Aktuelles

Informieren Sie sich über die aktuellen Neuigkeiten und Aktivitäten aus den Bereichen Integration & Prävention

09.07.2019

Jovel oder Schovel? Versorgung traumatisierter Geflüchteter in Münster und Münsterland

Die GGUA e.V. und die AWO Münsterland-Recklinghausen veranstalten zum fünfjährigen Jubiläum des Psychosozialen Zentrums Refugio Münster am 13.09.2019 einen Fachtag zu dem Thema Versorgung traumatisierter Geflüchteter in Münster und Münsterland.

Das vollständige Programm der Fachtagung ist online verfügbar:

Eine Anmeldung ist noch bis einschließlich 15.07.2019 möglich.

13.09.2019 -  Frauenstraße 3–6, 48143, Münster


08.07.2019

Empowerment junger Menschen mit (zugeschriebenem) Migrationshintergrund im Spannungsfeld von Othering und Selbstbemächtigung

Menschen mit Migrationshintergrund sind in Deutschland immer wieder von sozialen Exklusionsprozessen, rassistischer Diskriminierung und Praxen der "Andersmachung" (Othering) betroffen. Dabei handelt es sich nicht um "Randphänomene", ganz im Gegenteil, solche Einstellungen sind bis in die Mitte der Gesellschaft und quer durch Bildungsschichten, Altersgruppen und Geschlechter anzutreffen.

Was macht das mit den Betroffenen? Inwieweit kann der Empowermentansatz helfen den Status quo zu durchbrechen? Und was ist überhaupt Empowerment? Die Expertise setzt sich mit diesen Fragen, unter besonderer Berücksichtigung der Lebenssituation junger Menschen, auseinander und gibt Antworten


05.07.2019

Unbegleitete geflüchtete Mädchen in erzieherischen Hilfen

Mädchen geraten in den Fachdiskursen um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge wie auch in der Praxis häufig aus dem Blick. Dabei stellen sich Hintergründe und Umstände der Flucht sowie Lebenssituationen der Mädchen in Deutschland häufig anders dar als bei Jungen.

Wie können sie traumatisierende Fluchterfahrungen, die Abwesenheit von Eltern und Familie verarbeiten? Sie sehen sich differenzierten Anforderungen des Schul- und Bildungssystems in Deutschland gegenüber, leben oftmals in einer rechtlich ungesicherten Perspektive – bei gleichzeitig hohem gesellschaftlichen „Integrationsdruck“. Dabei sind sie vor allem auch Mädchen mit einem Entwicklungsbedarf wie andere Mädchen auch.

Wie können erzieherische Hilfen hier bedarfsgerecht und unter Beachtung der Genderperspektive mädchengerecht wirken? Welcher Fachkompetenz der Mitarbeitenden und welcher Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe bedarf es, mädchengerechte Arbeit zu realisieren?

Die Tagung richtet sich an Mitarbeiter_innen aus den erzieherischen Hilfen, die mit unbegleitet geflüchteten Mädchen arbeiten, sowie Mitarbeiter_innen öffentlicher Träger. Sie möchte zu den angesprochenen Fragen grundlegende Informationen vermitteln und eine Plattform bieten, sich auszutauschen, bestehende Arbeitsansätze und Konzepte zu reflektieren sowie fachliche Anforderungen und Bedingungen für eine gelingende Arbeit mit den Mädchen zu formulieren.

27.11.2019 - 28.11.2019 in Frankfurt am Main


04.07.2019

Jamal al-Khatib – Mein Weg

Das Internet spielt eine zentrale Rolle dabei, dass Jugendliche mit religiös begründeten extremistischen Inhalten in Berührung kommen. Vor diesem Hintergrund versucht das Projekt alternative Narrative zu jihadistischer Propaganda zu vermitteln.

"Ich will ein Buch schreiben, um andere Jugendliche davon abzuhalten, nach Syrien zu gehen und sich dem Islamischen Staat anzuschließen", so die Worte eines inhaftierten Jugendlichen im Gespräch mit einem Mitarbeiter von Turn – Verein für Gewalt- und Extremismusprävention vor wenigen Jahren. Nach seinem Ausstieg aus der jihadistischen Szene wollte sich der junge Mann dafür einsetzen, andere Jugendliche davor zu bewahren, die gleichen Fehler zu machen, die er in der Vergangenheit begangen hatte. Weitere Jugendliche schlossen sich an.


04.07.2019

2. Afrikanischer Kulturtag

Der Verein "Afrika United e.V." richtet am 5. und 6. Juli 2019 den 2. Afrikanischen Kulturtag im Kunstkreishaus (5. Juli) und im Bürgergarten (6. Juli) in Hameln aus. Am 5. Juli ist eine politische Podiumsdiskussion mit dem Schwerpunkt auf Fluchtursachen und die Rollen Frankreichs und Englands geplant. Am 6. Juli wird ein vielfältiges Programm bestehend aus Tanz, Trommeln und Theater, wie auch jeder Menge toller kulinarischer Gerichte geboten. 

 

Am Freitag, 5. Juli 2019 wird von 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr im „Kunstkreis Hameln“ (Rathausplatz 4, 31785 Hameln) eine politische Podiumsdiskussion zu folgenden Themen stattfinden:

– Die wahren Fluchtsursachen aus Afrika und die Folgen
– Die Rolle Englands und insbesondere Frankreichs in ihren jeweiligen ehemaligen Kolonien Afrikas
– Frankreich und England, verlängerter Arm der Europäischen Union in Afrika
– Doppelrolle Englands und insbesondere Frankreichs als Feuerwehrmann und Brandstifter in Afrika.

Jeder ist eingeladen. Alle Teilnehmer haben die Möglichkeit, mit den Referenten zu diskutieren.

Referenten:
– Herr Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der Naturfreunde Deutschlands
– Herr Jan Zimmermann Journalist und Reporter bei BR / ARD
– Herr Steve Becko Berater im Kommunikationspolitik aus Elfenbeinküste mit Wohnsitz in Frankreich
– Ein Vertreter der Seebrücke Hameln

Am Samstag, 6. Juli 2019 wird von 12:00 Uhr bis 17:30 Uhr im Bürgergarten Hameln ein Afrikanisches Kulturfest stattfinden:

Moderation:
Frau Alberta K. & Herr Ibrahim Jammeh

Programm:
12:00 – 12:20 Uhr: Eröffnung / Vorstellung des Programms
12:20 – 12:40 Uhr: Eröffnungsrede des Oberbürgermeisters der Stadt Hameln Herr Claudio Griese
12:45 – 13:05 Uhr: Perkussion (Afrika United)
13:10 – 13:45 Uhr: Tanz-, Perkussion mit der Musikgruppe „Zaouri“ von der Elfenbeinküste
13:50 – 14:10 Uhr: Traditionelle Tanzaufführung mit Aicha & Mubarakat, Glocken Rhythmus „Afrika United
14:15 – 14:55 Uhr: Präsentation einer kleinen Szene, die aus einem traditionellen afrikanischen Königshof besteht: Eine Abwanderung Junger arbeitsfähiger Menschen aus dem Dorf. Eine Dürre, die seit mehr als einem Jahr über das Königreich wütet, ganze Herden dezimiert, gelten als Fluch. Um eine Lösung zu diesem Fluch zu finden, berief der König den Rat der Weisen und Priester ein, um die Götter und Vorfahren zu beschwören.
15:00 – 15:20 Uhr: Präsentation einiger Könige Afrikas in traditionellen afrikanischen Outfits (Modenschau)
15:25 – 15:55 Uhr: Perkussion und Tanz mit der Trommelgruppe „Zaori“
16:00 – 16:20 Uhr: Trommelgruppe „Bantaba“ aus Hameln
16:25 – 16:35 Uhr: Afrikanische moderne Tanzaufführung mit Aicha und Kindern
16:40 – 17:30 Uhr: Perkussion, Tänze in verschiedenen afrikanischen Masken mit der traditionellen afrikanischer Volksgruppe „Zaori“

Außerdem bestehen während des Festes folgende Angebote:
– Verkostung verschiedener afrikanischer Gerichte
– Zubereitung von Ingwersaft durch Aicha
– Internationales Fußballturnier mit deutschen und ausländischen Teams
– Kinderprogramm: Tombola, Hüpfburg
– Infostand der Seebrücke Hameln
– Infostand von Amnesty International
– Haare flechten mit Clarisse
– Afrikanischer Basar, Pavillons
– Verschiedene Arten von afrikanischen Spielen

Die Abschlussveranstaltung des Afrikanischen Kulturtages findet am Samstag, 6. Juli 2019 von 21:00 bis ca. 3:00 Uhr in Form einer „Afro–Latino Night“ mit DJ Sesay & Revelino im freiraum Hameln (Walkemühle 1a, 31785 Hameln) statt. Der Einlass erfolgt ab 20:30 Uhr.


03.07.2019

Junge Geflüchtete als politische Bildner*innen. Bausteine für Qualifizierungsmaßnahmen

Wie wollen wir in dieser Gesellschaft zusammenleben? Das Projekt “Empowered by Democracy” lädt junge Menschen mit und ohne Fluchthintergrund ein, sich in Seminaren und Workshops mit dieser Frage und dem Zusammenleben in der Demokratie auseinanderzusetzen. Es versucht mit den Angeboten der politischen Bildung jungen Geflüchteten,die Möglichkeit zu bieten, sich besser in unser gesellschaftliches und politisches Leben zu integrieren, aber auch sie zu befähigen, selbstbewusst an der Gesellschaft zu partizipieren und sie mitzugestalten. Zudem fördert das Projekt den Austausch unter Fachkräften, die Entwicklung einer diversitätsbewussten Praxis und neue Partnerschaften der politischen Jugendbildung. Darüber hinaus sollen junge Geflüchtete ermutigt und befähigt werden, Teamer_innen zu werden und selbst gewählten Formate und Projekte der politischen Bildung für andere Jugendliche anzubieten.


02.07.2019

Hass im Netz bekämpfen: Das International Network Against Cyber Hate (INACH)

Das International Network Against Cyber Hate (INACH) ist ein weltweites Netzwerk von Melde- und Beratungsstellen mit aktuell 29 Mitgliedsorganisationen aus 22 Ländern. INACH hat sich zum Ziel gesetzt, zur Einhaltung der Menschenrechte im Internet beizutragen und menschenverachtende Inhalte im Netz zu bekämpfen.


01.07.2019

Welcome Unisport - Gemeinsam Sport treiben

Die Initiative „Welcome Unisport“ möchte Geflüchteten Spaß, Ablenkung und Gesundheitsförderung durch Sport ermöglichen. Zugleich sollen Begegnungen zwischen den neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern und den Einheimischen stattfinden, um langfristig die Integration in die deutsche Gesellschaft zu fördern. Die Maßnahmen zur Bewegungsförderung speziell für Frauen schaffen den einheimischen und den zugewanderten Frauen Freiräume, in denen sie Zeit für sich haben und neue Kontakte knüpfen können. Die Trainingsziele und gesundheitsfördernden Maßnahmen sind spezifisch auf die Bedürfnisse von Frauen, insbesondere von Müttern, abgestimmt. Ziel ist es, den Frauen Selbstvertrauen, mentale Stärke und Belastbarkeit zu verleihen.


28.06.2019

WZB-Studie: Einwanderung vor allem in arme Stadtviertel

Die soziale Spaltung nimmt in vielen deutschen Städten weiter zu. Der Anteil von Ausländern ist besonders in den sozial benachteiligten Stadtteilen gestiegen, wie eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) zeigt. Für 86 Städte wurde untersucht, wie sich Einwanderer im Zeitraum von 2014 bis 2017 in den Städten räumlich verteilen.

Danach sind Menschen ohne deutschen Pass im untersuchten Zeitraum vor allem in die ärmsten Stadtviertel gezogen. Dieser Zusammenhang zeigt sich besonders in ostdeutschen Städten: Während in den sozial bessergestellten Stadtteilen der Ausländeranteil um 0,7 Prozentpunkte anstieg, wuchs er in den sozial am meisten benachteiligten Lagen um das Zehnfache (7,4 Prozentpunkte). In den einkommensschwächsten Vierteln westdeutscher Städte (inklusive Berlin) stieg der Ausländeranteil weniger stark (4,1 Prozentpunkte).


27.06.2019

Studie: The Road to Integration - Education and Migration

Migration steht im Mittelpunkt vieler politischen Debatten in den OECD-Ländern. Sie bringt Herausforderungen mit sich, stellt jedoch auch eine Chance dar für Länder mit einer alternden Bevölkerung und Arbeits- oder Fachkräftemangel. Im Rahmen ihres "Strength through Diversity"-Projekts hat die OECD in den letzten zwei Jahren untersucht, wie Bildungssysteme dazu beitragen können, neu ankommende Menschen wirksam zu unterstützen.

Der Bericht "The Road to Integration: Education and Migration" basiert auf den Erkenntnissen des Projekts und präsentiert acht Säulen der Politikgestaltung. Er enthält für jede Säule eine Reihe von Grundsätzen für die Konzeption und Umsetzung von Richtlinien auf System- und auf Schulebene.


26.06.2019

Fachveranstaltung: Ausländerrecht und Kinder- und Jugendhilfe - Kindeswohl als Kooperationsgrundlage

Die Fachveranstaltung befasst sich mit den Kooperationsmöglichkeiten von Ausländerbehörden und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe im Lichte des gemeinsamen Schutzauftrags "Kindeswohl". In der Fachveranstaltung werden Probleme der Fachkräfte bei der Wahrung ihres Schutzauftrages in rechtlich nicht eindeutigen und sozialpädagogisch kontroversen Einzelfällen aufgegriffen und in Tandems (jeweils Mitarbeiter/innen aus der Ausländerbehörde und dem Jugendamt) diskutiert. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden unter Berücksichtigung praktischer Erfahrungen und bestehender nationaler und internationaler rechtlicher Regelungen Möglichkeiten der besseren Zusammenarbeit eruiert.

