Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Information, neue Publikationen und Hinweise zu Integrations- und Migrationsthemen sowie zur Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus.

 

06.08.2020

Bericht: Kinderrechte-Check für geflüchtete Kinder

Mindeststandards für die Unterbringung geflüchteter Kinder

Der Kinderrechte-Check ermöglicht eine Evaluierung der Einhaltung von Mindeststandards in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften für geflüchtete Kinder und ihrer Familien. Anhand von sieben thematischen Checklisten können die Ausstattung und Leistungen der Unterkünfte, der Zugang zu Regelsystemen (bspw. Kindertagesstätten, Schulen und Gesundheitsversorgung) sowie die Lage und der Sozialraum der Unterkunft untersucht und bewertet werden. 

Damit bietet er nicht nur Mitarbeiter*innen der Verwaltung, die für die Qualitätsaufsicht der Unterbringung verantwortlich sind, eine Orientierung. Auch Betreiber von Unterkünften sowie die Leitung und die Mitarbeiter*innen einer Unterkunft können vom Kinderrechte-Check profitieren: Die Checklisten bieten die Möglichkeit, sich im Team über die Situation vor Ort auszutauschen und, wo nötig, Veränderungen einzuleiten. Für politische Entscheidungsträger gewinnt er ebenfalls an Bedeutung. Er zeigt Ihnen, wie die in der UN-Kinderrechtskonvention und anderen Rechtsvorschriften garantierten Rechte geflüchteter Kinder gewahrt und gefördert werden können, während sie in Erstaufnahmeeinrichtungen oder Gemeinschaftsunterkünften untergebracht sind. 


05.08.2020

Studienfinanzierung für Geflüchtete

Eine Einführung in das Thema Studienfinanzierung für Geflüchtete bieten zwei Videos der Universität Göttingen. Die Videos präsentieren allgemeine Basisformationen zur Finanzierung des Lebensunterhaltes für alle, die studieren wollen und einen Asylantrag gestellt haben.


05.08.2020

Cool(er) bleiben! Onlineseminar zum Thema Behördenbegleitung

Zur Praxis vieler Sozialarbeiter*innen, in der Behindertenhilfe, in Flüchtlingsinitiativen, oder privat Engagierter gehört die Begleitung von Menschen zu den verschiedensten Behörden und Einrichtungen. Oft ist die Begleitung aber nicht einfach oder es können Anliegen nicht zufriedenstellend geklärt werden. Häufig genug bleibt ein Gefühl der Ohnmacht, wenn mensch mit unbegründet ablehnenden Aussagen wie "Da können wir nichts machen", aber auch nicht selten mit herabwürdigenden und diskriminierenden Bemerkungen und Beleidigungen konfrontiert wird.

In einem Onlineseminar wollen wir rechtliches Hintergrundwissen zur Begleitung von Personen bei Behördengängen vermitteln, die Rolle der begleitenden Person reflektieren und über den Umgang mit Wut und Ohnmacht diskutieren. Daraus werden wir einige Ansatzpunkte zum überlegten Handeln in Begleitsituationen ableiten und Handlungsstrategien erarbeiten.

25.08.2020 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


04.08.2020

Fachtag: „Religion verhandeln?! Aushandlungsprozesse im Kontext von Demokratie, Gesellschaft und Bildung“

An Religion scheiden sich die Geister: Sie ist Ressource, Identität und Gemeinschaft, aber auch Ausdruck von Differenz. Pluralistische Gesellschaften setzen sich in vielfältigen Aushandlungsprozessen mit Religion auseinander. Die sich dabei ergebenden Konflikte sind an sich nichts Negatives, werfen aber wichtige Fragen für den Zusammenhalt der Gesellschaft auf. Gleichzeitig stehen sie für erweiterte Möglichkeiten, die Gesellschaft zu gestalten.

Die Veranstaltung verbindet wissenschaftliche Diskurse von Demokratie und Religion in pluralistischen Gesellschaften mit (Streit-)Gesprächen über lebensweltliche Facetten von Religiosität, um schließlich über praktische Erfahrungen aus der Bildungsarbeit, interreligiösem Dialog und Prävention ins Gespräch zu kommen. Sie wendet sich an Praktiker*innen aus der schulischen und außerschulischen Bildungs- und Jugendarbeit sowie an Haupt- und Ehrenamtliche aus Gemeinden und interreligiösem Dialog und versteht sich als Beitrag zum Fachaustausch zur Bildungsarbeit im Kontext von Grundrechten, Demokratie, Diversität, Polarisierung und religiösem Extremismus.
 

09.09.2020 - 10.09.2020 in Berlin
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


03.08.2020

Studie: Deutsch lernen auf dem Land: Handlungsempfehlungen für die Sprachförderung von Migrantinnen und Migranten in Deutschland

In ländlichen Regionen in Deutschland ist das Sprachkursangebot für Geflüchtete und Migrant*innen beschränkt. Das liegt unter anderem an einem schlecht ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz, an mangelnden Angeboten zur Kinderbetreuung am Kursort sowie an zu hohen Mindestteilnehmendenzahlen, weswegen Kurse zum Teil nicht zustande kommen.

Die Autorinnen der Studie haben dafür exemplarisch die Situation in Sachsen und Baden-Württemberg untersucht. Ein großes Problem sei, dass die Teilnehmendenzahlen von Integrations- und anderen Sprachkursen in ländlichen Regionen oft sehr niedrig sind. Deshalb würden die Angebote teils nicht gefördert, sodass sie eingestellt werden müssen. Außerdem seien die Wege weit, und Fahrtkosten würden oft nicht übernommen – eine mögliche Lösung wäre, mehr digitale Kurse anzubieten. Die Autorinnen empfehlen, vom Bund geförderte Sprachkurse für alle Zuwander*innen zu öffnen.


31.07.2020

Zusammenhalt stärken – Migrant*innen gegen Rassismus

Ziel des Projekts ist es, Betroffene von Rassismus, insbesondere MSOs in Niedersachsen, zu Akteur*innen antirassistischer Arbeit zu empowern, untereinander zu vernetzen und sie in den Dialog mit Vertreter*innen von Institutionen (Schule, Polizei, Verwaltung) zu bringen. Durch den Dialog sollen rassistische Strukturen offengelegt und miteinander Lösungen erarbeitet werden. Der gemeinsame Abbau rassistischer Diskriminierung soll den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und eine gleichberechtigte Teilhabe aller ermöglichen.

30.07.2020

BAMF-Kurzanalyse: Einfluss von fluchtspezifischen Faktoren auf den Deutscherwerb

Die BAMF-Kurzanalyse 4|2020 gibt für die Gruppe der Geflüchteten einen Überblick, welche individuellen fluchtspezifischen Faktoren einen Einfluss auf den Erwerb der deutschen Sprache haben. Als thematische Schwerpunktveröffentlichung basiert die Kurzanalyse auf dem Forschungsbericht 33, welcher als Zwischenbericht I zum Projekt Evaluation der Integrationskurse (EvIk) im September 2019 veröffentlicht wurde.

Insgesamt zeigt sich, dass nachteilige fluchtspezifische Voraussetzungen nicht auf alle Geflüchteten gleich oder gleich häufig zutreffen. Gerade aber wenn diese nachteiligen Voraussetzungen bestehen und gegebenenfalls auch kumuliert auftreten, wirken sie sich – je nach Konstellation – durchaus bedeutsam auf den Spracherwerb und somit auch auf die gesamte gesellschaftliche Teilhabe aus.


29.07.2020

Webtalk: Anregungen für eine diversitätsorientierte Pädagogik im Kontext von Islam in der Grundschule

Anfang 2020 brachte ufuq.de die Broschüre „Anregungen für eine diversitäts­orientierte Pädagogik im Kontext von Islam in der Grundschule“ heraus.

In diesem Webtalk stellen sie die Publikation vor und diskutieren praxisnahe Anregungen: Wie können Eltern als Akteur*innen in den Schulalltag eingebunden werden? Welche Ideen gibt es für den Umgang mit Diversität, und welche Rolle spielt Religion in Alltag und Unterricht? Abschließend können Fallbeispiele aus der Rubrik „Und wenn’s mal knirscht …“ besprochen werden. Ziel des Webtalks ist es, Grundschullehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter*innen in ihrem diversitätsorientierten Handeln bei (schulischen) Herausforderungen zu stärken.

Anmeldung bis 10.08.2020: julia.schwieder@ufuq.de

12.08.2020 - Online
Weitere Informationen zur Handreichung:


29.07.2020

Fachtag: SEHEN und SPRECHEN auf AUGENHÖHE

Fachtag zu Geschichte, Stereotypen, Kultur und Verstärkung von Roma und Sinti in Dresden und Sachsen

Wie leben Sinti und Roma heute? Die Lebenssituation von Roma und Sinti ist sehr unterschiedlich und ihr Alltag hat viele Gesichter. In Deutschland leben sie seit mehr als 600 Jahren. In Sachsen stehen sie meist vor den Herausforderungen, welche die Migration aus der Europäischen Union und den ehemaligen jugoslawischen Staaten mit sich bringt.

EU-Bürger*innen aus der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Tschechien ziehen nach Sachsen und arbeiten hier oft unter prekären Bedingungen. Sie treffen auf Behörden und Verwaltung, ihre Kinder werden Teil von Schule und Vereinslandschaft. Roma aus dem ehemaligen Jugoslawien suchen dagegen Schutz und leben unter den Bedingungen des Asylrechts. Auch sie sind Teil der Gesellschaft, aber mit der Angst und Realität von Abschiebungen konfrontiert. Alle Roma und Sinti erfahren Diskriminierung und werden mit Stereotypen konfrontiert.

Daher ist der Fachtag "SEHEN und SPRECHEN auf AUGENHÖHE" ein Anfang, Herausforderungen zu benennen, Fragen zu beantworten, Wissen zu vermitteln um dem spezifischen Rassismus gegenüber Roma und Sinti zu begegnen. Eingeladen sind lokale und überregionale Expert*innen. Durch die Kooperation mit den Selbstvertretungen der Roma und Sinti ist fachliche, aber auch persönliche Expertise Teil des Fachtags. Das zweitägige Programm wendet sich an Multiplikator*innen aus der Verwaltung und der Sozialen Arbeit, an Lehrer*innen, Erzieher*innen, Studierende der Dresdner Hochschulen, außerdem an Journalist*innen und Lokalpolitiker*innen.

