Aktuelles

Informieren Sie sich über die aktuellen Neuigkeiten und Aktivitäten aus den Bereichen Integration & Prävention

14.02.2019

Factsheet: Die wichtigsten Asylzahlen 2018

Wie viele Geflüchtete haben 2018 Arbeit gefunden? Wie entwickeln sich die Zahlen beim Familiennachzug? Und wie ist die Lage im Mittelmeer? Der MEDIENDIENST hat die wichtigsten Fakten zum Thema Flucht und Asyl recherchiert und aufbereitet.


13.02.2019

"Bildungschancen Ruhr"

Am 16. November ist der Startschuss für die Webanwendung „Bildungschancen Ruhr“ gefallen: Sie lichtet den Dschungel der vielen Bildungs- und Beratungsangebote von Kommunen und Hochschulen im Ruhrgebiet für neuzugewanderte Menschen, indem sie die Angebote systematisiert, visualisiert und öffentlich zugänglich macht.

Von Beratungen, Sprachkursen und Freizeitmöglichkeiten über die Anerkennung von Abschlüssen bis hin zu Angeboten zur Berufsqualifizierung – insbesondere die Beraterinnen und Berater in kommunalen Einrichtungen, Hochschulen oder bei freien Trägern, die mit Neuzugewanderten arbeiten, können gezielt im regionalen Angebot auf die relevanten Informationen zugreifen. Die Daten werden von teilnehmenden Kommunen und Hochschulen nach gemeinsam erarbeiteten Standards eingepflegt, klassifiziert und aktualisiert.

„Bildungschancen Ruhr“ ist das Ergebnis einer gelingenden Kooperation vieler Akteure über kommunale Grenzen hinweg und unter Einbezug der Hochschulen. Die Bildungsinitiative RuhrFutur und der RVR betreiben die Anwendung gemeinsam. Die Kommunen Bochum, Bottrop, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim an der Ruhr sowie Oberhausen, sechs Hochschulen (Ruhr-Universität Bochum, Fachhochschule Dortmund, Technische Universität Dortmund, Universität Duisburg-Essen, Hochschule Ruhr West, Westfälische Hochschule), die Transferagentur Bildungsmanagement NRW und die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung tragen mit ihrer Expertise zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Anwendung bei. 

Das Ziel von „Bildungschancen Ruhr“ ist es, möglichst alle Kreise, Kommunen und Hochschulen der Metropole Ruhr für die Mitarbeit zu gewinnen, um das regionale Beratungsangebot für neuzugewanderte Menschen so umfassend wie möglich darzustellen.


13.02.2019

Studie: Report on the health of refugees and migrants in the WHO European Region

Wie steht es um die Gesundheit von Geflüchteten und Migranten in der Europäischen Union? Und welche Fortschritte machen die Länder bei der Förderung ihrer Gesundheit? Damit befasst sich ein erster Bericht über die Gesundheit von Flüchtlingen und Migranten der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Untersuchung zeigt, dass Migranten und Flüchtlinge einen guten allgemeinen Gesundheitszustand haben. Sie sind jedoch aufgrund von schlechten Lebensbedingungen auf der Flucht oder weil sie ihre Ernährung und Lebensgewohnheiten ändern einem höheren Krankheitsrisiko ausgesetzt.


12.02.2019

Online-Marketing-Kurs zum Wiedereinstieg ins Berufsleben für nichterwerbstätige Frauen

Nach einem erfolgreichen Start letztes Jahr bietet veedu zum zweiten Mal den Online-Marketing-Kurs zum Wiedereinstieg ins Berufsleben für nichterwerbstätige Frauen an. Der Kurs in Teilzeit findet vom 4. März bis 5. Juli 2019 im interkulturellen Familienzentrum „Familien-RING“ in Steglitz-Zehlendorf statt. Dank der finanziellen Unterstützung durch den Europäischen Sozialfonds ist der Kurs für die Teilnehmerinnen kostenlos.

18 Wochen können Frauen, die einen Wiedereinstieg ins Berufsleben anstreben, ihre Kompetenzen auf dem Fachgebiet des Online-Marketings stärken. In sechs fortlaufenden Workshops lernen die Teilnehmerinnen Grundlagen in Suchmaschinenoptimierung, Social-Media-Marketing, E-Mail-Marketing und Web-Analytics kennen und gestalten ihre eigene Webseite. Im Anschluss können die Teilnehmerinnen eine zweiwöchige Hospitation in einem lokalen Unternehmen oder einer Web-Agentur absolvieren und so erste Einblicke in den praktischen Berufsalltag erlangen. Auf einer Netzwerkveranstaltung können sie zudem Expert*innen aus der Online-Marketing-Branche kennenlernen. Durch den Mix aus Präsenzzeiten mit Kinderbetreuung sowie zeit- und ortsunabhängigen Online-Trainings ist der Kurs familienfreundlich.

Das Projekt „Marketing-Rookies – Online-Marketing-Kurse für Frauen zum Wiedereinstieg in das Berufsleben“ schafft für die Teilnehmerinnen eine Basis für einen erfolgreichen Wiedereinstieg ins Berufsleben. „Um auf dem Fachgebiet des Online-Marketing fit zu sein, muss man sich stetig weiterbilden. Gerade nach einer längeren beruflichen Unterbrechung kann der Wiedereinstieg herausfordernd sein. Deshalb möchten wir besonders alleinerziehende Frauen und Frauen in Elternzeit ermutigen, teilzunehmen und sie bei der Wiederaufnahme einer Arbeit ein Stück weit begleiten“, so die Projektleiterin Florentine Halder.

Weitere Informationen:


12.02.2019

Sexuelle Bildung in Einrichtungen - Interkulturelles und intersektionales Rahmenkonzept

Umfassende Broschüre die sowohl den Erkenntnissen Sexueller Bildung als auch zur Verwobenheit von Herrschaftsverhältnissen (Rassismus, Geschlechterverhältnis, Klassenverhältnis – und das Scharnier Sexualität) Rechnung trägt. Die Entwicklung des Rahmenkonzeptes geht auf die beispielhaften Aktivitäten des Burgenlandkreises zur Sexuellen Bildung im Kontext Flucht zurück.


12.02.2019

Broschüre "Der elektronische Aufenthaltstitel"

Die Broschüre erklärt, was ein elektronischer Aufenthaltstitel ist und wie er im Alltag und in der digitalen Welt genutzt werden kann. Sie ist online in 20 verschiedenen Sprachen verfügbar und kann steht kostenlos zum Download bereit.


11.02.2019

Aktuelle Herausforderungen im Asylprozess

Die Institutionen, die an den Asylverfahren in Deutschland beteiligt sind, sehen sich ständigen Änderungen der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen gegenüber. In den letzten Jahren haben sich durch die hohe Zahl von Verfahren bei den Verwaltungsgerichten besondere Herausforderungen ergeben. Richterinnen und Richter weisen zunehmend nicht nur auf Überlastung hin, sondern auch darauf, dass die Asylverfahren beim zuständigen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge häufig oberflächlich und fehlerhaft durchgeführt würden. Auf diese Weise werde die Durchführung eines angemessenen Verfahrens auf die Gerichtsebene verlagert. Bei der Veranstaltung soll diskutiert werden, was die am Verfahren beteiligten Institutionen tun können, um Fairness und Qualität der Verfahren aufrechtzuerhalten.

Die Veranstaltung findet aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Informationsverbunds Asyl und Migration statt. Der Vertreter des UN-Flüchtlingshilfswerks in Deutschland, Dominik Bartsch, wird hierzu einleitend mit einem Grußwort ebenso beitragen wie Wolfgang Grenz, der für Amnesty International an der Gründung des Vereins beteiligt war. 

Dienstag, 19. Februar 2019
18 Uhr, Paul-Gerhardt-Stift, Berlin-Wedding

Weitere Informationen.


11.02.2019

Bap-Preis politische Bildung 2019

Unter dem Motto “Wir müssen reden! – Über gesellschaftlichen Zusammenhalt sprechen: vor Ort – offen – mit allen” vergibt der Bundesausschuss Politische Bildung (bap) den “Preis Politische Bildung” an Projekte, die den Dialog zwischen Geflüchteten und Einheimischen organisieren. Die Preise sind mit 3.000 Euro dotiert. Bewerben können sich freie Träger, Einrichtungen, Initiativen, Vereine, Verbände und Organisationen der (politischen) Jugend‐ und Erwachsenenbildung.
Bewerbungen sind bis zum 01.03.2019 ausschließlich online möglich.


08.02.2019

"Wir sind viele"

Medienschaffende aus Deutschland erzählen gemeinsam mit geflüchteten Journalistinnen ihre Geschichten. Das von der Integrationsbeauftragten geförderte Projekt "Wir sind viele" zeigt die Leistungen von Geflüchteten und macht bürgerschaftliches Engagement sichtbar.

Im Kontext von Flucht und Migration lassen sich unzählige Geschichten erzählen, von dem was war und dem was neu entsteht. Orte und Menschen sind in ständiger Transformation begriffen und es gibt viele, die diesem Wandel offen begegnen, sich einlassen und sich engagieren. Häufig gehen diese Stimmen im Gedröhne der Bedrohungsszenarien und rechtspopulistischen Meinungen unter.

Erzählt werden die Geschichten in Form von Text- und Videobeiträgen, die von zwei Journalist*innen zusammen erarbeitet werden. Die Teams werden von Journalist*innen aus Krisengebieten und deutschsprachigen Journalist*innen gebildet. So soll ein Austausch von Erfahrungen, Wissen und Ressourcen ermöglicht werden. Für die neuangekommenen Journalist*innen knüpft sich daran die Möglichkeit beim Aufbau eines Netzwerks Unterstützung zu erhalten und gleichzeitig trägt das Format zur medialen Verbreitung vielfältiger Perspektiven  bei.


08.02.2019

Handreichung zu Diskriminierungsrisiken in der Arbeit mit Geflüchteten

Der Paritätische Nordrhein-Westfalen hat gemeinsam mit ARIC-NRW e.V. im Rahmen des Projekts Kompass F eine Handreichung zum Thema "Diskriminierungsschutz für Geflüchtete" herausgeben. Sie richtet sich vor allem an Personen, die mit Geflüchteten arbeiten und soll ihnen zum einen als Expertise dienen und sie zum anderen motivieren, ihre Arbeit und Beratung diskriminierungssensibel zu gestalten.

Geflüchtete sind in Deutschland erheblichen Diskriminierungsrisiken ausgesetzt. Das ist vor allem für die Betroffenen belastend. Darüber hinaus kann es aber auch für die Arbeit von Engagierten in der Geflüchtetenhilfe relevant werden. Etwa dann, wenn sich die Frage stellt, wie mit Diskriminierung und Rassismus umgegangen werden soll und wie möglichst effektiv Hilfe geleistet werden kann. Daher ist es wichtig, dass Engagierte wissen, in welchen Lebensbereichen für Geflüchtete Diskriminierung droht und was die Grundlagen und der Umfang des rechtlich gewährleisteten Diskriminierungsschutzes sind. Dieses Ziel hat sich die vorliegende Handreichung gesetzt, in der sich die Autorin Dorothee Frings umfassend mit dem Thema Diskriminierung auseinandersetzt und hilfreiche Tipps zum Umgang damit gibt.


07.02.2019

Projekt "Jugendhilfe macht’s möglich?!"

Im BumF ist das Projekt „Jugendhilfe macht’s möglich?! Rechte junger Geflüchteter und ihrer Familien stärken“ gestartet. Mit dem partizipativen Projekt werden begleitete Minderjährige selbst, ihre Eltern und die sie unterstützenden Fachkräfte an der Schnittstelle Jugendhilfe – Flüchtlingssozialarbeit unterstützt.