Der Fokus der jährlich stattfindenden Veranstaltung liegt in diesem Jahr auf dem Thema "Kinderschutz im Abschiebungskontext". Berücksichtigt werden dabei auch Fragen, die sich bei der Anerkennung von Sorgerechtsentscheidungen sowie beim Einrichten von einstweiligen Schutzmaßnahmen (nach der Brüssel IIA-VO bzw. Haager Kinderschutzübereinkommen) stellen.

09.09.2019 -  in Wyndham Hannover Atrium | Karl-Wiechert-Allee 68

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


25.06.2019

Fachtagung: Von Blicken und Brandbomben - Antimuslimischer Rassismus heute

Feindselige Blicke. Beschimpfungen, nicht nur online, sondern im Alltag. Überall, jederzeit. Rassismus gegenüber Menschen, die als muslimisch wahrgenommen werden, ist trauriger Alltag. Wer sie ablehnt, sei verunsichert, heißt es dann beschwichtigend – durch islamistische Attentate, durch radikalisierte Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus den Kriegsgebieten in Syrien und dem Irak oder die Unterstützernetzwerke des militanten Salafismus und des Dschihadismus. Der Kurzschluss funktioniert: Schnell wird gefragt, ob „der Islam“ wirklich friedfertig sei, tauglich für die Moderne und ob er wirklich zu Deutschland gehören könne.

Doch wie wirken sich Ablehnung, Hass und Gewalt auf das Leben von Musliminnen und Muslimen beziehungsweise auf Menschen, die von anderen als solche wahrgenommen werden, aus? Und schließlich: Wie kann antimuslimischem Rassismus begegnet werden?

01.07.2019 - 02.07.2019
Congress Union Celle, Thaerplatz 1, 29221 Celle

Das vollständige Programm sowie die Anmeldung sind online zu finden:


25.06.2019

DigitalDabei! Förderinitiative für Vielfalt, Teilhabe und Demokratie

Die Digitalisierung verändert gemeinnützige Organisationen: Die Bedürfnisse ihrer Zielgruppen wandeln sich, neue Möglichkeiten und Fragen tauchen auf und auch organisationsintern wird anders gearbeitet. Ziel der Robert Bosch Stiftung ist eine Zivilgesellschaft zu schaffen, die durch den digitalen Wandel stärker wird und ihn positiv mitgestaltet. Dazu soll die Förderinitiative “DigitalDabei!” doppelt beitragen: Die Zivilgesellschaft gestaltet wirkungsvolle digitale Angebote – mit dem inhaltlichen Fokus auf Vielfalt, Teilhabe und Demokratie.Die teilnehmenden Organisationen entwickeln ihre Fähigkeiten im Umgang mit dem digitalen Wandel weiter.
Gefördert werden daher neue digitale Angebote bestehender gemeinnütziger Organisationen ohne besondere digitale Expertise.
Bewerbungen sind noch bis zum 30.06.2019 möglich.




20.06.2019

Gesundheit für alle – Ein Wegweiser durch das deutsche Gesundheitswesen

Das deutsche Gesundheitssystem zählt immer noch zu den besten auf der Welt – nicht aber zu den am einfachsten verständlichen. Nicht nur für Menschen, die gerade erst nach Deutschland gekommen sind oder noch nicht lange hier leben, ist es oft schwer zu überblicken, wie genau es funktioniert und wie man sich darin am besten zurechtfindet.

Schon die Frage, ob und wie man sich krankenversichern kann, ist schwierig zu beantworten. An wen kann man sich wenden, wenn man selbst oder ein Familienmitglied krank ist? Geht man zuerst zu einem Arzt oder lieber direkt ins Krankenhaus? Und wenn zum Arzt, zu welchem eigentlich? Warum ist Gesundheitsvorsorge so wichtig und welche Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen sind sinnvoll und sollten unbedingt wahrgenommen werden? Auf welche Unterstützungsleistungen der Pflegeversicherung besteht ein Anspruch?

Antworten auf diese und weitere Fragen möchte der Wegweiser „Gesundheit für alle“ geben. Dieser wurde vom Ethno-Medizinischen Zentrum e.V. gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) erstellt und vom BMG gefördert. Der Wegweiser liegt in der ersten Auflage in Arabisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Kurdisch, Paschtu, Persisch/Farsi, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch/ Kroatisch/ Bosnisch, Spanisch und Türkisch vor. Zusätzlich wird auch eine deutschsprachige Version angeboten.


20.06.2019

Niederlassungserlaubnis, Widerrufsverfahren, Passpflicht

Am 10. Juli 2019 findet das nächste BumF-Vertiefungsseminar statt, diesmal in Kassel. Referent des eintägigen Seminar zu den Themen „Niederlassungserlaubnis, Widerrufsverfahren und Passpflicht bei minderjährig Eingereisten“ ist Rechtsanwalt Stephan Hocks.

Mittwoch, 10.07.2019, 9:00 - 17:00 Uhr

Hephata, Regionalbüro
Gießbergstraße 22
34117 Kassel

Inhalte des Seminars

  • Was sind die Voraussetzungen für Niederlassungserlaubnis und Einbürgerung – welche Sonderregelungen gibt es für minderjährig Eingereiste?
  • Widerrufsverfahren und Verlängerung von Aufenthaltserlaubnissen bei Abschiebungsverboten, subsidiärem Schutz und Flüchtlingsanerkennung – was kann getan werden?
  • Passbeschaffungspflicht bei Aufenthalts- und Niederlassungserlaubnissen

19.06.2019

Von individuellen und institutionellen Hürden. Der lange Weg zur Arbeitsmarktintegration Geflüchteter

Die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten gelingt derzeit zwar besser als anfangs erwartet, bleibt aber schwierig. Aufgrund der Fluchtsituation haben die Menschen individuelle Hürden im Gepäck, zum Beispiel mangelnde Sprachkenntnisse oder fehlendes Wissen über den deutschen Arbeitsmarkt. In Deutschland angekommen, finden sie dann zusätzliche, institutionelle Hürden vor, die Politik und Verwaltung aufbauen. Die Sachlage in letzterem Bereich lässt sich in drei Thesen zusammenfassen: Die Zuständigkeiten sind über zu viele Akteure verteilt, die Gesetzeslage ist zu komplex und die Anforderungen an die Geflüchteten sind zu restriktiv. Hier muss die Politik nachbessern. Das Papier basiert auf zwei Workshops und zahlreichen Einzelinterviews mit Geflüchteten sowie mit Experten aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.


18.06.2019

Radikalisierung vorbeugen, Ankommen gestalten: Prävention und Deradikalisierung im Kontext Flucht.

In den letzten Jahren sind geflüchtete Menschen in der gesellschaftlichen Debatte immer wieder mit islamistischer Radikalisierung in Verbindung gebracht worden. Hierdurch entstanden sowohl bei Menschen aus der Hilfe für Geflüchtete wie auch bei Geflüchteten selbst häufig Unsicherheiten in Bezug auf Religiosität, dem gelebten Glauben oder einer möglichen Radikalisierung. Das Beratungsnetzwerk Grenzgänger möchte sich daher einer differenzierten Auseinandersetzung in Form eines Fachtags stellen und lädt dazu herzlich ein.

Dieser Fachtag möchte sich der Vorbeugung einer Radikalisierung unter Geflüchteten widmen, Unsicherheiten abbauen, Fragen beantworten und über das Phänomen aufklären. Dazu gehört, mögliche Gründe einer Radikalisierung und Szeneangebote für Geflüchtete in den Blick zu nehmen. Thematisiert wird auch, wie Stigmatisierung und Viktimisierung, die Geflüchtete in Deutschland erfahren, eine Abwendung von der Gesellschaft befördern können. Nicht zuletzt soll es darum gehen, wie wir gemeinsam allen Geflüchteten helfen können, in Deutschland Fuß zu fassen und sie erfolgreich beim Ankommen begleiten.

26.09.2019 -  in Blue Square Bochum: Kortumstr. 90, 44787 Bochum

Weiterführende Informationen sowie zur Anmeldung:


17.06.2019

Ausschreibung für Integrationsprojekte 2020

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) für 2020 ergänzend zu den gesetzlichen Integrationsangeboten Projekte zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern. Gefördert werden gemeinwesenorientierte Projekte und Multiplikatorenschulungen sowie in begründeten Ausnahmefällen ein- oder mehrtägige regionale Integrationsveranstaltungen. Die Zuwendungen können im Wege der Projektförderung in der Regel für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren gewährt werden.

Wesentliche Zielgruppen der Projektförderung für das Jahr 2020 sind

  • Zuwandererinnen und Zuwanderer im Alter von 12 bis 27 Jahren,
  • Jugendliche (ab 12 Jahre) und erwachsene Zuwandererinnen und Zuwanderern

mit dauerhafter Bleibeperspektive und Personen mit Migrationshintergrund. Ausgeschlossenen sind jeweils Asylbewerber aus sicheren Herkunftsstaaten.

Projektanträge müssen eindeutigen Bezug zu einem der im Ausschreibungstext aufgeführten aktuellen Themenschwerpunkte aufweisen. Die im Projekt geplanten Maßnahmen und ihre beabsichtigte Wirkung müssen nachvollziehbar dargestellt werden. Ein schlüssiger Finanzplan ist für die Projektlaufzeit vorzulegen.


14.06.2019

Studie: "Zusammen wachsen - Integration von Zuwanderern: Indikatoren 2018"

Diese Gemeinschaftspublikation von OECD und Europäischer Kommission bietet einen vergleichenden Überblick über die Integrationsergebnisse von Migranten und ihren Kindern in sämtlichen EU- und OECD-Ländern sowie ausgewählten G20-Ländern. Sie basiert auf 74 Indikatoren zu 3 Themenbereichen: Beschäftigung und Kompetenzen, Lebensbedingungen sowie bürgerschaftliches Engagement und soziale Integration. Detaillierte Daten zu den Merkmalen der Zuwandererbevölkerung und der Zuwandererhaushalte ermöglichen die bessere Einordnung dieses Vergleichs. In drei Sonderkapiteln geht es um geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Integration der Zugewanderten, junge Menschen mit Migrationshintergrund und Drittstaatsangehörige in der Europäischen Union.


13.06.2019

Koordinierungsstelle Muslimisches Engagement in NRW

Als erstes Bundesland richtet Nordrhein-Westfalen eine Koordinierungsstelle für Muslimisches Engagement ein. Muslime bekommen ab dem 1. Juli die Gelegenheit, ihre Standpunkte in der neuen „Koordinierungsstelle" zu vertreten. Sie wird zum Integrationsministerium gehören. Diese neue Struktur soll dazu beitragen, innermuslimische Aushandlungsprozesse zu stärken, die Lebenswirklichkeit von Muslim*innen stärker in den Fokus zu rücken, Maßnahmen und Projekte zum Empowerment zu fördern und Vernetzung zu ermöglichen.

Zentral dabei ist, dass sowohl die Vielfalt muslimischer Glaubensrichtungen als auch die Bandbreite des gesellschaftlichen Engagements von Musliminnen und Muslime stärker berücksichtigt werden. Denn neben religiösen Zusammenschlüssen bilden sich in Nordrhein-Westfalen zunehmend muslimische Verbände und Vereine heraus, die nicht in erster Linie religiös ausgerichtet sind. Die Landesregierung wendet sich deshalb ganz gezielt sowohl an die bewährten Kooperationspartnerinnen und -partner als auch an bisher nicht berücksichtigte Verbände und neue Zusammenschlüsse. Die Koordinierungsstelle soll diesen Prozess begleiten und gestalten.
 


12.06.2019

Einführung in das Phänomen Menschenhandel und Handlungsmöglichkeiten für Fachkräfte in Unterkünften für Geflüchtete

Menschen auf der Flucht sind besonders gefährdet, Gewalt zu erfahren und/oder ausgebeutet zu werden. Die besondere Gefährdung bleibt auch im europäischen Aufnahmeland bestehen. Faktoren wie prekäre Unterbringung, eingeschränkte Rechte, Lücken im Unterstützungssystem sowie fehlende Informationen zur eigenen rechtlichen Situation können das Risiko erhöhen, in ausbeuterische Situation zu gelangen. In Deutschland stehen Betroffenen von Menschenhandel besondere Schutzrechte zu. Doch nur, wenn sie als Betroffene von Menschenhandel erkannt werden, können sie ihre Rechte wahrnehmen und Unterstützung erhalten.

Bereits im letzten Jahr veranstaltete der KOK Webinare zur Einführung in das Phänomen Menschenhandel speziell für Mitarbeiter*innen in der Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Geflüchtete. Das rege Interesse an Basiswissen zum Phänomen Menschenhandel hat aufgezeigt, dass bundesweit ein großer Bedarf an Informationen zu rechtlichen Situation von Betroffenen von Menschenhandel sowie zum Unterstützungssystem für Betroffene von Menschenhandel in Deutschland besteht.

Zielgruppe:
Im letzten Jahr richteten sich die Webinare gezielt an Mitarbeiter*innen in Unterkünften für Geflüchtete. Für die kommenden Webinare ist die Zielgruppe auf die verschiedenen Akteure in der Unterstützungsstruktur für Geflüchteten ausgeweitet und richtet sich u.a. an Sozialarbeiter*innen, Asylverfahrensberater*innen, Gewaltschutzkoordinator*innen, Sicherheitspersonal, Kinderbetreuer*innen in Flüchtlingsunterkünften und ehrenamtliche Unterstützer*innen.   

Inhalt:
Wie bereits im letzten Jahr bietet das kostenfreie Angebot umfassende Information zum Thema Menschenhandel im Kontext von Flucht und ermöglicht den direkten Austausch mit Expert*innen. Zudem werden konkrete Handlungsmöglichkeiten für Fachkräfte aufgezeigt.  