08.10.2020 - 09.10.2020; Rathausplatz 1, 01067 Dresden
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


28.07.2020

Bericht: Lernen mit digitalen Medien für Menschen mit Migrationshintergrund

In den vergangenen Jahren hat das Förderprogramm IQ ein umfangreiches Wissen über das digitale Lehren und Lernen mit heterogenen Zielgruppen gesammelt, das in diesem Leitfaden gebündelt ist. Ziel ist das Aufzeigen digitaler Lehr- und Lernformen für Menschen mit Migrationshintergrund, die Unterstützung für operative Planungsprozesse bei Bildungsdienstleistern und die Bereitstellung von praxisbezogenen Handlungshilfen und Instrumenten. Der Leitfaden richtet sich an Bildungsplanende und Dozierende sowie die interessierte Fachöffentlichkeit. Insbesondere jetzt – in Zeiten der Corona-Pandemie und dem oftmals erzwungenen Umstieg auf virtuelle Formate – kann er unterstützen.


28.07.2020

KonterBUNT - Die App gegen Parolen

Gute Argumente und erprobte Strategien sind das beste Mittel gegen menschenverachtende und diskriminierende Parolen und Kommentare. Doch man muss sie erstmal kennen. In der Auseinandersetzung mit Stammtischparolen ist Schlagfertigkeit gefragt. Wenn man schon vorher weiß, wie man auf bestimmte Parolen reagieren kannst, findet man im entscheidenden Moment viel schneller die richtigen Worte.


27.07.2020

Motivierende Gesprächsführung als Methode der Beratungin der Migrationssozialarbeit

Ziel der motivierenden Gesprächsführung ist es,Klient*innen im Beratungsgespräch Wege aufzuzeigen, um Hemmnisse zu überwinden, sich neuen Herausforderungen zu stellen und dieseschrittweise zu meistern.Besonders in kompliziertenund für beide Seiten frustrierenden Situationenkann diese Gesprächstechnik angewendet werden, um neue Handlungsansätzeim Beratungsprozess zu erhalten. Neben grundlegendem Wissen zur Methode der motivierenden Beratung werden Ihnen motivationstheoretische Grundlagen und Techniken der Gesprächsführung vermittelt.Wie kann mit Ambivalenzen derKlient*innen umgegangen undeine innereAblehnungshaltung im Beratungskontextgemeinsam überwunden werden? WelcheinterkulturellenbeziehungsweisemigrationsspezifischenAspektespielen hierbei eine Rolle?

31.08.2020 -  in Online
weitere Informationen sowie zur Anmledung:


27.07.2020

Refugees and migrants between everyday conflict and peace processes

How do refugees and migrants in Germany deal with conflicts in their daily lives? And how do they do so in their country of origin through engaging in peace processes? This Knowledge Notes provides key insights into the topic from the BICC conference on “Refugees and migrants between everyday conflict and peace processes”, held on 5 December 2019 in Bonn.


24.07.2020

Ankommen am Arbeitsplatz – Integration in den Betrieben in Deutschland

Geflüchtete und Neuzugewanderte kommen mehr und mehr in den Betrieben in Deutschland an, sei es als Praktikant_innen, Auszubildende, Mitarbeitende oder hochqualifizierte Fachkräfte. Viele Betriebe/ Verwaltungen, Akteure, Projekte und Träger unterstützen dabei. Wie kann dieser Prozess des Ankommens für alle Beteiligten gelingen, indem die Beschäftigten und Leitungen der Betriebe unterstützt werden? Welche Ansätze in der Bildungsarbeit, Begleitung, Beratung und Vernetzung der Betriebe und betrieblichen Akteure funktionieren in diesem Kontext? Welche Praxisansätze haben sich in Deutschland bewährt und sollten übertragen und verstetigt werden? Im Rahmen des europäischen Projekts Labour-INT bietet sich die Möglichkeit, diese Fragen in einem internationalen Workshop gemeinsam neu zu diskutieren.

03.09.2020 - Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


23.07.2020

Studie: Zwei Welten? Integrationspolitik in Stadt und Land

Die Studie untersucht kommunale Integrationspolitik in 92 kriteriengestützt ausgewählten Kommunen in zwölf deutschen Bundesländern (23 kreisfreie Städte, 24 Landkreise und 45 kreisangehörige Kommunen). Im Fokus stehen die Fragen, wie Kommunen strategisch auf die erhöhte Zuwanderung der Jahre 2015/2016 reagierten und wie nachhaltig die aufgebauten Strukturen sind. Außerdem werden die Beziehungen von Kommunen untereinander und zu anderen politischen Ebenen betrachtet.

Zwischen Juli 2018 und Mai 2019 wurden dafür 182 ausführliche Telefoninterviews mit Verwaltungsmitarbeitenden und zivilgesellschaftlichen Akteuren geführt. Diese wurden mit einer umfassenden Dokumentensammlung (Organigramme, Integrationskonzepte) ergänzt.


23.07.2020

Fördermöglichkeit: Multiplikatorenschulungen in der Integrationsarbeit im Förderjahr 2020

Ehrenamtlichem Engagement kommt im Integrationsprozess eine große Bedeutung bei. Damit sich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ehrenamtlich engagieren können, bedarf es entsprechender Angebote zur Qualifizierung und Weiterbildung. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) fördert daher im Förderjahr 2020 sogenannte Multiplikatorenschulungen.

Gefördert werden können ein- oder mehrtägige Multiplikatorenschulungen zu folgenden Themengebieten:

  • Vereins- und Projektmanagement sowie Öffentlichkeitsarbeit
  • Vorurteile, Konfliktmanagement und Gewaltprävention
  • Jugendlotsen

22.07.2020

Radikalisierungsprävention für Jugendliche und junge Erwachsene – Kurskonzepte erfolgreich umsetzen

Die Veranstaltung wird durch das Projekt Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt organisiert. Der Fokus der Projektarbeit liegt auf der Vermittlung von Methoden der Radikalisierungsprävention. Veranstaltungen richten sich hauptsächlich an Fachkräfte, die mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten.

Zielgruppe der Veranstaltung sind vhs-Mitarbeiter*innen, Respekt Coaches und Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.

07.10.2020 - 08.10.2020, Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


22.07.2020

Materialien gegen Rassismus

Der niedersächsische Flüchtlingsrat hat einige Materialien aus der Auseinandersetzung mit Rassismus zusammengestellt. Zum einen ist die Notwendigkeit und das Interesse an einer Auseinandersetzung mit Rassismus wieder größer geworden und zum anderen ist über die Jahrzehnte inzwischen eine Fülle an Texten, Materialien und Initiativen zum Thema erwachsen


21.07.2020

Online-Austausch: Möglichkeiten der Aufenthaltssicherung für Geduldete

Das Aufenthaltsgesetz bietet unter bestimmten Voraussetzungen Geduldeten Chancen auf ein Bleiberecht. In manchen Fällen kann eine Ausbildungs- oder Beschäftigungsduldung erteilt werden. Und bei guter Integration kommt insbesondere über die Paragrafen 25a oder 25b des Aufenthaltsgesetzes sogar eine Aufenthaltserlaubnis in Betracht. Wir möchten uns mit Ihnen über Ihre aktuellen Erfahrungen austauschen: Wie reagieren die Ausländerbehörden auf entsprechende Anträge? Woran scheitern sie gegebenenfalls?

30.07.2020 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


21.07.2020

Landesförderung „Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement"

Gesucht werden innovative Projekte zur Förderung der Integration und der Teilhabe in Gebieten mit besonderen sozialen, demografischen sowie integrativen Herausforderungen.

Am Wettbewerb teilnehmen können Gemeinden, Samtgemeinden, Landkreise, juristische Personen des privaten Rechts, deren Zweck vorrangig nicht auf eine wirtschaftliche Tätigkeit gerichtet ist (z.B. gGmbH, gUG) sowie Verbände der Wohlfahrtspflege, kirchliche Organisationen und Kammern. Das Land Niedersachsen stellt im Jahr 2020 vier Millionen € für die Förderung zur Verfügung.

Anträge können ab sofort – bis zum 31. August 2020 – gestellt werden.


20.07.2020

Studie: DJI-Kinder- und Jugendmigrationsreport 2020

In Deutschland hat gut ein Drittel der unter 25-Jährigen einen Migrationshintergrund. Wie beeinflusst das die Lebenswelt der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen? Der Bericht basiert auf Erhebungen des Statistischen Bundesamtes und unterteilt die Untersuchungskategorie "Migrationshintergrund" in Generationszugehörigkeit, Herkunftsregion und Aufenthaltsstatus sowie Familiensituation, soziale Lage und Bildungshintergrund der Eltern.


17.07.2020

Miniila App – Unterstützung für unbegleitete Kinder auf der Flucht

Anfang 2019 galten allein in Deutschland 3192 unbegleitete geflüchtete Kinder und Jugendliche in Deutschland als vermisst. Was mit ihnen passiert ist unklar. Schlimmstenfalls leben sie ohne jeglichen Schutz in der Illegalität und haben kaum Zugang zu Unterstützung und Information.  

Oft haben Kinder jedoch ein Smartphone.  

Mit diesem Wissen hat Missing Children Europe die Miniila App entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse unbegleiteter Kinder auf der Flucht zugeschnitten ist. Die App soll sie dazu befähigen selbständig an wertvolle Informationen, Dienstleistungen und Unterstützung, in Ihrer Umgebung, zu gelangen. 

Seit April 2020 koordiniert der Bundesfachverband umF die bundesweite Einbindung von Organisationen, die hilfreiche unterstützende Angebote für geflüchtete Kinder anbieten, in die APP. Die Angebote werden auf einer Karte und unter mehreren Kategorien und Unterkategorien aufgezeigt (z.B. Unterkunft, Essen, Asyl, Mädchenhilfe und Wifi). Die App ist in mehreren Sprachen verfügbar (Englisch, Französisch, Arabisch, Farsi, Tigrinya und Deutsch)


17.07.2020

New Perspectives against Radicalisation

Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung stärken durch internationalen Fachaustausch

Die Prävention von politisch oder religiös motivierter Radikalisierung ist angesichts der Entwicklungen in Deutschland, in Europa und in der ganzen Welt ein Thema von großer Bedeutung in der Jugendarbeit. Angesichts des globalen Charakters gesellschaftlicher, politischer und sozioökonomischer Herausforderungen stellt die europäische und internationale Zusammenarbeit und Vernetzung im Bereich der Radikalisierungsprävention einen wichtigen Baustein dar.

Die vorliegende Publikation beleuchtet die Ausgangslage der beteiligten Partnerländer, skizziert ausgewählte Good-Practice-Beispiele und fasst die Erkenntnisse und Anregungen, die dieses gut einjährige Projekt zu Tage gefördert hat, zusammen.


16.07.2020

Online-Seminar: #staysensitive | Gendersensible Arbeit mit geflüchteten Menschen

Insbesondere Geschlechterthematiken gewinnen im Migrationskontext vermehrt an Bedeutung. Sie beeinflussen Beratungssituationen genauso wie die Arbeit mit geflüchteten Familien oder Jugendlichen in Unterkünften. Doch welche Rolle spielen Geschlechterrollen eigentlich in der Migration und für die gesellschaftliche Teilhabe? Im Webinar geht es um diese sowie weitere Fragen und um eine Reflexion von Geschlechterverhältnissen für die eigene praktische Arbeit.