Um der Schlechterstellung gegenüber anderen Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken, werden in partizipativen Prozessen begleitete Minderjährige selbst, ihre Eltern und die sie unterstützenden Fachkräfte an der Schnittstelle Jugendhilfe – Flüchtlingssozialarbeit unterstützt. Im Vordergrund unseres Vorhabens steht der Abbau von Zugangshürden zu Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe für begleitete Minderjährige und ihre Eltern. Hierzu werden praxisbezogene Materialien erstellt, Handlungsoptionen und Qualifizierungsmöglichkeiten für Fachkräfte erarbeitet, die Vernetzung an der Schnittstelle Jugendhilfe – Flüchtlingssozialarbeit gestärkt sowie Entscheidungsträger/innen in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft für die Bedarfe von begleiteten Minderjährigen sensibilisiert.


07.02.2019

Diskriminierungsrisiken & Diskriminierungsschutz für geflüchtete Menschen in NRW

Die Handreichung ist mit dem Ziel verfasst worden, Fachkräfte der sozialen Arbeit mit Geflüchteten zu motivieren, ihre Arbeit und Beratung diskriminierungssensibel und rassismuskritisch zu gestalten.

Sie soll allen Beratungsstellen als Expertise dienen, auf bestehende Diskriminierungen von Geflüchteten bzw. Zugewanderten rechtssicher reagieren zu können.

Eingegangen wird im Speziellen auf Diskriminierung am Arbeitsmarkt, am Wohnungsmarkt, in Behördenkontexten und im öffentlichen Raum, bei Waren- und Dienstleistungen, im Bereich Bildung und in der Aufnahme von Geflüchteten.


06.02.2019

Berliner Arztpraxen mit Fremdsprachenkompetenz

Das interkulturelle Gemeinwesenzentrum Bayouma-Haus hat ein Verzeichnis veröffentlicht, in dem Berliner Arztpraxen nach Fachrichtung mit ihren jeweiligen Fremdsprachenkompetenzen aufgelistet sind. Das Verzeichnis ist online abrufbar


06.02.2019

Veranstaltung: Arbeit mit Geflüchteten - Psychische Gesundheit & Wohlbefinden

Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit sind bei Geflüchteten weit verbreitet und reichen von leichten Einschränkungen des seelischen Wohlbefindens bis zu schweren psychischen Störungen. Psychische Gesundheit bildet die Basis für Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und soziale Teilhabe. Dieses Modul gewährt einen Überblick des Spektrums psychischer Erkrankungen und sensibilisiert zum Thema.

Termin: 08. - 09. April 2019 | Dortmund, Malteser Bildungszentrum Westfalen
Referentin: Prof.in Dr. Margret Dörr

 

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung.


05.02.2019

#AUSTALENTENWERDENMACHER

START begleitet die Jugendlichen drei Jahre in ihrer persönlichen Entwicklung und bestärkt sie darin, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Durch ein starkes Netzwerk; individuelle Betreuung; finanzielle Unterstützung sowie Veranstaltungen zu Themen wie interkulturelle Kompetenz, MINT und Politik werden ihre Potenziale gefördert. Zugleich werden die Jugendlichen zur Übernahme gesellschaftlichen Engagements ermutigt: Aus Talenten werden Macher!


05.02.2019

Übergänge – Junge Geflüchtete zwischen den Systemen

Übergänge finden überall dort statt, wo verschiedene (rechtliche) Systeme aufeinanderprallen – und stellen Betroffene und ihre Unterstützer/innen vor immense Herausforderungen. Die Tagung in Hannover behandelt Probleme und Handlungsmöglichkeiten in Spannungsfeldern wie Jugendhilfe- und Ordnungsrecht, Ausbildung und Bleibeperspektive oder Gesundheitsversorgung und Kriminalisierung. Hierzu werden fachliche Expertise und überregionale Vernetzung angeboten sowie praxisorientierte Lösungen erarbeitet.

Die Tagung „Übergänge – Junge Geflüchtete zwischen den Systemen“ richtet sich an Mitarbeitende von Jugendämtern, von freien Trägern der Jugendhilfe, von Beratungsstellen, an (ehrenamtliche) Vormund/innen sowie an alle Aktiven, die mit jungen Geflüchteten arbeiten. Sie dient dem vertiefenden Austausch über die Arbeit mit jungen Geflüchteten und den aktuell entstehenden Herausforderungen in Übergangssituationen. Mit Übergang ist dabei jede Situation gemeint, die an der Schnittstelle verschiedener (rechtlicher) Systeme Betroffene und ihre Unterstützer/innen vor oftmals unauflösbare Probleme stellt.

Analysiert werden sollen die Unterstützungsmöglichkeiten der Begleitenden und die Handlungsoptionen der Betroffenen in den Spannungsfeldern zwischen Jugendhilfe- und Ordnungsrecht, zwischen Ausbildung und sogenannter Bleibeperspektive und zwischen Gesundheitsversorgung und kriminalisierenden Diskursen.

Ziel der Veranstaltung ist die vertiefende Auseinandersetzung mit aktuellen Problemstellungen in der Arbeit mit jungen Geflüchteten sowie die bundesländerübergreifende Vernetzung zwischen den Fachkräften.


04.02.2019

Veranstaltung: Arbeit mit Geflüchteten - Beschäftigung & Empowerment

Sprache, Information und Wertschätzung helfen den Geflüchteten, ihre Integration in Deutschland selbst in die Hand zu nehmen. Daneben ist es wichtig, dass sie sich in ihrer neuen Umgebung von Anfang an wohlfühlen. Durch Freizeit- und Beschäftigungsangebote kann die viele freie Zeit bereichernd gestaltet werden, und die Geflüchteten können sich in ihrer neuen Umgebung wirksam erleben. Das Modul zeigt erfolgreiche Projekte, Tipps, Anregungen und Vorgehensweisen aus der Praxis.

Termin: 18. - 19. Juni 2019 | Dortmund, Malteser Bildungszentrum Westfalen
Referent*in: Cecilia Westerholt und Philipp Gockel

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung


01.02.2019

Studie: Familienforschung "So gelingt der Berufseinstieg von geflüchteten Müttern”

Der Monitor Familienforschung Nr. 40 zum Thema “So gelingt der Berufseinstieg von geflüchteten Müttern” gibt Auskunft über demografische Eckdaten der geflüchteten Frauen und beschreibt den Unterstützungsbedarf auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der geflüchteten Frauen in Deutschland hat in den letzten Jahren stark zugenommen. In ihren Biografien spiegelt sich die ganze Vielfalt an Bildungs- und Erwerbsverläufen, aber auch an Familienformen wider.


01.02.2019

Demokratie geht nur miteinander! Gemeinsame politische Bildung mit Menschen ohne und mit Fluchtbiografie

Mitreden, mitwirken, mitentscheiden – das ist wichtig in der Demokratie in Deutschland. Wo gelingt das im Alltag und in der eigenen Umgebung? Wie kann »mitreden, mitwirken, mitentscheiden« durch Bildungsveranstaltungen angestoßen oder unterstützt werden?

Im Workshop werden Methoden und Erfahrungen aus Veranstaltungen der politischen Bildung vorgestellt und ausprobiert. Das Seminar richtet sich an Multiplikator/innen in der Flüchtlingsarbeit. Wir freuen uns auf Teilnehmende ohne und mit Fluchtbiografie.

Die vorgestellten Methoden kommen aus dem Qualifizierungsprojekt »Demokratie geht nur miteinander. Partizipation und Integration von Geflüchteten«. In diesem Projekt wurden seit 2017 mehrere Workshops mit dem Titel »Auf Augenhöhe? Vor Ort gemeinsam etwas bewegen« durchgeführt.


31.01.2019

Ein Raum für Ermutigung – Die Männer-Gesprächsrunde in der AWO-Familienwerkstatt

Eine feste Arbeit zu finden, um sich und die Familie aus eigener Kraft zu versorgen, ist eines der zentralen Themen für die Männer in der offenen Gesprächsrunde des Empowerment-Projekts der AWO SPI in Dessau. Auf dem Weg dahin gilt es, mit der deutschen Sprache klarzukommen, sich bei Behörden zurecht zu finden und sich nicht von den manchmal schwer zu verstehenden Entscheidungen der Behörden irritieren oder einschüchtern zu lassen.

Häufig kreisen die Fragen und Gedanken der acht Männer, die sich an diesem Donnerstag in der AWO Familienwerkstatt getroffen haben, um die Möglichkeiten ihren Beruf wieder ausüben zu können. Das Empowerment-Projekt will ihnen dafür Raum und Unterstützung geben. Einen Raum, um sich zwanglos miteinander über beispielsweise die Erfahrungen beim Deutsch-Lernen, bei der Arbeits- und Wohnungssuche und über die Zukunftsaussichten in Deutschland auszutauschen oder benötigte Informationen einzuholen.


31.01.2019

WORTREICH – Teilhabe durch Schreiben

Jugendliche fürs Schreiben und Lesen zu begeistern, darum geht es in dem Projekt "Wortreich". Seit dem Projektstart werden in den drei Kölner Stadtbezirken Porz, Chorweiler und Neubrück interkulturelle Schreibwerkstätten angeboten. Die meisten Teilnehmenden haben Migrationshintergrund, einige leben erst seit wenigen Jahren in Deutschland. Schreiberfahrende Jugendliche engagieren sich weiter und werden als Mentoren für die neuen Jugendlichen aktiv und bieten wertvolle Tipps und Einblicke in das Schreiben.

Ausführlicher Bericht über das Projekt, seine Ziele und die Umsetzung.

 


30.01.2019

Bericht: Bundeskabinett beschließt Berufung einer Fachkommission Integrationsfähigkeit

Das Bundeskabinett hat heute die Berufung einer Fachkommission zu den Rahmenbedingungen der Integrationsfähigkeit beschlossen. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration haben in gemeinsamer Federführung dem Bundeskabinett die Mitglieder vorgeschlagen.

Ziel der Kommission ist es, die wirtschaftlichen, arbeitsmarktpolitischen, gesellschaftlichen und demografischen Rahmenbedingungen für Integration zu beschreiben und Vorschläge für Standards zu machen, wie diese verbessert werden können.

Hierfür wird die Kommission einerseits strukturelle Fragen, wie beispielsweise der Daseinsvorsorge, andererseits sozio-kulturelle Fragen, wie Wertevermittlung, in den Blick nehmen.


30.01.2019

Neue Engagierte – Freiwilliges Engagement von geflüchteten Menschen fördern

Der vorliegende kostenlose Leitfaden bündelt die Erfahrungen eines Modellprojektes der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa). Seit dem Frühjahr 2016 erproben Freiwilligenagenturen an zehn Standorten Wege, wie geflüchtete Menschen einen Zugang zu ihrem freiwilligen Engagement finden – und im gemeinsamen Aktivsein mit anderen Freiwilligen vor Ort ein neues Zuhause. Zum Ende der Projektlaufzeit dient der Leitfaden als praxisnaher Kompass für alle, die ebenfalls geflüchtete Menschen zu freiwilligem Engagement einladen wollen. Im Mittelpunkt stehen Voraussetzungen für freiwilliges Engagement von geflüchteten Menschen, geeignete Engagementfelder und Einsatzstellen, Hinweise für die Engagementberatung, Gelingensbedingungen und kleine Schritte, um sich auf den Weg zu machen.


29.01.2019

Smart Hero Award 2019 ausgeschrieben

Bereits zum sechsten Mal suchen die Stiftung Digitale Chancen und Facebook in diesem Jahr smarte Heldinnen und Helden, die ehrenamtliches und soziales Engagement erfolgreich in und mit Social Media umsetzen – diesmal unter dem Schwerpunktthema “Eine demokratische Gesellschaft”. Zum ersten Mal wird in 2019 ein mit 10.000 Euro dotierter Jurypreis „für den besonderen Einsatz für demokratische Werte“ vergeben. Wie im letzten Jahr werden auch Initiativen und Projekte zur Teilnahme aufgefordert, die mit ihren Social-Media-Aktivitäten erst begonnen haben. Besonders vielversprechende Projekte haben durch ihre Teilnahme die Chance auf ein Coaching. Bewerbungen und Projektvorschläge können ab sofort und bis zum 31. März auf der Webseite des Smart Hero Award eingereicht werden.



