Aktuelles

Informieren Sie sich über die aktuellen Neuigkeiten und Aktivitäten aus den Bereichen Integration & Prävention

08.11.2018

Abschlussveranstaltung des Programms Gemeinsam Mittendrin Gestalten – Geflüchtete Jugendliche stärken

Zwei Jahre lang begleitete „Gemeinsam Mittendrin Gestalten – Geflüchtete Jugendliche stärken” geflüchtete Jugendliche und Fachkräfte an drei Projektstandorten, um Partizipation junger Menschen zu fördern. Nun geht das Programm zu Ende und Sie haben die Möglichkeit, an der Abschlussveranstaltung in Offenbach teilzunehmen.

Das Programm, das von der Bertelsmann Stiftung gefördert wird, war mit dem Ziel gestartet, Konzepte und Methoden zur Beteiligung geflüchteter Jugendlicher im Alter von 14 bis 27 Jahren zu erproben und weiterzuentwickeln. Durch konkrete Projekte an den Modellstandorten der „Medien-Etage“ in Offenbach, dem Jugendzentrum „Auf der Höhe“ in Trier und dem „Kinder- und Jugendhaus“ in Weißenfels wurden junge Menschen mit Fluchtgeschichte befähigt, sich an Verfahren und Entscheidungen kompetent und aktiv zu beteiligen und selbst Initiative zu ergreifen. Dabei wurden diese durch die Erfahrung und das Wissen kommunaler Partner unterstützt. 

Da das Programm auf das Empowerment und die damit verbundene Partizipation junger Menschen zielt, wird sich dies auch in unserem Abendprogramm widerspiegeln. Denn Jugendliche mit Fluchterfahrung sind in erster Linie junge Menschen mit individuellen Stärken und Interessen. Ihre aktive Mitgestaltung des Abends zeigt, dass Teilhabe maßgeblich für Entwicklung und die Eigengestaltung ihres Lebens ist. Entsprechend bunt und vielfältig wird die Veranstaltung.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung.


07.11.2018

Berlin braucht dich! - Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Migrationshintergrund

"Berlin braucht dich!” – im Rahmen dieser Kampagne richten sich Berliner Betriebe und der Öffentliche Dienst an Berliner Jugendliche mit Migrationshintergrund, die sie für eine Ausbildung beim Land Berlin gewinnen wollen. Rechtzeitig zum Beginn der Bewerbungsphase für das Ausbildungsjahr 2019 werden Jugendliche aufgerufen und motiviert, sich für eine Ausbildung beim Land Berlin zu bewerben. Über eine Hotline oder per Mail erhalten sie bei Bedarf die Möglichkeit zur Beratung durch das Berufliche Qualifizierungsnetzwerk für Migrantinnen und Migranten (BQN) Berlin, das “Berlin braucht dich!” im Auftrag des Integrationsbeauftragten umsetzt.
Das umfangreiche Ausbildungsangebot im Öffentlichen Dienst und der Berliner Betriebe mit Landesbeteiligung ist auf der Ausbildungsplatzbörse von Berlin braucht dich! einzusehen. Parallel zur U-Bahn-Werbung werden diese Angebote auf Social-Media-Plattformen beworben.


07.11.2018

#DarüberReden

Bundesweite Kampagne gegen Diskriminierung gestartet

Zwei Monate lang thematisiert das Redaktionsteam von #DarüberReden auf Facebook, Instagram und Twitter Diskriminierungserfahrungen und will junge Menschen von 16 bis 26 Jahren dazu anregen, eigene Erlebnisse zu teilen. In Medien für junge Zielgruppen, auf Job- und Wohnungssuche-Portalen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln werden die Aufrufe zum Mitmachen verbreitet. #DarüberReden möchte junge Menschen im Dialog für Benachteiligung sensibilisieren und sie darüber aufklären, wie man sich gegen Diskriminierungen wehren kann. Begleitend zur Kampagne werden Unterrichtsmaterialien für Schulen erarbeitet und Live-Events mit prominenten Gästen veranstaltet. Eine #DarüberReden-Abschlussveranstaltung im Januar wird die geschilderten Erfahrungen auswerten und politische Antworten formulieren.

Weitere Informationen sind auf der Website der Kampagne zu finden


06.11.2018

Vielfalt. Kompetent. Lehren. Geschlechterreflektierte und diskriminierungskritische Pädagogik im Schulkontext

Ziel des 3-moduligen Fortbildungskonzeptes ist die Sensibilisierung und Qualifizierung pädagogischer Fach- und Lehrkräfte unterschiedlicher Schulstufen für die Auseinandersetzung mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Die Fortbildungsveranstaltung verfolgt einen mehrdimensionalen Ansatz durch den Einsatz unterschiedlicher Methoden und didaktischer Instrumente in Anlehnung an die Trias der Menschenrechtsbildung mit den drei Ebenen der Lebensformenpädagogik als kritisches reflektierendes Bildungskonzept: Wissenserwerb auf der kognitiven Ebene, erfahrungsbezogenes Lernen auf der reflexiven Ebene und praxisbezogenes Lernen auf der Handlungsebene.
Die Fortbildung ist über das Kompetenzzentrum Göttingen als anerkannte Lehrkräftefortbildung ausgeschrieben und für Lehrkräfte verschiedener Schulformen aller Bundesländer zugänglich.
Referent*innen: Annette Bartsch, Leiterin der Zentralstelle für Weiterbildung der TU Braunschweig, Juliette Wedl, Geschäftsführerin Braunschweiger Zentrum für Gender Studies und Pascal Mennen, Lehrer, SCHLAU Niedersachsen.

Anmeldeschluss ist der 10.11.2018.


05.11.2018

Studie: „Kinderrechte: Schutz, Entwicklung und Teilhabe für junge Geflüchtete stärken“

Bei der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland gibt es nach wie vor Herausforderungen zu bewältigen, unter anderem im Hinblick auf den Schutz von geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Ein Themendossier der Initiative „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ stellt Hintergrundwissen und Handlungsempfehlungen für die Umsetzung von Kinderrechten in der Arbeit mit geflüchteten jungen Menschen vor. U. a. umfasst das Dossier verschiedene Praxisbeispiele für die kommunale Arbeit.

02.11.2018

Interkulturelle Kommunikation und Konfliktmanagement im islamischen Kontext

Im Seminar wird kulturspezifisches Hintergrundwissen vermittelt, eigene wie unbekannte Werte und Verhaltensweisen plastisch erlebbar gemacht. Die Teilnehmer*innen erarbeiten sich Wissen über islamische Modelle des Umgangs mit Konflikten. Mit den Erfahrungen aus dem Workshop erweitern sich Ihre Handlungsoptionen und Sie agieren auch in angespannten Situationen professionell und situationsgerecht.

Zur Online-Anmeldung


02.11.2018

Studie: Integration von Türkeistämmigen in Deutschland

In ihrem Working Paper zu "Türkeistämmigen in Deutschland" untersucht Susanne Schührer den Stand der Integration von Personen der ersten und zweiten Generation aus der Türkei. Die Studie gibt interessante Einblicke in die Lebensrealitäten und die Identifikation der Türkeistämmigen in Deutschland. Integration ist dabei als das Zusammenspiel unterschiedlicher Menschen innerhalb einer Gesellschaft zu verstehen.


01.11.2018

Bericht: Gemeinsam gestalten.

Als zentrales Ergebnis des vom Bundesamt geförderten Modellprojekts "DialogBereiter - Unterkunft sucht Nachbarschaft" liefert das Handbuch "Gemeinsam gestalten" Antworten auf viele Fragen aus der Praxis der Integrationsarbeit.

Dabei verfolgt das Handbuch nicht das Ziel, etwas ganz Neues zu entwickeln, das Rad neu zu erfinden oder zu behaupten man wüsste wie Integration funktioniert. Vielmehr soll das Handbuch, das voneinander Lernen unterstützen, Fragen aufwerfen und Handlungsempfehlungen geben, die aber auch immer wieder hinterfragt werden können.

In mehr als 300 Gesprächen und standardisierten Interviews mit Geflüchteten, Ehren- und Hauptamtlichen sowie sonstigen Akteuren in der unmittelbaren Nachbarschaft von Flüchtlingsunterkünften haben die DialogBereiter dazu die Bedürfnisse Geflüchteter an dem Selbstverständnis der Ehrenamtlichen gespiegelt und die vier Phasen der Integration "Ankommen – Erkunden – Lernen - Unabhängig werden" nie aus den Augen verloren.

 


01.11.2018

So kann Integration – ein Handbuch aus der Praxis

Gemeinsam gestalten – voneinander lernen mit dem Handbuch des Modellprojekts "DialogBereiter"

Als zentrales Ergebnis des vom Bundesamt geförderten Modellprojekts "DialogBereiter - Unterkunft sucht Nachbarschaft" liefert das Handbuch "Gemeinsam gestalten" Antworten auf viele Fragen aus der Praxis der Integrationsarbeit.

Dabei verfolgt das Handbuch nicht das Ziel, etwas ganz Neues zu entwickeln, das Rad neu zu erfinden oder zu behaupten man wüsste wie Integration funktioniert. Vielmehr soll das Handbuch, das voneinander Lernen unterstützen, Fragen aufwerfen und Handlungsempfehlungen geben, die aber auch immer wieder hinterfragt werden können.

In mehr als 300 Gesprächen und standardisierten Interviews mit Geflüchteten, Ehren- und Hauptamtlichen sowie sonstigen Akteuren in der unmittelbaren Nachbarschaft von Flüchtlingsunterkünften haben die DialogBereiter dazu die Bedürfnisse Geflüchteter an dem Selbstverständnis der Ehrenamtlichen gespiegelt und die vier Phasen der Integration "Ankommen – Erkunden – Lernen - Unabhängig werden" nie aus den Augen verloren.


30.10.2018

Übersicht der Förderprogramme im Themenbereich Integration und Partizipation

Jährlich stellen die EU, der Bund, die verschiedenen Senatsverwaltungen des Landes Berlin sowie Vereine und Stiftungen in erheblichem Umfang Fördermittel für die Integration und Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund zur Verfügung. Zielgruppe der Fördergelder sind zumeist private Projektträger, die damit ihre Arbeit zur Integration von Zugewanderten finanzieren. Die Antragsfristen variieren und sind in der Übersicht in der Regel gekennzeichnet. Um die Suche nach einzelnen Programmen zu vereinfachen, ist sie in drei Bereiche aufgeschlüsselt:Förderprogramme des Landes Berlin, Förderprogramme des Bundes und der EU, und Stiftungen und Förderprogramme von Vereinen.


