Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Information, neue Publikationen und Hinweise zu Integrations- und Migrationsthemen sowie zur Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus.

 

25.01.2023

Arbeitshilfe: Über Israel und Palästina sprechen. Der Nahostkonflikt in der Bildungsarbeit

Der Nahostkonflikt ist auch in Schulen ein wiederkehrendes Thema. Dabei geht es nicht nur um den Konflikt an sich und die Ereignisse vor Ort, sondern auch um Geschichte und Gegenwart in Deutschland. Der Konflikt ist eine Projektionsfläche für Auseinandersetzungen, in denen auch das Selbstverständnis der deutschen Gesellschaft beispielsweise im Zusammenhang mit migrations- und geschichtspolitischen Fragen verhandelt wird. Der Konflikt ist in besonderer Weise mit Deutschland verbunden und berührt die Familiengeschichten und den Alltag vieler Schüler*innen.

Die Arbeitshilfe soll Lehrkräfte unterstützen, den Nahostkonflikt im Unterricht und Schulalltag zu behandeln.


25.01.2023

Fachtagung: Religion und Theologie der Neuen Rechten – Eine notwendige Auseinandersetzung

Wie hält es die Rechte mit der Religion? Ob Neonazismus, Rechtspopulismus oder „Neue“ Rechte – die verschiedenen Strömungen machen auch Sinnangebote. Bei Neonazis ist der Slogan „Odin statt Jesus“ populär, in Rechtsrocktexten werden germanische Götter besungen. Ideologieangebote der Neuen Rechten stellen mit der Parole von der „Rettung des christlichen Abendlandes“ hingegen einen positiven Bezug zur christlichen Religion dar. Für die Kirchen ist dies eine ernst zu nehmende Herausforderung: Sie müssen sich gegen falsche Vereinnahmungen wehren, aber auch die eigene Theologie kritisch auf mögliche Anknüpfungspunkte für die Ideologie der Neuen Rechten hin befragen. Und sie müssen verstehen, dass sie für Neonazis ein verhasstes Feindbild sind. In der Auseinandersetzung mit rechten Weltbildern ist es notwendig, religiöse Traditionen zu klären und zu bearbeiten, um Strategien der Überwindung von Menschenfeindlichkeit zu entwickeln.

10.03.2023 - 11.03.2023, Evangelische Tagungsstätte Bad Boll
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


24.01.2023

Handreichung: Auswirkungen des KJSG mit Fokus auf die Situation junger Geflüchteter und ihrer Familien

Auch nach über einem Jahr gilt es weiterhin, die Neuregelungen des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) in der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe umzusetzen, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln, neue Ideen und Konzepte für die Umsetzung zu finden und offene (rechtliche) Fragen zu klären.

Susanne Achterfeld, LL.M., Dr. Janna Beckmann, Hannah Binder, Vanessa Brackmann, Sarah Ehlers und Stephanie Götte aus dem DIJuF haben eine Handreichung zu den Auswirkungen des KJSG mit Fokus auf die Situation junger Geflüchteter und ihrer Familien verfasst. Thematisiert werden ua besonders relevante rechtliche Neuerungen, Fragen zum Kinderschutz sowie zur Beteiligung der jungen Menschen. Die Handreichung wurde von der Servicestelle Junge Geflüchtete des Instituts für Sozialpädagogische Forschung Mainz gemeinnützige GmbH (ism gGmbH) herausgegeben.


24.01.2023

Blütezeit 2.0 - Berufliche Beratung und Empowerment für Frauen mit Einwanderungs- oder Fluchtgeschichte

In den Jahren 2021 und 2022 konnten 31 Frauen in intensiven Coachings auf ihrem Weg (zurück) in den Beruf unterstützt und begleitet werden. In Einzel- und Gruppengesprächen wird ausgelotet, wo die Stärken und Ressourcen der Teilnehmerin liegen und eine individuelle Strategie entwickelt, um einen erfolgreichen Ein- oder Wiederstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Die berufliche Beratung umfasst die Aspekte: Berufsorientierung, Unterstützung beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen und Begleitung während des Bewerbungsprozesses.

In den Workshops werden die Hauptprobleme von Müttern mit Migrationshintergrund beleuchtet und gemeinsam Lösungsstrategien entwickelt. Durch Rollenspiele und praktische Übungen können unterschiedliche Perspektiven eingenommen werden. Der Austausch in der Gruppe ist ein zentrales Element der Workshops. Er fördert den Kontakt unter den Teilnehmerinnen und hilft, sie sprachlich auf den gleichen Stand zu bringen. Zum Einsatz von technischen Tools in der Kommunikation werden praktische Übungen durchgeführt.

Weitere Informationen bei Niedersachsen packt an


23.01.2023

Online-Kamingespräch: Sexualisierte Gewalt in kriegerischen Konflikten

Im Februar 2022 begann Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zu Beginn der Kämpfe wurde auch von sexualisierter Gewalt durch russische Soldaten gegen die ukrainische Zivilbevölkerung berichtet. Diese Form der Gewalt ist immer Teil kriegerischer Auseinandersetzungen. Dennoch wird sie viel zu selten als das erkannt, was sie ist: eine Menschenrechtsverletzung!

Anlässlich des ersten Jahrestages des Krieges in der Ukraine greift das IPA dies im Rahmen des bevorstehenden Kamingesprächs auf. Gäste sind:

  • Dr. Monika Hauser (Gründerin der Frauenrechtsorganisation Medica Mondale)
  • Dr. Regina Mühlhäuser (International Research Group 'Sexual Violence in Armed Conflict', Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur)
  • Moderation: Nadia Kailouli (Journalistin, Podcasterin)

Sie ordnen das Phänomen der sexualisierten Gewalt im Krieg ein, stellen Bezüge zur aktuellen Situation in der Ukraine her und sprechen über Möglichkeiten und Grenzen von Unterstützung, Prävention und Aufarbeitung.

10.02.2023 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


19.01.2023

Abschlussvideo von 'Aktives Begegnen'

Bei "Aktives Begegnen" wurde ein Austausch zwischen Bremerinnen und Bremern mit Fluchterfahrung und Studierenden des Studiengangs Polizeivollzugsdienst an der Hochschule für öffentliche Verwaltung Bremen (HfÖV) initiiert, um durch Perspektivwechsel Verständnis und Toleranz zu stärken.

Den Kern des Projektes bildeten gemeinsame Aktivitäten, die von Teilnehmenden beider Zielgruppen nach eigenen Interessen entwickelt und umgesetzt wurden. Das Projekt wurde videografisch begleitet, um den Kerngedanken der aktiven Begegnung und des Austausches emotional und bildlich zu erfassen. Durch die Mitwirkung in der Videodokumentation wurde den Teilnehmenden eine Plattform geboten, sich als Mensch hinter dem Label "Polizei" oder "Flüchtling" sichtbar zu machen.


18.01.2023

Workshopreihe zum Thema Chancenaufenthaltsrecht

Das neue „Chancenaufenthaltsrecht“ ist am 31.12.2022 in Kraft getreten. Geflüchtete erhalten ein 18-monatiges Aufenthaltsrecht, um Voraussetzungen für ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland zu erfüllen, u.a. durch Nachweise über die Lebensunterhaltssicherung durch eine Erwerbstätigkeit, Kenntnisse der deutschen Sprache und den Erwerb eines Identitätsnachweises. Thomas Stöckl stellt die Inhalte des Gesetzes vor, erklärt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und zeigt praktisch auf, wie der Antrag gestellt werden kann. Es wird Raum für Fragen und
Erfahrungsaustausch geben.

26.01.2023 - 14.02.2023 in Sachsen-Anhalt
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


18.01.2023

Training zur psychosozialen Unterstützung geflüchteter Kinder und Familien

Viele Kinder, die nach Deutschland geflohen sind, sind psychisch stark belastet. Sie leiden etwa unter Alpträumen, können sich nicht konzentrieren oder haben Kopf- und Bauchschmerzen. Auch Eltern und anderen Bezugspersonen geht es mitunter ähnlich.

In Deutschland engagieren sich viele Haupt- und Ehrenamtliche, um geflüchteten Menschen ein gutes und sicheres Ankommen zu ermöglichen. Sie sind häufig erste Kontaktpersonen und nehmen eine wichtige Rolle für die geflüchteten Kinder und Familien ein. Doch viele sind sich unsicher, wie sie mit psychisch belasteten Menschen umgehen sollen.

Um ihre Handlungskompetenzen und -sicherheit zu stärken und sie vor Überlastung zu schützen, bietet Save the Children daher zweitägige Trainings zur psychosozialen Unterstützung geflüchteter Kinder und Familien an.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


17.01.2023

Extrem neutral? Rechtsexpertise für die politische Bildung und Rechtsextremismusprävention

Das sogenannte politische Neutralitäts­gebot führt in der schulischen und außerschulischen Bildung regelmäßig zu Verunsicherung: Was bedeutet dieses Gebot für den Umgang mit diskriminierenden und menschen­feindlichen Äußerungen? Auf welcher rechtlichen Grundlage können Schulen überhaupt einen Projekttag gegen Rechts­extremismus durchführen? Und wie kann der Umgang mit Parteien, die den eigenen Ziel­setzungen widersprechen, in der politischen Bildungs­arbeit aussehen? Dürfen sie einfach von Veranstaltungen ausgeladen werden?


17.01.2023

Lagebericht „Rassismus in Deutschland“

Der Lagebericht führt wichtige Erkenntnisse zusammen. Sie zeigen: Rassismus bewegt und trifft viele Menschen. Der Lagebericht arbeitet heraus, dass Rassismus viele Erscheinungsformen hat. Er manifestiert sich in Vorurteilen, Ausgrenzung und Diskriminierung bis hin zu Hasskriminalität. Aber immer führt Rassismus dazu, dass bestimmte Gruppen als nicht-zugehörig markiert werden.


16.01.2023

Broschüre: Aktives Begegnen

Bei "Aktives Begegnen" wurde ein Austausch zwischen Bremerinnen und Bremern mit Fluchterfahrung und Studierenden des Studiengangs Polizeivollzugsdienst an der Hochschule für öffentliche Verwaltung Bremen (HfÖV) initiiert, um durch Perspektivwechsel Verständnis und Toleranz zu stärken. Die Broschüre informiert üer die Arbeit und die Ergebnisse des Projektes.


16.01.2023

Studie: Vielfältige Repräsentation unter Druck. Anfeindungen und Aggressionen in der Kommunalpolitik

Die Kommunalpolitik galt lange als Ort einer vorrangig sachpolitischen und damit weniger konfliktbehafteten politischen Debattenkultur. Doch dieser Eindruck trügt. Zunehmend werden Übergriffe auf Amts- und Mandatsträger vermeldet. Das ist bedenklich, denn Anfeindungen und Aggressionen in der Kommunalpolitik treffen und gefährden wegen der räumlichen Nähe die demokratische Gesellschaft und ihre Institutionen in besonderer Weise.

Ein Ziel dieser Studie ist es, das Ausmaß von Anfeindungen und Aggressionen in der Kommunalpolitik genauer zu untersuchen. Eingebettet ist die Studie in die Vielfaltsstudie der Heinrich-Böll-Stiftung. Diese Reihe widmet sich der vielfältigen Repräsentation in der Kommunalpolitik. Hierfür thematisiert sie unterschiedliche Aspekte und liefert so Daten und Fakten zur oft fehlenden Sichtbarkeit der gesellschaftlichen Vielfalt in der politischen Repräsentation.


12.01.2023

Studie: Connected in Transit. Zur Lebensrealität und Versorgung von Geflüchteten in „Transitkontexten“

Der Bericht reflektiert die Ergebnisse und Prozesse des Projekts „Sharing Knowledge and Practices“, dass Fachleuten aus der Praxis ermöglichte, Wissen und Erfahrungen mit ganzheitlicher Unterstützung für geflüchtete Menschen, Überlebende von Menschenrechtsverletzungen und Migrant*innen auszutauschen.


11.01.2023

Bericht: Gewalt in der Silvesternacht. Was steckt hinter den Krawallen?

In Berlin und anderen deutschen Städten gab es in der Silversternacht gewaltsame Ausschreitungen: Vor allem junge Männer griffen Polizist*innen und Rettungskräfte an. Dass sie mit Gewaltdelikten auffielen, habe auch mit ihrer sozialen Lage zu tun, sagen Expert*innen.

Bericht des Mediendienst Integration


11.01.2023

Difu-Dialoge: Fluchtzuwanderung: Aufnahme und Zusammenleben ermöglichen – Was sagt und macht die kommunale Praxis?