28.01.2019

Für uns selbst sprechen!" - Flüchtlinge einbinden und Selbstermächtigung ermöglichen

Zum Ankommen gehört es auch, das eigene und gesellschaftliche Umfeld mitgestalten und für seine Belange einstehen zu können. Im Mittelpunkt dieses Seminars stehen die Fragen: Wie können wir in der Flüchtlingsarbeit Voraussetzungen schaffen, damit Flüchtlinge sich selbst organisieren und repräsentieren können? Wie kann dabei die Asymmetrie zwischen Ehrenamtlichen und Flüchtlingen vermieden bzw. abgebaut werden?

Die Referenten mit und ohne Fluchtgeschichte geben Hintergrundwissen und praktische Tipps, wie Flüchtlinge in das Gemeindeleben und in die Arbeit eines Vereins eingebunden werden können, um einer Begegnung auf Augenhöhe näher zu kommen. 

Anmeldung und weitere Informationen:
Mira Berlin
Referentin "Vernetzung des Ehrenamts"
E-Mail: Ehrenamt1.at.frnrw.de
Tel: 0234 58 73 15 82


25.01.2019

IdeE – Integration durch ehrenamtliches Engagement

„IdeE - Integration durch ehrenamtliches Engagement“ richtet sich an Geflüchtete und Migrant*innen, die sich bereits engagieren oder sich mindestens zwei Monate aktiv engagieren möchten. Mit dem Projekt werden Geflüchtete und Migrant*innen durch Qualifizierungen und weitere Angebote in ihrem ehrenamtlichen Engagement unterstützt und als Multiplikatoren für Geflüchtete ausgebildet. Als Multiplikator*innen informieren, begleiten sie Geflüchtete und initiieren eigene Projekte, auf diese Weise gestalten sie ihre neue Umgebung mit.

Im Fokus von „IdeE - Integration durch ehrenamtliches Engagement“ steht die Stärkung des Engagements von Geflüchteten sowie die Eröffnung von persönlichen und beruflichen Perspektiven.


25.01.2019

Studie: Einstellung zur Integration in der deutschen Bevölkerung

Trotz der Verschärfung der öffentlichen Debatte um Zuwanderung und Integration sind die Einstellungen in der Bevölkerung in den letzten zwei Jahren nicht stärker ablehnend geworden, sondern haben sich sogar verbessert. Dies geht aus der dritten Veröffentlichung des Projektes "Zugleich - Zugehörigkeit und Gleichwertigkeit" aus den Daten des Jahres 2018 hervor.

Im Jahr 2018 besitzen rund 19,3 Millionen der in Deutschland lebenden Menschen einen sogenannten Migrationshintergrund (Statistisches Bundesamt 2018). Das heißt, fast jede_r vierte Einwohner_in oder mindestens ein Elternteil wurde mit einer anderen als der deutschen Staatsangehörigkeit geboren. Mehr als die Hälfte unter ihnen hat bisher die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen und etwa ein Drittel teilt zwar eine Einwanderungsgeschichte über die Eltern, aber keine eigene Migrationserfahrung mehr. Trotz der Modifikation des Staatsangehörigkeitsrechts im Jahr 2000 und dem Zuwanderungsgesetz im Jahr 2005 hat sich die Erkenntnis, Einwanderungsland zu sein, nur langsam und äußerst konfliktreich durchgesetzt. Doch die Vorstellungen darüber, was dies für die dazugehörige Gesellschaft heißt, gehen nicht nur immer wieder weit auseinander. Auch wird übersehen, dass Menschen mit Migrationsgeschichte längst und selbstverständlich heimisch geworden sind, auch wenn Teile der Bevölkerung dies nicht anerkennen mögen.

Auf diesen Prozess der Akkulturation und dessen Wahrnehmung richtet sich die Studienserie ZuGleich, die einen Ausschnitt erkundet. Die Studienserie fragt nach Einstellungen, Meinungen, Gefühlen und Vorstellungen der Bürger_innen zum Zustand der Integrationsgesellschaft Deutschland.

 


24.01.2019

Praxisleitfaden für den traumasensiblen und empowernden Umgang mit Geflüchteten

Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) hat einen Praxisleitfaden für den traumasensiblen und empowernden Umgang mit Geflüchteten zusammengestellt. Bei vielen Fachkräften und ehrenamtlich Engagierten bestehen Fragen und Unsicherheiten bezüglich des Umgangs mit traumatisierten Geflüchteten. Wie erkenne ich Traumasymptome? Gehört das überhaupt in meinen Aufgabenbereich und entspricht meiner Kompetenz? Darf über das Trauma gesprochen werden? Besteht die Gefahr einer Retraumatisierung? Welche Möglichkeiten der Traumatherapie gibt es für Geflüchtete? Wie kann ich selbst stabilisierend agieren? Auf diese Fragen und mehr wird im Praxisleitfaden eingegangen. Dieser steht online als Download zur Verfügung.


24.01.2019

Wenn Babys nicht aufhören zu schreien Informationsfilm für Eltern und Fachkräfte

Aufklärungsfilm zum Thema: "Niemals schütteln! Wenn Babys nicht aufhören zu schreien" in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Türkisch, Arabisch und Farsi. Der Film verdeutlicht, warum Babys in den ersten Monaten oft und viel schreien können und weshalb Eltern ihr Baby nie schütteln dürfen. Zudem erhalten Mütter und Väter Tipps, wie sie mit stressigen Situationen umgehen können. Die DVD enthält den Film in der Kurzfassung von 2:00 Min. und der Langfassung von 4:14 Min.


23.01.2019

Studie: Junge Flüchtlinge - Perspektivplanung und Hilfen zur Verselbstständigung

Dokumentation der Plattform für öffentlichen Erfahrungsaustausch "Perspektivplanung in der Arbeit mit jungen Flüchtlingen und Hilfen zur Verselbstständigung" am 8./9. März 2018.

Junge/Minderjährige Geflüchtete sind spätestens seit 2015 eine nicht mehr aus der Kinder- und Jugendhilfe wegzudenkende Zielgruppe. Im Fokus der Veranstaltung stand deshalb drei Jahre „nach dem Ankommen“ die Perspektivplanung in der Arbeit mit jungen Flüchtlingen – dies im Hinblick auf die Hilfeplanung insgesamt, mögliche Hilfeformen auch nach dem 18. Lebensjahr sowie die Zukunftsperspektiven und die Verselbstständigung der jungen Geflüchteten.


22.01.2019

Fachtagung: Geflüchtete Frauen im Spannungsfeld zwischen Verlust und Neuanfang

Nach drei Jahren Projektlaufzeit wollen wir in einer zweiten Fachveranstaltung mit Ihnen das Thema Empowerment geflüchteter Frauen vertiefen. In einem Vortrag zum Thema:„Geflüchtete Frauen im Spannungsfeld zwischen Verlust und Neuanfang“ geht die Referentin Gabriele Fischer der Frage nach, was Frauen in den unterschiedlichen Phasen des Ankommens empowert.Gabriele Fischer ist Diplompsychologin, Psychologische Psychotherapeutin/ DPTV.


22.01.2019

Einfalt oder Vielfalt? - Diversität im Alltag

Einfalt oder Vielfalt? - Diversität im Alltag

Diese Fortbildung widmet sich dem Engagement und der Stärkung der persönlichen Kompetenzen von Menschen, die in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind. Zunächst geht es darum, die eigene Haltung zu Vorurteilen, Diskriminierung und Macht zu reflektieren, um dann gemeinsam Strategien sowie alternative Denk- und Handlungsweisen zu entwickeln, Vielfalt im Alltag zu leben. Dabei stehen praktische Erfahrungen und deren Reflexion im Vordergrund. Dadurch wird die eigene „Diversitäts-Kompetenz“ trainiert und gestärkt – unter Berücksichtigung der eigenen Bedürfnisse und derjenigen anderer Menschen.

Leitung:
Ann-Kristin Beinlich, Akademie St. Jakobushaus

Referent:
Andreas Sedlag, Hermannsburg

Zur online Anmeldung:


21.01.2019

So registrieren Sie Ihr neugeborenes Kind – Informationen für Geflüchtete

Zielgruppen sind geflüchtete Frauen oder Eltern, die eine Berliner Geburtsklinik aufsuchen, aber auch an Geburt, Vorsorge und Registrierung beteiligte Fachkräfte, auch in den Standesämtern. Das Infoblatt erscheint auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Farsi. Die Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention hat die Informationen gemeinsam mit dem Berliner Hebammenverband und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. entwickelt und stellt sie Kliniken, Vorsorgeeinrichtungen sowie Standesämtern zur Auslage zur Verfügung.

Zum kompletten Arbeitspapier.


21.01.2019

Geflüchtete Jugendliche stärken - Umgang mit Rassismus

In der Arbeit mit jungen Geflüchteten stehen pädagogische Fachkräfte vor einer Vielzahl an Herausforderungen und Aufgaben. Darüber hinaus erschwert der Mangel an personellen Ressourcen die Arbeit in vielen Bereichen. Eine besonders folgenschwere Problematik ist die Konfrontation und der Umgang mit Rassismus.

Herausforderungen in der Jugendarbeit Erkenntnisse aus der Praxis Häufig werden Rassismuserfahrungen von jungen Menschen mit Fluchtgeschichte und von pädagogischen Fachkräften, die mit den Betroffenen zusammenarbeiten, relativiert. Gerade Betroffene sind sich oftmals unsicher, ob es sich bei Benachteiligungen tatsächlich um eine rassistische Diskriminierung handelt. Das hat Folgen, denn Ablehnung und Ausgrenzung haben für die Jugendlichen Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit. Diskriminierung führt bei ihnen zu Resignation und Perspektivlosigkeit und mischt sich mit Gefühlen von Trauer, Ärger und Ohnmacht.


18.01.2019

Handbuch: “Gemeinsam gestalten”

Das Projekt “DialogBereiter” hat das Handbuch “Gemeinsam gestalten. Integration von Geflüchteten als Gemeinschaftsaufgabe” veröffentlicht. Das Handbuch richtet sich an Freiwillige und Hauptamtliche, an Mitarbeiter*innen in Behörden, an Kommunen und die Politik. Das Buch soll u.a. vermitteln, welche Phasen der Integration und der Bedürfnisse Geflüchtete durchlaufen, welches Selbstverständnis Ehrenamtliche haben und welche Unterstützung sie brauchen, um selbst unterstützen zu können.

Diese Erkenntnisse basieren auf fast 300 Gesprächen, die mit verschiedenen AkteurInnen geführt wurden und sollen dabei helfen, den Integrationsprozess zu unterstützen.

Die Broschüre steht sowohl kostenlos zum Download zur Verfügung, als auch kostenfrei in gedruckter Fassung.


18.01.2019

Neue Engagierte. Freiwilliges Engagement von geflüchteten Menschen fördern

Der bagfa-Leitfaden „Neue Engagierte. Freiwilliges Engagement von geflüchteten Menschen fördern“ bündelt die Erfahrungen unseres Modellprojektes „Teilhabe durch Engagement“. Freiwilliges Engagement nicht nur für, sondern von geflüchteten Menschen – das ist dabei der Kerngedanke.

Seit Frühjahr 2016 erproben Freiwilligenagenturen an zehn Standorten Wege, wie geflüchtete Menschen einen Zugang zu ihrem freiwilligen Engagement finden – und im gemeinsamen Aktivsein mit anderen Freiwilligen vor Ort ein neues Zuhause.