30.10.2018

Broschüre: Projektförderung des Bundesamtes

Die Broschüre "Die Projektförderung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge" informiert Sie über die Fördermöglichkeiten im Bereich Integration.

Projekte vor Ort, Modellprojekte, Schulungen: Das Bundesamt fördert im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zahlreiche Maßnahmen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Die Broschüre "Die Projektförderung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge" gibt jetzt erstmals einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Förderprogramme.


29.10.2018

Meine neue Heimat. Kleine Bürgerkunde

Schutzsuchende aus anderen Kulturen möchten oft möglichst viel über unsere Gesellschaft, die Geschichte und unsere Gesetze erfahren. Doch wie kann man sie dabei unterstützen? Die Deutsche Gesellschaft e. V. bietet für die bessere Integration von Geflüchteten ein Projekt an. Das steht unter dem Motto "Meine neue Heimat. Kleine Bürgerkunde" und sieht Workshops zu verschiedenen Themen vor. Im Landkreis Spree-Neiße und in der kreisfreien Stadt Cottbus läuft das Projekt erfolgreich.

Was gehört zur Kultur und den Traditionen in Deutschland? Die elf Teilnehmer am Workshop "Meine neue Heimat. Kleine Bürgerkunde" mussten nicht lange überlegen. Viele Dinge sind ihnen aufgefallen, die anders sind als in ihren Heimatländern. Das reicht von Bier, Kartoffelsalat und Fußball über Sprache, Schrift und die Bildung bis hin zu Pünktlichkeit, Genauigkeit und vor allem Sicherheit. Zu Beginn des Workshops schrieben sie in Stichpunkten all diese Dinge auf ein großes Blatt Papier. Anschließend diskutierten sie munter darüber


26.10.2018

Studie: Diskriminierung in Stellenanzeigen

Stellenanzeigen enthalten nur sehr selten eindeutige Diskriminierungen. Das geht aus einer aktuellen bundesweiten Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) hervor. Allerdings nutzten Arbeitgeber noch zu wenig die Möglichkeit, Stellenanzeigen so zu formulieren, dass sich möglichst viele und unterschiedliche Personen angesprochen fühlen. Dadurch entgingen Arbeitgebern besonders in Zeiten des Fachkräftemangels wichtige Potentiale, so die ADS. In acht Prozent aller diskriminierenden Stellenanzeigen spiele das Merkmal "ethnische Herkunft" eine Rolle. Dabei ginge es in allen Fällen um die Anforderung "Deutsch als Muttersprache".


26.10.2018

Familiennachzug zu Geflüchteten

Berater*innen sind immer wieder mit Fragen von Geflüchteten konfrontiert, ob und wie sie ihre Familien nach Deutschland holen können. Die rechtlichen Grundlagen sind komplex: wer hat ein Recht auf Familiennachzug, und für welche Familienangehörigen gilt es? Was beinhalten die Neuregelungen zum Familiennachzug zu Geflüchteten mit subsidiärem Schutz? Welche Besonderheiten gibt es beim Familiennachzug zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen? Wo und wann sollten Anträge gestellt und Termine gebucht werden? In der Fortbildung sollen ausgehend von den rechtlichen Grundlagen (allgemeine Regelungen zum Familiennachzug und Besonderheiten des humanitären Familiennachzuges) Antworten auf diese Fragen gegeben werden.

Referent*innen: Miriam Wollmer und Sebastian Muy (Sozialarbeiter*innen, BBZ - KommMit - für Migranten und Flüchtlinge e.V., Berlin)

Zielgruppe: Das Seminar richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Flüchtlingsberater*innen und Rechtsanwält*innen in der Flüchtlingsarbeit. Grundlagenkenntnisse im Asyl- und Aufenthaltsrecht werden vorausgesetzt.

Zur Anmeldung:


25.10.2018

Bericht über die Situation unbegleiteter ausländischer Minderjähriger in Deutschland

Der Bericht der Bundesregierung zur Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge liegt seit dem 19.9.2018 vor. Auf Basis einer Befragung der Länder, der Jugendämter sowie von Einrichtungen der Jugendhilfe wird hinsichtlich der Umsetzung des Gesetzes zur Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher auf behördlicher und struktureller Ebene in den Ländern und Kommunen Stellung bezogen. Der Bericht beschreibt die Lebenssituation der unbegleiteten minderjährigen und jungen volljährigen Geflüchteten auf Basis der Befragung. Es wird darauf verwiesen, dass die Einbeziehung der Zielgruppe selbst in einer Befragung zur Evaluation des Gesetzes im Jahr 2020 erfolgen wird.

Die befragten Jugendämter und Fachverbände schildern laut des Berichts einerseits einen guten Ablauf des Verteilverfahrens. Zugleich dokumentiert der Bericht, dass junge Menschen sich der Verteilung noch immer entziehen, untertauchen und sich eigenständig zu Freunden und Verwandten oder in städtische Ballungsgebiete begeben. Angaben zur steigenden alltagsrelevanten psychischen Belastung aufgrund von traumatischen Erfahrungen im Herkunftsland und während der Flucht bestätigen auch die Ergebnisse der Online-Befragung durch den Bundesfachverband vom Herbst 2017. Einschätzungen zur bedarfsdeckenden gesundheitsbezogenen Angebotspalette und Versorgungsstruktur für die Zielgruppe im Bundesgebiet unterscheiden sich offenbar regional sehr stark. Der Bericht führt aus, dass die behördlichen und rechtlichen Hindernisse bei der Familienzusammenführung unbegleitete Minderjährige stark belasten. Hieraus resultierende Frustrationen und Schuldgefühle werden als Integrationshemmnisse benannt.


25.10.2018

„Vielfalt macht´s möglich – mit Integration den demografischen Wandel gestalten“

Am 10.11.2018 von 10:00 bis 16:00 Uhr findet in der Stadthalle Osterode am Harz eine Konferenz zum Thema Integration und Demografie statt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, Akteurinnen und Akteure der Demografie- sowie Integrationsarbeit, Politik sowie Verwaltung sind herzlich eingeladen, um gemeinsam mit uns mögliche Problematiken im Landkreis aufzuzeigen und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Neben interessanten Vorträgen werden auch vier spannende Workshops angeboten, bei denen Sie herzlich eingeladen sind sich mit einzubringen.

Die Veranstaltung ist kostenlos.
Zur Anmeldung sowie weiteren Informationen:

 



23.10.2018

Förderprogramm: Der Jugend eine Chance

Engagement ist auch in der Soziokultur keine Selbstverständlichkeit, sondern bedarf einer besonderen Motivation und Unterstützung. Das gilt insbesondere für junge Menschen, die erste persönliche Erfahrungen mit Kunst und Kultur sammeln wollen und dabei viele – vor allem auch finanzielle Hürden - überwinden müssen. Mit seinem Förderprogramm für junge Initiativen will der Fonds Soziokultur Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren die Möglichkeit geben, eigene Projektideen im soziokulturellen Praxisfeld zu entwickeln und umzusetzen. Es hat den Anspruch, die kreativen Potentiale junger Menschen zu wecken und zu fördern. Ziel ist dabei, Jugendliche zum (längerfristigen) Engagement im soziokulturellen Praxisfeld zu ermutigen.

Junge Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, die sich zu einer Initiative oder einem Verein zusammengeschlossen haben, können Fördermittel beantragen. Aus dem Antrag muss dabei erkennbar werden, dass das Projekt in eigener Verantwortung der Jugendlichen geplant und realisiert werden soll.

Die Antragsfrist endet am 2.November 2018


23.10.2018

FAQ - Vermieten an Menschen mit Fluchterfahrungen

Vermieter*innen haben oft einige Fragen, wenn Sie ihre Wohnung Mieter*innen mit Fluchterfahrung geben möchten. Neben der Höhe der Miete geht es auch Fragen zum Verwaltungsprozess, Aufenthalt und Kommunikation. In dem FAQs wurden auf die wichtigsten Punkte Antworten verfasst, die Sie in Ihrem Vorhaben unterstützen sollen.


22.10.2018

Leitfaden zur Identifizierung von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten in Berlin

Europäisches Recht legt Kriterien fest, nach denen bestimmte Personengruppen unter den Asylsuchenden als in besonderem Maße schutzbedürftig gelten. Sie haben einen Anspruch auf die ihren Bedürfnissen entsprechende Unterstützung, Hilfeleistung, Behandlung oder Schutz. Jetzt wurde ein Leitfaden erarbeitet, der Mitarbeitenden des Sozialdienstes konkrete Hinweise für ihre Gesprächsführung gibt.

Der vorliegende Leitfaden soll die in interkultureller Kompetenz versierten Mitarbeitenden des Sozialdienstes im LAF dazu befähigen und dabei unterstützen, bestmöglich Hinweise auf eine besondere Schutzbedürftigkeit im Rahmen des persönlichen Beratungsgesprächs mit Geflüchteten zu erkennen, in dessen Folge die erforderliche Versorgung und/oder eine adäquate Unterbringung eingeleitet werden kann.


19.10.2018

KuB: Projekt “Formulare verstehbar machen“

Das Projekt “Formulare verstehbar machen” der Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen (KuB) hat auch dieses Jahr wieder einige wichtige Formulare in mehrere Sprachen übersetzt. Alle übersetzten Formulare können kostenlos heruntergeladen werden.


19.10.2018

Veranstaltungen: Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung im Kontext der Unterbringung von Geflüchteten

Der Workshop bietet Reflexionsmöglichkeiten und Handlungsanregungen zum Thema Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung für praktisch und multiplikatorisch Arbeitende. Er knüpft dabei an eine vom BICC erstellte Studie zur Situation in Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete in NRW an. Im Zentrum des Tagesworkshops stehen dabei die konkreten Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten der Teilnehmenden. Im kollegialen Austausch werden Fragen erörtert und die verschiedenen professionellen Perspektiven zusammen geführt.

Themenschwerpunkte sind:

  • Wahrnehmung von Gewalt und Konflikten
  • Reflexion der eigenen Rolle im (Unterstützungs-)System
  • Handlungsspielräume und Restriktionen
  • Kollegialer Austausch über konkrete Herausforderungen

Weitere Informationen und eine Übersicht der einzelnen Veranstaltungen:


18.10.2018

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auf ihrem Weg in die Volljährigkeit – Herausforderungen und Hilfestellungen

Viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in den letzten Jahren nach Deutschland geflohen sind, stehen nun kurz vor der Volljährigkeit. Für viele stellt sich die Frage, wie es dann weitergeht. Welche Rechte haben sie? Und wie können sie bei dem Übergang in die Volljährigkeit unterstützt werden?