In vielen Städten sind die Unterkünfte für Geflüchtete aktuell voll belegt. In Deutschland sind bis September 2022 mehr Flüchtlinge angekommen als im gesamten Jahr 2015. Dies sind Geflüchtete aus der Ukraine, aber auch viele aus anderen Ländern, die über die Türkei und die Balkanroute kommen. Die Kommunen rechnen im Herbst und Winter 2022/2023 mit weiter steigenden Flüchtlingszahlen. Bund, Länder und Kommunen versuchen jetzt die notwendigen Rahmenbedingungen zu klären. Eine faire Verteilung und eine angemessene Kostenerstattung für die Kommunen sind dabei wichtige Punkte.

Auch Fragen des Umgangs mit unbegleiteten Minderjährigen und einer „selektiven“ Willkommenskultur stellen sich neu. Welche Erfahrungen machen Kommunen, welche Maßnahmen ergreifen sie, um Lösungen zu finden und Aufnahme und Zusammenleben zu ermöglichen, zu gestalten und sozialen Zusammenhalt mit Inhalten zu füllen?

18.01.2023 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


11.01.2023

Podcast: Das IRAN Update

Der Podcast verschafft einen wöchentlichen Rückblick auf die Geschehnisse in Iran. Die Hosts, Gilda Sahebi und Sahar Eslah, besprechen die wichtigsten Themen, werfen einen kritischen Blick auf Kommentare von Expert:innen, Journalist:innen und Politiker:innen und erklären politische und geschichtliche Zusammenhänge.


10.01.2023

Online-Seminar: Warum Dublin mehr als eine Stadt und Sekundärmigration nicht zweitrangig ist

Kreuz und quer durch Europa – was wie der Slogan eines Fernbusunternehmens klingt, ist leider für viele Geflüchtete bittere Wahrheit. Bevor sie irgendwann einmal „ankommen“ können, haben viele von ihnen eine längere Odyssee innerhalb Europas hinter sich. Die Gründe dafür sind vielfältig, die gesetzlichen Grundlagen komplex, ein Ausführen der Regelungen schwierig, die Betroffenen oft hilflos. Und über allem steht die Frage: Wie sinnvoll ist das überhaupt? Prof. Armbruster, ehemals Richter am Verwaltungsgericht Sigmaringen, wird Licht ins Dunkel bringen.

24.01.2023 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


10.01.2023

Online-Seminar: Gender & Migration

"Egal, ob beim Engagement im Ehrenamt, bei Diskussionen im Freundes- und Familienkreis oder beim kurzen Smalltalk - überall können sich hitzige Diskussionen entwickeln. Vor allem, wenn dabei die Begriffe "Gender" oder "Migration" fallen, werden Gespräche oft intensiv, denn viele haben sich eine Meinung gebildet, können oder wollen diese aber oft nicht erklären - denn beide Themen emotionalisieren stark und sind gleichzeitig sehr komplex.

In unserem Online-Seminar werfen wir daher einen Blick auf den Begriff Gender, die Entstehung von geschlechtsspezifischen Stereotypen und setzen uns mit Macht und Strukturen auseinander. Wir sensibilisieren uns für unsere (eigenen) Rollen, Rollenbilder und Rollenerwartungen und reflektieren diese kritisch. Außerdem beleuchten wir geschlechts- und migrationsspezifischen Stereotypen näher und entwickeln schließlich Wege, gender- und migrationsspezifische Aspekte praktisch in den (beruflichen) Alltag zu integrieren.

Zielgruppe: Das Online-Seminar richtet sich an alle ehrenamtlich, bürgerschaftlich und politisch engagierte Menschen sowie an alle Interessierten, die sich näher mit dem Zusammenhang von Gender und Migration befassen möchten und die sich für eine erhöhte Sensibilisierung für gender- und migrationsspezifische Aspekte in ihrem Alltag und ihrer beruflichen Praxis einsetzen wollen."

25.01.2023 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


09.01.2023

Studie: Das Recht zu schützen – Proaktive Flüchtlingsaufnahme von Ländern und Kommunen

Die Rechtsstudie "Das Recht zu schützen – Proaktive Flüchtlingsaufnahme von Ländern und Kommunen" untersucht die rechtlichen Möglichkeiten für die Aufnahme von Schutzsuchenden von Städten und Kommunen im föderalen Mehrebenensystem. Hier werden die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst.


04.01.2023

Stellenausschreibung Projektreferent*in rassismuskritische Dialogarbeit mit Polizei & Zivilgesellschaft

Zum 01.02.2023 oder baldmöglichst sucht das Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e.V. // Europäisches Bildungs- und Tagungshaus Bad Bevensen eine*n Projektreferent*in für das dt.-amerikanische Projekt „Genau besehen. Rassismuskritische Dialogarbeit mit Polizei & Zivilgesellschaft“ (Teilzeit, 19,5 Std.).

Bewerbungsschluss ist der 06.01.2023.


04.01.2023

Online-Austausch: Aufnahme von Flüchtlingskindern in Schulen und Kitas

Der aktuell starke Zuzug von Flüchtlingen hat einen großen Bedarf an Schul- und Kitaplätzen zur Folge. Inwieweit gelingt den Kommunen die kurzfristige Integration von jungen Flüchtlingen in Schulen bzw. Kitas? Mit welchen Kompensationsangeboten versucht man vor Ort Wartezeiten auf Schul- oder Kitaplätze abzumildern? Über diese und weitere Fragen möchten wir uns gerne mit Ihnen austauschen.

19.01.2023 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


03.01.2023

Analyse: Das Asylbewerberleistungsgesetz und das Existenzminimum. Eine Analyse der Regelsätze

Eine umfassende Analyse von PRO ASYL und dem Flüchtlingsrat Berlin zeigt im Detail die Defizite bei der Berechnung und Begründung der Regelsätze nach dem AsylbLG und anderer Sozialleistungen sowie die Leistungskürzungen durch das AsylbLG in der Praxis.

02.01.2023

Podcast: Memento Moria - Was heute an Europas Grenzen passiert

Millionen Menschen fliehen vor dem Krieg aus der Ukraine ... und die Europäische Union empfängt sie mit offenen Armen. Gleichzeitig sterben an den anderen Grenzen des Kontinents täglich Menschen auf der Flucht. Wie kann das eigentlich sein? Im Spotify Original Podcast "Memento Moria – Was heute an Europas Grenzen passiert” versucht die Journalistin Sham Jaff gemeinsam mit der Reporterin Franziska Grillmeier und ihrem Team diese und mehr Fragen zu beantworten. Sie reisen dafür an den äußersten Rand Europas, auf die Insel Lesbos, dorthin, wo vor zwei Jahren das Camp Moria abgebrannt ist. Ein Ereignis, das wie kein zweites für das Scheitern der europäischen Asylpolitik steht. Doch schnell wird klar: Diese Geschichte fängt nicht erst in Moria an und sie hört auch nicht dort auf. Es geht um viel mehr – um Menschenrechtsverletzungen, um Spionage, um Folter, um Mauern, um maskierte Männer. Und was Europa damit zu tun hat. "Memento Moria – Was heute an Europas Grenzen passiert" – ein achtteiliger Doku-Podcast.


02.01.2023

LSBTIQ*-Factsheet

Kargah e.V. hat im Rahmen des AMBA Projektes das vorliegende Factsheet zur Unterbringung von LSBTIQ*-Asylsuchenden erstellt. Es gibt einen kurzen Überblick zum Thema Unterbringung von LSBTIQ*-Asylsuchenden und zeigt Erkenntnisse auf, was aus ihrer Erfahrung heraus bei der Beratung und Unterbringung dieser Personengruppe zu bedenken ist.


28.12.2022

Online-Ringvorlesung: Geflüchtete Menschen mit Behinderungen - Ringvorlesung zum Flüchtlingsrecht

Eine Flucht aus der Heimat in ein fremdes Land führt allein schon eine lebensprägende Umstellung und Schwierigkeiten mit sich. Wenn das eigene Kind eine Behinderung hat, stellen sich dann weitere Fragen. An wen wende ich mich in meiner Situation? Wie stelle
ich einen Schwerbehinderten-Antrag? Wo soll mein Kind zu Schule gehen? Welche Rechte habe ich? Was bedeutet dieses Formular? Diese und weitere Fragen kann uns der Verein MINA-Leben in Vielfalt e.V. aus Berlin beantworten.

11.01.2023 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


16.12.2022

Interview: Soziale Arbeit und Radikalisierungsprävention – ein Spannungsfeld?!

Welche Schnittmengen und Unterschiede gibt es zwischen der Sozialen Arbeit und der Radikalisierungsprävention? Welche Rolle spielen Förderstrukturen? Was könnte das Demokratiefördergesetz ändern? Und wie steht es um die Professionalisierung der Radikalisierungsprävention? Darüber sprechen Jens Ostwaldt, Professor für Soziale Arbeit an der IU – Internationalen Hochschule, und Mathieu Coquelin, Leiter der Fachstelle Extremismusdistanzierung im Demokratiezentrum Baden-Württemberg. Und sie machen einen Vorschlag: Ein Großteil der primären Prävention sollte in die Regelstrukturen überführt werden und die Präventionsförderung sollte enggeführt werden auf Projekte der sekundären und tertiären Prävention.


15.12.2022

Online-Schulungsreihe: Arbeitsmarktzugänge und Bleibeperspektiven für Geflüchtete

Die Schulungsreihe soll die Basics des Asyl- und Aufenthaltsrechts einfach & verständlich darstellen. Im Fokus stehen Optionen und Hürden der Arbeitsmarktintegration sowie die damit häufig eng verbundenen Bleibeperspektiven.
Es entstehen keine Kosten.
Termine: 17./19./24./26. und 31.01.2023 jeweils 16:00 bis 18:00 Uhr auf der Plattform Zoom.
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


15.12.2022

Tagung: Demokratie stärken in Jugendwelten – Handlungsstrategien in der Auseinandersetzung mit rechts

Herzlich möchten wir Sie zu unserer Tagung im März 2023 nach Erfurt einladen. Dort stellen wir die Frage, wie Demokratie in Jugendwelten gestärkt werden kann. Was sind erfolgreiche Handlungsstrategien gegen rechts? Welche Phänomene gilt es zu verstehen und zu analysieren? Wie muss sich Jugendsozialarbeit, politische Jugendbildung und Jugendarbeit aufstellen, um angesichts der aktuellen Herausforderungen handlungssicher agieren zu können?
Bei der Tagung werden die aktuellen Entwicklungen im Rechtsextremismus beleuchtet und in Workshops einzelne jugendrelevante Einflussbereiche rechter Akteur*innen untersucht, z.B. Naturschutz, Kampfsport, Musik und Social Media.

Bei einer Gesprächsrunde diskutieren verschiedene lokale und regionale Akteur*innen aus der Beratungs-, Bildungs- und Jugendarbeit die Herausforderungen in Thüringen.
Den internationalen Frauentag am 8.3. nehmen wir zum Anlass, die Verknüpfung von Antifeminismus und rechtem Gedankengut zu thematisieren. Der Umgang mit antifeministischen Positionen, nicht nur in Kirche, wird in einem Workshop vertieft.
Weitere Workshops beschäftigen sich mit kritischer Medienkompetenz, christlicher Antisemitismuskritik sowie mit Gegenstrategien migrantisch-gelesener junger Menschen in Ostdeutschland.

Ziele der Tagung sind der bundesweite Austausch zwischen Fachkräften aus unterschiedlichen Projekten und Arbeitsfeldern, die Vernetzung unter den Teilnehmenden und die Entwicklung von Handlungsstrategien.

07.03.2023 - 08.03.2023 in Augustinerstraße 10, 99084 Erfurt
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


14.12.2022

MIDEM Jahresstudie: Europa und die Fluchtmigration aus der Ukraine

Die neue Jahresstudie des Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die Aufnahmebereitschaft für Geflüchtete in Europa entwickelt hat. Dafür wurde eine repräsentative Befragung in mehreren Ländern durchgeführt. Eine große Mehrheit der Europäer*innen befürwortet demnach die Aufnahme ukrainischer Geflüchteter. Allerdings gibt es Anzeichen dafür, dass die Solidarität durch die Folgen der Energiekrise bröckeln könnte. Außerdem zeigt die Studie, dass die Skepsis gegenüber Geflüchteten aus anderen Krisenregionen überwiegt. Insbesondere gegenüber aus vornehmlich muslimisch geprägten Ländern sind die Vorbehalte groß.
(via.: Mediendienst Integration)


14.12.2022

TikTok-Kampagne #GemeinsamgegenAntisemitismus

Antisemitismus verbreitet sich auf der Videoplattform TikTok wie ein Lauffeuer. Um ein Gegengewicht zu schaffen, hat die Bildungsstätte Anne Frank aus Frankfurt mit reichweitenstarken Creator*innen im November 2022 die Aufklärungskampagne #GemeinsamgegenAntisemitismus auf TikTok gestartet. Mit informativen Videos werden die jungen Nutzer*innen für das Thema sensibilisiert und dazu ermutigt, Hassrede auf TikTok zu melden.