27.08.2020 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


16.07.2020

ufuq.de-Fachtag in Berlin: Kinder und Jugendliche stärken – Resilienzförderung im Schulalltag im Kontext rassismuskritischer Bildungsarbeit

Persönliche und gesellschaftliche Krisen beeinträchtigen die individuelle Entwicklung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie beeinflussen das Selbstverständnis und begünstigen polarisierenden Einstellungen und Orientierungen.

Kinder erleben ebenso wie erwachsene Menschen Krisen. Aktuell sind es zum Beispiel die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die tief in die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen eingreifen. Abrupte Veränderungen führen zu erhöhten gesellschaftlichen Anforderungen und gehen oftmals mit diversen Belastungen einher. Gerade Kinder und Jugendliche in benachteiligten Lebenslagen sind davon betroffen.

Resilienz ist eine notwendige Ressource zur Krisenbewältigung. Für eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist das Erlernen und Ausprobieren von Krisenbewältigungsstrategien ein wichtiger Schritt. Der Fachtag stellt die Lebensrealitäten rassismuserfahrener und sozialbenachteiligter Kinder und Jugendlicher in den Fokus und fragt nach den besonderen Herausforderungen, die sich in der rassismuskritischen Bildungsarbeit stellen. Er konzentriert sich auf Resilienzförderung im Schulkontext und bietet Raum für den Erfahrungsaustausch von Fachkräften.

Wie kann Resilienzförderung in der Schule gestaltet werden und welchen Einfluss hat das Lehrer*innen-Schüler*innen-Verhältnis auf die Entwicklung von Resilienz? Welche Rolle spielt Resilienzförderung in der Präventionsarbeit und beim Umgang mit Polarisierung? Wie kann mit Krisen im Schulkontext umgegangen werden und wie können Betroffene begleitet werden?

Diesen Fragen geht der Fachtag auf den Grund. Er wendet sich an Multiplikator*innen aus der schulischen und außerschulischen Praxis sowie an Akteur*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft und wird von der ufuq.de-Fachstelle für Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus durchgeführt.

 

08.10.2020 - Berlin
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:



15.07.2020

ZARA Rassismus Report 2019

ZARA berichtet alljährlich im Rassismus Report über rassistische Übergriffe und Vorkommnisse in Österreich. Er ist eine wichtige Informationsquelle für nationale und internationale Organisationen und noch immer die einzige qualitative Datenquelle in Österreich. Die ausgewählten, detailliert dargestellten und anonymisierten Einzelberichte repräsentieren die Qualität und Strukturen des rassistischen österreichischen Alltags.


14.07.2020

Amnesty International: Gemeinsam gegen Rassismus in Deutschland!

Alle Menschen sind "frei und gleich geboren". Rassismus ist ein Angriff auf diese Grundidee der Menschenrechte – und Alltag in Deutschland. Menschen grenzen ihre Mitmenschen aus und werten sie ab  – beim Job, in der Schule, bei der Wohnungssuche oder im öffentlichen Raum. 

Damit nicht genug: Manche Politiker_innen und Medien verbreiten rassistische Ansichten. Und immer wieder kommt es zu schockierenden rassistischen Gewalttaten – wie in Halle oder Hanau.  

Es ist höchste Zeit, etwas dagegen zu tun! Rassismus darf in unserer Gesellschaft nicht weiter normalisiert werden. Wir müssen das Problem beim Namen nennen und verurteilen. Doch das ist nicht immer leicht. Und manchmal handeln wir selbst ungewollt rassistisch. 

Informier Dich, hinterfrag deine eigenen Vorurteile und misch dich ein!


13.07.2020

„LGBT… What?!?“: Über die Vereinbarkeit von Queerness und Muslimisch-Sein

ufuq.de und die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg haben im Kooperationsprojekt „Alternativen Aufzeigen!“ ein viertes Videofilm-Modul „LGBT… What?!?“ veröffentlicht, mit dem pädagogische Fachkräfte die Themen Identität und Zugehörigkeit, Geschlecht und Sexualität behandeln können. Queer und muslimisch, wie geht das zusammen? Die Frage stellen sich viele. Die Filme unterstützen Lehrkräfte darin, mit Jugendlichen über komplexe und sensible Fragen ins Gespräch zu kommen, die zum Alltag von Jugendlichen gehören. Zum Modul gehören Übungen für muslimische wie nicht-muslimische Jugendliche ab der Klasse 5.


10.07.2020

Filmreihe „Alltagsrassismus“ des Medienprojekts Wuppertal

Die Filmreihe besteht aus einem Kurzspielfilm und mehreren dokumentarischen Filmen. In den dokumentarischen Filmen sprechen Jugendliche verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft offen über ihre persönlichen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung und ihren Umgang damit. Wie reagieren sie, wenn eine Einzelperson oder eine Gruppe beleidigt wird? Wo mischen sie sich ein und wo nicht? Die Jugendlichen zeigen ihr Leben in einer multikulturellen Gesellschaft mit den Herausforderungen, die diese mit sich bringt. Die eigene Herkunft und die kulturelle Zugehörigkeit spielen dabei für sie in ihrem Alltag eine genauso wichtige Rolle wie kulturelle Unterschiede und Abgrenzungen. Mit wem sind sie befreundet – mit wem nicht? Was lernen sie von anderen Kulturen und wie wirkt sich kulturelle Vielfalt auf den Freundeskreis aus?


10.07.2020

Studie: Die Unsichtbaren - Berichterstattung über Eingewanderte und Geflüchtete

Wie berichten die Leitmedien über eingewanderte und geflüchtete Menschen? Welches Bild zeichnen die meistgesehenen deutschen Fernsehsender und die großen überregionalen Zeitungen von den Chancen und Mühen der Integration, von Fortschritten und Rückschlägen?

Die vorliegende Expertise stellt erstmals Ergebnisse aus einer Medienanalyse der Hochschule Macromedia zur Fernseh-und Zeitungsberichterstattung 2019 über in Deutschland lebende Eingewanderte und Geflüchtete vor.


09.07.2020

Kultursensible Beratung von Flüchtlingen und Migranten

Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund bringen teilweise Vorstellungen von Krankheit und Gesundheit mit, die Fachkräften im deutschen Gesundheitssystem beziehungsweise in psychosozialen Einrichtungen nicht bekannt sind und die Beratung und Behandlung erschweren. Diese Arbeitshilfen bieten Unterstützung.


09.07.2020

Webinar: Männlich, verletzlich, unersetzlich? | Männlichkeiten* in der postmigrantischen Gesellschaft

Während sich in den vergangenen Jahren der Fokus der Unterstützungsarbeit verstärkt auf geflüchtete Frauen* gerichtet hat, wird in letzter Zeit die Frage präsenter, wie geschlechtersensibel und zugewandt mit geflüchteten Männern* gearbeitet werden kann. Wie kann dabei ein offener und nachhaltiger Dialog über Männlichkeits*-Thematiken mit geflüchteten Männern* gestaltet werden? Das Online-Seminar bietet einen ersten Einblick in das Themenfeld der gendersensiblen Männerarbeit* und legt dabei einen besonderen Fokus auf die Lebenswirklichkeiten zugewanderter Männer*.

29.07.2020 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


08.07.2020

Publikation: AI, digital identities, biometrics, blockchain: A primer on the use of technology in migration management

Technologien und digitale Anwendungen wie Künstliche Intelligenz (KI), Digitale Identitäten, Biometrie oder Blockchain verändern schon heute verschiedene Bereiche des internationalen Migrationsgeschehens. Diese Entwicklungen werfen neue politische und ethische Fragen auf. Der „Primer“ von Jessica Bither und Astrid Ziebarth widmet sich diesem Thema in einer neuen Publikation der "Migration Strategy Group", einem gemeinsamen Projekt der Robert Bosch Stiftung, Bertelsmann Stiftung und des German Marshall Funds.


07.07.2020

Flucht-Bildung-Corona - Starke Begleitung in bewegten Zeiten

Angesichts der aktuellen Herausforderung mit der Corona-Pandemie hat der Flüchtlingsrat Thüringen eine Facebook-Gruppe rund um die (digitale) Beschulung von Geflüchteten gegründet um über gute Bildungsangebote und eine starke psychosoziale Begleitung junger Geflüchteter in Zeiten von Corona zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen.


06.07.2020

Handreichung für ein Peer-to-Peer Projekt mit geflüchteten Frauen* und anderen Zielgruppen

Das Fraueninformationszentrum Stuttgart hat eine Handreichung für ein Peer-to-Peer Projekt mit geflüchteten Frauen* und anderen Zielgruppen herausgebracht. Die Handreichung stellt ein Praxisprojekt des FIZ vor: das "Multiplikator*innen-Peer Support-Projekt" (MPS-Projekt), bei dem mit dem Peer-to-Peer-Ansatz gearbeitet wird. Dieses Projekt bietet ehemals von Menschenhandel betroffenen Frauen* aus west- und zentralafrikanischen Ländern Raum, sich ressourcenorientiert mit ihren Erfahrungen auseinander zu setzen und sich zu Multiplikator*innen weiterzubilden, um andere Betroffene (Peers) niederschwellig zu unterstützen.


03.07.2020

BAMbI (Bildung und Aktivierung für Mütter mit Migrationshintergrund zur beruflichen Integration)

BAMbI (Bildung und Aktivierung für Mütter mit Migrationshintergrund zur beruflichen Integration) unterstützt die Teilnehmerinnen in allen Belangen der familiären und beruflichen Situationen, um den Alltag besser zu organisieren und zu strukturieren. Sie geben Hilfestellung, Denkanstöße und begleiten sie. Das beinhaltet unter anderem, dass vorhandene Potential zu fördern und einen Plan für die Zukunft zu entwerfen, welcher auch nach dem Projekt BAMbI weiter umgesetzt werden kann.


02.07.2020

Workshop: Infoabend zu Sucht für ehrenamtliche Unterstützer*innen

Es geht um die Vermittlung von Basiswissen zum Thema Sucht und Substanzen, verbunden wird dies mit einem Blick auf die Besonderheiten der Lebensverhältnisse von Menschen mit Fluchterfahrung und einem transkulturellen Verständnis. U.a. beschäftigt sich der Workshop mit folgenden Fragen: 

  • Wann fängt Sucht an?
  • Welche gängigen Subtanzen werden konsumiert und wie können diese wirken?
  • Wie verhalte ich mich kultursensibel und Grenzen wahrend als Unterstützer*in?
  • Welche Anlaufstellen gibt es?