Termine:
Um möglichst vielen Personen eine Teilnahme zu ermöglichen, wird das Webinar zweimal stattfinden:

  • 02. Juli 2019
    11:00 Uhr bis 12:30 Uhr

     
  • 20. August 2019
    11:00 Uhr bis 12:30 Uhr

Weitere Informationen:


12.06.2019

Forschungsprojekt „Verbraucherschutz und Konsumsozialisation von Geflüchteten“

Geflüchtete müssen sich auch in ihrer Rolle als Konsumenten und Konsumentinnen zurechtfinden. Sie bringen unterschiedliche Vorstellungen von Konsumbedürfnissen und Verbraucherrechten mit, die mitunter zu selbstschädigenden Verhaltensweisen wie dem Abschluss unnötiger Versicherungen oder unvorteilhafter Verträge führen können. Die Studie untersucht die spezifischen Konsumbedürfnisse von Geflüchteten sowie ihren Informations- und Beratungsbedarf vor dem Hintergrund bestehender Instrumente des Verbraucherschutzes.Finanziert wird das Drei-Jahres-Projekt durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Förderlinie „Forschung zu Flucht und Integration“. Geleitet wird das Forschungsprojekt, das die Perspektive der Integration um den Aspekt der ökonomischen Teilhabe in der Gesellschaft erweitert, durch Dr. Katharina Witterhold.


11.06.2019

Fachzeitschrift: Migranten zeigen weniger Straftaten an

Using data from the Area‐Identified National Crime Victimization Survey (NCVS), we provide a national assessment of the impact of neighborhood immigrant concentration on whether violence is reported to the police. By drawing on multiple theoretical perspectives, we outline how the level of violence reporting could be higher or lower in immigrant neighborhoods, as well as how this may depend on individual race/ethnicity and the history of immigration in the county in which immigrant neighborhoods are located. Controlling for both individual‐ and neighborhood‐level conditions, our findings indicate that within traditional immigrant counties, rates of violence reporting in immigrant neighborhoods are similar to those observed elsewhere. In contrast, within newer immigrant destinations, we observe much lower rates of violence reporting in neighborhoods with a large concentration of immigrants. Our study findings reveal comparable patterns for Whites, Blacks, and Latinos. The results have important implications for theory, policy, and future research.


10.06.2019

Heinrich-Böll-Stiftung: Online-Kurs – Hate Speech widersprechen

Du möchtest etwas gegen Hasskommentare machen, weißt aber nicht wie? Du willst Betroffene von Hate Speech unterstützen? Du willst die Diskussionen in sozialen Netzwerken nicht denen überlassen, die am lautesten schreien, und selber aktiv werden?
Im Online-Kurs lerns Du neben Grundlagen und weiterführenden Informationen zum Thema Hate Speech, wie es Betroffenen geht, was das NetzDG und die Verantwortung der Plattformbetreiber ist und welche Möglichkeiten Du hast, um Hate Speech in den sozialen Netzwerken entgegen zu treten. Gemeinsam mit anderen Lerner*innen kannst Du Dich austauschen, vernetzen und eigene Handlungsmöglichkeiten erweitern.


07.06.2019

Studie: Rüstungsexporte und Migrationsabwehr

Rüstungsexporte und Migrationsabwehr stehen in einem engen Zusammenhang. In der Ägäis zeigt sich das in vielfältiger Weise. Die Europäische Union steigert ihre Ausgaben für Rüstung und Grenzsicherung, sie schließt ihre Grenzen für Menschen, die vor Krieg und Bürgerkrig nach Europa fliehen möchten. Gleichzeitig werden Finanzmittel, die bisher der Entwickungszusammenarbeit diensten, zunehmend für militärische Zwecke verwendet. In der Ägäis spielen Rüstungsexporte eine wichtige Rolle.

Gleichzeitig erleben Kirche und Diakonie in ihrer Arbeit mit Geflüchteten die konkreten Auswirkungen von militärischer Gewalt und Waffen "Made in Germany". In vielen Kirchengemeinden in Europa engagieren sich Menschen für Geflüchtete aus Kriegsregionen, aber fragen auch verstärkt nach den Ursachen für Flucht und Migration wie auch nach den Folgen europäischer Migrations- und Sichereitspolitik.

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) hat gemeinsam mit mehreren evangelischen Landeskirchen, dem Mennonitischen Friedenskomitee, Borderline Europe e. V., dem Berlin Information-Center for Transatlantic Security (BITS) und anderen Nichtregierungsorganisationen eine Broschüre zu Rüstungsexporten und Migrationsabwehr erarbeitet. Am Beispiel der griechischen Ägäis-Region werden deutsche Rüstungsexporte und europäische Grenzsicherung darstellt und dabei die Konsequenzen für geflüchtete Menschen vor Ort beschrieben.


06.06.2019

Studie: Globus in Bewegung: Klima und Migration

Klimaflüchtlinge werden in Deutschland weitaus mehr akzeptiert als Geflüchtete, die aus wirtschaftlichen Gründen ihr Land verlassen haben. Das zeigt eine Studie vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.

Klimaflüchtlinge und politische Flüchtlinge werden deutlich stärker willkommen geheißen als Wirtschaftsflüchtlinge. Sie gelten jedoch als „legitime“ Flüchtlinge, da sie ihre Länder aus Gründen verlassen müssen, für die sie selbst nicht verantwortlich gemacht werden können. Das geht aus einer repräsentativen Online-Umfrage des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) hervor.

Die deutlich kritischere Einstellung gegenüber Wirtschaftsflüchtlingen halten Marc Helbling, Professor für Politische Soziologie an der Universität Bamberg, und Daniel Meierrieks, wissenschaftlicher Mitarbeiter der WZB-Abteilung Migration, für problematisch. Oft sei es schwierig, die Fluchtursachen genau voneinander zu trennen, weil der Klimawandel die wirtschaftliche Entwicklung der Länder stark beeinträchtigt.


06.06.2019

Robert Bosch Stiftung: Förderprogramm für muslimische Frauen

Die Robert Bosch Stiftung möchte das Engagement von muslimischen Frauen fördern und damit ihre Teilhabe in Deutschland verbessern. Schwerpunkte des aktuellen Förderprogramms sind die Stärkung und Professionalisierung des gesamtgesellschaftlichen Engagements muslimischer Frauen sowie die Förderung von bedarfsorientierten Angeboten, die Selbstwirksamkeitserfahrungen und den Kompetenzaufbau von Musliminnen ermöglichen. Zudem möchte die Stiftung muslimische Frauen darin stärken, ihr öffentliches Bild selber mitzugestalten und zu einer differenzierten Wahrnehmung beizutragen.


05.06.2019

Berliner Beratungsnetz für Zugewanderte

Das Berliner Beratungsnetz für Zugewanderte (BfZ) ist eine neue Onlineplattform mit Infos über Anlaufstellen für zugewanderte Menschen in Berlin. In erster Linie sind dort mehrsprachige Beratungsangebote für alltägliche Angelegenheiten der Zugewanderten aufgeführt. Hinzu kommen spezialisierte mehrsprachige Beratungsangebote zu den Themen Arbeit und Bildung, Behinderung oder Sucht. Daneben finden Sie Begleitungsangebote (z. B. von Integrationslotsinnen und -lotsen des Senats) sowie gesundheitsbezogene Angebote für Menschen ohne Krankenversicherung. Das BfZ versteht sich vor allem als ein Tool für Beratungskräfte, um die Verweisberatung zu erleichtern sowie die fach- und bezirksübergreifenden Zusammenarbeit zu fördern. Das BfZ wurde in Kooperation mit dem Willkommenszentrum des Senats sowie GANGWAY e.V. entwickelt. Ermöglicht wurde es durch eine Förderung der Integrations- und Migrationsbeauftragten des Senats im Rahmen des Partizipations- und Integrationsprogramms.


04.06.2019

Empowerment für Kinder und Jugendliche: Zum Umgang mit Rassismuserfahrungen

Erfahrungen von Alltagsrassismus beeinträchtigen das Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen und müssen ernst genommen werden. Wie können Lehrkräfte, Erzieher*innen und Sozialarbeiter*innen mit Rassismuserfahrungen von Kindern und Jugendlichen umgehen und welche Unterstützung können sie bieten? Wie wirken sich rassistische Erfahrungen auf die Selbstwahrnehmung der Kinder und Jugendlichen aus? Und wie können letztere auf unterschiedlichen Ebenen so gestärkt werden, dass sie Gegenentwürfe zu Vorurteilen kennen- und mit dem Erlebten umgehen lernen? Darüber, wie ein solches „Rüstzeug“ aussehen kann, wird beim Vortrag im Rahmen des Diskussionsforums Einwanderungsland Deutschland mit der Autorin des Buchs "Empowerment als Erziehungsaufgabe", Dr. Nkechi Madubuko diskutiert.

25.06.2019 -  Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1.
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


03.06.2019

Fortbildung Papilio-Integration

Durch die steigende Zahl an Kindern mit Migrations-und Fluchthintergrundwachsen die Anforderungen an das pädagogische Fachpersonal. Einerseits haben eingereiste und geflüchtete Kinder besondere Bedarfe. Andererseits sollen alle Kinder gleichermaßen bedarfsgerecht und professionell betreut werden.

Ein zentrales Anliegen der Fortbildung Papilio-Integration ist, den ErzieherInnen zu vermitteln, dass sie bereits viele der notwendigen Fähigkeiten besitzen. Die Fortbildung bestärkt ErzieherInnen in ihren pädagogischen Basiskompetenzen. Diese bewusst zu machen bedeutet auch, sie im Alltag besser nutzen zu können. Die Verknüpfung der eigenen Fähigkeiten mit den neuen Situationen eröffnet kultursensitives pädagogisches Handeln und baut Unsicherheiten ab.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


31.05.2019

Stärkung von Kita-Fachkräften im Umgang mit Kindern und Familien mit Fluchterfahrungen

Immer wieder sind Fachkräfte in Kitas herausgefordert, neue und bedürfnisorientierte Entwicklungsprozesse zu initiieren, Strukturen und Abläufe weiter zu entwickeln oder pädagogische Prozesse vor dem Hintergrund aktueller Alltagsanforderungen zu verändern. Für Kinder und Familien mit Fluchterfahrungen kann die Kita ein wichtiger Begleiter sein, um das Ankommen und Einleben zu unterstützen. 

Was brauchen Kinder und Familien mit Fluchterfahrungen? Wie kann ein stärken- und ressourcen-orientierter Umgang mit ihnen gefördert und gelebt werden? Welche konkreten Hilfen stehen Fachkräften in Kitas zur Verfügung?

Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich unser Fachtag. Ziel ist es, Kita-Teams in der Begegnung mit Kindern und Familien mit Fluchterfahrungen zu unterstützen. Dazu wird es am Vormittag fachliche Impulse zu Bedingungen und Voraussetzungen der pädagogischen Begleitung sowie zu Aspekten möglicher psychosozialer Belastungen geben. Im Nachmittagsteil bieten wir drei parallel stattfindende Workshops an. Workshop 1 und 2 bauen vertiefend auf die Inhalte des Vormittags auf. Workshop 3 richtet sich an Teilnehmende, die in ihrem Kita-Alltag einer konkreten Herausforderung bei der Begleitung geflüchteter Kinder und Eltern gegenüberstehen und an einer zielgerichteten Fallberatung interessiert sind.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


30.05.2019

NesT - Neustart im Team

Staatlich-gesellschaftliches Aufnahmeprogramm für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge

Das neue Pilotprogramm des Bundes "NesT – Neustart im Team" für die Aufnahme von zunächst bis zu 500 Flüchtlingen ist ein ergänzendes Aufnahmeprogramm. Im Gegensatz zum bisher rein staatlichen Resettlement arbeiten bei NesT Staat und Zivilgesellschaft Hand in Hand, um besonders schutzbedürftige Menschen aufzunehmen. Sie begleiten und unterstützen die Ankommenden in der ersten Zeit in Deutschland.


29.05.2019

Studie: Studie zur Europawahl: Welche Rolle spielte Migration im Wahlkampf?

Eine Studie des Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) zeigt: Fast überall in Europa haben Rechtspopulistinnen und -populisten versucht, mit dem Thema Flucht und Migration zu polarisieren. Bei der Europawahl könnten die Parteien zwar deutliche Gewinne erzielen, so die Autorinnen und Autoren. Das Szenario eines Anti-EU-Parlaments sei aber unwahrscheinlich.

Zur gesamten Studie:


29.05.2019

Studie: Die Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Deutschland


28.05.2019

Papilio-Integration

Fortbildungen für ein kultursensitives pädagogisches Handeln in Kitas

Durch die steigende Zahl an Kindern mit Migrations-und Fluchthintergrundwachsen die Anforderungen an das pädagogische Fachpersonal. Einerseits haben einge-reiste und geflüchtete Kinder besondere Bedarfe. Ande-rerseits sollen alle Kinder gleichermaßen bedarfsgerecht und professionell betreut werden.

Ein zentrales Anliegen der Fortbildung Papilio-Integration ist, den ErzieherInnen zu vermitteln, dass sie bereits viele der notwendigen Fähigkeiten besitzen. Die Fortbildung bestärkt ErzieherInnen in ihren pädago-gischen Basiskompetenzen. Diese bewusst zu machen bedeutet auch, sie im Alltag besser nutzen zu können. Die Verknüpfung der eigenen Fähigkeiten mit den neuen Situationen eröffnet kultursensitives pädagogisches Handeln und baut Unsicherheiten ab.

Weitere Informationen zu den Fortbildungen, welche regelmäßig, deutschlandweit stattfinden.


27.05.2019

Peace and Security for Whom? African and European Views on Better Migration

Im Rahmen des International Peace Centre auf dem 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund stellen Expert*innen aus Afrika und Europa Ansätze von lokaler Migrationspolitik vor und diskutieren über die verschiedenen Herangehensweisen.