Die Fachtagung richtet sich an alle Fachkräfte der öffentlichen und freien Jugendhilfe, die mit geflüchteten minderjährigen und jungen Erwachsenen zusammenarbeiten sowie alle weiteren Interessierten, die in dem Arbeitsfeld tätig sind oder es werden wollen.

Die Anmeldegebühr für die Fachtagung beträgt 90 Euro (bzw. 70 Euro ermäßigt).
Anmeldungen werden per Email (veranstaltung@ibis-ev.de) entgegengenommen.

 

Weitere Informationen sowie das komplette Programm.


18.10.2018

Statistik: Einwanderung nach Deutschland sinkt weiter

Die Einwanderung nach Deutschland ist im vergangenen Jahr abermals gesunken. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, zogen 2017 rund 416.000 Menschen mehr zu als fort. 2016 hatte der sogenannte Wanderungsüberschuss noch rund 500.000 Personen betragen. Im Jahr 2015, dem Höhepunkt des Flüchtlingsandrangs, lag dieser Wert bei 1,14 Millionen.


17.10.2018

Guter Start für geflüchtete Familien

Auch wenn sich die Bedürfnisse der Familien mit Fluchterfahrung nicht grundlegend von denen anderer Familien unterscheiden, so leben sie oft unter schwierigen Bedingungen und häufig in Erstaufnahmeeinrichtungen.

Die Ausgabe wirft einen Blick auf die Situation geflüchteter Familien; unter anderem beantworten die Expertinnen Professor Marga Günther und Professor Anke Kerschgens die Frage, wie Fachkräfte in den Frühen Hilfen bei Geflüchteten stabile Eltern-Kind-Beziehungen unterstützen können.


16.10.2018

Fachtagung: Über_Lebenswirklichkeiten: Junge Geflüchtete in Brandenburg

In Brandenburg leben aktuell über 8000 Kinder und Jugendliche aus geflüchteten Familien. Das Engagement seitens der Jugendarbeit ist beeindruckend groß, der Unterstützungsbedarf für die Jugendlichen enorm. Es stellt sich die Frage, was junge Menschen, die ihre Herkunftsländer aufgrund von existentieller Lebensbedrohung verlassen mussten, tatsächlich benötigen, um im Ankunftsland psychische Entlastung sowie das Gefühl von einem „Ankommen“ zu erfahren.

  • Welche Angebote der Jugend(verbands)arbeit sind sinnvoll, und wie sehen gelingende Empowerment-Projekte aus?
  • Wie erleben die Jugendlichen selbst die vorhandene Unterstützungsstruktur?
  • Und wie können Jugendverbände und Vereine bedarfsgerecht agieren, wenn junge Menschen sich im Kreislauf von unsicherem Aufenthaltsstatus, Bildungsanforderungen, Trauma, Spracherwerb und dem gleichzeitig dringenden Bedürfnis nach Spaß und Erholung bewegen?

Auf der Fachtagung wird u.a. die Fotoausstellung „Eindrücke“ zu sehen sein. Diese wurde von geflüchteten Schüler*innen des OSZ Teltow-Fläming gestaltet und gibt auf eindrückliche Weise deren Sicht auf ihre jeweiligen Heimatländer sowie auf die Flucht nach Europa wieder.

Die Teilnahme am Fachtag ist kostenfrei. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist erforderlich.
Fahrtkosten für Ehrenamtliche können auf Anfrage erstattet werden.

Weitere Informationen.


16.10.2018

Spielsucht: Internetportal "verspiel-nicht-dein-leben.de"

In Deutschland liegt aktuellen Studien zu Folge die Zahl der Personen, die Suchtverhalten beim Glücksspiel aufweisen, zwischen 134.000 und 416.000. Bei betroffenen Glücksspielerinnen und -spielern beherrscht das Glücksspielen irgendwann die gesamte Lebensführung und Gedankenwelt. Die Betroffenen vernachlässigen Familie und Freundeskreis, soziale Kontakte und den Beruf.

Die Website "verspiel-nicht-dein-leben.de" informiert und berät mehrsprachig und bietet Hilfen für Betroffene.


15.10.2018

ESF-Modellprogramm "JUGEND STÄRKEN im Quartier"

Mit JUGEND STÄRKEN im Quartier bündeln erstmalig zwei Bundesministerien in einem gemeinsamen Programm Mittel des Europäischen Sozialfonds zur Förderung von Angeboten für junge Menschen zur Überwindung von sozialen Benachteiligungen und individuellen Beeinträchtigungen am Übergang von der Schule in den Beruf. Der Schwerpunkt liegt in den Gebieten der „Sozialen Stadt“ und vergleichbaren Brennpunkten.

In der ersten Förderrunde 2015 bis 2018 setzen 178 Modellkommunen Projekte zur Förderung junger Menschen durch öffentliche und freie Träger im Bereich Jugendsozialarbeit um. Der Bund beteiligt sich hieran mit rund 115 Millionen Euro aus dem ESF und 5 Millionen Euro Bundesmitteln. Dadurch wird die kommunale Jugendsozialarbeit vor Ort entscheidend gestärkt. 


12.10.2018

Auf verlorenem Posten? Unterstützung von Betroffenen rassistischer Gewalt – Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten in der Praxis

Der Fachtag richtet sich an Interessent_innen verschiedener Professionen, Geflüchtete und ehrenamtlich tätige Menschen, die mit Betroffenen rassistischer Gewalt arbeiten. Die Themen Rechte, Schutz, Beratung und Therapie für Betroffene sollen aus sozialarbeiterischer, juristischer, beraterischer und psychosozialer Sicht vor dem Hintergrund rassismuskritischer Gesichtspunkte und menschenrechtlicher Standards beleuchtet werden. Dabei soll die Betroffenen-Perspektive im Fokus stehen.

Im Rahmen dieses Fachtags wird erstmals ein Austausch in dieser Breite ermöglicht und, so der Wunsch, der Grundstein für einen (regelmäßigen) organisierten Austausch und eine tragfähige Vernetzung gelegt.

28.11.2018
Alte Feuerwache Köln Melchiorstraße 3 50670 Köln

Anmeldeschluss ist der 15.11.2018.
Weitere Informationen sowie Anmeldung unter: fachtag@opferberatung-rheinland.de


12.10.2018

NIFA - Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit

Der erfolgreiche Weg von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt

Ein Schlüssel zur Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft und ein Grundstein für ein selbstständiges Leben ist die Aufnahme einer Ausbildung oder Beschäftigung. Die komplexen aufenthalts- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen erfordern hierbei besondere Beratungs- und Unterstützungsangebote sowohl für Flüchtlinge als auch für Arbeitgebende und andere Akteure, die am Integrationsprozess beteiligt sind. Um folglich für Geflüchteten den Zugang zum Arbeitsmarkt sowie nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse zu ermöglichen, bedarf es der Unterstützung durch Expertinnen und Experten. So können individuelle Förderketten erschlossen und Geflüchtete wie Arbeitgebende erfolgreich durch die komplexen Anforderungen und Rahmenbedingungen begleitet werden.

Bei den Mitarbeitenden des Projekts NIFA - Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit handelt es sich um Expertinnen und Experten mit langjähriger Erfahrung. NIFA unterstützt Geflüchtete, Arbeitgebende, Ehrenamtliche, Kommunen und weitere Arbeitsmarktakteure, um gemeinsam mit und für Geflüchtete nachhaltige Perspektiven zu schaffen.

 

Ausführlicher Bericht über das Projekt:


11.10.2018

Bundeshilfen für Flüchtlinge werden verlängert

Die Bundesregierung will Länder und Kommunen bei der Integration von Flüchtlingen finanziell stärker unterstützen. Die zusätzlichen Bundes-Hilfen für Länder und Kommunen werden um ein weiteres Jahr verlängert.

Die während des Flüchtlingsandrangs 2016 vereinbarten zusätzlichen Bundes-Hilfen für Länder und Kommunen werden um ein weiteres Jahr bis Ende 2019 verlängert. Das teilte das Finanzministerium am Dienstag in Berlin auf Nachfrage mit. Der Gesetzentwurf soll an diesem Mittwoch im Kabinett verabschiedet werden. Hinzu kämen Entlastungen für die Länder, die nicht im Zusammenhang stünden mit der Bewältigung der Ausgaben für die Integration von Flüchtlingen, erklärte eine Sprecherin.


11.10.2018

Arbeitshilfe: Junge Geflüchtete für die duale Berufsausbildung gewinnen

Junge Geflüchtete haben fast ihr ganzes Leben noch vor sich. Wer zum Thema duale Ausbildung berät, kann einem jungen Menschen den vielleicht entscheidenden Anstoß für seine (Arbeits-)Biographie geben. Dafür sind mindestens drei Aspekte unverzichtbar: Motivation. Information. Unterstützung.

Doch so leicht, wie die zentralen Themen umrissen sind, so schwer fällt bisweilen die Umsetzung: Was kann/soll ich nicht mehr schulpflichtigen Geflüchteten sagen und welche Informationen sind vielleicht nicht ganz so wichtig? Auf welche Weise kann ich am besten informieren und nachhaltig überzeugen? Wie unterstütze ich potenzielle Auszubildende optimal?

Diese Arbeitshilfe basiert auf den Empfehlungen des Facharbeitskreises und präsentiert die wichtigsten Erkenntnisse der KAUSA Servicestellen in Bonn, Gießen, Hagen und Hamburg. Sie wendet sich an Beraterinnen und Berater in ganz Deutschland und will sie bei ihrer Arbeit unterstützen. Dazu kombiniert sie die wichtigsten Themen mit Illustrationen und vielfach erprobten Veranstaltungsformaten – für eine optimale Motivation, Information und Unterstützung junger Geflüchteter.


10.10.2018

Bremer und Bremerhavener IntegrationsNetz (bin)

Das Projekt berät Asylbewerberinnen und Asylbewerber, Geduldete, anerkannte Flüchtlinge und Flüchtlinge mit humanitären Aufenthaltsstatus - also Vorliegen eines Abschiebungsverbots oder eines Ausreisehindernisses oder bei Feststellung einer außergewöhnlichen Härte - im Übergang von Schule zu Beruf.

Unternehmen, die diese Zielgruppen ausbilden oder beschäftigen möchten, erhalten Beratung in Fragen zu Aufenthalts- und Arbeitsrecht, Möglichkeiten der Sprachförderung, Akquise von Personal mit Fluchthintergrund, Vermittlung von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeit sowie weiteren flüchtlingsspezifischen Themen.