07.07.2020 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


02.07.2020

Studie: SARS‐CoV‐2 in Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete

Das Kompetenznetz Public Health COVID‐19 hat eine Studie zu SARS‐CoV‐2 in Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete veröffentlicht. Die Studie fasst die Erkenntnisse aus verschiedenen Einrichtungen zusammen, in denen es Virus-Ausbrücke gegeben hat. Zu den Kernaussagen gehören, dass das Ansteckungsrisiko in solchen Unterkünften grundsätzlich sehr hoch ist, wobei es Unterschiede zwischen verschiedenen Einrichtungen gibt. Kollektivquarantäne hat laut Studie keine messbaren Vorteile gegenüber anderen Strategien und erhöht das Infektionsrisiko für andere nocht nicht infizierte Personen in der Einrichtung. "Die Unterbringung von Geflüchteten sollte grundsätzlich coronaschutzkonform erfolgen, d.h. möglichst dezentral bzw. bei zentralen Einrichtungen möglichst in Einzelunterbringung in kleinen Wohneinheiten, damit bei Auftreten eines Falls eine rasche Ausbreitung vermieden wird und eine adäquate Kontaktnachverfolgung möglich ist", so eine weitere Kernbotschaft der Studie.


01.07.2020

Videostream des 20. Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz

Der kostenfreie Stream zum 20. Berliner Symposium zum Flüchtlingsschutz informiert u. a. über die Themen Identitätsklärung bei Geflüchteten, Coronabedingte Freiheitsentziehungen und die Bedeutung der Europäischen Menschenrechtskonvention.


01.07.2020

Publikation: lebensweltnah & partizipativ. Mit Peer Education gesellschaftliche Vielfalt und Demokratie fördern

Die Publikation basiert auf dem Fachaustausch von unterschiedlichen Organisationen, die vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" von 2015-2019 gefördert wurden und mit den Ansatz der Peer-Education arbeiten.

Das Ziel der Broschüre ist es den Ansatz Peer Education vorzustellen, Gemeinsamkeiten zu eruieren, Unterschiede auszumachen, Praxisansätze vorzustellen und eine konsensfähige Definition zu finden.
Sie unterstützt zivilgesellschaftliche Akteur_innen und Multiplikator_innen, die auf der Suche nach pädagogischen Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Vielfalt und Demokratieförderung sind. 


30.06.2020

4. Speyerer Migrationsrechtstage: "Rechtsfragen der Aufenthaltsbeendigung"

Im August 2019 trat das sogenannte "Geordnete Rückkehr-Gesetz" in Kraft. Ausweislich der Gesetzesbegründung wollte der Gesetzgeber damit „im Bereich der Rückkehr eine stärkere Durchsetzung des Rechts“ erreichen, da eine große Zahl ausreisepflichtiger Personen weiterhin in der Bundesrepublik bleibe. Nach gut einem Jahr ist es an der Zeit für eine erste Bilanz: Neben der Ausweisung von Straftätern werden die Auswirkungen der neuen Duldung bei ungeklärter Identität und die Neuordnung der Vorbereitungs-, Sicherungs- und Abschiebungshaft diskutiert.

Die Tagung blickt zudem über die zahlreichen Neuregelungen des "Zweiten Gesetzes zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht" hinaus und wendet sich den allgemeinen rechtlichen Grundfragen der Aufenthaltsbeendigung zu. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, ob und inwieweit die gesetzlichen Regelungen geeignet sind, um die Ausreisepflicht durchzusetzen, scheitert diese doch oftmals an fehlenden Kapazitäten - sei es in den für die Umsetzung zuständigen Behörden, sei es bei der Organisation der Ausreise als solcher.

Derzeit planen wir mit einer Vor-Ort-Durchführung der Tagung in Speyer, bieten aber auch die Möglichkeit an, sich online zuzuschalten. Eine Umstellung auf eine vollständige Online-Durchführung bleibt für den Fall einer pandemiebedingten Notwendigkeit vorbehalten.“

21.09.2020 - 22.09.2020 in Speyer und online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


29.06.2020

Schnittstelle von Anti-Schwarzem Rassismus und Schule

Polizeigewalt ist eine der Manifestationen Anti-Schwarzem-Rassismus, wie er sich in den deutschen Institutionen niederschlägt; Rassismus in Behörden, Lagern, Migrationspolitiken und im Bildungssystem. Alle diese Bereiche müssen zusammen gedacht werden.

Gemeinsamer Beitrag des MiGAZIN mit dem Netzwerk Rassismuskritische Migrationspädagogik Baden-Württemberg, unterstützt durch das Projekt „Empowerment – quer gedacht?!“ von adis e.V. – gefördert im Programm „Demokratie leben!“.


26.06.2020

ALM: Integration und Inkulsion in Bayerns Bergen

Alpen.Leben.Menschen wendet sich an Flüchtlinge im bayerischen Alpenraum. Diese sind eingeladen, ihre neue Heimat kennen zu lernen. Positive Erlebnisse in einer besonderen Natur- und Kulturregion sollen ihre Persönlichkeit stärken. Pers-pektiven für die private und auch berufliche Integration werden aufgezeigt.


25.06.2020

Workshop: Flucht, Governance Menschenrechte

Im Rahmen des FFVT Projekts richtet das CHREN am 9. und 10. Juli einen ersten Workshop aus. Darin bearbeiten renommierte Wissenschaftler*innen und Politiker*innen aktuelle Herausforderungen der globalen, europäischen und nationalen Ebene von Flucht, Governance und Menschenrechten im Bereich der Fluchtmigration: „Wohin führen die Globalen Pakte für Migration und Flüchtlinge?“ „Was soll im europäischen Asylsystem passieren?“ „Und was kann die im Juli beginnende deutsche EU-Ratspräsidentschaft im Bereich Migration und Flucht angesichts von Corona ausrichten?“

09.07.2020 - 10.07.2020 Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


25.06.2020

Web Talk: Stereotype im Langzeitnarrativ: Kontinuitäten des Antiziganismus

Sinti*zze und Rom*nja sind in Deutschland nach wie vor mit historisch tief verwurzelten Stereotypen, Vorurteilen und massiver Diskriminierung konfrontiert. Ein Spezifikum der Vorurteile gegen Sinti*zze und Rom*nja ist ihre starke Ambivalenz. Negative Einstellungen sind einerseits assoziiert mit der Zuschreibung einer erhöhten Neigung zu Kriminalität, selbstverschuldeter Armut und eines nicht-normativen, nomadischen Lebensstils. Andererseits existieren auch viele romantisierende, positive Zuschreibungen, welche unter anderem mit „Freiheitliebe“, „Musikalität“ und „Leidenschaft“ verbunden sind. Doch auch diese exotisierenden Vorurteile und Stereotype dienen der Verbreitung und Manifestation antiziganistischer Narrative: Sie befördern ein gesellschaftliches Bild von Sinti*zze und Rom*nja, welches angeblich von Unangepasstheit, Identitätslosigkeit und parasitärem Verhalten geprägt ist. Letztendlich legitimieren diese in der Gesellschaft weit geteilten negativen Einstellungen abwertendes und ausgrenzendes Verhalten, Diskriminierung bis hin zur Hasskriminalität.

In der Online-Podiumsdiskussion werden drei Expertinnen miteinander über Ausprägungen und Auswirkungen des Antiziganismus in verschiedenen historischen Zeiträumen in der BRD und der DDR aber auch über seine heutige Aktualität ins Gespräch kommen. Anlass ist die Veröffentlichung des 7. Bandes der Schriftenreihe „Wissen schafft Demokratie“ mit dem Schwerpunkt „Kontinuitäten“. In diesem Band haben Katharina Lenski den Beitrag „Stereotype im Langzeitnarrativ: Sinti in der DDR zwischen Ausgrenzung und Selbstbehauptung“ und Laura Hankeln den Artikel „Antiziganistische Kontinuitäten in der Debatte um eine baden-württembergische „Landfahrerordnung“ nach 1945“ beigetragen. Sie werden kurz jeweils zentrale Punkte ihrer historischen Analysen vorstellen. Anja Reuss wird als politische Referentin des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma kurz zur aktuellen Situation referieren. Daniel Geschke vom IDZ wird das Gespräch und die anschließende Diskussion von Fragen aus der Zuhörer*innenschaft moderieren.

09.07.2020 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


24.06.2020

erklär mir mal...

Was ist eigentlich Intersektionalität? Was bedeutet Rassismus genau? Und wie zeigt sich Bildungsungleichheit in Deutschland? @erklaermirmal erklärt dir das! Aus queerer, postmigrantischer und intersektionaler Perspektive erklärt ein junges Team politische Begriffe und Konzepte in kurzen Video-Clips auf Instagram.


24.06.2020

Bericht: Fakten zur Asylpolitik 2019/2020

In einem Faktenpapier hat der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration die wichtigsten Informationen und Zahlen zur Asylpolitik in Deutschland und der EU zusammengestellt. Darin enthalten sind Daten zur Struktur der Flüchtlinge, Informationen zu Asylverfahren und -leistungen sowie Regelungen im Bildungsbereich und für die Erwerbstätigkeit.


23.06.2020

Studie: Accumulated environmental risk in young refugees – A prospective evaluation

Durch Interviews und Untersuchungen bewertet die Studie des Max-Planck-Instituts für experimentelle Medizin in Göttingen die Traumatisierung und seelische Gesundheit von 133 jungen Geflüchteten in Deutschland. Die studienteilnehmenden Geflüchteten flohen 2015. Sie waren alle zum Zeitpunkt der Flucht Kinder oder Jugendliche, viele davon unbegleitet. Sie erlitten Menschenhandel, Krieg, Genozid, Terror, Folter, Entführungen, sexuellen und körperlichen Missbrauch und Seenot im Mittelmeer. Die Studie dokumentiert und diagnostiziert seelische Störungen und körperliche Verletzungen wie Narben. Traumatisierende Erfahrungen haben auch noch Jahre später Folgen. Die Betroffenen entwickeln eine Anfälligkeit für psychische Erkrankungen. Die Studie stellt fest, dass die Psyche junger Geflüchteter mit jedem weiteren Risikofaktor mehr belastet wird.


22.06.2020

Bundesinitiative "Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften"

Die Seite richtet sich an alle Akteure, die zu einer bedarfsgerechten und schützenden Unterbringung von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften beitragen wollen.
Neben einer Vielzahl an Materialien finden Sie hier Informationen über die Aktivitäten der Bundesinitiative.

Die Bundesinitiative Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften wurde im Jahr 2016 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) zusammen mit den Wohlfahrtsverbänden und weiteren Akteuren ins Leben gerufen. Sie versteht sich als Netzwerk von staatlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die die Überzeugung eint, dass geflüchtete Menschen in Flüchtlingsunterkünften den Schutz und die Unterstützung erhalten müssen, die sie für ein gutes Ankommen in Deutschland benötigen.


