Aktuelles

Informieren Sie sich über die aktuellen Neuigkeiten und Aktivitäten aus den Bereichen Integration & Prävention

06.11.2019

Studie: Ein funktionierendes Asylverfahrenssystem schafft Vertrauen: Was Deutschland von der Schweiz für die Lösung der Qualitätsprobleme beim Asyl lernen kann

Der Bearbeitungsstau bei den Asylverfahren hat sich inzwischen vom BAMF zu den Verwaltungsgerichten verlagert. Sie heben einen großen Teil der Asylentscheidungen auf und legen gravierende Qualitätsprobleme beim BAMF offen. Diese Probleme zeigen sich auch in extremen Unterschieden bei den Entscheidungen zwischen den BAMF-Organisationseinheiten und in der Verweigerung realistischer Fehleranalysen. Die Folgen dieser gravierenden Defizite sind Verzögerungen bei der Integration und Vertrauensverlust bei den freiwilligen Helferinnen Helfern und bei der Bevölkerung. Es entsteht der Eindruck von Staatsversagen.

Es liegt nahe, nach besserer Praxis in Nachbarländern zu suchen. In der Schweiz werden Asylentscheidungen inzwischen zügig und qualitätsvoll organisiert, auf Grund einer langfristigen Planung mit breiter Beteiligung aller Staatsebenen, effektiver Verwaltungsorganisation, präzisem Zeitmanagement, Rechtsberatung durch alle Phasen des Verfahrens und offener Kommunikation. Das vorliegende Strategiepapier richtet daher seinen Blick in die Schweiz und zeigt auf, was Deutschland von ihr für die Lösung der Qualitätsprobleme beim Asyl lernen kann.


05.11.2019

Forum Migration: Aktueller Extremismus - Gefahren für unsere Gesellschaft

Diskussionen über den Zustand unserer Gesellschaft werden – ob in den sozialen Medien oder im unmittelbaren Zusammentreffen – zunehmend polarisierend und polemisch geführt. Dies führt zu einer Verrohung des politischen Diskurses. Oft ist es auch Wasser auf die Mühlen extremistischer und zum Teil gewaltbereiter Kräfte. Die Ermordung des Regierungspräsidenten Walter Lübcke aus Kassel – ein großer Freund der Otto Benecke Stiftung e.V. – durch einen rechtsextremistischen Täter stellt eine dramatische Zäsur dar. Der gottlob gescheiterte Mordanschlag auf jüdische Mitbürger in der Synagoge zu Halle (Saale) mit zwei Todesopfern im benachbarten Umfeld verweist erneut auf die Brisanz der aktuell extremistischen Tendenzen in Deutschland. 

Rechtsextremismus und religiös bedingter Extremismus sind zwar unterschiedliche Phänomene, weisen allerdings in ihren aggressiven Verhaltensweisen und Aktivitäten Parallelen auf. Gemeinsam ist ihnen die Verachtung und Ablehnung der Demokratie, der Pluralität und der Gleichheit und Gleichberechtigung aller in unserer Gesellschaft lebenden Menschen. Unsere Werte und vor allem rechtsstaatliche Grundsätze als Fundament unserer freiheitlich demokratischen Gesellschaftsordnung werden von ihnen bekämpft.

Die Hintergründe dieser Entwicklungen möchten wir im 1. Teil unseres Forums vorrangig wissenschaftlich beleuchten.
Im 2. Teil befassen wir uns mit den Möglichkeiten präventiver Maßnahmen sowie den gesellschaftlichen Anforderungen zur Bekämpfung des Extremismus.

05.12.2019 -  Stadthalle Bad Godesberg, Bonn Koblenzer Str. 80, 53177 Bonn
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung


04.11.2019

Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie Stuttgart

Die Förderperiode der Partnerschaft für Demokratie Stuttgart 2017-2019 geht zu Ende!

Die durch die Stadt Stuttgart (Abteilung Integrationspolitik) und den Stadtjugendring Stuttgart e.V. ins Leben gerufene Partnerschaft für Demokratie ist ein langfristig angelegtes Kooperations- und Unterstützungsnetzwerk, das seit August 2017 als starkes Bündnis aus Akteur*innen der Stadtgesellschaft ein sichtbares Zeichen für eine starke Demokratie und gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in unserer Stadt setzt. Es ist in Aussicht, dass die Partnerschaft für Demokratie Stuttgart in der neuen Förderperiode 2020-2024 fortgesetzt werden soll.

In den Jahren 2017-2019 war es uns möglich, über unseren Aktionsfonds mehr als 25 sowie über den Jugendfonds mehr als 16 Projekte und Veranstaltungen zu unterstützen. Wir konnten ein Netzwerk von 30 aktiven Partner*innen etablieren und zweimal im Jahr Demokratiekonferenzen veranstalten. Ein besonderes Schlüsselelement der Partnerschaft für Demokratie sind die Aktionswochen HEIMAT – Internationale Wochen gegen Rassismus Stuttgart, die jährlich im März stattfinden, und an denen viele Netzwerkpartner*innen beteiligt sind.

22.11.2019 - Jägerstr. 14, Stuttgart, 70174
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


01.11.2019

Bericht: Fachkräftezuwanderung aus Drittstaaten nach Deutschland 2018

Wie viele Fachkräfte sind 2018 aus dem außereuropäischen Ausland nach Deutschland gezogen? Woher kommen sie und wie viele wandern wieder ab? Ein von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichtes Infopapier zeigt: Die Zuwanderung von Fachkräften aus dem außereuropäischen Ausland ist 2018 – wie in den Jahren zuvor – leicht gestiegen.

Die Zuwanderung von Fachkräften aus dem außereuropäischen Ausland nimmt leicht zu. Sie ist aber weiterhin relativ niedrig, auch weil jedes Jahr einige Fachkräfte wieder abwandern. Das Verhältnis von außer- und innereuropäischer Zuwanderung nähert sich dem Stand vor der hohen Fluchtzuwanderung der Jahre 2015 und 2016 an.


31.10.2019

Arbeitshilfe: "Soziale Rechte für Geflüchtete - Das Asylbewerberleistungsgesetz"

Im Sommer diesen Jahres sind im Rahmen des so genannten "Migrationspaketes" zahlreiche Gesetze im Bereich des Asyl- und Aufenthaltsrechts in Kraft getreten. Zu diesen gehören auch umfangreiche Änderungen des Asylbewerberleistungsgesetzes.

Die Arbeitshilfe des Paritätischen gibt einen Überblick über die aktuellen Änderungen.


30.10.2019

Studie: INTERNAL DISPLACEMENT FROM JANUARY TO JUNE 2019

Sieben Millionen Menschen weltweit sind im ersten Halbjahr 2019 vor Naturkatastrophen geflüchtet. Wie das Beobachtungszentrum für Binnenflüchtlinge mitteilt, ist das ein historischer Höchststand.

Rund sieben Millionen Menschen sind laut einer Studie in den ersten sechs Monaten 2019 innerhalb ihres Landes vor extremen Wettersituationen und Naturkatastrophen geflohen. Das sei ein historischer Höchststand, erklärte eine Sprecherin des Beobachtungszentrums für Binnenflüchtlinge am Freitag in Genf dem „Evangelischen Pressedienst“.

In einem Bericht über Vertreibungen im ersten Halbjahr 2019 nennt das Zentrum den Zyklon „Fani“ in Indien und Bangladesch, den Zyklon „Idai“ im südlichen Afrika und Überschwemmungen im Iran. Viele Wetterextreme wie Stürme, Fluten und Dürren gehen laut Experten des Weltklimarates direkt auf die Erderwärmung zurück.


30.10.2019

Politische Teilhabe im Einwanderungsland Niedersachsen

In einer modernen Einwanderungsgesellschaft ist es allen gesellschaftlichen Gruppen möglich, ihre Sichtweisen in den politischen Diskurs einzubringen und dafür zu sorgen, dass ihre Interessen Berücksichtigung finden. Allerdings finden nicht alle gesellschaftlichen Gruppen gleiches Gehör. Migrantinnen und Migranten, immerhin rund ein Fünftel der Bevölkerung, sind vielmehr auch im Jahr 2019 in politischen Debatten und nicht zuletzt auch in deutschen Parlamenten und Rathäusern politisch unterrepräsentiert.

Folglich drängen sich die Fragen auf, auf welche Hindernisse und Probleme Bürgerinnen und Bürger mit einer Zuwanderungsgeschichte bei der Wahrnehmung ihrer Interessen stoßen?
Welche gesellschaftlichen, politischen und bürokratischen Hürden müssen für eine gleichberechtigte Teilhabe überwunden werden? Und inwiefern setzt mehr politische Teilhabe aller Menschen ein Umdenken in unserer von Vielfalt geprägten Gesellschaft voraus?
Damit dreht sich die Debatte auch um Fragen von Anerkennung und Offenheit gegenüber scheinbar neuen (politischen) Ausdrucksformen und deren Wirkungsmacht. Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen dieser Podiumsdiskussion kontrovers diskutiert werden.

06.11.2019 - Haus der Kulturen Braunschweig

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29.10.2019

Studying-in-Germany.org

Studying-in-Germany.org is the largest information portal and the go-to source for international students who want to know more about studying and living in Germany. The portal provides the latest German higher education system changes and education policy updates, as well as a vast amount of informational content, articles, and research about studying in Germany for international students in seven languages.


28.10.2019

Fachaustausch des Deutschen Volkshochschul-Verbands: Präventionsarbeit als Querschnittsaufgabe, aber wie? - Kommunale Partnerschaft stärken

Der zweite DVV-Fachaustausch findet unter Federführung des Projekts „Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ (PGZ) statt. Seit 2018 ist das PGZ-Projekt im Programmbereich „Politische Jugendbildung“ des DVV verankert. Langfristiges Ziel ist die Stärkung der bundesweiten Struktur der Volkshochschulen im Bereich der primären Prävention von demokratiefeindlichen Radikalisierungsprozessen junger Menschen.

Im Fokus des Fachaustauschs stehen kommunale Ansätze im Bereich der Radikalisierungsprävention. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, Einblick in etablierte Projekte und Strukturen kommunal verankerter Präventionsarbeit zu gewinnen, sich über Anknüpfungspunkte und Potentiale im Bereich Radikalisierungsprävention auf kommunaler Ebene auszutauschen und die weitere Vernetzung von Akteuren aus der Radikalisierungsprävention zu befördern. Zielgruppe der Veranstaltung sind interessierte Mitarbeitende der Volkshochschulen, Respekt Coaches sowie Träger und Projekte aus der Radikalisierungsprävention.

20.11.2019 - 21.11.2019 in Erfurt
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25.10.2019

Studie: What asylum and refugee policies do Europeans want? evidence from a cross-national conjoint experiment

Die Europäer wollen Asylsuchende und Flüchtlinge schützen, bevorzugen dabei aber eine Politik, die Grenzen setzt und Bedingungen definiert. Dies ergibt eine Analyse der Einstellungen von 12.000 Bürgern in Europa. Für die Studie wurden 12.000 Bürger in acht EU-Ländern befragt.

Die vollständige Studie steht online zur Verfügung:


24.10.2019

Fachtag: Einstiegsprozesse in den Rechtsextremismus und Islamismus. Gemeinsamkeiten – Unterschiede – Gegenmodelle

Die Bedrohung durch islamistischen Terrorismus ist ebenso ungebrochen wie der Zulauf zur extremistischen salafistischen Szene. Der Rechtsextremismus modernisiert seine Stile und Formen, er bedroht unsere Demokratie nach wie vor.

Trotz unterschiedlicher politischer Kontexte: Freund-Feind-Denken, die Betonung von Ungleichwertigkeit, die Ablehnung von Rechtsstaat und Demokratie, ein vehementer Antisemitismus und Antiamerikanismus sowie der Hang zu Verschwörungstheorien lassen sich als ideologische Grundzüge sowohl beim Islamismus als auch beim Rechtsextremismus ausmachen. Beide Ideologien stellen Gegenentwürfe zu einer offenen und vielfältigen Gesellschaft dar.

