Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Information, neue Publikationen und Hinweise zu Integrations- und Migrationsthemen sowie zur Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus.

 

07.04.2021

ZEMIGRA–Podcasts

Das Zentrum für Migration und Arbeitsmarkt (ZEMIGRA) bietet als digitale Informationsstelle Hilfe bei Fragen der Arbeitsmarktintegration zugewanderter Menschen. In den ZEMIGRA–Podcasts gehen sie unterschiedlichen Themen im Bereich Migration und Arbeitsmarkt auf den Grund und sprechen mit ausgewählten Expert/-innen.


07.04.2021

LOVE-Storm – Gemeinsam gegen Hass im Netz

Hass im Netz bedroht die Demokratie und die freie Meinungsäußerung. Massiv wie noch nie werden Menschen, die sich im Internet engagieren, beschimpft, beleidigt und erniedrigt. Es geht den Angreifer*innen darum, ungewollte Meinungen und Menschen aus dem Netz zu verbannen. Zu viele Angegriffene verstummen. Zuschauer*innen schrecken ebenfalls vor der Gewalt zurück oder übernehmen sogar den scheinbaren „Mehrheitswillen“.

Dagegen tritt LOVE-Storm als Trainings- und Aktionsplattform gegen Hasskommentare und Cybermobbing an. Wie schon in den 1990er und 2000er Jahren in denen hunderttausende Menschen Zivilcourage trainierten, gibt es auch heute wieder zigtausende Menschen, die sich gegen Hass und Erniedrigung wehren und das Internet als Raum der freien Rede verteidigen wollen. Aber oft wissen Sie nicht wie.

Zur Umsetzung des Zivilcourage-Konzepts im Netz hat LOVE-Storm bewährte Konzepte von Trainings, Telefonketten und Nachbarschaftsorganisation an den digitalen Raum angepasst.


06.04.2021

Handreichungen zur diskriminierungssensiblen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Die beiden Handreichungen thematisieren die Schrift- und Bildsprache in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie sollen helfen, ein stärkeres Bewusstsein gegenüber Rassismus und anderen Formen der Diskriminierung zu erlangen und im eigenen Arbeitskontext zu vermeiden. Ziel ist es, ein gleichberechtigtes und respektvolles Miteinander zu stärken. Die Handreichungen bieten grundlegende Informationen zur Thematik, Empfehlungen zur Umsetzung diskriminierungssensibler Texte und Bilder sowie gelungene Beispiele aus der Praxis.


06.04.2021

Online-Ausstellung zu den Aktionswochen gegen Diskriminierung

Im November hatten oeins und Radio Globale in Zusammenarbeit mit vielen Kooperationspartner*innen mit den Aktionswochen gegen Diskriminierung – für mehr Toleranz und Respekt ein umfangreiches Programm im Radio und TV gesendet. Aufgrund der guten Resonanz und der vielen Nachfragen sind die Beiträge nun als Online-Ausstellung zeitunabhängig zu lesen, hören oder sehen.

Zur Ausstellung:


05.04.2021

Seminar: Unsäglich - Reflexionsraum für politisch korrekte Sprache

Sprache schafft Wirklichkeiten und im sozialpädagogischen Handlungsfeld ist die Sprache neben analogen Mitteln ein wichtiges Medium, in Kontakt zu kommen sowie Veränderungs- und Klarlegungsprozesse anzuregen. Die Auseinandersetzung mit der Macht von Sprache und ihren möglichen Wirkungen ist daher insbesondere in diesem Kontext sinnvoll und wichtig. Bewusst oder unbewusst können mittels Worten Ungleichbehandlung und Ausgrenzung z. B. aufgrund von Herkunft, sexueller Orientierung oder Hautfarbe stattfinden. Struktureller Rassismus und andere diskriminierende Strukturen werden gefestigt. Eine bewusste, diskriminierungssensible Sprache ist ein Mittel, um Jugendarbeit und –hilfe inklusiv(er) zu gestalten. Sie trägt dazu bei, Schutzräume für von Diskriminierung betroffene junge Menschen zu schaffen und setzt Impulse für die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Ungleichheiten. Die Debatte um gesellschaftlich sanktionierte Worte, z. B. zu redaktionellen Eingriffen in der Kinder- und Jugendliteratur, braucht jedoch gute Argumente, um ein Mitdenken sowie die Reflexion und ggf. Veränderung von Einstellungen anzuregen. Das Seminar bietet Gelegenheit, Argumente zwischen »Das sagt man nicht!« und »Das wird man wohl noch sagen dürfen!« kennenzulernen. In einem Gedanken- und Reflexionsraum geht es nicht um das »Recht haben«, sondern um die Auseinandersetzung mit Meinungen und Haltungen, die für eine gerechte und bewusste Sprache werben.

17.06.2021 -  Eubaer Str. 233, 09128 Chemnitz
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


01.04.2021

Seminar: Verlernen erwünscht: Rassismuskritisch im Kontext Flucht und Migration

Die Lebensrealitäten junger Menschen mit Flucht-/Migrationserfahrung bzw. junger Menschen of Colour sind von unterschiedlichen Rassismuserfahrungen geprägt. Anfeindungen im öffentlichen Raum oder in der Schule, rassistische Polizeikontrollen und Benachteiligungen bei der Ausbildungsplatz- oder Wohnungssuche sind nur einige der offensichtlichsten Beispiele. Rassismus findet jedoch auch auf viel subtilere Weise statt, so dass dieser teilweise unerkannt bleibt und auch ungewollt und unbemerkt Eingang in die pädagogische Praxis findet. Das Seminar eröffnet den Raum dafür, den eigenen Umgang mit jungen Menschen mit Migrationsgeschichten sowie die institutionelle Praxis, Prozesse und Strukturen zu reflektieren. Es vermittelt Fachwissen über Rassismus und bietet eine Einführung in den Ansatz der rassismuskritischen Migrationspädagogik. Die Teilnehmer*innen werden eingeladen, ihrem Wissen über geflüchtete und migrantisierte Menschen auf die Spur zu gehen und die Perspektive zu wechseln. Dabei werden auch Gefühle einbezogen und thematisiert. Das Erkennen von Rassismus und rassistischen Zuschreibungsmustern wird so eingeübt und ein Aufbrechen eindeutiger Unterscheidungen und Zugehörigkeiten ermöglicht. Auf dieser Basis sollen das Handeln gegen Rassismus gestärkt und Perspektiven für eine pädagogische Praxis eröffnet werden, welche den Weg für Empowerment ebnet.

08.06.2021 - 09.06.2021, Haus Grillensee Freizeit- und Bildungszentrum, Ammelshainer Str. 1, 04683 Naunhof
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


31.03.2021

Center für Monitoring, Analyse und Strategie (CeMAS)

Das gemeinnützige Center für Monitoring, Analyse und Strategie (CeMAS) bündelt jahrelange interdisziplinäre Expertise zu den Themen Verschwörungsideologien, Desinformation, Antisemitismus und Rechtsextremismus. CeMAS adressiert aktuelle Entwicklungen innerhalb der Themenfelder online durch systematisches Monitoring zentraler digitaler Plattformen und moderner Studiendesigns, um so innovative Analysen und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Darüber hinaus berät CeMAS Entscheidungsträger:innen aus Zivilgesellschaft, Medien und Politik.

Ziel von CeMAS ist es, die Gesellschaft zu befähigen, Verschwörungsideologien, Desinformation, Antisemitismus und Rechtsextremismus im Rahmen aktueller Problemlagen und zukünftiger Krisen aktiv entgegentreten zu können. Dazu werden demokratiefeindliche Tendenzen frühzeitig erfasst und analysiert. CeMAS stellt seine Analysen verschiedenen gesellschaftlichen Akteur:innen zur Verfügung, um ihnen zu ermöglichen, gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen konstruktiv zu begegnen.

Das Center für Monitoring, Analyse und Strategie sieht sich dabei dezidiert an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Journalismus und Gesellschaft. Spätestens die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig das Zusammendenken gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Perspektiven ist. Die Monitoring- und Forschungsarbeiten sind handlungsorientiert und vereinen Erkenntnisse aus Wissenschaft, Journalismus und Zivilgesellschaft.


31.03.2021

Online-Veranstaltung: Schubladen auf - Vorurteile und systemische Perspektiven

Bereits in den ersten Augenblicken, in denen wir Menschen wahrnehmen, kommen Bilder in uns auf, die wir unserem Gegenüber zuschreiben. Vielfältige Zugehörigkeiten werden zumeist durch erste sichtbare Merkmale reduziert. So wird schnell und unbewusst äußeren Kriterien wie dem Aussehen, der (nationalen) Herkunft oder der Sprache auf Eigenschaften und Gruppen-Zugehörigkeiten geschlossen. Leicht kann es daher passieren, dass in der sozialpädagogischen Arbeit mit jungen Menschen wichtige Aspekte übersehen werden, Handlungsstrategien ins Leere laufen oder Interaktionen nicht gelingen. Hier gilt es, inne zu halten und sich darüber bewusst zu werden, worauf die Aufmerksamkeit gerichtet ist und welche Kriterien gerade handlungsleitend sind. Ansätze des systemischen Arbeitens rücken unterschiedliche Sichtweisen, Sprache und Haltung(en) in den Mittelpunkt. Verknüpft mit Aspekten der vorurteilsbewussten Pädagogik helfen sie dabei, die Perspektive zu erweitern und neue Ideen zu entwickeln. Mit Allparteilichkeit und Ressourcenorientierung, der Haltung des Nichtwissens und Wertschätzung kann so eine Voraussetzung für ein gelingendes Miteinander ge- und erschaffen werden.

14.04.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


30.03.2021

Studie: Preventing Harm, Promoting Rights: Achieving Safety, Protection And Justice For People With Insecure Residency Status

Im Februar 2021 hat die Platform for international cooperation on undocumented migrants (PICUM) die Studie „Preventing Harm, Promoting Rights: Achieving Safety, Protection And Justice For People With Insecure Residency Status“ veröffentlicht, in der verschiedene EU Richtlinien, Aktionspläne und Strategien untersucht wurden, um die vorhandenen Rechte und Schutzmöglichkeiten für irreguläre Migrant*innen zu prüfen und Handlungsempfehlungen für die Europäische Union aufzuzeigen.


30.03.2021

Online-Seminar: Unterbringung und Versorgung Geflüchteter mit Behinderung

Oft stellt die Unterbringung Geflüchteter mit Behinderung und Pflegebedarf eine große Herausforderung für die Länder und Kommunen dar. Aber auch die Leistungen und Anschluss-versorgungen, die für die Geflüchteten mit Behinderung und schweren Krankheiten möglich sind, sind teilweise im Antragsverfahren und der Zugangsberechtigung nicht immer bekannt.
Das Online-Seminar „Unterbringung und Versorgung Geflüchteter mit Behinderung“ informiert und gibt Orientierung. Experten vermitteln den Teilnehmenden neben theoretischem Wissen auch Best Practice Beispiele und zeigen zukünftige Handlungsmöglichkeiten auf, die in der Unterbringungspraxis relevant sind. Auf diese Weise werden Hemmschwellen abgebaut, Kooperationen und Wissen von erfahrenen Partnern dieser Bereiche zu nutzen.

23.04.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


29.03.2021

Recherche: Mehr Vielfalt bei der Polizei

In vielen Bundesländern steigt der Anteil von neu eingestellten Polizist*innen mit "Migrationshintergrund". Das zeigt eine Recherche des MEDIENDIENSTES. Zum ersten Mal konnte auch die Bundespolizei Daten zu ihren Mitarbeiter*innen vorlegen.

Zum vierten Mal hat der MEDIENDIENST Daten zu Polizist*innen mit Migrationshintergrund erhoben. Die Bundespolizei sowie neun Landespolizeien konnten Angaben machen. Das Ergebnis: In den meisten Bundesländern ist der Anteil der neu eingestellten Polizist*innen mit Einwanderungsgeschichte in den letzten Jahren gestiegen.


29.03.2021

Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften (DeBUG)

Das Projekt „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften“ (DeBUG) ist ein trägeroffenes Angebot und verfolgt das Ziel, Flüchtlingsunterkünfte sowie Betreiber- und Trägerorganisationen bei der Verbesserung des Gewaltschutzes zu unterstützen. Hierfür werden „Multiplikator*innen für Gewaltschutz“ auf Landesebene eingesetzt. Die Multiplikator*innen unterstützen Flüchtlingsunterkünfte in ihrem jeweiligen Einzugsgebiet beim Aufbau und der Umsetzung von Strukturen für Gewaltschutz.


29.03.2021

Online-Fachtag: SCHNITT:STELLEN – Erkenntnisse aus Forschung und Beratungspraxis im Phänomenbereich Islamismus

Die Kernaufgabe der Mitarbeiter*innen von FoPraTEx - Forschungs-Praxis-Transfer-Islamistischer Extremismus, besteht darin, die verschiedenen zivilgesellschaftlichen und staatlichen Beratungsstellen, die in der (Umfeld-)Beratung (mutmaßlich) islamistisch radikalisierter Personen tätig sind, wissenschaftlich zu begleiten. Das Alleinstellungs-merkmal dieses Projekts besteht in der unmittelbaren Verzahnung von Wissenschaft und Praxis, indem die wissenschaftlichen Mitarbeitenden die Arbeit der jeweiligen lokalen Partner der Beratungsstelle „Radikalisierung“ des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vor Ort unterstützen. Die ersten Ergebnisse ihrer Arbeit stellen die Mitarbeiter*innen im Rahmen dieses Online-Fachtages vor. Zudem werden diese nach der Veranstaltung der interessierten Fachöffentlichkeit auch in Form eines Sammelbands zur Verfügung gestellt.