14.12.2022

SVR-Integrationsbarometer 2022

Der vom Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) im Rahmen einer repräsentativen Befragung ermittelte Integrationsklima-Index erreicht ungeachtet des erneut starken Zuzugs von Flüchtlingen insbesondere aus der Ukraine und den damit verbundenen Herausforderungen seinen höchsten Wert seit Erhebungsbeginn. Eintrübungen ergeben sich durch die Erfahrung von Diskriminierung und wahrgenommene Gleichstellungshindernisse. Bei der politischen Partizipation besteht weiter eine Teilhabelücke; zentrale Elemente des demokratischen Systems finden breite Unterstützung. 


13.12.2022

„Wovon träumst du eigentlich nachts?“-Podcast-Folge 12: Queer und muslimisch mit Ahmed

Queer und muslimisch: Wie passt das zusammen? Medien zeichnen in der Regel das Bild eines patriarchalen, homophoben Islam, in dem Queer-Sein für Muslim*innen unmöglich erscheint. Der queer-muslimische Aktivist und Coach Ahmed beweist das Gegenteil und gibt uns einen anderen Blickwinkel auf das Thema. Er erzählt uns von den größten Herausforderungen auf seinem Weg, Glauben und Queer-Sein miteinander zu vereinbaren, vom jahrelangen Gefühl der Heimatlosigkeit und davon, was er sich von Lehrkräften gewünscht hätte.


12.12.2022

Studie: Geflüchtete im Ehrenamt - Viele Menschen mit Fluchterfahrung engagieren sich ehrenamtlich

Für viele Menschen mit Fluchterfahrung gehört der ehrenamtliche Einsatz für andere und für die Gemeinschaft inzwischen zum Alltag. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Befragung, die der Verein Pyramidea durchgeführt hat.


07.12.2022

Online-Veranstaltung: Aufenthaltssicherung - Wege aus der Duldung

Wer ohne Visum nach Deutschland eingereist ist und keinen Asylantrag gestellt hat oder wessen Asylverfahren negativ abgeschlossen wurde, erhält einen Aufenthaltstitel, der gar keiner ist: eine Duldung. Die betroffenen Personen sind zur Ausreise verpflichtet, können aber vorerst nicht abgeschoben werden,weil es z.B. keine Möglichkeit gibt, einen Reisepass zu beschaffen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch aus einer Duldung heraus der Aufenthalt in Deutschland gesichert und auf eine langfristige Bleibeperspektive hingearbeitet werden. Die Schulung vermittelt grundlegende Kenntnisse über einzelne Bleiberechtsregelungen sowie die Gesetzesänderungen der vergangenen Jahre, die an vielen Stellen zu einer Verschärfung geführt haben und gibt Ausblick auf Änderungen, die im Koalitionsvertrag der amtierenden Bundesregierung vereinbart wurden.

13.12.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


07.12.2022

Studie: Mehr Ausbildung wagen! Barrieren und Chancen für die Einstellung von Geflüchteten in deutschen Unternehmen

Für junge Menschen, die keinen formalen beruflichen Bildungsabschluss besitzen, bietet eine Ausbildung eine hervorragende Möglichkeit im deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Bei der Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz haben es Geflüchtete jedoch vielerorts schwer. Die Hemmnisse und deren mögliche Beseitigung analysierte das Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim gemeinsam mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg in der Studie „Mehr Ausbildung wagen! Barrieren und Chancen für die Einstellung von Geflüchteten in deutschen Unternehmen“. Über 1.100 ausbildende Unternehmen in Süddeutschland haben die Forschenden dafür in Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern (IHKs) und Handwerkskammern (HWKs) befragt.


06.12.2022

Online-Veranstaltung: Zivile Konfliktbearbeitung

Um Kriege in einen Friedensprozess zu überführen ist eine zivile Konfliktbearbeitung eine zentrale Strategie. Wie dies aussehen kann, stellt die Referentin Verena Sauer, Politikwissenschaftlerin mit mehrjähriger Erfahrung im Feld vor. Wir loten aus, wie die Chancen dafür in der Ukraine stehen und welche Akteure was dazu beitragen könnten.

Im Anschluss kommentieren zwei Kolleg/-innen aus der Erwachsenenbildung mit ihren Erfahrungen das Themenfeld. Danach gehen wir gemeinsam in den Dialog, wie diese Erfahrungen weiter in die Erwachsenenbildung getragen werden können.

14.02.2023 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


06.12.2022

Publikation: Dabeisein und Dazugehören - Integration in Deutschland

Ist die Integration von Migranten gelungen oder gescheitert? Wer die Frage so stellt, kann keine gescheite Antwort darauf bekommen. Denn Integration ist kein Sekt-oder-Selters Geschäft, sie folgt keiner binären Logik. Sie gelingt in einigen Bereichen gut, in anderen gibt es nur schwer überwindbare Hemmnisse. Darüber hinaus kann die Integration der einen Gruppe besser erfolgen als die einer anderen, weil sie über bessere Startbedingungen und größere Ressourcen im Aufnahmeland verfügt. Und Integration ist ein Prozess, der nicht abgeschlossen, sondern mit Rückschlägen und Erfolgen durchsetzt ist. Dieses Buch will – jenseits diffamierender politischer Debatten sowie parteipolitischer Polarisierung um Migration und Integration – einen wissenschaftlichen Blick über den Stand der Integration in verschiedenen gesellschaftlichen Domänen sowie einen Ausblick für die künftige Gestaltung gesellschaftlicher Teilhabe- und Partizipationsprozesse geben. Für die 2. Auflage wurde der Band grundlegend aktualisiert und erweitert. So finden, basierend auf neuen Entwicklungen, neue Themen und Forschungsergebnisse Berücksichtigung sowie neue Autorinnen und Autoren eine Stimme.


05.12.2022

CHiB – Couragiert Handeln im Betrieb

„Couragiert Handeln im Betrieb“ sensibilisiert Beschäftigte, betriebliche Mitbestimmungsgremien und Berufsschüler*innen für Diskriminierung und Ideologien der Ungleichwertigkeit im betrieblichen Alltag. Unsere Beratungen und Schulungen zeigen Engagierten und Betroffenen Handlungsmöglichkeiten auf, um sich gegen Ideologien der Ungleichwertigkeit zu positionieren und für eine demokratische, diskriminierungsfreie, inklusive Betriebskultur einzustehen.


05.12.2022

Netzwerk Lokale Konfliktforschung und Bearbeitung (LoKoNet)

Das Netzwerk interessiert sich für das Lokale als Ort, an dem Konflikte manifest, sicht- und bearbeitbar werden. Einem prozessualen und relationalen Raumverständnis zufolge werden Orte von sozialen Gruppen unterschiedlich angeeignet, konstruiert und gedeutet. Menschen leben am ‚gleichen Ort‘ in unterschiedlichen, sich überlagernden Räumen. Das erzeugt Spannungen, spiegelt gesellschaftliche Machtverhältnisse und kann zu konflikthaften Auseinandersetzungen führen. Das Verbundvorhaben möchte diese Konflikte besser verstehen und die Konfliktforschung und -bearbeitung inhaltlich, methodisch und theoretisch weiterentwickeln. Deshalb widmet es sich der Frage, wie die Konstruktion von Räumen mit der Entstehung und dem Verlauf von Konflikten in Wechselwirkung steht und wie Emotionen in lokalen Konfliktdynamiken wirksam und bearbeitbar werden.

Für das Vorhaben vereint das Netzwerk langjährige Erfahrung und Expertisen aus unterschiedlichen Bereichen: der Konfliktforschung im Bereich der Quartiers- und Migrations­forschung (Institut für interdisziplinäre Konflikt und Gewalt­forschung Bielefeld), der sozialpsychologischen Affekt- und Emotionsforschung (Ruhr-Universität Bochum), der Planungs­theorie (Technische Universität Dortmund) und Stadtsoziologie (Fachhochschule Erfurt), der Forschung zur Energiewende und Umweltkonflikten (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) sowie auf ein breites Wissen aus der kommunalen Konflikt­beratung (K3B – Kompetenzzentrum Kommunale Konflikt­beratung).


01.12.2022

Modellprojekt: Vielfalt im Amt – ViA

Das Modellprojekt entwickelt innovative Maßnahmen, um die Repräsentanz von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im höheren und gehobenen Dienst oberster Bundesbehörden und Ministerien signifikant zu steigern. Das Projekt leistet einen Beitrag zur interkulturellen Öffnung der Verwaltung und wird in dieser Form erstmals auf Bundesebene realisiert.
 
Das Projekt arbeitet auf zwei Ebenen: Zum einen bekommen Menschen mit Migrationsgeschichte durch ein dreimonatiges Stipendium Einblick in die Arbeit einer Bundesbehörde. Zum anderen werden Verantwortliche der Personalauswahl durch den Umgang mit den Stipendiaten für die besonderen Hürden von Menschen mit Migrationsgeschichte in Behörden sensibilisiert und so wird eine Öffnung der Zugangswege gefördert. Eine begleitende Social-Media-Kampagne soll das Interesse junger Menschen mit Zuwanderungs-geschichte an einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst steigern. Darüber hinaus werden Informations- und Fortbildungsangebote sowohl für mögliche Bewerberinnen und Bewerber als auch für die Personalverantwortlichen des Öffentlichen Diensts entwickelt und angeboten.

01.12.2022

Informationen für Eltern und Begleitpersonen von Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine

Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. hat gemeinsam mit mit anderen Organisationen eine Broschüre für Eltern und Begleitpersonen von Kindern aus der Ukraine herausgegeben. Darin finden sich Hinweise zu Rechten und Leistungen. Die Broschüre liegt auf Deutsch, Englisch, Ukrainisch und Russisch vor.


30.11.2022

Webseminar: Öffentlichkeitsarbeit diskriminierungskritisch gestalten

Bei der Gestaltung von diskriminierungskritischer Öffentlichkeitsarbeit geht es darum, wie Bild- und Schriftsprache so genutzt werden können, dass dadurch möglichst viele Menschen erreicht werden und sich angesprochen fühlen. Das Ziel ist es dabei, inklusive und gerechte Räume der Teilhabe zu schaffen und Angebote zu bewerben, ohne in stereotypisierende oder kulturalisierende Muster zu verfallen. Dafür ist es notwendig, einen genaueren Blick darauf zu werfen, wo Diskriminierung in Sprache und Schrift überhaupt stattfindet und was Möglichkeiten zur Veränderung sind.

In einem ersten Teil wird es daher einen offenen Input zum Thema Diskriminierung, Machtdynamiken, Sprache und Bilder geben. In zweiten Teil des Seminars bekommen die Teilnehmenden die Möglichkeit zum Austausch und zur Reflexion der eigenen Praxis.

13.12.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


29.11.2022

Sicher ist sicher - Das Daueraufenthaltsrecht für Unionsbürger*innen und ihre Familienangehörigen

Wenn Unionsbürger*innen und ihre (drittstaatsangehörigen) Familienangehörigen längere Zeit in Deutschland gelebt haben, erwerben sie ein unbefristetes Daueraufenthaltsrecht nach dem Freizügigkeitsgesetz. Dabei handelt es sich um einen sehr guten und sicheren Status, der nur noch in seltenen Ausnahmefällen verloren gehen kann. Mit einem einmal erworbenen Daueraufenthaltsrecht ist nicht nur ein sicherer Aufenthalt verbunden, der auch dann bestehen bleibt, wenn die früheren Voraussetzungen – z. B. die Arbeit – entfallen sollten. Es besteht damit auch ein unbedingter Anspruch auf sozialrechtliche Gleichbehandlung (z. B. der Anspruch auf Sozialleistungen oder Kindergeld).

In der vorliegenden Arbeitshilfe sollen die verschiedenen Formen des Daueraufenthaltsrechts für Unionsbürger*innen und ihre Familienangehörigen ausführlich dargestellt werden. Dafür müssen auch die unterschiedlichen Freizügigkeitsrechte, die vor dem Erwerb des Daueraufenthaltsrechts erfüllt werden müssen, in den Blick genommen werden. Dies wird in dieser Arbeitshilfe jedoch nur überblicksartig möglich sein.


29.11.2022

Video-Podcast: „Deradikalisierung und Ausstieg

Das Format bringt praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Ansätze und Probleme der „Deradikalisierungs- und Ausstiegsarbeit“ zusammen mit dem Ziel, Handlungsräume und Potentiale zu erörtern und für Praktiker im Feld zu erschließen. Mit thematischen Schwerpunkten werden Herausforderungen und Ressourcen der Arbeit beschrieben, mit den Teilnehmern via Livestream diskutiert und hier als Video bereitgestellt.


