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pufii.de – NEWSLETTER, 27.11.2025

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In dieser Woche sind folgende Themen und Termine auf pufii.de dazugekommen:

INFORMATIONEN
     
   
     
PUBLIKATIONEN
     
   
  • Volk oder Feind?
    In ihrer diskursanalytischen Studie beleuchtet Viola Dombrowski ein zentrales Paradox der Alternative für Deutschland: Obwohl die Partei stark ausschließende Positionen gegenüber Migrantinnen, Musliminnen und queeren Menschen vertritt, treten zunehmend Personen aus diesen Gruppen als Mitglieder, Mandatstragende oder über parteinahe Vereinigungen in Erscheinung.

    Auf Basis einer Auswertung von Twitter-Beiträgen von AfD-Mitgliedern, Fraktionen sowie den Bündnisgruppen Alternative Homosexuelle, Neudeutsche Alternative und Juden in der AfD zeigt Dombrowski, wie die Partei Ambivalenzen nutzt und strategisch Grenzen verschiebt, um eine „kollektive Identität des Volkes“ zu konstruieren. Die Analyse verdeutlicht, dass gerade diese ungewöhnlichen Allianzen zur Stabilisierung des parteiinternen Selbstverständnisses beitragen.

  • Engagement in der postmigrantischen Gesellschaft. Perspektiven für teilhabeorientierte Demokratiearbeit in ländlichen Räumen
    Ehrenamtliches Engagement prägt ländliche Räume als Ausdruck aktiver Zivilgesellschaft. Zugleich führen gesellschaftliche und demografische Veränderungen sowie unterschiedliche Zuwanderungsprozesse dazu, dass etablierte Engagementformen neu reflektiert werden müssen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie freiwilliges Engagement gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht und wie Neuzugewanderte zu aktiven Mitgestaltenden demokratischer Strukturen werden können.

    Auf Basis einer empirischen Untersuchung analysieren Stefan Kordel, David Spenger und Tobias Weidinger, wie Migrantinnen ehrenamtliches Engagement verstehen, welche Praktiken sie entwickeln und welche Rahmenbedingungen förderlich oder hinderlich wirken. Aus den Ergebnissen leiten die Autorinnen Potenziale für eine ortsbezogene Responsibilisierung ab, die lokale Teilhabe stärkt und Engagementkulturen diversitätssensibel weiterentwickelt.

  • Wirkungsforschung zur nonformalen politischen Bildung. Bestandsaufnahme und Analyse von Forschungssituation und Fachdebatte
    Was wissen wir über die Wirkungen nonformaler politischer Bildung? Der neue Monitor „Wirkungsforschung zur nonformalen politischen Bildung“ liefert erstmals einen systematischen Überblick über die empirische Forschung in Deutschland und über zentrale Fachdebatten zu Wirkungen und Wirkungsbeobachtung. Der Monitor beschreibt die besonderen Herausforderungen des Feldes: Politische Bildungsprozesse sind langfristig, individuell, wenig standardisierbar und ihre Wirkungen oft nur schwer eindeutig einzelnen Maßnahmen zuzuordnen.
     
VERANSTALTUNGEN
     
   
  • 01.12.2025, Online
    Antisemitismus gestern und heute: Nationalsozialismus und türkischer Rechtsextremismus im transnationalen Kontext
    Der Online-Salon beleuchtet Antisemitismus in der Türkei und zeigt auf, wie Narrative der türkischen extremen Rechten auch im deutschen Kontext wirksam werden. Mit Beiträgen von Corry Guttstadt und Kim David Amon werden historische Hintergründe, aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen für politische Bildung und Prävention diskutiert.
  • 02.12.2025, Online/ Hannover
    Am Tag danach. Erfahrungen des Opferbeauftragten aus den ersten Tagen nach dem rassistischen Anschlag in Hanau
    Webtalk: „Am Tag danach“ – Robert Erkan berichtet von seinen Erfahrungen als städtischer Opferberater in den ersten Tagen nach dem rassistischen Anschlag in Hanau. Er zeigt, welche Herausforderungen zwischen Ermittlungen, Krisenbewältigung und Unterstützung der Betroffenen entstehen und welche Lehren für zukünftige Situationen gezogen werden können.
  • 19.02.2026 - 10.03.2026, Online
    Kritisch digital – Ansätze zu KI, Algorithmen und Desinformation für die politische Bildung
    Die Online-Fortbildungsreihe „Kritisch digital“ vermittelt Grundlagen zu Algorithmen, KI-Tools und Desinformation und zeigt, wie digitale Technologien Ungleichheiten verstärken und demokratiefeindliche Narrative begünstigen können. Neben Einblicken in Strategien antifeministischer Akteurinnen, wie beispielsweise auf TikTok, werden praktische medienpädagogische Methoden vorgestellt, die sich direkt in der politischen Bildung einsetzen lassen. Kooperationspartnerin ist mediale pfade.
     

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