17.01.2019

“Geflüchtete als politische Subjekte – der Auftrag politischer Bildung im Kontext von Flucht”

Politische Teilhabe und gesellschaftliche Integration stehen in einem engen Wechselverhältnis. Dies wird in den Debatten um Flucht, Migration und Integration bisher nur unzureichend thematisiert. Die Tagung schlägt einen Perspektivwechsel auf das Thema Flucht und Geflüchtete vor: Weg von der „Krisensemantik“ hin zu einem Verständnis von Flucht als Katalysator gesellschaftlicher Entwicklungen. Im Fluchtkontext sind in den Bereichen Bildung, Arbeit und Beteiligung neue Konzepte hinsichtlich Diversity, Antirassismus, Menschenrechte angestoßen und implementiert worden. Die Tagung fokussiert daher Fragen politischer Selbstermächtigung und Mitbestimmung, nicht zuletzt stellt sie Geflüchtete als „neue Akteure“ der Zivilgesellschaft in den Mittelpunkt.
Flucht und Migration sind als Themen in der politischen Bildung verankert. Neben politischer Bildung über Flucht und Migration existieren im Schul-, Arbeits- und außerschulischen Kontext verschiedenste Projekte, Tandemangebote, Mentoringprogramme usw. für und mit Geflüchteten und auch für die Aufnahmegesellschaft, die oft mit Sprachangeboten oder sozialer Arbeit verbunden sind.

Das Ziel politischer Bildung ist politische Mündigkeit und politische Handlungsfähigkeit. Das Recht auf Teilhabe auch im Bereich des Politischen ist ein Menschenrecht. Diese Perspektive zeigen auch die bisherigen Ergebnisse des Seminars „Flucht als Thema der politischen Bildung“, welches Vorläufer der Fachtagung ist und im laufenden Semester in Kooperation der Berliner Landeszentrale für politische Bildung und des Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität Berlin angeboten wird.

Den hier aufgeworfenen Fragen nach Selbstermächtigung, Mitgestaltung und politischer Bildung geht die Fachtagung mit zwei Impulsvorträgen und vier Workshops nach und diskutiert abschließend auf dem Podium die Ergebnisse aus den Perspektiven von Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Geflüchtetenselbstorganisationen.

Weitere Informationen sowie zur Online-Anmeldung.


17.01.2019

Bericht: Entwicklungshilfe verringert kaum Migration

Entwicklungshilfe wird in der Politik als wichtiges Mittel zur „Fluchtursachenbekämpfung“ angesehen. Forscher haben jetzt jedoch herausgefunden, dass das ein Trugschluss ist. Die Fördermittel müssten „unrealistisch“ hoch sein, um diesen Effekt zu erreichen.

Entwicklungshilfe kann Migration aus armen Ländern laut einer Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) nur dann eindämmen, wenn die öffentlichen Dienstleistungen in den Ländern verbessert werden. Eine Steigerung der Einkommen dort führe eher zu einer verstärkten Migration, da mehr Menschen die Kosten für die Auswanderung aufbringen könnten, so das Ergebnis der IfW-Wissenschaftler Rainer Thiele und Mauro Lanati, das am Dienstag in Kiel veröffentlicht wurde. Beide hatten im Rahmen des Projekts „Mercator Dialogue on Asylum and Migration“ die Auswirkungen der Entwicklungshilfe auf die Migration untersucht.


16.01.2019

Geflüchtet – behindert – versorgt?

Unter den in den letzten Jahren nach Deutschland geflüchteten Menschen findet sich eine nicht unerhebliche Anzahl von Menschen mit Behinderungen. Der Fachtag beleuchtet die noch unzureichend gefüllte Schnittstelle zwischen den Unterstützungssystemen für Menschen mit Behinderungen und geflüchteten Menschen. Wie ist die Lebenssituation von geflüchteten Menschen mit Behinderungen und ihren Familien? Wo liegen die Gründe für Versorgungsschwierigkeiten? Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es? Das sind nur einige der Fragen, die die Veranstalter beantworten möchten. Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte und ehrenamtliche Engagierte aus den Bereichen der Verbandsarbeit für Menschen mit Behinderungen, der Behindertenhilfe sowie dem Unterstützungssystem für geflüchtete Menschen.

Eine Anmeldung ist noch bis zum 19.02.2019 möglich.


16.01.2019

Keine Papiere – keine Geburtsurkunde?

Empfehlungen für die Registrierung von in Deutschland geborenen Kindern Geflüchteter

Ein Kind unverzüglich nach seiner Geburt zu registrieren, ist eine Staatenverpflichtung aus der UN-Kinderrechtskonvention.In der Praxis beansprucht die Registrierung in Deutschland geborener Kinder von Geflüchteten oft mehrere Monate, wenn deren Eltern ihre eigene Identität nicht ausreichend nachweisen können. Das Papier gibt Empfehlungen, wie sich die kinderrechtlichen Vorgaben umsetzen lassen.


15.01.2019

Praxismesse Aktivierung

Am 28.2. wird es wuselig. Auf der großen Praxismesse Aktivierung geht es um eine der Kernaufgaben der Gemeinwesenarbeit: Wie können Bewohner*innen aktiviert werden? Vorgestellt werden bekannte Methoden wie „aktivierende Befragung“ aber auch ganz ungewöhnliche Zugänge.

Den Inhalt der Messe stellen die Veranstaltenden in einem kurzen Erklärvideo dar:
Video: Praxismesse Aktivierung

Die Anmeldung ist online möglich. Außerdem ist es möglich, eigene Methoden einreichen und präsentieren zu können.


15.01.2019

Was tun nach einem rassistischen Angriff? Empfehlungen für Betroffene

Die Themen Rassismus und rassistische Gewalt verlieren leider nicht an Aktualität. Der Zugang zu Informationen und Hilfen für Betroffene muss daher stetig verbessert werden und Barrieren müssen abgebaut werden.

Die Broschüre informiert geflüchtete Menschen in zehn Sprachen über wichtige Sofortmaßnahmen für den Fall rassistischer Gewalt. Eine klare Struktur, einfache Formulierungen und zusätzliche Illustrationen erhöhen die Verständlichkeit. Eine Perforation ermöglicht es, die Informationen in jeder Sprache einzeln herauszutrennen und bei Bedarf an andere Betroffene, Freund_innen oder Zeug_innen zu verteilen. Für die gesamte Broschüre und für jede Sprache einzeln sind außerdem QR Codes vorhanden. Mithilfe dieser QR Codes können die jeweiligen Inhalte auf ein Smartphone heruntergeladen werden.


14.01.2019

Settling In 2018: Indicators of Immigrant Integration

OECD-Studie: Deutliche Fortschritte bei der Integration von Einwanderern

Migranten sind laut einer Studie heute in Deutschland wirtschaftlich und sozial deutlich besser integriert als noch vor zehn Jahren. Dies gilt für die Erwerbssituation, den Bildungserfolg und das Armutsrisiko wie auch für die Erfahrung von Diskriminierung,Das geht aus einer aktuellen OECD-Studie hervor.

Der Studie zufolge sind knapp 13 Millionen Menschen, die in Deutschland leben, im Ausland geboren. Das entspricht rund 16 Prozent der Gesamtbevölkerung. Gut ein Fünftel der Einwanderer (22 Prozent) lebt den Angaben zufolge weniger als fünf Jahre in Deutschland.
Besonders positiv hat sich der Studie zufolge im vergangenen Jahrzehnt die Erwerbssituation für Einwanderer entwickelt. So ist bei der Gruppe der im Ausland Geborenen die Beschäftigungsquote zwischen 2006 und 2017 von 59 Prozent auf über 67 Prozent gestiegen. Allerdings liege der Abstand zur im Inland geborenen Bevölkerung bei 8,7 Prozentpunkten.


11.01.2019

Wechselwirkung von Flucht- und Arbeitsmigration

Migrationspolitisches Forum des Forschungszentrums Ausländer- und Asylrecht sowie des Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz.

Welche Qualifikationen bringen Geflüchtete mit? Hat sich die sogenannte Westbalkan-Regelung bewährt, womit Menschen aus Albanien, Bosnien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien der Arbeitsmarktzugang in Deutschland erleichtert wurde? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltung mit dem Titel "Wechselwirkung zwischen Flucht- und Erwerbsmigration", die das Migrationspolitische Forum des Forschungszentrums Ausländer & Asylrecht an der Universität Konstanz am 15. Januar ab 14 Uhr in Berlin organisiert.

 


11.01.2019

Niedersächsischen Integrationspreis 2019

In diesem Jahr wird der Niedersächsische Integrationspreis zum Thema „Integration in Bewegung – Flüchtlinge mitten im Sport, mitten im Leben“ ausgeschrieben.

Damit möchte das Land Niedersachsen engagierte Menschen und nachhaltige Projekte oder Maßnahmen auszeichnen, die sich in besonderer Weise im Integrationsprozess mit sportlichen Initiativen hervorheben. Initiativen, Vereine, Verbände, Institutionen oder Initiativen, die geflüchtete Menschen oder andere Zugewanderte bei der Integration in den Sport unterstützen und innovative Ideen umgesetzt haben, sind angesprochen. Deren Engagement soll durch den „Niedersächsischen Integrationspreis 2019 - Integration in Bewegung – Flüchtlinge mitten im Sport, mitten im Leben“ gewürdigt werden.

 


10.01.2019

Take Care! – Werde Pfleger*in

Jobmesse für Geflüchtete

In Pflegeheimen und in Krankenhäusern fehlen viele Hilfs- und Fachkräfte. Um mehr Flüchtlinge für Gesundheitsberufe zu gewinnen, veranstalten die Bleiberechts-Netzwerke "Bridge" am 14. Januar ab 10 Uhr in Berlin die Jobmesse "Take Care – werde Pfleger*in".


09.01.2019

Fachtagung: 10 Jahre ESF geförderte Programme für Flüchtlinge

Fachtagung der niedersächsischen IvAF-Verbünde AZF III, FairBleib, Netwin3 und TAF sowie des Bremer Verbundes BIN zu 10 Jahren Erfahrungen in der Integration und Vermittlung von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeit.

Auf dieser Veranstaltung werden Herausforderungen und Erfahrungen in der Arbeitswelt bei der Integration von Flüchtlingen in Arbeit, Ausbildung und Qualifizierung gesammelt, ausgetauscht und kritisch diskutiert. Beiträge aus Politik, Verbänden und Wissenschaft werden ergänzt von Inputs aus der Praxis, um zu einer produktiven Gesamtschau zu kommen. Die Tagung wird somit von Inputs, aber auch genug Zeit für Austausch und Diskussion geprägt sein. Eingeladen sind Alltagsexpert/innen genauso wie jene aus Politik, Wissenschaft und Verbänden.

Das Vorläufige Tagungsprogramm:

Zur Anmeldung:


09.01.2019

Arbeitshilfe: Aufenthaltssicherung für weitergewanderte Flüchtlinge

Die vorliegende Arbeitshilfe soll bei der Klärung der verschiedenen aufenthaltsrechtlichen Perspektiven weitergewanderter Menschen unterstützen und richtet sich insbesondere an Berater*innen der Flüchtlings- und Migrationsberatungsstellen.

In der politischen Diskussion gewinnt die so genannte „irreguläre Sekundärmigration“ zunehmend an Bedeutung. Gemeint ist hiermit meist die Weiterwanderung von Menschen, für die nach der Dublin-III-Verordnung die Zuständigkeit eines anderen Mitgliedstaates – meist eines Staates an den EU-Außengrenzen – vorliegt. In der täglichen Beratungs-Praxis kommen jedoch nicht nur Menschen an, die in einem anderen europäischen Mitgliedstaat einen Asylantrag gestellt haben oder nach der Dublin-III-Verordnung hätten stellen müssen, sondern zunehmend auch Menschen, die in einem anderen Mitgliedstaat bereits als international Schutzsuchende anerkannt sind oder aus anderen Gründen einen nationalen Aufenthaltstitel erlangt haben und nun ihren Lebensmittelpunkt nach Deutschland verlegen wollen. 