28.11.2022

Online-Seminar: Sensibilisierung zur besonderen Situation der LSBTI geflüchteten Menschen

LSBTI-geflüchtete Menschen zählen zu den besonders schutzbedürftigen Personen im und nach dem Asylverfahren. Vielfach erleben sie auch in Unterkünften Diskriminierung und Gewalt, die meistens auf Homo- und Transfeindlichkeit zurückzuführen ist. Aufgrund ihrer Gefährdungslage, die mit negativen Erfahrungen in der Heimat oder hier in Deutschland verbunden ist, vermeiden LSBTI-geflüchtete Menschen sicherheitshalber, ihre Geschlechtsidentität auszuleben, bevorzugen dieIsolation und leiden somit unter psychischer Belastung. Infolge der negativen Erfahrung ist es oft für die Personengruppe schwer, Vertrauen zu den Behörden, Mitarbeiten in den Unterkünften und zu Beratungsstellen zu finden.

Das Onlineseminar wird ein Grundwissen über die besondere Situation von LSBTI-geflüchteten Menschen im Asylverfahren vermitteln und für deren Bedarfe sensibilisieren.

08.12.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


28.11.2022

Online-Forum: Queere Menschen auf der Flucht. Wie sind Hilfe und Schutz vor Diskriminierung möglich?

Aus vielen Ländern flüchten lesbische, schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche und intersexuelle – kurz: queere – Menschen, weil sie wegen ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität Gewalt und Repressionen erfahren. Oft drohen ihnen in den Herkunftsländern Gefängnis, Folter und Tod. Über die Rechte und die speziellen Schutzbedürfnisse dieser Gruppe Geflüchteter möchten wir an diesem Abend ins Gespräch kommen.

Allein in Deutschland leben etwa acht Millionen queere Menschen, deren Lebensweise von einer heteronormativen – also von heterosexuellen Normvorstellungen geprägten – Erwartungshaltung abweicht. Von einer Million geflüchteter Menschen dürften sich nach einer Schätzung des AWO Bundesverbands rund 50.000 bis 100.000 als queer verorten. Zudem sind queere Menschen, die flüchten müssen, besonders vulnerabel, denn ihre Probleme enden nicht mit der Flucht. Auch wenn sich besonders in Europa die rechtliche Situation für queere Geflüchtete verbessert hat, sind sie selbst in vermeintlich sicheren Aufnahmeländern mit Diskriminierung konfrontiert. Denn auch dort werden nicht-heteronormative Lebenskonzepte gesellschaftlich oft nicht anerkannt.

Ob unzureichender Schutz in Unterkünften, fehlende Sensibilität bei Behörden, schlechte Bedingungen der Gesundheitsversorgung oder strukturelle Diskriminierung: Weil Heterosexualität oft als gesellschaftlicher Standard vorausgesetzt wird, machen Menschen mit anderer sexueller oder geschlechtlicher Identität auch auf der Flucht immer wieder negative Erfahrungen und zeigen ihre Lebensweise nicht.

15.12.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


28.11.2022

Bericht: Zusammenhänge erkennen: Psychotherapie im Kontext von Flucht, Trauma und Gewalt

Trauma, Folter, Gewalt und ihre Folgen sind noch immer Themen, die starke Ängste und Unsicherheiten hervorrufen können. Die öffentliche Darstellung Geflüchteter hat sich in den vergangenen Jahren von der Opfer- auf die Täter*innenrolle verlagert und zu der Vorstellung geführt, dass Flucht, Trauma und Gewalt zwangsläufig miteinander zusammenhängen. Dr. Katja Mériau setzt dieser undifferenzierten Perspektive Fakten aus der psychotherapeutischen Praxis entgegen und macht deutlich, wieso die Gleichsetzung von Traumatisierung und erhöhter Gewaltbereitschaft falsch ist.


24.11.2022

Fachtagung: Junge Frauen* im Fokus der Prävention

Bisher lassen sich in der Präventionsarbeit nur wenig Angebote finden, die explizit auf die Bedürfnisse von Mädchen* und jungen Frauen* ausgerichtet sind. Diese Leerstelle nutzen demokratie- und menschenfeindliche Gruppierungen gezielt, um Mädchen* und jungen Frauen* ihre eigenen Narrative anzubieten. cultures interactive e.V. rückt die Lebensrealität von Mädchen* und jungen Frauen* deshalb am 7. Dezember 2022 auf einem Fachtag in den Mittelpunkt. In Vorträgen und Workshops werden mädchen*orientierte Bedarfe der Präventionsarbeit diskutiert sowie genderreflektierte Ansätze aus Beratung, Jugendkulturarbeit und Prävention vorgestellt. Außerdem werden auf diesem Fachtag die Ergebnisse der Bedarfsanalyse „Frauen* im Fokus der Präventionsarbeit“ präsentiert, die cultures interactive e.V. 2022 erstellt hat.

07.12.2022 - Lucy-Lameck-Str. 32 12049 Berlin
Weitere Informationen sowie zur Anemdlung:


23.11.2022

Handreichung: Multidirektionale politische Bildung in Zeiten von Flucht und Krieg

Durch die Beschäftigung mit der eigenen (Familien-)Biografie lernen Jugendliche Geschichte aus Perspektiven kennen, die im gewöhnlichen Geschichtsunterricht wenig Raum finden. Videos und Fotos dienen dabei den Jugendlichen in der Auseinandersetzung mit aktuellen Themen wie Flucht und Migration als narratives Medium. Innerhalb von einem Jahr gingen Berliner Jugendliche auf historische Spurensuche.

Die ausschließlich online verfügbare Handreichung dokumentiert die daraus entstandenen Miniprojekte, lässt die Mitwirkenden zu Wort kommen und gibt Pädagog*innen und Multiplikator*innen Schlussbetrachtungen mit auf den Weg. Angereichert wird die Handreichung mit Übungen und Methoden für die pädagogische Praxis.


23.11.2022

Ausstellung: Fluchtgeschichten 2022

Welche Ursachen führen zu Flucht und Vertreibung? Was bedeuten diese schwerwiegenden Erfahrungen für die Betroffenen? Die Ständige Ausstellung „Das Jahrhundert der Flucht“ im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung bietet Ihnen hierzu umfangreiche Informationen.


23.11.2022

Publikation: Geflüchtete in ländlichen Regionen Deutschlands

In diesem Sammelband werden umfangreiche empirische Analysen zur Halte- und Bleibeorientierung Geflüchteter vorgestellt. Berücksichtigt wird dabei die Perspektive der Politik, der Verwaltung, der Zivilgesellschaft und der Geflüchteten.


23.11.2022

Seminar: Haltung zeigen. Zum Dialog zwischen Polizei und Zivilgesellschaft.

Das Seminar richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Aktive der für Demokratie engagierten Zivilgesellschaft (Vereinen, NGOs, MSOs, Initiativen, Bündnisse etc.) aus Niedersachsen und Bremen. Eine Teilnahme ist nur in Kombination mit den Modulen II (13.-15.03.2023) und III (14.-16.04.2023) der gleichen Fortbildungsreihe möglich. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Bitte melden Sie sich bis spätestens 15.12.2022 an inkl. einer kurzen Angabe wo und wie Sie zivilgesellschaftlich aktiv sind.

Getreu dem Leitspruch besser miteinander statt übereinander reden, bringt das Modellprojekt „Haltung zeigen. Zum Dialog zwischen Polizei und Zivilgesellschaft“ eine Gruppe von Vertreter*innen beider Seiten aus der Region im Rahmen einer Fortbildung in 3 Modulen in einen Dialog. Angeregt durch Inputs von ausgesuchten Expert*innen setzen sich die Teilnehmenden multiperspektivisch u.a. mit Themen wie gegenseitige Vorurteile, Rassismus und racial profiling, Protestformen und Gewalt auseinander. Teilnehmende erhalten durch einen angeleiteten Perspektivwechsel einen direkten Einblick in die handlungsleitenden Prinzipien und Motivationen der jeweils anderen Seite. Sie erweitern ihre Handlungskompetenzen, indem sie ihr Wissen und ihr persönliches und berufliches Netzwerk ausbauen.

Ausgehend von einer rassismuskritischen Perspektive legen die Verantwortlichen explizit Wert auf die Beteiligung von direkt von Rassismus und Diskriminierung betroffenen Menschen. Eine speziell in Diskriminierungssensibilität geschulte Awareness Person wird die Fortbildungsreihe mit ihrer fachlichen Expertise durchweg begleiten und Teilnehmenden nach Bedarf ihre Unterstützung anbieten.

03.02.2023 - 05.02.2023 in Klosterweg 4 . 29549 Bad Bevensen
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:

Weitere Informationen gibt es zudem im Flyer:


22.11.2022

Ausschreibung: Geflüchtete Mütter stärken

Im Projekt „Geflüchtete Mütter stärken“ fördert die Robert Bosch Stiftung lokal aktive Organisationen der migrantischen Zivilgesellschaftlich und  Bildungseinrichtungen, die miteinander Kooperationsprojekte zur Selbstbefähigung und Teilhabe geflüchteter Mütter am beruflichen und sozialen Leben umsetzen möchten. Bewerbungen sind bis zum 13. Januar 2023 möglich.


21.11.2022

Online-Fachtagung: Ungleichbehandlung & Rassismus im Kontext Flucht

Bei dieser zweitägigen Online-Fachtagung geht es um eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema der rassistischen Ungleichbehandlung von Geflüchteten sowie um eine juristische Weiterbildung.

"Am 12. Dezember schauen wir auf den größeren Kontext – EU-Abschottungspolitik, Verschärfungen im Asylrecht, die gesellschaftliche Wahrnehmung von Geflüchteten und die Kontrastfolie der Massenzustroms-Richtlinie. Am 16. Dezember liegt der Fokus auf der rechtlichen Ebene der Ungleichbehandlung von Geflüchteten in den Bereichen Arbeitsmarktzugang, Sozial- und Gesundheitsleistungen vor dem Hintergrund, dass diese in der alltäglichen Beratungsarbeit umgesetzt werden muss.

Die Veranstaltung richtet sich primär an alle, die im Kontext Migrationsarbeit, insbesondere in der Beratung sowie der Projekt- und Bildungsarbeit tätig sind. Sie ist jedoch geöffnet für die interessierte Öffentlichkeit."

12.12.2022 und 16.12.2022  -  Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


17.11.2022

Podcast: Gespräche über Hass im Netz

Gamer*innen, Wissenschaftler*innen und Privatpersonen, die sich einfach gerne im Netz austauschen möchten – sie allen erleben digitale Gewalt. Als Beratungsstelle steht HateAid diesen Menschen zur Seite. In ihrem Podcast hörst du ihre Geschichten. Mit dabei sind zum Beispiel die TikTok-Crew Elevator Boys, Virologin Melanie Brinkmann, Autorin Emilia Roig und Politiker Tareq Alaows.

Neben ihren bewegenden Geschichten bekommst du jede Woche auch praktische Tipps, wie du selbst mit Hass im Netz umgehen kannst.


16.11.2022

Ligante#5 – Radikalisierungs­prävention und Polarisierung

Was versteht man unter gesellschaftlicher Polarisierung und welche Implikationen haben Konfliktlinien für die Radikalisierungsprävention? Inwiefern nutzen antidemokratische Gruppen gesellschaftliche Polarisierung und wie können zivilgesellschaftliche Akteure dem mit (phänomenübergreifender) Arbeit begegnen? Diesen Fragen widmet sich die BAGRelEx in der fünften Ausgabe ihrer Fachzeitschrift Ligante. Fachdebatten aus der Präventionsarbeit.


16.11.2022

Online-Fortbildungsreihe: Frankfurter Gespräche zur Radikalisierungsprävention

Was muss ich im Umgang mit radikalisierten Jugendlichen beachten? Wie lässt sich einer Radikalisierung vorbeugen? Welche Rolle spielen die sozialen Medien? Verschwörungsideologische Strömungen, rechter und religiös begründeter Extremismus – was unterscheidet sie und was haben sie gemeinsam? 

Die Fortbildungsreihe für pädagogische Fachkräfte und Interessierte informiert über Formen des Extremismus und stärkt Handlungskompetenzen. Bei dieser Auftaktveranstaltung mit der Extremismus-Forscherin und Spiegel-Bestseller-Autorin Julia Ebner ("Radikaliserungsmaschinen") von der University of Oxford geht es um Radikalisierungsprozesse im Rechtsextremismus.

24.11.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:

 

Mit diesen Themen und Gästen geht die Reihe weiter:  

23.02.2023 – Prof. Matthias Quent (Rechtsextremismus-Forscher) zum Thema: Wie die extreme Rechte gesellschaftliche Spannungen nutzt und verschärft.  