Zeitplan:

  • What is Better Migration? Niels Annen MdB, minister of state, German Federal Foreign Office, Berlin Dr. h. c. Erastus Mwencha, president, African Capacity Building Foundation, Nairobi/Kenya
  • The Impact of EU Migration Policy on the Local Population in East Africa - Dr. Albaqir Alafif Mukhtar, director, Al-Khatim Adlan Center for Enlightenment, Khartoum/Sudan
  • The Migration Business: Trade in Refugees - Prof. Dr. Mirjam van Reisen, International Relations, Innovation and Care, Tilburg/Netherlands
  • Panel Diskussion

Moderation: Marina Peter, Bread for the World, Berlin
Sprecherinnen für das Publikum: Kirsten Mittmann, Bremen, und Christian Reiser, Berlin
Musik: Sauti Ya Ushindi, Malula/Tansania


24.05.2019

Vertiefungsseminar: Niederlassungserlaubnis, Einbürgerung und Widerrufsverfahren bei minderjährig Eingereisten

Was sind die Voraussetzungen für Niederlassungserlaubnis und Einbürgerung – welche Sonderregelungen gibt es für minderjährig Eingereiste? Welche Passbeschaffungspflichten bestehen bei Aufenthalts- und Niederlassungserlaubnissen? Was kann bei Widerrufsverfahren getan werden? Was muss bei der Verlängerung von Aufenthaltserlaubnissen beachtet werden?

Diese und weitere Fragen werden durch den Rechtsanwalt Dr. Stephan Hocks beantwortet.

Vorläufiges Programm

  • 9:00 Anreise und Stehkaffee
  • 9:30 Begrüßung und Einführung
  • Niederlassungserlaubnis und Einbürgerung bei minderjährig Eingereisten
  • 12:30 Mittagspause
  • 13:30 Passbeschaffungspflicht bei Aufenthalts- und Niederlassungserlaubnissen
  • 15:00 Pause
  • 15:15 Schutz mit Verfallsdatum? Widerrufsverfahren und Verlängerung von Aufenthaltserlaubnissen bei Abschiebungsverboten, subsidiärem Schutz und Flüchtlingsanerkennung.
  • 16:00 Fallbesprechungen
  • 17:00 Ende

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung


23.05.2019

Das Asylverfahren. Deine Rechte, deine Perspektiven – erklärt für unbegleitete Minderjährige

Das neue Heft des Flüchtlingsrats Niedersachsen richtet sich an unbegleitete geflüchtete Kinder und Jugendliche und gibt einen Einblick über das Asylverfahren in Deutschland. Es werden Behörden, Einrichtungen und Menschen vorgestellt, denen die Jugendlichen auf ihrem Weg begegnen. Im Heft werden Fragen beantwortet, wie zum Beispiel: Wie kann ich einen Asylantrag stellen? Welche Rechte habe ich im Asylverfahren? Wie kann ich mich auf die Anhörung vorbereiten? Was kann ich machen, wenn mein Asylantrag abgelehnt wurde? Welche Wege und Möglichkeiten gibt es, neben dem Asylverfahren, um in Deutschland zu bleiben? Wen kann ich fragen, wenn ich Hilfe brauche? Was ändert sich, wenn ich 18 Jahre alt werde? Dies und vieles mehr wird in einfacher Sprache erklärt und durch (Schau-)Bilder ergänzt, welche die erklärten Begriffe darstellen.
Die Informationen sind allgemein gehalten, so dass das Heft bundesweit genutzt werden kann. 

Bestellung der Print-Version: Richten Sie Ihre Bestellung bitte an nds@nds-fluerat.org. Das Heft kann kostenfrei bestellt und zugeschickt werden. Die Höchstmenge beträgt 20 Exemplare. Bitte geben Sie bei ihrer Bestellung Ihre Anschrift sowie die gewünschte Stückzahl an.


22.05.2019

Webforum Flüchtlinge in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW

Mit seinem neuen „Webforum Flüchtlinge in Landesauf-nahmeeinrichtungen in NRW (WFL.NRW)” möchte der Flüchtlingsrat NRW einen transparenten Einblick in die Struktur und den Alltag von Landesaufnahmeeinrichtun-gen ermöglichen. Dazu werden auf der Informationsplattform fachliche Informationen, Medienbeiträge und Erfahrungsberichte von Besuchen vor Ort bereitgestellt. Zudem besteht in einem internen Forum die Möglichkeit zum Austausch und zur Diskussion. Mit dem Projekt möchte der Flüchtlingsrat NRW auch einen intensiveren Austausch und eine weitreichende Vernetzung von Eh-renamtlichen in Landesaufnahmeeinrichtungen in NRW fördern.


21.05.2019

Infopapier: Diskussion über Kopftuchverbote für Schülerinnen

In jüngster Zeit mehren sich in Deutschland die Rufe nach einem generellen Kopftuchver-bot für muslimische Mädchen an Schulen. Begründet werden diese Forderungen insbe-sondere mit dem Schutz vor geschlechtsspe-zifischer Diskriminierung sowie dem Schutz vor elterlichem Zwang. Dies sind gewichtige kinderrechtliche Positionen, die bei der Entscheidung über ein Kopftuchverbot zu berücksichtigen sind. Ausgangspunkt für die grund- und menschenrechtliche Bewertung eines Kopftuchverbots für Schülerinnen ist die Religionsfreiheit von Kindern. Die vorliegende Information stellt den Anwendungsbereich des Rechts auf Religionsfreiheit von Kindern aus Art. 14 UN-KRK dar und gibt eine kinderrecht-liche Perspektive auf die aktuelle Debatte über Kopftuchverbote für muslimische Schülerinnen.

 


21.05.2019

Verbraucherzentrale: Informationen für Geflüchtete und Flüchtlingshelfer*innen

Worauf muss ich bei einem Bankkonto achten? Welche versteckten Kosten gibt es bei einem Handyvertrag? Was mache ich, wenn ich eine Mahnung bekomme? Was ist wichtig, wenn ich in eine neue Wohnung einziehe? Diesen und vielen weiteren Fragen geht die Vebraucherzentrale nach und beantwortet sie mit texten und Videos auf verschiedenen Sprachen.


20.05.2019

Genderkompetenz im interkulturellen Arbeitsfeld stärken

Vielfalt ist nicht erst durch die vermehrte Zuwanderung der letzten Jahre in fast allen Alltagsbereichen angekommen. Vielmehr ist sie schon lange erlebte und gelebte Realität im Arbeitsalltag.

Fachkräfte der Migrations- und Gleichstellungsarbeit stehen vor der Herausforderung, die Vermittlung der heterogenen Bedürfnisse und Perspektiven von Mitarbeiter*innen und Kolleg*innen, von der sogenannten ‚Mehrheitsgesellschaft‘ und von Zugewanderten gelingend in Einklang zu bringen. Sie möchten die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen und Benachteiligungen abbauen.

Welche Rolle spielen dabei Geschlecht und Migrationserfahrung für die gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten? Wie kann in der täglichen Arbeit auf migrations- und geschlechtsspezifische Vielfalt und Unterschiedlichkeit eingegangen werden? Welche (un)problematischen Rollenvorstellungen haben Zugewanderte eigentlich? Und welche eigenen Bilder und die der ‚Mehrheitsgesellschaft‘ gilt es zu hinterfragen?

28.08.2019 -  FZH Vahrenwald | Vahrenwalder Str. 92 | 30165 Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


17.05.2019

Broschüre: Fair Bleiben - Hürden abbauen und Integration erleichtern! Meilensteine der Integration Geflüchteter in Qualifizierung, Ausbildung und Arbeit

Die Broschüre präsentiert und beschreibt FairBleib Südniedersachsen-Harz in sieben Kapiteln. Lesende erhalten Einblicke in die formale Struktur und die Netzwerkpartner, sowie in die Aufgaben, Arbeitsinhalte und deren Umsetzung in den verschiedenen Projektregionen. Die Umsetzungen sind eng mit gesetzlichen Regelungen verknüpft, so dass den Leser*innen die Bedeutung dieser Rahmenbedingungen durch diese Broschüre ebenfalls nahe gebracht wird. Im Laufe der Jahre hat FairBleib verschiedene Methoden und Werkzeuge etabliert, die für die Integration von Flüchtlingen sehr erfolgreich waren und sind. Auch sie werden in der Broschüre vorgestellt.

Zur Veranschaulichung der Aufgaben von FairBleib enthält die Broschüre mehrere Fallstudien. Diese Studien spiegeln die Komplexität der Herausforderungen in Bezug auf die Integration von Flüchtlingen n Qualifikation, Ausbildung und Arbeit wider. Sie erklären aber auch die erfolgreichen Methoden, mit denen FairBleib Flüchtlingen auf dem Weg in eine sichere Zukunft in Deutschland unterstützen kann. In diesem Sinne ist FairBleib ein Best-Practice-Projekt und ein Beispiel dafür, wie in Integration von Flüchtlingen gelingen kann.


16.05.2019

Übersicht der Europawahl-Programme zu Flucht, Grenze und EU-Migration

Das Thema Migration spielt eine große Rolle in den Wahlprogrammen der Parteien für die Europawahl am 26.05.2019. Wieviel Raum Migrationsthemen in den Wahlprogrammen zur Europawahl einnehmen, ist von Partei zu Partei dennoch sehr unterschiedlich. Mediendienst Integration hat die wichtigsten Aussagen der Wahlprogramme zum Thema Migration zusammengestellt und in einer Übersicht veröffentlicht.

Wieviel Raum Migrationsthemen in den Wahlprogrammen zur Europawahl einnehmen, ist von Partei zu Partei sehr unterschiedlich. Ganze 18 Prozent des AfD-Programms drehen sich um Migrationsthemen. Bei der SPD sind es hingegen lediglich fünf Prozent.

Ein Vergleich mit dem Europawahlprogramm vor fünf Jahren zeigt: Die AfD hat ihren Kurs am stärksten geändert. 2014 hieß es noch im Wahlprogramm: „Die AfD tritt für ein offenes und ausländerfreundliches Deutschland ein". Im aktuellen Programm warnt sie hingegen, die Asyl- und Migrationspolitik bringe die europäische Zivilisation in "existenzielle Gefahr".


15.05.2019

Bericht: Das Klageverfahren – Begleitung von umF und jungen volljährigen Geflüchteten im asylrechtlichen Verfahren vor dem Verwaltungsgericht

Was ist bei dem Klageverfahren vor dem Verwaltungsgericht zu beachten? Welche konkreten Schritte sind notwendig sind, um die jungen Kläger/innen im Klageverfahren kompetent zu begleiten? Die Arbeitshilfe ist sowohl für Fälle, in denen ein/e (Amts-) Vormund/in das Klageverfahren für das minderjährige Mündel selbst führt sowie in den Fällen, in denen umF oder junge volljährige Kläger/innen durch einen/ eine Rechtsanwält/in vertreten sind, hilfreich.


15.05.2019

Niedersachsen packt an - Werkstatt Frauen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte

in Niedersachsen leben rund 700.000 Frauen mit einer Zuwande­rungsgeschichte. Viele von ihnen leben schon lange bei uns und sind fest verwurzelt. Manche haben ihre Heimatländer erst kürzlich verlassen und bemühen sich, mit ihren Familien in unserer Gesell­schaft Fuß zu fassen. Frauen spielen eine entscheidende Rolle bei der Integration ihrer Familienangehörigen und damit für den gesellschaft lichen Zusammenhalt insgesamt. Vor allem der Zugang zu Bildung und Arbeit wirkt sich positiv auf die eigene Integration und die Erfolgschancen der Kinder aus. Mütter mit Schulbildung und Arbeit sind die besten Vorbilder für ihre Kinder. Sie können „Türöffnerinnen“ zur hiesigen Kultur werden und damit die Bildung von Parallelgesell­schaften verhindern.

In der sechsten Integrationskonferenz unter dem Titel „Werkstatt Frauen mit Flucht­ und Zuwanderungsgeschichte“ wird es nun um konkrete Maßnahmen und Fragen zur Integration von geflüchteten und zugewanderten Frauen gehen: Wie können wir die gleichberechtigte Teilhabe von Migrantinnen in Gesellschaft, Arbeit und Kultur unterstützen? Welche sprach­lichen, kulturellen und sozialen Barrieren gilt es zu überwinden? Wie gelingt es, geflüchtete Frauen an das Gesundheitssystem heranzuführen? Wie erreichen wir die Frauen mit Sprach­kursen, und wie können wir die Instrumente und Angebote bedarfsgerecht weiterentwickeln? Welche Kompetenzen und Potenziale bringen die Migrantinnen mit? Wie erleichtern wir die Anerkennung beruflicher Abschlüsse und Kompetenzen und was macht erfolgreiche Qualifizierungsprojekte aus? Was bedeutet Teilhabe konkret im Alltag und welche Kontakte und Türöffner können Frauen mit Fluchtbiografie nutzen?

Diese und weitere Fragen werden wir in vier Werkstatt­Foren „anpacken“, dabei Hemmnisse und Handlungsansätze aufzeigen und gemeinsame Lösungen erarbeiten. Auf einem Markt der Möglichkeiten wird sich eine Fülle „Guter Beispiele“ und ermutigender Projekte präsen­tieren. Erstmalig halten wir ein Angebot zur Kinderbetreuung bereit, um auch jungen Müttern zu ermöglichen, sich einzubringen. Gemeinsam mit den vielen Partnerinnen und Partnern des Bündnisses aus Kommunen, Arbeitsagenturen, Vereinen und Verbänden, Beratungsstellen, ­netzwerken und der Zivilgesellschaft lade ich Sie herzlich ein: Seien Sie am 3. Juni mit dabei, bringen Sie Ihre Kompetenz ein, tauschen Sie sich aus und zeigen Sie: Niedersachsen packt an!

03.06.2019 -  Hannover Congress Centrum (HCC)
Weiterführende Informationen sowie zur Anmeldung:


14.05.2019

Förderung entwicklungspolitischer Bildungsarbeit

Ab sofort können Kleinanträge zur Förderung entwicklungspolitischer Bildungsarbeit aus Mitteln der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin bis zu einer Höhe von maximal 6.000 € beantragt werden. Diese Regelung gilt vorerst bis Ende des Jahre 2019. Antragsschluss ist jeweils am 20. Juni, 20. September und 20. November. Momentan stehen noch knapp 60.000 € an Fördermitteln zur Verfügung.