Zwar können diese Personen in der Regel visumsfrei nach Deutschland einreisen und sich hier zu Besuchszwecken bis zu 3 Monate lang aufhalten, aber was passiert, wenn sie sich dauerhaft in Deutschland aufhalten wollen? Handelt es sich hierbei zwangsläufig um eine „irreguläre Sekundärmigration“, die schnellstmöglich beendet werden muss? Oder gibt es Möglichkeiten der Aufenthaltssicherung – und falls ja, welche? Die Antwort auf diese Fragen ist oft schwierig, denn selbst eine Flüchtlings-Anerkennung in einem anderen Mitgliedstaat führt nicht dazu, dass auch in Deutschland ein Aufenthaltstitel erteilt werden muss. Sie führt aber genauso wenig dazu, dass der Aufenthalt in Deutschland automatisch „irregulär“ ist. Vielmehr muss in jedem Einzelfall sorgfältig geprüft werden, ob es eine Gesetzesgrundlage für die Erteilung eines in Deutschland gültigen Aufenthaltstitels gibt.

 


08.01.2019

Broschüre: Woher kommen die Flüchtlinge?

Sechs Broschüren stellen die Hauptherkunftsländer der Flüchtlinge vor. Sie erklären, wie die heutigen Konflikte entstanden, wer darunter leidet und warum viele fliehen. Syrien, Irak, Afghanistan, Iran, Eritrea und Somalia stehen seit langem weit oben in der internationalen Statistik der Flüchtlingshilfe. In den Heften wird auch die Anerkennungspraxis des BAMF der letzten Jahre nachgezeichnet.


07.01.2019

Wie gelingt der soziale Aufstieg von jungen Menschen mit Migrationsgeschichte?

Welche Aufstiegschancen haben Kinder aus eingewanderten Familien? Vor welchen Hürden stehen sie? Das haben Forscher der Universität Osnabrück untersucht und präsentieren ihre Ergebnisse im vorliegenden Buch.

Erfolgreiche Karrieren werden von Kindern aus Einwandererfamilien nur selten erwartet. Auch für die Kinder der sogenannten Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter waren sie weder wahrscheinlich noch vorgesehen. Trotzdem haben viele von ihnen den sozialen Aufstieg geschafft, einige sogar den Weg bis in Spitzenpositionen in der Wirtschaft und im Öffentlichen Dienst. Sie sind Pioniere einer lange überfälligen Öffnung der Gesellschaft und ihrer Führungsetagen. Auf der Basis von zahlreichen Interviews zeichnet das Buch die Wege dieser Pioniere nach: Sie führten sie durch ein äußerst selektives Bildungssystem, hinein in Berufe, in denen ihre ethnische, aber auch ihre soziale Herkunft noch immer alles andere als selbstverständlich sind. Welche Hindernisse mussten sie überwinden und was hat ihren Erfolg möglich gemacht? Was können wir aus ihren Werdegängen für zukünftige soziale Aufstiege in der Einwanderungsgesellschaft lernen?


07.01.2019

Online-Umfrage „Fachkompetenz und Unterstützungsbedarf von Mitarbeiter*innen der Geflüchtetenhilfe“

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes werden Mitarbeiter*innen im direkten Betreuungskontakt mit Geflüchteten in Aufnahmeeinrichtungen, Gemeinschaftsunterkünften und anderen Einrichtungen befragt, wie sie ihre persönliche Fachkompetenz einschätzen und ob bzw. in welchen Bereichen sie Unterstützungsbedarf hinsichtlich der besonderen Herausforderungen ihres Arbeitsfeldes sehen.

Die Bearbeitung des Fragebogens wird bis zum 07.02.2019 möglich sein, online erfolgen und ca. 10-15 Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Der Fragebogen kann jederzeit verlassen und die eingegebenen Daten gelöscht werden. Außerdem ist es möglich, den Fragebogen zu unterbrechen, zwischenzuspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt fortzuführen.

Die Daten werden selbstverständlich anonym behandelt und es werden keine Daten erhoben, die eine Identifikation Ihrer Person, Einrichtung oder der Kommune, in der Sie arbeiten, ermöglichen.


04.01.2019

Informations- und Diskussionsveranstaltung „Roma in Deutschland – zwischen Romantisierung, Realität und Rassismus“

Seit Jahrhunderten leben Roma in Deutschland. Sie gehören ebenso wie deutsche Sinti zu den vier in Deutschland anerkannten Minderheiten. Oft wahrgenommen als Balkanflüchtlinge handelt es sich bei den neu zugewanderten Roma hauptsächlich um Arbeitsmigrantinnen und -migranten aus EU-Staaten.

Roma waren und sind massiv von Vorurteilen und Ausgrenzung betroffen. Doch was wissen wir wirklich? Wie sieht die Realität in Vergangenheit und Gegenwart aus? Welche Wege gibt es, die gesellschaftliche Akzeptanz und Wertschätzung sowie die Partizipationsmöglichkeiten von Romafamilien in Thüringen zu erhöhen?

Ergänzt wird die Veranstaltung durch die Vorstellung des 2017 gegründeten Landesverbandes der Roma Thüringens: RomnoKher Thüringen e.V.

In einem anschließenden ExpertInnengespräch mit ausgewählten Gästen, die jeweils einen besonderen Bezug zum Thema haben, wird Zeit für weiterführende oder vertiefende Fragen und Diskussion sein.


04.01.2019

Prävention & Integration

Ausgewählte Beiträge des 22. Deutschen Präventionstages

Am 19. und 20. Juni 2017 fand unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen  Ministerpräsidenten Stephan Weil der 22. Deutsche Präventionstag statt. Der Kongress wird in diesem Buch mit einigen zentralen Vorträgen, zusammenfassenden Beiträgen sowie der Kongressevaluation dokumentiert.


03.01.2019

Interview: Migranten helfen Migranten

Interview mit dem Dachverband der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland

Zum Internationalen Tag der Migranten erläutert Geschäftsführer Mamad Mohamad, wie der Dachverband der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland e. V. (DaMOst) mit Hilfe der Strukturförderung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Teilhabe von Migrantinnen und Migranten in Ostdeutschland stärkt.

Zum ausführlichen Interview:

 


03.01.2019

Migration und Populismus

MIDEM Jahresbericht 2018

Flucht und Migration gab es schon immer. Sie sind nichts Neues. Doch ihre Dynamik und vor allem ihre Wahrnehmung  haben  sich stark gewandelt. Im vorliegenden Jahresbericht des Mercator Forum für Migration und Demokratie (MIDEM) wird deshalb der Frage nachgegangen, ob Migration den Populismus in Europa verursacht bzw. befördert hat.


02.01.2019

Best-Practice Leitfaden “Veranstaltungen mit Geflüchteten”

Die BUNDjugend NRW und der BUND NRW haben auf Basis ihrer Erfahrungen und bisher bestehender Formate zur Arbeit mit Geflüchteten einen Best-Practice Leitfaden erstellt.

Er gibt Tipps, worauf bei Veranstaltungen mit Geflüchteten geachtet werden muss, welche Ziele angestrebt werden können, welche organisatorischen Punkte es zu beachten gilt und an welchen Stellen besondere Sensibilität gefragt ist. Von Exkursionen mit Geflüchteten in die Natur über gemeinsame Kochabende bis zu Repair-Cafes werden verschiedene Veranstaltungsformate vorgeschlagen und anhand von Beispielen dargestellt.

Die Geflüchteten aktiv in die Zivilgesellschaft einzubinden und mit ihnen anstatt für sie zu arbeiten, trägt zu einem gegenseitigem Perspektivwechsel bei und fördert ein solidarisches Miteinander.


02.01.2019

Integration zum Download

Wie kaufe ich ein? Was muss ich sagen, wenn ich ein Bahnticket kaufen möchte? Wer hilft mir bei einem Notfall? Und was bitte ist ein Pfandsystem? Was für uns selbstverständlich ist, ist für geflüchtete Menschen oft vollkommen verwirrend. Ein Freiwilligenprojekt der Fachschaft Deutsch als Fremdsprache an der LMU hat letztes Jahr unter der Leitung von Professor Jörg Roche den Leitfaden „Lernen – Lehren – Helfen“ entwickelt. Diesen gibt es jetzt mit NAVI-D auch als App zum Download.

Um sich auf die wirklich praxisrelevanten Fragen zu konzentrieren, wurden bei der Aufbereitung Helferkreise für Flüchtlinge miteinbezogen. Sie haben den Leitfaden vor dem Druck auch einem Realitätscheck unterzogen. Herausgekommen ist „Lernen – Lehren – Helfen“ mit insgesamt zehn Kapiteln zu relevanten Themen wie Wohnen, Einkaufen, Arbeit oder Mobilität, um in Deutschland zurechtzukommen. Außerdem finden sich im Leitfaden Vermittlungshinweise für Helferinnen und Helfer, situativ eingebettete Redemittel, abwechslungsreiche Verstehensübungen und Informationen zu weiterführenden Materialien, Links, Literaturhinweisen und Fortbildungsangeboten. Eine Mischung aus Sprachkursen und Bildmaterial.

NAVI-D ist deutschlandweit kostenfrei downloadbar und durch die Offline-Funktion immer und überall einsatzfähig: im Kurs, im Alltag, in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Wartezimmer oder auch in der Schlange im Supermarkt. Die App navigiert Zuwanderer geschickt und niedrigschwellig durch den Alltag


01.01.2019

Sach wat! Tacheles für Toleranz

Das Projekt "Sach wat! Tacheles für Toleranz" geht in die zweite Runde. Wie schon beim ersten Mal veranstalten die Caritas verschiedene kostenlose Fortbildungen für Menschen, die im sozialen Bereich arbeiten: Tages-Workshops zu verschiedenen Themen gegen Diskriminierung und auch wieder die beliebten Kneipenabende gegen Stammtischparolen.


28.12.2018

Studie: "Bürgersinn in der Einwanderungsgesellschaft"

Was verstehen Menschen in Deutschland unter einem guten Bürger? Und wie unterscheidet sich dieses Verständnis innerhalb unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen? Diese Fragen thematisiert eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung. Die Befragung zeigt, dass die in Deutschland lebenden Menschen sehr ähnliche Vorstellungen davon haben, was die Regeln des Zusammenlebens angeht – unabhängig davon, ob sie einen Migrationshintergrund haben. Alter und Wohnort seien bei der Befragung ausschlaggebender gewesen als ethnische Herkunft und Geschlecht.


27.12.2018

Widerruf und Rücknahme des Schutzstatus. Ringvorlesung im Flüchtlingsrecht

Seit ihrer Gründung führt die Refugee Law Clinic Hannover eine Ringvorlesung zum Migrations- und Flüchtlingsrecht durch. Darin erläutern wechselnde Dozent*innen die aktuellen Themen und bieten Einblicke in die asylrechtliche Praxis. Die Ringvorlesung ist dabei Teil unseres Fortbildungskonzepts und dient den Berater*innen zur Auffrischung und Vertiefung ihrer bisherigen Kenntnisse. Die Ringvorlesung richtet sich aber auch immer an ein interessiertes Fachpublikum. Sie sind herzlich willkommen!

Constantin Hruschka ist Senior Research Fellow am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik und beschäftigt sich seit Jahren mit asyl- und aufenthaltsrechtlichen Fragestellungen. In seinem Vortrag wird er den Widerruf und die Rücknahme des Schutzstatus betrachten. Denn es ist davon auszugehen, dass das BAMF in der Zukunft vermehrt derartige Verwaltungsakte erlassen wird und damit der Aufenthalt in Deutschland gefährdet ist.

Die Veranstaltungen finden alle auf dem „Conti-Campus“ der Leibniz Universität Hannover (Königsworther Platz 1, 30167 Hannover) statt. Raum 1209 (12. Etage) im Conti-Hochhaus (Gebäude 1502).