29.06.2023 – Hande Abay Gaspar und Manjana Sold (Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung) zum Thema: Online- und Offline-Radikalisierungen sowie Radikalisierung junger Frauen


16.11.2022

Webtalk: Kollektive Emotionen in Radikalisierungsprozessen und die Rolle von TikTok

TikTok liegt – nach WhatsApp und Instagram – auf Platz drei der von Zwölf- bis 19-jährigen regelmäßig genutzten Plattformen. Je jünger die Jugendlichen sind, desto häufiger verbringen sie Zeit auf der Plattform. Dabei nutzen sie die Plattform meist zur Unterhaltung. Gleichzeitig weisen neue Untersuchungen darauf hin, dass TikTok von Jugendlichen vermehrt als Suchmaschine genutzt wird. Welche Fragen stellen sie sich, wer gibt die Antworten und mit welchem Content vertreiben sie sich die Langeweile?

In diesem Webtalk wollen wir uns mit der Wirkungsweise sowie Attraktivität von TikTok auseinandersetzen und uns mit der Frage beschäftigen, ob und in welcher Weise die Plattform zu Radikalisierungen führen kann und welche Rolle kollektive Emotionen dabei spielen.

Nader Hotait forscht zu dem Thema „Potenziale der Radikalisierung auf TikTok“. In seinem Impulsvortrag wird er anhand von Beispielen die Wirkungsweise von TikTok beschreiben und auf die damit verbundenen Gefahren eingehen.

Anschließend wird Sebastian Oschwald die Bedeutung von kollektiven Emotionen in Radikalisierungsprozessen darlegen, die Erkenntnisse auf TikTok übertragen und pädagogische Ansätze in der Präventionsarbeit und der politischen Bildung zur Diskussion stellen.

08.12.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


15.11.2022

Bericht: Rebooting the Asylum System?

Die Rolle von digitalen Tools für Asylpraktiken und die Organisation von Schutzsystemen

Digitale Tools prägen zunehmend die Migrations-, Asyl- und Grenzverwaltungssysteme – von Chatbots, die Asylbewerber:innen bei der Registrierung ihrer Schutzgesuche helfen, bis hin zu Befragungen, die aus der Ferne per Video durchgeführt werden. Dies ist insbesondere in Europa der Fall, wo die Migrations- und Flüchtlingssituation 2015/16 eine erste Runde der Digitalisierung in Gang gesetzt hat. Dennoch haben viele Beteiligte nach wie vor Bedenken gegen den Einsatz digitaler Tools, da sie sich Sorgen um den Datenschutz, eine undurchsichtige Entscheidungsfindung und die fehlende menschliche Kontrolle in den Prozessen machen. Dieser Bericht des Migration Policy Institute untersucht die Chancen und Herausforderungen digitaler Tools für Asylpraktiken, Verfahren und die Organisation von Schutzsystemen. 
Der Bericht ist Teil der dreijährigen Initiative Beyond Territorial Asylum: Making Protection Work in a Bordered World, die vom MPI und der Robert Bosch Stiftung durchgeführt wird


14.11.2022

Frankfurter Diversitäts- und Integrationspreis 2022

In Frankfurt am Main engagieren sich viele Vereine, Initiativen und Einzelpersonen. Sie setzen sich für ein besseres Zusammenleben ein und bauen Brücken – innerhalb der Nachbarschaft oder in den Stadtvierteln engagieren sie sich gegen Ausgrenzung und Rassismus. Mit dem Frankfurter Diversitäts- und Integrationspreis würdigt die Stadt seit 2002 innovative Projekte und Engagierte, die sich im besonderen Maße für ihre Mitmenschen stark machen.

Vorschläge dafür, wer den Preis bekommen soll, können bis 30. November eingereicht werden.


14.11.2022

Fachtag Medienpädagogik: Handlungsoptionen für die pädagogische Praxis und die Prävention

Welche Rolle spielen Soziale Medien bei der Identitätsbildung von Jugendlichen? Mit welcher Haltung kann ich den Meinungsbildungsprozess von Jugendlichen begegnen? Wie kann ich ganz praktisch mit einem IPad und ein paar Klicks mit Jugendlichen Memes erstellen? Wie sind die rechtlichen Rahmenbedingungen bzgl. sexualisierter Selbstdarstellung im Netz und was waren nochmal "Loverboys"?


Diesen und weiteren Fragen soll im Dezember beim Fachtag Medienpädagogik am 07.12.2022 von 09:00-15:00 Uhr in der KVHS Gifhorn nachgegangen werden. Schwerpunktmäßig geht es um Meinungs- und Identitätsbildungsprozesse von Jugendlichen und Handlungsoptionen für die pädagogische Praxis und die Präventionsarbeit. Zur Vernetzung der Fachkräfte ist zudem ein Markt der Möglichkeiten eingerichtet, bei dem sich Träger aus Niedersachsen und Gifhorn vorstellen und es Zeit für Austausch und Vernetzung geben soll.


Den inhaltlichen Hauptvortrag wird Dr. Georg Materna vom JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis halten. Er spricht darüber, wie soziale Medien die politische Meinungsbildung von Kindern und Jugendlichen verändern und welche Konsequenzen daraus für (Medien-)Pädagogik und Präventionsarbeit abgeleitet werden können.

07.12.2022 -  in Gifhorn
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


10.11.2022

Fachtagung: Brauchen wir neue Strategien für die Sicherheit im öffentlichen Raum? Alltagskriminalität und Ordnungswidrigkeiten im Spannungsfeld öffentlicher Sicherheitspolitik

Im Bereich der Alltagskriminalität, insbesondere im Diebstahl- und Einbruchsbereich, ist die Aufklärungsrate relativ gering. Auch bei der Ahndung von Ordnungswidrigkeiten kommen die Kommunen kaum noch hinter her. Während der Corona-Pandemie sind Polizei und kommunale Ordnungsdienste mit der Umsetzung und Einhaltung der Hygienemaßnahmen im öffentlichen und privaten Raum sowie dem Umgang mit Corona-Protesten schließlich an ihre Belastungsgrenze gekommen.

Dadurch ist bei vielen Bürgerinnen und Bürgern der Eindruck entstanden, dass der Staat kapituliert hätte und tatenlos dem Treiben der Täter zusähe. Die Corona bedingte Aussetzung von Haftbefehlen bei Erschleichungsdelikten und die Überlastung der Justiz bei der Strafverfolgung verstärkten dieses Gefühl.

Aber weder in der Sicherheitspolitik auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene noch in der europäischen und deutschen Sicherheitsforschung wird der Zusammenhang von Alltagskriminalität und Unsicherheitsgefühl diskutiert und mit adäquaten Strafverfolgungs- und Präventionsmaßnahmen bzw. Forschungsprojekten adressiert. Auch in der Präventionspraxis ist festzustellen, dass Themen wie Extremismus, Gewalt und Sucht einen deutlich höheren Stellenwert einnehmen als die Prävention von Kleinkriminalität und Ordnungswidrigkeiten.

Die Fachtagung will der Frage nachgehen, wie Polizei und Kommunen das Sicherheitsgefühl der Bürger*innen stärken und das Vertrauen der Bürger*innen zurückgewinnen können. Praktiker*innen aus Polizei und Kommunen sowie Wissenschaftler*innen diskutieren auf der zweitägigen Veranstaltung folgende Kernfragen:

  • Braucht es für den Umgang mit Alltagskriminalität im öffentlichen Raum und Ordnungswidrigkeiten neue Präventions- und Sicherheitsstrategien?
  • Wie können Kommunen und Polizei gemeinsam aktiv das Sicherheitsgefühl der Bürger*innen verbessern?
  • Welche bürgernahen Ansätze in der Polizeiarbeit, der kommunalen Prävention und der kommunalen Sicherheit- und Ordnung sind vielversprechend?

Zusammenfassend sollen sich daraus Forderungen für einen innovativen Sicherheitsdiskurs der Politik auf Landes-, Bundes- und der europäischen Ebene ableiten lassen.  

17.11.2022 - 18.11.2022 in Essen
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


10.11.2022

Jugendnotmail

Geflüchtete ukrainische Kinder und Jugendliche brauchen nicht nur Sicherheit, sondern auch eine Perspektive und vor allem einfühlsame Begleitung. Gerade bei Kindern und Jugendlichen wird der Krieg seine Spuren hinterlassen. Das Grundvertrauen, sich körperlich und seelisch unversehrt und geschützt zu fühlen, ist beschädigt. Hinzu kommen Ängste um das eigene Leben und das Leben von Verwandten und Freunden. Die Online-Beratung JugendNotmail hat deshalb eine Applikation entwickelt, die es ermöglicht, den Beratungsdienst in Ukrainisch, Russisch oder Englisch zu öffnen, wenn diese Sprache auf dem Mobiltelefon voreingestellt ist. Berater*innen mit entsprechenden Sprachkenntnissen nehmen die Nachrichten entgegen und beantworten sie.


09.11.2022

Studie: Zwischen Nächstenliebe und Abgrenzung. Eine interdisziplinäre Studie zu Kirche und politischer Kultur

Haben Kirchenmitglieder weniger Vorurteile als andere Menschen? Und wie gehen Gemeinden mit aufkommenden gesellschaftlichen Herausforderungen um? Die Evangelische Kirche hat die Verbindungen zwischen Kirche und politischer Kultur in einer Studie untersucht.


09.11.2022

Beitrag: Gender und Fluchtmigration

Seit 2015 stellen Menschen aus verschiedenen Ländern des Nahen Ostens wie Syrien eine neue bedeutsame Zuwanderergruppe in Deutschland dar. Aus dieser Entwicklung resultiert die Aufgabe für die Soziale Arbeit, Konzepte zur Unterstützung dieser Gruppe von geflüchteten Menschen zu etablieren und umzusetzen. In diesem Beitrag werden zunächst Ergebnisse aus Studien zu Fluchtmigration und Gender zusammengetragen und Forschungslücken benannt. Auf dieser Basis fomulieren die Autor:innen Empfehlungen für die Praxis der Sozialen Arbeit im Kontext von Fluchtmigration.


08.11.2022

Workshop: Diversity – Antirassismus – Integration

In diesem Workshop möchten wir gemeinsam über die Themen Diversity, Antirassismus und Integration reflektieren. Was versteht die Öffentlichkeit unter diesen Begriffen? Was verbinde ich damit? Die Erkenntnisse, die wir gemeinsam erzielen, werden wir mittels Kunst zum Ausdruck bringen. Danach folgt ein interaktiver Austausch zwischen den TeilnehmerInnen. Malkenntnisse sind nicht notwendig, nur Motivation und Neugier zum Mitwirken sind wichtig. Material wird zur Verfügung gestellt.

Der Verein frau-kunst-politik e. V. setzt sich für die Förderung von Gleichberechtigung, Kunst und Kultur sowie für die Förderung des Völkerverständigungsgedankens ein.

Referentinnen:

Marie-Jules Mimbang (Kamerun-Deutschland) Dottore Magistrale in Politikwissenschaft, Trainerin in der polit. Jugend- und Erwachsenenbildung.
Dr. Corina Toledo (Chile-Deutschland) Leiterin des fraukunst-politik e.V., Referentin in der polit. Jugend- und Erwachsenenbildung für Ökofeminismus, Antirassismus, Matriarchatsforschung.

26.11.2022 -  in Riedgaustr. 4, 81673 München
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


08.11.2022

Zusammen in Vielfalt

Mit dem Jahresthema „Zusammen in Vielfalt“ richten Volkshochschulen ihr besonderes Augenmerk auf eine große Herausforderung für unsere Demokratie: Es gilt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und gleichzeitig die Vielfalt individueller Identitäten zu berücksichtigen.

 

„Bildung für alle“ lautet der grundlegende Anspruch der Volkshochschulen. Dieser Leitspruch basiert auf der Anerkennung und Förderung von Diversität und der demokratischen Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Volkshochschulen betrachten lebenslanges Lernen als wichtige Voraussetzung, damit Menschen den Anschluss an gesellschaftliche Entwicklungen halten können, damit sie Veränderungen bewältigen und aktiv mitgestalten können, damit sie ihre berufliche Teilhabe ebenso sichern können wie ihre demokratische Mitbestimmung. 

Gesellschaftlicher Zusammenhalt erwächst aus Teilhabe. Diese Teilhabe möchten Volkshochschulen allen Menschen ermöglichen – unabhängig von deren Identität. Gesellschaftlicher Zusammenhalt kann aus Sicht der Volkshochschulen nur ein Zusammenhalt in Vielfalt sein, ein Zusammenhalt, der die Diversität unserer Gesellschaft anerkennt. Unsere Gesellschaft besteht aus Menschen mit unterschiedlichen Biografien, Fähigkeiten und Lebensrealitäten.