13.05.2019

Migrationsrecht für Fortgeschrittene

Die Fortbildung vermittelt einen vertieften Einblick in das Migrationsrecht. Thema sind Veränderungen im Asyl- und Aufenthaltsrecht und ihre konkrete Umsetzung und Praxis in Niedersachsen. Die neuen Regelungen und ihre Auswirkungen werden umfassend dargestellt und bewertet. Im Einzelnen werden folgende Inhalte bearbeitet:

Themen im Bereich AsylG, u.a.:

  • Änderungen in der Praxis des BAMFs
  • Widerrufverfahren
  • Geschlechtsspezifische Verfolgungsgründe
  • Anerkannte Drittstaatsangehörige

 

Themen im Bereich AufenthG, u.a.:

  • Passbeschaffungsmöglichkeiten und Grenzen
  • Arbeitsverbot
  • AsylblG-Kürzungen
  • Verlängerungen des Aufenthaltstitels

Referentin: Claire Deery, Fachanwältin Migrationsrecht (Göttingen)

Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Beraterinnen und Berater von Flüchtlingen, die bereits über fortgeschrittene Kenntnisse des Aufenthalts- und Asylrechts verfügen.

28.05.2019 -  Röpkestr. 12, 30173 Hannover

 


10.05.2019

Sprachsensibles Unterrichten - Abschlussfilm zum Projekt

Zum Abschluss des Projekts „Sprachsensibles Unterrichten fördern" veranschaulicht ein Film den Weg zum Projektziel, sprachliche Bildung systemisch im Vorbereitungsdienst der Lehrerausbildung zu implementieren.

Mit dem Projekt „Sprachsensibles Unterrichten fördern“ werden Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) dabei unterstützt, das Kerncurriculum für den Vorbereitungsdienst mit Blick auf Sprachbildung in allen Fächern auszugestalten.

Das Projekt ist durch das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen (MSB), die Stiftung Mercator und die Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) NRW entwickelt worden.

In der ersten Projektphase (2015-2017) lag der Schwerpunkt in der Entwicklung und Erprobung von Ausbildungsmodulen für den Vorbereitungsdienst.

In der zweiten Projektphase (bis 2019) werden fünf ZfsL und deren Ausbildungsschulen systemisch bei der Umsetzung und dem Transfer von Ansätzen und Materialien zur sprachlichen Bildung begleitet. Dabei steht die spezifische Organisationsentwicklung des jeweiligen ZfsL im Mittelpunkt der Aktivitäten.


09.05.2019

Elternnachzug zu UMF - DRK-Fachinformationen

Der DRK-Suchdienst hat aktualisierte Fachinformationen zum Familiennachzug von und zu Flüchtlingen herausgegeben.
Diese behandeln folgende Themen:
    - Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten
    - Auswirkungen des EuGH Urteils vom 12.04.2018 – Elternnachzug zu anerkannten minderjährigen Flüchtlingen

 


09.05.2019

Kritnet-Konferenz "Migration und Gewalt"

Vom 16. bis 19. Mai 2019 findet die 18. Konferenz des kritnet (Netzwerk kritische Migrations- und Grenzregimeforschung) statt, dieses Mal in Leipzig. Damit versammelt sich kritnet kurz vor der Europawahl und wenige Monate vor den Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen erstmals in Ostdeutschland.

In Leipzig wollen wir nicht nur gemeinsam über das konstitutive Verhältnis von Migration und Gewalt diskutieren, sondern gerade jetzt gemeinsam mit Akteur*innen vor Ort eine breite Allianz gegen zunehmend autoritäre und gewaltvolle gesellschaftliche Positionen bilden. Wir freuen uns auf vier spannende Tage mit Workshops, Vernetzung, Vorträgen, Theater, Tanz und Lesung.

16.05.2019 - 19.05.2019 in Leipzig
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung.


08.05.2019

Menschenrechte sind unteilbar - Flüchtlingsschutz in Deutschland und Europa

Die aktuellen deutschen und europäischen Diskussionen in der Flüchtlingspolitik sind vor allem auf die Sicherung der Außengrenzen und die Auslagerung der Verantwortung für den Flüchtlingsschutz auf andere Staaten fokussiert. Der Schutz vor schweren Menschenrechtsverletzungen scheint als Leitmotiv der Flüchtlingspolitik dagegen in den Hintergrund zu treten. Während sich die EU-Mitgliedsstaaten nicht auf eine solidarische Aufnahme von Flüchtlingen innerhalb der EU einigen können, ertrinken weiterhin schutzsuchende Menschen im Mittelmeer, sitzen in unmenschlicher Haft in Libyen fest oder leben unter erbärmlichen Bedingungen auf den griechischen Inseln. Das Symposium bietet Akteurinnen und Akteuren aus allen Bereichen des Flüchtlingsschutzes ein Forum, um sich mit den aktuellen politischen Debatten auseinanderzusetzen und Lösungsansätze zu diskutieren.

weitere Informationen sowie zur Anmeldung:

24.06.2019 - 25.06.2019
Französische Friedrichstadtkirche ,Gendarmenmarkt 5, 10117 Berlin


07.05.2019

Bericht: Bewegte Zeiten: Rückblick auf die Integrations- und Migrationspolitik der letzten Jahre - Jahresgutachten 2019

Das SVR-Jahresgutachten 2019 zieht für die Bereiche Integration und Migration eine Bilanz der letzten Jahre. Im Fokus des politischen Handelns stand die Asyl- und Flüchtlingspolitik. Leitmotiv war hier der Balanceakt, einerseits Migration zu kontrollieren und wirksam zu steuern, andererseits die in Deutschland bleibeberechtigten Flüchtlinge rasch und erfolgreich zu integrieren. Bei der Integration von Flüchtlingen ist viel geschafft, aber auch noch viel zu tun. Außerdem sollte Deutschland den Blick nun stärker auf andere Formen des Zuzugs richten und das geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz rasch verabschieden.


06.05.2019

Migration studieren. Ein neuer Bachelor

An der Katholischen Hochschule Mainz kann man den internationalen Bachelor-Studiengang „Sozialwissenschaften: Migration und Integration“ studieren. Die Veranstaltungen werden je zur Hälfte in deutscher und englischer Sprache abgehalten. Erlernt wird in den ersten zwei Jahren eine dritte Sprache. Die Studierenden gehen im 5. und 6. Semester verpflichtend für ein Praktikum und/oder zum Studium ins Ausland. Bewerbungen sind noch bis zum 31. Mai möglich


03.05.2019

Studie: „Gott sei Dank fühle ich mich jetzt nicht mehr als Flüchtling“ - Alltagsleben und Integrationsprozesse geflüchteter Menschen

Die Autorin plädiert in der Studie dafür, Integration nicht als einseitige Anpassung zu verstehen, sondern als einen wechselseitigen Prozess, an dessen Ende die chancengerechte gesellschaftliche Teil-habe aller stehen soll. Noch seien die Rechte und Teilhabemöglichkeiten von Schutzsuchenden aber abhängig von Aufenthaltsstatus und/oder zugeschriebener „Bleibeperspektive“ hierarchisch abgestuft.

Die deutsche Sprache zu erlernen und Zugang zum Arbeits-und Wohnungsmarkt zu erhalten, empfänden die befragten Flüchtlinge als zentral für ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland. Viele Schutzsuchende würden zudem darunter leiden, auf die Kategorie des Flüchtlings reduziert zu werden.


02.05.2019

Neues Praxismodul: “Übungswerkstätten für Frauen”

Das Praxismodul von ARRIVO Berlin bietet geflüchteten Frauen regelmäßig einmal pro Quartal einen fundierten Einblick in unterschiedliche handwerkliche Berufsfelder. Das kommende Modul beschäftigt sich mit dem Thema der Berufsorientierung und -vorbereitung im Bereich Konditorei. Das vierwöchige Praxismodul findet vom 13.05. bis zum 07.06.2019 statt und umfasst: einen zweiwöchigen Fachkurs in der Konditoren-Innung Berlin, einen kreativen Praxis-Workshop, einen integrierten fachspezifischen Deutschkurs, Exkursionen in verschiedene Berliner Betriebe und Berufsberatung und Bewerbungstraining.

Weitere Informationen:


02.05.2019

FEMentoring - Beratungsstelle für geflüchtete Frauen mit Kindern

FEMentoring ist ein Projekt für Mütter mit Fluchthintergrund. Ziel ist es, die Frauen bei der Bewältigung von individuellen Problemen bei ihrer Teilhabe an der deutschen Gesellschaft zu unterstützen. Die Umsetzung erfolgt mit Hilfe von Integrationszielen die gemeinsam mit den Beraterinnen gesteckt werden. Die Ziele berühren die Lebensbereiche: Gesundheit, Kinder, Arbeit und Sprache und Kulturverständnis.
 


30.04.2019

Amal, Hamburg!

Die neue Nachrichtenseite Amal, Hamburg! ist gestartet. Sie berichtet in Arabisch und Persisch über lokale Ereignisse und eröffnet damit für etwa 50.000 Bürgerinnen und Bürgern die Chance, durch Geschichten in ihrer Muttersprache näher an die Stadtgesellschaft heranzurücken.
Amal, Hamburg! informiert Montag bis Freitag auf Arabisch und Farsi darüber, was in der Stadt los ist. Das Wichtigste vom Tage wird ergänzt durch Reportagen, Interviews und Kommentare. Journalisten und Journalistinnen aus Syrien, Afghanistan und Iran betreiben diese mobile Nachrichtenplattform als eine lokale Tageszeitung für das Smartphone!


29.04.2019

Handreichung: „Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung“

Die Handreichung „Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung“ bietet pädagogischen Fachkräften praxisnahe Informationen und Ideen für ihre tägliche Arbeit mit geflüchteten Kindern und ihren Familien. Die Broschüre enthält Grundlagentexte zu verschiedenen Themen wie z.B. Ankommen, interkultureller Alltag, gesundheitsspezifische Fragen und Übergänge. Des Weiteren gibt es viele spannende Beispiele guter Praxis, hilfreiche Tipps und Ideen für die Gestaltung der eigenen pädagogischen Arbeit und nützliche Arbeitsmaterialien, um ein Thema weiter zu bearbeiten.

Die Broschüre ist hervorgegangen aus der mehr als zweijährigen Arbeit der drei hessenweit tätigen Beratungs- und Servicestellen für pädagogische Fachkräfte für Kinder mit Fluchthintergrund. Diese Service- und Beratungsstellen sind ein gemeinsames Projekt der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration zusammen mit dem DRK Darmstadt, der Universitätsstadt Marburg und dem Dachverband freier Kindertageseinrichtungen (DAKITS) in Kassel.


26.04.2019

Broschüre: Für ein Recht auf Familienleben für Alle!

Das Grundrecht auf Schutz von Ehe und Familie, das sowohl in der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte als auch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert ist, wurde im Kontext von Flucht und Migration je nach politischen Interessen immer wieder bestimmten Gruppen gewährt und anderen verweigert. Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften hat nun eine Broschüre zu Fragen rund um das Recht auf Familie veröffentlicht. Ulrike Schwarz und Nerea González Méndez de Vigo vom BumF haben sich in ihrem Fachbeitrag mit dem Familiennachzug zu unbegleiteten Minderjährigen aus dem Herkunftsland oder aus einem Transitland außerhalb Europas auseinandergesetzt und die aktuelle rechtliche Situation analysiert.


25.04.2019

Studie: Verlorene Mitte - Feindselige Zustände

Deutschland ist in Unruhe. Hass, Abschottung und Gewalt stehen Solidarität und zivilgesellschaftlichem Engagement gegenüber. Rechtsextreme Gruppen treten öffentlichkeitswirksam an der Seite »normaler« Bürgerinnen und Bürger auf, rechtspopulistische Forderungen und Diskurse erhalten scheinbar immer mehr Raum in Politik und Debatte.

Wie weit sind rechtsextreme und menschenfeindliche Einstellungen tatsächlich in die Mitte der Gesellschaft eingedrungen? Haben Polarisierungen und Konflikte die Norm von der Gleichwertigkeit aller Gruppen verschoben? Gegen wen richtet sich die Ablehnung? Ist die demokratische Mitte geschrumpft oder verloren?

Antworten gibt die aktuelle Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld entstanden ist und seit 2002 antidemokratische Einstellungen in der deutschen Bevölkerung untersucht. Schwerpunkte der Studie sind Rechtspopulismus, neue rechtsextreme Einstellungen und deren Überlappung sowie Verschwörungsmythen in der Mitte. Darüber hinaus wird im Jahr 30 nach der Wende auch ein Blick auf die Unterschiede in Ost und West gelegt. Angesichts der aufgeheizten Debatte bietet die Mitte-Studie einen empirisch genauen Blick auf die Meinungen der Mitte. Wo ist sie gespalten, wo ist ihre demokratische Qualität verloren gegangen, wie groß ist das Ausmaß von Demokratiemisstrauen und illiberalen Demokratievorstellungen? Neben der langfristigen Entwicklung rechtsextremer Einstellungen wird auch Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Langzeitvergleich abgebildet.


24.04.2019

Wie funktioniert die Familienzusammenführung von umF innerhalb Europas?

In einem aktuellen Fachbeitrag von Vinzent Vogt (Equal Rights Beyond Borders) und Nerea González Méndez de Vigo (BumF) wird sich mit der Familienzusammenführung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, deren Angehörige sich in einem Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Norwegen, Island, der Schweiz oder Liechtenstein aufhalten, beschäftigt.

Was ist der Handlungsrahmen der Kinder- und Jugendhilfe? Wer zieht zu wem? Wie läuft das Verfahren ab und welche Rechtsmittel stehen zur Verfügung? Diese und weitere Fragen, werden im Rahmen des Fachbeitrages “Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland und Familienzusammenführung durch die Dublin III-VO” in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift DAS JUGENDAMT beantwortet.


24.04.2019

Symposium: Bewegungs(un)freiheiten von Geflüchteten - Dublin III und seine Konsequenzen

Wer darf sich in Europa über Grenzen hinweg frei bewegen? Wer wird bewegungsunfähig gemacht? Für wen gelten die Grenzen im Schengenbereich und für wen sind sie unsichtbar? Diese und weitere Fragen erörtern wir in unserem Symposium am 11. Mai 2019 in der Johanneskirche in Witten. Wir möchten einen Raum schaffen, in dem sich Hauptamtliche, Ehrenamtliche, Aktivist*innen, Studierende, Menschen mit Fluchterfahrung und weitere Interessierte begegnen und gemeinsam über Möglichkeiten der innereuropäischen Bewegungsfreiheit für Geflüchtete diskutieren.