13.04.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


26.03.2021

Hessischer Integrationspreis 2021 - "Teilhabe und Gesundheit in Pandemiezeiten"

Die weltweite Pandemie hat unser aller Leben verändert. Je nach individueller Situation oder Biografie stellt die Pandemie die Menschen aber vor ganz besondere Herausforderungen. Integration und Teilhabe gewinnen dadurch an Bedeutung und benötigen in diesen Zeiten gezielte Anstrengungen. Das trifft in Hessen ganz besonders zu. Die Herkunft der Bürgerinnen und Bürger ist so vielfältig wie in keinem anderen Bundesland: Ein Drittel von ihnen hat einen Migrationshintergrund, bei den unter 6-jährigen sind es rund 50 Prozent. Hessen ist ein vielfältiges Land, in dem jede und jeder sich zuhause fühlen kann.

Die Hessische Landesregierung setzt sich dafür ein, dass eine Teilhabe an Gesellschaft und Gesundheit auch in diesen Zeiten für alle Menschen in diesem Land möglich ist. Dazu braucht es das vielfältige Engagement und die kreativen Ideen von Engagierten in den Institutionen, Organisationen, Initiativen, Vereinen und Projekten – auch und vor allem im Gesundheitsbereich –, um Teilhabe am Gesundheitswesen und Integration trotz Corona zu ermöglichen.

Die Initiativen und Projekte sollten bereits erprobt oder in erfolgreiche Maßnahmen umgesetzt worden sein. Es werden nur laufende Projekte ausgezeichnet, die frühestens am 31. Dezember 2021 enden.
Die Vergabe des Hessischen Integrationspreises bietet die Möglichkeit, diese herausragende Arbeit, die oftmals auf ehrenamtlicher Basis geleistet wird, in der Öffentlichkeit zu würdigen.

Einsendeschluss ist Freitag, der 2. Juli 2021.

Weitere Informationen und Formulare:


25.03.2021

Fördermöglichkeit: Wettbewerb "Gute Nachbarschaft" 2021

Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen Wettbewerb zur Förderung von Maßnahmen der Gemeinwesenarbeit und des Quartiersmanagements. Gesucht werden innovative Projekte zur Stärkung der Nachbarschaft. Der Förderzeitrum beträgt drei Jahre. Die Förderhöhe bleibt bei 60 000 Euro pro Jahr bzw. 120 000 Euro pro Jahr bei mehreren Projekten pro Antragsteller.

Weitere Informationen zur Antragsstellung und den Förderrichtlinien:


24.03.2021

Zara Rassismus Report 2020

ZARA berichtet im Rassismus Report alljährlich über rassistische Übergriffe und Vorkommnisse in Österreich. Er ist eine wichtige Informationsquelle für nationale und internationale Organisationen und die einzige qualitative Datenquelle zu allen Formen von Rassismus in Österreich.

Der Report steht online zur Verfügung:


23.03.2021

Online-Diskussion: Zur wachsenden Islamfeindlichkeit und antimuslimischem Rassismus in Deutschland

Wo liegen die Gründe der wachsenden Islamfeindlichkeit und des antimuslimischen Rassismus in Deutschland? Die Debatte um den Islam wird entweder im Kontext von „Integration“ und „Parallelgesellschaften“ oder „Islamismus“ und „Politischen Islam“ geführt. Es ist wichtig, Islamfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus in unserer Gesellschaft konkret zu benennen.

Ziel der Veranstaltung ist, mithilfe der Expert*innen zu informieren und zu sensibilisieren, um muslimisches Leben in Deutschland zu schützen und anzuerkennen.

Wir diskutieren mit:

  • Aiman Mazyek (Vorsitzender Zentralrat der Muslime)
  • Alioune Niang (Bildungsreferent Ufuq e.V.)
  • Gabriele Boos-Niazy (Vorsitzende Aktionsbündnis muslimischer Frauen e.V.)
  • Zuher Jazmati (Fachreferent VBRG)
  • Moderation: Peter van Gielle Ruppe (Projektleiter @culture_coaches)

25.03.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


23.03.2021

Fachgespräch: Legalistischer Islamismus

Im öffentlichen und politischen Diskurs wird legalistischer Islamismus als "die neue Gefahr" konstruiert, die immer stärker zu werden scheint. In der Diskussion wird der Begriff dabei synonym mit Begriffen wie politischer Islam oder Islamismus verwendet. Gemeinsam mit Ihnen und den geladenen Expert*innen möchten wir einen Blick auf die politische Bedeutung des Begriffs werfen, sowie die möglichen Folgen seiner Verwendung diskutieren.

Zunächst richten wir den Blick auf Österreich und die Entwicklungen rund um die Einrichtung der Dokumentationsstelle Politischer Islam. Dabei sprechen wir sowohl über die ihr vorangegangenen Entwicklungen als auch über mögliche Folgen. Daran anschließend legen wir den Fokus auf den deutschen Kontext und nehmen die Auswirkungen der Diskussion auf Muslim*innen sowie die Arbeit muslimischer Verbände und Vereine in den Blick. Abschließend sollen die sowohl unterschiedlich als auch synonym verwendeten Begriffe gegeneinander abgegrenzt werden.

30.03.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


22.03.2021

Tag der Kriminalitätsopfer

Seit 1991 macht der WEISSE RING mit dem Tag der Kriminalitätsopfer auf Menschen aufmerksam, die durch Kriminalität und Gewalt geschädigt wurden. Er soll das Bewusstsein für Opferbelange in Deutschland stärken und Informationen zu Prävention, Schutz und praktischen Hilfen geben.

Diesjähriges Schwerpunktthema: Hass und Hetze:

"Die Sorgen der Menschen wachsen, gleichzeitig nimmt auch die Verunsicherung in der Gesellschaft zu. Auslöser sind die Zuwanderung, der Klimawandel, die Digitalisierung, die Angst vor dem Verlust des Lebensstandards, die Corona-Pandemie, um nur einige zu nennen. Diese Verunsicherung wird von Gruppen, aber auch von Einzelnen genutzt und verstärkt, um ihre eigene Unsicherheit mit der Herabsetzung anderer zu kaschieren. Indem sie gegen vermeintlich Schwächere agieren – gegen Frauen, Homosexuelle oder Migranten.

Das Fremde macht Angst und schürt Vorurteile. Während Beleidigungen im Internet bereits auf der Tagesordnung stehen, häufen sich die Übergriffe, wie der Anschlag auf die Synagoge in Halle. Immer mehr Menschen bestimmter Bevölkerungsgruppen werden zum Ziel von verbalen und physischen Attacken. Auch Einsatzkräfte wie Polizisten, Sanitäter und Feuerwehrkräfte werden angegriffen. Unter enormen Anfeindungen leiden auch Politiker und Amtsträger. Nicht nur das gesellschaftliche Klima wird rauer, auch die Verrohung und Spaltung der Gesellschaft ist deutlich spürbar."


22.03.2021

Bericht: Bildungsteilhabe von Geflüchteten sichern - Kostenübernahme für digitale Endgeräte für Homeschooling

Kindern und Jugendlichen in Sammelunterkünften fehlen oftmals wesentliche Grundvoraussetzungen, um am digitalen Fernunterricht teilzunehmen.

Die Bundesagentur für Arbeit hat am 01.02.2021 eine Weisung an die Jobcenter herausgegeben, die vorsieht, dass für Schüler_innen aus Familien, die Grundsicherung nach dem SGB II beziehen, rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres im Bedarfsfall die Kosten für die Anschaffung eines digitalen Endgerätes für den Schulunterricht übernommen werden. In der Regel sollen bis zu 350,- Euro zur Anschaffung von Tablets/PCs, Druckern und Druckerpatronen durch die Jobcenter bewilligt werden.

Mit Schreiben vom 09.02.2021 hat das BMAS den obersten Landesbehörden Hinweise gegeben, wie auch Geflüchtete, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) erhalten, mit digitalen Endgeräten für den Unterricht versorgt werden sollen.

Weitere Informationen sowie Musteranträge zur Antragsstellung:


22.03.2021

Podcast "WIR REDEN MIT..."!

„Wir reden mit" ist ein Podcast des Kölner Flüchtlingsrat, der möchte, dass weiter über Flucht und Asyl, Engagierte und Aktivist*innen, Flüchtlingspolitik und Menschenrechte, Seenotrettung, Herkunftsländer und Fluchtrouten, Solidarität und Möglichkeiten des eigenen Einsatzes gesprochen und natürlich auch gehört wird. Sie laden hierfür Interviewpartner*innen zu sich ein, die sich häufig ehrenamtlich, aber auch beruflich, für Menschen auf der Flucht einsetzen oder selbst geflohen sind. Sie erzählen intensiv von ihrer Arbeit und ihren Erlebnissen und geben uns so jenseits von Schlagzeilen einen Eindruck über das globale Geschehen.

Der Podcast wird produziert in Kooperation zwischen dem Flüchtlingszentrum FliehKraft und dem Forum für Willkommenskultur.


19.03.2021

Internationale Wochen gegen Rassismus 2021

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus sind Aktionswochen der Solidarität mit den Gegnern und Opfern von Rassismus, die alljährlich um den 21. März, den Internationalen Tag gegen Rassismus, stattfinden.

Die Stiftung der Internationalen Wochen gegen Rassismus stellt verschiedene Materialien zur Verfügung – wie etwa mehrsprachige Infoflyer oder Postkarten und Plakate sowie „IMPULSE“ mit Ideen und Anregungen zur Beteiligung an den Aktionswochen. Ebenso empfiehlt sie Aktionen via Social Media inklusive Nutzung einschlägiger Hashtags wie #IWgR oder #IWgR21 und gibt einige Tipps zur Veranstaltungsplanung und Öffentlichkeitsarbeit in Corona-Zeiten.

Veranstaltungen werden in einem zentralen Online-Veranstaltungskalender dokumentiert und einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Die offizielle Auftaktveranstaltung findet am Montag, 15. März ab 17.00 Uhr statt und kann auf YouTube im Livestream verfolgt werden.

Am Sonntag, 21. März,dem Internationalen Tag gegen Rassismus, ist eine europaweite Fotoaktion in den sozialen Netzwerken zum Motto #solidarity geplant.  

15.03.2021 - 28.03.2021 Bundesweit


18.03.2021

IW-Report: Der Stand der Integration in Deutschland

Die Integration von Zuwanderern funktioniert immer besser. In Deutschland geborene Kinder der zweiten Generation sind wesentlich besser integriert als Personen der ersten Generation. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Ob bei der Arbeit, im Freundeskreis oder in der Politik – Integration findet in allen Lebensbereichen statt und hat in den vergangenen Jahren spürbare Fortschritte gemacht. So sahen sich 2018 die Hälfte der ersten Zuwanderer-Generation und Dreiviertel der zweiten Generation als Deutsche. Im gleichen Jahr hatten 56 Prozent der ersten Generation und 77 Prozent der zweiten Generation einen nicht-migrantisch geprägten Freundeskreis. Die meisten Zuwanderer haben also ein soziales Netzwerk außerhalb des migrantischen Milieus. Das zeigen Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft auf Grundlage des sozio-oekonomischen Panels (SOEP).

Besonders positiv ist, dass sich Zuwanderer der zweiten Generation aus den neuen EU-Mitgliedsländern nahezu vollständig integriert haben. Dagegen sind bei vielen Zuwanderern der zweiten Generation aus der Türkei noch weitere Integrationsschritte notwendig: Beispielsweise hatten 2018 unter den türkischen Zuwanderern der ersten Generation nur 36 Prozent einen nicht-migrantisch geprägten Freundeskreis. Bei den türkischen Zuwanderern der zweiten Generation waren es 46 Prozent. Zum Vergleich: Bei Personen aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten liegt der Wert bei 93 Prozent.


17.03.2021

migsst - Migration und Sicherheit in der Stadt

Die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Migrant*innen und Geflüchteten stellt Städte und Gemeinden seit jeher vor große Herausforderungen. Diese betreffen nicht nur die Bereiche Arbeit, Wohnung oder Bildung, sondern auch die Sicherheit.
Das Projekt migsst untersucht, ob Formen von Integration und/oder Segregation in migrantisch geprägten Quartieren Konflikte und Kriminalität vermindern oder erhöhen und falls ja, wie. Vor dem Hintergrund einer häufig durchschnittlich geringeren Ressourcenausstattung der migrantischen Bevölkerung und der damit möglicherweise erhöhten Verletzlichkeit (Vulnerabilität) sowie der Feststellung, dass migrantisch geprägte Quartiere eine wichtige Adresse bei weiterer Zuwanderung sind und damit eine besondere Rolle bei der Integration einnehmen, werden Konflikte und Konfliktpotential des Zusammenlebens von vielen sozialen und ethnischen Gruppen in Wohnquartieren untersucht. Quartiere (Viertel, Nachbarschaften, Kiez) werden verstanden als Handlungsraum der Menschen.