Diese Vielfalt birgt großes Potenzial. Denn um die großen gesellschaftlichen Herausforderungen – wie die Corona-Pandemie, den Klimawandel, Migration, gesellschaftliche Teilhabe von marginalisierten Gruppen, die Fragmentierung und Polarisierung der Gesellschaft, die digitale Spaltung oder den demografischen Wandel zu meistern, bedarf es einer breiten Debatte. Volkshochschulen bieten den Raum einen konstruktiven Austausch über unterschiedliche Erkenntnisse und Ideen, Interessen und Meinungen zu führen.


07.11.2022

Online-Veranstaltung: Kursangebote digital unkompliziert umsetzen: Lernen Sie das Forum Radikalisierungsprävention kennen!

Das DVV-Projekt Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt präsentiert das Online-Angebot „Forum Radikalisierungsprävention“. Unter dem „Dach“ des Forums werden Online-Kursangebote aus dem Bereich Radikalisierungsprävention für die Umsetzung im Kursgeschehen (mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen) zur Verfügung gestellt. Das Forum richtet sich an vhs-Mitarbeiter*innen, vhs-Kursleitende, Respekt Coaches und weitere Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit. 

Insgesamt gibt es aktuell drei Online-Kursangebote:

  • Als erstes ist der Kurs „Digitale Lebenswelten“ mit dem Schwerpunkt Medienkompetenzförderung veröffentlicht worden: Er umfasst ein integriertes Konferenz-Tool für das virtuelle Zusammenkommen sowie Vorlagen und die technische Ausstattung für Einzel- und Gruppenarbeiten. 
  • Der Kurs „Fokus Radikalisierung“ ist als zweiter an den Start gegangen: In der Wissen- und Kompetenzvermittlung im Themenfeld Extremismus und Radikalisierung geht es unter Anderem darum, mit Jugendlichen Wünsche für unsere Gesellschaft zu formulieren und persönliche Ziele in der Abgrenzung zu extremistischer Ansprache zu setzen.
  • Der dritte Kurs „Fokus Gender“ mit dem Schwerpunkt genderreflektierter Arbeit hat die folgenden Ziele: Mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen ins Gespräch kommen zu den Themen Gender und Vielfalt – ihnen Wissen dazu vermitteln – sie in ihrem Sein bestärken – Abgrenzung zu extremistischer Ansprache fördern.

23.11.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


03.11.2022

Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur (ZEOK)

Das Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur verfolgt das Ziel, den kulturellen Dialog sowie das kulturelle Zusammenwirken von Orient und Okzident zu unterstützen, das wechselseitige Verständnis zu erhöhen und das gemeinsame kulturelle Erbe in all seiner Vielfalt darzustellen und zu pflegen.

 

Seit Jahrtausenden sind Orient und Okzident eng miteinander verbunden. Handel, Migration und geistiger Austausch führten zu einer wechselseitigen Befruchtung der Kulturen, von der unsere Völker noch heute zehren. Der Kontakt zwischen Orient und Okzident brachte Zivilisationen zur Blüte und legte die Grundlagen für unsere heutige Entwicklung. Das beginnende 21. Jahrhundert sieht Europa zusammenwachsen und die Entfernungen in der Welt schrumpfen.

Doch es sind auch Risse, die sich vertiefen, Brücken, die zerstört werden, Herzen, die das Sehen verlernen. Daher verdient der Dialog zwischen Orient und Okzident als Alternative zu kultureller Überheblichkeit, Krieg und Terrorismus in der gegenwärtigen Zeit unsere ganz besondere Aufmerksamkeit. Viele Menschen haben es sich zum Anliegen gemacht, dem Zusammenwachsen Europas die Vision einer erneuten Annäherung von Orient und Okzident an die Seite zu stellen, eine Annäherung, die getragen wird von gegenseitiger Achtung und der Überzeugung, dass nur dem friedlichen Miteinander, dem Dialog der Kulturen die Zukunft gehört.

2004 gründeten wir das Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur e.V. (ZEOK). Unsere Mitglieder sind in der ganzen Bundesrepublik verteilt. Das Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur verfolgt das Ziel, den kulturellen Dialog sowie das kulturelle Zusammenwirken von Orient und Okzident zu unterstützen, das wechselseitige Verständnis zu erhöhen und das gemeinsame kulturelle Erbe in all seiner Vielfalt darzustellen und zu pflegen.

Der Verein fördert unterschiedliche Identitäten. Gleichzeitig ist er bemüht, in diesen unterschiedlichen Identitäten verbindende Elemente zu entdecken und darzustellen.


03.11.2022

Research Paper: „Belastungsprobe für die Demokratie: Pro-russische Verschwörungserzählungen und Glaube an Desinformation in der Gesellschaft"

Im Research Paper stellt CeMAS die Ergebnisse ihrer neusten bevölkerungsrepräsentativen Befragung vor. Wie rezipiert die deutsche Bevölkerung pro-russische Narrative heute? Gibt es tatsächlich einen Unterschied in der Haltung gegenüber Verschwörungserzählungen zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zwischen Ost- und Westdeutschland? Und wessen Wähler:innenschaft stimmt Verschwörungserzählungen zum Ukraine-Krieg eher zu?


02.11.2022

Seminar: "Eine Welt der Vielfalt"

Der respektvolle Umgang mit Minderheiten, die Entwicklung eines Zugehörigkeitsgefühls für alle und das konsequente Eintreten gegen Ausgrenzung erfordern neue Handlungskompetenzen. Hier setzt das Trainingsprogramm "Eine Welt der Vielfalt" an. Dabei bezieht sich Vielfalt nicht nur auf die "multikulturelle Gesellschaft", sondern ebenso auf Differenzen in Geschlecht, Religionszugehörigkeit und Lebensstil. Das Programm stammt ursprünglich aus den USA, wo es unter dem Titel "A World of Difference" von der Anti-Defamation-League konzipiert wurde. In der Bundesrepublik ist es inzwischen so überarbeitet worden, dass es in Bildungseinrichtungen, Einrichtungen der (Jugend-)Sozialarbeit und Berufshilfe, Verwaltungen und privatwirtschaftlichen Unternehmen Anwendung finden kann.
Diese Ausbildung wendet sich an Interessierte aus verschiedensten Einrichtungen, die mit Blick auf die Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten in ihren Arbeitsfeldern qualifiziert werden wollen/sollen.
Die gemeinsame interdisziplinäre Ausbildung bietet Ihnen auch die Möglichkeit zur Vernetzung und wechselseitigen Unterstützung.

21.11.2022 - 25.11.2022 in Klosterweg 4, 29549 Bad Bevensen
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


02.11.2022

Publikation: Demokratiebildung und Migrationsgesellschaft

Die Publikation versammelt ausgewählte Beiträge renommierter Expertinnen und Experten für Demokratiebildung und ist ein Ergebnis der Fachtage, die Dialog macht Schule zwischen November 2021 und April 2022 veranstaltete. Im Mittelpunkt stand die Frage »Was macht gute Demokratiebildung in der Migrationsgesellschaft aus?«

Mit dieser Broschüre möchte DmS die neuen Herausforderungen für die Demokratiebildung genauer beschreiben. Kritische Reflexionen zu Begriffen, Konzepten und praktischen Ansätzen anhand von Fallbeispielen stehen im Mittelpunkt der Beiträge. Sie repräsentieren unterschiedliche Perspektiven und Ansätze, ohne erschöpfende Antworten oder einfache Rezepte zu liefern.


02.11.2022

Online-Tagung: Gender & Crime

Die Tagung beschäftigt sich mit den Gender- und Geschlechteraspekten in Strafrecht und Kriminologie und fokussiert besonders geschlechtsspezifische Gewalt, u. a. Femizide, Catcalling und antifeministische Ideologien. In Hauptvorträgen, Panel-Sessions und Workshops sollen Forschungsfragen und -perspektiven diskutiert und interdisziplinäre Wissenschaftler*innen zusammengebracht werden.

24.11.2022 - 25.11.2022, Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


01.11.2022

Praxis-Impuls: STOP-OK! Ein Moderationstool zur Radikalisierungsprävention

In diesem kurzen Vortrag stellt der Verein „Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland“ das Moderationstool „STOP-OK!“ vor. Das Tool eignet sich sehr gut, um in Gruppen authentische Radikalisierungsfallbeispiele von Jugendlichen zu analysieren und gemeinsam präventive Handlungsoptionen zu diskutieren.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des DPT-TV des 27. Deutschen Präventionstages statt und wird auf englisch und deutsch zu hören sein. Eine Anmeldung zum 27. DPT ist über folgenden Link möglich: https://www.praeventionstag.de/nano.cms/onlineanmeldung

09.11.2022 -  in Online
Weitere Informationen:


31.10.2022

Tagungsdokumentation: Esoterik und Demokratie – Ein Spannungsverhältnis

Esoterik und Demokratie stehen in einem immanenten Spannungsverhältnis. Konsens und Aushandlung als zentrale Kategorien demokratischer Entscheidungsfindung sind von einem esoterischen Standpunkt ausgehend nicht mehr möglich. Wie geht die Gesellschaft damit um? Dokumentation der Tagung vom 5.-6. September 2022.

Ins Horoskop schauen, einen Talisman mit sich führen oder Globuli gegen die Erkältung nehmen: Esoterische Alltagsphänomene mögen aus wissenschaftlicher Sicht nicht vernünftig sein, richten aber meist keinen unmittelbaren Schaden an. Doch das lässt sich nicht für alle Formen der Esoterik sagen. In der Coronaleugner-Szene nehmen esoterische Vorstellungen breiten Raum ein. Im Rechtsextremismus (und darüber hinaus) vermischen sich esoterische Weltbilder mit Reichsbürgerideologie, Antisemitismus und völkischen Überlegenheitsphantasien. Esoterisch grundierte Wissenschaftsfeindlichkeit versucht, politische Entscheidungen zu delegitimieren und bringt mitunter – wenn es z. B. um Medizin geht – Menschenleben in Gefahr.

Diese Beispiele zeigen: Esoterik kann in ein direktes Spannungsverhältnis mit der Demokratie treten. Doch wie gefährlich kann esoterisches Denken (und Handeln) für die Demokratie werden? Wie unterscheidet es sich von klassischen religiösen Weltdeutungen? Welche Rolle spielt Esoterik im Rechtsextremismus? Welche finanziellen Interessen stehen hinter dem riesigen Esoterikmarkt? Wie geht die Gesellschaft mit Esoterik um und wie greift die politische Bildung das Thema auf? Die Fachtagung "Esoterik und Demokratie – Ein Spannungsverhältnis" machte sich vom 5.-6. September 2022 in Fulda und online auf die kontroverse Suche nach Antworten.


27.10.2022

Arbeitshilfe: Unterstützung geflüchteter Frauen

Diese ausführliche Online-Arbeitshilfe will ehrenamtlichen Unterstützer*innen von geflüchteten Frauen eine Orientierung zu relevanten Aspekten des Asyl-, Aufenthalts- und Sozialrechts bieten. Neben den rechtlichen Informationen enthält die Arbeitshilfe auch einige Impulse zu Fragestellungen, die Handeln und Haltung im ehrenamtlichen Engagement betreffen.


27.10.2022

Online-Fortbildung: Ukraine - aktuelle Entwicklungen für die Flüchtlingsarbeit

Seit acht Monaten tobt der Krieg in der Ukraine, über eine Million Flüchtlinge sind mittlerweile in Deutschland registriert. Durch die Aktivierung der Massenzustrom-Richtlinie hat die EU einen besonderen Status als Kriegsvertriebene für die Menschen aus der Ukraine geschaffen. Im krassen Gegensatz zu den auf Abwehr ausgerichteten Maßnahmen, die das Europäische Grenzregime ansonsten kennzeichnet, herrscht bei den Geflüchteten aus der Ukraine innerhalb der EU große Einigkeit: Sie sollen schnell und unbürokratisch aufgenommen werden, und gerade die Nachbarstaaten der Ukraine beherbergen sehr viele Menschen. 

Hierzu möchten wir einen Einblick in die Lebensrealitäten ukrainischer Geflüchteter in den osteuropäischen Staaten und die Debatten auf europäischer Ebene geben. Berichten wird Marc Speer von Bordermonitoring EU, der die Situation in den vergangenen Monaten intensiv beobachtet hat. 

Mittlerweile versuchen seit der Teilmobilmachung in Russland am 21. September auch vermehrt russische Staatsangehörige Schutz in Deutschland zu beantragen, um sich dem Kriegsdienst zu entziehen. Gleichzeitig dürfen ukrainische Männer im wehrfähigen Alter das Land nicht ohne weiteres verlassen. Rudi Friedrich von Connection e.V. wird den Fokus auf die Situation der Deserteure und Kriegsdienstverweigerer richten.