Die rechtliche Lage für geflüchtete Menschen wird in Europa immer prekärer. Verordnungen wie Dublin III illegalisieren die Mobilität von Geflüchteten zwischen EU-Staaten. Dies hat enorme Auswirkungen auf das Leben des/der Einzelnen. In dem Symposium möchten wir daher der rechtlichen Diskriminierung, der sogenannte Dublin-Geflüchtete ausgesetzt sind, auf den Grund gehen und gemeinsam über Alternativen zur innereuropäische Bewegungsfreiheit für Menschen mit Fluchterfahrung nachdenken. Dabei soll eine Sensibilität für die Lebenssituation von Menschen geschaffen werden, die von der Dublin-Verordnung betroffen sind.

Nach einer Einführung zu Dublin III wird der aktuelle Stand der Diskussion zur Dublin-Verordnung im Europaparlament skizziert. In der sich anschließenden Podiumsdiskussion diskutieren Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Betroffene gemeinsam darüber, wie Grenzregime entstehen (politisch, rechtlich und als soziale Konstruktionen) und wie diese Geflüchtete in ihrer Bewegungsfreiheit und ihrem Alltag einschränken. Nachmittags wollen wir uns in kreativen und partizipativen Workshops mit der Frage nach Möglichkeiten zur Unterstützung legaler Migrationswege und Alternativen zum aktuellen Rechtssystem auseinander setzen. Zwischendurch wird es Zeit zur Vernetzung und zum Austausch geben.

Weitere Infromationen:


23.04.2019

Fachtag: Beschwerden als Chance zur Weiterentwicklung?!

Empfehlungen zum Management von Beschwerden von Menschen mit Fluchterfahrung

Zunehmend beschäftigen sich Fachpraktiker_innen und Entscheidungsträger_innen in der Sozialen Arbeit mit dem Auf- bzw. Ausbau von Beschwerdemanagement.

Funktionierende Beschwerdesysteme geben Bewohner_innen von Unterkünften für Geflüchtete die Möglichkeit, Bedürfnisse und Kritik zu äußern sowie Gewaltvorkommnisse und Missstände zu adressieren. Damit verbessern Beschwerdesysteme den Gewaltschutz. Sie entlasten aber auch Mitarbeiter_innen, beschleunigen Verwaltungsabläufe und sind ein konkreter Beitrag zur Teilhabe von Geflüchteten.

Die Ergebnisse des Projekts „Gewaltschutz für Frauen und Beschwerdemanagement in Unterkünften für Geflüchtete“ 2016 - 2019 möchten wir vorstellen und mit Ihnen diskutieren.

Im Fachtag richten wir den Blick auch auf Erfahrungen aus weiteren Arbeitsfeldern wie aus der Kinder- und Jugendhilfe oder der Antidiskriminierungsarbeit.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


22.04.2019

Gut Beraten, gut Ankommen!

Verbesserung der Aufnahmestandards für Asylsuchende in Berlin durch qualifizierte Beratung und Qualifizierung von Berater- und Unterstützer_innen

Gemeinsam mit unserem Projektpartner KommMit e.V /Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge (BBZ) führen wir von Juli 2018 bis Juni 2020 2018 unter dem Titel „Gut Beraten, gut Ankommen! Verbesserung der Aufnahmestandards für Asylsuchende in Berlin durch qualifizierte Beratung und Qualifizierung von Berater- und Unterstützer_innen“ ein Projekt zur Verbesserung der Asylaufnahmestrukturen in Berlin und zur Beratung von Asylsuchenden durch.

Das Projekt zielt auf:

 
1) Gut Ankommen, gut Beraten: Verbesserte Information und Steigerung der Handlungskompetenz von Antragstellern, Drittstaatsangehörigen im laufenden Asylverfahren sowie beratenen Asylsuchenden, denen in der Folge internationaler Schutz gewährt wird, durch Beratung und Betreuung zu sozialen, rechtlichen und verfahrenstechnischen Themen
 
2) Kompetenznetzwerk Flucht und Asyl: Umsetzung einheitlicher Aufnahmestandards und Etablierung von Qualitätssicherung in der Beratung und Betreuung Asylsuchender durch Qualifizierung, Vernetzung und Fachberatung für Berater_innen, Unterstützer_innen und Sprachmittler_innen
 
3) KommUnity: Stärkung der Willkommenskultur und Förderung gesellschaftlicher Akzeptanz für die Asylaufnahme durch Beratung, Vernetzung und Schulungen für zivilgesellschaftliche Akteur_innen, Initiativen und Multiplikator_innen in der Flüchtlingsarbeit

19.04.2019

Fakten zur Asylpolitik (aktualisierte Fassung)

In einem Faktenpapier hat der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration die wichtigsten Informationen und Zahlen zur Asylpolitik in Deutschland und auf EU-Ebene zusammengestellt. Darin werden Strukturdaten, Asylverfahren und -leistungen sowie Regelungen im Bildungsbereich und für die Erwerbstätigkeit dargestellt.


18.04.2019

Geflüchtete schützen: über die Notwendigkeit von Schutzkonzepten in Gemeinschaftsunterkünften

Bisher bestätigte Referent*innen:

  • Prof. Dr. Sabine Hess, Direktorin des Göttingen Centers for Global Migration Studies, Georg-August Universität Göttingen
  • Johanna Elle M.A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Verbundforschungsprojekt "Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken. Prozesse vergeschlechtlichter In- und Exklusionen in Niedersachsen"

Themen:

Warum braucht es Gewaltschutzkonzepte in Gemeinschaftsunterkünften? Welche besonderen (konfliktfördernden) Faktoren und Trigger existieren in Gemeinschaftsunterkünften? Wie können wir gewaltvorbeugende Maßnahmen in Gemeinschaftsunterkünften implementieren?Was ist eine partizipative Risikoanalyse und wie wird sie durchgeführt?Welche Handlungsoptionen gibt es bei Gewaltvorfällen und was muss bedacht werden?

Zielgruppe:
Der Fachtag richtet sich an Sozialarbeiter*innen in Flüchtlingsunterkünften und an weitere Personen, die haupt- oder ehrenamtlich in Gemeinschaftsunterkünften tätig sind.

23.05.2019 - Freizeitheim Linden, Windheimstr. 4, 30451 Hannover

Weitere Informationen folgen.


17.04.2019

Studie: Zusammenhalt in Vielfalt: Das Vielfaltsbarometer 2019

Deutschland ist ein vielfältiges Land. Darin liegen Chancen für die zukünftige Entwicklung in einer globalisierten Welt, aber auch Herausforderungen für das Zusammenleben der Menschen. Für die Mehrheit der Deutschen ist zunehmende Vielfalt mehr Bereicherung als Gefahr, zudem ist die Akzeptanz gesellschaftlicher Vielfalt hierzulande gut ausgebildet. Gleichzeitig sind deutliche Unterschiede in der Akzeptanz von Vielfalt je nach Region und Dimension von Vielfalt feststellbar.

Zu diesen Ergebnissen kommt die repräsentative Studie „Zusammenhalt in Vielfalt: Das Vielfaltsbarometer 2019 der Robert Bosch Stiftung“, in der bundesweit 3.025 Personen ab 16 Jahren zu ihren Meinungen und ihrem Verhalten gegenüber verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen befragt wurden. Die Publikation zur Studie wird durch ein Grußwort von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eingeleitet.


16.04.2019

Arbeitshilfe: Jetzt Rechtsansprüche zur Erhöhung der Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz durchsetzen!

Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) müssen – wie andere Sozialleistungen auch – regelmäßig an den tatsächlichen Bedarf der Begünstigten angepasst werden. Trotzdem hat der Gesetzgeber es seit 2017 unterlassen, die Höhe der Leistungen nach dem AsylbLG regelmäßig so anzupassen, wie es Gesetz und Verfassung vorsehen. Die vorliegende Arbeitshilfe soll dabei helfen, Rechtsansprüche auf Erhöhung der Grundleistungen nach dem AsylbLG durchzusetzen.


16.04.2019

Studie: Was Ostdeutsche und Muslime gemeinsam haben

Eine aktuelle Studie zeigt: Vorurteile gegenüber Ostdeutschen und Muslimen ähneln sich stark. Aber viele Menschen würden auch Maßnahmen für mehr Gleichstellung akzeptieren.

  • Westdeutsche haben ähnliche Vorurteile gegenüber Ostdeutschen und Muslimen. Zum Beispiel werfen Westdeutsche beiden Gruppen ähnlich häufig vor, "sie distanzieren sich nicht genug vom Extremismus". Quelle
  • Vorurteile gegenüber Muslimen sind in West- und Ostdeutschland ähnlich stark verbreitet. Und sie werden häufiger vertreten als negative Einstellungen gegenüber Ostdeutschen.Quelle
     
  • Die Benachteiligung von Muslimen nehmen sowohl West- wie Ostdeutsche gleichermaßen stark wahr. Unterschiedliche Meinungen gibt es zur Benachteiligung von Ostdeutschen: Sie selbst sehen sich ähnlich stark benachteiligt wie Muslime. Westdeutsche sehen das anders: Die Benachteiligung von Muslimen wird ernst genommen, die von Ostdeutschen kaum. Vier von fünf Westdeutschen glauben, dass Ostdeutsche den gleichen Zugang zu gesellschaftlichen Positionen haben wie sie.Quelle
  • Überraschend viele Menschen würden Maßnahmen für mehr Gleichstellung akzeptieren: Beinahe jeder Dritte würde eine "Migranten-Quote" befürworten, damit sie entsprechend ihres Bevölkerungsanteils in wichtigen Positionen vertreten sind.Quelle

15.04.2019

Menschenrechtstraining für Frauen afrikanischer Herkunft in Köln

Im Rahmen der UN Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung (2015-2024) organisieren wir einen "Training the Trainers - Menschenrechtstraining für Frauen afrikanischer Herkunft". Mit dem Training sollen Aktivist*innen afrikanischer Herkunft zu den Menschenrechten und insbesondere den Frauenrechten geschult und befähigt werden:

  • Rechte von Frauen afrikanischer Herkunft zu fördern und zu verteidigen;
  • Nationale und internationale Beschwerdemechanismen zu nutzen;
  • Beratungsangebote für Frauen zu schaffen, die Opfer von Diskriminierung geworden sind;
  • Frauen in ihren Gemeinden zu den Menschenrechten zu schulen.


Eine Anmeldung steht Frauen afrikanischer Herkunft, ungeachtet ihres aufenthaltsrechtlichen Status, offen, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Beschäftigung oder Engagement in einer Organisation, Initiative oder Einrichtung, die sich für Menschenrechte, und dabei insbesondere für Nichtdiskriminierung, einsetzt;
  • Erfahrung in der Arbeit mit Frauen afrikanischer Herkunft;
  • Bereitschaft eigene Trainings durchzuführen.

Zur Anmeldung:


12.04.2019

Studie: Migration und Klimawandel

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Klimawandel und Migration? Und wie reagiert die Politik auf „Klimamigration“? Diesen Fragen geht ein aktuelles Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) nach. Demnach sind Versalzung, Wüstenbildung und Flutwellen die Hauptursache für „Klimamigration“ weltweit. Sie verstärken existierende soziale, ökonomische und ökologische Probleme und zwingen Menschen, ihre Heimat zu verlassen.


11.04.2019

Mapping asylum procedures, reception conditions, detention and content of protection in Europe

Der vom European Legal Network on Asylum (ELENA) zusammengestellte und vom European Council on Refugees and Exiles (ECRE) aktualisierte Index bietet eine nach Ländern sortierte Übersicht von Kontakten zu Beratungsstellen und Anwält_innen in verschiedene Staaten (EU-Staaten und weitere auch, wie etwa Türkei, Ukraine, Russland, Bosnien, Serbien), die Geflüchtete unterstützen und/oder rechtliche Beratung anbieten.

Zur Übersicht:
 


10.04.2019

Fachtag: „Angekommen – aber sicher?!“

IBIS Interkulturelle Arbeitsstelle e.V. in Oldenburg (Nds.) veranstaltet einen Fachtag zur sensiblen Beratung und Unterstützung von queeren Geflüchteten.

Für viele Geflüchtete, besonders LSBTI* (Lesben, Schwule, Trans*- und Inter*-Personen), stellt die Ankunft in Deutschland noch längst kein sicheres Ankommen dar, denn sie sind nicht nur vor Krieg, gewaltsamen Konflikten oder Armut geflohen, sondern auch vor Verfolgung aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität. – Wie geht es für diese Menschen in Deutschland weiter?

Queere Geflüchtete können aufgrund ihrer Herkunft sowie ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität häufig Mehrfachdiskriminierungen in Deutschland ausgesetzt sein. Zudem werden sie mit langwierigen Asylverfahren konfrontiert, bei denen sie möglichst detailliert über ihre diskriminierenden Erfahrungen im Herkunftsland berichten sollen. Dadurch ist für viele auch in Deutschland ihr unsicherer Weg noch nicht vorbei. Wie kann das verändert werden?

Während des Fachtages „Angekommen – aber sicher?!“ sollen die Teilnehmenden für den Umgang mit queeren Geflüchteten sensibilisiert werden. Wie schaffe ich ein offenes und zugleich sicheres Umfeld? Welche Strukturen gibt es vor Ort, die dabei unterstützen können? Welche Strukturen könnten dem im Weg stehen? Bin ich möglicherweise ein Teil davon? Wie kann ich für queere Geflüchtete ein sicheres Ankommen ermöglichen? – Diese und weitere Fragen sollen in Vorträgen und Workshops diskutiert und Lösungen erarbeitet werden.

Der Fachtag richtet sich an alle, die geflüchtete Menschen haupt- oder ehrenamtlich beraten, begleiten oder unterstützen.  Weitere Informationen samt Ablaufplan können Sie dem beigefügten Flyer entnehmen.