20.06.2020

World Refugee Day

Millionen von Menschen sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Einmal im Jahr, am 20. Juni, würdigen wir ganz besonders die Stärke, den Mut und die Widerstandsfähigkeit, die Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Staatenlose täglich aufbringen.

Am 20. Juni finden weltweit in etwa hundert Ländern Veranstaltungen statt, mit denen die Teilnehmenden ihre Solidarität mit Flüchtlingen zum Ausdruck bringen. Der Weltflüchtlingstag bietet staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie Einzelpersonen – ob berühmt oder nicht – die Gelegenheit, sich für die Ziele des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) einzusetzen: bessere Lebensbedingungen für die Betroffenen und ein bestmögliches Zusammenleben von Vertriebenen und einheimischer Bevölkerung.

Zum Weltflüchtlingstag veröffentlicht UNHCR auch jährlich die globalen Flüchtlingszahlen – in den letzten Jahren haben sie traurige Rekorde erreicht. Gewalt, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen in vielen Regionen der Welt haben zu Höchstständen bei Binnenvertriebenen, Flüchtlingen und Asylsuchenden geführt. Hinter den Zahlen und Fakten stehen viele Millionen einzelne Menschen und ihre Geschichten; Geschichten von Gewalt und Verlust, aber auch von Mut und Hoffnung. Ihre Stimmen sollen am Weltflüchtlingstag ganz besonders im Mittelpunkt stehen.

 


19.06.2020

Religion unterbringen: Regulierung kultureller und religiöser Vielfalt in Flüchtlingsheimen

Welche Konflikte können durch religiöse Vielfalt in Geflüchtetenunterkünften entstehen? Welche Lösungen eignen sich? Und wie können Sozialarbeiter*innen und Betreiber*innen besser für religiöse Aspekte sensibilisiert werden? Antworten auf diese Fragen gibt die vorliegende Handreichung.

"Die vorliegende Handreichung bündelt die Ergebnisse des im Mai 2017 stattgefundenen Praxisworkshops „Religion unterbringen. Regulierung kultureller und religiöser Vielfalt in Flüchtlingsheimen“. Der Workshop fand am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES)  der Ruhr-Universität Bochum statt. Im Workshop beleuchteten Wissenschaftler/innen, Praktiker/innen und Behördenvertreter/innen gemeinsam die kulturelle und religiöse Vielfalt der Bewohner/innen von Flüchtlingsheimen und die damit zusammenhängenden Herausforderungen. Die Handreichung gibt einen Einblick über die komplexe Rolle von Religion in Flüchtlingsheimen. Anhand von Fallbeispielen werden häufig anzutreffende Umgangsweisen beschrieben, analysiert und mögliche Handlungsoptionen aufgezeigt."


18.06.2020

Aufzeichnung: Webinar „Sport gegen Rassismus – Sport mit Courage?“

„Integration und Rassismus – beide Phänomene sollten eng zusammengedacht werde.“

Dass die Themen „Integration“ und „Rassismus“ in den Sportprojekten, aber auch allgemein in der Gesellschaft nicht getrennt voneinander bearbeitet werden können, das war nur eine der wichtigen Feststellungen, die im Webinar der BAG „Sportpolitik“ von Bündnis 90/Die Grünen getroffen wurde. Zu dem Online-Gespräch am 28. Mai 2020 waren Cem Özdemir (Grüne Bundestagsfraktion), Angelika Ribler (Sportjugend Hessen) sowie Nina Reip und Gunter A. Pilz (beide Netzwerk Sport & Politik bei der dsj) eingeladen. 

„Sportvereine (und -verbände) haben eine elementare gesellschaftliche Rolle. Dies sollten wir anerkennen und die Sportvereine dabei unterstützen, die Aufgabe auch meistern zu können, ohne sie zu überfordern. Die Sportvereine sollten diese Rolle weiter annehmen und selbst gestalten, aber auch Stopp signalisieren, wenn es ihre eigenen Möglichkeiten übersteigt und die Aufgaben eigentlich durch andere umgesetzt werden sollten.“, betonte Nina Reip in dem Webinar. Welche Fallstricke und Lösungsmöglichkeiten es hierbei geben kann, wurde von den Gesprächspartner*innen konkret diskutiert. Und auch die stets aktuelle Frage, „wie politisch der Sport sein kann, darf und muss“, wurde näher besprochen und es wurde festgestellt, dass es keine „Parteipolitik betrieben werden darf“, aber wohl klar gesellschaftliche Verantwortung auf Basis der Werte im Sport übernommen werden muss. 


18.06.2020

Webinar: Arrival Cities and Neighbourhood Traps

16th IRS International Lecture on Society and Space with Doug Saunders

How do cities manage the arrival and settlement of immigrants? This question is discussed by the Canadian journalist Douglas Saunders in his book “Arrival City: How the largest Migration in History is Reshaping Our World”, published in 2011. In his book, Saunders lays out the conditions for success and failure of immigration-defined neighbourhoods around the world.  He argues that “arrival city” districts are self-contained economic and social structures intimately tied to their “sending” villages and neighbourhoods, defined by low housing costs and communities of mutual support. In his current work in Europe, he is examining how housing and labour markets can transform these districts into “social-mobility traps” in successive generations, and how communities can organize to improve their outcomes.

In his lecture, jointly organized by the Leibniz Institute for Research on Society and Space and the Humboldt-Universität zu Berlin, Saunders discusses policy and community implications of this work.

30.06.2020 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


17.06.2020

Friedensgutachten 2020

Die Corona-Krise bringt die Waffen nicht zum Schweigen, sondern führt vielerorts zu neuer Gewalt und Armut. Die Hauptlast der Pandemie tragen die Länder des Südens, betonen Friedensforscher.

Die Corona-Pandemie hält die Welt 2020 in Atem. Sie verschlingt ungeahn-te Ressourcen und hat weitreichende politische Interventionen in das ge-sellschaftliche Zusammenleben zur Folge. Gerade in fragilen Weltregionen drohen sozioökonomische Verwerfungen und politische Unruhen. Eine glo-bale Pandemie braucht globales Handeln, in der Reichweite und im Design. Der EU kommt dafür besondere Verantwortung zu. Wenn die derzeitigen Krisen kooperativ bewältigt werden, bietet dies auch Chancen für die Welt „danach“. Im Schatten der Pandemie sind zugleich andere Friedensgefähr-dungen aus dem Blick geraten oder verschärfen sich. Auch diese müssen im Blick behalten und bekämpft werden.


16.06.2020

Podcast: unmute! #6 - George Floyd, Rassismus & Recht auf Asyl

In Folge 6 des Gesicht Zeigen!-Podcasts unmute!, sprechen Julia und Franziska aus dem Projektteam über den Mord an George Floyd und Polizeigewalt in den USA und in Deutschland. Sie sprechen über Solidarität, ihre eigenen Unsicherheiten und teilen konkrete Tipps, wie Weiße Menschen sich jetzt solidarisieren und aktiv werden können.


16.06.2020

Türen auf - Derî veke! Für Frauen aus Dresden und Pirna.

Frauen sollen sichtbarer werden ~ Frauen sollen gehört werden ~ Frauen als Vorbilder ~ Vielfalt der Gesellschaft aufzeigen ~ Perspektivwechsel und Empathie ermöglichen ~ Emanzipation und Empowerment. Das Projekt bietet kleine Einblicke in die Frauentreffs des Ausländerrats Dresden und des Internationalen Begegnungszentrums in Pirna (IBZ).


15.06.2020

Was ist eigentlich eine »Duldung«?

In der öffentlichen Debatte werden immer wieder falsche Informationen über die Duldung verbreitet. Oft wird fälschlicherweise behauptet, dass geduldete Menschen »ohne Grund« in Deutschland seien. Gleichermaßen wird häufig missverstanden, dass die Duldung eben keine Aufenthaltserlaubnis ist und damit nicht zwangsläufig vor einer Abschiebung schützt.

11.06.2020

IDA-Training - „Eindeutig uneindeutig?“

Training zum Umgang mit Widersprüchen in der diskriminierungskritischen Jugendarbeit

Gut oder böse? Wahrheit oder Fake? „Männlich” oder “weiblich”? Mit oder ohne “Migrationshintergrund”? Hinter dem Stichwort „Ambiguitätstoleranz“ (auch: Widerspruchstoleranz) verbirgt sich die Fähigkeit, Mehrdeutigkeiten auszuhalten und anzuerkennen. Menschen, die das gut können, fällt es leichter, unterschiedliche politische, religiöse oder gesellschaftliche Überzeugungen und Lebenseinstellungen anzuerkennen. Sie kommen besser damit klar, dass es keine absoluten Wahrheiten gibt, sondern viele unterschiedliche Perspektiven, die sich zwar teilweise widersprechen können, aber doch mit gleicher Wahrscheinlichkeit gültig sind. Merkmale für eine auffallend geringe Ambiguitätstoleranz sind hingegen u. a. Wahrheitsobsession, Geschichtsverneinung und Reinheitsstreben.

Im IDA-Training möchten wir mit den Teilnehmenden die Fähigkeit trainieren, mit Widersprüchen und Uneindeutigkeiten in der eigenen Bildungsarbeit umzugehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Gesprächsmethode und Haltung Mahloquet. Sie ist der jüdischen Tradition entnommen und wurde für den deutschen Kontext von Leah Carola Czollek und Gudrun Perko weiterentwickelt. Mittlerweile wird sie erfolgreich in Bereichen der Konfliktlösung, der Mediation, der Erwachsenenbildung und Lehre sowie im Social Justice und Diversity-Training angewandt. Mit Hilfe dieser Methodik widmen wir uns folgenden Fragen: Wie lässt sich Ambiguitätstoleranz erkennen? Was bedeutet sie für die eigene Kinder- und Jugendarbeit? Wie lässt sich das Konzept vermitteln? Wie hängt Ambiguitätstoleranz mit Diskriminierung sowie rechtsextremen und -populistischen Einstellungen zusammen und was bedeutet das für deren Prävention?

09.10.2020 - 10.10.2020 in Jugendbildungsstätte Unterfranken, Würzburg
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


11.06.2020

Webinar: Frauenspezifische Fluchtursachen und Gewaltschutz

Themenfokus: Frauenspezifische Überlegungen im Asylverfahren sowie frauenspezifische Erfahrungen und Anforderungen während des Asylverfahrens.

18.06.2020 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


11.06.2020

3. Konferenz des Netzwerks Fluchtforschung: Kontexte von Flucht, Schutz und Alltag Geflüchteter

Die Forschung zu Themen von Zwangsmigration, Flucht und Asyl hat sich innerhalb einer interdisziplinären Forschungslandschaft national und international etabliert. Vor diesem Hintergrund eröffnet die 3. Konferenz des Netzwerks Fluchtforschung am 17. - 19. September 2020 - aufgrund der aktuellen Lage nicht an der Universität zu Köln, sondern in digitaler Form im Internet ein internationales Forum zur Vorstellung und Diskussion aktueller Forschungsergebnisse sowie zur Förderung von interdisziplinärem Austausch und Kooperationen. Die Konferenz versteht sich als Plattform für Diskussion und Vernetzung von Forscher*innen im Feld der Flucht- und Flüchtlingsforschung.