In einem letzten Teil soll es um die Drittstaatsangehörigen aus der Ukraine gehen. Im Rahmen des Konflikts kamen auch einige Tausend Menschen nach Hessen, die zwar keine ukrainische Staatsangehörigkeit haben, aber bei Kriegsausbruch in der Ukraine gelebt haben und hier ebenfalls Schutz vor dem Krieg suchten. Einige sind in ihre Heimatländer weitergereist, für andere ist dies aus unterschiedlichen Gründen keine Option. Drittstaatsangehörige können zwar ebenso wie ukrainische Staatangehörige einen Schutzstatus bekommen, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen, und in der Praxis bereiten diese Fälle oft Probleme bei den Ausländer- und Sozialbehörden. Zwar haben diese Menschen mittlerweile meist Fiktionsbescheinigungen bekommen, doch ob sie schließlich eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, ist oftmals noch offen. 

10.11.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


26.10.2022

BBQ – Der Black Brown Queere Podcast

BIPoC und queere Perspektiven finden im öffentlichen Diskurs noch immer wenig Raum. BBQ ist der Podcast, der das ändert. Monatlich suchen sich die Hosts Zuher Jazmati und Dominik Djialeu ein Thema, das sie beschäftigt oder die Welt gerade bewegt.Ob queere Bewegung im Osten, BIPoCs in der Politik oder die glamouröse Welt des Ballroom Culture – zu Gast sind immer Betroffene, Aktive und Menschen aus der Szene um ihre Expertise zu teilen. Was BBQ dabei so einzigartig macht? Der nicht-weiße und dazu queere Blickwinkel auf Themen mit gesellschaftlicher Relevanz.

Weitere Infos auch auf Instagram: @bbq.podcast


26.10.2022

Kompetenznetzwerks gegen Hass im Netz

Das Kompetenznetzwerk gegen Hass im Netz ist ein Zusammenschluss von vier etablierten Organisationen, die sich gegen Hassrede und Gewalt im digitalen Raum engagieren: Das NETTZ, HateAid, jugendschutz.net, und Neue deutsche Medienmacher*innen. Mit dem Kompetenznetzwerk gegen Hass im Netz entsteht in den nächsten Jahren eine zentrale Anlaufstelle für alle, die sich informieren wollen, Hilfe suchen, sich engagieren, Orientierung brauchen, darüber berichten oder sich weiterbilden wollen.


26.10.2022

Broschüre: vielgestaltig* - Bildung für gendersensible Vielfaltsgestaltung

Diese Broschüre wirft einen Blick zurück auf vergangene Bildungsveranstaltungen, auf digitalen Angebote, Fachtag und weitere Aspekte der Projektarbeit des Projekt vielgestaltig* – Bildung für gendersensible Vielfaltsgestaltung, welches seit Herbst 2020 in verschiedenen Formaten und Kontexten rund um die Themen Gender, Diversität und Anti-Diskriminierung arbeitet.


26.10.2022

Veranstaltung: Vielfalt, Vorurteile und Verständnis' – Begegnung und Perspektivwechsel in der Ausbildung der Polizei

Die Veranstaltung wird am 23. November 2022 in der Zentrale des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg stattfinden. Außerdem wird es möglich sein, die Veranstaltung online über einen Livestream zu verfolgen.

Das Kooperationsnetzwerk – Sicher Zusammenleben (KoSiZu) fördert verschiedene Modellprojekte, die sich der Initiierung, Verstärkung und Förderung des Dialogs zwischen der Polizei und muslimischen Akteuren in Deutschland widmen.

Das Projekt „Aktives Begegnen“ ist beim Senator für Inneres der Freien Hansestadt Bremen angesiedelt und richtete sich speziell an Menschen mit Fluchterfahrung sowie an Studierende im Studiengang Polizeivollzugsdienst aus Bremen. Im Rahmen von niedrigschwelligen Begegnungsprojekten wurde der Austausch und das wechselseitige Kennenlernen der beiden Zielgruppen ermöglicht, wodurch der Abbau potenzieller gruppenbezogener Vorurteile gefördert werden sollte. Das Projekt wurde – beginnend mit dem Start im April 2020 – umfassend wissenschaftlich und videografisch begleitet. Die Ergebnisse des Projekts möchten wir Ihnen nunmehr im Rahmen der vorliegenden Veranstaltung präsentieren und mit Ihnen gemeinsam reflektieren.

Zielgruppe:
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an alle Personen, die im Bereich Aus- und Fortbildung bei der Polizei tätig sind, an Mitarbeitende der Polizei, von Polizeihochschulen, Innenbehörden und anderen Ministerien, Polizeibeauftragte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie an Personen, die im Bereich der Vermittlung interkultureller Kompetenzen aktiv sind, an zivilgesellschaftliche Akteure aus den Bereichen Integrationsförderung, Flucht und Antidiskriminierung und alle weiteren Interessierten.

23.11.2022 - Frankenstraße 210, 90461 Nürnberg & Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


25.10.2022

Fachtag: Kommunale Schutzkonzepte für die Unterbringung von Geflüchteten - Ansätze zur strukturellen Verankerung und effektiven Umsetzung

Nach wie vor steht die Unterbringung von Geflüchteten in den Ländern und Kommunen unter dem Zeichen eines erhöhten Belegungsdrucks. Durch das Zusammenspiel aus der Zuwanderung aus der Ukraine und den erhöhten allgemeinen Zuwanderungszahlen stoßen viele Unterkünfte an die Grenzen Ihrer Unterbringungskapazität.

Kommunen stehen unter diesen Gegebenheiten vor großen Herausforderungen bei der Versorgung und Unterbringung von Geflüchteten. Nicht aus dem Blick geraten darf dabei der Schutz vor Gewalt sowie die Schaffung und Aufrechterhaltung sicherer (kindgerechter) Orte als Daueraufgabe der für die Unterbringung zuständigen Behörden.

Einen wichtigen Beitrag zur Gewährleistung sicherer Unterbringungsbedingungen wie auch bei der Bewältigung von Herausforderungen bieten kommunale Schutzkonzepte. Diese bieten allen lokalen Akteur:innen Orientierung, indem Unterbringungsstandards festgehalten, die Rollen und das Zusammenwirken der relevanten Akteur:innen benannt und konkrete Maßnahmen zum Schutz von Geflüchteten definiert werden.

Der Fachtag „Kommunale Schutzkonzepte für die Unterbringung von Geflüchteten“ beleuchtet anhand von Beispielen aus der Praxis, wie Schutzkonzepte in der kommunalen Unterbringung strukturell verankert und effektiv umgesetzt werden können und bietet Gelegenheit zum Austausch über die Frage, wie Maßnahmen zum Gewaltschutz auch in Zeiten besonderer Herausforderungen berücksichtigt werden können.

Der Fachtag findet im Rahmen der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ statt und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

17.11.2022 - Lenaustr. 3-4, 12047 Berlin
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


24.10.2022

Abschlusstagung: Nationale Abschlusstagung zur Femizidprävention

Die Veranstaltung bildet den Abschluss des zweijährigen EU-Projekts „FEM-UnitED – Gemeinsam Femizide in Europa verhindern“ (2020-2022), welches in Deutschland vom IfeS durchgeführt und vom BMFSFJ kofinanziert wird. Die Interventionsstelle KIS in Leipzig beschäftigt sich mit der Prävention von Femiziden und Gewalt gegen Frauen in der Praxis. Im Rahmen der Tagung werden zunächst die Ergebnisse von FEM- UnitED auf nationaler und europäischer Ebene kurz vorgestellt, ebenso wie die praktische Arbeit der KIS. Es folgen Vorträge aus unterschiedlichen Perspektiven zur Verbesserung von Prävention und Intervention von Femiziden in Deutschland. Anschließend werden diese mit Gästen in einem moderierten Gespräch diskutiert.
Ziel der Tagung ist, Impulse für die wirkungsvolle Umsetzung von Maßnahmen zur Prävention von Femiziden in Deutschland zu geben.

11.11.2022 -  Stadt Leipzig – Neues Rathaus
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


20.10.2022

Strategien und Instrumente des sozialen Zusammenlebens im Quartier zur Integration besonders benachteiligter Bevölkerungsgruppen

Menschen aus EU-Mitgliedsstaaten, insbesondere aus Rumänien, Polen und Bulgarien, sind die größte Zuwanderungsgruppe in Deutschland. Insbesondere Angehörige der stigmatisierten Minderheit der Rom:nja, den Zugang zu verschiedenen gesellschaftlichen Teilbereichen, wie Wohnen und Arbeit zu ermöglichen sowie ihre soziale und kulturelle Teilhabe zu fördern, ist auf Grund des angespannten Wohnungsmarkts in Großstädten, antiziganistischen Vorbehalten in der Aufnahmegesellschaft, Diskriminierung auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen und der persönlichen Voraussetzungen der Gruppe eine besondere Herausforderung für die lokale Integrationsarbeit.

Welche wohnraum- und quartiersbezogenen Maßnahmen können die Teilhabemöglichkeiten dieser benachteiligten Gruppe am gesellschaftlichen Leben befördern? Wie werden öffentliche Räume und soziale Infrastrukturen in städtischen Quartieren durch unterschiedliche Bewohnergruppen wahrgenommen und genutzt? Was sind besonders gemeinschaftsfördernde Orte und welchen Beitrag zur Verbesserung des sozialen Zusammenlebens und zur Integration benachteiligter  Minderheiten können sie leisten?

Unter der Leitung des ISP werden diese Fragen mit Praxispartnern anhand Fallbeispiels Märkischen Viertel  Berlin im Verbundprojekt StraInQ untersucht.

Das Forschungsvorhaben StraInQ baut auf Ergebnissen des Vorgängerprojektes StraInWo auf. Dabei entwickelte Strategien zur Förderung des Zugangs benachteiligter Gruppen zu Wohnraum, sollen im aktuellen Projekt um Erkenntnisse der sozialräumlichen Integration in bestehende Nachbarschaften und Quartiere ergänzt werden. Fragen nach der alltäglichen Nutzung öffentlicher Räume und sozialer Infrastrukturen sowie zum Zusammenleben der Menschen in dicht besiedelten und von Zuwanderung geprägten Wohnquartieren stehen dabei im Mittelpunkt.


19.10.2022

Publikation: Systemische Beratung in der Extremismusprävention. Theorie, Praxis und Methoden

Wie kann eine systemische Beratung zur Deradikalisierung, zur Distanzierung und zum Ausstieg aus dem Extremismus gelingen? Dieser Frage widmet sich dieses Buch. Als Grundlagenwerk der systemischen Deradikalisierungsberatung zeigt es theoretische Konzepte v.a. für den Islamistischen Extremismus auf. Als Handbuch bietet es ein anwendungsorientiertes Wissen, indem systemische Methoden zur Intervention an Fallbeispielen vorgestellt werden. Dies wird durch eine Online-Toolbox praxisnah vertieft. Beratende illustrieren als "Stimmen aus der Praxis für die Praxis" die Potentiale der systemischen Beratung. Interdisziplinäre Gastbeiträge vertiefen einzelne Aspekte. Dabei werden besondere Herausforderungen des Arbeitsfeldes und Lösungsstrategien vorgestellt.


19.10.2022

Analyse: „Von Hanau bis Moria“: Antirassistische Bewegungen im Kampf gegen strukturellen Rassismus

Wer über die Verteidigung der offenen Gesellschaft spricht, muss auch über strukturellen Rassismus sprechen – von Hanau bis Moria. Die Soziologin Ceren Türkmen beschreibt die politische Dimension von Gedenken und Erinnern und analysiert die neue Konjunktur antirassistischer Bewegungen seit dem Terroranschlag in Hanau.


19.10.2022

Heidelberger Präventionspreis 2022

Die Ausschreibung zum Thema „Große Herausforderungen annehmen – passende Angebote für alle Altersgruppen schaffen“ richtet sich an alle Einrichtungen, die sich im Bereich Prävention gesellschaftlich engagieren (z.B. Ehrenamtliche, Vereine und Verbände, Behörden, Hilfsorganisationen, Jugendarbeit, Schulen und Bildungseinrichtungen, Kulturschaffende, u.a.).