27.12.2018

Dokumentation: Geflüchtete Familien und Frühe Hilfen

Frühe Hilfen für geflüchtete Familien sind ein aktuelles und sehr dynamisches Praxisfeld, das die Fachkräfte vor unterschiedliche Herausforderungen stellt. Denn geflüchtete Familien sind vielfältigen existenziellen Belastungssituationen vor, während und nach der Flucht ausgesetzt. Dabei ist die Bewältigung ihrer Situation nicht leicht.

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) hat dazu gemeinsam mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt und der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf am 21. September 2018 einen Fachtag veranstaltet. 200 Fachkräfte der Frühen Hilfen, Netzwerkkoordinierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Feld der Frühen Kindheit und dem Bereich Migration und Flucht sind der Einladung nach Frankfurt am Main gefolgt.

Im Fokus des Fachtags stand die Frage, welchen Beitrag die Frühen Hilfen leisten können, um das Ankommen von Familien zu unterstützen. Dabei ging es auch darum, die spezifischen Familien- und Beziehungssituationen in diesem Bereich der Frühen Hilfen gemeinsam zu reflektieren.

Die Dokumentation mit Bildern und Zusammenfassungen der Impulsvorträge, Workshops und Abschlussdiskussion ist jetzt auf www.fruehehilfen.de veröffentlicht.


26.12.2018

Broschüre: "Der Asylfolgeantrag"

Die Neuerscheinung "Der Asylfolgeantrag" erläutert die Voraussetzungen, die zu beachten sind, wenn nach Abschluss eines Asylverfahrens ein neuer Asylantrag gestellt werden soll. Daneben wird der Ablauf des Folgeverfahrens behandelt. Die Broschüre bietet somit eine Hilfestellung für die Beratungspraxis, wenn es um die Frage geht, unter welchen Umständen ein Asylfolgeantrag möglich und sinnvoll ist.

Das Gesetz sieht grundsätzlich die Möglichkeit vor, dass auch nach Abschluss eines früheren Asylverfahrens ein Asylfolgeantrag gestellt werden kann. Dies gilt insbesondere, wenn sich neue Gründe ergeben haben, die sich positiv auf die Anerkennungschancen auswirken und die im früheren Verfahren nicht vorgebracht werden konnten. Allerdings wurden im Gesetz auch hohe Hürden errichtet, an denen ein Folgeantrag schon scheitern kann, bevor es überhaupt zu einem neuen Asylverfahren kommt.

Die Broschüre von Kirsten Eichler (GGUA Münster) erläutert vor diesem Hintergrund die formalen und rechtlichen Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit ein Folgeverfahren eröffnet wird. Daneben wird der Ablauf des Verfahrens erläutert und es wird auf die Rechtsstellung von Personen eingegangen, die einen Folgeantrag gestellt haben.

 


25.12.2018

Flüchtlinge brauchen Schutz - aber wie?

Viele Bürger_innen engagieren sich für geflüchtete Menschen und stehen der Asylrechtspolitik und -praxis nicht gleichgültig gegenüber. Das Seminar bietet einen Überblick über den Ablauf des Asylverfahrens und über die Kriterien für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft, des subsidiären Schutzes und über die Feststellung von Abschiebungsverboten. Der Überblick über die Asylrechtspraxis hilft, aktuelle Debatten einordnen zu können und eigene Engagementfelder zu erschließen.

08.02.2019 - 10.02.2019 in Würzburg
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung.


25.12.2018

Flyer: "Darf ich mit dem Kopftuch arbeiten?“

Viele Frauen, die neu nach Deutschland kommen, und aus religiösen Gründen ein Kopftuch tragen, fragen sich, inwieweit sie mit dem Tragen eines Kopftuchs einen Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt haben.

Der Informationsflyer klärt in leichter Sprache darüber auf, wie die aktuellen rechtlichen Bestimmungen zu diesem Thema sind. Zusätzlich werden Informationen über mögliche Handlungsschritte gegeben, wenn frau sich aufgrund des Tragens von religiösen Symbolen von Arbeitgeber_innen oder Kolleg_innen diskriminiert fühlt, oder auch rechtswidrig gehandelt wird.

Der Flyer kann in den Sprachen Deutsch, Arabisch, Dari, Englisch und Kurmanci heruntergeladen werden


24.12.2018

Übersichtsseite zum Thema Traumatisierung

Viele Geflüchtete haben in ihren Herkunftsländern oder auf der Flucht Gewalt erfahren. Ein Teil von ihnen leidet unter einer Traumatisierung. Was heißt das für die ehrenamtliche oder auch hauptamtliche Arbeit mit Geflüchteten? Dazu gibt es eine Reihe von Informationsmaterialien.

Das Infoportal fluechtlingshelfer.info hat eine hilfreiche Übersichtsseite zu Fragen rund um das Thema Traumatisierung zusammengestellt (Ratgeber, Ansprechpersonen, Möglichkeiten der Kostenübernahme etc.).


21.12.2018

Fördermöglichkeiten: "Integration neu denken"

Die Singa Deutschland & Robert Bosch Stiftung fördern im Rahmen ihres gemeinsamen Programms “Integration neu denken” Organisationen mit Beratung und Begleitung bei der Umsetzung eines Projektes über einen Zeitraum von zwölf Monaten sowie mit einer Förderung von einmalig 10.000 €. Sie möchten Organisationen und Projekte, die bereits im Themenfeld Integration tätig sind, dabei unterstützen, ihre Arbeit noch inklusiver zu gestalten und Teil eines bundesweiten Netzwerkes zu werden. Es gibt unterschiedliche zeitliche Etappen des Programmes.


21.12.2018

Antiziganismus – Erkennen, benennen, entgegenwirken

Das Bild von in Deutschland lebenden Sinti_zze und Rom_nja ist sehr häufig von Stereotypen gekennzeichnet. Die Dekonstruktion dieser Bilder sind primäres Anliegen des Projekts „Antiziganismus – Erkennen, benennen, entgegenwirken“. Wissensvermittlung und Sensibilisierung sind bei diesem Prozess zentrale Bestandteile und damit auch Hauptziele. In diesem Zusammenhang bietet das Projekt Seminare und Workshops zur Sensibilisierung für Bilder, Meinungen und Strukturen an.


20.12.2018

Methodenhandbuch zum Thema Antiziganismus – Für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit

Das Handbuch enthält Methoden für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen zum Thema Antiziganismus und zur Geschichte von Sinti_zze und Rom_nja. Das Handbuch eignet sich für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit und kann von Pädagog_innen, Sozialarbeiter_innen, Bildungsstätten, Gedenkstätten, Universitäten und Hochschulen sowie Schulen in verschiedenen Bildungskontexten verwendet werden. Die Materialien ergänzen das bisherige Bildungsangebot vor allem durch Übungen, die eher im Bereich des Erfahrungslernens zu verorten sind und mehrheitlich einen aktiv-spielerischen Charakter aufweisen. Sie richten sich damit verstärkt an Jugendliche, deren Stärken weniger im abstrakten Abrufen von Wissen, in der Auseinandersetzung mit schriftlichen Inhalten oder im Verstehen rein sprachlich vermittelter Lerninhalte liegen, sondern die überwiegend tätigkeitsbezogene und aktiv handelnde Fähigkeiten und Fertigkeiten aufweisen.


20.12.2018

Studie: Alternativen zum Asylantrag? Legale Migrationswege nach Deutschland für Drittstaatsangehörige ohne Schutzperspektive

Bislang existieren kaum legale Zuwanderungswege für gering- und mittelqualifizierte Drittstaatsangehörige. Die Studie analysiert den Umfang und die derzeitigen Rahmenbedingungen für die Zuwanderung dieser Personengruppe und stellt dar, welche Kooperationen mit Herkunftsländern bereits bestehen. Sie gibt Handlungsempfehlungen für Akteure aus Politik und Verwaltung für die künftige Gestaltung von legalen Migrationswegen in Erwerb und Ausbildung und diskutiert Instrumente zur Steuerung dieses Prozesses.


19.12.2018

Weiterbildung: Neustart Pflege

In einer 20-tägigen Pilotphase können sich die Teilnehmenden auf vielfältige Art und Weise in den Berufsbildern Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft ausprobieren. Auf einer virtuellen Tour durch verschiedene Pflegeeinrichtungen lernen sie zunächst die verschiedenen Tätigkeiten und Arbeitsabläufe in einer 360°-Welt kennen. In Workshops erhalten sie theoretisches Wissen über die Berufsbilder und lernen anhand praktischer Übungen, was bei der Unterstützung von Pflegebedürftigen zu beachten ist. Der Umgang mit einem Rollator und die sichere Begleitung von Menschen mit einem Gehstock werden genauso behandelt wie das Umkleiden, Rasieren oder Waschen. Das Gelernte können sie abschließend in einer 2-wöchigen Hospitation erstmals in einer Pflegeeinrichtung aus dem Bezirk anwenden.

Mit der VIA Verbund für Integrative Angebote Berlin gGmbH und dem Verbund für Altenhilfe und Gerontopsychiatrie Steglitz-Zehlendorf wurden zwei starke Partner gefunden, die sich seit vielen Jahren in der Berliner Pflegelandschaft engagieren. Aus dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf wird das Projekt außerdem vom Bezirksamt und dem Jobcenter unterstützt. Dank der finanziellen Unterstützung durch den Europäischen Sozialfonds ist die Weiterbdilung für die Teilnehmenden kostenfrei.

Nach der Pilotphase sind drei weitere Projektdurchläufe mit erweiterten Inhalten ab Frühjahr 2019 geplant.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.neustart-pflege.de
Interessierte können sich dort oder direkt bei Anne Woltmann anmelden (Tel. 030 789 5460 13).
 


19.12.2018

Internationale Konferenz: Care - Migration - Gender

Care, Migration und Gender sind auf offensichtliche und weniger offensichtliche Weise miteinander verwoben. Bridget Anderson zeigt, wie die "Drecksarbeit" in der Pflege an marginalisierte Subjektpositionen delegiert wird. Das von Rhacel Salazar Parreñas entwickelte Konzept der Care Chain unterstreicht die Tatsache, dass Care-Arbeiter_innen selbst reproduktive Aufgaben hinterlassen, die wiederum von anderen nach ihrer Migration übernommen werden müssen. Der Queer-Theoretiker Martin F. Manalansan hinterfragt die implizit angenommene Heterosexualität von Care-Migrant_innen. Weitere Untersuchungen zeigen, dass Care-Arbeiter_innen nicht nur Opfer sozialer Strukturen sind, sondern selbst aktiv Entscheidungen treffen. Dies eröffnet Debatten über Handlungsmacht. Nach bedeutenden Publikationen von Rajni Palriwala und Helma Lutz stellen sich Fragen darüber, wer Handlungsmacht hat und wie sich Care-, Migrations- und Gender-Regimes darauf auswirken. Weiterhin ist Care-Migration ein Effekt globaler Ungleichheiten und ermöglicht gleichzeitig Ausbeutung und Empowerment. Das vorherrschende Narrativ besteht aus Pflegekräften, die aus dem globalen Süden und postsozialistischen Gesellschaften in den globalen Norden auswandern – jedoch findet Care-Migration auch innerhalb des Globalen Südens und zwischen postsozialistischen Gesellschaften statt. Darüber hinaus ist das Verhältnis zwischen Care-Arbeiter_innen und Care-Empfänger_innen alles andere als eindeutig. Die Strukturen (und Hierarchien) von Abhängigkeit und Macht hängen von den jeweiligen gesellschaftlichen Positionen sowie dem Zugang zu Rechten und Anerkennung ab. Zusätzlich können Migrant_innen auch Care-Empfänger_innen sein, aber einige Care-Empfänger_innen müssen möglicherweise migrieren, um Zugang zu Care zu erhalten.