17.09.2020 - 19.09.2020 Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


10.06.2020

Arbeitshilfe: Auswirkungen von Corona auf den Aufenthalt von ausländischen Arbeitnehmer*innen, Auszubildenden und Studierenden

Für viele nicht-deutsche Staatsangehörige habendie Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen auf mehreren Ebenen Auswirkungen: Falls durch den Verlust der Arbeit oder durch Kurzarbeit der Lebensunterhalt nicht mehr gesichert ist, droht in bestimmten Fällen der Verlust der Aufenthaltserlaubnis. Zudem stellt sich die Frage,auf welche Weise der Lebensunterhalt gesichert werden kann, denn in manchen Fällen greifen Leistungsausschlüsse im SGB IIund dem SGB XII. Neben der wirtschaftlichen Existenz ist also auch die weitere Aufenthaltsperspektive in Deutschland in Gefahr.


10.06.2020

Fördermöglichkeit: 2. Antragsfrist für Kleinprojekte - Demokratie braucht Engagement

Für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft, für eine lebendige und wehrhafte Demokratie braucht es die Selbstorganisation, Beteiligung und das Engagement der Zivilgesellschaft für die im Grundgesetz verankerten Werte und gegen Ausgrenzung, Bedrohung und Gewalt. Vor dem Hintergrund von Äußerungen, Bedrohungen und Angriffen, gegen Privatpersonen, Politiker*innen, oder Vereinen, die für eine pluralistische Gesellschaft eintreten, sowie zunehmender „Salonfähigkeit“ rassistischer und antidemokratischer Äußerungen stellt das Landesdemokratiezentrum im Niedersächsischen Justizministerium Mittel für Kleinprojekte bereit, die diesen Entwicklungen etwas entgegensetzen. Ziel und Fördervoraussetzung ist es, zivilgesellschaftliches Engagement für eine offene, vielfältige und menschenrechtsorientierte Gesellschaft zu stärken. Gefördert werden daher Projekte und Aktivitäten, die

  • dazu beitragen, dass sich insbesondere junge Menschen für Menschenrechte und Demokratie und gegen Rassismus und Ausgrenzung einsetzen,
  • Hürden abbauen sich zu beteiligen oder zu engagieren,
  • demokratische Haltungen sichtbar machen und stärken
  • solidarisches Handeln fördern und/oder sichtbar machen,
  • die antisemitischen, rassistischen und anderen menschenfeindlichen Äußerungen oder Aktivitäten etwas entgegensetzen
  • Diskriminierungserfahrungen, Bedrohungen und/oder Angriffe sichtbar machen und/oder den Umgang mit solchen Erfahrungen thematisieren.

Anträge können bis zum 31.07.2020 10 Uhr (Eingang postalisch beim LDZ) im Rahmen eines vereinfachten Verfahrens gestellt werden.


09.06.2020

Bericht: Politische Bildung in Polizei und Bundeswehr: Der Umgang mit Rassismus und Rechtsextremismus

Polizei und Bundeswehr haben die Aufgabe, die Grundrechte und die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu schützen. Allerdings wird immer wieder über rassistische und rechtsextreme Vorfälle in beiden Institutionen berichtet. Wie werden Grundprinzipen der Menschenrechte in der Ausbildung von Soldat*innen und Polizist*innen vermittelt? Und wie können Lehrende aus der politischen Bildungsarbeit rechtsextreme und rassistische Positionen kritisch aufgreifen?

 


08.06.2020

Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. (IDA)

Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. (IDA) wurde 1990 auf Initiative von demokratischen Jugendverbänden in der Bundesrepublik Deutschland gegründet. Es fungiert als Dienstleistungszentrum, das in den Themenfeldern Rassismus(kritik), Rechtsextremismus, Antisemitismus, rassismuskritische oder interkulturelle Öffnung, Diversität, Diskriminierungskritik und Migrationsgesellschaft informiert, dokumentiert, berät und qualifiziert.

IDA ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Vorstand sich aus Vertreter*innen der Mitgliedsverbände zusammensetzt. Seit 1994 ist IDA das Landesprojekt IDA-NRW (Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen) angegliedert, das sich als Motor und Unterstützer der Jugendverbände und Multiplikator*innen der Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen versteht.


05.06.2020

Studie: Integration von Geflüchteten in ländlichen Räumen

Das Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) untersucht im Forschungsbericht 36, wie die Integration von Geflüchteten auch in ländlichen Räumen gelingen kann. Welche besonderen Bedingungen sind dort zu finden, die diese begünstigen können, z.B. preiswerter Wohnraum und engere soziale Kontakte? Welche Herausforderungen zeigen sich aber auch, beispielsweise der Bus, der nur einmal am Tag in die nächstgelegene Stadt fährt?


05.06.2020

Bericht: Living in a box - Psychosoziale Folgen des Lebens in Sammelunterkünften für geflüchtete Kinder

Räumliche Enge, fehlende Privatsphäre und regelmäßige Abschiebungen: Die Lebensbedingungen in Sammelunterkünften schaden der psychosozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen so die Autorinnen der Studie. Angst und bedrohliche Situationen gehörten in großen Massenunterkünften zum Alltag. Die Corona-Pandemie habe die Isolation noch weiter verschärft.


04.06.2020

Online-Schulung: Basis-Seminar Asylrecht

In dieser Online-Schulung des Flüchtlingsrats NRW wird ein Grundverständnis der rechtlichen Situation, in der sich Flüchtlinge während und nach dem Asylverfahren befinden, vermittelt. Es besteht die Gelegenheit für Fragen und Austausch.

16.06.2020 - 16.06.2020 in Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


04.06.2020

Dokumentations- und Beratungsstelle für antisemitische Vorfälle in Hannover

Die Dokumentations- und Beratungsstelle für antisemitische Vorfälle in Hannover ist eine von der Landeshauptstadt Hannover geförderte Einrichtung an der Hochschule Hannover, mit der dem sich verstärkt zeigenden Antisemitismus auch in Hannover entgegengewirkt werden soll. Die Dokumentations- und Beratungsstelle hat im Wesentlichen zwei Hauptaufgaben: Das Monitoring antisemitischer Vorfälle sowie die wissenschaftliche Entwicklung von Handlungskonzepten zur Präventions- und Bildungsarbeit gegen Antisemitismus.
Dies schließt die genaue Dokumentation und wissenschaftliche Analyse ebenso ein wie die regelmäßige Berichterstattung über die Entwicklung des Antisemitismus in Hannover. Hierbei wird eine enge Zusammenarbeit mit jüdischen und nicht-jüdischen Organisationen angestrebt.
 
Darauf aufbauend wird sich die Dokumentations- und Beratungsstelle der Aufklärung über Antisemitismus in allen seinen Formen und der Prävention widmen. Dies umfasst auch die Evaluation und konzeptionelle Weiterentwicklung von Handlungskonzepten zur Präventions- und Bildungsarbeit gegen Antisemitismus. Insbesondere wird es darauf ankommen, die Sensibilität für Antisemitismus im Austausch mit den Behörden und Ämtern der Stadt Hannover, der Schulen und der Polizei und den Strafverfolgungsbehörden zu stärken und Bildungsangebote zum Umgang mit Antisemitismus zu vermitteln.
Unser Ziel ist es, die Erfahrungen und Wahrnehmungen von Betroffenen von Antisemitismus in Hannover sichtbar zu machen. Aus diesem Grund werden Fälle von Belästigungen bis hin zu strafrechtlich relevanten Tatbeständen registriert. Der Vertrauensschutz steht hierbei immer an erster Stelle. Dies bedeutet, dass die Betroffenen entscheiden, wie mit den gesammelten Informationen verfahren wird. Eine Vermittlung an verschiedene kompetente Beratungsangebote ist zudem möglich.

03.06.2020

Big Data zur COVID-19 Prävention – sinnvoll oder problematisch?

In Zeiten einer Pandemie sind Daten essenziell. Ihre Verwendung macht es möglich, komplexe Zusammenhänge zu verstehen, sie zu kontrollieren und sich auf Ereignisse in der Zukunft vorzubereiten. Allerdings hat die Sammlung, Auswertung und Speicherung großer Datenmengen auch ihren Preis. Zunächst werden individuelle und kollektive Autonomie stark eingeschränkt. Längerfristig stellt sich die Frage nach Schutzmechanismen, welche den Missbrauch jener Systeme und Apps verhindern, die gegenwärtig hastig entwickelt und implementiert werden. Ist die Verwendung von „Big Data“ zur COVID-19 Prävention vor diesem Hintergrund sinnvoll? Wie kann diese gelingen?

Referenten: Dr. Oskar J. Gstrein und Dr. Sebastian J. Golla.
09.06.2020 Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


02.06.2020

Webinar: Kinderhandel und Ausbeutung im Migrations- und Asylkontext

Menschenhandel, auch mit Kindern, spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle im Migrations- und Asylkontext. Kinder und Jugendliche, die von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung betroffen sind, geben sich aus verschiedenen Gründen selten von sich aus als Betroffene zu erkennen. Das Webinar vermittelt grundlegendes Wissen zu Handel mit Kindern und den Betroffenen. Sie lernen, welche Anzeichen es für Handel mit und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen gibt und wie Sie Betroffene erkennen können. Außerdem werden spezielle Phänomene des Menschenhandels und besondere Vulnerabilitäten im Migrations- und Asylkontext sowie die aufenthalts- und asylrechtliche Relevanz von Menschenhandel beleuchtet.

26.06.2020 - Online
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


01.06.2020

Disproportionate impact of COVID-19 on racial and ethnic minorities

Die Corona-Pandemie trifft ethnische Minderheiten laut den Vereinten Nationen stärker als Angehörige der Mehrheitsgesellschaft. Darin zeigten sich alarmierende Ungleichheiten in einigen Gesellschaften

Rising disparities in how COVID-19 is affecting communities, and the major disproportionate impact it is having on racial and ethnic minorities, including people of African descent, have exposed alarming inequalities within our societies, UN High Commissioner for Human Rights Michelle Bachelet said Tuesday. She noted that similar inequalities are also fuelling the widespread protests affecting hundreds of cities across the United States.


29.05.2020

Online-Event: Mental Health & Corona

The exceptional situation, which has been going on for several weeks now, challenges parents in a new way. Especially domestic quarantine, closed schools & daycare centers cause massive psychological pressure. Other factors such as racism increase this burden.

The psychologist Felicia Lazaridou will introduce the topic through an input. Afterwards there will be the possibility to ask the speaker questions, exchange experiences and discuss possible ideas to minimize this pressure and find a good way to deal with it.