Besondere Bedeutung haben im Projekt die Erfassung der Bedürfnisse und Bedarfe der Quartiere und ihrer Bewohnerschaft sowie die Quartiersdeutungen der Bewohner*innen, um ihre Sichtweisen, Ideen und Erwartungen bei der Herstellung und Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung aufzugreifen und ihnen „eine Stimme zu geben“, auch um die Potenziale der Bewohnerschaft bei der sozialen Quartiersgestaltung und Sicherheit zu erkennen und aufzugreifen. Untersucht wird dafür auch der Quartiersraum mit seiner Infrastruktur (Spiel/-Bolzplätze, Handel, Schule/Kita, Jugendtreff, Religionsstätten, öffentliche Einrichtungen etc.) und deren Wirkungen im Quartier, insbesondere im Hinblick auf Sicherheit und Sicherheitsempfinden. Es gilt, mit dem Projekt mehr Transparenz über vorhandene Strukturen zu schaffen, um damit die bestehende Sicherheitsarbeit und mögliche Verbesserungen erschließen zu können.


16.03.2021

Webseminar: Männlich, verletzlich, unersetzlich? – Gendersensible Arbeit mit migrantischen Männern*

Während sich in den vergangenen Jahren der Fokus der Unterstützungsarbeit verstärkt auf migrantische Frauen* gerichtet hat, wird in letzter Zeit die Frage präsenter, wie geschlechtersensibel und zugewandt mit migrantischen Männern* gearbeitet werden kann. Wie kann dabei ein offener und nachhaltiger Dialog über Männlichkeits*-Thematiken mit Männern* gestaltet werden? Das Webseminar bietet einen ersten Einblick in das Themenfeld der gendersensiblen Männerarbeit* und legt dabei einen besonderen Fokus auf die Lebenswirklichkeiten migrantischer Männer*.

Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte und Einsteiger*innen im Themenfeld. Bitte melden Sie sich nur an, wenn Sie fest vorhaben, an der Veranstaltung teilzunehmen.

20.05.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


16.03.2021

Stellenausschreibung: Flüchtlingsberater/-in

Die Flüchtlingsberatungsstelle Café Zuflucht sucht ab Mai 2021 oder später eine/n Flüchtlingsberater/-in (m/w/d) für die Regionale Flüchtlingsberatung.

Erforderlich ist ein abgeschlossenen Hochschulstudium der Sozialen Arbeit oder einer vergleichbaren Qualifikation. Der Beschäftigungsumfang beträgt 20 bis 40 Stunden/Woche. Die Stelle ist zunächst befristet bis 31.12.2022 und wird bei weiterer Bewilligung der Fördermittel verlängert.


15.03.2021

Verschwörungstheorien, Fake News und Geschwurbel

Unser Thema ist dieses Mal das gleichermaßen spannende, irritierende aber auch unterhaltsame Gebiet der Verschwörungstheorien/-ideologien. Wir freuen uns, Mirko Bode, ehrenamtlicher Berater bei der Der goldene Aluhut gUG, begrüßen zu dürfen. Mirko Bode ist Vater von drei Kindern aus Berlin und hauptberuflich im Vertrieb tätig. Er ist selbst Angehöriger einer verschwörungsgläubigen Person und ist Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Familie, Scheidungsfälle und den Umgang mit Behörden. Nebenbei kennt sich Mirko auch gut mit Ancient Aliens, evangelikalem Christentum, Impfgegnern und Rechtsesoterik aus. 

Wir freuen uns auf einen interessanten und kurzweiligen Austausch zu einem Themenbereich, der uns insbesondere im Laufe der vergangenen US-Präsidentschaft und auch im Zuge der Corona-Pandemie begegnete und begegnet. Wir klären, was eigentlich Verschörungstheorien definiert und warum man besser von Verschörungsideologien spricht. Wie stehen diese im Bezug zur wirtschaftlichen Themen und was mache ich, wenn mein Chef Verschörungsideologien verbreitet oder sich als Impfgegner entpuppt?

22.03.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


15.03.2021

Broschüre: Stadt. Raum. Bildung. Ansätze politischer Bildung zur Stärkung diskriminierungskritischer Perspektiven im Kiez

Die Broschüre gibt einen Einblick in die kiezorientierte politische Bildungsarbeit der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA). Die Idee sozialräumlich zu arbeiten war schon in den Anfangsjahren des KIgA ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt, da der Antisemitismus damals in bestimmten Jugendzentren weit verbreitet war. Zudem stieg der hinter vermeintlicher Islamkritik versteckte antimuslimische Rassismus stark an.


15.03.2021

Virtuelle Konferenz: Angekommen? Zur Situation von geflüchteten Kindern und Jugendlichen im deutschen Bildungssystem

In den vergangenen Jahren kamen zahlreiche Geflüchtete nach Deutschland — unter ihnen viele Kinder und Jugendliche. Lange Zeit lagen jedoch keine belastbaren Forschungsergebnisse zu ihrer Situation im deutschen Bildungssystem vor.

Die BMBF-geförderte Studie „ReGES — Refugees in the German Educational System“ untersucht, unter welchen Bedingungen die Integration von Geflüchteten in unser Bildungssystem gelingen kann.
Nach fünf Jahren Datenerhebung und sieben Befragungswellen soll nun im Rahmen einer virtuellen Konferenz mit empirischen Beiträgen zur Situation geflüchteter Kinder und Jugendlicher im deutschen Bildungssystem ein Resümee gezogen werden.

20.05.2021 - 21.05.2021, Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


12.03.2021

Studie: Ungleiche Teilhabe. Zur Lage der Sinti und Roma in Deutschland

Die RomnoKher gGmbH hat mit Unterstützung der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ) eine neue Studie zur Lage der Sinti*ze und Rom*nja (Romani people) in Deutschland vorgelegt. Die "RomnoKher-Studie 2021. Ungleiche Teilhabe. Zur Lage der Sinti und Roma in Deutschland" untersucht die Erfahrungen und Qualifikationen von Sinti*ze und Rom*nja im deutschen Bildungssystem von der Kita bis zur Berufsausbildung.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Bildungssituation von Rom*nja und Sinti*ze im schulischen Bereich deutlich, aber im Ausbildungsbereich nur leicht verbessert hat. Für die Schulbesuchsquote in der Primarstufe und der Sekundarstufe 1 sind keine wesentlichen Unterschiede zwischen den befragten jungen Sinti*ze und Rom*nja und dem bundesweiten Durchschnitt zu erkennen. Im Vergleich zur RomnoKher-Studie aus dem Jahr 2011 hat sich der Anteil an Abiturient*innen von 2 Prozent (+51 Jahre) auf 17 Prozent (18-25 Jahre), von Haupt- & Realschulabsolvent*innen von 30 auf 65 Prozent erhöht. Demgegenüber fiel der Anteil der Sinti*ze und Rom*nja ohne Schulabschluss von 55 Prozent auf unter 15 Prozent. Jedoch ist der Unterschied zur Gesamtbevölkerung signifikant: Der Anteil von Erwachsenen aller Altersstufen ohne Schulabschluss liegt in der Bundesrepublik heute bei 5 Prozent. Immer noch 40 Prozent der 18- bis 50-jährigen Befragten haben keinen beruflichen Abschluss, in der Bevölkerungsmehrheit haben hingegen 10 Prozent keine Ausbildung.

Zudem haben 60 Prozent der befragten Rom*nja und Sinti*ze in der Schule Diskriminierung und Rassismus erlebt.


12.03.2021

Integrationsmaßnahme für Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler blickt auf erfolgreiches erstes Jahr

Vor einem Jahr hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge das neue Konzept der Spätaussiedler -Maßnahme nach § 9 Abs. 4 BVFG vorgestellt. Dies bildete den Auftakt für - "Gemeinsam unterwegs: Identität, Anerkennung , Begegnung". Aus einem Modulkatalog können die Träger bedarfsorientiert Themen auswählen und diese in Kursen, Veranstaltungen und Exkursionen bearbeiten.

Weitere Informationen zum Projekt:


11.03.2021

Studie: Politische Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland

Die migrationsbedingte Vielfalt in Deutschland nimmt zu, und mit ihr schreitet die Teilhabe der Zugewanderten und ihrer Nachkommen an den zentralen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens voran. Doch Menschen mit Migrationshintergrund beteiligen sich insgesamt weniger häufig politisch und zivilgesellschaftlich als Menschen ohne Migrationshintergrund. Zu diesem Ergebnis kommt die vorliegende Studie des SVR-Forschungsbereichs, die die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund anhand aktueller Daten des SVR-Integrationsbarometers empirisch untersucht hat. Die Studie gibt Antworten auf die Frage, welche Faktoren politische Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement von Menschen beeinflussen und spricht Empfehlungen aus, wie die Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund gefördert werden kann.


10.03.2021

Women’s Science - Situationen, Bedarfe und Visionen geflüchteter Frauen

Das Projekt Women’s Science vernetzt und empowert geflüchtete Frauen. Als Citizen Scientists diskutieren und erarbeiten sie in einem wissenschaftlich begleiteten partizipatorischen Forschungsprozess ihre Visionen von gesellschaftlicher Teilhabe.

Gemeinsam mit dem Minor-Team aus Wissenschaftlerinnen und Multiplikatorinnen werden geflüchtete Frauen methodisch aus- bzw. weitergebildet und so dazu befähigt, Analysefragen und Befragungsmethoden zu entwickeln und eine Erhebung nach selbst gewähltem Forschungsdesign durchzuführen. Damit erhalten geflüchtete Frauen durch das Projekt Women’s Science eine Stimme im öffentlichen Raum und befördern so Diskussions- und Bildungsprozesse in unterschiedlichen Communities sowie in Politik und Verwaltung.


09.03.2021

Online-Seminar: Rechte Bedrohungsallianzen - Gesamtzusammenhänge rechter Gewalt

Es reicht nicht aus, die einzelnen Phänomene im Bereich des rechten und rechtsextremen Spektrums parzelliert zu analysieren,“ sagt der Soziologe Wilhelm Heitmeyer über die Entwicklung rechter Milieus in Deutschland, die er seit 35 Jahren beobachtet. Denn damit geraten die Gesamtzusammenhänge rechter Gewalt aus dem Blick. Vielmehr lässt sich zeigen, wie sich unterschiedliche Segmente der Gesellschaft wechselseitig in der Ideologie der Ungleichwertigkeit und der Gewaltakzeptanz verstärken: von menschenfeindlichen Einstellungsmustern in der Bevölkerung über intellektuelle „Vordenker“ bis zu gewaltbereiten Neonazis. Der Spruch „Wehret den Anfängen“ erweist sich als völlig überholt. „Wehret der Normalisierung“ müsste es heißen, so Heitmeyer.

25.03.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


09.03.2021

Bewerbung: Prevention-Slam auf dem 26. DPT

Inspiriert durch „Poetry-Slams“ und insbesondere „Science-Slams“ sollen beim „Prevention-Slam“ Kurzvorträge in einer besonders lockeren und humorvollen Art und Weise präsentiert werden. Im Vordergrund steht dabei die Unterhaltsamkeit und Anschaulichkeit der Präsentation. Wenn Sie für Ihr Thema brennen und dies auch entsprechend rüberbringen wollen, können Sie sich online für die Teilnahme während des 26. DPT bewerben. Bitte skizzieren Sie dabei grob die inhaltliche Ausrichtung und Gestaltung Ihres Beitrages.

Die Präsentationen sollten nicht länger als fünf Minuten dauern.

Bewerbungsschluss: 15. März 2021

Alle Infos sowie ein paar Eindrücke der letzten Jahre gibt es in diesem YouTube-Video zu sehen

 


08.03.2021

Online-Seminar: Prävention von Gewalt - Unterbringung von Geflüchteten im ländlichen Raum

Das Leben im ländlichen Raum - welche Auswirkungen hat das auf die Geflüchteten? Und welche auf die Lokalbevölkerung? Welche Formen von Gewalt werden durch die Unterbringung im ländlichen Raum begünstigt? Wie steht es mit der Gefahr von Sozial-Neid, wenn Unterstützungsangebote ausschließlich für Flüchtende offen sind?

24.03.2021 - Online

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


05.03.2021

Bericht: Zuwanderung zum Zweck der Erwerbstätigkeit

Der Sachverständigenrat für Integration und Migration hat das Faktenpapier „Zuwanderung zum Zweck der Erwerbstätigkeit“ aktualisiert.

Es gibt einen Überblick über die wichtigsten Regelungen zur Erwerbsmigration für EU-Bürgerinnen und -Bürger und Drittstaatsangehörige – unterteilt nach Personen ohne Berufsausbildung, Personen mit Berufsausbildung, Personen mit Hochschulabschluss sowie Unternehmerinnen und Unternehmern / Selbständigen und unternehmensintern transferierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.


04.03.2021

Leitfaden für die Praxis – LSBTI*-sensibler Gewaltschutz für Geflüchtete

Der neue Leitfaden richtet sich vor allem an die Mitarbeitenden der Unterkünfte der Länder und Kommunen. Kurz und bündig stellt er dar, wie die Vorgaben zum Schutz LSBTI*-Geflüchteter der „Mindeststandards zum Schutz geflüchteter Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ in der Praxis umgesetzt werden können. Der LSVD verbindet mit dem Praxisleitfaden den Wunsch, dass die Mitarbeitenden in den Unterkünften „vor allem praktische Anregungen und hilfreiche Materialien für ihre Arbeit mit geflüchteten LSBTI*-Personen mitnehmen“.