Die Konferenz "Care - Migration - Gender. Ambivalent Interdependencies" bietet einen Raum, um diese Interdependenzen gemeinsam in ihrer Komplexität zu untersuchen und eine Diskussion über solche Ambivalenzen anzuregen. Insbesondere werden wir auf Folgendes eingehen:

  • Welche Formen haben die Interdependenzen von Care – Migration – Gender an verschiedenen Orten, in verschiedenen Bereichen und mit verschiedenen Interessengruppen?
  • Wie sind die Interdependenzen von Care – Migration – Gender durch unterschiedliche Impulse, Interessen und Repräsentationen geprägt?
  • Wie werden die Interdependenzen von Care – Migration – Gender politisch, rechtlich und sozial geregelt?
  • Wie und mit welchen Zielen und Wirkungen haben sich Care-Arbeiter_innen selbst organisiert?

18.12.2018

IN.POWERMENT | Netzwerk inklusiv - 4. Bundeskongress der neuen deutschen organisationen

Der 4. Bundeskongress der neuen deutschen Organisationen (ndo) findet im folgenden Jahre unter dem Standpunkt der Vernetzung statt. Es geht darum, wie sich Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen besser vernetzen und wie sie transnationale Brücken bauen können. ndo ist ein bundesweites Netzwerk von rund 100 Vereinen, Organisationen und Projekten. Die Mitglieder sind Nachkommen von Arbeitsmigrant*innen und Geflüchteten. Während des Bundeskongresses soll es unter anderem auch um die strukturelle Diskriminierung im Bildungssystem gehen und wie sich die Organisationen vor Ort dazu positionieren. Hierzu können Kurzbeiträge eingereicht werden. Der Kongress umfasst Workshops und ein breites Programm mit verschiedensten Referent_innen.



18.12.2018

Studie: Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Eingewanderte Eltern haben höhere Bildungsziele für ihre Kinder. Trotzdem erreichen Migrantenkinder oft nicht das gleiche Bildungsniveau wie Gleichaltrige ohne ausländische Wurzeln. Wie eine neue Studie herausgefunden hat, sind die Gründe vielfältig.

Kinder von Migranten haben in Deutschland deutlich schlechtere Erwerbs- und Einkommensperspektiven. So lag der Anteil der Erwerbstätigen bei den 25- bis 44-Jährigen mit Migrationshintergrund im Jahr 2017 bei 72,3 Prozent, bei Gleichaltrigen ohne Einwanderungsgeschichte dagegen bei 87,2 Prozent, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln ergab. Grund sei neben Sprachproblemen vor allem, dass Menschen mit Migrationshintergrund oft nicht das gleiche Bildungsniveau erreichten wie Gleichaltrige ohne ausländische Wurzeln, selbst wenn sie in Deutschland geboren oder im Kindesalter eingewandert seien.


17.12.2018

Bericht: Potenziale und Hemmnisse der Integration von Geflüchteten in den baden-württembergischen Arbeitsmarkt

Jeder vierte Geflüchtete im Land hat inzwischen einen Job. So steht es im aktuellen Gesellschaftsreport 2018 des Sozialministeriums. Der Report zeigt aber auch, dass drei von vier befragten Flüchtlingen noch keine Stelle gefunden haben, weil sie nicht arbeiten dürfen oder weil die Deutschkenntnisse nicht reichen.

Mit zunehmender Aufenthaltszeit fassen immer mehr Geflüchtete Fuß auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg, dennoch erschweren eine unsichere Bleibeperspektive und mangelnde Deutschkenntnisse immer noch vielerorts die Integration in Arbeit. Zu diesem Ergebnis kommt der vierte GesellschaftsReport BW 2018, den das Ministerium für Soziales und Integration in Kooperation mit dem Statistischen Landesamt vierteljähr-lich herausgibt. Bezieht man jegliche Form von Arbeit ein, ist rund ein Viertel der in den vergangenen Jahren nach Baden-Württemberg Geflüchteten (26 Prozent) in den Arbeitsmarkt integriert. Vielen Geflüchteten fehlt es jedoch an Informationen über den deutschen Arbeitsmarkt, hinzu kommen Schwierigkeiten bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse.


14.12.2018

Space2groW

Das Projekt Space2groW bietet berlinweit Workshops und persönliche Beratungsgespräche für geflüchtete Frauen* und deren Partnerinnen* zu Familienplanung und Gesundheit an. Die Teamerinnen selbst sind Teil der Communities und haben Fluchthintergründe. Deshalb arbeiten sie kultur- und familien nahe und auf Augenhöhe.


14.12.2018

“Arbeitsmarkt-Lexikon” (ALEX)

Das “Arbeitsmarkt-Lexikon” (ALEX) vom Integration und Qualifizierung Netzwerk (IQ) erklärt die Vielfalt des Arbeitsmarktes und betrachtet die zunehmende Bedeutung von Migration und Integration für den deutschen Arbeitsmarkt. Das IQ Netzwerk ist ein Förderprogramm der Bundesregierung zur Verbesserung der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt. Das Lexikon mit rund 120 Artikeln bietet Faktenwissen rund um den deutschen Arbeitsmarkt. Themen, bei denen es unterschiedliche Meinungen und Positionen gibt, wie zum Beispiel “Integration” bzw. “Inklusion”, werden in verschiedenen wissenschaftlichen Lesarten und gesellschaftlichen Diskursen neutral dargestellt. Durch eine konsequente Verlinkung aller Fachbegriffe sowie ausführliche Quellendarstellungen und Literaturempfehlungen soll das Lexikon zur tieferen Auseinandersetzung anregen. Das Lexikon ist kostenlos online verfügbar.


14.12.2018

Studie: Being Black in the EU

Schwarze Menschen erleben in Europa immer wieder Rassismus und Diskriminierung. Die Erfahrungen mit rassistischer Gewalt sind von Land zu Land sehr unterschiedlich. Auch "racial profiling" durch die Polizei ist weit verbreitet. Darüber hinaus werden Schwarze Menschen bei der Arbeits- und Wohnungssuche diskriminiert. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte. Für die Erhebung wurden rund 6.000 Schwarze Menschen in 12 EU-Staaten befragt.


13.12.2018

Leitfaden: Neue Engagierte - Freiwilliges Engagement von geflüchteten Menschen fördern

Freiwilliges Engagement nicht nur für, sondern von geflüchteten Menschen – das ist der Kerngedanke des bagfa-Modellprojektes "Teilhabe durch Engagement". Seit Frühjahr 2016 erproben Freiwilligenagenturen an bundesweit zehn Standorten in Deutschland Wege, wie geflüchtete Menschen einen Zugang zu ihrem freiwilligen Engagement finden – und im gemeinsamen Aktivsein mit anderen Freiwilligen vor Ort ein neues Zuhause.

Jetzt, zum Ende der Projektlaufzeit im April 2019 heißt es, die Erfahrungen zu bündeln und mit anderen Freiwilligenagenturen zu teilen. Das Projektwissen hat die bagfa in dem neuen Leitfaden "Neue Engagierte. Freiwilliges Engagement von geflüchteten Menschen fördern" aufgearbeitet.

Der Leitfaden dient als praxisnaher Kompass für alle, die ebenfalls geflüchtete Menschen zu freiwilligem Engagement einladen wollen. Darin werden zum einen die Voraussetzungen für ein freiwilliges Engagement von geflüchteten Menschen (Motive, Zugangswege, geeignete Engagementfelder, eine gemeinsame Sprache finden) thematisiert, zum anderen gibt es Hinweise, wie Engagement-Einsatzorte dazu gewonnen werden können, sich für Engagierte mit Fluchtgeschichte zu öffnen – das oft schwerere Vorhaben, wie im Projektverlauf festgestellt wurde.


13.12.2018

Gewaltprävention für Geflüchtete und Migrant*innen

"Wir laden Sie herzlich zur Fachtagung „Hand in Hand für ein gewaltfreies Miteinander“ im Rahmen des bundesweiten Projekts „MiMi – Gewaltprävention für geflüchtete Frauen, Kinder und Männer“ ein. Das Projekt bündelt gemeinsam mit Migrant*innen seit 2016 die Kapazitäten engagierter Geflüchteter und Migrant*innen mit Fachdiensten und lokalen Netzwerken. In transkulturellen Mediator*innenschulungen, muttersprachlichen Informationsveranstaltungen unter Zuhilfenahme von Ratgebern zum Thema „Gewaltschutz und regionale Hilfsangebote“ werden von Gewalt bedrohte geflüchtete Frauen und Familien bundesweit über Schutzmaßnahmen aufgeklärt und unterstützt."

12.12.2018

Geflüchtete in dualer Berufsausbildung? Überblick über Datenlage und Angebote

Der Beginn einer Berufsausbildung gilt als zentraler Meilenstein auf dem Weg zur erfolgreichen Integration junger Geflüchteter. Wie viele von ihnen haben es bereits geschafft, einen Ausbildungsplatz zu finden? Derzeit kursieren zu dieser Frage unterschiedliche Zahlen, und es erscheint schwierig, eine eindeutige Antwort zu finden. In diesem Überblicksartikel stellt das Bundesinstitut für Berufsbildung - BIBB dar, welche Zahlen woher kommen und erklärt, warum es nicht „die eine richtige Zahl“ gibt, sondern für das Gesamtbild verschiedene Statistiken herangezogen werden müssen, die alle etwas Anderes erfassen.


12.12.2018

Studie: Interkulturelle Öffnung in Einrichtungen der psycho-sozialen Dienste

Sie geben Halt bei seelischen Krisen, bieten Unterkunft oder Erste-Hilfe-Versorgung: Psycho-soziale Dienste findet man in praktisch jedem Frankfurter Stadtteil. Inwiefern sie gerüstet sind für die Herausforderungen einer vielfältigen Stadtgesellschaft, hat eine Studie ermittelt, die das Amt für multikulturelle Angelegenheiten finanziert und herausgegeben hat.

Befragt wurden über 60 Einrichtungen in freier Trägerschaft – die Liste der Träger reicht vom Caritasverband über die Aidshilfe Frankfurt bis zur Deutsch-Iranischen Beratungsstelle für Frauen und Mädchen. Durchgeführt wurde die Studie vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V.

Das Fazit: Mehr als die Hälfte der Einrichtungen treibt ihre interkulturelle Öffnung erfolgreich voran. Nachholbedarf besteht unter anderem beim Erstkontakt. Wenn es also darum geht, Menschen anzusprechen, die kaum oder kein Deutsch sprechen. Online bietet nicht mal jede fünfte Einrichtung Auskünfte in mindestens einer weiteren Sprache an. Broschüren liegen häufig nur auf Deutsch vor, und auch für Dolmetscher_innen fehlt vielerorts das Geld. Das alles führt dazu, dass sich Migrant_innen in Notlagen erst gar nicht an die Einrichtungen wenden.


11.12.2018

Rollenspielen – Über Geschlechterrollen gemeinsam reden

Alle reden ÜBER geflüchtete junge Männer, wir reden MITeinander. Sportlich und fair.
Tischfußballturniere kombiniert mit lockeren Diskussionsrunden zu Geschlechterrollen brachten geflüchtete junge Männer, dort wo sie sich wohlfühlen, an die Tische und teilhaberelevante Themen auf den Tisch. Gemeinsam wechselten wir Perspektiven und tauschten uns zu Rollenvorstellungen in Deutschland aus.


10.12.2018

Studie: Die Vielfalt wächst – vhw-Migrantenmilieu-Survey 2018

Der Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung (vhw) hat eine Studie über die Einstellungen und Lebensweisen von Zugewanderten und deren Nachfahren durchgeführt und die Ergebnisse veröffentlicht. Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bewertet demnach das Zusammenleben in Deutschland als gut, es werden jedoch auch Sorgen zu wichtigen Lebensbereichen formuliert. Die Studie kann online heruntergeladen werden.