Die Veranstaltung „Einstiegsprozesse in den Rechtsextremismus und Islamismus. Gemeinsamkeiten–Unterschiede–Gegenmodelle“ nimmt den Beginn der Lebenswege in extremistischen Szenen in den Blick.

19.11.2019 -  in Gustav-Stresemann-Institut e. V., Langer Grabenweg 68, 53175 Bonn
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24.10.2019

YouTube- und Instagram-Projekt: Say My Name

Sie sind überall und allgegenwärtig: auf der Straße, in Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen, in Nachrichten, Musik und Werbung oder beim Bürgeramt. Namen werden vergeben und selbst gewählt. Sie können an traurige, sogar traumatisierende Erlebnisse erinnern oder für schöne und positive Momente stehen. Meistens begleiten sie Menschen ein Leben lang. Immer haben sie eine Geschichte.

"Say My Name" ist der Titel einer im Auftrag der bpb produzierten Webvideo-Reihe von der Kooperative Berlin. Das Format richtet sich an junge Frauen zwischen 14 und 25 Jahren und setzt sich für wichtige gesellschaftliche Werte wie Vielfalt, Respekt, Emanzipation, Gleichheit sowie Solidarität ein.


23.10.2019

Studie zur Situation von abgeschobenen Afghanen

Eine aktuelle Studie der Sozialwissenschaftlerin Friederike Stahlmann beschäftigt sich mit der Situation von aus Deutschland abgeschobenen Afghanen. Die Studie ergab, dass Gewalt gegen Abgeschobene und ihre Familien aufgrund ihrer Rückkehr nicht nur mit hoher Wahrscheinlichkeit eintritt, sondern auch bereits innerhalb kürzester Zeit nach Ankunft.
Von den 31, die Afghanistan nicht bereits wieder binnen zwei Monaten verlassen haben und erneut auf die Flucht gingen – gaben 90 Prozent an, Gewalterfahrungen gemacht zu haben. Über 50 Prozent berichteten von Gewalterfahrungen, die auch sonst den afghanischen Alltag prägen:  Drei Mal wurden Abgeschobene durch Anschläge so schwer verletzt, dass sie notversorgt werden mussten. Andere berichteten über Festnahmen und Misshandlungen bei Straßenkontrollen der Taliban beim Versuch, von Kabul aus ihre Heimatprovinzen zu erreichen, über Bedrohungen und Zwangsrekrutierungsversuche durch die Taliban. Acht wurden Opfer von bewaffneten Raubüberfällen


22.10.2019

Seminar: Interkulturelle Kommunikation und interkulturelles Konfliktmanagement

Kulturelle Vielfalt erfordert interkulturelle Kompetenzen und eine gelingende Kommunikation im täglichen Zusammenleben. In der Kommunikation zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kann es leichter zu Missverständnissen aufgrund von Unwissenheit, Fehlinterpretationen und Unsicherheiten kommen. Denn wir alle tragen unsere eigene „kulturspezifisch gefärbte Brille“, durch die wir andere Menschen, Gesellschaften, Religionen und im Einzelnen auch Verhaltensweisen betrachten und bewerten. Konflikte, an denen Personen unterschiedlicher kultureller Herkunft beteiligt sind, werden häufig als „interkulturelle Konflikte" wahrgenommen. Doch lassen sich tatsächlich alle Anteile eines Konfliktes aus den verschiedenen kulturellen Prägungen und Identitäten ableiten?

In diesem Seminar lernen Sie verschiedene „Kulturstandards“ und Besonderheiten interkultureller Kommunikationsprozesse kennen. Sie erhalten Impulse für den Umgang mit Missverständnissen in interkulturellen Alltags- und Arbeitssituationen und zudem Unterstützung, „fremdes Verhalten“ besser einzuordnen und zu verstehen. Anhand Ihrer eigenen Beispiele und Praxisfälle werden wir die besonderen „Fallstricke" der Konfliktbearbeitung im interkulturellen Bezugsrahmen ins Visier nehmen.

06.11.2019 - 08.11.2019 -  AKADEMIE ST. JAKOBUSHAUS Reußstr. 4 | 38640 Goslar

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22.10.2019

Zaun im Kopf

Ein aufrüttelndes Theaterstück über Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung – und: Vertrauen

Zaun im Kopf“ macht ein radikales Gedankenexperiment auf: Was wäre, wenn du plötzlich fliehen müsstest? Die jugendlichen Zuschauer*innen identifizieren sich mit den Teenies Lissy und Luca und entwickeln so einen neuen, empathischen Zugang zu den Themen Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Fluchtursachen im Globalen Süden – und für die Notwendigkeit, vertrauensvoll auf Menschen zuzugehen und mutig für Respekt, Freiheit und Menschenwürde einzutreten.
Das intensive Theaterstück wirbelt Vorurteile und scheinbar Vertrautes, Abnickbares durcheinander und macht Platz im Kopf für neue, überraschende Verknüpfungen.

28.10.2019 -  Erichstr. 6, 31785 Hameln

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21.10.2019

Musik statt Straße

Musikunterricht gibt Roma-Kindern aus Bulgarien eine Perspektive

Nach einer Weltkarriere hilft der Gießener Konzertgeiger Georgi Kalaidjiev Roma-Kindern, die in einem bulgarischen Armenviertel leben – wie einst er selbst. Bei einem Besuch in seiner Heimat vor zehn Jahren entwickelten der Musiker und seine Gießener Lebensgefährtin Maria Hauschild die Idee, den Kindern mit Musik zu helfen.


18.10.2019

„Flucht – Trauma – Sucht“ - Was gibt es schon / was braucht es noch in der Versorgung suchterkrankter traumatisierter Geflüchteter in Niedersachsen?

Der Fachtag mit dem Thema “Flucht – Trauma – Sucht” richtet sich an Akteure der Suchthilfe, Flüchtlingshilfe sowie der psychosozialen, psychotherapeutischen und psychiatrischen
Versorgungsstrukturen. Er wird gemeinsam mit der Nds. Landesstelle für Suchtfragen (NLS) und der Region Hannover veranstaltet.

18.12.2019 -  Haus der Region, Raum 602, Hildesheimer Straße 20, 30169 Hannover

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17.10.2019

Fachtagung: Die Organisation des friedlichen Zusammenlebens im Spannungsfeld Migration, Integration und Sicherheit

Das friedliche Zusammenleben einer immer diverser werdenden Gesellschaft zu organisieren und dabei die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen, ist eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Jahre. Kommune und Polizei sind dabei zwei zentrale Akteure, die maßgeblich für die alltägliche Gewährleistung der Sicherheit und des gesellschaftlichen Friedens verantwortlich sind und die Integration verschiedener Kulturen und sich ausdifferenzierender gesellschaftlicher Bedürfnisse leisten und mittragen müssen. 

Die Fachtagung „Die Organisation des friedlichen Zusammenlebens im Spannungsfeld Migration, Integration und Sicherheit“ will zielorientiert ausloten wie Integration und Sicherheit zusammenhängen und wo sie unnötig verknüpft sind. Dabei soll die Rolle von Kommune und Polizei bei Fragen der Integration reflektiert werden und gemeinsam strategisch überlegt werden, wie das friedliche und respektvolle Zusammenleben in Zukunft in Städten und Gemeinden weiter gut gelingen kann und was es dafür in Zukunft braucht.

20.11.2019 - 21.11.2019 in Münster-Hiltrup

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


17.10.2019

Bericht: Kommunalumfrage: Zuwanderung, Wohnen, Nachbarschaft

Um den kommunalen Status quo und den Zusammenhang von Zuwanderung, Wohnen und Nachbarschaft zu ermitteln, hat das Deutsche Institut für Urbanistik eine repräsentative Umfrage in deutschen Kommunalverwaltungen durchgeführt. Ihre Inhalte richten sich auf

  • das Zuwanderungsgeschehen,
  • die Wohnungsmarksituation,
  • die Unterbringungs- und Wohnsituationen von Neuzugewanderten einschließlich geflüchteter Menschen sowie darauf bezogene kommunale Maßnahmen und schließlich
  • das Zusammenleben und die Integration in Nachbarschaften.

16.10.2019

Formulare verstehbar machen

Das Projekt „Formulare verstehbar machen“ unterstützt Geflüchtete und Migrant*innen, wenn Sie einen Antrag bei einem Amt stellen. Ehrenamtliche Übersetzer*innen übersetzen Formulare von den Ämtern in Arabisch, Einfache Sprache, Englisch und andere Sprachen. Sie können die übersetzten Formulare kostenlos von der Website downloaden.


15.10.2019

Initiative: Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V.

Der Verein Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V.- kurz UFU hilft geflüchteten Menschen bei einem erfolgreichen Start in Hannover.
Derzeit leben rund 4.200 Geflüchtete aus über 60 verschiedenen Nationen in der Stadt, untergebracht in den dezentral im Stadtgebiet verteilten Unterkünften oder in privaten Wohnungen. Seit April 2013 bietet der Verein konkrete Hilfen für die Geflüchteten vor Ort und unterstützt die vielen Ehrenamtlichen in den Nachbarschaftskreisen bei ihrer Arbeit.
UFU betreibt aktuell ein Schülernachhilfeprojekt, vermittelt Deutschlern-Pat*innen, organisiert Schwimmkurse für Geflüchtete uvm.


14.10.2019

Information: Integrationskurse für Menschen mit Beeinträchtigungen

Herausfordernd ist die Integration für Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen, zum Beispiel jene mit einer starken Seh- oder Hörschwäche sowie Blinde und Gehörlose. Die Information des "Bundesamt für Migration und Flüchtlinge" gibt einen Überblick über die umfassende Thematik.


11.10.2019

Studie: Islamfeindlichkeit unter jungen Menschen

Das Projekt ‚Islamfeindlichkeit im Jugendalter‘ untersucht, wie sich nicht-muslimische junge Menschen auf den Islam und auf Muslim*innen beziehen. Das Forschungsinteresse ist auf die Frage gerichtet, wie Jugendliche den Islam und Muslim*innen wahrnehmen, sie bewerten und beurteilen.

Die vorliegende Broschüre stellt die Ergebnisse einer explorativen Befragung von rund 500 jungen Menschen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in NRW vor. Darin wird untersucht, welche Dimensionen von Islamfeindlichkeit es auf der Ebene der Einstellungen von Jugendlichen gibt. Vor diesem Hintergrund werden Impulse für Bildungspraxis und Zivilgesellschaft formuliert.


10.10.2019

CAMINO Handreichung: “Selbstevaluation im Projektalltag”

Die Handreichung von CAMINO - Werkstatt für Fortbildung, Praxisbegleitung und Forschung im sozialen Bereich gGmbH bietet Hilfestellung bei der Planung, Umsetzung und Auswertung einer Selbstevaluation unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Partnerschaften für Demokratie. Sie dient außerdem als Arbeitshilfe für unterschiedliche Akteurinnen und Akteure, die ihre eigene Tätigkeit systematisch und datenbasiert in Form einer Selbstevaluation bewerten wollen.


10.10.2019

Über Haltung im Journalismus

Soll man Menschen ertrinken lassen, weil sonst ein „Pull-Faktor“ für Flüchtlinge entsteht? Ist der rechtsextreme Mord an einem Politiker wirklich der richtige Anlass darüber zu reden, wie wütend manche Leute auf Angela Merkels Asylpolitik sind? Die Debatten der letzten Jahre haben es wirklich in sich. Irgendwo ging mittlerweile der Konsens verloren, dass auch Journalist*innen sich dem Grundgesetz und Menschenrechten verpflichtet sehen. Wir finden ihn wieder, versprochen.

Als Neue deutsche Medienmacher*innen liegt uns Qualitätsjournalismus im Blut und ein menschenfreundliches Diskussionsklima am Herzen. Deswegen sprechen wir darüber, wie, wann und warum (aber nicht ob) Journalist*innen Haltung zeigen können. Und danach feiern wir unseren freshen Medienpreis: Die Goldene Kartoffel ist so gefürchtet wie verdient. Wir werden sie auch 2019 sensationell gut begründet verleihen. Don’t miss it!