Der Leitfaden steht online zur Verfügung:


04.03.2021

Online-Fortbildung: Was sehe ich noch nicht? Gender- und vielfaltssensible Projektgestaltung

Viele Fachkräfte und Engagierte stehen vor der Herausforderung, Projekte gestalten zu wollen, die eine bestimmte Zielgruppe adressieren (wie beispielsweise Frauen* oder Männer* mit Migrationserfahrungen). Dabei ist es schwierig, einerseits nicht in genderstereotype und kulturalisierende Vorstellungen zu verfallen und andererseits keine Projekte zu konzipieren, die an der Lebenswirklichkeit der Zielgruppe vorbeigehen.

In der Online-Fortbildung wollen wir gemeinsam über dieses Spannungsfeld nachdenken und dazu einladen, den Blick auf die Bedürfnisse von marginalisierten Personen(gruppen) zu lenken. Die Veranstaltung bietet Ihnen mit Inputs der Referent*innen, Methodenbeispielen und Transferaufgaben Impulse und Gestaltungsmöglichkeiten für gender- und vielfaltssensible Projekte in Ihrem Wirkungsfeld.

Darüber hinaus werden Sie sowohl in Kleingruppen als auch in selbstreflexiver Einzelarbeit dazu eingeladen, Ihren Blick für die eigenen stereotypisierenden Vorstellungen zu öffnen sowie praktische Ideen für die eigene Praxis mitzunehmen.

11.05.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


03.03.2021

Podcast: "Power of Color"

Im Podcast "Power of Color" geht es um Perspektiven, Erfahrungen und Geschichten von BPoCs (Black and People of Color).
"Wir besprechen davon ausgehend BPoC-Themen, die aktuell oder für uns relevant sind. Auch über die Migrationsgeschichten einzelner Communitys in Deutschland wird es gehen. Unser Podcast richtet sich an Hörer*innen, die sich für Migrations-/BPoc-Themen und -Sichtweisen interessieren."

"Power of Color" ist ein Podcast von und mit Cindy Adjei, Marcel Hopp und Melis Yeter. 


03.03.2021

DIVERCITY - Sicherheit und Vielfalt im Quartier

In dem Projekt DIVERCITY - Sicherheit und Vielfalt im Quartier geht es unter anderem um die Frage, was Kommunen, Wohnungsunternehmen, Polizei und Wissenschaft tun können, damit das Wohnumfeld von den Bürgerinnen und Bürgern als sicher empfunden wird. Aber auch: Wie kann polizeiliches Wissen bereits in Planungsprozesse integriert werden? Können Kriminalitätsprognosen einen Beitrag für die Stadtplanung leisten? Welche Bedeutung kommt der Wohnungswirtschaft zu, um sichere Wohnverhältnisse und sichere Nachbarschaften zu entwickeln? Wie können kommunale Akteure tätig werden um diversitätsorientierte Strategien, Konzepte und Maßnahmen für Ordnung und Sicherheit in sich wandelnden Stadtquartieren zu erarbeiten und wie arbeiten Sie dabei zusammen? Im Zeitraum von drei Jahren wollen die Projektbeteiligten LKA Niedersachsen, Deutsches Institut für Urbanistik und der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen diesen Fragen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nachgehen.

Um einen möglichst detaillierten Einblick in relevante Dynamiken zu erhalten, erfolgt ein Teilvorhaben der Untersuchung auf Quartiersebene und analysiert hier das „tägliche Miteinanderleben“ und die damit einhergehenden Ordnungsstörungen bis hin zur Alltagskriminalität. Ein anderes Teilvorhaben untersucht die Zusammenarbeit kommunaler Akteure bei expliziten und impliziten Ordnungs- und Sicherheitsaufgaben. Praxis- und Forschungspartner wie Polizei, Wohnungswirtschaft und wissenschaftliche Einrichtungen arbeiten gemeinsam an komplexen Fragestellungen, die während der Projektlaufzeit im interdisziplinären Team und mit einem Mix aus Methoden beantwortet werden sollen.

 

Sicherheitspool

Ein wesentliches Ergebnis des Projektes ist der Aufbau eines Sicherheitspools. Er dient als interaktive Datenbank, um Forschenden, Praktiker*innen und Entscheider*innen Informationen und Wissen zum Thema Sicherheit und Vielfalt im Quartier interessengeleitet zugänglich zu machen. Im Sicherheitspool finden sich auch die Erkenntnisse und Ergebnisse der Projektarbeit.
Direkt zum Sicherheitspool:


02.03.2021

Pro Prävention - Fachstelle für Radikalisierungsprävention im Kreis Offenbach

Das Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft läuft nicht ohne Konflikte ab. Das gilt auch für den Kreis Offenbach. Konstruktiv ausgetragene Konflikte können dabei Motor gesellschaftlicher Entwicklung sein, eskalierende Konflikte können zur Radikalisierung Einzelner und zu gesellschaftlicher Polarisierung beitragen.

Der Kreis Offenbach verfolgt mit der Fachstelle Pro Prävention das Ziel, Radikalisierung phänomenübergreifend vorzubeugen und zur Förderung des Zusammenhalts in der offenen, pluralen und demokratischen Gesellschaft beizutragen. Pro Prävention unterstützt mittels einer Erstberatung Fachkräfte in der Bearbeitung von Konflikten oder Radikalisierungsverdachtsfällen, klärt über extremistische Mobilisierung auf, vermittelt pädagogisches Handlungswissen zum Umgang mit Muslimfeindlichkeit, Ultranationalismus und Radikalisierung und unterstützt sozialräumliche, lokale und regionale Netzwerke in der Entwicklung bedarfsgerechter Präventionsmaßnahmen vor Ort.


01.03.2021

WebSeminar: Gemeinsam handeln für urbane Sicherheit!

Urbane Sicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wie können Bürger*innen die Lösungsentwicklung und in die Umsetzung einbezogen werden, wo liegen Chancen und Grenzen?

Kommunen sind häufig die ersten Ansprechpartner für Bürger*innen, wenn es um Fragen mangelnder Sicherheit oder ein subjektives Unsicherheitsgefühl geht. Urbane Sicherheit ist eine gesamt-gesellschaftliche Aufgabe und erfordert eine gute Zusammenarbeit der professionellen Sicherheitsakteure in den Kommunen sowie die Einbeziehung der Zivilgesellschaft. Insbesondere Frauen, Jugendliche, Senior*innen und Bevölkerungsgruppen, die von Marginalisierung und Diskriminierung betroffen sind, sollten nicht nur passive Ziele von Präventionsmaßnahmen sein, sondern eine aktive Rolle bei der Gestaltung von urbaner Sicherheitspolitik spielen.

Mittlerweile gibt es viele Ansätze zur Beteiligung der Bürger*innen bei der Lösung von Ordnungs- und Sicherheitsproblemen: Nachbarschaftsbegehungen, Sicherheitsbefragungen, Präventionsspaziergänge, Quartiersworkshops, Nachtwanderer, freiwilliger Polizeidienst und vieles mehr.

  • Welche Möglichkeiten der Einbeziehung von Bürger*innen im Umgang mit Fragen von Ordnung und Sicherheit sowie der kommunalen Prävention gibt es?
  • Wo liegen Grenzen der Beteiligung?
  • Wie kann die Zusammenarbeit zwischen professionellen Sicherheitsakteuren und Zivilgesellschaft organisiert werden?

Das Seminar gibt einen Überblick über bestehende Ansätze und einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen mit Beiträgen aus Forschung und Praxis und bietet die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.

18.03.2021 - 19.03.2021, Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


26.02.2021

Prävinar: Cutting Crime Impact - Innovating security solutions with human-centred design

Wie können wir die polizeiliche Kriminalprävention effektiv und bedarfsgerecht unterstützen? Das DPT-Institut für angewandte Präventionsforschung (DPT-I) bietet eine englischsprachige Prävinarreihe zu dem EU-Projekt Cutting Crime Impact (CCI) an.

Die Gewährleistung von Sicherheit scheint zunehmend von technologieorientierten Lösungen und technologiezentriertem Denken dominiert zu sein. Gleichzeitig gibt es einen Bedarf an humanen, gemeinschaftsorientierten und kollaborativen Ansätzen zum Erzeugen von Sicherheit. In dem Auftakt-Prävinar werden Prof. Caroline Davey und Andrew Wootton, Leiter des Design Against Crime Solution Centre, University of Salford, dieses Spannungsverhältnis in den Blick nehmen und von ihren Erfahrungen mit einem auf den Menschen ausgerichteten Design-Ansatz zur Bewältigung von Sicherheitsproblemen berichten. Bei dem EU-Projekt "Cutting Crime Impact" (CCI) wurden neue Tools entwickelt, um die polizeiliche Kriminalprävention zu unterstützen - von der Aus- und Weiterbildung, dem Briefing und dem Management von Polizeibeamten und -beamtinnen bis hin zu kriminalpräventiven Beratungsangeboten. Prof. Caroline Davey und Andrew Wootton werden diskutieren, wie ein stärker auf den Menschen ausgerichteter Ansatz ein Umdenken und ein Reframing von Problemen ermöglicht, die zuvor aus einer Top-Down-Perspektive beschrieben wurden. Ziel ist es, die Bedürfnisse der Endnutzer - sei es Polizei, Politik oder die Bürgerinnen und Bürger - besser zu erfüllen.

02.03.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


25.02.2021

Bericht: Gemeinsam die Einwanderungsgesellschaft gestalten

Migration und Integration prägen die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Die Begriffe sind präsent im politischen und medialen Diskurs. Sie sind Gegenstand von gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und beeinflussen den Alltag der Menschen. Unter welchen Bedingungen finden Migration und Integration statt? Wie können sie bestmöglich gesteuert werden?


25.02.2021

Tagung des Netzwerks FÜR Demokratie und Prävention

Gemeinsam haben sich zivilgesellschaftliche und staatliche Präventionskräfte im Rahmen des niedersächsischen Landesprogramms für Demokratie und Menschenrechte zu einem landesweiten Netzwerk zur Prävention von Rechtsextremismus zusammengeschlossen. Das Netzwerk FÜR Demokratie und Prävention will demokratisches und menschenrechtsorientiertes Handeln fördern und nachhaltige Prävention gegen rechtsextreme Einstellungen und Handlungen vorantreiben. Die Netzwerkmitglieder tauschen sich fachlich in Arbeitskreisen und auf einer Online-Plattform aus und treffen sich einmal jährlich auf einer landesweiten Tagung.

Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Netzwerktagung in diesem Jahr mit einem verkürzten Programm online und eintägig statt.

24.03.2021 - Online
Weitere Informationen:


24.02.2021

Online-Veranstaltung: Religion und Integration

Wenn wir in Deutschland über den Islam reden, worüber reden wir dann eigentlich? Über Reli­gion, über Zugehörigkeit oder über Einwande­ rung? Woher kommt diese Debatte, wohin steu­ ert sie, und was sagt sie über jene aus, die sie führen? Wir versuchen uns an einer Antwort auf diese Frage, indem wir die Grundpfeiler dieser Gesellschaft in kolonialer Vergangenheit und auf­ geklärter Gegenwart suchen, und forschen dabei nach der Bedeutung dieser Begriffe.

24.03.2021 - 26.03.2021 Online
weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


24.02.2021

Land.Zuhause.Zukunft

Viele Kommunen in ländlichen Räumen haben erkannt, dass Zuwanderung sowie die Integration und Teilhabe von Migranten wichtige Zukunftsthemen sind, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels und der Sicherung ländlicher Entwicklung. Für die Gestaltung der Integration und Teilhabe neu zugewanderter Menschen braucht es nachhaltige Strategien und Konzepte, lokale Kooperationen zwischen Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Migranten und Wirtschaft sowie politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die diese Prozesse unterstützen. Mit dem Programm „Land.Zuhause.Zukunft – Integration und Teilhabe von Neuzuwanderern in ländlichen Räumen“ unterstützt die Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit der Universität Hildesheim Landkreise mit ihren vielfältigen Akteuren dabei, innovative und zukunftsfähige Ansätze für die Integration und Teilhabe von Neuzuwanderern in ländlichen Räumen weiterzuentwickeln. Darüber hinaus organisiert das Programm einen systematischen Wissensaustausch bei regelmäßigen – auch virtuellen – Vernetzungstreffen. Des Weiteren entwickelt RBSG gemeinsam mit der Universität Hildesheim Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis und unterstützt ländliche Kommunen dabei, ihre Bedarfe an Entscheidungsträger und weitere Akteure zu kommunizieren.


23.02.2021

Integration Futures Working Group

Die Integration Futures Working Group entwickelt derzeit neue Ansätze zur Integrationspolitik in Europa. Sie bringt führende Entscheidungsträger und Experten aus dem Bereich der Integration, Vertreter der Zivilgesellschaft und führende Akteure der Privatwirtschaft zusammen und schafft eine Plattform für langfristiges strategisches und kreatives Denken.