The event is aimed at people who experience racism (BIPoC = Black, Indigenous & People of Color).

Further information:

 


28.05.2020

Studie: Islamfeindlichkeit im Jugendalter

Welche Rolle spielen islamfeindliche Diskurse bei der Meinungsbildung von Jugendlichen? Und welche biographischen und sozialen Faktoren beeinflussen ihre Einstellungen gegenüber Muslim*innen? Diese Fragen haben die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor und die Bildungswissenschaftlerinnen Nicolle Pfaff und Aylin Karabulut in einer Interviewstudie untersucht.


28.05.2020

Bericht: Überblick über die aktuelle Lage in der "Sicheren Herkunftsstaaten" des Westbalkans

Der Bericht beschreibt - als Reaktion auf den im Dezember veröffentlichten Bericht der Bundesregierung zu den "Sicheren Herkunftsstaaten" - minutiös die problematische Menschenrechtslage in den Balkanstaaten und setzt dabei einen besonderen Fokus auf die Lage der Rom*nija.


27.05.2020

Bericht: Die Duldung für „Personen mit ungeklärter Identität“ – Erläuterungen für die Beratungspraxis zu den Anwendungshinweisen des BMI zu § 60b AufenthG

In der Publikation finden Sie einige Hinweise zu ausgewählten Aspekten der Anwendungshinweise, die für die Beratungspraxis von besonderer Bedeutung sind. Darüber hinaus sollten die vollständigen Anwendungshinweise des BMI sorgfältig gelesen und im Einzelfall herangezogen werden.

"Auch wenn die Anwendungshinweise für sich gesehen nicht rechtlich verbindlich sind, werden sie in der Praxis absehbar eine große Rolle spielen. Kirsten Eichler von der GGUA hat aus diesem Grund Erläuterungen für die Beratungspraxis verfasst, die auf die aus unserer Sicht wichtigsten Aspekte der Anwendungshinweise eingehen.
Weitere wertvolle Hinweise zu Literatur und Rechtsprechung zu Fragen der Mitwirkungspflichten, Hinweispflichten und der Kausalität von selbstverschuldeten Abschiebungshindernissen können Sie der Rechtsprechungsübersicht von Lea Rosenberg vom Landesverband Hessen entnehmen."


27.05.2020

Fqri Ms Kulu

Das Projekt will eritreische Flüchtlinge darin stärken und unterstützen, sämtliche Behördengänge selbstständig durchzuführen. Hierfür übersetzen und erklären sie sämtliche Behördenformulare auf Tigrinya und zeigen diese Schritt für Schritt in ihren Videos. Ziel ist es dabei Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
Youtube-Kanal:


26.05.2020

Weiterbildung: Teilhabe durch Leadership - Migrant*innen als Führungskräfte in Politik und Zivilgesellschaft

Die Online-Weiterbildung startet am *15. Juni* und richtet sich an Migrant*innen, die bereits ehrenamtlich in Politik und Zivilgesellschaft tätig sind und daran interessiert sind, sich z.B. auf Ratsmandate, Vorstandstätigkeiten und andere ehrenamtlich leitende Funktionen zu bewerben.  
In der Weiterbildung erweitern die Teilnehmer*innen ihre Schlüsselkompetenzen für Leadershipaufgaben in Politik und Zivilgesellschaft. In sechs Workshops mit hervorragend qualifizierten Referent*innen bekommen die Teilnehmer*innen Impulse, wie sie ihre Position innerhalb der eigenen Organisation verändern können. Alle Workshops haben einen ausgeprägten Praxisbezug und bieten die Möglichkeit, eigene Fragestellungen und Fallbeispiele einzubringen. Ein begleitendes Coaching ermöglicht es allen Teilnehmer*innen, individuelle Fragestellungen zu bearbeiten.

15.06.2020 - 22.07.2020
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


25.05.2020

Dokumentation: Möglichkeiten der Jugendberufshilfe

Was ist, wenn die Hilfe für junge Volljährige endet, jungen Geflüchteten aber der Übergang in ein selbstständigen Leben noch nicht möglich ist? Was ist, wenn sie noch die allgemeinbildende Schule besuchen oder eine Ausbildung machen und weiter auch sozialpädagogische Unterstützung und Unterkunft benötigen? Dokumentation des zugehörigen Webinars.


22.05.2020

Mediathek der BAG RelEx

Im Rahmen ihrer Arbeit veranstaltet die BAG RelEx seit Herbst 2018 regelmäßig Webinare zu aktuellen Themen des Arbeitsbereichs religiös begründeter Extremismus. Aufgrund der hohen Nachfrage haben sie sich dazu entschieden, die Webinare in einer Mediathek einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Die bisherigen Webinare sind online in der Mediathek zu finden:


21.05.2020

Arbeitshilfe: Wir geht nur gemeinsam. Junge Geflüchtete in den Angeboten der Jugendarbeit

Die Servicestelle junge Geflüchtete des Instituts für Sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH hat mit Förderung der Stiftung Ravensburger Verlag eine Arbeitshilfe für die Praxis erarbeitet. Die Publikation schlägt eine Brücke zwischen Forschung und Praxis und gibt Hinweise für eine flucht- und migrationssensible Jugendarbeit in Städten und Gemeinden.
Die Kinder- und Jugendarbeit von Kommunen, Kirchen und Verbänden kann von zentraler Bedeutung für junge Menschen mit einer Fluchtgeschichte beim Übergang in ein eigenständiges Leben sein. Ungefähr ein Drittel der Besucher(innen) von Jugendtreffs und anderen Angeboten in Städten sind Geflüchtete im Alter zwischen 15 und 27 Jahren, die unbegleitet oder mit ihrer Familie nach Deutschland kamen. Dies ist eine besondere Herausforderung für die Fachkräfte.


21.05.2020

Webinar: Schutz mit Verfallsdatum? Widerruf, Aufenthaltssicherung und Passbeschaffungspflichten

Schutz mit Verfallsdatum? Das Webinar informiert über Handlungsoptionen bei Widerrufsverfahren sowie über Identitätsklärung und Passbeschaffungspflichten bei Aufenthalts- und Niederlassungserlaubnissen. Aus aktuellem Anlass werden zudem bundesweit geltende Regelungen zum Asyl- und Aufenthaltsrechz in Zeiten des Corona-Virus kurz dargestellt.

27.05.2020 -  Online
Alle Informationen sowie zur Anmeldung:


20.05.2020

COVID-19 & Immigration Detention: What can Governments and Other Stakeholders Do

Yesterday, the United Nations Network on Migration released urgently needed practical recommendations with guidance for States and stakeholders on preventing and responding to COVID-19 in the context of immigration detention. By focusing on the development of non-custodial alternatives based in the community, the brief highlights steps that several governments have already taken to swiftly release migrants from detention and to provide access to healthcare, housing and other services regardless of migration status. The Network looks forward to feedback from all partners and to updating these recommendations on an ongoing basis.

The Network’s Working Group on Alternatives to Detention – co-led by UNICEF, UNHCR and the International Detention Coalition – has developed this guidance in partnership amongst UN agencies and civil society. The recommendations have been informed by the broad and diverse experience of Working Group members, including UN agencies, civil society organizations and networks, young people, local governments and technical experts working on immigration detention and alternatives all over the globe.


19.05.2020

Europa, Corona und die Menschenrechte - Die Bedeutung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) für den Flüchtlingsschutz

Das diesjährige Symposium findet digital statt und steht im Zeichen dreier Ereignisse:
Die Europäische Menschenrechtskonvention wird 70 Jahre alt und steht erheblich unter Druck. Sie ist im Flüchtlingsschutz, aber auch für Demokratie und Minderheitenrechte in ganz Europa unverzichtbar, was es umfassend zu würdigen gilt. Dabei werden auch die derzeitigen Herausforderungen in Umsetzung der Urteile und Reformbestrebungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte beleuchtet.

Weiterhin steht die deutsche EU-Ratspräsidentschaft kurz bevor: Im finnischen Tampere fiel der „Startschuss" für eine gemeinsame europäische Asylpolitik. Heute, mehr als 20 Jahre später, wird Deutschland ab Juni 2020 zum 13. Mal die EU-Ratspräsidentschaft innehaben. Die Erwartungen sind hoch, eine Einigung beim angekündigten Asyl- und Migrationspakt der Kommission zu erzielen. Die Mitgliedstaaten können sich bisher nicht auf eine Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems verständigen. Die Bundesregierung steht daher vor der großen Aufgabe und Chance, den Geist von Tampere wieder zu beleben.

Hinzu kommt die Corona-Pandemie, in der es auch im Flüchtlingsschutz eminent wichtig ist, ob und wie lange etwaige Einschränkungen verhältnismäßig sind. Die Rechte der besonders Verwundbaren müssen hierbei vor allem berücksichtigt werden – beim Umgang mit Fristen bis zur zivilen Seenotrettung.

Beim diesjährigen Symposium wird durch die neue Partnerschaft mit Brot für die Welt und Misereor außerdem ein weiterer Schwerpunkt bei den Auswirkungen der Migrationskontrolle auf die Entwicklungszusammenarbeit liegen.

Das Symposium bietet Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung, Justiz, Anwaltschaft, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen, Menschen mit Fluchtgeschichte und freiwillig Engagierten ein Forum für intensiven Austausch. Wie in den Vorjahren werden die Diskussionen im Plenum durch Arbeitsforen zu aktuellen Brennpunkten des Flüchtlingsschutzes ergänzt.

22.06.2020 - 23.06.2020 . Online
Alle Informationen sowie zur Anmeldung:


19.05.2020

Migration, Religion, Gender und Bildung - Beiträge zu einem erweiterten Verständnis von Intersektionalität

Wie wirkt sich Migration auf Bildungsperspektiven aus? Welche Rolle spielen dabei Geschlecht und Religion? Das sind einige der Fragen, denen sich Wissenschaftler*innen im neuen Sammelband „Migration, Religion, Gender und Bildung. Beiträge zu einem erweiterten Verständnis von Intersektionalität“ widmen. Herausgeber*innen sind die Politik- und Erziehungswissenschaftlerin Meltem Kulaçatan und der Erziehungswissenschaftler Harry Harun Behr von der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Der Sammelband geht aus einer Jahrestagung des „Rat für Migration“ (RfM) hervor.


18.05.2020

Neuerscheinung: Flüchtlingsaufnahme kontrovers

Das Sozialwissenschaftliche Institut der EKD (SI) freut sich über das Erscheinen von „Flüchtlingsaufnahme kontrovers“ im Nomos Verlag. Die Neuerscheinung beschäftige sich mit Motiven und Zielen von Engagierten im Rahmen der Flüchtlingsthematik und stelle damit einen wichtigen Beitrag für die Engagementforschung dar.