02.11.2019 -  Südblock & Aquarium, Berlin

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


09.10.2019

Postmigrantische Allianzen - Gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft

Die jüngsten Wahlergebnisse deuten auf ein bedrohliches Erstarken rechtsextremer Kräfte hin - nicht nur in Ostdeutschland. Gleichzeitig verdeckt die Rede vom Rechtsruck, dass sich ein großer Teil der Gesellschaft nach wie vor aktiv für eine plurale und demokratische Gesellschaft ausspricht.
In Bündnissen wie #unteilbar oder #wirsindmehr
organisieren sich Menschen unterschiedlichster Hintergründe und Herkünfte.

Gemeinsam mit

  • Serhat Karakayali (Berliner Institut für empirische Migrations- und Integrationsforschung)
  • Karen Taylor (Each One Teach One)
  • Katja Barthold (Gewerkschafterin aus Jena) und
  • Danilo Starosta (Kulturbüro Sachsen)

wollen wir diskutieren, wie solche Allianzen in unserer Einwanderungsgesellschaft entstehen und wie sie trotz politischer Differenzen Brutstätten für gemeinsame Visionen einer solidarischen Gesellschaft sein können.

28.10.2019 -  Refugio Berlin, Lenaustraße 3-4, 12047 Berlin

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08.10.2019

BumF-Basisinformationen – Alles auf einen Blick

Für alle die schnell etwas nachschlagen wollen oder anfangen sich einzuarbeiten: In den kurzen Basisinformationen des BumF erhalten Sie im handlichen Format, die wichtigsten Informationen zu den jeweiligen Themen sowie Hinweise zu weiterführenden Informationen. Die Basisinformationen können ab sofort zum Versandkostenpreis bestellt oder kostenfrei heruntergeladen werden.


07.10.2019

Rezensionsband: Akzeptanz für Vielfalt von klein auf!

Der Rezensionsband gibt einen theoretischen und fachlichen Input zum Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Zudem werden 90 Kinder- und Bilderbücher rezensiert und Empfehlungen für einen geschlechtersensiblen Umgang in einem kindgerechtem Umfeld gegeben.


04.10.2019

Studie: Geschäftsstatistik zum Integrationskurs 2018

Die Mehrheit der Flüchtlinge schließt Integrationskurse einer Studie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zufolge erfolgreich ab. Anstrengungen sind allerdings noch bei der Förderung von Analphabeten nötig, wie aus dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Zwischenbericht zur Evaluation dieses Förderangebots hervorgeht. Nach Abschluss eines Kurses schätzen demnach 61 Prozent ihre Deutschkenntnisse als gut oder sehr gut ein. Bei jenen, die keinen solchen Kurs besucht haben, seien es lediglich 17 Prozent.

 

Nach Angaben der Soziologin und Bamf-Forscherin Anna Tissot haben früher überwiegend Migranten aus Staaten der Europäischen Union an Integrationskursen teilgenommen. Inzwischen sind es überwiegend Flüchtlinge, bei denen es häufiger Probleme gebe, die eine Teilnahme behindern könnten. Als Beispiele nannte sie Traumata, ein niedrigeres Bildungsniveau, Analphabetismus oder die Trennung von der Familie.


03.10.2019

Bericht: Gesundheitliche Versorgung von Geflüchteten mit Traumafolgestörungen

Die Expertise erklärt was ein Trauma ist und was das für die_den Einzelne_n bedeutet. Des Weiteren geht es darum, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um effektiv helfen zu können und wie das institutionelle System auf diese Herausforderung reagiert. Darüber hinaus wird auch die Rolle von Ehrenamtlichen in der Unterstützungsarbeit näher beleuchtet.


03.10.2019

„Auf dem Weg“: Broschüre für Flüchtlinge erschienen

Die Broschüre „Auf dem Weg...“ ist bei der Deutschen Bibelgesellschaft in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erschienen. Sie verbindet die Lebenswelt heutiger Geflüchteter sowie Migrantinnen und Migranten mit 33 biblischen Personen, die ihre Heimat verlassen haben. Sie war bisher auf Englisch, Arabisch, Französisch, Türkisch und Farsi verfügbar. Nun liegt sie auch in deutscher Sprache vor.

Ursprünglich hat die Französische Bibelgesellschaft die 94-seitige Broschüre unter dem Titel „Sur la route“ gemeinsam mit Migrantinnen und Migranten entwickelt. Die Deutsche Bibelgesellschaft hat sie mit Unterstützung der EKD auf Deutsch übersetzt.


02.10.2019

Land.Zuhause.Zukunft: Programm zur Integration von Migranten in ländlichen Räumen ausgeschrieben

Nach einer Pilotphase hat die Robert Bosch Stiftung GmbH jetzt das Förderprogramm „Land.Zuhause.Zukunft – Integration und Teilhabe von Neuzuwanderern in ländlichen Räumen“ bundesweit ausgeschrieben. Mit dem Programm unterstützt die Stiftung die Entwicklung von innovativen Ansätzen, wie sich Zuwanderer in Kommunen und kleineren Städten erfolgreich integrieren lassen.

In der neuen Projektphase, die von Januar 2020 bis Juni 2021 laufen wird, werden bis zu zehn Landkreise in Deutschland gefördert. Die Ausschreibungsfrist endet am 18.11.2019.

 


01.10.2019

Fortbildung für (Politik-)Lehrer*innen: "Lernen zwischen Migration und Populismus"

Die gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen um das Thema Migration, die schon längst den Sprung ins Private, ins Umfeld von Freund*innen, Bekannten und der Familie, geschafften haben bleiben nach wie vor kontrovers. Für Horst Seehofe, CSU Innen- und Heimatminister, ist die "Migration Mutter aller Probleme".

An diesen Kontroversen setzt die Fortbildung "Der Orientierungsrahmen in Zeiten gesellschaftlicher Transformation: Lernen zwischen Migration und Populismus" an.

Im Rahmen der Fortbildung wollen wir...

  • ... sowohl Populismus als auch Migration nicht auf Deutschland beschränkt betrachten, sondern nach ihrer globalen Dimension und ihrem Zusammenhang fragen,
  •   ... der Frage nachspüren, wie Lehrende in Bildungskontexten dabei unterstützt werden können, diese Themen gemeinsam mit Lernenden zu bearbeiten, sie zur eigenen Beurteilung und Meinungsbildung zu befähigen und individuelle Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln,
  • ... uns reflexiv mit Migration und Populismus auseinandersetzen: Wie stehen wir als Lehrende eigentlich selbst dazu? Welche, vielleicht auch unbewussten, Einstellungen und Positionen bringen wir selbst mit? Wie wirkt sich das u.U. auf unsere Bildungsarbeit aus?,
  • ... aktuelle Erkenntnisse aus der Fachwissenschaft kennenlernen,
  • ... aktuelle didaktische Ansätze – z.B. aus der Politischen Bildung und dem Globalen Lernen – kennenlernen und diskutieren,
  • ... uns einen Überblick über Bildungsmaterialien in diesem Feld verschaffen. Welche Unterrichtsmaterialien existieren in diesem Bereich - auch abseits der großen und bekannten Verlage? Was ist für die eigene Bildungsarbeit geeignet, was eher nicht?
  • ...in Workshops, die von NGO-Vertreter*innen durchgeführt werden, neue Anregungen für die methodische, didaktische und inhaltliche Politische Bildungsarbeit im Bereich Migration und Populismus sammeln.

29.10.2019 - 31.10.2019  -  Universität Kassel, Campus Holländischer Platz

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


30.09.2019

Konfliktbearbeitung im Quartier

Konfliktbearbeitung im Quartier ist so vielfältig wie die Stadtteile, in denen die Ansätze erprobt werden. Auf dem Fachtag werden fünf Ansätze vorgestellt und versucht mit den Menschen ins Gespräch kommen, die in Quartieren und Kommunen damit arbeiten.


Der Fachtag bildet außerdem den Projektabschluss vom Modellprojekt „Gewaltfrei streiten! Konfliktkompetenz individuell, gesellschaftlich und kulturell stärken“. Seit Anfang 2018 wird in Halle-Neustadt zusammen mit lokalen Akteur*innen gearbeitet, um durch Netzwerke, Fortbildungen und Begegnungen Konfliktkompetenzen vor Ort zu stärken. Formate wie Nachbarschaftsgespräche, Mediation, ein Lebendiger Neustadtkalender in der Weihnachtszeit und Gesprächsrunden zu konkreten Konflikten wurden in den letzten zwei Jahren erprobt.

29.10.2019 -  Halle

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:

 


27.09.2019

Online-Übersetzungshilfe: "Setting Migrants and Refugees in the Right Direction"

Im Rahmen einer europäischen Zusammenarbeit unter Trägerschaft des Internationalen Bundes (IB) Brandenburg Nordost wurde in den letzten zwei Jahren das Projekt “Compass – Setting migrants and refugees in the right direction” als Online-Übersetzungshilfe entwickelt. Die Webseite erleichtert die Verständigung zwischen deutschsprachigen Akteuren und Geflüchteten, deren Sprachen von bekannten Übersetzungsprogrammen bislang vernachlässigt wurden (z.B. Tigrinisch, Kurmandschi).


26.09.2019

Traumasensible Unterstützung für geflüchtete Kinder und Jugendliche

Ein neues, kostenloses E-Learning-Programm soll Lehrkräfte und Fachkräfte unterstützen, die mit geflüchteten, traumatisierten Kindern und Jugendlichen arbeiten. In den Kursen werden sowohl theoretisches Wissen zu Trauma und Flucht vermittelt als auch praktisches Handlungswissen in Alltagssituationen geübt. Die interaktive Kursdidaktik ist entlang realer Fluchtgeschichten aufgebaut.


26.09.2019

Zwischenbericht I zum Forschungsprojekt "Evaluation der Integrationskurse (EvIk)"

Wie gut sprechen Geflüchtete Deutsch, nachdem sie an einem Integrationskurs teilgenommen haben? Welche Hürden beim Zugang zu den Kursen müssen abgebaut werden? Diesen und weiteren Fragen widmet sich ein Forschungsprojekt des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, das die Integrationskurse auswertet. Nun ist ein Zwischenbericht erschienen. Ein Ergebnis: Geflüchtete lernen besser Deutsch, wenn sie eine gute Bleibeperspektive haben.


25.09.2019

Studie: Andere Länder, andere Sitten? Welche kulturellen Unterschiede Flüchtlinge wahrnehmen – und wie sie damit umgehen

Flüchtlinge nehmen teilweise deutliche Unterschiede zwischen ihren Herkunftskulturen und der hiesigen Kultur wahr. Mit einigen Unterschieden können die Meisten gut umgehen: Freiheit und Gleichberechtigung von Mann und Frau. Befremdlich ist ihnen der hiesige Umgang mit älteren Menschen.

Im Vergleich der deutschen Gesellschaft und der ihrer Herkunftsländer sehen Flüchtlinge einer Studie zufolge vor allem Unterschiede bei der Gleichbehandlung von Minderheiten und der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Am stärksten hadern sie mit dem Umgang mit Homosexuellen, älteren Menschen und der Familie in Deutschland, wie aus der am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Expertise des Forschungsbereichs des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration hervorgeht.


24.09.2019

Fachkonferenz zum antimuslimischen Rassismus

Schwerpunkt der Veranstaltung soll die Thematisierung von antimuslimischer Diskriminierung und Rassismus im deutschsprachigen Raum sein.
Unser Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, um verschiedene sowohl wissenschaftliche als auch zivilgesellschaftliche Ansätze zu Antidiskriminierung, Community-Empowerment und Engagement, Solidarität und muslimisches Dasein in Deutschland zu diskutieren. Wichtig sind uns Ansätze der Diskursüberschneidungen im Kontext Flucht und Migration, um aufzuzeigen, dass in Deutschland der Antimuslimische Rassismus sich allzu oft an diesen Schnittstellen verortet und mit einer Fremdzuschreibung von Muslim*innen erfolgt.
Im Themenkomplex gehören aber auch, die Betrachtung rechtspopulistischer Tendenzen und ihren Anteil an der europäischen gesellschaftlichen Akzeptanz von Islamfeindlichkeit/Antimuslimischen Rassismus. Gerade die aktuellen Fluchtbewegungen und Migrationspolitischen Entwicklungen stellen Politik und Gesellschaft vor der Herausforderung den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.