10.12.2018

Impfkalender in 15 Sprachen

Das interkulturelle Gemeinwesenzentrum “Bayouma-Haus” der AWO Spree-Wuhle. e.V. hat in Neuauflage einen internationalen Impfkalender erstellt. In 15 Sprachen wird dort über alle empfohlenen Impfungen für Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene informiert. Grundlage dafür bildet die Expertise der Ständigen Impfkommission (STIKO). Der Kalender kann online heruntergeladen werden.


10.12.2018

Vielfältiger Islam versus gewaltbereiter Salafismus. Möglichkeiten der Intervention und Prävention!

Auf dem Informationstag werden die Grundlagen des Islams beleuchtet und geklärt, wo die inhaltlichen Unterschiede zwischen Islam und gewaltbereitem Salafismus liegen. Im Fokus stehen die Erfahrungen von Expertinnen und Experten in der Praxis mit Deeskalations- und Präventionsstrategien.

Teil 1: Muslimische Vielfalt und gelebter Islam in NRW
Teil 2: Radikalisierungswege von Jugendlichen
Teil 3: Möglichkeiten der Prävention und Intervention

Die Veranstaltungsreihe in NRW wird organisiert von der Landeszentrale für politische Bildung, dem Integrations- und Schulministerium und dem Ministerium des Innern. Sie richtet sich an pädagogische Fach- und Lehrkräfte.


07.12.2018

Studie: Migranten, Meinungen, Milieus

Was bedeutet gesellschaftliche Vielfalt? Wie beeinflusst sie unser Zusammenleben? Und in welche Richtungen entwickelt und verändert sie sich? Für ihren sogenannten Migrantenmilieu-Survey ermittelte die SINUS Markt- und Sozialforschung im Auftrag des Bundesverbands für Wohnen und Stadtentwicklung Grundwerte, Einstellungsmuster und Bedürfnisse im Alltagsleben. Die Erhebung ergab, dass Lebenswelten die Herkunft oder die religiöse Zugehörigkeit überlagern. So teilen die Befragten beispielsweise Sorgen und Kritik an gesellschaftlichen Entwicklungen und Politik mit Menschen ohne Migrationshintergrund. Bei Rollen- und Familienbildern sowie Moralvorstellungen zeigen sich allerdings nach wie vor Unterschiede.


07.12.2018

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse – was kostet das?

Im Rahmen des IQ Projekts „Fokus Flucht“ hat der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. einen Flyer über die Kosten eines Anerkennungsverfahrens von ausländischen Berufsabschlüssen erstellt.

Geflüchtete haben einen Rechtsanspruch auf ein Anerkennungsverfahren ihres im Ausland erworbenen Berufsabschlusses, unabhängig von ihrer Staatszugehörigkeit und ihrem Aufenthaltsstatus. Während dieses Anerkennungsverfahrens enstehen allerdings Kosten. Der Flyer informiert in einfacher Sprache, welche Kosten entstehen können, und welche Möglichkeiten zur Finanzierung es gibt.

Der Flyer ist in den Sprachen Deutsch, Arabisch, Farsi und Englisch erhältlich. Druckversionen in verschiedenen Sprachen können Sie kostenlos erhalten.


06.12.2018

Infoposter: Partizipation von jungen Geflüchteten

Das Infoposter bietet acht konkrete Empfehlungen zur Partizipation geflüchteter Jugendliche für Mitarbeitende in Jugendhilfeeinrichtungen und Jugendämtern.
Zum Infoposter:


05.12.2018

Wie gut sind Menschen mit Migrationshintergrund in den Medien repräsentiert?

Wie steht es um die Vielfalt in deutschen Redaktionen und Pressebüros? Wie können Migranten die interkulturelle Kompetenz im Journalismus stärken? Und wie partizipieren Zugewanderte an einem gesellschaftlichen "Wir"? Diese Fragen thematisiert eine Fachkonferenz des "Zentrums für Europäische und Orientalische Kultur" und des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig am Freitag ab 9 Uhr.

Seit einigen Jahren existieren zahlreiche Migrantinnenorganisationen, die ihre Ansprüche neu definieren und sich eher als „Neue Deutsche“ verstehen, denn als Einwanderinnen. Ihre Botschaft lautet: „Wir gehören dazu und wollen mitreden“. Für sie steht nicht mehr die Frage der Integration im Mittelpunkt, sondern die der Repräsentation. Mehrsprachige Migrantinnenmedien stellen in Deutschland eine Praxis dar, mit der die Sprechenden aufeinander Bezug nehmen. Sie setzen sich für eine ausgewogene und sachliche Berichterstattung zu Migrations- und Integrationsthemen ein und ermöglichen Teilhabe, wodurch sie eine bedeutsame Rolle für die Stärkung der Gemeinschaften und Individuen spielen. Diese Kommunikatorinnen wollen nicht nur über „Integrationsmaßnahmen“ reden, sondern über gleiche Rechte und Chancen. Die jahrelange Fixierung auf “die” Migrantinnen soll beendet werden und ein neues gesamtgesellschaftliches „Wir“ entstehen. In der postmigrantischen Gesellschaft übernimmt jede soziale Verantwortung für die Gemeinschaft.


05.12.2018

Handlungsleitfaden: Jugendhilfe für begleitete minderjährige Geflüchtete

Für begleitete minderjährige Geflüchtete besteht ein umfänglicher Anspruch auf Jugendhilfeleistungen. Dennoch erhält ein Großteil der geflüchteten Kinder und Jugendlichen, die in Begleitung ihrer Eltern nach Deutschland einreisen, während der Unterbringung in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften keine Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe. Der Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit hat daher mit Unterstützung des Bundesfachverband umF einen Handlungsleitfaden hierzu erarbeitet.


05.12.2018

Toolbox: Empfehlungen zur Konsultation von Jugendlichen

Junge Geflüchtete werden in Konsultationsworkshops als Expertinnen und Experten ihrer Situation begriffen. Sie sind ein wichtiger Baustein, um zu einer ersten Analyse der Bedürfnisse und Interessen geflüchteter Jugendlicher zu kommen. In der Toolbox finden Sie dazu konkrete Empfehlungen.


04.12.2018

BumF-Frühjahrstagung

Bei der diesjährigen Frühjahrstagung steht neben den aktuellen rechtlichen und tatsächlichen Entwicklung – von Ankerzentren und Alterseinschätzung bis Einwanderungsgesetz – die pädagogische Praxis der Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und die Schnittstellenarbeit mit anderen Rechtskreisen im Fokus.

Die Frühjahrstagung richtet sich an Mitarbeitende von Jugendämtern, Trägern der Jugendhilfe, Beratungsstellen, Vormund/innen und andere Personen die mit umF arbeiten. Sie ist einer der zentralen Orte des vertiefenden Austausches über die Arbeit mit umF. Ihr Ziel ist zudem die bundesländerübergreifende Vernetzung zwischen Fachkräften.

Das vollständige Tagungsprogramm.

Die Anmeldng ist online möglich.


04.12.2018

Fachbeitrag: Veränderungen gemeinsam gestalten

Fachbeitrag „Veränderungen gemeinsam gestalten – geflüchtete Jugendliche in der Kommune konsultieren“ Wie können geflüchtete Kinder und Jugendliche in der Kommune stärker beteiligt werden? Dieser Fachbeitrag stellt das Beteiligungsverständnis im Programm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ anhand der Methode „Konsultationsworkshops mit jungen Geflüchteten“ vor. Konsultationsworkshops haben das Ziel, die Perspektive geflüchteter Menschen in Planungsprozesse einzubinden und können ein erster Schritt zu ihrer Beteiligung in der Kommune sein. Anhand von Erfahrungen aus der kommunalen Praxis geht dieser Fachartikel auf Chancen und Herausforderungen von Konsultationsworkshops ein, stellt die zentralen Aussagen der jungen Menschen aus den Workshops vor und formuliert abschließend Empfehlungen für die praktische Umsetzung.

 


03.12.2018

Über Märtyrerinnen und Mitläuferinnen: Die Rolle der Frau im Islamismus

Wie präsent sind Frauen in der militanten islamistischen Szene? Welche Rolle spielen militante islamistische Frauennetzwerke bei der Erziehung und Beeinflussung von Kindern? Und können Erfahrungen aus Forschung und Prävention im Bereich Rechtsextremismus übertragen werden? Diese Fragen diskutieren Experten auf einem Podium der Bundeszentrale für politische Bildung.


03.12.2018

Podcast: Geflüchtete Jugendliche konsultieren

In der zweiten Podcast-Folge von "Willkommen bei Freunden" geht es um die Beteiligung von geflüchteten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Kommune. Sie erfahren, was Konsultationsworkshops sind, wie sie funktionieren und welchen Mehrwert sie für Kommunen und junge Geflüchtete bieten können.


30.11.2018

Fortbildung für Ehrenamtliche über Handlungsspielräume und rechtliche Grenzen

Der Flüchtlingsrat Berlin setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von geflüchteten Menschen und die Wahrung ihrer Menschenwürde ein. Um die optimale Betreuung für Gelüchtete zu gewährleisten, veranstaltet der Flüchtlingsrat eine Fortbildung für Ehrenamtliche in der Arbeit mit Asylsuchenden in Berlin. In einem theoretischen und einem praktischen Teil werden ehrenamtlichen Teilnehmer*innen des Seminars Handlungsspielräume und rechtliche Grenzen in der Begleitung von Asylsuchenden aufgezeigt, um sie im Umgang mit den Behörden und Akteur*inneren in der Rolle als Vermittler*in zu stärken und ein sicheres Auftreten zu fördern. Die Teilnahme ist kostenlos. Jedoch ist eine verbindliche Anmeldung unter brezger@fluechtlingsratberlin.de erforderlich.


30.11.2018

Werkstatt Vielfalt. Projekte für eine lebendige Nachbarschaft

Junge Menschen in Deutschland wachsen in einer Gesellschaft auf, die so bunt und vielfältig ist wie nie zuvor. Kontakte zwischen Menschen aus unterschiedlichen sozialen, kulturellen oder religiösen Milieus sind von grundlegender Bedeutung für das gegenseitige Verständnis und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hier setzen die Projekte der »Werkstatt Vielfalt« an: Sie bauen Brücken zwischen Lebenswelten. Sie tragen zu einer lebendigen Nachbarschaft in der Gemeinde oder im Dorf bei. Sie leisten einen Beitrag dazu, dass Vielfalt zur Normalität wird. Im Förderprogramm »Werkstatt Vielfalt« wurden bislang über 250 Einzelvorhaben für eine Förderung ausgewählt. Diese Projektideen bilden einen großen Fundus an erfolgreichen Formaten und Methoden, mit denen die Begegnung zwischen unterschiedlichen Lebenswelten gestaltet werden kann.
 
Alle Projekte in der »Werkstatt Vielfalt« sind lokal oder stadtteilübergreifend angelegt. Das heißt, sie füllen ihre unmittelbare Nachbarschaft, ihre Gemeinde oder ihr Viertel mit Leben. Außerdem sind sie längerfristig ausgerichtet (6 bis 24 Monate).
 
Einsendeschluss für aktuelle Projektbewerbungen ist der 15. März 2019

29.11.2018

Linktipps zum Thema "Tabubruch und Radikalisierung"

Gegenwärtige gesellschaftliche Radikalisierungsprozesse und populistische Tendenzen fordern die liberale Öffentlichkeit heraus, sich zu ihren demokratischen Werten zu bekennen und diese durch verschiedene Formen der Demokratiebildung zu stärken. Im Folgenden bietet zunächst eine Auswahl an Informationsportalen und Fachbeiträgen die Möglichkeit zur Analyse antidemokratischer Bewegungen, die insbesondere in den digitalen Medien neue Wege der Agitation finden, sowie zur Vertiefung des theoretischen Hintergrunds. Danach werden einige Unterrichtsmaterialien sowie Projekte und Netzwerke aufgeführt, die sich mit der praktischen Umsetzung von politischer Bildung und Demokratieerziehung befassen.