Die Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, in vierteljährlichen Treffen und mit einem vorausdenkenden eigenen Forschungsprogramm neue Zusammenhänge zwischen klassischen Integrationsfragen (etwa Arbeitsmarkt und Integration), umfassenderen sozialen Fragen (etwa der wachsende Populismus und die Rolle der Medien) und neuen Themenfeldern (etwa soziale Innovation und Verhaltenseinsichten) zu erschließen.


22.02.2021

Online-Vortrag: Einführung in die Restorative Justice

«Restorative Justice» – ein Begriff, der nur schwer ins Deutsche übersetzbar ist – bezeichnet eine Theorie sowie eine weltweite Bewegung, deren Inhalt und Ziel es ist, mit schmerzhaften Konflikten und Unrecht einen anderen Umgang zu finden. Namentlich einen Umgang, der auf Strafe verzichtet, der keiner höheren Instanzen («Staat») bedarf, sondern «den Konflikt den Menschen als ihr Eigentum zurückgibt» (Nils Christie).

Wichtige Eckpunkte der RJ sind der gleichberechtigte Dialogprozess zwischen allen Konfliktbeteiligten, die Übernahme von Verantwortung für die Handlungen der Vergangenheit und für den Prozess der Konfliktklärung, das gegenseitige Zuhören und Verstehen, die Wiedergutmachung (oder eine Annäherung daran) sowie die Wahrung der Autonomie und der Respekt vor der Integrität aller. Es scheint für viele vielleicht zunächst unvorstellbar, dass sich Geschädigte, Beschuldigte und weitere Betroffene an einen Tisch setzen, um über zum Teil äußerst schmerzhaftes Geschehenes zu sprechen und dann eine gemeinsame Lösung auszuhandeln. Es ist aber, wenn es gelingt, ein für alle ermächtigender und heilsamer Prozess.

25.02.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


22.02.2021

Studie: Rechtsextreme Einstellungen der Wähler:innen vor der Bundestagswahl 2021

Knapp acht Prozent aller Wahlberechtigten in Deutschland vertreten manifest rechtsextreme Einstellungen. Bei populistisch eingestellten Wähler:innen ist der Anteil jedoch mehr als doppelt so hoch und bei den Anhänger:innen der AfD sogar fast viermal so hoch. Mehr als die Hälfte der AfD-Wählerschaft ist latent oder manifest rechtsextrem eingestellt.

Der Anteil manifest rechtsextremer Einstellungen bleibt damit auch im langfristigen Vergleich eher gering. Neu ist aber seine starke parteipolitische Konzentration in der AfD. Der Anteil der Wähler:innen mit einem geschlossen rechtsextremen Weltbild ist in der AfD fast viermal so hoch wie im Durchschnitt aller Wahlberechtigten. Fast jede:r dritte AfD-Wähler:in (29 Prozent) ist manifest rechtsextrem eingestellt. Ein weiteres Viertel (27 Prozent) vertritt latent rechtsextreme Einstellungen. Insgesamt sind damit deutlich mehr als die Hälfte aller AfD-Wähler:innen (56 Prozent) latent oder manifest rechtsextrem eingestellt. Ein ähnliches Muster zeigt sich in allen der insgesamt sechs Dimensionen rechtsextremer Einstellungen: Bei der Befürwortung einer rechtsgerichteten Diktatur (15 aller AfD-Wähler:innen gegenüber 5 Prozent aller Wahlberechtigten), der Verharmlosung des Nationalsozialismus (13 gegenüber 3 Prozent), beim Antisemitismus (13 gegenüber 5 Prozent), beim Chauvinismus (54 gegenüber 20 Prozent), bei der Fremdenfeindlichkeit (65 gegenüber 21 Prozent) und beim Sozialdarwinismus (8 gegenüber 4 Prozent). 


19.02.2021

Online-Veranstaltungsreihe: (M)Ein Beitrag gegen das Vergessen

Am 19. Februar jährt sich der Terroranschlag von Hanau zum ersten Mal. Die neun Menschen, die an diesem Abend aus rassistischen Gründen ermordet wurden, dürfen nicht vergessen werden. Rechte Anschläge sind keine Einzelfälle, auch wenn sie von Medien und Politik oft als solche dargestellt werden. Der Täter von Hanau handelte nach einem Weltbild, das Muslime und Menschen mit Migrationshintergrund zu „den Anderen“ macht – ein Denkmuster, das gesellschaftlich weit verbreitet ist. Um diesem Rassismus etwas entgegen zu setzen, lädt das Hessische Ministerium für Soziales und Integration gemeinsam mit der Bildungsstätte Anne Frank und in Kooperation mit dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften sowie der DEXT- Fachstelle Hanau zur digitalen Veranstaltungsreihe „(M)Ein Beitrag gegen das Vergessen“ ein. Bei Podiumsdiskussionen, Workshops und Spoken Word Performances wollen wir uns damit auseinandersetzen, welche Bedeutung und Konsequenzen der Terroranschlag für jede*n Einzelne*n hat und was wir als Zivilgesellschaft tun können, um an die Opfer des Anschlags zu erinnern.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


18.02.2021

Studie: „Wir müssen reden“ – Rassismus thematisieren in mehrheitlich weißen Beratungs- und Therapiestrukturen im Kontext Flucht

Wie beeinflusst der gesellschaftliche und politische Rechtsruck die Arbeit von Beratungsstellen und Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer? Welche rassistischen und strukturellen Bedingungen führen zu psychischen Belastungen bei geflüchteten Klient*innen? Mehr Fragen und einige Antworten aus Gesprächen mit Berater*innen, Klient*innen und Therapeut*innen finden sich in der neuen Publikation der BafF e.V..


18.02.2021

Initiative 19. Februar Hanau

Nach den rassistischen Morden in Hanau am 19. Februar 2020 haben wir uns auf Mahnwachen, Kundgebungen und Beerdigungen ein Versprechen gegeben: Dass die Namen der Opfer nicht vergessen werden. Dass wir uns nicht allein lassen. Dass es nicht bei folgenloser Betroffenheit bleibt. Die Kameras und Politiker*innen verlassen jetzt wieder die Stadt. Wir bleiben. Wir gründen eine Initiative, um der Solidarität und den Forderungen nach Aufklärung und politischen Konsequenzen einen dauerhaften Ort zu geben. Wir werden nicht zulassen, dass der 19. Februar 2020 unter den Teppich gekehrt wird – so wie die unzähligen rechten Morde zuvor. Und auch nicht, dass erneut Täter geschützt und ihre Gewalt verharmlost werden.

Es braucht jetzt direkte Unterstützung für Betroffene, Kontakte zu Rechtsberatung und erfahrenen Anwältinnen, psychologischen Beistand und Umzugshilfe, finanzielle Unterstützung und unabhängige Aufklärung. Und es geht um mehr: Jugendliche und Erwachsene in Hanau sprechen in den letzten Tagen viel darüber, welche Alltagserfahrungen sie mit Rassismus machen – in der Schule, in der Kita, auf der Arbeit, in der Bahn. Auch für diese Gespräche braucht es einen Raum und Vertrauen. Gegen das Vergessen, gegen das Verschweigen, gegen die Angst. Diesen Raum wollen wir schaffen, mit allen gemeinsam, die ihn brauchen, hier, vor Ort.

Wir schaffen einen Raum des Vertrauens. Wir wollen politische Solidarität und Sichtbarkeit. Wir stehen für die Gesellschaft der Vielen. Hanau ist unsere Stadt, unser Zuhause. So ist es und so wird es bleiben. Hier sind die Angehörigen, Familien und Freund*innen der Opfer und Verletzten. Sie müssen gehört werden. Die nächsten Wochen, Monate und Jahre werden wir uns gegenseitig Halt geben. Und dafür sorgen, dass Konsequenzen gezogen werden – und dass nichts vergessen wird.


17.02.2021

WIR SIND HIER. Festival für kulturelle Diversität

Neun Menschen wurden am 19. Februar 2020 im hessischen Hanau bei einem kaltblütigen rechtsextremen Anschlag ermordet. Was die Opfer gemein hatten: ihr sogenannter Migrationshintergrund. Zum ersten Jahrestag dieser Ermordungen findet vom 18. – 20. Februar 2021 im Literaturhaus Frankfurt WIR SIND HIER. Festival für kulturelle Diversität statt. Ins Leben gerufen und kuratiert von Verlagsgründerin Selma Wels und Benno Hennig von Lange, Literaturhaus Frankfurt. Zu Gast sind Autor*innen, die sich in ihrer literarischen, journalistischen oder publizistischen Arbeit ausdrücklich oder hintergründig mit Rassismus beschäftigen. Außerdem sind zu Gast Redner*innen aus Wissenschaft und Seda Başay-Yıldız, Anwältin der Nebenklage im sogenannten NSU-Prozess.

Die Festival-Gäste sind:
Ferda Ataman, Mohamed Amjahid, Seda Başay-Yıldız, Sham Jaff, Idil Baydar, Alice Hasters, Michel Abdollahi, Hadija Haruna-Oelker, Deniz Utlu, Hengameh Yaghoobifarah, Miryam Schellbach, Fatma Aydemir, Max Czollek, Ronya Othmann, Senthuran Varatharajah und Benaissa Lamroubal.

WIR SIND HIER. befasst sich rückblickend und vorausschauend mit dem Zustand Deutschlands als Zuwanderungsland. Dem Narrativ einer belastenden Einwanderungsproblematik und der verbreiteten Gleichgültigkeit gegenüber rassistischer oder antisemitischer Gewalt werden positive, kritische und inklusive Narrationen entgegengesetzt. Denn längst hat sich eine diverse deutschsprachige Literatur als Abbild einer vielfältigen und offenen Gesellschaft etabliert, die mehr leistet und zu bieten hat, als jede Fernsehrunde zum Thema Populismus.

An den Festivaltagen – und natürlich darüber hinaus – ruft WIR SIND HIER. zudem zu einer Gedenkaktion an die Opfer der rassistischen Morde von Hanau auf. Diese Aktion findet bewusst online statt und will ein Zeichen gegen das Vergessen setzen und beruft sich auf Heinrich Heines berühmten Eingangsvers „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ aus den „Zeitgedichten“. Mit dem Hashtag #denkichanhanau soll der Opfer von Hanau und weiterer Opfer rechter Gewalt gedacht werden. Alle sind eingeladen und aufgerufen, ihre eigene Perspektive zu formulieren und diese auf der Plattform ihrer Wahl online zu posten.

Weitere Informatioen sowie zur Anmeldung:


16.02.2021

Studie: Migrantinnen und Migranten am deutschen Arbeitsmarkt: Qualität der Arbeitsplätze als wichtiger Gradmesser einer gelungenen Integration

Die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund ist ein wichtiges Thema im öffentlichen Diskurs in Deutschland. Ob und wie schnell Zugewanderte und deren Nachkommen am Arbeitsmarkt Fuß fassen, ist maßgeblich für ihre gesellschaftliche Integration und ihre Chancen auf soziale und wirtschaftliche Teilhabe. Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei die Qualität der Arbeitsplätze, die hier für abhängig Beschäftigte mit und ohne Migrationshintergrund vergleichend untersucht wird. Die Studie zeigt, dass sich Zugewanderte bezüglich der Arbeitsplatzqualität deutlich unterscheiden von Beschäftigten ohne Migrationshintergrund, insbesondere in den ersten Jahren nach dem Zuzug. Untersucht werden objektive und subjektive Faktoren wie Einkommen, berufliche Stellung, intrinsische Arbeitsqualität, psychosoziale und physische Belastungen oder Arbeitsplatzsicherheit. Die Befunde deuten darauf hin, dass die Arbeitsqualität mit der Aufenthaltsdauer und über Generationen hinweg steigt.


16.02.2021

Hanau - Eine Nacht und ihre Folgen

Der Mörder kam aus der Nachbarschaft: er erschoss neun junge Menschen aus rassistischen Motiven. Überlebende und Angehörige berichten, wie sie die Tatnacht und die Monate danach erlebt haben und wie sie sich gegen die Logik des Täters wehren, der sie zu Fremden in ihrer eigenen Heimat machen wollte. Seit jener Februarnacht kämpfen sie um das Andenken der Opfer und um die Aufklärung des Geschehenen...

Die Reportage steht online zur Verfügung:


15.02.2021

Kampagne "Vorsicht, Vorurteile!"

Rassismus ist ein echtes Problem in Deutschland und er fängt mit Vorurteilen an. Darauf macht das Bundesfamilienministerium mit einer deutschlandweiten Kampagne aufmerksam.

Mit Plakaten in zahlreichen deutschen Städten, digitaler Werbung auf Videoplattformen, Social-Media-Content und Bannerschaltungen in Onlinemedien macht die Kampagne "Vorsicht, Vorurteile!" darauf aufmerksam, dass aus den scheinbar kleinen und unbemerkten Vorurteilen im Alltag große Probleme in der Gesellschaft entstehen können. Ziel ist es, Denkanstöße zu geben und dazu anzuregen, eigene Vorurteile und Stereotype zu erkennen und zu hinterfragen. So spielen etwa kurze Clips unter dem Motto "Wen hast Du erwartet?" mit Stereotypen und Erwartungen der Zuschauerinnen und Zuschauer, die unbewusst in deren Köpfen entstehen. Die Kampagne will aber auch Menschen dazu motivieren, sich aktiv gegen Rassismus einzusetzen - auf der Straße und im Arbeitsleben sowie im persönlichen Umfeld.