01.10.2019 - 02.10.2019 -  Urbanstraße 21, 10961 Berlin

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


23.09.2019

Fachtag: Migrationssensibler Kinderschutz

„Migrationssensibler Kinderschutz“ und soll die tägliche Arbeit in Kindergärten, Schulen, Kinderarztpraxen und in der Jugendhilfe unterstützen. Vermittelt werden kulturelle Besonderheiten, die in der Zusammenarbeit mit Kindern, Jugendlichen
und erziehungsberechtigten Personen mit
Migrationshintergrund beachtet werden sollten.

Wie geht man im Unterricht mit einem traumatisierten Kind um? Warum kommt ein Kind nicht regelmäßig zur Schule? Wie führt man Gespräche mit Eltern, die eine andere Sprache sprechen? Wer ist Ansprechpartner in der Familie? Welche Institutionen können in der Praxis effektiv unterstützen? Auf diese und viele weitere Fragen wird es zum Kinderschutzfachtag Antworten geben. Während einer Denkwerkstatt werden die Teilnehmer in die Thematik eingeführt. Zudem gibt es die Möglichkeit eine Fachmesse zu besuchen, bei der Ansprechpartner und Unterstützungsangebote für die tägliche Arbeit vorgestellt werden.

29.10.2019 - Obertshäuser Platz 1, 98617 Meiningen

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


20.09.2019

Fördermöglichkeiten: Ideeninitiative Kulturelle Vielfalt mit Musik

Mit der „Ideeninitiative ,Kulturelle Vielfalt mit Musik'" möchte die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung das Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund fördern. Bis zum 25. September 2019 sind deutschlandweit wieder Institutionen, Vereine, Bildungseinrichtungen, Stiftungen sowie individuelle Initiativen mit gemeinnützigen Partnern eingeladen, musisch-kulturell orientierte Projekte für ein erfolgreiches Miteinander von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. Wir möchten auch wieder Initiativen für eine Bewerbung begeistern, die sich dafür einsetzen, Geflüchtete zu integrieren. Insgesamt stehen in diesem Jahr 100.000 Euro Fördermittel bereit, um maximal 20 Projektideen mit bis zu 7.500 Euro zu fördern.


19.09.2019

Podcast: Die Situation queerer Geflüchteter in Deutschland

Differenzierte Betrachtungsweisen in den Debatten über Flucht und Asyl finden nur selten den Weg in den medialen Diskurs. Gerade Themen, die nicht dem Klischee entsprechen, wie sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Kontext Flucht, haben es schwer sich einen Platz in den Diskussionen zu erkämpfen. Der Podcast will das ändern und spricht mit Expert_innen über die Situation von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*- oder intergeschlechtlichen und queeren Geflüchteten in Deutschland.


18.09.2019

Studie: Stiftung warnt vor Altersarmut

Trotz bisheriger Reformen steigt laut einer aktuellen Studie das Risiko der Altersarmut weiter. Betroffen sind insbesondere Personen mit Migrationshintergrund. Sozialverbände mahnen Einigung über Grundrente an.

Bis 2039 könnte laut einer Studie jeder fünfte Rentner von Altersarmut betroffen sein. Innerhalb von 20 Jahren könnte der Anteil der von Armut bedrohten Senioren von derzeit 16,8 Prozent auf 21,6 Prozent steigen, erklärte die Bertelsmann Stiftung in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Zu den größten Risikogruppen gehören demnach Alleinstehende, Geringqualifizierte und Menschen mit Migrationshintergrund.

„Für die Personen mit Migrationshintergrund liegt die Grundsicherungsquote deutlich über dem Durchschnitt in der Bevölkerung“, heißt es in der Studie. Allerdings steigt die Grundsicherungsquote von Migranten nur wenig und geht ab den 2030er-Jahren sogar etwas zurück – allerdings auf vergleichsweise hohem Niveau.

„Selbst bei einer positiven Arbeitsmarktentwicklung müssen wir mit einem deutlichen Anstieg der Altersarmut in den kommenden 20 Jahren rechnen“, erklärte Studienleiter Christof Schiller von der Bertelsmann Stiftung. Das im Koalitionsvertrag vorgesehene Modell einer Grundrente würde das Armutsrisiko bis 2039 lediglich um 0,4 Prozentpunkte auf 21,2 Prozent reduzieren, erklärten die Autoren der Studie. Auch die von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vorgeschlagene bedingungslose Grundrente würde die Quote auf lediglich 18,4 Prozent verringern.


18.09.2019

Fachtag: Bedrohungsszenario „männlich, männlicher, muslimisch“ – Macht und Gefühle im antimuslimischen Rassismus

Muslimische Männer stehen mittlerweile sinnbildlich für das unvereinbare, bedrohliche „Andere“… Mittlerweile? Die Gefühle und auch die Bilder, aus denen gesellschaftliche Vorstellungen resultieren, sind gar nicht so neu.

Auf dem Fachtag des Projektes „Vaterzeit im Ramadan?!“ spüren wir den Annahmen und auch den Gefühlen von antimuslimischem Rassismus aus der Vergangenheit bis in die Gegenwart nach: Wie werden Gefühle instrumentalisiert? Welche Rolle spielen Männlichkeitsbilder? Und wie werden die Stimmen der fremdgemachten Menschen aus dem öffentlichen Bewusstsein ferngehalten?

Hierzu erwartet Sie ein Programm mit Keynotes von Prof. Dr. Schirin Amir-Moazami (Freie Universität Berlin) sowie Prof. Dr. Paul Mecheril (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), Impulsreferaten, Reflexionen, einer Dokumentarfilm-Vorführung und einem Ausstellungsbesuch.

28.10.2019 -  in Grassi Museum für Völkerkunde, Leipzig

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:



16.09.2019

Migrationspaket - rechtliche Änderungen für Geflüchtete

Referentin: Johanna Mantel, Leitende Rechtsreferentin - Informationsverbund Asyl und Migration / Dozentin - Refugee Law Clinic Berlin

Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Flüchtlingsberater*innen und Rechtsanwält*innen in der Flüchtlingsarbeit. Kenntnisse im Asyl- und Aufenthaltsrecht werden vorausgesetzt.

Schwerpunkte:

  • Überblick über Änderungen für Geflüchtete durch die im Sommer 2019 beschlossenen Gesetze im Rahmen des „Migrationspaketes“
  • Vertiefung zu den Themen Zweites Durchsetzung-Ausreisepflicht-Gesetz (z.B. Duldung „für Personen mit ungeklärter Identität“) und Ausbildungs- und Beschäftigungsduldungsgesetz

21.10.2019 -  Fachhochschule Erfurt, Altonaer Str. 25, Erfurt

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


13.09.2019

Rahmenkonzept zur sexuellen Bildung von Jugendlichen in Einrichtungen


12.09.2019

Bleiberecht und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Abseits des Asylverfahrens gibt es weitere Möglichkeiten der Aufenthaltssicherung für junge Menschen, die nur geduldet in Deutschland leben. Die Bleiberechtsregelungen, die Ausbildungsduldung, Härtefallkommissionen und Petitionen bieten Perspektiven. Auf der Seite des BumF finden sich mehrsprachige Informationen für Jugendliche und Fachkräfte zu diesen rechtlichen Möglichkeiten.


11.09.2019

Bericht: Das Neutralitätsgebot in der Bildung: Neutral gegenüber rassistischen und rechtsextremen Positionen von Parteien?

Welche Bedeutung kommt den Menschenrechten und dem staatlichen Neutralitätsgebot, insbesondere dem Recht der Parteien auf Chancengleichheit im politischen Wettbewerb (Artikel 21 Grundgesetz) zu, wenn Lehrkräfte im Schulunterricht oder Akteure der außerschulischen politischen Bildung rassistische oder rechtsextreme Positionen einer Partei thematisieren? Die Publikation richtet sich an Entscheidungsträger_innen in Ministerien und Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie Gerichte, die mit diesen Fragen konfrontiert werden. Hierbei wird verdeutlicht, dass die Grund- und Menschenrechte einen zentralen rechtlichen Maßstab für die schulische und außerschulische Bildung bilden.


10.09.2019

Tagung: Asyl in der Kirche

Im Paradigma der „Flüchtlingsabwehr“ gibt die Politik zusehends humanitäre und rechtsstaatliche Errungenschaften preis.  Kirchengemeinden reagieren darauf mit klarem Einstehen für Flüchtlingsrechte und Humanität – auch mit Kirchenasyl.

Im 25. Jahr ihres Bestehens lädt die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche e.V. herzlich ein, um über Erfahrungen im Kirchenasyl zu reflektieren, Herausforderungen zu diskutieren und Zukunftsperspektiven zu suchen. Aktive und Interessierte aus Kirchengemeinden, Nachbarschaften und Kirchenasylnetzwerken sind herzlich willkommen.

13.09.2019 - 15.09.2019  -  Haus am Dom, Domplatz 3, Frankfurt

Weitere Informationen sowie zur kurzfristigen Anmeldung:


10.09.2019

Fachtag Betreuungsrecht 2019

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat 2018 in einem interdisziplinären und partizipativen Diskussionsprozess begonnen, Struktur- und Reformkonzepte des Betreuungsrechts zu entwickeln.

Auf dem Fachtag werden aktuelle Ergebnisse vorgestellt und ein Ausblick auf mögliche gesetzgeberische Konsequenzen gegeben. Im Fokus stehen: die Schnittstellen rechtlicher Betreuung zu anderen sozialen Hilfen, die tatsächliche Ausgestaltung und Umsetzung rechtlicher Betreuung sowie schließlich die Frage, wie es gelingen kann, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine qualitative Betreuungstätigkeit entsprechend der Grundrechte und der UN-BRK sicherstellen.

Die Veranstaltung bietet ein Forum, das den Teilnehmenden die Möglichkeit eröffnet, sich über gute Praxis auszutauschen und weitere Entwicklungen und Reformen, auch auf Ebene der Gesetzgebung, anzuregen und mitzugestalten.

26.10.2019 - Amtsgericht Braunschweig | An der Martinikirche 8

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


09.09.2019

Studie: Geflüchtete Frauen und Familien

Das Projekt "Geflüchtete Frauen und Familien", welches in Zusammenarbeit des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchgeführt wird, untersucht die Fluchtmigration von Frauen und Familien sowie deren anschließende Integration in Deutschland.

Die Studie identifiziert den weiteren Forschungsbedarf hinsichtlich der Migrations- und speziell der Fluchtentscheidung im Familienkontext, der besonderen Risiken und Kosten der Flucht von Frauen sowie den Zugang von Frauen zu Ressourcen, die für eine Flucht benötigt werden. Ein tieferes Verständnis dieser Prozesse ist notwendig, um nicht nur die Selektivität der Flucht zu verstehen, sondern auch um Einflüsse der Flucht auf die Integration in den Zielländern aufzudecken.


06.09.2019

Alles neu?! Aktuelle Gesetzesänderungen und ihre Folgen. Ausbildungsduldung, Identitätsklärung, Widerrufsverfahren

Wann ist eine Asylantragstellung sinnvoll – wann nicht? Welche Voraussetzungen müssen – vor dem Hintergrund der jüngsten Gesetzesänderungen – für die Erteilung einer (Ausbildungs-)Duldung erfüllt werden? Welche Identitätsklärungs- und Passbeschaffungspflichten bestehen? Was kann bei Widerrufsverfahren getan werden?

Diese und weitere Fragen werden durch den Rechtsanwalt Dr. Stephan Hocks beantwortet.

15.10.2019 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Hamburg Nernstweg 32 22765 Hamburg

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


05.09.2019

Studie: Willkommenskultur zwischen Skepsis und Pragmatik

Die Skepsis gegenüber Migration ist nach den Turbulenzen der Fluchtzuwanderung im Jahr 2015 wieder gesunken, bleibt aber hoch. Gleichzeitig sieht eine große Mehrheit die Vorteile der Einwanderung für die Wirtschaft. Einen optimistischen Blick auf Migration und Integration haben in Deutschland vor allem junge Menschen – und ähneln in ihrer Einstellung bereits der Bevölkerung im klassischen Einwanderungsland Kanada.