10.04.2019

“Junge Geflüchtete im Übergang gut begleiten”

Vom 18. bis 19.06.2019 bietet die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) in Kooperation mit dem BumF eine zweitägige Fortbildung zum Thema “Junge Geflüchtete im Übergang gut begleiten” in Frankfurt an.

Alle jungen Menschen aus der stationären Jugendhilfe stehen beim Hilfeende vor vielfältigen Herausforderungen. Dies gilt in besonderer Weise für junge Geflüchtete: Veränderte, z.T. nicht aufeinander abgestimmte rechtliche Rahmenbedingungen, Zurechtfinden in gesellschaftlich neuen Kontexten, in der eigenen Wohnung ankommen und in der Unsicherheit eine eigene – wenn auch kurzfristigere – Lebensperspektive entwickeln und verfolgen. Die oft abrupte rechtswidrige Hilfebeendigung nach dem 18. Lebensjahr kann die jungen Geflüchteten in eine krisenhafte Situation bringen.

Themen der Fortbildung sind u.a.:

  • Überblick über die verschiedenen rechtlichen Rahmenbedingungen.
  • parteilich Zukunftsperspektiven mit den jungen Menschen entwickeln – auch im Hinblick auf aufenthaltssichernde Schritte.
  • Lebensunterhaltssicherung: Welche Leistungssysteme sind nach der Jugendhilfe für die jungen Menschen zuständig? Wie stellt man wo Anträge?
  • Schule erfolgreich abschließen und Zugänge zu Ausbildung und Arbeit gestalten.

Die Fortbildung bietet Zeiträume für kollegiale Fachaustausche für Mitarbeiter/innen. Grundlagen im Asyl- und Aufenthaltsrecht sowie SGB VIII werden vorausgesetzt.


10.04.2019

Flüchtlinge an Hochschulen

Mehr als 3.700 "Studierende mit Fluchthintergrund" haben sich laut einer Umfrage der Hochschulrektorenkonferenz im Wintersemester 2018/2019 neu an deutschen Hochschulen immatrikuliert. Seit 2015 haben sich damit über 10.000 "Studierende mit Fluchthintergrund" neu eingeschrieben. Aktuelle Zahlen zu Geflüchteten an Hochschulen:


09.04.2019

IOM: Virtuelle Beratung zum Thema freiwillige Rückkehr und Reintegration

Die Internationale Organisation für Migration bietet im Rahmen des Projektes “Virtual Counselling” Beratung zum Thema freiwillige Rückkehr und Reintegration für Geflüchtete an. Migrantinnen und Migranten, die an einer Rückkehr interessiert sind, können die IOM-Mitarbeiter_innen vor Ort über soziale Medien wie Whatsapp, Skype Viber und Facebook direkt kontaktieren. Die virtuelle Beratung ist anonym, individuell und ergebnisoffen. In einem persönlichen Gespräch können sich Interessierte mit den Mitarbeiter_innen in Gambia, Ghana, Guinea, Nigeria, Äthiopien, Irak, Armenien, Pakistan und Bangladesch über die unterschiedlichen Unterstützungsmöglichkeiten für eine freiwillige Rückkehr und Reintegration austauschen und informieren.


09.04.2019

Praxiseinblicke: Arbeiten mit jungen Geflüchteten

Sechs Themenblätter geben Einblicke in die Arbeit mit jungen Geflüchteten und liefern wichtige Erkenntnisse aus der zweijährigen Programmarbeit von Gemeinsam Mittendrin Gestalten.

Im Programm Gemeinsam Mittendrin Gestalten stand der Partizipationsansatz im Vordergrund. Neben Pädagoginnen und Pädagogen haben wir auch junge Geflüchtete in Empowerment-Workshops qualifiziert. Sie wurden ermutigt, ihren eigenen Weg zu bewerkstelligen, indem sie sich ihre Interessen und Fähigkeiten bewusst gemacht haben. Die größte Erkenntnis für die Jugendlichen war, dass sie durch ihr eigenes Handeln etwas bewirken können“, resümiert Programmleiterin Dr. Çiçek Bacik. Ziel des Programms war es, die Bedürfnisse aller Jugendliche zu erkennen, damit sie ihre Potentiale frei entfalten und ihre Rechte wahrnehmen können. Dass das Ziel erreicht wurde bestätigt auch Teilnehmerin Zuhra Hassanzada: „Nach dem Workshop bin ich noch aktiver geworden. Durch Anregungen anderer habe ich mich selbst weiterentwickelt und setze mich nun auch für andere ein.“

Im Rahmen des zweijährigen Programms hat das Team in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten eine Serie von Themenblättern veröffentlicht, in der Erfahrungen und Erkenntnisse aus der praktischen Begleitung junger Geflüchteter aufgegriffen werden, u. a. zu den Themen „Übergang von der Schule in den Beruf“ und „Empowerment“. „Die Teilnahme an Empowerment- oder Anti-Rassismus-Workshops hilft Jugendlichen, mit der Problematik besser umgehen zu können. Der Dialog und die damit verbundene Wissensvermittlung, auch in Bezug auf rechtliche Grundlagen, stärken das Selbstvertrauen enorm.“, ist dabei eine wichtige Erkenntnis.

 


08.04.2019

Themendossier „Die Großstadt als Ort der Vielfalt“

Großstädte sind heutzutage Knotenpunkte der Sprachen und unterschiedlicher Lebensentwürfe, Orte, wo sich tradierte Bildungswege auflösen, die nationale Herkunft in den Hintergrund rückt, während sich die religiöse, politische oder soziale Orientierung ausdifferenziert und das Individuum im Mittelpunkt steht. Was macht die superdiverse Stadt von heute aus? Wie hat sie sich entwickelt? Wie stellt sich Super-Diversität als Gestaltungsaufgabe im kommunalen Bildungsmanagement dar? Im Themendossier „Die Großstadt als Ort der Vielfalt“ beschäftigt sich mit diesen Fragen.


05.04.2019

Rollen & Klischees: Genderspezifische aspekte in der Radikalisierungsprävention

Auch wenn der Frauenanteil gerade bei schweren Gewaltdelikten (nach wie vor) äußert gering ist: Dass Extremismus und Radikalisierung keine rein männlichen Phänomene sind, dürfte mittlerweile unumstritten sein. Daher bemühen sich Forscher und Praktiker seit geraumer Zeit um eine genderreflektierte Präventionsarbeit. Dahinter steht die Annahme, dass erfolgreiche Radikalisierungsprävention das Verständnis über die geschlechtsspezifischen Dynamiken und Vorstellungen von Männlich- und Weiblichkeit radikaler Szene braucht, um dieses Wissen in die jeweiligen präventiven Angebote einfließen lassen zu können. 

Ohne Zweifel hat sich in dieser Hinsicht seitdem Vieles getan. Trotzdem scheint es hier weiterhin Nachholbedarf zu geben, wie nicht zuletzt die Rückmeldungen von Teilnehmer(inne)n aus vergangenen Workshops nahelegen. Wiederholt wurde auf den noch immer unterschätzten Einfluss von Frauen auf die Szenebildung und -bindung hingewiesen und gefordert, genderspezifischen Aspekten in der öffentlichen Fachdebatte noch mehr Beachtung zu schenken. Diese Forderung aufgreifend, möchten wir uns in diesem Workshop der gendersensiblen Perspektive auf Radikalisierung und auf präventive Maßnahmen widmen.

Im Workshop werden wir den folgenden Fragen nachgehen:

  • Welche Funktionen nehmen Frauen innerhalb radikaler Gruppen ein?
  • Wie unterscheiden sich die Hinwendungsmotive von Frauen und Männern? Welche Vorstellungen zu Männlichkeit und Weiblichkeit spielen dabei eine Rolle?
  • Wie sind Frauen und Mädchen präventiv zu erreichen?
  • Welche Erkenntnisse bietet die Geschlechterforschung für die Arbeit im Feld der Radikalisierungsprävention? Lässt sich Wissen zu Frauen in der rechtsextremistischen Szene für die Präventionsarbeit mit Frauen im Bereich des religiös begründeten Extremismus nutzen?

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


04.04.2019

"Welcome 2 Baden Württemberg"

Unabhängiges mehrsprachiges Beratungsportal für Geflüchtete und deren Unterstützer*innen fördert Ankommen

„Welcome 2 Baden Württemberg“ ist ein Online Informationsportal für geflüchtete Menschen und deren Unterstützer*innen. In fünfzehn Kapiteln wird über die einzelnen Schritte im Asylverfahren, rechtliche Grundlagen zur Integration und Unterstützungsmöglichkeiten in Baden-Württemberg informiert. Das Themenspektrum reicht von Informationen zum Asylverfahren, über Hinweise zu Sprache und Bildung bis hin zur Vermittlung von Wissen für besonders Schutzbedürftige.

Die Inhalte sind in möglichst einfacher Sprache verfasst und derzeit in neun Sprachen (Albanisch, Arabisch, Dari, Farsi, Französisch, Englisch, Paschto, Serbisch, Tigrinya) unter www.w2bw.de abrufbar. In naher Zukunft sind die Informationen auch in Türkisch verfügbar.  

Das Portal ist im Rahmen des Projekts „Welcome - Willkommen in Baden-Württemberg“ entwickelt worden und wird mit Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds und der UNO Flüchtlingshilfe kofinanziert. Projektpartner sind die Diakonischen Werke Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg, Lörrach und Ortenau sowie der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg und die Türkische Gemeinde Baden-Württemberg.

 


03.04.2019

Studie: Dokumentationsbroschüre des Projektes „Irgendwie Hier! Flucht – Migration – Männlichkeiten“

Seit 2016 ist die LAG Jungenarbeit in Nordrhein-Westfalen mit dem Projekt „Irgendwie Hier!“ in verschiedenen Feldern der Kinder- und Jugendarbeit tätig, um pädagogische Settings um flucht- und migrationssensible Geschlechterreflexion zu erweitern. Die nun erschienene Dokumentationsbroschüre 2018 stellt diese Arbeit vor und zeigt beispielhaft, wie die Arbeit mit geflüchteten jungen Menschen geschlechtsspezifisch erweitert werden kann.

Die Dokumentationsbroschüre des Projektes „Irgendwie Hier! Flucht – Migration – Männlichkeiten“ beinhaltet neben dem Artikel „Migrant oder der ungezähmte Mann? Zur Kontinuität kolonialer Zuschreibungen“ (Prof. Dr. María do Mar Castro Varela) vielfältige fachliche Perspektiven auf die Arbeit im Feld „Flucht-Migration-Männlichkeiten“, welche das Projekt im Jahr 2018 beschäftigten.

Mit der Veröffentlichung möchte die LAG Jungenarbeit in NRW einige der Perspektiven näherbringen, welche sie als zentrale Fragestellungen der Geschlechterpädagogik im Kontext von Flucht und Migration erachtet und beispielhaft vorstellen, wie die Arbeit mit geflüchteten jungen Menschen jungenbezogen erweitert werden kann.


03.04.2019

Studie: Was die Deutschen über Migration denken

Das Thema Migration prägt nach wie vor die öffentliche Debatte. Die Frierich-Ebert-Stiftung hat eine neue Studie veröffentlicht, in der sie über die Ergebnisse einer Untersuchung zu den Einstellungen gegenüber Migration und Integration in der deutschen Bevölkerung berichtet. Anders, als es die öffentliche Debatte suggeriert, zeigt diese Studie deutlich, dass die Gesellschaft keineswegs in zwei große Gruppen gespalten ist. Stattdessen vetritt die größte Gruppe der Befragten durchaus differenzierte Ansichten. Etwa die Hälfte der Deutschen ist mehrheitlich offen für die Aufnahme von Geflüchteten, sieht aber auch die Herausforderungen, die der Zuzug mit sich bringt. Grundlage der Studie ist eine quantitative Bevölkerungsbefragung, die vom 15.11.-11.12.2018 stattfand.


03.04.2019

bpb: Modellprojekte für Förderungen gesucht

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) fördert ab dem 01.07.2019 Modellprojekte der politischen Bildung zu den Themenschwerpunkten “Migration, Integration und Teilhabe”. Antragsberechtigt sind rechtsfähige Organisationen aus dem Bundesgebiet, die über Kompetenzen in der Entwicklung und Umsetzung von Projekten der politischen Bildung im Themenfeld Migration, Integration, Teilhabe verfügen. Die Zuwendung beträgt mindestens 20.000 € und maximal 70.000 € pro Modellprojekt. Bewerbungen sind bis zum 30.04.2019 möglich.

Weitere Informationen:


02.04.2019

Ihr Start in Pflege und Betreuung! Kostenloser Kurs zur Berufsorientierung für Migrant*innen und Geflüchtete

Über einen Zeitraum von fünf Monaten erhalten die Teilnehmenden in mehreren Workshops Fachkenntnisse über die Berufsbilder Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft und lernen anhand praktischer Übungen, was bei der Unterstützung von Pflegebedürftigen zu beachten ist. Die erworbenen Kenntnisse können in einem 12-wöchigen Praktikum in einer Pflegeeinrichtung erstmals angewandt werden. Die Besonderheit: Die Teilnehmenden werden während des Praktikums von einem geschulten Paten begleitet. Ein Bewerbungstraining rundet das Angebot ab.

Start: 20. Mai
Ende: 31. Oktober
Dauer: Immer Montag bis Donnerstag von 9 bis 13 Uhr (ca. 5 Monate)
Ort: Berlin Steglitz-Zehlendorf

Weitere Informationen:


02.04.2019

Arbeitshilfe: Abschiebung und junge Geflüchtete - Rechtlicher Rahmen und Handlungsoptionen der Jugendhilfe

In jüngster Zeit häufen sich Berichte von Abschiebungen und Abschiebungsversuchen – auch aus Jugendhilfeeinrichtungen heraus. Dürfen unbegleitete Minderjährige überhaupt abgeschoben werden? Was sind die Anforderungen an Behörden bei einer Abschiebung? Darf der Vormund bei einem Termin bei der Ausländerbehörde weggeschickt werden? Darf sich die Polizei zum Zweck der Abschiebung Zutritt zu einer Jugendhilfeeinrichtung verschaffen? Wie können sich die Jugendlichen und die betreuenden Fachkräfte wehren? Welche Besonderheiten gelten bei jungen Volljährigen? Zur Klärung dieser und vieler weiterer Fragen soll die neue Arbeitshilfe einen Beitrag leisten.

Zur Arbeitshilfe:


02.04.2019

YouTube Tutorial: Wie finde ich eine Ausbildung?

In dem Video wird erklärt, welche Schritte gegangen werden müssen, um eine Ausbildung zu finden. Wie ist eigentlich eine Ausbildung aufgebaut? In wie fern stellt die Ausbildungsduldung eine Möglichkeit der Bleibeperspektive in Deutschland dar? Das Youtube-Tutorial soll auf solche Fragen möglichst niedrig schwelliege erste Antworten liefern. Zusammen mit Mediendesignstudent*innen,  dem Radio FREI und mehreren Dolmetscher*innen sind Tutorials in den Sprachen Arabisch, Dari, Deutsch, Französisch, Serbokroatisch und Tigrinya produziert worden.

Zu den Videos:


01.04.2019

Radikalisierungsprävention in der Migrationsgesellschaft. Gute Praktiken und zukünftige Herausforderungen

Als Projekt des Integrationsbüros und in Kooperation mit lokalen Partnern hat das Projekt "PRO Prävention" zahlreiche Projekte und Initiativen zur Förderung identitärer Vielfalt, Demokratie und friedlichem Zusammenleben umgesetzt. Das Ziel: Radikalisierung vorbeugen und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.

Auf der Fachveranstaltung wird auf die dreijährige Projektarbeit zurückgeblickt. Die Erfahrungen und Ergebnisse werden diskutiert, gute Praktiken von Radikalisierungsprävention auf Kreisebene und in enger Abstimmung mit Kommunen und Zivilgesellschaft werden vorgestellt, blinde Flecken werden identifiziert und ein Ausblick auf die künftigen Herausforderungen in der Region wird gewagt.

Die Anmeldung ist online bis zum 16.04.2019 möglich.

30.04.2019
Kreistagssitzungssaal, Werner-Hilpert-Straße 1, 63128 Dietzenbach


29.03.2019

Tagung: "Flüchtlinge – Impulse für die ehrenamtliche Arbeit"

"Sehr geehrte Damen und Herren,
wir laden Sie herzlich zu unserer Tagung „Flüchtlinge – Impulse für die ehrenamtliche Arbeit“ nach Hannover ein, mit der wir Ihre Arbeit vor Ort unterstützen und begleiten wollen.

Zu Beginn des Vormittags freuen wir uns auf Rechtsanwältin Claire Deery aus Göttingen, die uns über die aktuellen Rechtsentwicklungen im Asylbereich informieren wird.

Die Wege in den Arbeitsmarkt und die Ausbildung für Geflüchtete steht im Mittelpunkt des zweiten Teils des Vormittags. Wir danken Olaf Strübing vom Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. (u.a. Projekt Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge – AZF3) sehr herzlich für seine Bereitschaft zu kommen und uns einen Überblick zu geben.

Am Nachmittag widmen wir uns in fünf Arbeitsgruppen einem breiten Themenspektrum (Ausländer- und sozialrechtliche Fragen, Mieterführerschein, Kirchenasyl, Rückkehr/Rücküberstellung/Weiterwanderung/Härtefallkommission, Arbeitsmarkt und Ausbildung) und danken den fünf Referentinnen und Referenten, die mit ihrer Kompetenz jeweils eine der Arbeitsgruppen verantworten und bereichern:

a) Claire Deery, Göttingen, Rechtsanwältin
b) Imke Fronia, Diakonieverband Hannover-Land, Burgdorf
c) Hildegard Grosse, Ökumenisches Netzwerk „Asyl in der Kirche“ in Niedersachsen, Arnum
d) Magdalena Kruse, Raphaelswerk e.V., Hannover
e) Olaf Strübing, Niedersächsischer Flüchtlingsrat, Hannover"

 

Weitere Informationen sowie zur Online-Anmeldung:


29.03.2019

Fördermöglichkeit: "Unlocking Alternatives. Piloting new pathways to migrant case resolution

Das European Programme for Integration and Migration (EPIM) nimmt bis 4. April 2019 Projektideen für die Ausschreibung "Unlocking Alternatives. Piloting new pathways to migrant case resolution" entgegen. Im Mittelpunkt stehen Möglichkeiten der Migrationskontrolle ohne Freiheitsentzug.


28.03.2019

Studie: Daten vernetzen, Integrationsverläufe individuell erfassen und begleiten

Die Kurz-Expertise schlägt vor, mithilfe eines neuen Instrumentes, dem Kommunalen individuellen Integrationsmonitoring (KiIM), Integrationsverläufe und wesentliche Informationen wie Sprachkenntnisse oder berufliche Fähigkeiten individuell zu erfassen und die Daten besser zu vernetzen. Zugewanderte Menschen können so Beratung leichter in Anspruch nehmen und schneller Zugang zu passenden Integrationsangeboten erhalten. Den unterschiedlichen kommunalen Stellen wie Migrationsberatungen, Jobcentern und Sprachkursträgern ermöglicht die zentrale Verwaltung der Daten, ihre Arbeit effizienter zu gestalten. Für eine gute Umsetzung vor Ort sind die Unterstützung von Bund und Ländern sowie gemeinsame Standards nötig, um keine Insellösungen zu schaffen.


27.03.2019

Kurzfilm in 13 Sprachen zu Selbsthilfe nach Flucht und Migration

Viele Geflüchtete entwickeln körperliche und psychische Beschwerden, wenn sie „angekommen“ sind. Schlafstörungen, Herzrasen oder Unruhe können Anzeichen der Verarbeitung schwieriger Ereignisse sein. Was betroffene Menschen dagegen tun können, zeigt ein Kurzfilm des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie (MPI) über psychische und körperliche Beschwerden in 13 Sprachen.

Der Film sowie weitere Informationen stehen online zur Verfügung:


27.03.2019

Verbraucherschutz für Geflüchtete – Arbeitshilfe in einfacher Sprache veröffentlicht

Geflüchtete werden ohne eigenes Verschulden besonders häufig Opfer von Betrug. Eine neue Arbeitshilfe der AWO informiert in einfacher Sprache über die wichtigsten Fragen rund um Verbraucherrechte und Verbraucherschutz. Sie dient als einfaches Nachschlagewerk für Geflüchtete, für Beratungen oder zur Unterrichtsvorbereitung in Sprachkursen.

Die Arbeitshilfe steht kostenlos zur Verfügung: https://www.awo.org/index.php/arbeitshilfe-einfacher-sprache-verbraucherschutz-fuer-gefluechtete


26.03.2019

Workshop-Angebot des Programms „Engagierte Stadt“

Im Rahmen des Programms „Engagierte Stadt“ werden kostenlose Workshops und Online-Kurse angeboten. Das Workshop-Angebot ist offen für alle, die in sektorübergreifenden Netzwerken Ideen für die Zukunft ihres Ortes weiterentwickeln möchten und dabei das freiwillige Engagement fest im Blick haben. Seit Januar 2019 sind die Workshops und Online-Kurse auch für Teilnehmende außerhalb des Programms „Engagierte Stadt“ geöffnet. Wir freuen uns darauf, Ihnen mit den Workshops und Online-Kursen die gute Praxis aus den Engagierten Städten weiterzugeben und mit Ihren Erfahrungen zu verbinden – für ein bundesweites Lernnetzwerk der Engagementförderung.

Wer kann teilnehmen?

  • Teilnehmende Engagierte Städte und ihre lokalen Netzwerkpartner,
  • Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende aus gemeinnützigen Organisationen,
  • Mitarbeitende aus der kommunalen Verwaltung und lokalen Unternehmen,
  • alle, die das Engagement in ihrem Ort gemeinsam mit anderen fördern möchten.

Die wichtigsten Fakten rund um die Workshops

  • Die Teilnahme an den Workshops und Online-Kursen ist kostenlos. Teilnehmende aus Engagierten Städten, die eine Förderung im Rahmen des Programms erhalten, können für die Präsenzveranstaltungen einen Reisekostenzuschuss beantragen.
  • Sie erhalten für jeden besuchten Workshop/jeden abgeschlossenen Online-Kurs eine Teilnahmebescheinigung.
  • Wir möchten möglichst vielen Personen eine Teilnahme ermöglichen, daher ist die Teilnahme bei den Workshops auf max. zwei Personen pro Ort begrenzt. Die Anmeldebestätigung erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs.

Die Veranstaltungen finden als Präsenz-Workshop oder als Online-Kurs statt. Sie lernen Methoden und Praxisbeispiele kennen, wie Sie vor Ort gute Rahmenbedingungen für Engagement (weiter-)entwickeln können. Sie erhalten hilfreiche Tipps und neue Ideen, wie Sie Ihre Netzwerke zu verbindlichen Kooperationen entwickeln können. Neben dem Erfahrungsaustausch zur Engagementförderung und dem Kennenlernen erfolgreicher Beispiele aus dem Programm „Engagierte Stadt“, liegt der Schwerpunkt auf dem Vermitteln praktischer Tools für Ihre Arbeit, Projekte und Vorhaben vor Ort.


25.03.2019

Thematische Fachrunde „Einführung in die Wirkungsorientierung“

Wirkungsorientierung gewinnt in der Sozialen Arbeit immer mehr an Bedeutung. Migrationsarbeit bildet dabei keine Ausnahme. Geförderte Projekte müssen zunehmend ihre Wirkungen gegenüber dem Geldgeber nachweisen. Antragsteller für Projektförderung müssen oftmals bereits in der Planung die Wirkungsziele des Projekts benennen.

Soziale Wirkung ist dabei planbar und nichts, was zufällig entsteht. Wer Wirkungsziele benennen kann und von Anfang an im Projektalltag mitdenkt, steigert die Qualität der eigenen Arbeit – und verschafft der Organisation wertvolle Vorteile in der Kommunikation und im Fundraising. Hierfür wird der Workshop einen ersten Überblick geben und mit der Wirkungstreppe ein Tool vorstellen, welches hilft, die eigene Arbeit anhand von Indikatoren zu reflektieren und das Handeln an Wirkungszielen auszurichten.

Weitere Informationen sowie zur Online-Anmeldung:


25.03.2019

Studie: Betriebliche Integration von Pflegefachkräften aus dem Ausland

Wie steht es um die betriebliche Integration von Pflegefachkräften aus dem Ausland? Damit befasst sich eine aktuelle Studie der gewerkschaftsnahen Hans Böckler Stiftung. Der Befragung zufolge haben viele der zugewanderten Pflegekräfte das Gefühl, "unter Wert" arbeiten zu müssen. Die akademische Ausbildung im Ausland werde oft nicht als Vorteil gesehen, sondern als "praxisfern" kritisiert. Die Autoren der Studie empfehlen, dass Einrichtungen genug Zeit für fachlichen Austausch mit den Zugewanderten anbieten. Unabhängige Berater könnten helfen, Schwierigkeiten in der Kommunikation zu überwinden.

Weitere Informationen zu ausländischen Fachkräften hat der Mediendienst Integration zusammengetragen:


22.03.2019

Studie: Die jugendkulturelle Dimension des Salafismus aus der Genderperspektive

Die Relevanz und Aktualität von Themen rund um Salafismus und islamistische Radikalisierung bewahren  eine  stetige  Präsenz. Das Forschungsprojekt „Die jugendkulturelle Dimension des  Salafismus“ möchte aus diesem Grund herausfinden, weshalb salafistisch-islamistische Ansichten für junge Menschen, insbesondere junge Frauen attraktiv sind. 

Das Interesse vieler junger Menschen, sich mit religiösen Themen zu befassen, scheint gegenwärtig zu wachsen. Konservative, wie auch politisch-religiöse Strömungen scheinen mehr Zulauf zu bekommen. Auch radikalere Ansichten spielen eine immer größere Rolle. Die öffentlich geführten Auseinandersetzungen hiermit ziehen in der Gegenwart aber vor allem sicherheitspolitische Debatten nach sich. Eine systematische und empirische Analyse, die das Phänomen aus der Perspektive der jungen Menschen in den Mittelpunkt stellt, fehlt aber. Das Forschungsprojekt hat das Ziel, das Phänomen des Salafismus unter jugendkulturellen Aspekten zu untersuchen und dabei den Schwerpunkt auf die Geschlechterperspektive zu legen. Eine der entscheidenden Fragen zur Klärung des Phänomens wird sein, worin die Gründe für das Erstarken einer Bewegung liegen, die seit etwa zehn Jahren in der deutschen Öffentlichkeit präsent ist.

Auf Grundlage der Erkenntnisse, die sich aus den Ergebnissen des Forschungsprojektes ergeben, können wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Handlungsempfehlungen abgeleitet werden um Präventionsprogramme zielgerichteter zu streuen und/oder zu optimieren.


21.03.2019

Nach der Flucht - Mein Leben in Deutschland

Das Debattenportal SagWas der Friedrich-Ebert-Stiftung hat zusammen mit dem Bezirksamt Berlin-Neukölln ein Projekt unterstützt, das sich zum Ziel setzt, Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind, eine Stimme zu geben, mehr noch: eine Kamera. Hinter dieser Idee stecken die beiden Initiatorinnen Anke Riester, eine Kamerafrau, und Chris Herrmann de Valdez, eine Migrationsforscherin und Lehrerin. In einem mehrmonatigen Prozess brachten sie den Geflüchteten bei, wie man ein Drehbuch schreibt, Drehorte aussucht und eine Kamera nutzt.

Das Ergebnis sind kurze, bewegende und authentische Videos, in denen die Geflüchteten ihre Perspektiven sichtbar und ihre Meinungen deutlich machen. Diese Videos sind Begegnungen ohne jeden Filter: traurig, lustig, intim und vor allem menschlich.

Die Filmemacher_innen sind stolz auf ihre Videos und glücklich, sich auf dieses Projekt eingelassen zu haben. Damit geben sie nicht zuletzt ein Beispiel, wie wichtig Selbstermächtigung für eine gelingende Integration ist.