 


12.02.2021

Aufklärungsmerkblatt zur COVID-19-Impfung mit mRNA-Impfstoff


11.02.2021

Podcasts „Wovon träumst du eigentlich nachts?“ - Liebe, Ehe und Sexualität im Islam

Samia El-Dakhloul bricht in dieser Folge mit verbreiteten Vorstellungen, der Islam und sexuelle Freiheit wären miteinander nicht vereinbar. Sie findet: Der Islam mit seiner geschlechtergerechten Lesart bietet eine gute Grundlage für gleichwertige Rollen in der Beziehungsgestaltung. Im Gespräch mit den ufuq.de-Mitarbeiterinnen Maryam Kirchmann und Jenny Omar geht es um das Patriarchat, sexuelle Bedürfnisse und Gerechtigkeit.
 


11.02.2021

Online-Seminar: Kinderhandel und Ausbeutung im Migrations- und Asylkontext – (Un)begleitete Minderjährige als Betroffene in Ausbeutungsstrukturen erkennen und reagieren

Die Online-Seminare für Jugendämter, Kinder- und Jugendhilfe, Vormünder, Polizei, BAMF u.w. vermittelt grundlegendes Wissen zu Handel mit Kindern und den Betroffenen. Sie lernen, welche Anzeichen es für Handel mit und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen gibt und wie Sie Betroffene erkennen können. Außerdem beleuchtet werden spezielle Phänomene des Menschenhandels und besondere Vulnerabilitäten im Migrations- und Asylkontext sowie die aufenthalts- und asylrechtliche Relevanz von Menschenhandel.

Dienstag, 09.02.2021, 10:00 – 12:00 Uhr Anmeldung hier
Dienstag, 09.03.2021, 10:00 – 12:00 Uhr Anmeldung hier
Dienstag, 13.04.2021, 10:00 – 12:00 Uhr Anmeldung hier

An allen Terminen findet das selbe Online-Seminar statt!

Weitere Informationen:


10.02.2021

Bericht: Mehr als Prävention. Politische Bildung und Extremismusprävention: Schnittmengen und Herausforderungen

In der öffentlichen Diskussion extremistischer Über­griffe und Terror­anschläge werden oft hohe Erwartungen an die politische Bildung als ein Instrument der Prävention formuliert. Dabei stellt sich jedoch die Frage, was politische Bildung leisten kann und soll. Politische Bildung bietet mehr als eine Handreichung zum Umgang mit aktuellen Heraus­forderungen durch politische Extremismen. Ihre Kern­aufgabe ist es, die aktive Teilhabe aller Menschen am politischen und gesell­schaftlichen Leben zu unterstützen. Dabei leistet sie auch einen Beitrag zur Prävention. Politische Bildung und Prävention bilden keine Einheit, erzeugen aber gemeinsam einen Mehr­wert für eine sich vor menschen- und demokratie­feindlichen Extremismen schützende Gesell­schaft.

 


09.02.2021

Broschüre: Wie können wir über Rassismus und Weiße Privilegien in der Kirche sprechen?

„Wie können wir über Rassismus und Weiße Privilegien in der Kirche sprechen?“ lautete das Thema eines Studientages in Haus Villigst im Herbst 2020. Dabei wurden Überlegungen und konkrete Maßnahmen vorgestellt, wie über Rassismus in der Kirche gesprochen werden kann.

Die getroffenen Vereinbarungen für eine rassismuskritische Kirche benennen eine Reihe von Weißen Privilegien innerhalb der Kirche und raten unter anderem zu einer Implementierung der rassismuskritischen Perspektive in kirchliche Ausbildungsgänge und die Personalentwicklung.


09.02.2021

Online-Workshop: Frauen* und Flucht - Beratungsarbeit für zugewanderte Frauen zwischen Unterstützung und Selbstbestimmung

Frauen* sind nach der Migration oder Flucht nach Deutschland häufig in einer besonders vulnerablen Situation. Sie sind hier einerseits von Mehrfachdiskriminierungen betroffen und ihr Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt ist häufiger viel beschränkter als für Männer*, andererseits eröffnen sich ihnen manchmal aber auch neue Freiheiten. Dies führt häufig zu Verunsicherungen der Rollenbilder, auch innerhalb von migrierten Familien.

Gleichzeitig gibt es in der Arbeit mit geflüchteten und migrierten Frauen* auch auf der Seite von Haupt- und Ehrenamtlichen viele offene Fragen, bspw. wie geflüchtete Frauen* besser erreicht werden oder auf welche Weise Projekte geschlechtersensibel gestaltet werden können.

Der Online-Workshop thematisiert diese Fragen und bietet Impulse und Gestaltungsmöglichkeiten für gender- und vielfaltssensible Projekte in Ihrem Wirkungsfeld. Durch eine vielfältige Auswahl an Methoden bekommen Sie die Möglichkeit, Ihre eigene pädagogische Arbeit zu reflektieren und einen Perspektivwechsel hinsichtlich der eigenen Vorstellungen von „Kultur“ und Geschlechterrollen vorzunehmen. Darüber hinaus werden Sie in Kleingruppen dazu eingeladen, Ihren Blick für die eigenen stereotypisierenden Vorstellungen zu öffnen sowie praktische Ideen für die eigene Praxis mitzunehmen.

Der Workshop findet in Kooperation mit der AEWB – Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung statt.

16.03.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


08.02.2021

Bericht: DeZIMinutes #2 - Zurück ins Herkunftsland?

Warum eine „geringe Bleibeperspektive“ für Asylsuchende aus Gambia kein Grund zur Rückkehr ist

In der zweiten Ausgabe stellen Judith Altrogge (IMIS) und Daniel Auer (WZB) Ergebnisse aus dem TRANSMIT-Projekt  vor und adressieren die Frage warum eine 'geringe Bleibeperspektive' für Asylsuchende aus Gambia kein Grund zur Rückkehr ist. Dabei diskutieren sie die Attraktivität staatlicher Rückkehrprogramme, Erfolge der Gruppe auf dem deutschen Arbeitsmarkt trotz beschränkten Zugangs zu Teilhabeleistungen und den Erfolgsdruck, der auf potentiellen Rückkehrer*innen lastet.


05.02.2021

Flucht in den Medien. Arbeitshilfe – Handreichung – Materialpakete

Im Projekt „MeKriF – Flucht als Krise“ (https://mekrif.jfff.de) wurden vom JFF – Institut für Medienpädagogik Materialien für die pädagogische Arbeit zum Thema „Flucht in den Medien“ entwickelt. Sie sind nun online verfügbar unter https://mekrif.jff.de/arbeitsmaterialien/. Die Materialien beinhalten mehrere Video-Impulse und eignen sich für die Arbeit mit jungen Menschen zwischen 12 und 16 Jahren. Themen sind die mediale Darstellung der Not von Geflüchteten, die Rolle von Medien im gesellschaftlichen Diskurs, das Zusammenspiel von Social Media und Journalismus sowie die Beteiligung am medienvermittelten gesellschaftlichen Diskurs. Die Materialien zielen darauf ab, junge Menschen bei der Aneignung des Themas Flucht in pädagogischen Settings zu begleiten und ihre Medienkompetenz zu stärken. Sie geben Anregungen, wie junge Menschen dabei unterstützt werden können, Medien selbstbestimmt und souverän in den Dienst zu nehmen, eine eigene Haltung zum Thema Flucht zu entwickeln, sich mit den Sichtweisen anderer auseinanderzusetzen und ihre eigene Sichtweise in die gesellschaftliche Diskussion einzubringen.


04.02.2021

Webseminar: Männlich, verletzlich, unersetzlich? – Gendersensible Arbeit mit migrantischen Männern*

Während sich in den vergangenen Jahren der Fokus der Unterstützungsarbeit verstärkt auf migrantische Frauen* gerichtet hat, wird in letzter Zeit die Frage präsenter, wie geschlechtersensibel und zugewandt mit migrantischen Männern* gearbeitet werden kann. Wie kann dabei ein offener und nachhaltiger Dialog über Männlichkeits*-Thematiken mit Männern* gestaltet werden? Das Webseminar bietet einen ersten Einblick in das Themenfeld der gendersensiblen Männerarbeit* und legt dabei einen besonderen Fokus auf die Lebenswirklichkeiten migrantischer Männer*.

Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte und Einsteiger*innen im Themenfeld. Bitte melden Sie sich nur an, wenn Sie fest vorhaben, an der Veranstaltung teilzunehmen.

11.03.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


03.02.2021

Onlinefortbildung: Was sehe ich noch nicht? Gender- und vielfaltssensible Projektgestaltung

Viele Fachkräfte und Engagierte stehen vor der Herausforderung, Projekte gestalten zu wollen, die eine bestimmte Zielgruppe adressieren (wie beispielsweise Frauen* mit Migrationserfahrungen). Dabei ist es schwierig, einerseits nicht in genderstereotype und kulturalisierende Vorstellungen zu verfallen und andererseits keine Projekte zu konzipieren, die an der Lebenswirklichkeit der Zielgruppe vorbeigehen.

In der Online-Fortbildung wollen wir gemeinsam über dieses Spannungsfeld nachdenken und dazu einladen, den Blick auf die Bedürfnisse von marginalisierten Personen(gruppen) zu lenken.

18.02.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


29.01.2021

Handreichung für das Zusammenleben in der Kommune - Islamberatung in Baden-Württemberg

Das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft wirft oft Fragen auf. Wie können beispielsweise religiöse und Alltagspraktiken von Muslimen auf kommunaler Ebene einen Raum bekommen? Eine Handreichung fasst Erfahrungen aus fünf Jahren kommunaler Islamberatung zusammen und gibt Hinweise dazu, wie Kommunen die Bedarfe und Anliegen von Muslimen erfolgreich aufnehmen. 

Die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart berät im Gemeimschaftsprojekt „Muslime als Partner in Baden-Württemberg. Information, Beratung, Dialog“ Kommunen, kirchliche Einrichtungen und islamische Vereinigungen in Baden-Württemberg. Die Handreichung fasst die Ergebnisse und Erfahrungen dieses Projekts zusammen.


28.01.2021

Kurzfilm: Zwischenräume

Der essayistische Kurzdokumentarfilm "Zwischenräume" von Pavel Franzusov und Peter Jeschke zeigt in kurzen Episoden, wie in Deutschland heute mit der NS-Vergangenheit umgegangen wird. Ein Jahr lang beobachteten die Filmemacher das Geschehen am Holocaustmahnmal in Berlin. Sie haben dort mit vielen Menschen gesprochen und sind auf einen Mikrokosmos gestoßen, der viele Themen und Konflikte der gegenwärtigen Erinnerungskultur in sich trägt. Für die einen ist das Mahnmal ein Ort des Gedenkens. Für andere nur eine touristische Attraktion oder ihr Arbeitsplatz. Für dritte ein Ort für Streitgespräche und heftige Kontroversen. Die radikal verschiedenen Umgangsweisen mit dem Holocaust zeigen, was vom transgenerativen Trauma übrig geblieben ist und die Gesellschaft heute noch berührt.


27.01.2021

Schulwettbewerb fair@school

Viele Schulen fördern einen respektvollen Umgang miteinander. Viel zu oft machen Kinder und Jugendliche trotzdem an Schulen die Erfahrung von Ausgrenzung. Tun wir etwas! fair@school zeichnet vorbildliche Schulprojekte aus – gegen Diskriminierung, für gegenseitige Wertschätzung und Chancengleichheit.


27.01.2021

Fortbildung: Miteinander reden. Einander verstehen.

Kostenlose Fortbildung für transkulturellen Austausch und gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund 

Die Fortbildung befähigt Sie einen Einstieg in verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in Deutschlands zu finden und Ihre eigenen Kompetenzen zu stärken. Durch die interaktiven Formate erhalten Sie bereits während der Fortbildung verstärkt die Möglichkeit, sich am sozialen Leben zu beteiligen.

Die diverse Ausrichtung der Teilnehmer*innen trägt zusätzlich zu neuen Begegnungen und Austausch bei. Gleichzeitig werden durch Exkursionen Zugänge zum städtischen Raum ermöglicht.

Die kostenlose Fortbildung richtet sich explizit sowohl an Menschen mit – als auch an Menschen ohne Migrationshintergrund.

Zeitraum: Januar 2021 – Juni 2021 (Die Fortbildung wird voraussichtlich im März 2021 starten. Aufgrund der Pandemie kann es zu weiteren Änderungen kommen.)
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


27.01.2021

Auftaktveranstaltung „Praxis und Zukunft des sozialen Zusammenhalts“

Im April 2021 lädt das Göttinger Teilinstitut zur Auftaktveranstaltung "Praxis und Zukunft des sozialen Zusammenhalts" ein.

Mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis möchte das Göttinger FGZ-Team über die Frage des Zusammenhalts in Zeiten neuer gesellschaftlicher Verwundbarkeiten diskutieren. Im Mittelpunkt stehen die Forschungsthemen des Standorts Göttingen: Arbeit, Haushalt und öffentliche Güter.

Die Veranstaltung ist im Tagungs- und Veranstaltungshaus „Alte Mensa“ am Wilhelmsplatz in Göttingen geplant.