Zur Studie der Bertelsmann Stiftung:


05.09.2019

Informationen und Materialien zur ehrenamtlichen Vormundschaft

Unbegleitete minderjährige Schutzsuchen benötigen in Deutschland die Betreuung durch eine Vormund*in. Eine solche Vormundschaft kann durch das Jugendamt übernommen werden, aber auch durch Ehrenamtliche. Die Übersichtsseite stellt die wichtigsten Informationen und Materialien zum Thema zur Verfügung.


04.09.2019

Jetzt bewerben! WillkommensKITAs gesucht

Kita- und Hort-Teams stehen vor vielfältigen Herausforderungen und benötigen praxisnahe Unterstützung: Wie gehen wir mit kultureller Vielfalt um? Was ermutigt Eltern, sich in den Einrichtungsalltag einzubringen? Und wie fördern wir Kinder bestmöglich in ihrer Sprachentwicklung? Das Programm WillkommensKITAs unterstützt Kitas und Horte in Sachsen dabei, Antworten auf ihre individuellen Fragen zu finden. Ab 2020 werden letztmalig Einrichtungen in das Programm aufgenommen.

Weitere Informationen sowie zu den Bewerbungsunterlagen:


03.09.2019

Studie: Persönliche Situation von Geflüchteten : Auswertungen zur Soziodemografie, Wohnsituation und zum Sprachniveau von Ausbildungsstellenbewerbern und -bewerberinnen

Die Situation von Geflüchteten in Deutschland bessert sich. Das geht aus einer aktuellen Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung hervor. Danach war jeder dritte Geflüchtete, der sich auf einen Ausbildungsplatz beworben hat, erfolgreich.

"Das BIBB hat, gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit (BA), Ende 2018 die sogenannte BA/BIBB-Fluchtmigrationsstudie durchgeführt. Dabei wurden junge Geflüchtete, die bei der BA als ausbildungsstellensuchend gemeldet waren, unter anderem zu ihrer aktuellen Lebenssituation befragt. Bei den Befragten handelt es sich zumeist um junge Menschen, die seit 2013 aus einem der Asylherkunftsländer (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien) nach Deutschland eingereist sind. Ein Großteil ist männlich und im Durchschnitt waren die Befragten zum Befragungszeitpunkt 24 Jahre alt. Etwas weniger als der Hälfte war es gelungen, in eine vollqualifizierende Ausbildungsform einzumünden. Besonders groß war hier der Anteil derjenigen, die eine duale Ausbildung nach BBiG/HwO begonnen hatten. Von allen Befragten lebte (noch) rund ein Fünftel in einer Flüchtlingsunterkunft bzw. einem Wohnheim für Geflüchtete. Ein Großteil der Befragten gab an, über das B1- oder B2-Sprachniveau in Deutsch zu verfügen und auch die eigene Einschätzung der Sprachkenntnisse fiel überwiegend gut aus. Der Kurzbericht soll die Gruppe der geflüchteten Bewerberinnen und Bewerber ein wenig transparenter machen und aufzeigen, wie wichtig die Aspekte "Wohnen" und "Sprache" sowohl für die Integration in eine Berufsausbildung als auch für die individuelle Situation sind."


02.09.2019

Bürgerdialog in Zeiten aufgeheizter Debatten

Bedeutung kommunaler Kommunikationsstrategien zu Migration und Integration

 

Die Gesellschaft zeigt sich in ihren Einstellungen gegenüber der Zuwanderung von Geflüchteten und Menschen aus Ost- und Südosteuropa derzeit gespalten, die Politik positioniert sich nicht immer eindeutig gegen Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt. Dies führt zu allgemeinen Verunsicherungen und kann Spaltungstendenzen in der Gesellschaft sowie das Erstarken populistisch-autoritärer Strömungen in der Politik befördern. Um Vorbehalte und Ängste in der Bevölkerung abzubauen und Akzeptanz zunehmender gesellschaftlicher Vielfalt zu erhöhen, scheint eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit im Sinne einer auf Transparenz angelegten Kommunikationsstrategie auf kommunaler Ebene notwendig.

Im Rahmen des Seminars sollen die Bedeutung von Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im politischen Dialog mit der Bürgergesellschaft reflektiert, Beispiele gelungener Kommunikationsstrategien vorgestellt und der kommunale Erfahrungsaustausch ermöglicht werden.

12.12.2019 -  Deutsches Institut für Urbanistik, Zimmerstr. 13-15 (Eingang 14-15), 10969 Berlin

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


30.08.2019

„Migration kommunal gestalten – zusammen leben, streiten, wachsen

„Migration kommunal gestalten – zusammen leben, streiten, wachsen“: Dies ist im Rahmen der Interkulturellen Woche am 24. September 2019 von 9.00-16.00 Uhr Thema einer Konferenz des Fachdienstes für Migration und Integration und der Fachstelle Interkulturelle Öffnung des AWO Regionalverbandes Mitte-West-Thüringen e.V.

Neben einem Vortrag von Herrn Prof. Dr. El-Mafaalani, medial präsent unter anderem als Autor des Buches „Das Integrationsparadox: Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“, wird es Raum für Austausch in verschiedenen Panels geben, die von Expert*innen geleitet werden. Behandelte Themen sind dabei unter anderem „Soziales Miteinander und gesellschaftliches Klima“ (Prof. Dr. El-Mafaalani), „Bildung im Kindesalter“ (Fr. Binder vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) oder „Zuwanderung und Wohnen“ (Prof. Dr. Helbig von der Universität Erfurt).

Neben der Gelegenheit zu einer aktuellen Bestandsaufnahme sowie zur Vernetzung bietet der Fachtag die Möglichkeit, gemeinsam lokale Antworten auf gesamt-gesellschaftliche Fragen zu einem gelingenden Miteinander zu finden.

24.09.2019 - Stadtteilzentrum LISA Werner-Seelenbinder-Straße 29a, Jena-Lobeda

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


29.08.2019

Studie: Erfolgreiche Integration von Geflüchteten durch duale Berufsausbildung

Die duale Berufsausbildung leistet hohen Beitrag zur In­te­gra­tion von nach Deutschland geflüchteten Menschen. Mehr als einem Drittel der gemeldeten Aus­bil­dungs­stel­len­be­wer­ber mit Fluchthintergrund ist es im Vermittlungsjahr 2017/18 ge­lun­gen, in eine betriebliche Be­rufs­aus­bil­dung nach Be­rufs­bil­dungs­ge­setz beziehungsweise Hand­werks­ord­nung einzumünden. Weitere 29 % befanden sich in Integrationskursen oder teilqualifizierenden Bildungsgängen wie zum Beispiel Einstiegsqualifizierungen oder Praktika.

Dies ist ein Ergebnis der BA/BIBB-Fluchtmigrationsstudie, die vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Jahr 2018 erstmals und ergänzend zur regulären BA/BIBB-Bewerberbefragung durchgeführt wurde. An der repräsentativen Befragung nahmen rund 5.300 Personen teil, die bei der BA als ausbildungssuchend registriert und seit Anfang 2013 in Deutschland eingereist waren.


29.08.2019

Leitfaden Aufenthaltsverfestigung

Personen mit Aufenthaltserlaubnis haben unter bestimmten Umständen die Möglichkeit, nach Ablauf einiger Jahre einen unbefristeten Aufenthaltstitel zu beantragen. Es gibt mehrere unterschiedliche unbefristete Aufenthaltstitel.
Für Personen, die einen Aufenthaltstitel aus humanitären Gründen haben, kommen vor allem die Niederlassungserlaubnis und die Erlaubnis zum Daueraufenthalt EU in Betracht. Letztere hat den Vorteil, dass Inhaber*innen damit in einem anderen Land des Geltungsbereichs (EU ohne Großbritannien, Dänemark und Irland) einen Aufenthaltstitel beantragen können, ohne übers Visumsverfahren gehen zu müssen. Des Weiteren erlischt die Niederlassungserlaubnis, wenn die Person sich sechs Monate ununterbrochen außerhalb Deutschlands aufhält (außer bei Personen mit Asyl- und Flüchtlingsanerkennung). Die Erlaubnis zum Daueraufenthalt EU erlischt erst nach zwölf Monaten Aufenthalt außerhalb des Geltungsbereichs oder fünf Jahren außerhalb Deutschlands, so lange nicht in einem anderen Land ein dauerhafter Aufenthaltstitel beantragt wird. Diese Fragen sollen dabei helfen, zu klären, welcher Aufenthaltstitel für Ihre*n Klient*in am geeignetsten ist und ob die Voraussetzungen für die Erteilung vorliegen. Die Leitfäden wurden im Rahmen des Projektes "Welcome 2 Baden-Württemberg" entwickelt.


28.08.2019

Leitfaden Flucht und Behinderung

Geflüchtete Menschen mit Behinderung werden bei ihrer Ankunft weder erfasst noch wird deren Unterstützungsbedarf festgestellt. Damit werden die Rechte der UN-Behindertenrechtskonvention und Kinderrechtskonvention unterlaufen. Das erschwert die Arbeit in der Flüchtlingshilfe. Da die Zugänge zu Leistungen für Migrant*innen sowie für Geflüchtete im Zusammenspiel des Aufenthalts- und Behindertenrechts geregelt sind, braucht es Kenntnisse in beiden Rechtsgebieten. Diese Übersicht kann nur ein Anstoß sein, um Informationen zu finden und um Unterstützung zu erhalten. Die Leitfäden wurden im Rahmen des Projektes "Welcome 2 Baden-Württemberg" entwickelt.


27.08.2019

Umgang mit populistischen Parolen - Zivilcourage-Workshop

Der Arbeitskollege zieht über Minderheiten her? Im Bus beschimpft ein Fahrgast eine Kopftuchträgerin? Die Tante sprengt die Familienfeier mit diskriminierenden Sprüchen?
Wer sich in solchen Momenten sprachlos fühlt und sich nachher am meisten über sich selbst ärgert – nämlich darüber, dass er/sie nichts dazu gesagt hat – der/die ist in diesem interaktiven Kurzworkshop richtig. Schweigen kann Zustimmung bedeuten und wir wollen gegen das Schweigen angehen. Zumindest Menschen, die in ihrer eigenen Haltung verunsichert sind, können wir so erreichen. Und wir können in unserem Umfeld für ein Klima sorgen, welches demokratiefeindliche und rassistische Parolen nicht einfach hinnimmt.
Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf dem Ausprobieren und Einüben verschiedener Gesprächstechniken.

16.09.2019 - Hannoversche Str. 14 A 31848 Bad Münder

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


26.08.2019

Atlas der Migration

Migration ist kein gesellschaftlicher Sonderfall. Jede moderne Gesellschaft und jeder Staat der Welt ist auch ein Ergebnis menschlicher Mobilität. Dennoch erhitzt das Thema Migration rund um den Globus politische Debatten und die Meinungsbildung von Bürger*innen, Politiker*innen, Parteien und Bewegungen verläuft nicht selten entlang der Frage der Migration und der Politiken des Umgangs mit ihr. Entsprechend wirkmächtig sind die Mythen und Bilder, die rund um das soziale Phänomen der Migration entstanden sind. Zu den bekanntesten sprachlichen und visuellen Bildern der Migration gehören etwa die der Ströme, Wellen und Fluten. Sie lassen Migration als etwas Bedrohliches erscheinen und machen die tatsächlich Migrierenden unsichtbar.

Migration hat viele Realitäten und Facetten. Dieser Atlas wirbt für einen differenzierten Umgang mit ihr. Im derzeitigen gesellschaftlichen Klima bedarf es Mut, sich diesem Thema unaufgeregt zuzuwenden und anzuerkennen, dass Einwanderung unsere Gesellschaften im demokratischen Sinne pluralisiert.