Bewerbungen sind ab sofort möglich bis 28. Oktober 2022 an info@sicherheid.de


18.10.2022

Online-Fortbildung: Leistungen und medizinische Versorgung für Personen mit Behinderung im Asylverfahren

Etwa 15 Prozent der Menschen, die fliehen, haben laut Schätzungen eine Behinderung. Im Asylverfahren und der Versorgung von Asylsuchenden bleiben Behinderungen und daran gebundene besondere Bedarfe jedoch oft unentdeckt. Zwar gibt es Rechtsnormen wie die UN-Behindertenrechtskonvention oder die EU-Aufnahmerichtlinie, die Situation gestaltet sich dennoch oft schwierig und Geflüchtete mit Behinderung erhalten häufig nur einen minimalen Zugang zu Leistungen. Ohne professionelle oder ehrenamtliche Beratung bleibt der Zugang zu erforderlichen Leistungen oft verwehrt. Doch für eine adäquate Beratung und Unterstützung von Geflüchteten mit Behinderung ist Wissen an der Schnittstelle von Behindertenhilfe und Geflüchtetenhilfe von Nöten.

Die Fortbildung „Sozialleistungen und medizinische Versorgung für Personen mit Behinderung im Asylverfahren“ am 08. November gibt einen Überblick für Berater:innen über gesetzliche Regelungen bezüglich des Zugangs zu Sozialleistungen für Geflüchtete Menschen mit einer Behinderung. Welche Leistungen können erhalten werden? Wie ist der rechtliche Zugang zu diesen und wie werden sie beantragt?

  • Inhaltliche Schwerpunkte der Fortbildung sind der rechtliche Zugang und Anspruch auf:
  • Medizinische Versorgung und Hilfsmittel
  • Alltagsunterstützung und Pflegeleistungen
  • Bedarfsgerechten Wohnraum
  • Schwerbehindertenausweis

08.11.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


18.10.2022

Fachtagung: Antisemitismuskritische Bildungsarbeit in der (Post)Migrationsgesellschaft

Konkrete Einblicke in die pädagogische Praxis der Antisemitismussensibilisierung, Empowerment für Betroffene oder die Rolle von Migrantenselbstorganisationen und muslimischer Zivilgesellschaft – die Veranstaltung bringt gezielt verschiedene Perspektiven zu dem Thema zusammen. So soll ein Austausch über Problemstellungen, Spannungsfelder und Handlungsoptionen ermöglicht werden. Ziel der Tagung ist es, eine Plattform zu schaffen, auf der das Thema Antisemitismus aus muslimischer Perspektive moderiert wird und zugleich ein gesamtgesellschaftliches Verständnis für Antisemitismus unter Einbezug pluraler Perspektiven entwickelt werden kann.

Die Veranstaltung richtet sich an ein Fachpublikum und an alle interessierten Akteur:innen und Praktiker:innen im Themenfeld – pädagogische Fachkräfte, Multiplikator:innen in der Geflüchteten-Arbeit, Bildungsträger sowie die (postmigrantische) Zivilgesellschaft. 

07.11.2022 -  Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart
Weitere Informationen soiwe zur Veranstaltung:


17.10.2022

Online-Fachtag: Krieg in der Ukraine und lokale Konflikte: Auswirkungen auf Kommunales Zusammenleben in Deutschland

Der Krieg in der Ukraine hat seit Anfang des Jahres weitgehende Auswirkungen auf das Leben in Deutschland. In den ersten Monaten nach Kriegsbeginn wurden bereits 870.000 Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland registriert. Binnen kürzester Zeit mussten in Kommunen bundesweit zusätzliche Unterstützungsstrukturen geschaffen werden, um Zugänge zu Sprach- und Integrationsangeboten, Wohnraum oder Kita- und Schulplätzen zu schaffen. Große Hilfsbereitschaft und privates Engagement helfen, diese Krise zu bewältigen. Die Bereitstellung dieser Notfallstrukturen brachte dennoch kommunale Strukturen an ihre Grenzen und ging nicht selten auf Kosten bereits in Deutschland lebender geflüchteter Menschen. Gleichzeitig haben sich seit der Einstellung der Gaslieferungen aus Russland die Energiepreise vervielfacht. Die allgemeine Preisinflation führt zu steigenden Lebenshaltungskosten für alle Menschen. Die soziale Schere und marginalisierte Gruppen drohen weiter ins Abseits zu geraten, während sich Unmut in Protesten abzeichnet, die auch von rechtsextremen Gruppierungen für ihre Mobilisierung genutzt werden.

Auf dem 3. Fachtag des K3B – Kompetenzzentrum Kommunale Konfliktberatung am 09. November zu „Krieg in der Ukraine und lokale Konflikte: Auswirkungen auf Kommunales Zusammenleben in Deutschland“ möchten wir mit Wissenschaftler*innen, Praktiker*innen und kommunalen Akteur*innen darüber sprechen, wie sich der Krieg in der Ukraine auf das Zusammenleben in Städten und Gemeinden in Deutschland auswirkt. Wir möchten über die Herausforderungen der vergangenen Monate in Austausch kommen und diskutieren, wie sich Kommunen vorbereiten und präventiv arbeiten können, aber auch, welche Möglichkeiten es gibt, bereits existierende Konflikte zu bearbeiten.

09.11.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


13.10.2022

Webtalk: Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen im Lehrer*innenzimmer

Rassismus betrifft auch Lehrer*innen mit Migrationsgeschichte. Prof. Dr. Karim Fereidooni hat selbst in seiner Zeit als Referendar Rassismus erlebt und sich damit unter anderem in seiner Dissertation auseinandergesetzt. Er wird aus seiner Forschung zu Ungleichheitspraxen im Schulkontext berichten und Anregungen für eine diversitätssensible Lehrer*innenausbildung geben.
Zu Gast: Prof. Dr. Karim Fereidooni (Ruhr-Universität Bochum)

Die Veranstaltung ist Teil der Ufuq-Webtalk-Reihe zu rassismuskritischer Bildung in der Schule:
Die Fachstelle für Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus in Berlin bietet im Oktober und November 2022 kostenfreie Webtalks rund um das Thema „rassismuskritische Bildung in der Schule“ an. Nach einem Gespräch mit den eingeladenen Expert*innen geht es vor allem um einen Austausch mit den Teilnehmer*innen. Zu den Webtalks sind vor allem Pädagog*innen, (angehende) Lehrkräfte und Multiplikator*innen eingeladen. Die Webtalks finden auf der Plattform Zoom statt.

28.10.2022 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


12.10.2022

Online-Fachtagung: Soziales Zusammenleben im Quartier stärken - Kultursensible Räume, Teilhabe und Antidiskriminierung

Wie werden öffentliche Räume in vielfältigen, städtischen Quartieren durch unterschiedliche Bewohnergruppen wahrgenommen und genutzt? Welche Räume und Infrastrukturen wirken gemeinschaftsfördernd und an welchen Orten werden sozialräumliche Konflikte erkennbar? Was sind geeignete Strategien zur Förderung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens und dem Abbau von Diskriminierung?

Das Forschungsprojekt StraInQ – „Strategien und Instrumente des sozialen Zusammenlebens im Quartier zur Integration besonders benachteiligter Bevölkerungsgruppen“ geht diesen Fragen am Fallbeispiel des Märkischen Viertels in Berlin und einem Wohnprojekt für ehemals obdachlose Rom:nja-Familien nach.

Im Rahmen der Fachtagung „Soziales Zusammenleben im Quartier stärken - Kultursensible Räume, Teilhabe und Antidiskriminierung“ werden die aus dem Forschungsprojekt gewonnenen Empfehlungen vorgestellt und gemeinsam mit Teilnehmer:innen aus Wissenschaft und Praxis diskutiert. Dabei liegt der Fokus zum einen auf der Frage nach den Möglichkeiten städtischer Planung zur Förderung sozialen Zusammenlebens im Quartier. Zum anderen widmet sich die Fachtagung explizit der Gruppe der Rom:nja und ihrer gesellschaftlichen Teilhabechancen.

14.10.2022 -  Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


12.10.2022

Report: Influencing und Verschwörungspropaganda

Auf verschiedenen Plattformen präsentieren sich Akteur:innen der rechtsextremen und verschwörungsideologischen Szene als Influencer:innen und docken gezielt an die Mediengewohnheiten von Kindern und Jugendlichen an. Allen voran steht dabei das klassische Influencing mit einer Mischung aus privaten Einblicken, lebensweltnahem Content und zielgruppengerichtetem Marketing. Diesen scheinbar harmlosen Kontext nutzen die Akteur:innen, um demokratiefeindliche Statements und ihr verschwörungsideologisches Weltbild zu verbreiten.

Ihre Inhalte stellen sich auf den Plattformen unterschiedlich dar: Während auf den gängigen jugendrelevanten Sozialen Medien die problematischen Narrative eher verdeckt durch Codes vermittelt werden, sind die Aussagen auf Ausweichplattformen wie Telegram konkreter.

Bedient wird die gesamte Bandbreite an Formaten: von knappen Texten und Kurzvideo-Formaten bis hin zu ausführlichen Videos und Podcasts.


12.10.2022

Workshop: Diversity – Antirassismus – Integration

In diesem Workshop möchten wir gemeinsam über die Themen Diversity, Antirassismus und Integration reflek-tieren. Was versteht die Öffentlichkeit unter diesen Begriffen? Was verbinde ich damit?
Die Erkenntnisse, die wir gemeinsam erzielen, werden wir mittels Kunst zum Ausdruck bringen. Danach folgt ein interaktiver Austausch zwischen den TeilnehmerInnen.

22.10.2022 -  Riedgaustr. 4, 81673 München
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


12.10.2022

Elternbroschüre zum Thema Zwangsverheiratung: "Starke Familien haben starke Töchter"


11.10.2022

Fachtagung: Antifeminismus & Hasskriminalität

Auf der interdisziplinären Fachtagung „Antifeminismus und Hasskriminalität“ am FGZ Standort Jena werden ideologische und strukturelle Wurzeln des Antifeminismus in den Blick genommen und in Bezug auf geschlechtsspezifische Gewalt kontextualisiert.

Antifeminismus wird als Brückenideologie verstanden, die der Gleichstellungs- und Emanzipationspolitik von Frauen und LGBTIQ+ entgegenwirkt und dabei unterschiedliche politische Milieus miteinander vereint. Die reale Bedrohung antifeministischer Bestrebungen zeigt sich in politischen und gesellschaftlichen Strukturen und Praktiken der Ausbeutung, Unterdrückung und Diskriminierung aufgrund der Zuschreibung von Geschlechtsidentität, aber auch direkt in Hassrede und Gewalttaten.

Ziel der Tagung ist, Überschneidungen und Schnittmengen von Antifeminismus und Hasskriminalität sowohl aus wissenschaftlich-theoretischen als auch aus praxisbezogenen Perspektiven zu analysieren und zu diskutieren.

10.11.2022 - 11.11.2022, Volkshaus Jena, Carl-Zeiß-Platz 15, 07743 Jena
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


11.10.2022

Quiz: Deutschland International

Der Verein Bürger Europas e.V. bietet ein interaktives kostenfreies Bildungsformat für Schulen ab der 8. Klasse. Die Schülerinnen und Schüler sind dabei eingeladen, in einem Online-Quizduell gemeinsam mit anderen Klassen bundesweit ihr Wissen über Migration, Integration, Antirassismus, Rechtsradikalismus, jüdisches Leben in Deutschland und Antisemitismus zu testen und zu erweitern. Das Projekt wird durch die Bundesbeauftragte gefördert.


10.10.2022

Zuzug ausländischer Arbeitskräfte erleichtern. Chancen und Risiken eines Punktesystems

Mit der Einführung der von der Regierungskoalition geplanten Chancenkarte auf Basis eines Punktesystems könnte das Erwerbsmigrationsrecht vor einem Systemwechsel stehen. Dafür ist laut Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) in der Politik ein Umdenken nötig: Statt wie bisher bei ausländischen Arbeitskräften vor allem auf eine als gleichwertig anerkannte Berufsausbildung zu setzen, würden insbesondere materielle Qualifikationen wie etwa Berufserfahrung und Sprachkenntnisse im Bereich der unreglementierten Berufe an Bedeutung gewinnen.

Im Positionspapier erläutert der SVR, welche Chancen und Risiken mit einem Punktesystem einhergehen.


06.10.2022

Handbuch Terrorismusforschung

Wie entsteht Terrorismus? Wie wirkt er und wie wird er wahrgenommen? Wie können wir Terrorismus vorbeugen? Diese Fragen beantworten knapp 100 Autor*innen auf den über 800 Seiten des gerade im Nomos Verlag erschienenen „Handbuch Terrorismusforschung“.


05.10.2022

Podcast: Çay mal ehrlich

Im Podcast von Şahika Tetik und Hülya Weller geht es um das Aufwachsen und Leben in zwei Welten, zwei Kulturen und zwei Realitäten - die deutsche und türkische bzw. die österreichische und türkische. Bei einem türkischen Schwarztee (Çay) teilen wir mit euch, was uns bewegt. Oder sagen wir so: Zwei Freundinnen schenken reinen Çay ein! Mal humorvoll, mal ernst, mal traurig, mal freudig. Aber immer ehrlich!