Beteiligte:
Prof. Dr. Berthold Vogel
Dr. Natalie Grimm
M. A. Ina Kaufhold
Dr. Jennifer Villarama

29.04.2021 - 30.04.2021 in Wilhelmsplatz 3, 37073 Göttingen
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


26.01.2021

Sprachbildung für Zugewanderte mit pädagogischem Abschluss

Im Januar 2021 geht das Projekt "BildungSwege" für Zugewanderte in eine neue Runde. Zielgruppe des vom Verein berami durchgeführten Projekts sind Frauen und Männer, die ein abgeschlossenes Studium in Pädagogik, Erziehungswissenschaften, Lehramt, Soziologie, Psychologie oder einen Studienabschluss mit Hauptfach Pädagogik aus dem Ausland mitbringen.

Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer sowie andere pädagogische Fachkräfte benötigen gute berufsbezogene Deutschkenntnisse, um den Arbeitsalltag sprachlich zu bewältigen. Für Personen mit einem pädagogischen bzw. sozialwissenschaftlichen Abschluss aus dem Ausland bietet das Projekt eine Sprachqualifizierung, die auf eine deutliche Verbesserung der fachsprachlichen Kompetenz im pädagogischen Feld abzielt.

Die Sprachqualifizierung hat das Ziel, die Handlungsfähigkeit der Teilnehmenden in den Bereichen Erziehen, Beurteilen, Unterrichten und Weiterentwickeln zu verbessern. Der Kurs endet mit einer fachsprachlichen Prüfung.


25.01.2021

Bericht: Das Wachstum der Städte durch Migration

Weltweit leben immer mehr Menschen in Städten. Zu dieser Entwicklung tragen unterschiedliche Faktoren bei, darunter auch Migrationsbewegungen. Ein Überblick über Tendenzen der Urbanisierung in verschiedenen Weltregionen.

Im Jahr 2007 überstieg nach Angaben der Vereinten Nationen weltweit erstmals die Zahl der Städterinnen und Städter jene der Menschen, die auf dem Land wohnten. 2018 lebten 55 Prozent der Weltbevölkerung in Städten – das waren rund 4,2 Milliarden Menschen. Die UN nimmt an, dass ihre Zahl bis 2050 auf 6,7 Milliarden wachsen wird. Dann würden zwei Drittel der Erdbevölkerung in Städten leben. Beinahe 90 Prozent dieses Wachstums konzentrieren sich auf Asien und Afrika. [1] Dieser Trend nennt sich Urbanisierung – oder auch Verstädterung.


22.01.2021

Podcasts „Wovon träumst du eigentlich nachts?“

In der Podcastreihe „Wovon träumst du eigentlich nachts?“ spricht ufuq.de mit jungen Gästen aus der Zivilgesellschaft über gesellschaftliche Themen, die sie im Alltag beschäftigen. Die Podcasts eignen sich für die Arbeit mit Jugendlichen und erleichtern den Einstieg in Gespräche über ebenso aktuelle wie kontroverse Fragen. Produziert wird der Podcast im Rahmen der Fachstelle für Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus in Berlin.

Folge 1: “Black Lives Matter” mit Jamila Hassan

Folge 2: “Kritisches Weißsein” mit Christian Kautz

Folge 3: “Liebe, Ehe und Sexualität im Islam mit Samia El-Dakhloul

 


22.01.2021

26. Deutsche Präventionstag

Große Veranstaltungen wie der jährliche Deutsche Präventionstag müssen in Zeiten der Corona-Pandemie ganz besonders auf präventive Sicherheit achten und größtmöglichen Infektionsschutz gewährleisten. Derzeit kann niemand wissen, wie die Situation im Mai 2021 sein wird, aber gewiss ist, dass der 26. Jahreskongress in jedem Fall ausgerichtet werden wird.
Der 26. Deutsche Präventionstag findet am 10. & 11. Mai 2021 im Congress-Centrum Ost Koelnmesse in Köln (Deutz-Mülheimer Straße 51) statt.

Der Kongress wird mit einer flexiblen Varianz von Präsenz- und Onlineformaten im sogenannten „Hybridkonzept“ geplant. Ziel ist es, die Präsenzanteile so groß wie möglich zu gestalten und verantwortungsvoll der aktuellen Lage entsprechend umzusetzen. Daneben wird es in jedem Fall ein attraktives Onlineangebot geben, so dass ein lohnender Kongressbesuch immer auch ohne Anreise möglich ist.

Das Schwerpunktthema lautet:

Prävention orientiert!
... planen ... schulen ... austauschen ...

Darunter verstehen wir eine Debatte über die zentrale Rolle der Prävention gerade in Krisenzeiten sowie über die Bedeutung von Bildung und lebenslangem Lernen in diesem Prozess.
Zum Schwerpunktthema werden Expertisen sowie Videostatements erstellt, die im Vorfeld des Kongresses veröffentlicht werden.


21.01.2021

Stellenausschreibung: Gewaltprävention - Fachberatungsstelle Gewaltprävention Stuttgart

Zur Verstärkung des Teams der Fachberatungsstelle Gewaltprävention (Standort Stuttgart) wird ab sofort eine pädagogische Fachkraft (Sozialarbeiter/Sozialpädagogen/Pädagogen (m/w/d) mit einem Stellenumfang von zunächst 85%) für das Arbeitsfeld „Prävention Jugendgewalt“ gesucht.


21.01.2021

STARK! Töchter und Väter gemeinsam für Gleichberechtigung

Mit dem Projekt möchten wir Väter mit und ohne Migrations-/Fluchthintergrund sichtbar machen, die sich für ihre Töchter und deren gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben einsetzen, und gleichzeitig den interkulturellen Dialog fördern. Die Väter und Töchter nehmen gemeinsam ein halbes Jahr an Workshops, Gesprächen und Freizeitaktivitäten teil. Bei den monatlichen Treffen wird über die Rolle des Vaters, Vater-Tochter-Beziehungen, Rollenbilder und Frauenrechte gesprochen. Insgesamt wird es vier Durchläufe mit verschiedenen ProjektteilnehmerInnen geben. Das Projekt wird für drei Jahre von Aktion Mensch gefördert und in Berlin umgesetzt.


20.01.2021

Online-Fachtagung: Digitale In-/Exklusion Geflüchteter in der Erwachsenenbildung

Mit den im Titel zitierten Worten beschreibt Dr. Stephan Dünnwald, Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Pro Asyl, im Mai 2020 ein zentrales Problem für Geflüchtete in der COVID-19-Krise. Während in der Pandemie Bildung vielerorts digitalisiert und auf Onlineangebote umgestellt wird, werden sozial benachteiligte Gruppen dadurch eher abgehängt als einbezogen. Für Geflüchtete gilt dies in besonderem Maße. Am täglichen Sprachkurs über das Smartphone teilzunehmen, ist irgendwo zwischen unmöglich und unzumutbar. Zudem ist die oft und gerne wiederholter Tatsache, alle Geflüchteten hätten ein Smartphone, eher als Mythos einzuordnen. Und selbst wenn: Wer schon einmal an einem Zoom-Meeting über mobile Daten teilgenommen hat, der kann abschätzen, wie wenig Unterrichtsstunden man auch bei großzügig limitierten Handyverträgen im Monat absolvieren kann.

Auf dieser vollständig digital stattfindenden Fachtagung wollen wir uns mit dem Themenkomplex digitale Erwachsenenbildung für Geflüchtete auseinandersetzen. Welche Schwierigkeiten birgt das 'Allheilmittel' Digitalisierung in der Erwachsenenbildung für Geflüchtete, welche Exklusionsmechanismen werden auf- und ausgebaut? Welche Möglichkeiten bietet die Technik andererseits gerade für diese Zielgruppe? Durch eine Keynote, eine Reihe von Workshops und eine abschließende gemeinsame Diskussionsrunde werfen wir einen breiten Blick auf den Themenkomplex, der ebenso Hard- und Software, wie soziale und pädagogische Aspekte umfasst.

18.03.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:
 


19.01.2021

Handbuch "Zusammenleben im Mehrfamilienhaus-Grundregeln"

Erfahrungen der letzten Zeit haben immer wieder Konflikte aufgezeigt, die aufgrund unterschiedlicher Lebensgewohnheiten entstehen. Oft laufen Mieter Gefahr, aus Unkenntnis die mit großem Aufwand gefundene Wohnung wieder zu verlieren. Um dies zu verhindern und den Start in der eigenen Wohnung zu erleichtern, ist ein weiteres Angebot der Mieterqualifizierung entstanden.


19.01.2021

ZeitZentrum Zivilcourage

ZeitZentrum Zivilcourage

Ein Ort für Fragen an Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Menschen in Hannover. Wie können wir zusammen mutiger sein? Was hat das mit Geschichte und Demokratie zu tun?
 

Das ZeitZentrum Zivilcourage [Z]ist ein interaktiver Lernort zur hannoverschen Stadtgesellschaft im Nationalsozialismus und ein offener Diskussionsraum für Zivilcourage.

Der außerschulische Lernort ZeitZentrum Zivilcourage [Z] der Landeshauptstadt Hannover eröffnet am 12. März 2021 In zentraler Lage gegenüber dem Neuen Rathaus im Gebäudekomplex Rathauskontor und steht ab März 2021 sowohl für Schüler*innen als auch für alle Interessierten offen.

Das [Z] vermittelt die Geschichte der hannoverschen Stadtgesellschaft im Nationalsozialismus, von Verfolgung, aber auch von Widerstand, Zuschauer- und Täterschaft. Unter den Leitfragen „Mitmachen oder Widerstehen“ und „Bleiben oder gehen?“ werden die Besucher*innen dazu angeregt, sich kritisch mit den Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten der Menschen in der Vergangenheit auseinanderzusetzen und ein demokratisches Zusammenleben in Gegenwart und Zukunft zu reflektieren.


18.01.2021

Arbeitshilfe: Mindesteinkommen und Sicherung des Lebensunterhalts bei Aufenthalten zu Bildungs- und Erwerbszwecken

In der Regel wird für die Erteilung und Verlängerung eines Aufenthaltstitels vorausgesetzt, dass der Lebensunterhalt gesichert ist. Dies gilt insbesondere für die Aufenthaltstitel nach Kapitel 2, Abschnitt 3 und 4 des Aufenthaltsgesetzes (das sind die Aufenthalte zum Zwecke einer Ausbildung, eines Studiums oder der Erwerbstätigkeit). In manchen Fällen werden bestimmte Mindesteinkommen gefordert. Dies gilt vor allem für die Blaue Karte-EU sowie bei einigen Aufenthaltserlaubnissen zum Zwecke einer Erwerbstätigkeit für Personen, die bereits über 44 Jahre alt sind. In anderen Fällen ist das geforderte Mindesteinkommen abhängig von der individuellen Lebenssituation (z. B. von der Höhe der individuellen Unterkunftskosten) oder von vorgegebenen unterschiedlich hohen Richtwerten.

Da es somit sehr unterschiedliche Werte für die jeweils geforderten Mindesteinkommen bzw. die Prüfung der Lebensunterhaltssicherung gibt, soll die vorliegende Arbeitshilfe des IQ Netzwerks Niedersachsen hierzu Hilfestellung geben: In einem ersten Teil wird für die jeweiligen Aufenthaltstitel eine Orientierung über das geforderte Mindesteinkommen gegeben. In einem zweiten Teil gibt die Arbeitshilfe ergänzende Hinweise zu den Grundlagen der Berechnung und speziellen – zum Teil auch strittigen – Auslegungsfragen.


15.01.2021

Video: Beratung und Therapie mit Geflüchteten. Arbeit mit Sprachmittlung

Wie funktioniert die Beratung und Therapie mit Geflüchteten zu dritt? Welche Rolle spielt die Sprachmittlung und welche Regeln sollten beachtet werden, damit die Beratung oder Therapie zu dritt gut funktioniert? Diese und weitere Fragen klärt die BAfF in einem Video.


14.01.2021

Niedersächsischen Integrationspreis 2021 - Integration in Zeiten von Corona

Die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen und Regelungen wirken sich nicht nur auf die Gesellschaft und Wirtschaft allgemein, sondern auch auf die Integration von Neuzugewanderten aus. Sie führen zu einer Erschwernis der Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte, da Sprach- und Integrationsangebote eingeschränkt wurden und der Kontakt zu Einheimischen größtenteils nicht möglich ist. Vor diesem Hintergrund verleiht die Niedersächsische Landesregierung den diesjährigen Niedersächsischen Integrationspreis mit dem Motto „Integration in Zeiten von Corona“.


14.01.2021

Handbook for the practical use of the IHRA working definition of antisemitism

Die EU-Kommission und die Internationale Allianz zum Holocaustgedenken unterstützen die Mitgliedstaaten mit einer praktischen Handreichung beim Kampf gegen Antisemitismus. Das Handbuch zur Arbeitsdefinition für Antisemitismus gibt einen Überblick über bewährte Praktiken von internationalen Organisationen, nationalen Verwaltungen, der Zivilgesellschaft und jüdischen Gemeinden aus ganz Europa. Die Kommission plant für dieses Jahr eine umfassende EU-Strategie gegen Antisemitismus.