23.08.2019

Landesfachtagung Interkulturelle Kulturarbeit

Die nun zum fünften Mal stattfindende Landesfachtagung Interkulturelle Kulturarbeit widmet sich dem Schwerpunkt Kulturarbeit und kulturelle Identitäten. Im Mittelpunkt der Tagung steht der Vortrag des französischen Philosophen François Jullien, der seine These darlegen wird, die besagt, dass es keine kulturellen Identitäten gebe („Il n’y a pas d’identité culturelle“/„Es gibt keine kulturelle Identität“, edition suhrkamp). Welche praktische Bedeutung hat dies für die Arbeit der Kunst- und Kulturschaffenden sowie für Kultureinrichtungen? Und wie können kulturübergreifende Ressourcen gemeinsam und fruchtbar genutzt werden?
 
Am Nachmittag finden verschiedene Workshops statt, unter anderem zu den Themen „Kultur, Heimat, Identität – Wie soll die Debatte geführt werden?“ und „Kulturinstitutionen als Orte des Gemeinschaffens“.

25.09.2019 -  Lorenzstraße 19, 76135 Karlsruhe


23.08.2019

Studie: Netzwerke fördern Teilhabe von Geflüchteten

Viele europäische Staaten verteilen Geflüchtete geografisch – in der Annahme, damit ihre Integration zu fördern. Eine neue Studie vom „Immigration Policy Lab“ weist jedoch darauf hin: Geflüchtete finden besser Arbeit und gesellschaftlichen Anschluss, wenn sie Kontakt zu Menschen aus ihrem Herkunftsland haben. Am Beispiel der Schweiz zeigen die Autorinnen und Autoren, dass sich Geflüchtete besser zurechtfinden, wenn sie in Netzwerke eingebunden sind.



21.08.2019

Bericht: Pflege in Privathaushalten durch MigrantInnen

Laut Schätzungen gibt es in Deutschland 500.000 Migrantinnen und Migranten, die pflegebedürftige Menschen zuhause betreuen. Viele sind rund um die Uhr im Einsatz und arbeiten unter prekären Bedingungen. Ein Blick auf die Zahlen und Fakten.


20.08.2019

Visumhandbuch Juni 2019

Ergänzungslieferung des Visumhandbuchs (69. Ergänzungslieferung, Stand: Juni 2019). Darin finden sich zu allen Fragen der Visumserteilung Hinweise für die deutschen Botschaften, die auch für Beratungsstellen von Bedeutung sein können (z. B. bei Familienzusammenführung, Einreise zum Zwecke der Beschäftigung, Studium, Prüfung der Lebensunterhaltssicherung und Sprachkenntnisse usw.).


19.08.2019

Fortbildung zum Trainer für Papilio-Integration

Qualifizierung zum Multiplikator für die Fortbildung von Erziehern zum kultursensitiven Umgang mit Kindern mit Migrations- und Fluchthintergrund und ihren Eltern.

 

Papilio-Integration bestärkt Erzieher in der pädagogischen Arbeit mit Kindern mit Migrations- und Fluchthintergrund und in ihren gesundheitsfördernden Basiskompetenzen. Sie baut Handlungsunsicherheiten im Kita-Alltag ab und erhöht die interkulturelle Kompetenz der Erzieher: mit diversen Methoden und Übungen zur Wissensvermittlung, Reflexion sowie konkreten Beispielen interkulturellen Handelns.

Inhalte:

  • Familien- und Bildungskulturen in den Hauptherkunftsländern
  • Kultur und deren Einfluss auf unser Denken und Handeln
  • Traumatisierung im Kindesalter und Erzieher-Kind-Interaktion
  • Kultursensitiver Umgang mit Materialien und Routinen im Kita-Alltag
  • Strategien zum Erreichen der Eltern
  • Interkulturelle Kommunikation

Zielgruppen: Papilio-Trainer und andere Erwachsenenbildner mit Kenntnissen um interkulturelle Hintergründe

Umfang: 16 Unterrichtseinheiten, verteilt auf drei Tage plus ein Nachhaltigkeitstreffen

Teilnahmegebühr: 390 Euro (Förderungsmöglichkeiten durch BARMER oder AOK-Hessen auf Anfrage)

18.11.2019 - 20.11.2019  -  Papilio, Ulmer Str. 94, 86156 Augsburg


16.08.2019

Bericht: Stastik zu Migration in Deutschland

Anders als oft wahrgenommen ist Deutschland ein traditionelles Einwanderungsland. Im Deutschen Reich, in der Weimarer Republik und der Bundesrepublik Deutschland hat es immer Migranten gegeben. Allerdings sind erst nach dem Zweiten Weltkrieg mehr Menschen ein- als ausgewandert.

Laut Statistischem Bundesamt sind 2018 mehr als 1,58 Millionen Menschen nach Deutschland zugewandert. Aus welchen Ländern kamen sie? Wie viele Personen sind abgewandert? Und wie haben sich die Zahlen entwickelt? Informationen zum Thema finden Sie in der aktualisierten Rubrik “Wer kommt, wer geht?” des Mediendienst Integration.


15.08.2019

„Genderbased Violence – Geschlechtsspezifische Gewalt an Frauen im Fluchtprozess“

Das Multiplikator*innen-Seminar richtet sich an all diejenigen, die mit geflüchteten Mädchen und Frauen hauptberuflich oder ehrenamtlich arbeiten.

Viele Multiplikator*innen, wie Sozialarbeiter*innen in Flüchtlingsunterkünften, Mitarbeiter*innen verschiedener Behörden, Schulsozialarbeiter*innen und Freiwillige aus Willkommensinitiativen wenden sich an unserer Beratungsstelle um Informationen und Handlungsmöglichkeiten zu erfahren in Bezug auf Unterstützung und Umgang mit Mädchen und Frauen, die von frauenspezifischer Gewalt betroffen sind. Doch was bedeutet geschlechtsspezifische Gewalt und wie können betroffene Mädchen und Frauen unterstützt werden?

Wir werden uns in dem Workshop intensiv mit verschiedenen Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt beschäftigen: Genitalverstümmlung, Frauenhandel, Zwangsverheiratung und Häuslicher bzw. Innerfamiliärer Gewalt.

Ziel des Workshops ist eine Sensibilisierung zu den o.g. Themen und über Informationen zum Hilfesystem und den rechtlichen Möglichkeiten die Handlungsfähigkeit von Unterstützenden zu erhöhen.

13.09.2019 - agisra e.V., Martinstr. 20a, 50667 Köln


14.08.2019

Join!

Ein Integrationsprojekt für und mit Stadtteilfamilien und hier Zuflucht suchenden Familien unter Einbeziehung von Freiwilligen

Familien treffen auf Familien. Eltern und Kinder, die schon länger hier leben, treffen auf Eltern und Kinder, die aus Krisengebieten dieser Welt hier bei uns Zuflucht suchen. Bei gemeinsamen Spielen und beim Kochen und Essen lernen sie sich über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg kennen. Bei gemeinsamen Unternehmungen entstehen Kontakte und Beziehungen mit der Zielvorstellung von guter Nachbarschaft und gegenseitiger Unterstützung.

Die join!-Projekte werden von Gruppen von Freiwilligen geplant und durchgeführt. An acht Standorten im Bundesgebiet werden von Familienzentren und/oder Familienbildungsträgern Fachleute eingesetzt, die Freiwilligengruppen koordinieren. An jedem Projektstandort werden während der dreijährigen Laufzeit sechs join!-Programmreihen von je fünf Nachmittagen durchgeführt.


14.08.2019

Weisung zum Umgang mit Erstattungsforderungen aus Verpflichtungserklärungen

Das Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hat eine Weisung zum Umgang mit Erstattungsforderungen aus Verpflichtungserklärungen, die im Rahmen der Landesaufnahmeanordnungen vor dem 6. August 2016 abgegeben wurden, veröffentlicht.

Viele syrische Flüchtlinge, die später als Flüchtlinge anerkannt wurden, sind im Rahmen der Aufnahmeprogramme der Länder während der Flüchtlingskrise mit einer Verpflich-tungserklärung eingereist. Hinsichtlich der Haftung aus diesen Verpflichtungserklärungen bestand bis zum Inkrafttreten des Integrationsgesetzes vorübergehend eine unklare Rechtslage (Vgl. Anlage 1, 1. Ausgangssituation). Auf Nachfrage von NRW hat das BMAS daher erstmals mit Schreiben vom 20. November 2015 zu dem Thema Geltendmachung von Erstattungsforderungen aus Verpflichtungserklärungen für das SGB XII, 4. Kapitel, Stellung genommen.


13.08.2019

Argumentationstraining gegen Rassismus und Diskriminierung

Wenn Kolleg*innen, Freund*innen, Familie und andere Verwandte rechtspopulistische Einstellungen zeigen, bewusst oder unbewusst sich rassistisch oder diskriminierend verhalten, sind wir oft überrumpelt und in der Situation sprachlos. Was tun, in solchen Situationen? Ignorieren? Das Thema wechseln? In die Diskussion gehen? Sich zurückziehen? Wie kann Mensch in solchen Situationen kompetent reagieren, für eine Auseinandersetzung offen sein, aber auch Grenzen ziehen und sich schützen? In diesem Workshop werden wir gemeinsam die Antworten auf diese Fragen überlegen. Gerne können eigene Fälle und Fragen eingebracht werden.

Der Workshop richtet sich an ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer*innen und andere Interessierten.

Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 15 begrenzt. Um Anmeldung unter samo.fa@miso-netzwerk.de wird bis zum 20. August gebeten.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit QLM – Queeres Leben in der Migrationsgesellschaft statt.

21.08.2019 -  Mengendamm 12, 30177 Hannover


12.08.2019

Faktenpapier zu Änderungen beim Zugang zu bundesgeförderten Sprachfördermaßnahmen

Zum 1. August 2019 treten zwei Änderungen hinsichtlich des Zugangs zu bundesgeför-derten Sprachkursen in Kraft: Zum einen erweitert das Ausländerbeschäftigungsförde-rungsgesetz den Zugang von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern sowie Geduldeten zu den bundesgeförderten Sprachkursen, zum anderen verlieren Asylbewerberinnen und Asylbewerber aus den Ländern Irak, Iran und Somalia die „gute Bleibeperspektive“. Zu-künftig ist nur noch bei Asylbewerberinnen und Asylbewerbern aus Syrien und Eritrea von einer „guten Bleibeperspektive“ auszugehen. Beide Änderungen haben Auswirkungen auf die Möglichkeit, zu einer Sprachkursteilnahme zu verpflichten.

Weitere Informationen:


09.08.2019

Sportfest zum Tag der Integration

Der Deutsche Olympische Sportbund lädt herzlich zum Tag der Integration ein, welcher dieses Jahr zum 2. Mal stattfindet. Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren sich viele der im Programm geförderten Stützpunktvereine, Kooperationspartner und weitere engagierte Berliner Sportvereine mit einem vielfältigen Sport- und Mitmachangebot. Parallel wird es ein großes Rahmenprogramm geben, Infostände von Initiativen, die sich aktiv im Bereich interkulturelle Öffnung und Austausch engagieren. Das Sportfest richtet sich an alle Menschen, die gerne neue Sportarten entdecken und ausprobieren möchten.

24.08.2019 -  in  Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark

Weitere Informationen:


08.08.2019

Das neue Wir. Warum Migration dazugehört. Eine andere Geschichte der Deutschen

Seit 1945 hat es viele Migrationsbewegungen nach Deutschland gegeben. In aktuellen Debatten finden sie jedoch wenig Beachtung. Der Historiker Jan Plamper will mit seinem Buch "Das neue Wir – Warum Migration dazugehört" eine neue Perspektive auf die deutsche Einwanderungsgeschichte geben. Am 12. August diskutiert er darüber auf einer Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung mit der Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan und der Journalistin Ferda Ataman.

Vortrag und Gespräch

  • * Prof. Dr. Jan Plamper, Autor und Professor für Geschichte am Goldsmiths College, London
  • * Prof. Dr. Naika Foroutan, Direktorin des „Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung“ (BIM), Berlin
  • Gesprächsführung: Ferda Ataman, Journalistin, Sprecherin "Neue deutsche Organisationen", Berlin

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung.

12.08.2019 -  Schumannstr. 8, 10117 Berlin


08.08.2019

Strategiepapier: "Ein funktionieren-des Asylver-fahrenssystem schafft Vertrauen"

Viele Asylentscheidungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge werden von Verwaltungsgerichten wieder aufgehoben. Wie kann die Qualität der Asylverfahren und der Entscheidungen in Deutschland verbessert werden? Dieser Frage geht der Politikwissenschaftler Dietrich Thränhardt in einem Papier für die Heinrich-Böll-Stiftung nach. Darin spricht er sich unter anderem für eine bessere Rechtsberatung von Asylsuchenden aus und diskutiert Erfahrungen aus den Asylsystemen der Schweiz und der Niederlande.


07.08.2019

Bericht: Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland: Eine Bestandsaufnahme

Der Abschlussbericht „Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland: Eine Bestandsaufnahme“ entstand im Rahmen des Projekts „Flucht: Forschung und Transfer“. Es wurde vom Bundesforschungsministerium (BMBF) finanziert und vom Internationalen Konversionszentrum Bonn (BICC) sowie dem Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück durchgeführt.

Der Bericht basiert unter anderem auf einer Netzwerkanalyse einer eigens erstellten Forschungsdatenbank mit über 640 Projekten, der Auswertung von Forschungserkenntnissen und -desideraten in zehn zentralen Gebieten der Flucht- und Flüchtlingsforschung sowie über 40 Expert*inneninterviews.


06.08.2019

Überblick über islamischen Religionsunterricht

In 11 von 16 Bundesländern gibt es derzeit unterschiedliche Modelle von islamischem Religionsunterricht oder Islamkunde. MiGAZIN gibt einen Überblick über die einzelnen Regelungen und Modelle.

Zur Übersicht:


05.08.2019

Neue Förderung: Projektideen für Kontaktmaßnahmen gesucht

Vorurteile gegen Gruppen unterschiedlichster Art erschweren das Zusammenleben, auch in Niedersachsen. Die Kontakthypothese besagt, dass Begegnungen zwischen Mitgliedern unterschiedlicher Gruppen - unter bestimmten Voraussetzungen - zur Verbesserung sozialer Beziehungen beitragen können.

Was es braucht sind Projekte/Maßnahmen die Kontakte zwischen Personen und Gruppen ermöglichen, die sich sonst wenig begegnen. Wer könnte besser solche Projekte entwerfen als die Gemeinwesenarbeiter*innen und Quartiersmanger*innen?

Mit der neuen Modellförderung soll erprobt werden, inwieweit Kontaktmaßnahmen im Rahmen von Gemeinwesenarbeit systematisch umgesetzt werden können.

Bis zum 14. August können Projekte (für den Umsetzungszeitraum 15. August bis Ende 2019) und mit einer Fördersumme von bis zu 5.000 Euro einen kurzen Antrag stellen.


02.08.2019

BumF Herbsttagung “Gut angekommen?!”

Die diesjährige Herbsttagung des Bundesfachverbands umF e.V. steht unter dem Motto „Gut angekommen?!“. Sie stellt neben aktuellen Themen aus der Praxis der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen das Thema Familie in den Fokus: Von Familienzusammenführung in der EU und aus Drittstaaten, der Arbeit mit Eltern bis zu den Angeboten der Jugendhilfe für Familien.

Die Veranstaltung bildet den Abschluss des Projektes “Gut ankommen – Fachkräfte qualifizieren. Kindgerechte Aufnahme unbegleiteter Minderjähriger” von Terre des Hommes, dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. und dem Bundesfachverband umF. Das Projekt befasst sich mit der Qualifizierung von Fachkräften in Bezug auf die Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems. In diesem Rahmen werden Partner/innen aus der Türkei, Griechenland und Italien einen Einblick in ihre Arbeit geben und die Frage beantworten, unter welchen Voraussetzungen Zusammenführungen, Relocation und Resettlement in ihrer Praxis funktionieren und welche Unterstützung hierfür durch Fachkräfte in Deutschland geleistet werden kann.

Die Herbsttagung richtet sich an Mitarbeitende von Jugendämtern, Trägern der Jugendhilfe, Beratungsstellen, Vormund/innen und andere Personen die mit minderjährigen Geflüchteten arbeiten. Ihr Ziel ist zudem die bundesländerübergreifende Vernetzung zwischen Fachkräften.

21.10.2019 - 23.10.2019 im Jugendgästehaus Hauptbahnhof Berlin, Lehrter Straße 68, 10557 Berlin

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


01.08.2019

Bundeskonferenz „Sexuelle Bildung und Flucht“

Themen wie Liebe und Partnerschaft, Sexualität, die eigene geschlechtliche Identität und das Verhältnis zwischen den Geschlechtern gehören zum Menschsein elementar dazu. Trotzdem herrscht in sexualpädagogischen Fachkontexten oft Unsicherheit darüber, wie diese Themen auch mit geflüchteten Menschen behandelt werden können. Die Bundeskonferenz „Sexuelle Bildung und Flucht“ wird deshalb in Vorträgen, Workshops, Podiumsdiskussionen und Filmvorträgen Wege zu einer gelingenden Sexuellen Bildung im Kontext Flucht aufzeigen. Die Konferenz bündelt herausragende Expertise aus Theorie und Praxis: Die Hochschule Merseburg ist mit den deutschlandweit einzigartigen Studiengängen in Angewandter Sexualwissenschaft und Sexologie führend auf dem Gebiet der Sexuellen Bildung. Der Burgenlandkreis wiederum hat als bisher einziger Landkreis in Deutschland ein umfassendes Konzept zur Sexuellen Bildung im Kontext Flucht erarbeitet und umgesetzt und konnte dabei viele Erfahrungen in der Arbeit mit  Fachkräften, Einrichtungen und Geflüchteten zum Thema Sexualität sammeln.

Workshops:

  • Sexuelle Bildung im Fluchtkontext – praktische pädagogische Arbeit (Karoline Heyne, freie Referentin für Sexuelle Bildung und Sexualpädagogik)
  • Sexualpädagogisches Arbeiten mit jungen Geflüchteten (Helge Jannink, Institut für Sexualpädagogik ISP Hamburg/Berlin)
  • Sexualpädagogik und Prävention sexualisierter Gewalt in der Arbeit mit Mädchen / jungen Frauen (Dr. Delal Atmaca, DaMigra)
  • ZANZU - Einsatz des Webportals in der Praxis(Diana Kostrzewski, BZgA)
  • Männlichkeit, Sexualität, Migration (Carina Großer-Kaya, LAMSA)
  • Betroffene sexualisierter Gewalt unterstützen: Erfahrungen aus der traumasensiblen Beratungsarbeit (Michaela Koch und Daniela Rackow, Wildwasser Halle)
  • Schutzkonzepte und Prävention sexualisierter Gewalt (Maria Urban und Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, Hochschule Merseburg)

26.09.2019 - 27.09.2019 im Bundessprachenamt, Außenstelle Naumburg, Kösener Straße 50, 06618 Naumburg (Saale)

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:



30.07.2019

Studie: Wie nehmen junge Juden in Europa Antisemitismus wahr?

Vier von fünf jungen Jüdinnen und Juden in Europa sagen, dass der Antisemitismus in den vergangenen fünf Jahren zugenommen habe. 45 Prozent von ihnen tragen in der Öffentlichkeit keine erkennbaren jüdischen Symbole, da sie um ihre Sicherheit besorgt sind. Das ist das Ergebnis einer Studie der EU-Agentur für Grundrechte. Für die Untersuchung wurden mehr als 2.700 Jüdinnen und Juden im Alter von 16 bis 34 Jahren in 12 europäischen Mitgliedstaaten befragt.


30.07.2019

Aktuelle Gesetzgebung im Kontext der Arbeitsmarktintegration von Zuwander*innen

Am Freitag hat der Bundesrat das am 07. Juni vom deutschen Bundestag verabschiedete sog. Migrationspaket gebilligt. Neben dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG), das die Arbeitsmarktintegration von Drittstaatler*innen neu regelt, enthält das Paket diverse Gesetze mit teils gravierenden Auswirkungen für die Situation von Asylbewerber*innen und Geduldeten.

In dem neuen Newsletter wird Ihnen ein allgemeiner Überblick darüber geboten, was die neuen Migrationsgesetze für die Integration in Arbeit und Ausbildung bedeuten. Im Blickpunkt dabei das FEG, das Zweite Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht (sog. "Geordnete Rückkehr Gesetz"), das Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung, das Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz sowie das Dritte Gesetz zur Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes.


29.07.2019

Integrationspreis der BVV Mitte von Berlin

Die Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin lobt erneut einen Preis in Höhe von bis zu 2.000,00 € für erfolgreiche Projekte und Initiativen zur Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern aus. Vom 01.09.2019 bis 30.10.2019 können Einzelpersonen, Projekte, Vereine und Institutionen für den Preis vorgeschlagen werden. Vorschlagsberechtigt sind alle Einwohnerinnen und Einwohner mit Wohnsitz in Berlin. Hauptkriterien für die Vergabe: Integrationsfördernde Maßnahmen für den Bezirk Mitte mit hoher und nachhaltiger Wirkung, Originalität der Idee, mögliche Vorbildwirkung und parteipolitische Neutralität. Die Auswahl trifft der Integrationsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin als Jury.

Weitere Informationen:


26.07.2019

Geschlechtergleichstellung im gesellschaftlichen Wandel

MitGeN (Migration. Geschlechtergleichstellung. Niedersachsen.) ist ein Netzwerk von Akteur*innen aus den Bereichen Gleichstellung, Teilhabe und Migration, das mit dem Ziel arbeitet, Geschlechtergleichstellung in Niedersachsen zu fördern.

Neben einer Vorstellung des Netzwerks und einem Vortrag von Prof. Dr. Maureen Maisha Auma mit anschließender Diskussion wird es nachmittags Tische zum Mitdiskutieren zu Themen wie Intersektionalität, praktische Männlichkeitskritik mit Migranten* oder LSBTIQ* geben. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, beim Speed-Dating diverse Akteur*innen und gelingende Projekte aus der Migrations- und Teilhabearbeit aus ganz Niedersachsen kennenzulernen.

Das breite Veranstaltungsprogramm aus Wissenschaft und Praxis richtet sich an alle Akteur*innen der Arbeitsfelder Flucht, Migration, Gleichstellung und Teilhabe. Sie erwartet eine Vielzahl an Projektvorstellungen und Impulse für die Praxis sowie Diskussionen mit Expert*innen und kollegialer Austausch.

Die Veranstaltung wird mitgestaltet von: kargah e.V., mannigfaltig e.V., Gleichberechtigung und Vernetzung e.V., Queeres Leben in der Migrationsgesellschaft, amfn e.V., Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V., Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen e.V., MiSO Netzwerk Hannover e.V., Arbeits- und Sozialberatungs-Gesellschaft e.V.

12.09.2019 -  Kulturzentrum Pavillon | 30161 Hannover

Weitere Informationen:


26.07.2019

Bericht: Junge Geflüchtete im Bildungssystem – Herausforderungen für Schule, Politik und Verwaltung


24.07.2019

Beratung und Hilfen für von ehrbezogener Gewalt und Zwangsheirat bedrohter und betroffener Paare

Über die langjährige Beratungs- und Unterstützungspraxis des Niedersächsischen Krisentelefons gegen Zwangsheirat und auch der bundesweit angesiedelten Fachberatungsstellen und Zufluchtsstätten für von Zwangsheirat und Gewalt bedrohter und betroffener Mädchen, Frauen bzw. Jungen und Männer wurde in den vergangenen Jahren zunehmend deutlich, dass vermehrt auch Anfragen für homo- und heterosexuelle Paare auf der Flucht gestellt werden.

In Fällen drohender Zwangsheirat können neben dem Partner oder der Partnerin, die zwangsverheiratet werden soll, auch der Partner oder die Partnerin der eigenen Wahl bedroht werden. Es gibt somit auch Paare, die Schutz bedürfen.
Seit dem 01.07.2019 gibt es angedockt an das Niedersächsische Krisentelefon gegen Zwangsheirat das Projekt:

                    „Beratung und Hilfen für von ehrbezogener Gewalt und Zwangsheirat bedrohter und betroffener Paare“.

Ziel des Projekts ist es, ein bedarfsgerechtes sowie spezielles sozialpädagogisches und intensiven Beratungs- und Unterstützungsangebot für von ehrbezogener Gewalt und Zwangsheirat bedrohter und betroffener Paare anzubieten.


24.07.2019

Qualität in der Alphabetisierung mit Zugewanderten

Am 16. September findet die Berlinkonferenz des Projektes "KASA" mit dem Titel "Qualität in der Alphabetisierung mit Zugewanderten" statt.

Anmelden können Sie sich bis zum 01.09.2019 unter kasa.buero@giz
Bitte geben Sie bei der Anmeldung eine Arbeitsgruppe (a – d) an.

Die Teilnahme ist kostenlos

16.09.2019 - Berliner Stadtmission, Lehrter Strasse 68, 10557 Berlin.


23.07.2019

Rassismus und Diskriminierung erkennen und entgegen wirken

Rassismus und Diskriminierung und führen zur Benachteiligung von Personen oder Gruppen. Wie können wir Rassismus und Diskriminierung erkennen und wirksam reagieren? Welche Gesetze schützen Menschen vor Benachteiligung? Die Themenwelt des VHS-Ehrenamtsportals bietet eine umfassende Übersicht zu dem Thema.


22.07.2019

Flüchtlingskinder & Kita - Informationen für Eltern, Ehrenamtliche und Pädagog*innen

Das Infoportal fluechtlingshelfer.info hat eine hilfreiche Übersichtsseite mit Arbeitshilfen, Hintergrundinformationen sowie mehrsprachigen Materialien für Eltern zum Thema Kitabesuch zusammengestellt.

Warum ist es sinnvoll eine Kita besuchen? Haben geflüchtete Kinder Zugang zu Kindergartenplätzen? Wie läuft die Suche nach einem Kindergartenplatz? Was kostet ein Kindergartenplatz, und gibt es finanzielle Unterstützung? Diese und weitere Fragen werden auf der Übersichtsseite beantwortet.


19.07.2019

Integrationspreis der Stadt Essen

Am 13. Dezember 2019 wird zum ersten Mal der Integrationspreis „Zusammenleben in Essen“ vergeben. Der Integrationsrat der Stadt Essen und das Kommunale Integrationszentrum verleihen den Preis ab diesem Jahr im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Ratssaal des Essener Rathauses. Schirmherr ist Oberbürgermeister Thomas Kufen. Das diesjährige Motto lautet „Ehrensache! – Ehrenamt in der Flüchtlingsarbeit“.

Für den Preis können ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingsarbeit von Organisationen, Vereinen, Bildungseinrichtungen (z.B. Kindertageseinrichtungen, Schulen, Einrichtungen der Kinder-und Jugendarbeit), Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbänden, Migrantenorganisationen, Unternehmen sowie von Privatpersonen vorgeschlagen werden (sofern sie damit einverstanden sind). Es dürfen sich auch die Ehrenamtlichen selbst um den Preis bewerben. Im Rahmen der Bewerbung soll das ehrenamtliche Engagement beschrieben und konkret dargestellt werden. Die Bewerbungen erfolgen anhand eines auf der Internetseite der Stadt Essen bereitgestellten Bewerbungsbogens, der auch in ausgedruckter Form über Institutionen, Vereine und Verbände verteilt wird.

 

 


18.07.2019

"Yes, we can!" - Selbstwirksamkeitserwartung im Kontext von Flucht und Männlichkeit

"Yes, we can!" Dieser Ausruf, der ursprünglich aus einer Zeichentrickserie stammt, avancierte in den vergangenen Jahren zum politischen Statement. "Wir schaffen das!" wurde zur Verbalisierung der kollektiven Selbstwirksamkeitserwartung hinsichtlich aufkommender (inter)nationaler Herausforderungen, zumindest seitens der politischen Akteur*innen. Genauer betrachtet sagt dieser Satz jedoch nichts darüber aus, wer eigentlich was zu schaffen hat, geschweige denn wie. Hinsichtlich der wieder "neuen" Herausforderungen in 2015, eine Vielzahl neu ankommender Menschen aufzunehmen, wurde das "Wir" als deutsche Aufnahmegesellschaft und das "Was" als die neu ankommenden Menschen interpretiert.

Jungen* und junge Männer*, die Fluchterfahrungen gemacht haben, sind mindestens in der nahen Vergangenheit in ihrem Handeln erstaunlich wirksam gewesen. Von der Planung, Organisation und Finanzierung bis hin zur eigentlichen Flucht, wurden massive Ressourcen aufgetan und in Form vielfältiger Handlungen aktiviert. Zudem beginnt der Ausblick auf ein besseres Leben mit einer Vielzahl von Aufträgen im Gepäck, mit denen sie sich in ein Hilfesystem begeben, welches strenge Anforderungen an diese jungen Menschen stellt. Das Bedürfnis danach ein selbstbestimmtes Leben zu führen, erhöht den (Selbst-)Druck. All das sind Aufgaben, Situationen und Hürden, die mehr als nur Routine abverlangen. Gegenteilig verlangt dies ein extra Maß an geistiger wie körperlicher Anstrengung und Ausdauer.

Das Dilemma zwischen Druck und eingeschränkter Handlungsfähigkeit kann zudem Übertragungseffekte auf Fachkräfte haben, die sich in der Arbeit mit geflüchteten Jungen* befinden. Diese Übertragungseffekte können Symptome von sekundärer Traumatisierung und Burnout verursachen. Daher ist es zentral die Erwartungen an eigene Wirksamkeit der jungen Männer* nachzuvollziehen, um sie sensibilisiert für die Anforderungen ihrer individuellen Lebenswelt zu begleiten.

In dieser Fortbildung werfen wir einen Blick auf das Konzept von Selbstwirksamkeitserwartungen und erarbeiten Mechanismen und Schutzfaktoren, die Selbstwirksamkeit erfahrbar machen und erweitern. Zudem werden wir uns, mit einem Fokus auf Ressourcenorientierung und Resilienzförderung, der eigenen Selbstwirksamkeit im professionellen Handeln widmen, um einen achtsamen Blick auf Selbstfürsorge zu entwickeln und uns individuelle Strategien aneignen, die uns in Überlastungsmomenten widerstandsfähiger machen.

03.09.2019 -  im Dietrich-Keuning-Haus; Leopoldstraße 50-58, 44147 Dortmund

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


17.07.2019

Wie gelingt geflüchteten jungen Frauen und Mädchen der schulische und berufliche Werdegang?

Etwa ein Drittel der nach Deutschland geflüchteten Menschen sind Frauen. Sie haben ihre Heimat verlassen und sich in der Verantwortung für ihr eigenes und möglicherweise für das Leben ihrer Kinder auf den Weg gemacht, um unhaltbaren Lebensbedingungen zu entgehen. Doch was erwartet sie nun in Deutschland? Ihre spezifischen Probleme bei der Unterbringung, der psychologischen Betreuung, der sozialen Teilhabe sowie bei der Beteiligung an Bildungs- und Erwerbschancen verdienen einer gesonderten Aufmerksamkeit. Ein zweijähriges Projekt im Netzwerk der BAG KJS hat die Frage nach dem schulischen und beruflichen Werdegang von geflüchteten Mädchen und jungen Frauen in ihren jeweiligen Lebenssituationen in den Mittelpunkt gestellt. Mit der Identifikation der Rahmenbedingungen, die erfolgreiche Bildungsbiografien von geflüchteten Mädchen und jungen Frauen unterstützen, widmet sich die Projektdokumentation einem weitgehend unbeachteten Thema.


16.07.2019

Gute Nachbarschaft – wer schafft das wie?

Zuwanderung, demografischer Wandel und der gesellschaftliche Umbruch durch Digitalisierung sind enorme Herausforderungen für unsere Demokratie und das Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

Für die Kommunen zeigen sich diese Veränderungen ganz unmittelbar und direkt im Sozialraum des Quartiers, der Gemeinde: im Gemeinwesen vor Ort. Wie gehen die Kommunen mit diesen “neuen Nachbarschaften” um?  Wie gelingt das Zusammenleben trotz der z.T. schwierigen Herausforderungen?  Dabei zeigt sich Gemeinwesenarbeit als ein wirksames Konzept. Entsprechend entwickeln immer mehr Kommunen eine Strategie zur Gemeinwesenarbeit.

  • Was ist professionelle Gemeinwesenarbeit?
  • Was braucht Gemeinwesenarbeit um “Gute Nachbarschaft” zu ermöglichen?

Diese und weitere Fragen sollen an diesem Tag mit Expert*innen sowohl aus der Planung, als auch aus der Sozialarbeit betrachtet werden. Im Mittelpunkt der Tagung stehen Praxisbeispiele von kommunalen Ansätzen aus Niedersachsen.

Präsentiert werden kommunale Strategien sowohl aus dem städtischen als auch aus den ländlichen Räumen.

Ziel ist es, Gemeinwesenarbeit aus Sicht der niedersächsischen Kommunen – Gemeinden, Städte und Landkreise - zu beleuchten und gemeinsam zu überlegen, wie die Verbreitung und Weiterentwicklung aussehen soll.

16.09.2019 -  Akademie des Sports, Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover

Weitere Informationen, sowie zur Anmeldung:


16.07.2019

Neue Wege für legale Migration nach Europa: Die Europäische Union im Spannungsfeld zwischen Rhetorik, begrenzten Kompetenzen und mitgliedstaatlichen Interessen

Die Förderung legaler Migration zu Erwerb- und Ausbildungszwecken wird rhetorisch als Kernbestandteil einer umfassenden Migrationspolitik dargestellt, im Sinne eines breit angelegten Migrationsmanagements in Kooperation mit Drittstaaten – die Kompetenz der EU in der auswärtigen Migrationspolitik wird durch die Mitgliedstaaten jedoch eingeschränkt. Diese Kurzinformation zeigt die Widersprüchlichkeiten bei der internen und externen Gestaltung der EU-Politik im Bereich der legalen Migration auf. Eine vollständige Harmonisierung dieses Politikfelds ist aus Sicht SVR-Forschungsbereichs außer Reichweite. Dennoch sollten die EU und ihre Mitgliedstaaten den Mehrwert gemeinsamer Initiativen besser herausstellen und ihre Versprechen, legale Migration zu Erwerbs- und Ausbildungszwecken zu fördern, mit Substanz hinterlegen.


15.07.2019

The Poetry Project e.V

"The Poetry Project e.V." ist ein viersprachiges Lyrik-Projekt. Es baut multilinguale Jugend-Schreibgruppen (Persisch, Arabisch, Deutsch und Englisch) in ganz Deutschland auf und organisiert öffentliche Lesungen. Ziel des Projekts ist der Dialog zwischen Geflüchteten aus dem persischen und arabischen Raum und hier Aufgewachsenen.

Gefördert wird das Projekt durch das "Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben“ (BAFzA) und die "Bundeszentrale für politische Bildung" (bpb). 
Das Projekt wurde mit dem Else-Lasker-Schüler-Lyrik-Preis 2018 ausgezeichnet. Einen ersten Gedichtband, unsere Anthologie haben wir bereits in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin herausgegeben. Zu unseren Unterstützern zählen unter anderem Herbert Grönemeyer, Günter Wallraff und der persische Popstar Aryana Sayeed, zusammengearbeitet haben wir außerdem mit der Berliner Schaubühne und der Choreografin Sasha Waltz.

Ziel von „The Poetry Project“ ist es, einen Raum zu schaffen, in dem junge Geflüchtete und deutsche Jugendliche sich selbst und ihre eigene Stimme lyrisch erfahren und direkt miteinander in Dialog treten können. Auf Ebene der Poesie und somit im Schutzraum der Kunst können sie so den jeweils Anderen kennenlernen und persönliche wie kollektive Geschichten miteinander teilen. Gleichzeitig tragen wir diesen Dialog nach außen, indem wir öffentliche Lesungen organisieren und Gedichte publizieren.