Das Buch ist der erste von insgesamt zwei Bänden zu dem Forschungsprojekt „Zivilgesellschaftliches Engagement“. Das bis 2021 angesetzte Projekt wird finanziert vom Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD (SI). Die empirische Forschung für den ersten Band erfolgte bis 2019 durch das Projektteam der Hochschule Osnabrück. Im Fokus des Forschungsprojekts steht die Frage, was Menschen in Deutschland dazu bewegt, sich im Rahmen der Flüchtlingsthematik zu engagieren.


15.05.2020

Bericht: Phänomenübergreifende Jugendkulturarbeit in der Radikalisierungsprävention

Rappen, Tanzen, Parkours, Skateboarden – Der Verein cultures interactive arbeitet seit vielen Jahren mit Methoden jugendkultureller politischer Bildung. Im Modellprojekt PHÄNO_Cultures werden im Rahmen dieser Arbeit nun auch phänomenübergreifend Radikalisierungstendenzen mit in den Blick genommen und Formen von Diskriminierung thematisiert.

Der komplette Beitrag:


14.05.2020

Arbeitshilfe zu § 25b Aufenthaltsgesetz

Das Projekt Wege ins Bleiberecht beschäftigt sich mit den rechtlichen Perspektiven zur Erlangung einer Aufenthaltserlaubnis bei Langzeitgeduldeten. Eine wichtige gesetzliche Regelung in diesem Zusammenhang ist der §25b Aufenthalsgesetz, welcher eine Aufenthaltserlaubnis bei nachhaltiger Integration vorsieht. Wann dies per Gesetzeslage vorliegt, wird in der Arbeitshilfe ausführlich dargestellt.


13.05.2020

Handbuch Extremismusprävention

In Kürze erscheint das Handbuch Extremismusprävention, welches Beiträge von Expertinnen und Experten aus dem Bereich Forschung und Praxis in sich versammelt. In sieben aufeinander aufbauenden Kapiteln wird das weite Feld der unterschiedlichen Arbeitsbereiche der Präventionspraxis auf der Grundlage des aktuellen Wissens- und Erfahrungsstandes für ein breites Publikum verständlich und nachvollziehbar ausgeleuchtet.


13.05.2020

Mehrsprachige, telefonische Beratungsgespräche des NTFN e.V.

Das NTFN (Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen) bietet telefonische psychologische und psychosoziale Beratungsgespräche auf Arabisch/عربي, Farsi/فارسی, Französisch/Français, Kurdisch/Kurdî, Russisch/русский, Spanisch/Español sowie Deutsch und Englisch, an. Neben der telefonischen Beratung können Gespräche nun auch per Video geführt werden, im Einzelfall auch persönlich.


12.05.2020

#OnlineVortrag: Islamophobie in Europa

Der habilitierte Politikwissenschaftler Farid Hafez spricht in seinem Online-Vortrag, der aufgrund der Coronakrise nicht wie eigentlich vorgesehen in der Stadtbibliothek vor Publikum und im Rahmen von "HEIMAT – Internationale Wochen gegen Rassismus" gehalten werden konnte, nun per Video über Islamophobie bzw. anti-muslimischen Rassismus in Europa: Wo sind seine Ursachen zu suchen? Was meinen wir genau, wenn wir in diesem Zusammenhang über Rassismus sprechen? Welche Zusammenhänge bestehen mit uns scheinbar vertrauteren Formen des Rassismus wie dem Antisemitismus? Farid Hafez diskutiert verschiedene Antworten, die auf diese Fragen gegeben werden.

Der Vortrag steht auf YouTube zur Verfügung.


11.05.2020

Webinar: Männlich, verletzlich, unersetzlich? Männlichkeiten* in der postmigrantischen Gesellschaft

Während sich in den vergangenen Jahren der Fokus der Unterstützungsarbeit verstärkt auf geflüchtete Frauen* gerichtet hat, wird in letzter Zeit die Frage präsenter, wie geschlechtersensibel und zugewandt mit geflüchteten Männern* gearbeitet werden kann. Wie kann dabei ein offener und nachhaltiger Dialog über Männlichkeits*-Thematiken mit geflüchteten Männern* gestaltet werden? Das Webinar bietet einen ersten Einblick in das Themenfeld der gendersensiblen Männerarbeit* und legt dabei einen besonderen Fokus auf die Lebenswirklichkeiten zugewanderter Männer*.

28.05.2020 13:30 – 16:00 Uhr
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


08.05.2020

Studie: IAB-KURZBERICHT: Viele Hochqualifizierte, aber auch viele Ungelernte

„Die Qualifikationsstruktur der Neueingewanderten ist polarisiert“, stellt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer kürzlich veröffentlichten Studie fest. Einem hohen Akademikeranteil steht ein hoher Anteil von Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung gegenüber. Mit dem Anstieg der Migration seit 2010 ist der Anteil der Akademiker unter den Neueingewanderten gesunken und der Anteil der Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung gestiegen. Der Akademikeranteil ist aber immer noch deutlich höher als in der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund.


07.05.2020

Programm "Integration durch Sport" trotzt Corona

Virtuelles Kinder-Zumba, Online-Basketballtraining und Gymnastikübungen zum Nachmachen – die am BAMF-geförderten Programm "Integration durch Sport" (IdS) beteiligten Vereine lassen sich einiges einfallen, damit Sportlerinnen und Sportler durch die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie nicht in die Zwangspause müssen. Bundesweit stellen Vereine und Verbände teils mehrsprachige Sportvideos ins Netz, bieten Trainingseinheiten via Video-Chat an oder motivieren ihre Mitglieder in Grußbotschaften.


06.05.2020

Podcast: Halbe Katoffl

Der Halbe Katoffl Podcast ist eine Gesprächsreihe mit Deutschen, die nicht-deutsche Wurzeln haben. Die Halben Katoffln sprechen über ihre Erfahrungen, ihre Storys, ihr Leben. Wie es ist, zwischen den Stühlen zu sitzen, aber auch, wie sie davon profitieren, in verschiedenen Kulturen beheimatet zu sein.


06.05.2020

Faires Kämpfen für Toleranz und Integration - online

Das Team Faires Kämpfen für Toleranz und Integration hat kleine Videoclips entworfen, mit denen Eltern ud ihre Kinder in den eigenen vier Wänden spielerisch ihre Kräfte messen können. Die Videos sind in mehreren Sprachen vorhanden.


06.05.2020

Interkulturelle Kompetenzen und Interreligiöser Dialog

 

Nicht erst seit den heftigen Diskussionen und politischen Ereignissen der letzten Zeit ist es im Bewusstsein: Das friedliche Miteinander der Kulturen und Religionen ist eine der gesellschaftspolitischen Schlüsselfragen, die auch den Alltag jedes Einzelnen von uns betrifft. Ob in Behörden, beim Sozialen Dienst, im Schul- oder Sprach-Unterricht, im Krankenhaus oder im (multinationalen) Wirtschafts-Unternehmen - der Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Jedoch reichen guter Wille und Toleranz für das Verständnis eigener und fremder kultureller Eigenheiten oft nicht aus: Gefragt ist vielmehr „interkulturelle Kompetenz“, eine Kombination aus sozialen Fertigkeiten und einschlägigem Fachwissen sowie der achtsame interreligiöse Dialog.

In dieser Intensivwoche wollen wir über unseren interkulturellen Umgang in der Praxis reflektieren und entscheidende Grundlagen zum erfolgreichen Handeln zwischen den Kulturen schaffen. Die Wahrnehmung eigener und fremder Kultur wird uns genauso beschäftigen wie die Frage des angemessenen interreligiösen Miteinanders. Auch für das erfolgreiche Agieren zwischen den Kulturen im eigenen Handlungsfeld vermitteln diese Seminar-Tage Einblicke. Gemeinsam erarbeiten wir uns Wissen für bessere multinationale Kommunikation und unser Agieren zwischen den Religionen und Kulturen.

08.06.2020 - 12.06.2020 in Am Listholze 31, Hannover
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:

 


05.05.2020

Gemeinsam gestalten: Migration aus Afrika nach Europa - Jahresgutachten 2020

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) hat sein Jahresgutachten 2020 veröffentlicht. Es beleuchtet die Bedingungen und Folgen der Migration innerhalb und aus Afrika. Welche Konsequenzen ergeben sich aus diesen Wanderungsbewegungen für die deutsche und europäische Politik?


04.05.2020

Webinar: Ausbildung, Beschäftigung und Mitwirkungspflichten von Geflüchteten in Zeiten von Corona - Alles, was man in der Flüchtlingsberatung jetzt wissen muss

Die Corona-Pandemie trifft Flüchtlinge besonders hart: Gerade noch konfrontiert mit den umfangreichen Neuregelungen des Migrationspakets 2019 in den Bereichen Ausbildung, Beschäftigung und Mitwirkungspflichten, bedeuten die bundesweiten Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie weitere besondere Herausforderungen für Flüchtlinge und ihre Berater_innen: Die Schutzmaßnahmen bedeuten in der Praxis oft, das Geflüchtete kaum noch effektiven Zugang zu einer Verfahrensberatung vor Ort haben können, da Beratungsstellen entweder geschlossen haben oder nur noch aus dem Home-Office heraus arbeiten. Im Tages- und Wochenrhythmus werden gleichzeitig asyl- und aufenthaltsrechtliche Regelungen des Bundes und der Länder durch Verordnungen, Verfahrenshinweise oder Rundbriefe veröffentlicht. In diesem Webinar soll „Kassensturz“ gemacht werden: Wo stehen wir heute? Welche asyl-, aufenthalts- und sozialrechtlichen Sonderregelungen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie gibt es derzeit und was bedeuten sie für die Flüchtlingsberatung in der Praxis? Welche erste Rechtsprechung gibt es, die ggf. herangezogen werden kann? Rechtsanwalt Jens Dieckmann aus Bonn, u.a. Mitglied der Rechtsberaterkonferenz der freien Wohlfahrtsverbände und des UNHCR in Flüchtlingsfragen, wird in diesem Webinar Antworten auf diese Fragen geben und für Fragen der Teilnehmenden zur Verfügung stehen. Die Teilnehmer_innen erhalten zudem ein das Webinar begleitendes Skript.

06.05.2020
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


04.05.2020

Arbeitshilfe: Unterstützungsarbeit mit Geflüchteten in Zeiten der Corona-Pandemie 2020

Mit der vorliegenden Arbeitshilfe möchte der Paritätische Gesamtverband dazu ermutigen, aus der aktuellen Situation heraus ggf. neue Wege zu gehen, Zugänge zu Informationen für Geflüchtete aufrecht zu erhalten bzw. zu erleichtern sowie alternative Kommunikationsstrukturen und digitale Formate auszuprobieren, um die bisherige Unterstützungsarbeit sowie neue Projektideen weiterhin umsetzen zu können.