 


13.01.2021

Studie: Zusammenrücken in Zeiten der Distanz: SVR-Integrationsbarometer 2020

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) hat erneut eine repräsentative Befragung von Personen mit und ohne Migrationshintergrund zum Integrationsklima durchgeführt. Insgesamt bewerten Menschen mit wie ohne Migrationshintergrund das Zusammenleben in Vielfalt positiv. Gegenüber der letzten Befragung in den Jahren 2017/18 hat sich die Einschätzung der Menschen ohne Zuwanderungsgeschichte sogar etwas verbessert. Dies geht vor allem auf eine leicht positivere Wahrnehmung der befragten Männer zurück. Der Lockdown im März ließ allgemein das Vertrauen in die Politik sowie in Schule und Polizei wachsen.


13.01.2021

Online-Seminar: Traumasensibler Umgang mit Flüchtlingen

Viele Flüchtlinge haben im Herkunftsland, auf der Flucht und nach der Ankunft in Deutschland traumatische Erfahrungen gemacht. Einige von ihnen erkranken darüber langfristig psychisch.
Wir möchten ehrenamtlichen Unterstützerinnen mehr Sicherheit im Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen geben – und zwar ganz unkompliziert in einem Online-Seminar. Dabei werden wir diesen und weiteren Fragen nachgehen: Was ist ein Trauma und wie entsteht eine Traumafolgestörung? Welche therapeutischen Möglichkeiten, Schutz- und Risikofaktoren gibt es? Wie können Ehrenamtliche die betroffenen Flüchtlinge unterstützen, stabilisieren und besser mit Krisensituationen umgehen?

Anmeldung bitte bis zum 18.02.2021 bei Maria Fechter unter ehrenamt2@frnrw.de

24.02.2021 - Online
Weitere Informationen:


12.01.2021

Online-Schulung: Basisseminar Asylrecht

In dieser Online-Schulung vermitteln wir Ihnen ein Grundverständnis der rechtlichen Situation, in der sich Flüchtlinge während und nach dem Asylverfahren befinden. Dies ermöglicht es Ihnen, die Anliegen der Flüchtlinge besser einzuordnen und einzuschätzen, wann Beratung oder rechtliche Vertretung notwendig werden. Es besteht die Gelegenheit für Fragen und Austausch.

Anmeldung bitte bis zum 04.02.2021 bei Mira Berlin unter ehrenamt1@frnrw.de

09.02.2021 - Online
Weitere Informationen:


11.01.2021

Studie: Islamischer Religionsunterricht in Deutschland - Qualität, Rahmenbedingungen und Umsetzung

Derzeit nehmen in Deutschland etwa 60.000 von insgesamt 8,3 Millionen Schüler_innen am islamischen Religionsunterricht (IRU) beziehungsweise an der Islamkunde teil – das sind etwa 0,7 %. Das ist nicht nur im Verhältnis zur Gesamtzahl der Schüler_innen, sondern auch mit Blick auf die jeweils etwa 35 % aller Schüler_innen, die am evangelischen oder katholischen Religionsunterricht teilnehmen, ein ausgesprochen kleiner Anteil. Diese Verhältnisse werden trotz hohen öffentlichen Interesses und kontroverser Diskussionen um den islamischen Religionsunterricht schnell vergessen. Dabei ist die Zahl muslimischer Schüler_innen, die eventuell einen entsprechenden Religionsunterricht besuchen würden, deutlich höher. Schätzungen gehen von mindestens 580.000 Schüler_innen muslimischen Glaubens aus, von denen sich die große Mehrheit einen entsprechenden Religionsunterricht wünscht. Viele von ihnen nehmen aufgrund des fehlenden Angebots an Ethik teil.


08.01.2021

Online-Seminar: Umgang mit sexualisierter Gewalt in Unterkünften für Geflüchtete

Die meisten sexualisierten Gewalttaten werden überwiegend von Frauen und Mädchen erlitten und von Männern und Jungen verübt. Doch auch die Vergewaltigung von Männern und Jungen durch Männer und Frauen ist ein erkanntes Problem. Die WHO geht für Deutschland davon aus, dass eine Million Mädchen und Jungen sexualisierte Gewalt erlebt haben oder erleben. Das sind pro Schulklasse ein bis zwei betroffene Kinder. Doch nicht nur Kinder und Jugendlichen erleiden sexualisierte Gewalt, auch Erwachsene, insbesondere Frauen sind von sexualisierter Gewalt immens betroffen. Sexualisierte Gewalt wirkt sich einschneidend auf die physische und psychische Gesundheit ihrer Opfer aus. Sie führt nicht nur zu Verletzungen, sondern erhöht auch das Risiko einer Reihe von Problemen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, wobei die Folgen nur zum Teil sofort sichtbar werden, teilweise aber auch erst Jahre nach dem Übergriff zutage treten.

19.02.2021 -  in Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


08.01.2021

Broschüre: Besondere Rechte im Asylrecht – Informationen für Schutzsuchenden mit besonderen Bedürfnissen

In der Broschüre „Besondere Rechte im Asylrecht – Informationen für Schutzsuchenden mit besonderen Bedürfnissen“ finden Sie nützliche Hinweise und Informationen über Ihre Rechte und Möglichkeiten während des Asylverfahrens. Diese sollen Ihnen helfen, wenn Sie Beratung und Unterstützung benötigen.

  • Was sind besondere Bedürfnisse und Garantien im Asylverfahren, und wer hat sie?
  • Welche Rechte und Ansprüche haben Sie im Asylverfahren, wenn Sie besondere Unterstützung brauchen?
  • Wer kann Sie beraten, und wo können Sie Unterstützung finden?

liegt in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Tigrinya vor.


07.01.2021

Online-Seminar: Diskriminierung – (k) ein Thema in Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete?

(Anti-)Diskriminierung ist ein herausforderndes Thema für Mitarbeitende in Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete. Diese Veranstaltung soll Mitarbeitende in Gemeinschaftsunterkünften für verschiedene Formen von Diskriminierung sensibilisieren und auch dabei unterstützen, mögliche (unbeabsichtigte) Diskriminierungen in Abläufen und Strukturen aufzudecken. Weiterhin soll eine Abgrenzung und Unterscheidung zum Thema (Alltags-) Rassismus erfolgen. Es sollen Handlungsoptionen im Umgang mit rassistischen und diskriminierenden Äußerungen und Aktionen entwickelt werden, um den Mitarbeiter*innen Handlungssicherheit und Strategien zu wirkungsvollen Interventionen in diesen Situationen zu vermitteln.

Welche Maßnahmen können in Einrichtungen ergriffen werden, um die Gefahr von Diskriminierung zu verringern? Was können Mitarbeiter*innen und Betreiberorganisationen tun, um eine diskriminierungs- und rassismusfreie Umgebung in den Unterkünften zu schaffen?

28.01.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


07.01.2021

Studie: Flucht und Menschenrechte

Die Diskussion um die Umsetzung der Menschenrechte auch für Geflüchtete steht immer wieder hoch oben auf der Agenda der EU und ihrer Mitgliedstaaten. Was genau aber ist menschenrechtlich geboten? In welchen Bereichen bieten uns die Menschenrechte, so wie sie heute im Völkerrecht und im EU-Recht verankert sind, Orientierung– möglicherweise selbst da, wo das Recht noch umstritten ist? Dieser Band ging hervor aus einem zweijährigen Gesellschaftswissenschaftlichen Kolleg mit Studierenden der Studienstiftung des deutschen Volkes. Er vereint interdisziplinäre Sichtweisen auf die Flucht und Flüchtlingspolitik.


06.01.2021

Stellenangebot: Sozialpädagogen (m/w/d) oder vergleichbar für die Leitung des Projektes „Büro für Integrationsfragen und zur Stärkung der Südstadt“

Der Aufbau und die Gestaltung des Büros für Integrationsfragen ist der Stadt Hameln in seiner Rolle als verbindendes Element zu Mitbürgern mit Migrationshintergrund ein zentrales Anliegen. Damit werden bereits bestehende Netzwerke, Strukturen und Projekte der Stadt Hameln und ihrer Partner gestärkt und erweitert und die Beteiligung aller Personengruppen gefördert.

Die Aufgabenschwerpunkte umfassen:

  • die Mitwirkung am Aufbau und der inhaltlichen Ausgestaltung des Büros für Integrationsfragen,
  • die Initiierung, Bereitstellung und Vermittlung von konkreten Angeboten und Maßnahmen zur Aktivierung und Förderung des Zusammenlebens im Stadtteil Südstadt, insbesondere zur Erhöhung der Teilhabe von Personen mit Zuwanderungshintergrund,
  • die Zusammenarbeit und Kooperation mit verschiedenen sozialen und kommunalen Akteuren im Sozialraum unter besonderer Einbeziehung der Wilhelm-Raabe-Grund- und Oberschule, sowie
  • die Teilnahme an Sitzungen und Planungstreffen des Integrationsmanagements.
  • Die Zuweisung anderer Aufgaben bleibt vorbehalten.

Weitere Informationen:


06.01.2021

Stellenausschreibung: Sozialpädagogen (m/w/d) oder vergleichbar für die Durchführung des Projektes „Büro für Integrationsfragen und Stärkung der Südstadt“.

Der Aufbau und die Gestaltung des Büros für Integrationsfragen ist der Stadt Hameln in seiner Rolle als verbindendes Element zu Mitbürgern mit Migrationshintergrund ein zentrales Anliegen. Damit werden bereits bestehende Netzwerke, Strukturen und Projekte der Stadt Hameln und ihrer Partner gestärkt und erweitert und die Beteiligung aller Personengruppen gefördert.

Die Aufgabenschwerpunkte umfassen:

  • die Mitwirkung am Aufbau und der inhaltlichen Ausgestaltung des Büros für Integrationsfragen,
  • die Initiierung, Bereitstellung und Vermittlung von konkreten Angeboten und Maßnahmen zur Aktivierung und Förderung des Zusammenlebens im Stadtteil Südstadt, insbesondere zur Erhöhung der Teilhabe von Personen mit Zuwanderungshintergrund, sowie
  • die Zusammenarbeit und Kooperation mit verschiedenen sozialen und kommunalen Akteuren im Sozialraum unter besonderer Einbeziehung der Wilhelm-Raabe-Grund- und Oberschule.
  • Die Zuweisung anderer Aufgaben bleibt vorbehalten.

Weitere Informationen:


05.01.2021

Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC)

Das Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) ist ein bundesweites Netzwerk, das von jungen Leuten getragen wird und sich für Demokratieförderung und gegen menschenverachtendes Denken engagiert.

Das Hauptaufgabenfeld des NDC ist die Ausbildung von jungen Menschen als Multiplikator_innen und die Durchführung von Projekttagen, Seminaren und Fortbildungen an Schulen, Berufsschulen, Bildungseinrichtungen sowie für viele andere Gruppen.

Das NDC besteht bereits seit 1999 und wird durch einen großen Kreis unterschiedlicher Unterstützer_innen getragen. Dieser reicht von Gewerkschaftsverbänden, Jugendverbandsorganisationen, über Wohlfahrtsverbände, Landesjugendringe bis hin zur Katholischen Kirchenjugend.

04.01.2021

Online-Veranstaltung: Traumabasics für die ehrenamtliche Tätigkeit mit Geflüchteten

Fast jeder ehrenamtliche Helfer kommt im Laufe seiner Tätigkeit mit Geflüchteten in Kontakt, die stark unter den traumatisierenden Folgen ihrer Flucht leiden. Die Veranstaltung soll allgemeine Informationen und Hilfestellung für die Zusammenarbeit mit den Betroffenen liefern.

Das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen bieten ein vielfältiges Angebot an Unterstützung und lässt mit der Referentin Sandra Steinkühler (Standortleitung Osnabrück) alle Interessierten einen Einblick in ihrer tägliche Arbeit gewinnen.

10.02.2021 -  in Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


18.12.2020

Veranstaltungsaufzeichnung: Querdenker oder autoritäre Revolte? Proteste und die extreme Rechte in der Corona-Pandemie

Protestbewegungen gegen die politischen Maßnahmen zur Bewältigung der Pandemie gibt es vielen Ländern, doch bisher gelingt es den Gegnern der herrschenden Corona-Politik nur in Deutschland, zehntausende Menschen zu mobilisieren. Die Protestmilieus sind heterogen. Besondere Aufmerksamkeit kommt vor allem extrem Rechten, Reichsbürgern und Verschwörungsideologen zu, welche die selbsternannten „Querdenker“ zu dominieren scheinen.

Der IDZ-Webtalk mit zwei renommierten Gästen thematisiert zum einen, wie die radikale und extreme Rechte in Deutschland parlamentarisch und außerparlamentarisch auf die globale Krise der Corona-Pandemie reagiert. Zum anderen werden die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen aus Sicht der Protestforschung diskutiert.


17.12.2020

Online-veranstaltung: Wie Refugee Law Clinics die Jurist:innen-Ausbildung verändern

Warum und wie machen Law Clinics gute Lehre? Welche zusätzlichen Kompetenzen werden durch die Beratungstätigkeit erlernt? Antworten darauf geben Mailin Loock, als zukünftige Dozentin der RLC Hamburg und Sophie Greilich.

Dabei beziehen sie sich auf das Teaching Manuel der RLC Hamburg, an welchem Sophie Greilich als Wissenschaftliche Mitarbeiterin maßgeblich mitgewirkt hat.

07.01.2021 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung: