bedarfsgerecht gestaltet, überzeugende Anträge geschrieben und notwendiges Wissen für die Umsetzung vermittelt. Dies befähigt die Teilnehmenden, eigenständig weitere Projekte anzugehen und ermöglicht Austausch untereinander.

Wenn Sie Interesse haben, mehr über die Projektschmiede zu erfahren oder sich direkt bewerben möchten, dann melden Sie sich unter projektschmiede@ehrenamt.de

Termine:

MO, 15.04.- DI,16.04.2024

MO, 13.05.- DI,14.05.2024

Weitere Informationen

 


02.01.2024

Repräsentation, Teilhabe, Empowerment - Junge Politiker*innen of Color im Gespräch

Die plurale Migrationsgesellschaft wird in deutschen Parlamenten weiterhin kaum oder viel zu wenig abgebildet. Das ist ein Problem für die repräsentative Demokratie und für gerechte politische Teilhabe und Partizipation. Mit der Portraitreihe junger Politiker*innen of Color, die sich erstmals auf ein politisches Amt auf Landes- oder Bundesebene bewerben, möchte die Heinrich-Böll-Stiftung Stimmen und Perspektiven stärken, die im politischen Betrieb immer noch zu wenig repräsentiert und sichtbar sind. Welche Erfahrungen machen sie als Politiker*innen, was hat sie auf ihrem Werdegang geprägt und bestärkt und was raten sie jungen BIPoC, die sich politisch engagieren möchten?


02.01.2024

MOTRA-Monitor 2022

Der MOTRA-Monitor 2022 dokumentiert das aktuelle gesellschaftliche Radikalisierungsgeschehen in Zeiten multipler Krisenerscheinungen, wofür schlagwortartig die Begriffe Inflation, Energie, Flucht, Migration, Krieg und Klimawandel stehen. Die Besonderheit des MOTRA-Forschungsansatzes besteht in einer integrierten Gesamtschau von Radikalisierungsprozessen auf der Diskurs-, Einstellungs- und Handlungsebene. Damit lässt sich zeigen, wie unterschiedliche Krisenerscheinungen Niederschlag in furchtschürenden Beiträgen zu aktuellen Themen in den sozialen Medien fanden, dass diese ferner auch konkrete Besorgnisse und Zukunftsängste in der Bevölkerung auslösten. Diese drückten sich unter anderem in entsprechenden Protesten, aber auch in sozialer Ausgrenzung, politisch-extremistischen Einstellungen bis hin zu Gewalt und kriminellen Handlungen aus.


02.01.2024

Onlineseminar: Alles eine Frage der Haltung: Gewaltprävention und Partizipation Zusammendenken

Partizipation, Kinderrechte, Gewaltprävention – diese fachlichen Forderungen sind gesetzlich fixiert und werden in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf vielfältige Weise praktiziert. Fachleute wissen: In der Regel lassen sich diese Prinzipien nicht durch vereinzelte Maßnahmen realisieren, sie betreffen vielmehr die „Kultur“ einer Einrichtung und die professionelle „Haltung“ der Mitarbeitenden insgesamt. 

Ziel dabei ist es, junge Menschen im Hinblick auf ihre Rechte zu stärken und sie effektiv vor Übergriffen und Gewalt zu schützen. Die Umsetzung dieser Ziele ist eine stetige Herausforderung im pädagogischen Alltag – für einzelne Fachkräfte ebenso wie für Teams insgesamt.

Im Seminar sollen konzeptionelle und praxisbezogene Aspekte für die Verwirklichung von Partizipation und für
die Umsetzung von Gewaltprävention im Hinblick auf ihre gemeinsamen Grundlagen thematisiert werden. Beide Konzepte sind in den Kinderrechten (die natürlich auch für Jugendliche gelten) verankert – in der pädagogischen Arbeit bedingen und ermöglichen Partizipation und Prävention einander. Prävention richtet den Blick auf Risiken, die zu Gewalt führen können und fokussiert auf Ressourcen, die Alternativen zu gewalttätigem Verhalten eröffnen. Auch die Auseinandersetzung mit Machtstrukturen und pädagogischer Verantwortung spielt dabei eine Rolle. Partizipation bedeutet, Macht zu teilen – Erwachsene müssen dafür geeignete Rahmenbedingungen schaffen und prüfen, ob sie solche Prozesse akzeptieren und in die Arbeit integrieren können.

08.02.2024 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


01.01.2024

Globale Spannungen, lokale Resonanz - Impulse zur Auseinandersetzung mit dem Nahostkonflikt in deutschen Kommunen

Wie können kommunale Akteure mit Blick auf den Nahostkonflikt Haltung zeigen, ohne zur Polarisierung beizutragen? Hierzu hat das Forum Ziviler Friedensdienst e. V. (forumZFD) Ansätze und Ideen aus Theorie und Praxis zusammengetragen.


21.12.2023

Klimamigration: Wie die globale Erwärmung Flucht und Migration verursacht

Die Folgen des Klimawandels sind nicht mehr zu übersehen – und in Europa hält sich hartnäckig die Angst, dass seine verheerenden Auswirkungen in naher Zukunft eine gigantische Flüchtlingswelle anstoßen werden. Aber was wissen wir wirklich über die Auswirkungen der Erderwärmung auf Flucht und Migration? Benjamin Schraven erläutert, warum europäische Befürchtungen vor Millionen von »Klimaflüchtlingen« aus Teilen Afrikas oder Asiens viel mehr einer verzerrten Wahrnehmung als einer tatsächlichen Problemanalyse entspringen. Er stellt jedoch klar: Die Klimamigration ist ein virulentes Thema, mit dem Politik, Gesellschaft und Medien einen anderen Umgang finden müssen.


20.12.2023

Podcast: Radikal Einmischen

Der Podcast beschäftigt sich mit allen Phänomenen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und setzt sich kritisch mit Begriffen wie Extremismus und Prävention auseinander. Umgesetzt wird er von CEOPS (AVP e. V.).


20.12.2023

Autoritarismus ins Aus stellen (AuS)

Das Projekt "Autoritarismus ins Aus stellen" analysiert die Perspektiven des Forschungsgebiets, um Organisationen und Initiativen bei der Bekämpfung antidemokratischer Einstellungen zu unterstützen.

Autoritäre Einstellungen sind auch heute noch in weiten Teilen der Bevölkerung zu finden und damit auch ein Problem, mit dem sich viele Sozialarbeiter_innen konfrontiert sehen. Dabei kann sich Autoritarismus in verschiedenen konkreten Ideologien, wie etwa im Rechtsextremismus, Islamismus, Rassismus oder Antisemitismus Ausdruck verleihen, aber auch in generellen Einstellungen zu Demokratie, Gleichberechtigung oder gar in Aggressionen und Gewalt gegen andere äußern.

Sozialarbeiter_innen fehlen in ihrem Arbeitsalltag häufig die zeitlichen und theoretischen Ressourcen, um sich tiefergehend mit dem Phänomen zu beschäftigen, weswegen im Rahmen des Projektes dafür Raum geschaffen werden soll.


20.12.2023

Hybrider Fachtag: Elektronische Gesundheitskarte für Asylsuchende Personen

In Sachsen-Anhalt findet die Praxis der elektronischen Gesundheitskarte derzeit —als einer der wenigen Bundesländer— in keinem Landkreis/ keiner kreisfreien Stadt Anwendung.

Der Fachtag bietet die Möglichkeit, das Konzept der elektronischen Gesundheitskarte für Asylsuchende kennenzulernen und sich mit Expert*innen und Praktiker*innen über dessen möglichen Umsetzung auszutauschen.

10.01.2024 - Osterburger Straße 25, 39576 Hansestadt Stendal & Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


19.12.2023

Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken: Die vergeschlechtlichte In- und Exklusion geflüchteter Frauen

Flucht- und Aufnahmeprozesse sind durchzogen von geschlechtsspezifischen und intersektionalen Dynamiken. Die Autorinnen haben diese und das darin zu Tage tretende Geschlechterwissen im Verbundforschungsprojekt „Gender – Flucht – Aufnahmepolitiken“ für die Themen Unterbringung, Gewaltschutz, Erwerbstätigkeit, Medien, Familie, ‚Heimischwerden‘ und Solidarität analysiert.

Die migrationsbezogene Infrastruktur hat sich in der deutschen Migrationsgesellschaft auf die Bedarfe von Geflüchteten eingestellt. Geflüchtete machen mit den Angeboten vielfältige Erfahrungen, die von hilfreicher und solidarischer Unterstützung über wenig angepasste Angebote bis zu Exklusion und Diskriminierung reichen. Die rahmende Medienanalyse zeigt, wie tief die öffentliche und mediale Rezeption der sogenannten „Flüchtlingskrise“ durch vergeschlechtlichte Narrative geprägt ist, und wie diese die kommunale und ehrenamtliche Arbeit mit Geflüchteten mitprägen.


19.12.2023

Fortbildung: Methoden der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit

Antisemitismus ist kein ausschließliches Phänomen der Vergangenheit oder bestimmter Gruppen. Vielmehr durchdringt er alle gesellschaftlichen Bereiche und macht auch vor dem Lernort Schule nicht halt. Die Thematisierung und der Umgang mit gegenwärtigen Erscheinungsformen von Judenfeindschaft stellt viele Lehrkräfte vor Herausforderungen.

Die Fortbildung macht die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Methoden der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit vertraut, diese werden erprobt und schließlich gemeinsam reflektiert. Dabei wird der Fokus immer praxisbezogen sein. Welche Herangehensweisen sind sinnvoll? Wann sind welche Methoden einsetzbar und für wen sind sie geeignet? Welche Fallstricke bergen manche Methoden? Welches Wissen und welche Haltung zum Thema muss ich selbst mitbringen?

Lernziele:

  • Sensibilisierung für Erscheinungsformen
  • Methodenkompetenz
  • Haltung entwickeln

12.01.2024 - 13.01.2024, Weg zum Krähenberg 33a, 28201 Bremen
weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


18.12.2023

Runder Tisch (online) Intersektionalität als Ansatz für die Praxis

Sie haben Lust sich mit anderen Fachkräften zu den Themen Diskriminierung, Diversität, Rassismuskritik, Sexismuskritik und Intersektionalität auszutauschen? Sie fühlen sich vielleicht allein in Ihrer Institution oder Familien- und Freund*innenkreis und suchen einen Raum, in dem sie Gleichgesinnte treffen können? Sie möchten selbstreflexiv über Ihre eigene Praxis nachdenken und von Fallbeispielen der anderen lernen? Sie möchten einen Mini-Input hören und danach mit anderen Expert*innen ins Gespräch kommen?

Dann sind Sie herzlich eingeladen, an dem Runden Tisch teilzunehmen.

Es handelt sich bei dem Austauschforum um einen informellen Raum, der von den Trainerinnen von vielgestaltig* 2.0 moderiert wird. Sie haben darin die Möglichkeit, andere Fachkräfte zu treffen, miteinander zu diskutieren und mögliche Kooperationen auszuloten. Zudem ist es ein Forum, in dem verschiedene Soziale Projekte im Raum Niedersachsen (und darüber hinaus) kennengelernt werden können. Dadurch bekommen Sie einen besseren Überblick über die Projektlandschaft in den Bereichen Migration, Asyl, Gleichstellung, Jugendarbeit und politische Bildungsarbeit.

12.01.2024 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


14.12.2023

Fachtag: Der Nahostkonflikt als Katalysator. Antisemitismus, Rassismus und Radikalisierung in Deutschland

Der Nahostkonflikt wird regelmäßig von Akteuren aus dem islamistischen Spektrum instrumentalisiert, um für ihre Ideologie zu werben und Anhänger*innen zu mobilisieren. Vor dem Hintergrund des seit den Angriffen der Hamas auf Israel am 7. Oktober wieder aufgeflammten Nahostkonflikts wird dies erneut deutlich: sowohl auf Demonstrationen als auch in sozialen Medien werben Islamist*innen seitdem verstärkt für ihre Zwecke.

Doch nicht nur die Instrumentalisierung durch islamistische Akteure stellt eine Herausforderung für die zivilgesellschaftliche Präventionsarbeit dar. Auch werden politische, mediale und gesamtgesellschaftliche Diskussionen um die erneute Eskalation des israelisch-palästinensischen Konflikts emotional und polarisierend geführt und beeinflussen die Debatten im Arbeitsbereich. Dabei ist zu beobachten, dass sich in der Debatte auch andere Themen abbilden, für die der Konflikt einen Katalysator darstellt. Inwiefern schwingen hier auch Debatten über Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus mit? Welche Auswirkungen hat das Aufflammen des Konflikts auf das islamistische Radikalisierungsgeschehen in Deutschland, aber auch international? Welche Herausforderungen ergeben sich hieraus für die zivilgesellschaftliche Demokratieförderung sowie Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit?

14.05.2024 - 15.05.2024, Frankfurt am Main
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


14.12.2023

Expertise: Jugenddelinquenz in der Einwanderungsgesellschaft

Krawalle an Silvester, Delikte in Schwimmbädern und Ausschreitungen in Innenstädten: Immer wieder wird diskutiert, ob Jugendkriminalität und Ausschreitungen zunehmen; die Herkunft der Jugendlichen steht dabei oft im Mittelpunkt. Der Kriminologe Christian Walburg von der Universität Münster hat eine Expertise für den MEDIENDIENST zum Thema erstellt und zeigt: Delinquentes Verhalten unter Jugendlichen ist in den letzten 20 Jahren stark zurückgegangen, zuletzt aber wieder etwas angestiegen. Krawalle seien aber kein neues Phänomen.


13.12.2023

Fortbildung: Arbeiten mit minderjährigen Geflüchteten

Ziel ist die Weiterqualifizierung der Fachkräfte für die spezifischen Bedarfe von Minderjährigen, um deren Begleitung zu verbessern. In dem Workshop werden keine rechtlichen Aspekte des Asylverfahrens behandelt, der Fokus liegt vielmehr auf der Vermittlung praktischer Handlungs- und Reflexionsmethoden. Die Fortbildung soll Fachkräften die Möglichkeit geben, weiteres Wissen über ihr Tätigkeitsfeld zu erlangen, Einblicke in relevante Methoden für ihre Arbeit zu bekommen sowie eine kritisch-reflexive Haltung für eine interkulturelle Beratungs- und Betreuungspraxis zu gewinnen.

18.01.2024 - Bergstr. 16 Osnabrück, 49076
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


13.12.2023

Publikation: Rahmenbedingungen und Standards für gelingende Onlineprävention

Die vorliegende Publikation schließt eine dieser Lücken, stellt die Rahmenbedingungen und Standards für gelingende Onlineprävention (PDF) dar und gibt einen Einblick in die unterschiedlichen Ansätze und Methoden der Präventionsarbeit im digitalen Raum. Sie bildet das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung der Mitarbeitenden der Onlineprojekte innerhalb der Mitgliedschaft der BAG RelEx. Seit Herbst 2021 haben sie sich in einer Vielzahl von Austauschtreffen über die Besonderheiten und Herausforderungen der digitalen und hybriden Formen der Präventionsarbeit ausgetauscht und die Methodenvielfalt erörtert. Das Ergebnis ist ein umfassender Überblick, was Onlineprojekte der Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention ausmacht, welche Standards in der Onlinearbeit bedeutend sind und wie sie langfristig gestärkt werden können.


12.12.2023

Caritas Factsheets: Fragen und Fakten zur Migrationsdebatte

Die Migrationsdebatte in Deutschland wird zunehmend schärfer. Die Politik setzt verstärkt auf Begrenzung und Abschottung. Bislang undenkbare Maßnahmen, bis hin zum Einsatz von Gewalt, werden nun vorstellbar. Die Caritas möchte dem mit Gefühl und Verstand entgegentreten und hat zu diesem Zweck einige Fakten zusammengestellt.


11.12.2023

InfoPool Rechtsextremismus

Das Informationsportal gibt Informationen zu Rechtsextremismus und Rechtsextremismusprävention und bietet Unterstützungsangebote für Beschäftigte in verschiedene Handlungsfeldern wie Sicherheitsbehörden, Schulen, der Jugend- und Sozialarbeit, der Politischen Bildung und der Öffentlichen Verwaltung. Ein erster Themenschwerpunkt beschäftigt sich mit den begrifflichen und konzeptuellen Grundlagen der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus.

Vierteljährlich werden weitere praxisbezogene Hintergrundtexte zu Themenschwerpunkten wie dem Ausstieg aus der rechtsextremen Szene und der Beratung bei Herausforderungen mit rechtsextremen Einstellungen und Reichsbürgern folgen. Der InfoPool informiert über Rechtsextremismus und bearbeitet aktuelle Dynamiken um die Bildungsarbeit gegen rechtsextreme Einstellungsmuster zu stärken.


07.12.2023

Online-Seminar: Austausch zur aktuellen Unterbringung und Versorgung minderjähriger Geflüchteter

Gemeinsam mit dem Bundesforum Vormundschaften veranstaltet der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. eine Kooperationsveranstaltung speziell für Vormünder*innen. Nach einem kurzen Input soll es vor allem einen Erfahrungsaustausch unter den Fachkräften geben, wie auf die oftmals kindeswohlgefährdenden Umständen in der Unterbringung und Versorgung reagiert werden kann.

17.01.2024 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


06.12.2023

Verlängerung der Aufenthaltserlaubnisse für vorübergehend Schutzberechtigte aus der Ukraine

Die Aufenthaltserlaubnisse für Menschen aus der Ukraine, die vorübergehenden Schutz in Deutschland erhalten haben, werden per Verordnung bis zum 4. März 2025 verlängert. Bestehende Aufenthaltserlaubnisse sollen fortgelten, sodass keine Verlängerung im Einzelfall notwendig sein soll.


06.12.2023

Jahresrückblick 2023: Wie Rechtsextremismus näher rückt – und was dagegen hilft

Extrem rechte Vorfälle an Schulen, der bundesweit erste AfD-Landrat, die Verbote von „Hammerskins“ und „Artgemeinschaft“, Razzien gegen „Reichsbürger“, erstarkender Antisemitismus: Das Thema Rechtsextremismus stand 2023 immer wieder im Fokus der medialen Berichterstattung. Doch was ist jenseits dieser bundesweit viel diskutierten Ereignisse passiert? Wie hat sich die extreme Rechte im vergangenen Jahr entwickelt? Und welche Maßnahmen haben demokratisch Engagierte ergriffen, um Rechtsextremismus entgegenzuwirken?

In seinem ersten Jahresrückblick trägt der BMB die Expertise von rund 50 Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus zusammen. Der Bericht zeigt:

  • Rechtsextremismus ist 2023 näher gerückt: ins private Umfeld, in die Nachbarschaft, an den Arbeitsplatz. Menschen, die sich dagegen engagieren, sind geforderter denn je – und zugleich ermüdet. Die Widerstandskraft der Zivilgesellschaft ist schwächer geworden.
  • Trotzdem haben demokratisch Engagierte 2023 eine Reihe von Strategien umgesetzt, um Rechtsextremismus und Demokratiegefährdung die Stirn zu bieten. Mit Gegendemos, breiten Bündnissen und Aufklärungsarbeit ist es ihnen vielerorts gelungen, die Handlungsfähigkeit der extremen Rechten einzuschränken.
  • Politiker*innen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene müssen sich an die Seite der Menschen stellen, die sich für die Demokratie einsetzen. Das heißt auch: Sie müssen sich klar von der AfD abgrenzen und demokratische Antworten auf die Probleme unserer Zeit finden. Andernfalls wird die extreme Rechte 2024 weiter vordringen.

05.12.2023

Give Peace a Change! 25 Jahre Plattform Zivile Konfliktbearbeitung

Die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung lädt Mitglieder, Partner*innen und Gäste aus Politik und Wissenschaft herzlich zu ihrer Jubiläumsfeier nach Berlin ein um gemeinsam die Frage zu diskutieren: Wie muss sich Friedensarbeit verändern, um aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden?

25 Jahre nach Gründung der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung stehen Zivile Konfliktbearbeitung und Friedensförderung nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, der sicherheits- und verteidigungspolitischen Zeitenwende und jüngsten Eskalationen der Gewalt im Nahen Osten, im Balkan und anderen Weltregionen heute mehr denn je unter Druck.

Trotz des dramatischen Bedarfs aufgrund der weltweit steigenden Anzahl gewaltsam ausgetragener und bewaffneter Konflikte, humanitärer Krisen und einer ernüchternden Halbzeitbilanz der globalen Nachhaltigkeitsziele SDGs plant die Bundesregierung, die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe, Krisenprävention und Friedensförderung drastisch zu kürzen.

In der öffentlichen und politischen Debatte scheint der Friedensbegriff heute überdies umkämpft, wird zum Teil als naiv abgetan oder gekapert.

12.12.2023 -  in Französische Straße 32, 10117 Berlin
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05.12.2023

Studie: Durch die Krise ins Reich: Postpandemische Entwicklungen von „Reichsbürgern“ und Souveränist:innen in Deutschland

Im CeMAS-Report „Durch die Krise ins Reich“ werden wichtige Trends innerhalb des verschwörungsideologisch-souveränistischen Milieus von „Reichsbürgern“ und anderer Gruppen in Deutschland seit der Covid-19-Pandemie analysiert. Der Report beschreibt den verschwörungsideologischen Souveränismus als Bestandteil der extremen Rechten in Deutschland mit einer langen antisemitischen Tradition. Das souveränistische Milieu teilt politische Vorstellungen, die auf Ungleichheit abzielen und propagiert antisemitische Weltverschwörungsmythen sowie revisionistische Ideen wie die Wiederherstellung eines Deutschen Reiches. Auch lässt sich feststellen, dass der Resonanzraum des Milieus größer ist, als es die Zahlen der Verfassungsschutzbehörden nahelegen.


04.12.2023

Fachtag: Ein Jahr Chancenaufenthaltsrecht in Bayern

Mit diesem Gesetz will die Bundesregierung langjährig geduldeten Personen einen Weg in einen regulären Aufenthalt ermöglichen und die Chance geben, die dafür notwendigen Integrationsleistungen nachzuweisen. Die Erfahrung der Beratungsstellen zeigt, dass die Absicht des Gesetzgebers in Bayern teilweise durch eine restriktive Behördenpraxis unterlaufen wird. Viele Betroffene können deshalb nicht von dem Gesetz profitieren. Diese und weitere Hürden in einen sichern Aufenthalt zu kommen, wollen wir gemeinsam diskutieren. Im Fokus soll dabei auch die Situation der Betroffenen selbst stehen, deren Anträge abgelehnt wurden oder die unter die Ausschlussgründe fallen. Durch fachlichen Input und vertiefende Workshops zu verschiedenen Aspekten des Chancenaufenthaltsrechts sollen die Probleme bei der Umsetzung des Gesetzes in Bayern herausgearbeitet und diskutiert werden. Gleichzeitig wollen wir uns über Lösungsstrategien austauschen.

Aus dem Fachtag sollen Forderungen an Politik und Verwaltung entwickelt werden: Welche Nachbesserungen am Gesetz braucht es? Wie muss eine Verwaltungspraxis aussehen, die der Intention des Gesetzes entspricht? Welche praktischen Probleme sehen wir, wenn es darum geht die notwendigen Integrationsnachweise zu erreichen, um in einen sicheren Aufenthalt zu kommen? Unsere Perspektiven und Forderungen werden wir anschließend in einer Podiumsdiskussion an Vertreter:innen aus Politik und Behörden herantragen.

Alle interessierten Geflüchteten, Haupt- und Ehrenamtliche sind herzlich eingeladen, ins Bellevue di Monaco zu kommen.

20.01.2024 -  Müllerstr. 2, München
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


04.12.2023

6 Mythen über Migration

Migrationspolitik steht in Europa derzeit ganz oben auf der politischen Agenda und in der öffentlichen Debatte. Die Robert Bosch Stiftung widerlegt einige der gängigsten Mythen über Migration mit Hilfe ihres Partners Mixed Migration Centre.


30.11.2023

Online-Seminar: Neues aus dem Asyl- und Aufenthaltsrecht

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz wurde beschlossen. Ein Gesetzesentwurf zum Staatsangehörigkeitsgesetz wird bereits diskutiert. Ein zweites Migrationspaket wird noch erwartet. In diesem online-Seminar wird es einen Überblick über die aktuellen Gesetzesvorhaben und -änderungen im Bereich Asyl und Flucht geben. Außerdem gibt es praktische Tipps in bestimmten Themen in der Geflüchtetenarbeit.

Das online-Seminar richtet sich an Interessierte und ehrenamtlich Engagierte in der Geflüchtetenarbeit. Vorkenntnisse im Asyl- und Aufenthaltsrecht sind notwendig.

06.12.2023 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


30.11.2023

Antifeminismus begegnen-Mediathek

Ob Artikel, Publikation oder Social-Media: Die Mediathek "Antifeminismus begegnen" des Gunda-Werner-Instituts sammelt On- und Offline-Medien, die sich mit Antifeminismus auseinandersetzen. Hinweise zum Einsatz der Materialien sowie ein filterbares Suchtool ergänzen das neue Angebot. Medienempfehlungen für die Mediathek können gerne proaktiv eingesendet werden. Das Angebot ist Teil des Begleitprojekts "Antifeminismus begegnen – Demokratie stärken".


29.11.2023

AUD-IQ

Im Sinne der Barrierefreiheit gibt es seit Juli ein neues Audio-Format der Fachstelle Anerkennung und Qualifizierung. Mit den AUD-IQs können unterwegs oder im Büro ausgewählte Beiträge zum Thema Anerkennung von ausländischen Abschlüssen angehört werden. In den nächsten Monaten werden aktuelle Themen ergänzt, so dass eine AUD-IQ-thek entsteht, die immer weiter anwächst.


28.11.2023

Factsheet: Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG für Ukrainer:innen und nicht-ukrainische Drittstaatsangehörige

Die EU hat sich am 4. März auf eine schnelle und unbürokratische Aufnahme von Schutz suchenden Menschen aus der Ukraine unter Anwendung der EU-Richtlinie geeinigt. In dem Factsheet werden die Voraussetzungen für die Aufenthaltstitel nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz, die möglichen Bleiberechtsregelungen, die Niederlassungserlaubnis und die Einbürgerung dargestellt.


28.11.2023

FRESH – Frauen Empowerment Schleswig-Holstein

FRESH ist ein individuell ausgerichtetes Qualifizierungsprogramm für Frauen mit Migrationserfahrungen zur Teilhabe am Berufsleben.
 
Das Projekt »FRESH – Frauen Empowerment Schleswig-Holstein« wird im Rahmen des Programms »MY TURN – Frauen mit Migrationserfahrung starten durch« durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

Zunächst findet ein persönliches Einzelgespräch statt. Hier wird geprüft, mit welchen Angeboten der ratsuchenden Frau geholfen werden kann. Gemeinsam mit unseren Beraterinnen kann so ein individuell gestalteter Plan erstellt werden. In weiteren Einzelgesprächen und/oder Workshops erweitern die Teilnehmerinnen ihre alltagsnahe Sprachkompetenz, ihre PC-Kenntnisse und ihre arbeitsmarktorientierte Grundbildung. Sie gewinnen durch Austausch neue Perspektiven. Durch die Projektteilnahme werden Migrantinnen empowert und ermutigt, individuelle berufliche Ziele zu entwickeln und mit Unterstützung im Projekt Schritt für Schritt zu realisieren. Das Ziel ist es, dass die Frauen ins Arbeitsleben integriert werden. Dabei unterstützt das Frauennetzwerk mit allen teilnehmenden Kooperationspartnerinnen.


27.11.2023

Fachtag: Soziale Diagnostik und Falleinschätzung in der Extremismusprävention – Perspektiven, Prozesse und Anwendung im Alltag

Wie kann Soziale Diagnostik zu einem erfolgreichen Distanzierungsprozess beitragen? Ein wesentlicher Bestandteil für einen gelingenden Beratungsprozess ist das Fallverstehen. Um fachlich fundiertes, professionelles Handeln in einem so sensiblen Handlungsfeld wie der Extremismusprävention sicherzustellen, ist ein anwendungsorientiertes und praxisnahes Diagnostikverfahren daher essenziell.

Die konkreten Herangehensweisen an Diagnostik und Falleinschätzung unterscheiden sich je nach trägerspezifischer und fachlicher Perspektive. Diese fachliche Diversität ist Ausdruck einer komplexen Antwort auf ein komplexes Phänomen – und international fast einzigartig. Das Team von Violence Prevention Network hat in den letzten Jahren viele Ressourcen in die Weiterentwicklung der eigenen Sozialen Diagnostik im Extremismuskontext investiert: Bestehende Verfahren wurden systematisch überprüft und auf Basis neuester Forschungserkenntnisse zu Radikalisierung und Distanzierung ergänzt. Die Anwendbarkeit im realen Praxisalltag der Berater*innen wurde getestet. Begleitend zu diesem Prozess wird aktuell eine App entwickelt, in die wir Ihnen im Rahmen der Fachtagung bereits ein paar erste Einblicke geben können. Ziel der App wird sein, die Anwendung des sozialdiagnostischen Verfahrens zu erleichtern und Digitalisierungsprozesse voranzutreiben.

28.11.2023 - Alt-Reinickendorf 25, 13407 Berlin
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


27.11.2023

Bericht: Auseinandersetzung mit antimuslimischem Rassismus unter (potenziell) betroffenen Jugendlichen

Der Bericht thematisiert antimuslimischen Rassismus als fortlaufendes Problem im Alltag muslimischer oder als muslimisch gelesener junger Menschen sowie den Bedarf an Angeboten für eine pädagogische Auseinandersetzung und Aufarbeitung von Diskriminierungserfahrungen unter (potenziell) Betroffenen. Im ersten Teil des Berichts wird die pädagogische Praxislandschaft zur Auseinandersetzung mit antimuslimischem Rassismus unter (potenziell) betroffenen Jugendlichen untersucht. Die Datengrundlage für diese von Annika Jungmann und Joachim Langner für die AFS vorgelegte Analyse stellt eine systematische Recherche von Jan Düsterhöft und Prof. Riem Spielhaus (Georg-Eckert-Institut für Schulbuchforschung), die den zweiten Teil dieses Berichts bildet. Basierend auf der Recherche zeigt die Analyse mit Blick auf die Strukturdaten und die pädagogische Ausrichtung der Akteur:innen und Angebote einerseits eine strukturelle Konsolidierung des relativ jungen Angebotsspektrums. Andererseits verweist sie auf Entwicklungspotentiale und Bedarfe insbesondere bei der unmittelbaren Unterstützung junger Betroffener. Es wird weiterhin deutlich, dass es kaum Angebote gibt, die sich speziell auf die konkreten Bedarfe der jungen Menschen fokussieren, die von antimuslimischem Rassismus betroffen sind. Diese wenigen Angebote werden i.d.R. eigenfinanziert von „Selbstorganisationen*“ mit islamischem und/oder (post-)migrantischem Profil. Das kann auf einen Bedarf einer Förderung für eben solche Angebote hindeuten. Die Analyse der Rechercheergebnisse verweist außerdem auf demokratiefördernde Zieldimensionen der Angebote, die eng mit deren pädagogischer Arbeit verbunden sind. In der pädagogischen Auseinandersetzung mit antimuslimischem Rassismus unter (potenziell) betroffenen Jugendlichen finden sich somit Anknüpfungspunkte für die Praxis pädagogischer Demokratieförderung.


27.11.2023

Online-Seminar: Weibliche Genitalverstümmelung im Zusammenhang mit Flucht und Asyl: Vorkommen und soziokulturelle Hintergründe, proaktive und kultursensible Beratung und Unterstützung

Einschätzungen zufolge sind mehr als 200 Millionen Mädchen und Frauen weltweit von Genitalverstümmelung (Englisch FGM/C: female genital mutilation/ cutting) betroffen. Dieser Eingriff hat bei den Betroffenen körperliches aber auch seelisches Leid zur Folge, welches die Betroffenen oft lebenslang begleitet. Auch in Deutschland stellt die Thematik im Zusammenhang mit Flucht und Migration ein dringendes und wichtiges Anliegen dar; Tausende Frauen und Mädchen sind betroffen und viele weitere gelten als gefährdet. Aus diesem Grund möchte die Kontaktstelle für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland des DeBUG-Projekts („Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften (DeBUG)") für den Themenkomplex FGM/C im Zusammenhang mit Flucht und Asyl sensibilisieren.

Das Onlineseminar bietet einen theoretischen Zugang zur Thematik an. Dabei werden unter anderem die Definitionen, die Klassifizierung sowie die kurz- und langfristigen Folgen der FGM/C erläutert. Das Onlineseminar greift zudem die historischen Ursprünge und die soziokulturellen Hintergründe auf. Des Weiteren werden Handlungs- Möglichkeiten und Empfehlungen für die Arbeit in Unterkünften für geflüchtete Menschen gegeben. In diesem Kontext bietet das Seminar Anregungen und Denkanstöße für die proaktive, kultursensible Beratung und Unterstützung von Betroffenen und gefährdeten Frauen und Mädchen. Hierbei wird auf eine gleichberechtige und respektvolle Basis in der Beratungsarbeit ein Fokus gelegt. Zusätzlich wird im Rahmen des Seminars auf den Themenkomplex Verstehen vs. Verständnis eingegangen.

15.11.2023 - Online
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23.11.2023

Ligante#6 – Radikalisierung als Bewältigungsstrategie?

Bei der Betrachtung des Einzelfalls werden mögliche Erklärungen für eine Radikalisierung oftmals auf der individuellen Ebene verortet – dies ergibt jedoch ein nur unvollständiges Bild. Mit der Ligante#6 möchten die Autor*innen die Diskussion um gesellschaftliche Zusammenhänge und Rahmenbedingungen in Hinblick auf eine islamistische Radikalisierung anregen. Zudem soll aufgezeigt werden, was im Bereich der Bildungs- und Präventionsarbeit diesbezüglich bereits umgesetzt wird und wie weitere Potenziale ausgeschöpft werden können.


22.11.2023

Community-basierte Anlauf- und Beratungsstellen für von Rassismus betroffene Menschen

Die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus, Reem Alabali Radovan, fördert ein neues Modellvorhaben: Wer von Rassismus betroffen ist, kann sich an 32 Anlauf- und Beratungsstellen bundesweit wenden.

Migrant*innen- und weitere Selbstorganisationen haben Anlauf- und Beratungsstellen aufgebaut, die über spezifisches Wissen zu Rassismus verfügen. Ratsuchende können sich nach einem rassistischen Vorfall an Berater*innen in ihrer Region wenden, die aus eigenem Erleben die Situation von Betroffenen verstehen. Die Beratungsstellen sind gerade in ländlichen und kleinstädtischen Räumen zu finden, in denen es bisher keine Beratungsmöglichkeiten gab. Neben der Beratung soll durch ein Monitoring der gemeldeten Fälle auch das Dunkelfeld rassistischer Vorfälle in Deutschland weiter erhellt werden.


22.11.2023

Workshop: Professionelles Nähe- und Distanzverhältnis im Arbeitsfeld Flucht und Migration

Diese berufliche Weiterbildung möchte sozialpädagogische-psychologische (Fach) Kräfte ansprechen, die in der Migrationsarbeit tätig sind.

Die berufliche Weiterbildung hat zum Ziel, Fachkräfte sowohl soziokulturell zu sensibilisieren als auch ihr Bewusstsein und ihre berufliche Haltung im Umgang mit Menschen zu traumatischen Erlebnissen, Ängsten und Blockierungen zu stärken.

Unter sehr belastenden Bedingungen müssen Fachkräfte der Migrationsarbeit vielfältige Herausforderungen meistern. Es leitet sich die Frage ab nach erweiterten Kompetenzen, nach einer authentischen Rolle und nach einem Wissen, die den professionellen Umgang mit herausfordernden Situationen erleichtern soll.

Oft ist es so, dass Fachkräfte in der (psycho-) sozialen Migrationsarbeit nicht mehr ausreichend gewappnet sind, um mit diesen Krisen klarzukommen. Mehr denn je bedarf es in unserer Gesellschaft einer besonderen Hinwendung zu den Themen von Flucht und Traumata sowie ein Verständnis der multiplen Krisenlagen inklusive biographischer Krisen und Prozessen in unterschiedlichen geographischen und kulturellen Zusammenhängen.

08.12.2023 - Mitternachtsgasse 4, Mainz
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


21.11.2023

Policy Brief: Racial Profiling bei Polizeikontrollen. Indizien aus dem SVR-Integrationsbarometer

Über diskriminierende Praktiken der Polizei wie das sogenannte Racial Profiling wird in Deutschland seit einigen Jahren diskutiert – wenn auch ohne eine belastbare, statistische Datengrundlage. Der wissenschaftliche Stab des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR) hat nun anhand einer bundesweiten repräsentativen Umfrage erstmals den Zusammenhang zwischen wahrgenommener phänotypischer Differenz und Polizeikontrollen für Deutschland untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Als ausländisch wahrgenommene Befragte werden etwa doppelt so häufig von der Polizei kontrolliert als solche, auf die das nicht zutrifft.

Für den Policy Brief wurden Daten aus dem SVR-Integrationsbarometer 2022 ausgewertet. Für die vierte bundesweite repräsentative Erhebung wurden zwischen Ende November 2021 und Anfang Juli 2022 insgesamt 15.005 Personen mit und ohne Migrationshintergrund befragt.


21.11.2023

Fortbildung: Jungen* in Armutsverhältnissen – Jungen*arbeit entgegen klassistischer Benachteiligung

Was prägt die Lebenswelten und die Zukunftschancen von Jungen* und männlichen* Jugendlichen mit Vielfaltsdimensionen in der heutigen Zeit? Die geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen und die Jungen*arbeit haben in den letzten Jahren gelernt, wichtige Erlebnisbereiche pädagogisch zu bearbeiten: Sexismus, Heteronormativität, Bewältigung von Männlichkeiten, Verarbeitung von Beeinträchtigung, Selbstbehauptung im Mediengebrauch, um nur einige zentrale zu benennen. Auch die soziale Lage wird zunehmend häufig in pädagogischen Angeboten berücksichtigt.

Klassismus hingegen erzeugt gläserne Barrieren, die oft übersehen werden: Wir konzentrieren uns auf Männlichkeiten und auf Migrationsgeschichten und vergessen, dass die ökonomischen Bedingungen Bildungszugänge gewähren oder verschließen. Und dabei bleiben die Betroffenen i.d.R. allein: Zu stark scheint das Beschämungspotential zu sein, um sich in einem „Klassenbewusstsein“ wiederzufinden.

Transkulturelle Jungen*arbeit hat Zugänge zu Jungen* in Armutsverhältnissen entwickelt, die ein Empowerment gegen Klassenbeschränkungen ermöglichen: Klassismus prägt Bildungs- und damit Zukunftschancen, jungen*gemäße Selbstbehauptung verspricht die Chance einer realen Teilhabe.

Die Veranstaltung beleuchtet folgende Aspekte:

  • Wie können Angebote der Jungen*arbeit gestaltet werden, die gegen (Selbst-)Beschränkungen unterstützen, aber nicht beschämend bei von Klassismus betroffenen Jungen* wirken?
  • Inwiefern hilft die Männlichkeitsreflexion bei der Überwindung von Armutsverhältnissen? Und warum müssen wir über die Berücksichtigung der sozialen Lage hinaus genauer auf Klassenverhältnisse schauen?
  • Ist ein Empowerment für Jungen* möglich und in welchem Verhältnis steht dies zur Selbstbehauptungsarbeit?
  • Wie können relativ „reiche“ und „bildungserfahrene“ Pädagog*innen mit Jungen* arbeiten, die von gläsernen Barrieren der Armut(sverhältnisse) betroffen sind? Welche Haltung und welche Zugänge müssen wir entwickeln?

05.12.2023 - Calenberger Esplanade 2, 30169 Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


20.11.2023

Podcast: True Criminology - Migration und Kriminalität?

Der Podcast True Criminology vermittelt grundlegende Ergebnisse der Kriminologie. Er bereitet dabei grundlegende kriminologische Fragen auf. In der 7. Folge geht es um die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Migration und Kriminalität.


20.11.2023

Seminar: „Haltung zeigen. Zum Dialog zwischen Polizei und Zivilgesellschaft.“ (Modul I)

Das Seminar richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Aktive der für Demokratie engagierten Zivilgesellschaft (Vereinen, NGOs, MSOs, Initiativen, Bündnisse etc.) aus Niedersachsen und Bremen. Eine Teilnahme ist nur in Kombination mit den Modulen II (28.02.-01.03.2024) und III (19.-21.04.2024) der gleichen Fortbildungsreihe möglich. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Bitte melden Sie sich bis spätestens 15.12.2023 an inkl. einer kurzen Angabe wo und wie Sie zivilgesellschaftlich aktiv sind.

22.01.2024 - 24.01.2024, Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e.V.
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


14.11.2023

Fortbildung: Gemeinwesen und Konflikttransformation - Kommunale Konfliktberatung

Gesellschaftliche Veränderungsprozesse bringen oft Herausforderungen mit sich, die an erster Stelle dort zum Vorschein kommen, wo Menschen Seite an Seite zusammenleben - in den Städten, Gemeinden und Stadtteilen. Als Ansprechpartner*in für Träger, Verwaltung und Politik werden Sie immer wieder beauftragt solche spannungsgeladene Konfliktsituationen im Quartier zu bearbeiten. Hiefür benötigen Sie Werkzeuge der Konfliktbearbeitung und die Möglichkeit diese entlang praktischer Beispiele zu erlernen und einzuüben.

In dieser Fortbildung lernen Sie, spannungsgeladene Veränderungsprozesse zu gestalten und nachhaltig zur Bearbeitung von damit einhergehenden Konflikten beizutragen. Dafür vertiefen Sie Ihr Konfliktverständnis und erlernen Methoden der Konfliktanalyse und Konfliktbearbeitung, die Sie anhand eines selbst gewählten Fallbeispiels anwenden. Sie schärfen Ihren Blick für Machtasymmetrien, Ihre eigene Rolle in Konfliktbearbeitung, sowie für externe Unterstützungsangebote. Als eine Form der externen Unterstützung lernen Sie die Kommunale Konfliktberatung kennen. Der prozessorientierte, systemische Ansatz setzt unterschiedliche Perspektiven und Interessen von Bevölkerungsgruppen in Zusammenhang und macht Konflikte damit bearbeitbar. Dieser Ansatz wird derzeit vom forumZFD sowie dem K3B – Kompetenzzentrum Kommunale Konfliktberatung des VFB Salzwedel umgesetzt.

Die Fortbildung ist Teil einer neuen Fortbildungsreihe zu integrativer Gemeinwesen-, Quartier- und Sozialraumarbeit. Mit der Belegung von mindestens drei Veranstaltungen und einem abschließenden Fachgespräch erhalten Sie ein Zertifikat der Bundesakademie für Kirche und Diakonie. Sie können die Veranstaltungen frei kombinieren und Ihren eigenen Schwerpunkt wählen.

23.11.2023 - 24.11.2023 in Berlin und online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


14.11.2023

Fachtag: Verstetigung von Rassismuskritik in der (sozialen und kommunalen) Arbeit mit Geflüchteten - aber wie?

Rassismus- und machtkritische, an den Bedarfen von Geflüchteten orientierte Ansätze sind in der Sozialen Arbeit mit Geflüchteten angesichts eines erstarkenden Rechtspopulismus dringend geboten, fehlen jedoch nach wie vor häufig. Beim abschließenden Fachtag des Projekts "Aus eigener Kraft" diskutieren die Projektmitarbeitenden mit (externen) Referent*innen und den Teilnehmenden über die erprobten Ansätze rassismuskritischer Arbeit im Bereich Flucht. Wir wollen zurückblicken auf die Ergebnisse des Projekts und zusammen über Wege debattieren, wie Rassimuskritik als Querschnittsthema in der sozialen Arbeit etabliert werden kann.

Folgenden Fragen werden zur Diskussion gestellt:

  • Wie können die Perspektiven von Geflüchteten dauerhaft strukturell verankert und regelmäßig mit in die Arbeit einbezogen werden?
  • Wie erreichen wir eine Verstetigung rassismuskritischer Perspektiven in Organisationen von freien Träger*innen und bei Kommunen?
  • Was benötigen Fachkräfte und Ehrenamtliche, um rassismuskritisch arbeiten zu können?

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an haupt- und ehrenamtlich in der Arbeit mit Geflüchteten Engagierte.

22.11.2023 - Ev. Tagungsstätte Haus Villigst
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


13.11.2023

Qualifizierung: Antisemitismus wirksam begegnen – eine Qualifizierung zum handlungssicheren Umgang in Strafvollzug und Bewährungshilfe

Die Train-the-Trainer-Qualifizierung „Antisemitismus wirksam begegnen“ stärkt Fachkräfte zivilgesellschaftlicher Organisationen in der Umsetzung zielgruppengerechter, innovativer und methodenvielfältiger präventiver Angebote im Strafvollzug. Durch Information und Sensibilisierung, praktische Übungen sowie individuelle Beratung können die Teilnehmenden nach dem Lehrgang wirksame antisemitismuskritische Maßnahmen der Distanzierungsarbeit und Extremismusprävention eigenständig umsetzen. Referent*innen aus ganz Deutschland führen in die verschiedenen Erscheinungsformen des Antisemitismus ein und üben in einem praktischen Methodenteil individuelle Handlungssicherheit. Bei der Konzeptionierung von neuen Ansätzen im eigenen Arbeitskontext werden die Teilnehmenden von zwei Experten aus den Phänomenbereichen Rechtsextremismus und islamistischer Extremismus in (digitalen) Einzel- oder Kleingruppencoachings beraten.

Termine

  • 18. und 19. April 2024
  • 13. und 14. Juni 2024
  • 5. und 6. September 2024
  • Donnerstags 10.00 – 17.00 Uhr
  • Freitags 09.00 – 16.00 Uhr

Zwei weitere Termine werden in Abstimmung mit den Teilnehmenden digital durchgeführt.

18.04.2024 - 06.09.2024 in Alt-Reinickendorf 25, 13407 Berlin
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


09.11.2023

PrEval-Fachtag 2023

Welche aktuellen Ent­wick­lungen sind in der Evaluations­forschung zu beobachten und was zeigt der inter­nationale Blick? Welche Methoden und Instru­mente erweisen sich für die Extremismus­prävention, politische Bildung und Demokratie­förderung als besonders ergiebig und welche Unter­stützungs­angebote werden benötigt, um nach­haltige Evaluations­strukturen zu stärken?  

Seit Oktober 2022 beschäftigt sich das Forschungs- und Transfer­vorhaben 
„PrEval - Zukunftswerkstätten” intensiv mit unter­schiedlichen Fragen rund um Evaluation und Qualitäts­sicherung in der Extremismus­prävention, Demokratie­förderung und politischen Bildung. 

Auf dem PrEval-Fachtag 2023 sollen erste Ergeb­nisse unserer Zukunfts­werkstätten vorgestellt und der Dialog zwischen Wissen­schaft, Präventions­akteur:innen sowie Politik und Verwaltung fort­geführt werden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mit­zu­disku­tieren.

39.11 - 01.12.2023 - Chausseestraße 111, 10115 Berlin
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


08.11.2023

Studie: Alle sollen teilhaben. Wie Kreise und kreisfreie Städte Integration neu denken

Der demografische Wandel und seine Folgen beeinträchtigen schon heute den Alltag vieler Menschen: Dorfläden und Gaststätten schließen, Ärzt:innen finden keinen Nachwuchs für ihre Praxen, vielerorts mangelt es an guten Löhnen und Arbeitsbedingungen, um die Menschen zu halten. Zuwanderung und ein konstruktiver Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt können Landkreisen und kreisfreien Städten dabei helfen, diese Herausforderungen zu bewältigen. Eine wachsende Zahl kommunaler Verantwortlicher verfolgt, auch deshalb, eine teilhabeorientierte Integrationspolitik. Sie wollen so in wichtigen Lebensbereichen wie Bildung, Arbeit, Gesundheit und Wohnen Teilhabehürden abbauen, wo sie den Einwohner:innen im Weg stehen – unabhängig davon, welchen Pass diese besitzen.

Die Publikation erscheint im Rahmen eines dreijährigen, von der Stiftung Mercator geförderten Forschungsprojekts zu teilhabeorientierter Integrationspolitik.


08.11.2023

Podcast: True Criminology

Kriminalität ist Grusel und Faszination zugleich. Ein Übermaß an Kriminalität wird häufig als Zeichen von Staatsversagen und einer gestörten sozialen Ordnung gesehen. Zugleich dient Kriminalität zur Unterhaltung: True Crime Formate stellen reale Kriminalfälle dar. Aber vermitteln diese Formate wirklich ein realistisches Bild von Kriminalität? Sicher nicht. Insbesondere durch die Schwerpunktsetzung auf schwere Gewalt- und Sexualdelikte tragen sie wohl eher zu einer verzerrten Wahrnehmung von Kriminalität bei.

Der Podcast von Dr. Nicole Bögelein, Universität zu Köln, und Prof. Dr. Gina Rosa Wollinger, Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW, will das Interesse an Kriminalität aufgreifen und die Diskussion mit wissenschaftlichen Erkenntnissen anreichern.


08.11.2023

Studie: Rassismus und seine Symptome

Bericht des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors mit Schwerpunkt Gesundheit

Viele Menschen in Deutschland erfahren Diskriminierung oder Rassismus. Diese Erfahrungen unterscheiden sich deutlich in ihrer Art, ihrer Häufigkeit, nach sozialen Gruppen, nach Merkmalen und nach den sozialen Räumen, in denen sie stattfinden. Dies zeigt der erste Bericht des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors. Der Bericht ist ein wichtiger Schritt für die Etablierung eines dauerhaften Monitorings in Deutschland. Er zeigt: Wiederholte Erfahrungen mit Diskriminierung und Rassismus haben Folgen für die Gesundheit und hängen nachweislich mit einem Vertrauensverlust in staatliche Institutionen zusammen – das kann die Demokratie schwächen und bedrohen.


07.11.2023

Sammelband: Kinder im Fokus der Prävention: Ausgewählte Beiträge des 27. Deutschen Präventionstages

„Kinder im Fokus der Prävention“ lautete das Schwerpunktthema des 27. Deutschen Präventionstages. Der Kongress fand unter den Bedingungen der Corona-Pandemie im Jahr 2022 als hybrider Kongress statt und wird in diesem Band umfassend dokumentiert. Der Dokumentationsband ist in vier Abschnitte untergliedert. Zunächst wird das besondere Kongresskonzept und das Programm, der Evaluationsbericht und die „Hannoveraner Erklärung“ dargestellt. Es folgen fünf wissenschaftliche Expertisen zu unterschiedlichen Aspekten des Schwerpunktthemas. Teil 3 umfasst die Schrift-fassungen von 19 Vorträgen. In Teil 4 erfolgt der Blick auf die Praxis durch elf sogenannte Praxisimpulse.


07.11.2023

Onlinefortbildung: Geschlechterreflektierte Arbeit mit geflüchteten Männern

Während sich in den vergangenen Jahren der Fokus der Unterstützungsarbeit verstärkt auf geflüchtete Frauen gerichtet hat, wird in letzter Zeit die Frage präsenter, wie geschlechterreflektiert und zugewandt mit geflüchteten Männern gearbeitet werden kann. Wie kann ein offener und nachhaltiger Dialog über Männlichkeits-Thematiken mit Männern gestaltet werden? Worauf gilt es zu achten, wenn ich möglichst männlichkeitszugewandt und -kritisch zugleich arbeiten möchte?

Der Onlineworkshop bietet einen ersten Einblick in das Themenfeld der geschlechterreflektierten und diskriminierungskritischen Männer-Arbeit und legt dabei einen Fokus auf die Lebenswirklichkeiten geflüchteter Männer.

Im ersten Teil der Veranstaltung bietet Olaf Jantz (mannigfaltig e.V.) seinem Input zum Thema „Transkulturelle Jungen*arbeit – Rassismuskritik, Männlichkeitsreflexion, Geschlechtervielfalt und andere Notwendigkeiten in der Unterstützung von männlichen* Geflüchteten“ an mit anschließender Möglichkeit zu Nachfragen und Diskussion. Im weiteren Verlauf der Fortbildung erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit zum Austausch und zur Reflexion der eigenen Praxis. 

16.11.2023 - Online
Weitzere Informationen sowie zur Anmeldung:


06.11.2023

Video-Podcast: Extremismus in Verbindung mit Organisierter Kriminalität

Im Rahmen des Projektes EXOR – Ausstieg aus ultramilitantem Extremismus in Verbindung mit Organisierter Kriminalität bringt der Video-Podcast praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Ansätze der Deradikalisierungs-, Ausstiegsarbeit und Rechtsextremismusforschung zusammen mit dem Ziel, Handlungsräume und Potentiale zu erörtern und für Praktiker im Feld zu erschließen.


06.11.2023

Online-Fachgespräch: Community-Building und Reichweite auf Social Media – was kann Präventionsarbeit lernen?

In der Extremismuspräventionsarbeit gewinnt Social Media immer mehr an Bedeutung. Häufig wird die Frage aufgeworfen, wie sich Praktiker*innen differenziert mit möglichen Maßnahmen der Extremismusprävention im Onlinebereich ihren Zielgruppen annähern können. Das Interesse bezieht sich meistens einerseits auf die zielgruppengerechte Konzeptionierung von entsprechendem Content auf Social Media und andererseits auch auf zielgerichtete Maßnahmen, die zur Steigerung der Reichweite sowie zum höheren Engagement in den Online-Räumen führen.

Welche digitalen Projekte der Extremismusprävention gibt es bereits auf internationaler Ebene? Was macht eine erfolgreiche Online-Community aus und wie gewinnt diese an Reichweite? Wie funktioniert Community-Building? Das sind Fragen, die unsere Referent*innen in kurzen Vorträgen behandeln.

  • Im ersten Vortrag beleuchtet Sally Hohnstein (Deutsches Jugendinstitut (DJI)) internationale Perspektiven zur Digitalität in der Extremismusprävention, indem sie Online-Angebot der Extremismusprävention innerhalb und außerhalb Deutschlands miteinander vergleicht.
  • In einem zweiten Vortrag wechseln wir von der wissenschaftlichen zur praktischen Perspektive: Lorenzo Liebetanz (CEOPS (AVP e. V.)) gibt Einblicke in die deutsche Praxisarbeit der Online-Extremismusprävention mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
  • Im dritten Vortrag verlassen wir kurz den expliziten Bereich der Extremismusprävention und richten unser Augenmerk auf die Potenziale des digitalen Marketings. Christian Büchler (Social Ninja GmbH) berichtet davon, wie digitale Sichtbarkeitsmaßnahmen nachhaltiges Online-Community-Building unterstützen können.

29.11.2023 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


02.11.2023

Studie: Was ist Clankriminalität?

Der Begriff ‚Clankriminalität‘ hat sich seit der zweiten Hälfte der 2010er Jahre in der medialen, sicherheitsbehördlichen, politischen und mittlerweile auch der wissenschaftlichen Kommunikation etabliert. Er ist Teil eines Diskurses zu unterschiedlichen Formen abweichenden Verhaltens migrantisierter bzw. ethnisierter Kollektive. Ziel dieser Arbeit ist es, mit dem Begriff assoziierte Konzeptualisierungen von ‚Clankriminalität‘ zu dekonstruieren und die Verwendung des Begriffs in medialen und politischen Kontexten zu analysieren.

Der Begriff „Clankriminalität“ ist konzeptuell unscharf und als analytische Kategorie problematisch. Das ist das Fazit einer neuen Studie der Hochschule für Polizei, der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und der Universität Bielefeld. Der Begriff werde wie selbstverständlich verwendet, obwohl er ständig andere Bedeutungen habe.


02.11.2023

Veranstaltung: Kommunen im Gespräch: Wie gehen wir mit den Auswirkungen des Nahost-Konflikts hier in Deutschland um?

Die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten sorgt auch hierzulande für Spannungen. In den hitzigen Auseinandersetzungen - beispielsweise um Demonstrationsverbote und Antisemitismusvorwürfe - können sich Verantwortliche im kommunalen Raum schnell zwischen den Fronten wiederfinden. Das forumZFD hat langjährige Erfahrung sowohl in der Arbeit mit Kommunen, als auch mit dem Kontext Nahost-Konflikt. 

In einer einstündigen Online-Veranstaltung bieten wir Raum für offenen Austausch und Orientierung im Umgang mit dieser herausfordernden Situation. 

Welche Fragen und Entscheidungen sind für Kommunen derzeit in Bezug auf die Debatte zum Nahostkonflikt besonders brisant? Wie wird in unterschiedlichen Kommunen damit umgegangen und welche Erfahrungen machen sie dabei? Welche weiteren Handlungsmöglichkeiten lohnt es sich, in den Blick zu nehmen?

08.11.2023 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


01.11.2023

Sammelband: Beratung zu Rechtsextremismus und Demokratiegefährdung. Konzepte – Herausforderungen – intersektionale Perspektiven

Der Band versammelt praktische und wissenschaftliche Perspektiven auf die Beratungs- und Netzwerkarbeit im Themenfeld Rechtsextremismus und demokratiegefährdender Entwicklungen. Er gibt Anregungen für einen intensiven Praxis-Wissenschaftsaustausch, eine Weiterentwicklung der Beratungsarbeit und wendet sich mit Einblicken in die Beratungspraxis und ihre theoretischen Grundlagen an alle, die das Berufsfeld der Beratung gegen Rechtsextremismus besser verstehen und in ihm arbeiten wollen. Er bezieht sich dabei besonders auf die dreißigjährige Praxisexpertise Mobiler Beratung gegen Rechtsextremismus.


01.11.2023

Fortbildung „Kommunal. Innovativ. Präventiv.“

Die Fortbildung „Kommunal. Innovativ. Präventiv.“ richtet sich bundesweit an behördliche Fachkräfte in den Verwaltungen von Landkreisen, Städten und Gemeinden, die den Themenbereich Radikalisierungsprävention bzw. Extremismusprävention bearbeiten oder sich für die Förderung gesellschaftlichen Zusammenhalts einsetzen. Die Fortbildung ist passgenau auf die Bedarfe kommunaler Fachkräfte zugeschnitten. Im Fokus stehen die Vermittlung aktueller Wissensstände, die Erarbeitung von Schlüsselkompetenzen und innovativer Perspektiven sowie der Austausch über Herausforderungen und gelingende Ansätze kommunaler Radikalisierungsprävention.

Vier Fortbildungsblöcke von je zwei Tagen werden durch digitale Selbstlerneinheiten ergänzt, die eigenverantwortlich bearbeitet werden. Zentral sind dabei: Praxisrelevanz, Anwendbarkeit und interkommunales Lernen. Jedes Modul erlaubt den Teilnehmenden eine Strategie zu entwickeln, wie sie das behandelte Thema in ihren eigenen Arbeitskontext integrieren können. Zusätzlich bietet die Fortbildung immer wieder Räume für den intensiven, kollegialen Austausch kommunaler Fachkräfte.

Durchgeführt wird die Fortbildung vom multiprofessionellen Team des Modellprojekts „Kommunale Fachberatung“ sowie einschlägiger Expert*innen aus Kommunalverwaltung, zivilgesellschaftlicher Beratungs- und Präventionspraxis und Wissenschaft. Die Teilnahme ist kostenlos. Fahrtkosten und Übernachtungskosten können leider nicht übernommen werden.

Das Team der Kommunalen Fachberatung bietet vorab zwei digitale Informationsveranstaltungen an, damit Interessierte sich ein Bild der Fortbildung machen können. Die Informationsveranstaltungen finden online statt am 02. November 2023 (14.00 – 15.30) und am 29. November 2023 (10.00 – 11.30).

24.01.2024 - 19.09.2024 in Kassel Wilhelmshöhe
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


31.10.2023

Kinderbücher für eine vorurteilsbewusste und inklusive Bildung

Die AG Aktualisierung der Fachstelle Kinderwelten scannt den deutschen Kinder­buchmarkt stetig nach Kinderbüchern für die vorurteilsbe­wusste, inklusive pädagogische Praxis. Die Mitglieder der AG suchen Kinder­bücher, die die verschiedenen Lebens­welten der Kinder und die tatsächliche gesellschaftliche Vielfalt diskriminie­rungssensibel widerspiegeln. In kurzen Rezensionen wird der Inhalt zusammengefasst, und es wird auf besonders gelungene Aspekte und auf mögliche Einseitigkeiten oder Leer­stellen hingewiesen. Die neueste Empfehlungsliste mit Büchern für sechs­jährige bis neunjährige Kinder finden Sie in unserer Materialdatenbank zum Download.


30.10.2023

Fachtagung: Rassismus macht krank

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten werden Aspekte des Phänomens Rassismus im Gesundheitswesen, Lösungsansätze und Strategien analysiert.
Die Tagung richtet sich an Akteure aus den Bereichen Medizin, Soziales, Politik und Zivilgesellschaft.  Sie bietet auch einen geeigneten Rahmen, eigene Impulse zum Thema einzubringen und für weitere Vernetzungsmöglichkeiten.

18.11.2023 - Domplatz 3, Frankfurt am Main
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


30.10.2023

MIAU! Migrant*innen aktiv unterwegs

MIAU! entwickelt und erprobt innovative, digitale Formate der politischen Bildung mit und für Menschen mit Migrationsgeschichte. Im Fokus stehen dabei Methoden in „Snack-Größe“ zur Thematisierung von, Sensibilisierung für und Stärkung des Engagements gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (z.B. Rassismen, Antisemitismus, Sexismus, LGBTIQ-Feindlichkeit…) und Rechtsextremismus sowie Rechtspopulismus in digitalen Räumen.

Im Rahmen des Projektes vernetzen wir vor allem Mikro-Influencer*innen mit Migrationsgeschichte und sensibilisieren diese Multiplikator*innen für menschenfeindliche Narrative und Strategien. Gemeinsam arbeiten wir an der Erweiterung und Verbreitung von Urteils- und Handlungsmöglichkeiten zum Erkennen und Enttarnen rechtsextremistischer Narrative und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie zum intervenierenden Eingreifen insbesondere in Kommunikationsräumen migrantischer Communities.

Das heißt: MIAU! unterstützt Menschen dabei, sich in und mit ihren Communities gegen Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Internet zu engagieren. MIAU! ist für diejenigen da, die Hass und Hetze in ihren digitalen Lebenswelten ablehnen, aber (bisher) keine Möglichkeiten zum aktiven Umgang damit gefunden haben – die aber zur Meinungsbildung beitragen und Verantwortung für die Kommunikation in ihren Social-Media-Spaces übernehmen möchten.


26.10.2023

Policy Paper: Empfehlungen für den Gewaltschutz geflüchteter Menschen im Kontext der Notunterbringung

Die „Bundesinitiative zum Schutz geflüchteter Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ arbeitet seit 2016 daran, die Bedingungen für den Schutz vor Gewalt für geflüchtete Menschen in den Unterkünften zu verbessern. Aus diesem Grund wurden gemeinsam die Mindeststandards zum Schutz geflüchteter Menschen in Flüchtlingsunterkünften entwickelt und verbreitet. Die Mindeststandards zeigen, wie bedarfsgerechter Schutz von geflüchteten Menschen, insbesondere von vulnerablen Gruppen, in Unterkünften sichergestellt werden kann.

Das Policy Paper richtet sich an politische Entscheidungsträger*innen mit dem Ziel, den Gewaltschutz für geflüchtete Menschen auch bei der Unterbringung in Notunterkünften sicherzustellen.


25.10.2023

Illustrationen zur Erklärung des Asylverfahrens und weiteren Möglichkeiten des Aufenthaltes für unbegleitete geflüchtete Kinder und Jugendliche

Dieses Heft bündelt Illustrationen, die einen visuellen Einblick über das Asylverfahren und weiteren aufenthaltsrechtlichen Perspektiven in Deutschland geben. Es werden Behörden, Einrichtungen und Menschen vorgestellt, denen unbegleitete minderjährige Geflüchtete nach ihrer Ankunft und auf ihrem Weg begegnen.

Der Aufbau orientiert sich an dem Heft “Das Asylverfahren. Deine Rechte, deine Perspektiven - erklärt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ und kann analog dazu verwendet werden.


25.10.2023

Onlinefortbildung: Rassismus gegen Sinti* und Roma*

Der Schwerpunkt des Workshops bezieht sich auf die Jahrhunderte lange Verfolgung, Ausgrenzung bis hin zu dem Versuch, die Minderheit zu vernichten. Der Rassismus gegen Sinti* und Roma* ist tief verwurzelt und wird bis heute lediglich als Randphänomen betrachtet.

Aktuelle Studien und öffentliche Debatten zeigen deutlich, dass die größte Minderheit Europas noch bis heute vielerorts Diffamierung, Diskriminierung und sozialer sowie politischer Marginalisierung ausgesetzt ist.

Was das aktuell für die Menschen der Minderheit bedeutet und wie es langfristig zum Abbau von diesem spezifischen Rassismus kommen kann, wird versucht, alltagstauglich und interaktiv im Workshop darzustellen. Ziel ist hierbei die kritische Reflexion der eigenen Denk- und Verhaltensmuster, um Rassismus gegen Sinti* und Roma* entgegenzuwirken.

15.11.2023 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


24.10.2023

Online-Schulung: Traumata bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen

Auslöser für Traumata bei Kindern und Jugendlichen sind divers:Gewalterfahrungen in der Familie, der Verlust einer Bezugsperson oder etwa grundlegende Veränderungen von Lebensbedingungen bei nationalen und internationalen Krisensituationen.
Es ist beispielsweise davon auszugehen, dass viele minderjährige Geflüchtete emotional sehr belastet sind – aufgrund schwieriger, traumatischer Erfahrungen im Herkunftsland und auf der Flucht und nicht zuletzt aufgrund ihrer Situation in Deutschland.
Die Tagesschulung gibt eine Einführung in das Thema und gemeinsam erarbeiten die Teilnehmenden Antworten auf Fragen rund um das Thema Trauma. Die Teilnehmenden lernen was ein Trauma ausmacht, lernen Traumafolgen und die posttraumatische Belastungsstörungen kennen sowie mögliche Anzeichen und Symptome. Ebenso lernen sie, einen sensiblen und wertschätzenden Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu finden, um ihnen und ihren Eltern unterstützend beizustehen – ohne dabei die eigene Selbstfürsorge aus den Augen zu verlieren.

01.12.2023 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


23.10.2023

Online-Fachtagung: Ältere Geflüchtete. Herausforderungen und Praxisansätze

Deutschland ist seit vielen Jahrzehnten Ziel von Schutzsuchenden aus der ganzen Welt. Die meisten Menschen, die ihr Land zwangsweise verlassen, sind im jüngeren und mittleren Lebensalter. Im Jahr 2021 waren nur 1,1 Prozent der Asylantragstellenden (Erstanträge) in Deutschland älter als 60 Jahre. Ältere Menschen verbleiben oftmals am Wohnort oder fliehen lediglich in benachbarte Gebiete. Mit dem Krieg in der Ukraine haben sich die Zahlen der Geflüchteten über 60 Jahre deutlich nach oben korrigiert.

Ziel der Veranstaltung ist es, ein bisher wenig beachtetes Thema einer größeren Fachöffentlichkeit zugänglich zu machen. Neben theoretischen Inputs stellen sich Praxisprojekte aus dem Bundesgebiet vor, die erste Ansätze der Arbeit mit älteren Geflüchteten erproben. Zielgruppe der Veranstaltung sind Fachkräfte aus den Bereichen der offenen Altenhilfe, Pflege, Seniorenvertretungen, Sozialen Arbeit, Flüchtlingssozialarbeit sowie den Interessenvertretungen von Geflüchteten.

16.11.2023 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


23.10.2023

Silent Voices. Betroffenen eine Stimme geben

Im Projekt sollen interaktive Videoclips zur „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (GMF) entstehen, die sich vor allem auf die Perspektive der Betroffenen fokussieren und verschiedene Konfliktsituationen in sozialen Medien darstellen.
Es sind Videos zu insgesamt neun GMF-Phänomenen geplant:

  • Ableismus,
  • Homophobie/Transphobie,
  • Rassismus,
  • Klassismus,
  • Antiziganismus,
  • Abwertung von Geflüchteten,
  • Antisemitismus,
  • Sexismus und
  • antimuslimischer Rassismus

Mit interaktiven Tools werden die Nutzer*innen in einen Dialog mit den von GMF betroffenen Personen versetzt. Neben einführenden Hintergrundinformationen zu den Gefahren von GMF im Netz, werden die Nutzer*innen auch mit konkreten Beispielen aus sozialen Medien konfrontiert. Anhand dieser sollen verschiedenste Handlungsoptionen im Umgang mit GMF in sozialen Medien aufgezeigt und nachhaltig für das Themenfeld sensibilisiert werden.


16.10.2023

Safe(r) Spaces. Respektvoll kommunizieren im digitalen Raum

Das Projekt „Safe(r) Spaces“ stellt ein Medien- und Kommunikationsangebot bereit, das niederschwellig Extremismusprävention im digitalen Raum ermöglicht und die Lebenswelt der Zielgruppe (Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren) berücksichtigt.

In dem Projekt entstehen interaktive Videoclips zur „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (GMF), die sich vor allem auf die Perspektive von Betroffenen fokussieren und verschiedene Konfliktsituationen in sozialen Medien darstellen. Mit interaktiven Tools werden die Nutzer*innen dabei in einen Dialog mit den von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit betroffenen Personen versetzt und neben einführenden Hintergrundinformationen zu den Gefahren von GMF im Netz auch mit konkreten Beispielen aus sozialen Medien konfrontiert.

Die Videos werden online auf einer eigenen Homepage abrufbar sein und sollen den Nutzer*innen verschiedenste Handlungsoptionen im Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in sozialen Medien aufzeigen sowie nachhaltig für das Themenfeld sensibilisieren.


12.10.2023

Podcast: Verschwörungsglaube bei Erwachsenen

Von Echsenmenschen, Chemtrails und implantierten Chips – Verschwörungsmythen scheinen häufig zu absurd, um weitere Diskussionen zu verdienen. Doch spätestens seit der Corona-Pandemie und den Querdenken-Protesten hat sich gezeigt, dass Verschwörungsmythen nicht nur wilde Phantasien von einzelnen, verwirrten Menschen sind. Sie sind anschlussfähig an Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft und verbreiten sich rasant. Vor allem ältere Erwachsene glauben an Verschwörungsideologien und verbreiten diese. Woran liegt das? Welche Funktion haben Verschwörungsideologien und welche psychischen Bedürfnisse erfüllen sie? Welche Herausforderungen stellen sich für eine demokratische Gesellschaft?


11.10.2023

Praxishandbuch: Rassismus. Leitfaden für Migrant*innenselbstorganisationen

Das Praxishandbuch: Rassismus bietet migrantischen Vereinen und Initiativen eine Arbeitshilfe für ihr Engagement gegen Rassismus. Es beinhaltet praktische Empfehlungen für die Planung und Durchführung von Veranstaltungen sowie einen Überblick über mögliche Tätigkeitsfelder antirassistischer Arbeit.