Gefördert wird das Projekt im Bundesprogramm ESF-Integrationsrichtlinie Bund, Handlungsschwerpunkt Integration von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen.

Fünf Teilprojekte mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten sind im Integrationsnetz aktiv.


10.10.2018

Bericht: Alle Mitnehmen - Integration geflüchteter Frauen und Mädchen muss gelingen

Seit 2015 sind über eine Million Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten nach Deutschland geflohen. Mehr als ein Drittel der AsylbewerberInnen in
Deutschland sind Frauen und Mädchen.Viele von ihnen haben geschlechtsspezifische Bedrohung und Gewalt in ihrem Herkunftsland und/oder auf der Flucht erlebt.

Fokussiert auf Frauen und Mädchen hat sich der Deutsche Frauenrat frühzeitig in die gesellschaftliche Debatte über die Aufnahme und die Integration von Geflüchteten eingebracht,
Mit folgendem Problemaufriss und den daraus abgeleiteten notwendigen politischen Maßnahmen will der Deutsche Frauenrat dieses Anliegen gesellschaftlich befördern. Die hier formulierten Forderungen wurden vom Fachausschuss „Flucht und Integration“ erarbeitet und entsprechen der Beschlusslage des Deutschen Frauenrats von 2018. Sie wenden sich, wenn nicht speziell aufgeführt, an die Europäische Union, an den Bund, die Länder und Kommunen, an öffentliche und private Träger der Wohlfahrt, an Bildungseinrichtungen (Kitas, Schulen, Hochschulen), an Parteien, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Organisationen wie Frauenverbände, Frauen- und Selbsthilfegruppen und Sportverbände. Die Forderungen beschäftigen sich mit den Themenfeldern Migration, Asylrecht und -verfahren, Spracherwerb und Wertevermittlung, Gewaltschutz und -prävention, Gesundheitsprävention und -versorgung, Bildung, Ausbildung und Beschäftigung sowie kulturelle, gesellschaftliche und politische Teilhabe.

 


09.10.2018

EOTO e.V.: Neues Antidiskriminierungsprojekt “EACH ONE”

EACH ONE ist ein neues Antidiskriminierungsprojekt von Each One Teach One (EOTO) e.V., einem community-basierten Bildungs- und Empowermentverein. Gemeinsam mit anderen Organisationen setzt sich EOTO für die Interessen Schwarzer, Afrikanischer und Afrodiasporischer Menschen in Deutschland und Europa ein. EACH ONE bietet Erstberatung in Diskriminierungsfällen sowie soziale Beratung für junge Menschen an. Darüber hinaus ist EACH ONE ein Archiv, in dem Wissen über Anti-Schwarzen Rassismus gesammelt wird, das uns dabei hilft, effektive Strategien gegen Diskriminierung und Rassismus zu entwickeln. Das Erfahrungswissen Schwarzer Menschen, das unter anderem durch die EACH-ONE-Dokumentation von Diskriminierungsfällen sichtbar wird, ist hier zentral. Es wird durch die Sammlung von Texten, Berichten, wissenschaftlichen Arbeiten etc. über Anti-Schwarzen Rassismus in Deutschland ergänzt.


09.10.2018

„Migration & Psychiatrie“

Die Erkenntnisse der Migrationsforschung machen deutlich, dass Menschen durch den Verlust ihrer Heimat, die Belastungen während der Migration, durch wirtschaftliche Not, unzureichende Wohnsituationen sowie ein Klima der Ablehnung im Aufnahmeland Risikofaktoren für seelische Erkrankungen ausgesetzt sind. Dies ist Grund genug, durch Beiträge von Expertinnen und Experten der Frage nachzugehen, wie es gelingen kann, jenen, die in akuter Bedrängnis bei uns Zuflucht suchten, eine Heimat zu geben.

10.10.2018 09:00 - 15:00 Uhr
LVR - Klinik Düren Meckerstraße 15 52353 Düren
Weitere Informationen


08.10.2018

Vom Knast in den Dschihad?

Aufstehen, arbeiten, essen, schlafen: Im Gefängnis folgt alles einer festen Routine. Dazwischen gibt es vor allen Dingen eins: Zeit. Zeit, um das eigene Leben zu reflektieren. Zeit, um über die Ungerechtigkeiten dieser Welt nachzudenken. Womöglich auch Zeit zur religiösen Läuterung. Während die Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben bei den meisten Inhaftierten kein Anlass zur Sorge ist, können Missionierung und konfrontative Religionsbekundung Einzelner zu Problemen führen. Hinzu kommt das schwierige Personengeflecht hinter Gittern: Verurteilte Terroristen treffen auf Kleinkriminelle, Hochideologisierte auf Haltsuchende. Können Gefängnisse unter diesen Bedingungen ein Nährboden für eine Hinwendung zum Islamismus sein?

10.10.2018 - von 18:00 bis 20:00 Uhr
Gladbacher Wall 5, 50670 Köln
Zur kostenlosen Anmeldung


05.10.2018

Bericht: Bildung auf einen Blick 2018

Die jährlich erscheinende OECD-Publikation "Bildung auf einen Blick" zeigt für OECD- und andere Länder auf, wer an Bildung teilnimmt, was für Bildung ausgegeben wird, wie die Bildungssysteme funktionieren und welche Ergebnisse erzielt werden. Migranten erreichen demnach seltener höhere Bildungsabschlüsse als andere. Das wirkt sich auch auf den Beruf aus. In hoch qualifizierten Stellen sind Migranten seltener zu finden als in schlechter bezahlten Jobs.


05.10.2018

Fachsymposium "Schutzkonzepte für Flüchtlingsunterkünfte"

Mit der gemeinsamen „Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), UNICEF und einem breiten Netzwerk von Partnern, wurden erstmals bundesweit einheitliche Mindeststandards veröffentlicht. Erweitert wurden diese um Annexe zu LSBTI*-Geflüchteten und geflüchteten Menschen mit Behinderungen. Ein weiterer Annex für traumatisierte Geflüchtete ist in Arbeit.

Im Zentrum der Veranstaltung steht der Austausch zur Entwicklung und praktischen Umsetzung von Schutzkonzepten in Einrichtungen. Die Fachsymposien geben den Teilnehmenden Raum für den fachlichen Austausch und Anregungen für die eigene Arbeit. Dabei wird auch die Frage diskutiert werden, wie Schutzkonzepte überarbeitet und auf aktuelle Entwicklungen angepasst werden müssen.

08.11.2018
Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 1, 30169 Hannover
Anmeldung ist kostenlos bis zum 19.10.2018 möglich.

Das komplette Programm, sowie weitere Informationen zu der Veranstaltung.


04.10.2018

Fachkonferenz: Interkulturelle Öffnung im Freiwilligenmanagement

Unter dem Motto “Alte Herausforderungen – neue Partnerschaften” findet die 3. Fachkonferenz der Landesfreiwilligenagentur am 10.10. von 9.30 bis 16.00 Uhr mit Podien und Workshops statt.

„Alte Herausforderungen – neue Partnerschaften“ – wir streben mit diesem Titel die Klärung an, wie „offen“ wir
wirklich sind, wollen an der eigenen Haltung dazu arbeiten, ganz praktische Schritte der interkulturellen Öffnung für
unsere Arbeit erkunden, den aktiven Austausch mit neu entstandenen Initiativen ermöglichen und uns vernetzen.
Seit dem Sommer 2015 und der Zuwanderung vieler Geflüchteter sind noch mehr großartige Projekte zu Fragen
des interkulturellen Zusammenlebens in Berlin entstanden, die es unbedingt kennenzulernen gilt.
 
10.10.2018 10- 16 Uhr
in WeiberWirtschaft  eG Anklamer Straße 38-40, 10115 Berlin-Mitte

04.10.2018

„Zukunftswerkstatt Handwerk“

veedu bietet arbeitssuchenden Migrant*innen und Geflüchteten in Berlin mit gezielter Sprachförderung eine Qualifizierung im Handwerk. In der kostenfreien Weiterbildung „Zukunftswerkstatt Handwerk“ erwarten die Teilnehmenden Sprach- und Praxisworkshops, virtuelle 360°-Betriebsbesichtigungen, ein Praktikum sowie ein Job-Speed-Dating.


03.10.2018

„Lesestart für Flüchtlingskinder“ mit neuem Schwerpunkt fortgesetzt

Unter dem Motto „Lesen bringt uns weiter. Lesestart für Flüchtlingskinder“ hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit der Stiftung Lesen das Leseförderprogramm für geflüchtete Kinder weiterentwickelt. Ab heute wird der Fokus des Programms noch stärker auf die gezielte Unterstützung von engagierten Menschen vor Ort liegen, die sich aktiv in die Leseförderung von Kindern mit Fluchterfahrung einbringen. Durch ein breites Seminarangebot sollen sie für ihre Arbeit in den Erstaufnahmeeinrichtungen (EAEs) qualifiziert werden.


03.10.2018

Veranstaltung: Geflüchtete Frauen stärken!

Anlässlich der neuen PHINEO Publikation "FEMpowerment – Geflüchtete Frauen in Deutschland stärken" bringt PHINEO geflüchtete Frauen, Unternehmen, Politik, Stiftungen und andere Interessierte zusammen und zeichnet herausragende Projekte mit dem Wirkt-Siegel aus.

  • Erleben Sie einen Abend, der sich ganz um das Thema Empowerment von geflüchteten Frauen in Deutschland dreht.
  • Diskutieren Sie mit über 100 geladenen Fördernden, PolitikerInnen, UnternehmensvertreterInnen, Programmverantwortlichen und geflüchteten Frauen darüber, was es für wirkliches Empowerment braucht.
    Begrüßen Sie mit uns spannende Gäste, u.a. Miren Bengoa (Fondation Chanel), Gesa Birkmann (Terre des Femmes), Barbara Costanzo (Telekom), Judith Eberhard (IB München), Dr. Heiko Geue (BMFSFJ), Stefan Kiefer (DFL Stiftung) und Aydan Özoğuz (ehem. Integrationsbeauftragte).
  • Lassen Sie sich begeistern von 24 herausragenden Projekten, die bundesweit Migrantinnen darin bestärken, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
    Genießen Sie das Buffet mit syrischen Spezialitäten!

Die Teilnahme ist kostenlos.
16.10.2018 17:30 Uhr – 21:45 Uhr (Einlass ab 17:00 Uhr)
Sharehouse Refugio, Lenaustraße 3-4, 12047 Berlin-Neukölln


02.10.2018

#MeTwo – vom Hashtag in den Alltag

Im Juli 2018 initiierte der Aktivist Ali Can den Twitter-Hashtag #MeTwo und rief dazu auf, Erfahrungen mit Rassismus öffentlich zu teilen. Im Anschluss berichteten tausende Menschen über tägliche Diskriminierungen: ob im Klassenzimmer, im Supermarkt, im Büro oder am Küchentisch. Die Reaktionen reichten von offenem Hass über Abwehrhaltungen und Relativierungen bis hin zur Unterstützung aus der Mehrheitsbevölkerung. Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD), Each One Teach One (EOTO) und die Heinrich-Böll-Stiftung laden gemeinsam ein, #MeTwo zu reflektieren und weiterzudenken. Podiumsdiskussion mit: Reyhan Şahin (Rapperin und Linguistin), Tayo Awosusi-Onutor (Sängerin, Autorin, politische Aktivistin), Saraya Gomis (Antidiskriminierungsbeauftragte der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin und EOTO-Vorsitzende), Sergey Lagodinsky (Mitglied der Repräsentantenversammlung, Jüdische Gemeinde zu Berlin), Fatma Aydemir (Journalistin und Schriftstellerin), Düzen Tekkal (Autorin und Journalistin), Vanessa Vu (Journalistin).


02.10.2018

Schulungsmaterialien: Durchsetzung kinderspezifischer Rechte

Der Bundesfachverband umF war der deutsche Partner im Projekt FAIRFostering Access to Immigrant children’s Rights“ der International Commission of Jurists.

Ziel des Projektes war, die rechtliche Durchsetzung der kinderspezifischen Rechte von Flüchtlingskindern auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene zu verbessern. Aus dem Projekt ist ein umfassenden Schulungsmaterial hervorgegangen, das sich gezielt an Anwält_innen und Beratungsstellen richtet und auch ein eigenes Praxishandbuch für Anwält_innen umfasst.


01.10.2018

Arbeitshilfe: Praxistipps und Hintergründe der Ausbildungsduldung

Am 06. August 2016 ist das Integrationsgesetz in Kraft getreten, mit welchem erstmals ausdrücklich der Anspruch auf Erteilung einer Duldung zum Zwecke der Ausbildung ins Aufenthaltsgesetz aufgenommen wurde. Die aktualisierte Arbeitshilfe vom Paritätischen Gesamtverband erläutert die einzelnen Voraussetzungen genauer und berücksichtigt neben den Anwendungshinweisen des Bundesinnenministeriums auch die Ländererlasse sowie die in der Zwischenzeit ergangene Rechtsprechung. Die hilfreichen Praxistipps und Hintergründe wurden mit Ansprechpartner*innen vor Ort ergänzt.


28.09.2018

Praxisempfehlung: „Gemeinsam Mittendrin Gestalten – geflüchtete Jugendliche stärken”

Der Begriff Partizipation hat in den letzten Jahren im Kontext der Kinder- und Jugendarbeit immer mehr an Bedeutung gewonnen. Eine einheitliche Umsetzung fehlt dennoch in vielen Bereichen.

Für die Lebenswelt junger Geflüchteter stellt Partizipation einen wichtigen Schritt in die Eigenständigkeit dar und ist ebenso eine Voraussetzung für Inklusion. Das neue Themenblatt des Programms „Gemeinsam Mittendrin Gestalten – geflüchtete Jugendliche stärken” zeigt wie verschiedene Formate Teilhabe ermöglichen, wie junge Geflüchtete diese Formate wahrnehmen und worauf in der partizipatorischen Arbeit mit ihnen zu achten ist.

 


28.09.2018

Land Baden-Württemberg fördert Qualifizierung von Ehrenamtlichen

Das Land Baden-Württemberg investiert 550.000 Euro in die Qualifizierung von Ehrenamtlichen und fördert landesweit insgesamt 33 Qualifizierungsprojekte aus dem Bereich des bürgerschaftlichen Engagements für Integration. Die Projekte werden aus Mitteln des Programms „Qualifiziert.Engagiert.“ unterstützt, das unter dem Dach des Pakts für Integration mit den Kommunen angesiedelt ist.

Das Programm „Qualifiziert.Engagiert.“ ist eines der Module des Landesprogramms „Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“, das aus Mitteln des Paktes für Integration mit den Kommunen finanziert wird. Es trägt zur Umsetzung der Engagementstrategie des Landes Baden-Württemberg bei. Die einzelnen Projekte werden mit Beträgen in Höhe von 10.000 bis 30.000 Euro gefördert. Innerhalb des Programms können ganz unterschiedliche Herangehensweisen zur Qualifikation gefördert werden, die auch strukturelle Auswirkungen erwarten lassen.


27.09.2018

Themendossier: Kinderrechte: Schutz, Entwicklung und Teilhabe für junge Geflüchtete stärken

„Wir machen uns stark für Kinderrechte!“ – Unter diesem Motto wurde 2017 das 25-jährige Jubiläum der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland gefeiert. Die
Kinderrechtskonvention besteht aus 54 Artikeln, die basierend auf den drei Grundpfeilern Schutz, Entwicklung und Beteiligung die Rechte von Kindern und Jugendlichen auf der ganzen
Welt stärken. Obwohl sich die Umsetzung der Kinderrechtskonvention in Deutschland auf einem vergleichsweise hohen Niveau befindet, gibt es immer noch Herausforderungen, unter anderem im Hinblick auf den Schutz von geflüchteten Kindern und Jugendlichen, die behoben werden müssen. Dieses Themendossier gibt eine Übersicht über die Kinderrechte und stellt

27.09.2018

Damit der Dialog zu dritt gelingt

Die Freiburger Hilfsorganisation AMICA e.V. veranstaltet am 20. Oktober einen Workshop für Menschen, die sich in der Flüchtlingshilfe als Dolmetscher engagieren. Geleitet wird der Workshop von einer erfahrenen Diplom-Dolmetscherin. Ziel ist, den Teilnehmenden durch praktische Übungen zu helfen, ihre Aufgaben klarer zu definieren, auf das eigene Wohlbefinden zu achten und Fertigkeiten zu vertiefen.

20.10.2018 
Habsburgerstraße 9 79104 Freiburg


26.09.2018

IQ Fachtag "Gemeinsam stärker"

Rassismuskritik und Empowermentkonzepte in der Beratungs- und Projektarbeit von und mit geflüchteten Frauen

Viele geflüchtete Frauen in Deutschland sind beruflich qualifiziert. Um ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern, brauchen sie Beratung und Einstiegshilfen,  die ihren Fähigkeiten und ihren Bedürfnissen und Rechten als Frauen gerecht werden. Durch Diskriminierungen gegen ihr Geschlecht und ihre Herkunft werden sie von einer Teilhabe an unserer Gesellschaft und an qualifikationsgerechter Arbeit oft ausgeschlossen.

Die Veranstaltung findet am 12. November 2018, 10 Uhr bis ca. 18 Uhr, in Hannover statt. Sie richtet sich an Gleichstellungsbeauftragte sowie Fachkräfte im Sozialbereich und in Stabsstellen zu Migration und Flucht in Niedersachsen.

Anmeldung bis zum 15.10.2018 per E-Mail: anmeldung@nds-fluerat.org


26.09.2018

Werkstattgespräch „Geschlechtergleichstellung im Migrationskontext gestalten“

Das Amt für Zuwanderung und Integration der Stadt Oldenburg und G mit Niedersachsen (VNB e.V.), die Bildungs- und Beratungsstelle zu Geschlechtergleichstellung und Migration, laden herzlich ein zum Werkstattgespräch „Geschlechtergleichstellung im Migrationskontext gestalten“. 

In der Migration erfahren und gestalten Familien weitreichende, oftmals generationenübergreifende Wandlungsprozesse. Es kommt im gesamten Beziehungsgefüge zu Aushandlungs- und Neubildungs­prozessen sowie zur Pluralisierung familiärer Lebensformen und Geschlechterrollen. Die Konstruktio­nen von an Geschlecht gebundene, familiär und kulturell tradierte Lebensentwürfe, Zuschreibungen und Handlungspraxen werden hierbei kritisch hinterfragt.

18.10.2018 -  in Kulturzentrum PFL, Oldenburg
Weitere Informationen sowie zur kostenlosen Anmeldung.


25.09.2018

Factsheet: Zugewanderte Ärzte und Pflegekräfte

Immer mehr Ärzte oder Pflegekräfte aus dem Ausland kommen zum Arbeiten nach Deutschland. Das zeigen Zahlen, die der MEDIENDIENST für ein Factsheet zusammengestellt hat. Die Zahlen zeigen auch: Ohne Zuwanderung wäre der Personalmangel in der Pflege bereits jetzt dramatisch.

Zu wenige Fachkräfte für zu viele offene Stellen – vor diesem Problem stehen etliche Arbeitgeber in den Bereichen Gesundheit und Pflege. Viele Experten sagen, dass der Bedarf in Zukunft nicht mehr allein durch inländische Arbeitskräfte gedeckt werden könne. Also müssten Arbeitskräfte aus dem Ausland angeworben werden. Wie viele bereits heute hier leben und arbeiten hat der MEDIENDIENST in einem aktuellen Factsheet zusammengefasst.

Der komplette Bericht steht kostenlos zum Download zur Verfügung.


24.09.2018

Informationen und Ansprechpartner Islamische Verbände in Deutschland

Wer vertritt den organisierten Islam in Deutschland? Welche Verbände gibt es? Wie viele Moscheegemeinden gehören ihnen an und wie ist ihre religiöse Ausrichtung? Der Mediendienst Integration hat Informationen und Ansprechpartner_innen in einem Infopapier zusammengefasst, das online zum Download bereitsteht.


21.09.2018

Senatskanzlei Berlin: #Farbenbekennen-Award für Engagement von Geflüchteten

Die Senatskanzlei Berlin verleiht 2018 erstmals den #FARBENBEKENNEN-Award für den besonderen Einsatz von Geflüchteten. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert. Der Award ist Teil der Aktion #FARBENBEKENNEN, die 2017 von der Senatskanzlei Berlin ins Leben gerufen wurde – unterstützt wird sie hierbei von Berlin Partner und der Hauptstadtkampagne be Berlin.

Der #FARBENBEKENNEN-Award zeichnet besonderes Engagement von Geflüchteten aus. Das Motto des diesjährigen Awards lautet „Begegnungen“. Ausgezeichnet werden Initiativen, die Begegnungen zwischen Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten schaffen und somit helfen, Spaltung und Hass zu überwinden, Vorurteile abzubauen und zum friedlichen Miteinander in der Stadt beizutragen. Bewerben können sich Geflüchtete als Einzelperson oder mit ihren Initiativen, Organisationen oder Unternehmen, in denen sie sich engagieren. Bewerbungen sind bis zum 26. September 2018 unter www.farbenbekennen.de möglich.

Weitere Informationen


21.09.2018

Menschlichkeit in der Migrationsarbeit

Ziel der Fortbildungsreihe "Migrationsarbeit im DRK" ist es, fach- und programmübergreifend einen genaueren Blick auf wichtige Themen in der Migrationsarbeit zu werfen und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim DRK zu erreichen, die direkt oder indirekt mit diesem Themenkomplex in ihrer Arbeit zu tun haben.

Für den Fachtag konnten renommierte Referenten gewonnen werden:

  • Andreas Hollstein, Bürgermeister der Stadt Altena, Träger des ersten nationalen Integrationspreises und gestern vom Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen UNHCR mit dem bedeutenden Nansen-Flüchtlingspreis ausgezeichnet, wird am Beispiel seiner Stadt Möglichkeiten und Chancen einer ganzheitlichen und integrativen Flüchtlingspolitik vorstellen
  • Volker Maria Hügel von der GGUA wird in seinem Beitrag zur Thematik „Asyl in Deutschland“ eine politische und menschenrechtliche Analyse der aktuellen Asylpolitik vornehmen
  • Prof. Dr. Joachim Gardemann, Leiter des Kompetenzzentrums Humanitäre Hilfe an der Fachhochschule Münster, wird in seinem Beitrag die Verantwortung von Politik, Gesellschaft und jedes/jeder einzelnen von uns angesichts der Krisen und Notlagen in der Welt aufzeigen
  • Dr. Eric Wallis, Experte für politische Kommunikation, wird sich in seinem Beitrag  „Sprache der Entmenschlichung - Entmenschlichung durch Sprache“ mit der Instrumentalisierung der Sprache durch Populisten und mit möglichen Gegenstrategien beschäftigen.

10.10.2018
FreiwilligenAgentur Münster
Weitere Informationen und das vollständige Programm
Anmeldung und Teilnahme sind kostenlos möglich.


20.09.2018

Erfahrungsaustausch “Medienkompetenztrainings für Geflüchtete”

Der produktive und kreative Einsatz digitaler Medien bietet eine gute Orientierung und Vorbereitung für die Teilhabe an unserer Gesellschaft. Junge Geflüchtete können von diesem Medieneinsatz profitieren, benötigen dazu aber teilweise Unterstützung. Welche Lernmethoden und Trainingsangebote können sie dabei unterstützen?

24.09.18 ab 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Digitales Lernzentrum Berlin, Kemperpl. 1, 10785 Berlin

Weitere Informationen


20.09.2018

Globalisierung, regionale Integration und ihre Kritikerinnen: Die Mikrofundierung politischen Wettbewerbs im 21. Jahrhundert

Mit dem Aufstieg populistischer Parteien in Europa, dem Brexit-Referendum, und der Wahl Donald Trumps zum US Präsidenten befinden sich die KritikerInnen von Migration, Globalisierung und regionaler Integration weltweit im Aufwind. Diese Vortragsreihe beschäftigt sich mit den Manifestierungen, Ursachen und Konsequenzen dieser Entwicklungen und fragt, in welcher Verbindung diese zu Veränderungen politischer Konflikte in modernen Demokratien stehen. Im Fokus steht dabei besonders die Mikrofundierung dieser Prozesse: fühlen BürgerInnen sich verstärkt neuen gesellschaftlichen Konfliktlinien zugehörig, die quer zum klassischen rechts-links Schema verlaufen? Und welche Rolle spielen soziale Medien beim Austragen politischer Konflikte?

05.10.- 12.10.2018
Institut für Weltwirtschaft, 24105 Kiel
Weitere Informationen


19.09.2018

LOVE-Storm – Gemeinsam gegen Hass im Netz

Ein Start-Up aus der Friedensbewegung will Zivilcourage ins Netz bringen. Die neue LOVE-Storm-Internetplattform plant hunderte Trainings, in denen Betroffene und Interessierte lernen, Hassangriffe im Netz zu stoppen. Der Clou: Stoßen Trainierte auf Hasskommentare oder werden selbst angegriffen, können sie sich gegenseitig und andere LOVE-Stormer*innen zur Hilfe rufen. Eine Community entsteht, in der niemand mehr alleine auf Hass und Hetze reagieren muss.

Bis Ende des Jahres will LOVE-Storm 500, im nächsten Jahr dann tausende Menschen trainieren. Damit sich Zivilcourage im Netz aber wirklich massenhaft verbreiten kann, sucht LOVE-Storm jetzt bundesweit nach Bildungsträgern, die sich zertifizieren lassen, um die Plattform in ihre eigene Bildungsarbeit zu integrieren.

Erklärvideo zum Projekt.


19.09.2018

Stabiles Klima in der Integrationsrepublik Deutschland - SVR-Integrationsbarometer 2018

Die Ereignisse in Chemnitz und Köthen haben den Dialog über Einwanderung nochmals verschärft. Integrationsforscher warnen vor Panikmache. Einer neuen Studie zufolge beurteilen die Deutschen Einwanderung im Alltag positiver als weithin angenommen.

Trotz scharfer Debatten über Probleme im Zusammenhang mit Einwanderung sind die Deutschen einer Studie zufolge mehrheitlich optimistisch beim Thema Integration. Eine Mehrheit findet, dass Flüchtlinge positiv zur wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands beitragen werden, wie aus dem am Montag in Berlin vorgestellten Integrationsbarometer des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration hervorgeht. Ebenfalls eine Mehrheit ist dafür, dass Deutschland weiterhin Flüchtlinge aufnimmt.


18.09.2018

Neue Strategien für die Gewaltprävention

Im Februar 2016 hat das von dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderte Symposion „25 Jahre Gewaltprävention im vereinten Deutschland – Bestandsaufnahme und Perspektiven“ in Berlin stattgefunden. Als Ergebnis der Bestandsaufnahme lässt sich festhalten: Einerseits hat sich die Praxis der Gewaltprävention in einigen Arbeitsfeldern positiv entwickeln und professionalisieren, Strukturen für die gewaltpräventive Arbeit haben sich bilden können und die Präventionsforschung hat an Bedeutung gewonnen. Darüber hinaus hat es im Zusammenhang mit der Prävention von und der Intervention bei Gewalt wichtige gesetzliche Neuerungen gegeben. Andererseits hat sich gezeigt, dass die Gewaltprävention in Deutschland keineswegs auf einem sicheren Fundament steht. Entsprechende Defizite in Praxis, Wissenschaft, Verwaltung und Politik finden sich in unterschiedlichen Ausprägungen in allen Be-reichen und auf allen Ebenen der Gewaltprävention. Bzgl. der Perspektiven der Gewaltprävention in Deutschland konnten in Berlin zahlreiche Vorschläge zu deren Weiterentwicklung erarbeitet werden. Deren Umsetzung würde einen Beitrag dazu leisten, die festgestellten Defizite langfristig abzubauen. Offen bleiben musste dagegen, wie und unter welchen Voraussetzungen dies gelingen könnte.

Mit der zweiten Folgeveranstaltung zum Berliner Symposion bieten wir Ihnen die Gelegenheit, an neuen Strategien für die Gewaltprävention mit- und weiterzuarbeiten. Wir gehen dabei davon aus, dass die Entwicklung eines nationalen Konzepts Gewaltprävention von engagierten Akteur*in-nen aus allen Bereichen der Gewaltprävention angestoßen werden muss. Ein solches Konzept muss selbstverständlich alle Bereiche der Gewaltprävention in den Blick nehmen, wir werden uns jedoch im nächsten Schritt – was die Arbeitsfelder der Gewaltprävention betrifft –zunächst auf einige „Schlüssel“themen konzentrieren müssen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir den in Berlin begonnenen gemeinsa-men Arbeits- und Diskussionsprozess mit Ihnen fortsetzen und Sie als engagierte Mitstreiter*innen für ein sicheres Fundament der Gewaltprävention in Deutschland gewinnen könnten.

27.09.2018 - 28.09.2018, Hannover
Weitere Informationen sowie der aktuelle Programmflyer.


18.09.2018

Studie: Freiwillig Engagierte für die Integration von Geflüchteten notwendig

Jeder vierte Geflüchtete, der seit 2015 nach Deutschland gekommen ist, hat inzwischen einen Job. Freiwillig engagierte Helfer unterstützen bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Diese Hilfe könnten die Agentur für Arbeit und die Jobcenter in diesem Umfang ohne die Freiwilligen nicht gewährleisten.

Wie kann eine realistische Perspektive für die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt aussehen? Die Bertelsmann Stiftung ermittelt anhand von fünf lokalen Beispielen einen Ansatzpunkt. Unter dem Titel "'Ausbildung und Arbeit für Flüchtlinge? – Ohne die Freiwilligen können Sie das vergessen!' Über bürgerschaftliches Engagement zur Unterstützung der Arbeitsmarktintegration" zeigt die Studie, dass freiwilliges Engagement ein erfolgversprechendes Instrument zur Hinführung zum Arbeitsmarkt darstellt. Wir sollten auf die Kraft der Zivilgesellschaft setzen, umso mehr als dieser Integrationsweg zukünftig noch relevanter wird, da die Geflüchteten mit ihren mittlerweile erworbenen Deutschkenntnissen besser für den Arbeitsmarkt vorbereitet sind.


17.09.2018

Berlin Mitte: Integrationspreis 2018 ausgelobt

Die Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin lobt erneut einen Preis in Höhe von bis zu 2.000 € für erfolgreiche Projekte und Initiativen zur Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern aus. Bis zum 31.10.2018 können Einzelpersonen, Projekte, Vereine und Institutionen für den Preis vorgeschlagen werden. Vorschlagsberechtigt sind alle Einwohnerinnen und Einwohner mit Wohnsitz in Berlin. Vorschläge an das Büro der Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin, Karl-Marx-Allee 31, 10178 Berlin.


17.09.2018

Informationen zum Familiennachzug für Menschen mit subsidiärem Schutz


14.09.2018

Faktensammlung Diskriminierung

Die Publikation ist eine Sammlung von Quellen, die sich mit dem Thema ethnische und religiöse Diskriminierung in Deutschland beschäftigen und in den letzten zehn Jahren veröffentlicht wurden. Die einzelnen Kapitel spiegeln die aktuelle Forschungslage in verschiedenen Lebens- oder Themenbereichen wider. Daraus ergibt sich ein klares Bild: Diskriminierung aufgrund der ethnischen oder religiösen Herkunft findet sich auf dem Arbeitsmarkt, dem Wohnungsmarkt, im Bildungssystem sowie im täglichen Alltag.


13.09.2018

"Mein Weg"

„Kopftuch oder nicht, heiraten oder allein bleiben, dieser Job oder ein anderer, das entscheide ich.“

„Es wird viel über Integration und Identität diskutiert, darüber, ob ein Kopftuch ein Symbol der Abgrenzung sei. Aber für die Frauen geht es nicht darum. Es geht um ihre Selbstbestimmung als Frau, um ihre Selbstbestimmung als Muslimin“

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) gibt zum vierten Mal ein Magazin für Flüchtlinge heraus. Das 24-seitige Heft mit dem Titel „Mein Weg“ erscheine zweisprachig in Deutsch/Arabisch und Deutsch/Persisch in einer Gesamtauflage von 300.000 Exemplaren, teilte das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik in Frankfurt am Main mit. Nach den ersten drei Ausgaben „Willkommen!“, „Ankommen!“ und „Bleiben!“ trägt die neue Ausgabe den Titel „Mein Weg“. Der Untertitel lautet: „Kopftuch oder nicht, heiraten oder allein bleiben, dieser Job oder ein anderer, das entscheide ich.“


12.09.2018

Fördermöglichkeiten: Ideeninitiative ,Kulturelle Vielfalt mit Musik

mit der „Ideeninitiative ,Kulturelle Vielfalt mit Musik'" möchte die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung das Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund fördern. Bis zum 5. Oktober 2018 sind deutschlandweit wieder Institutionen, Vereine, Bildungseinrichtungen, Stiftungen sowie individuelle Initiativen mit gemeinnützigen Partnern eingeladen, musisch-kulturell orientierte Projekte für ein erfolgreiches Miteinander von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. Die Stiftung möchte auch Projekte zur Unterstützung und Förderung von Geflüchteten für eine Bewerbung gewinnen.

Die Umsetzung von maximal 20 der eingereichten Projektanträge unterstützt die „Ideeninitiative ,Kulturelle Vielfalt mit Musik'" mit jeweils bis zu 7.500 Euro.
Alle weitere Informationen, sowie das Online-Formular für Projektanträge.


11.09.2018

„Dreifach benachteiligt? Die Integration weiblicher Flüchtlinge“

Frauen mit Flüchtlingsstatus tun sich bei der Integration in den Arbeitsmarkt deutlich schwerer als Männer, da sie mit zusätzlichen Herausforderungen kämpfen müssen. Diese Hindernisse können überwunden werden, wenn Integrationsmaßnahmen gezielter auf die Bedürfnisse von Frauen eingehen. Zu diesem Ergebnis kommt die OECD-Studie „Dreifach benachteiligt? Die Integration weiblicher Flüchtlinge“. So können Strategien, auf isolierte Frauen zuzugehen sowie Sprach- und Integrationskurse speziell für Frauen und junge Mütter zu einer deutlich höheren Erwerbsbeteiligung führen als in den Herkunftsländern.


10.09.2018

Thesenpapier: Wie kann die Rückkehrpolitik neu gestaltet werden?

Anerkannte Flüchtlinge, abgelehnte Asylbewerber sowie Asylsuchende, die vor Abschluss ihres Asylverfahrens Deutschland verlassen wollen, können Programme zur "freiwilligen Rückkehr" in Anspruch nehmen. Diese Programme sind Thema des Thesenpapiers "Gute Rückkehrpolitik braucht gute Rückkehrberatung", das vom "Bonn International Center for Conversion" (bicc) veröffentlicht wurde.


10.09.2018

Das Muslimische Quartett - Der inspizierte Muslim

Das Muslimische Quartett kommt nach Berlin: Mit Prof. Dr. Schirin Amir-Moazami werden wir über das Thema "Der inspizierte Muslim - Zur Politisierung der Islamforschung in Europa" sprechen. Die Begrüßung und Einführung erfolgt durch BIM-Direktorin Prof. Dr. Naika Foroutan.
In diesem Format unterhalten sich drei wiederkehrende muslimische Gastgeber aus dem Beirat der Alhambra Gesellschaft mit einem regelmäßig wechselnden Gast über ihre Ansichten zum Islam in Deutschland und Europa. Ein solches Format soll die medialen Rollenbilder etablierter Talkrunden aufbrechen – Muslime und ihr Glaube sind nicht länger “Fremde”, sondern in Deutschland beheimatet. Die muslimischen Gastgeber sprechen ausdrücklich aus der Position von deutschen Muslimen. Deutschland ist ihre Heimat – die sie sich mit ihrem Glauben erschließen.
Diesmal greift das Quartett das Thema "Der inspizierte Muslim - Zur Politisierung der Islamforschung in Europa" mit Prof. Dr. Schirin Amir-Moazami auf.  

15.10.2018 19:00 bis 22:00 Uhr
Unter den Linden 6, 10099 Berlin
Bitte melden Sie sich zur Teilnahme an der Veranstaltung an.


07.09.2018

„Bildung und Teilhabe für geflüchtete Kinder und Jugendliche“

In drei Jahren Programmlaufzeit wurden durch das Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ Veränderungsprozesse in über 80 Kommunen intensiv begleitet und es fand eine Zusammenarbeit mit Akteuren an weiteren 150 Standorten statt. Ausgangspunkt des im Jahr 2015 gestarteten Programms war die Vision, geflüchtete Kinder und Jugendliche darin zu unterstützen, ihr Grundrecht auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe auszuüben.

Beim Transferforum zur Programmbilanz stehen die drei zentralen Themenfelder Kinderschutz, Bildung und Partizipation von Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung im Vordergrund: Wie muss ein geschütztes und sicheres Umfeld aussehen, damit geflüchtete Kinder und Jugendliche ihre Potentiale entfalten können? Wie können Zugänge zu Ausbildung und Arbeit für Jugendliche und junge Erwachsene mit Fluchterfahrung gestaltet und ein erfolgreicher Abschluss gewährleistet werden? Und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit sie ihr eigenes Umfeld sowie gesellschaftliche Prozesse aktiv mitgestalten können?

 

09.10.2018
Kalkscheune Johannisstraße 2, 10117 Berlin

Anmeldung und weitere Informationen.


07.09.2018

„Erfolgreiche Frauen – Gelungene Integration von Frauen mit Kopftuch“

Das IQ Netzwerk Hamburg stellt in der neuen Broschüre „Erfolgreiche Frauen – Gelungene Integration von Frauen mit Kopftuch“ 10 Best Practices vor.Die beruflich erfolgreichen Frauen in dieser Broschüre zeigen: Vorurteile gegenüber dem Kopftuch müssen dringend abgebaut werden. Vielfalt im Unternehmen ist eine Bereicherung und Chance


06.09.2018

Läuft noch nicht? Gönn dir: 7 Punkte für eine Jugendarbeit gegen Antisemitismus!

Handreichung zu Konzepten, Instrumenten und Ansätzen der antisemitismus- und rassismuskritischen Jugendarbeit. Auch wenn es Erfolge gibt in Sachen Bewusstsein für eine diskriminierungskritische Perspektive in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, zeigen viele Vorfälle in den letzten Monaten, dass antisemitische Äußerungen und Verhaltensweisen unter Jugendlichen leider sehr verbreitet sind.


06.09.2018

Stimme - Die Stimme der geflüchteten Frauen und Migrantinnen

Dieser Zeitschrift geht es um das Leben von migrierten Frauen und um den gesamten Prozess
der Migration. Es informiert die LeserInnen über den Alltag von migrierten Frauen und über
Migration (deren positive und negative Auswirkungen auf das Leben von Frauen und
Kindern). Die Zeitschrift stellt auf die Zielgruppe abgestimmte Information zur Verfügung.
Dabei informiert es auch über alle anderen Initiativen, die sich für die Rechte von migrierten
Frauen einsetzen. Sie stellt eine offene Plattform für alle wohlgesinnten Personen dar.


05.09.2018

Begegnung jenseits der Couch – Flucht auf die Couch?

Zwei Jahre nach der so bezeichneten ‚Flüchtlingskrise‘ ist scheinbar etwas Ruhe eingekehrt. Die akuten Gefühle der Überforderung, Rastlosigkeit und Hilflosigkeit wirken etwas abgeklungen. In den Medien häufen sich Negativberichte über Geflüchtete. Empirische Untersuchungen bestätigen das seelische Leid der Geflüchteten, während zeitgleich der Ruf nach Abschiebung immer lauter wird. Die Versorgungsstrukturen sind weiterhin heraus- wenn nicht überfordert. Zugleich ist eine Solidarisierung in der Gesellschaft und eine Professionalisierung sowie Bildung neuer bedarfsanpasster Strukturen zu beobachten.
Wir gehen davon aus, dass die Psychoanalyse und die Gruppenanalyse in dieser gesellschaftlichen Situation Anregungs- und Veränderungspotenziale haben, sowohl als klinische Praxen als auch als kulturtheoretische Zugänge. Konzepte wie Containing und Holding können nicht nur dazu beitragen Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichten sondern auch Professionelle darin unterstützen, Gefühle des Verlusts, der Entwurzelung und Ohnmacht zu bewältigen und Erfahrungen von Zugehörigkeit (wieder) zu ermöglichen.

Diesen Themen und Fragen werden wir in einem interaktiven Format aus Vorträgen, Podiumsdiskussion, Diskussionsgruppen und Selbsterfahrungsgruppe nachgehen und die Chancen und Herausforderungen in klinischen und nicht-klinischen Settings mit Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung erlebbar machen, vertiefen und diskutieren. Gemeinsam möchten wir erkunden, wie in Behandlungs- und anderen Settings durch psychoanalytische und gruppenanalytische Zugänge Resonanzräume für eine Begegnung geschaffen werden können.
Ziel ist es über die Veranstaltung hinaus, psychoanalytische und gruppenanalytische Zugänge für die Arbeit mit Geflüchteten zur Verfügung zu stellen.

12.10.2018 - 13.10.2018
Bonhoefferweg 3, 10117 Berlin
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung.


05.09.2018

Webinar: Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

Die drei zentralen Informationsportale zum Thema Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen - „Anerkennung in Deutschland“, das BQ-Portal und anabin - informieren beim Webinar am 13. September 2018 Ehrenamtliche über das Thema Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen.

Im Vordergrund werden folgende Fragen stehen:

  • Wann ist eine berufliche Anerkennung zwingend erforderlich oder ratsam, um in Deutschland zu arbeiten?
  • Wo und wie kann ich Informationen dazu finden, wie die mitgebrachten Qualifikationen der/des Anerkennungsinteressierten einzuschätzen sind?
  • Wo findet man Beratungsstellen, die vor Ort zur Anerkennung beraten?
  • Wo kann ich selbst nachfragen, wenn ich mir nicht sicher bin, was zu tun ist?

Das Webinar wird aus verschiedenen Bausteinen bestehen: Inputs von Fachreferenten, Fallbeispielen, Umfragen und einer Chatmöglichkeit. So können sich alle Teilnehmenden aktiv beteiligen.

13.09.2018, 18:00 - 19:00 Uhr

Zur kostenlosen Anmeldung:


04.09.2018

Broschüre: Ablauf des deutschen Asylverfahrens

Für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gehört die Prüfung der Asylanträge zu den wichtigsten Aufgaben. Eine verantwortungs- und anspruchsvolle Aufgabe, denn hierbei werden in komplexen Verfahren, unter Berücksichtigung vielfältiger Zuständigkeiten und strenger rechtlicher Grundlagen, Entscheidungen über Menschen getroffen.

In dieser Broschüre wird ein Überblick über die wichtigsten Aspekte des Asylverfahrens gegeben, wie zum Beispiel die persönliche Anhörung der Antragstellenden, die Schritte der Entscheidungsfindung, aktuelle Maßnahmen zur Verfahrensoptimierung sowie die Einordnung der deutschen Maßnahmen in den europäischen Kontext.

Die Broschüre steht kostenlos zum Download bereit.


03.09.2018

MultiMoves

Transkulturelles Tanztheaterprojekt

Das transkulturelle Tanztheaterprojekt MultiMoves wurde mit dem Ziel entwickelt, über Theater und Tanz einen Raum für Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft in Dresden zu schaffen. Über das gemeinsame Spiel werden zwischenmenschliche und gesellschaftliche Themen aufgeworfen, die natürlich auch von der Vergangenheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer geprägt sind. Im Rahmen des Projekts kann damit eine kreative Auseinandersetzung stattfinden. Neben den individuellen Begegnungen zwischen den Teilnehmenden, findet bei den Auftritten ebenso eine Begegnung der Gruppe mit dem Publikum statt. Diese wird im Rahmen eines anschließenden Publikumsgespräches vertieft.



03.09.2018

Gärtnern, reden, verstehen

Im Interkulturellen Garten im sächsischen Coswig gärtnern Geflüchtete, Spätaussiedler und Einheimische. Sie tauschen Wissen und Lebenserfahrung aus. Und sie lernen sich kennen und respektieren. Das ist gelebte Integration.

Es ist trocken und heiß. Die Sonne brennt auf die Erde. Doch das hält Sadia nicht davon ab, jeden Tag in den Interkulturellen Garten im sächsischen Coswig zu kommen. Gemeinsam mit anderen Geflüchteten, Migranten und Einheimischen arbeitet die Pakistani auf einer etwa 4.700 Quadratmeter nutzbar gemachten Fläche inmitten der kleinen Stadt nahe Dresden an der Elbe. Nutzpflanzen werden angebaut, Unkraut beseitigt, wichtige Wildkräuter für Insekten und Kleintiere bleiben stehen. Und natürlich wird geerntet. "Ich habe sehr viel Spaß hier", sagt Sadia. "Hier bin ich mit Menschen zusammen, kann arbeiten und Deutsch lernen." Jeden Tag, von Montag bis Freitag, manchmal auch am Wochenende, ist sie im Interkulturellen Garten. Neben der Arbeit aber ist das Wichtigste: Kontakte knüpfen, soziale Beziehungen aufbauen sowie von- und miteinander lernen.


31.08.2018

Bundeswettbewerb "Zusammenleben Hand in Hand - Kommunen gestalten"

Ziel des Bundeswettbewerbs war es, hervorragende kommunale Aktivitäten zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort zu initiieren, zu identifizieren, zu prämieren sowie in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Damit soll zur Nachahmung guter Praxis angeregt werden.

Die Übersicht der Preisträger bietet dabei eine spannende Übersicht über interessante Projekte:


31.08.2018

Vielfalt in Stadt und Land

Seit Juli 2015 bearbeitet das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) das Forschungs-Praxis-Projekt "Vielfalt in den Zentren von Klein- und Mittelstädten – sozialräumliche Integration, städtische Identität und gesellschaftliche Teilhabe". Das Forschungs-Praxis-Projekt ist als Kooperationsvorhaben mit einem aktivierenden Forschungsansatz angelegt. Kooperationspartner sind das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie der Deutsche Städte- und Gemeindebund.


30.08.2018

Positionspapier: Integration in Bewegung bringen - Die Handlungsfähigkeit von Klein - und Mittelstädten stärken

Das vorliegende Positionspapier bildet die Quintessenz aus drei Jahren Forschung und Praxis. Mit diesen ausgewählten und zugespitzten Schlaglichtern auf das Thema Integration in Klein
-und Mittelstädten lädt das Projektteam des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) die Fachöffentlichkeit ausdrücklich zur Diskussion ein.


29.08.2018

AKTIV! – Aktiv für Demokratie und Toleranz in der Migrationsgesellschaft

Fortbildungen und Trainings für Fachkräfte

Das Projekt „AKTIV! – Aktiv für Demokratie und Toleranz in der Migrationsgesellschaft“ möchte islamistisch und salafistisch orientierten Ungleichwertigkeitsideologien entgegenwirken und einen Beitrag für eine demokratische Kultur und ein friedliches Miteinander in der Einwanderungsgesellschaft leisten. Im Zentrum des Projekts steht die Aus- und Fortbildung von Multiplikatoren zu AKTIV-BotschafterInnen.


28.08.2018

Traumasensible Beratung und Betreuung von LSBTIQ-Geflüchteten

Es wird heute davon ausgegangen, dass ein größerer Teil der Menschen Gefahr läuft, irgendwann im Leben einem traumatischen Ereignis ausgesetzt zu sein. Unfälle und Naturkatastrophen, Gewalt, Misshandlungen oder die indirekte Teilnahme an Traumaerlebnissen anderer sind Beispiele für das breite Spektrum der posttraumatischen Belastungsstörungen. Dazu kommt die instabile weltpolitische Lage, die in den letzten Jahren u.a. eine immense Flüchtlings- und Migrationskrise verursacht hat.
Ein Trauma ist eine "schwere seelische Verletzung". Leider zeigt sich posttraumatischer Stress oft erst in Form von Folgeerkrankungen. Aktuelle Beobachtungen zeigen, dass acht von zehn geflüchtete LSBTIQ*-Klient*innen, die das Gespräch mit den Berater*innen hier in Deutschland suchen, unter einer akuten PTBS Symptomatik (Posttraumatische Belastungs-störung) mit Folgeerkrankungen leiden.

17.10.2018 - 19.10.2018
Akademie Waldschlösschen
Bildungs- und Tagungshaus

Zur Anmeldung sowie weitere Informationen.


28.08.2018

„Willkommen bei Freunden”-Toolbox: Bündnispartner für junge Geflüchtete

Damit junge Geflüchtete und ihre Familien gut in Deutschland ankommen und leben können, braucht es ein breites Bündnis. Die Infografik gibt einen Überblick zu möglichen Akteuren aus verschiedenen Bereichen wie Wohnen, Ämter und Behörden, Bildung und Betreuung oder Gesundheit. Neben Deutsch liegt die Grafik auch in Arabisch, Farsi und Englisch vor.
Weitere Informationen und Hilfestellungen sind in der "Toolbox" zu finden, in der Instrumente, die Sie bei der Integration geflüchteter Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien unterstützen, zu finden sind. Die Tools sind in drei Kategorien eingeteilt: Beratung, Bündnis/Netzwerk und Analyse.


27.08.2018

Praxisempfehlungen: Einstieg ins Ausbildungssystem

Eine große Herausforderung für junge Geflüchtete besteht in der schulischen und beruflichen Integration. Im aktuellen Themenblatt des Programms „Gemeinsam Mittendrin Gestalten – geflüchtete Jugendliche stärken” gibt das Kinder- und Jugendhaus Weißenfels Einblicke wie der Einstieg in das deutsche Schul- und Ausbildungssystem gelingen kann.


24.08.2018

Wie vielfältig ist unser Kulturbegriff?

Vortrag von Dr. Mark Terkessidis

Deutschlands Städte sind kulturell vielfältig – doch wie steht es um das Kulturverständnis und die künstlerische Ästhetik? Wer definiert, was Kunst und Kultur sind und somit in den Kultureinrichtungen gezeigt werden und was nicht? Und bilden diese Einrichtungen die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt adäquat ab?

Die interkulturelle Öffnung der Kunst- und Kultureinrichtungen und die Unterstützung diversitätsorientierter Kulturarbeit werden mittlerweile zwar als kulturpolitische Schwerpunktthemen definiert und es wird angestrebt, dass die Kulturlandschaft für alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialem Status – sichtbar, erlebbar und zugänglich sein sollte. Doch wird dies auch zufriedenstellend umgesetzt?

Auf diese Fragen wird Dr. Mark Terkessidis in seinem Vortrag im Rahmen des Diskussionsforums Einwanderungsland Deutschland eingehen.

Termin: Dienstag, 25. September 2018, 19 Uhr
Referent: Dr. Mark Terkessidis, Autor, Journalist und Migrationskulturforscher
Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart
Veranstalter: Forum der Kulturen Stuttgart e. V., Stadtbibliothek Stuttgart, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Weitere Informationen sowie die Anmeldung zur Veranstaltung


23.08.2018

Forschungsprojekt "Städte der Zuflucht"

In ihrem Forschungsprojekt "Städte der Zuflucht" untersucht Helene Heuser (MA phil., Ass. jur.) ein glokales Konzept des Flüchtlingsschutzes. Erste Arbeiten zu diesem Konzept begannen bereits 2013 in Austausch mit Prof. Fischer-Lescano. Seit 2015 ist das Projekt an der Universität Hamburg angesiedelt und seit 2016 von der Heinrich Böll Stiftung gefördert. Das Projekt wird betreut von Prof. Markard.

Städte spielen bereits seit der Antike eine zentrale Rolle in der Aufnahme von Flüchtlingen und anderen Migrant*innen. Aktuell erleben Städte und Kommunen ein Revival als Akteure der Migrations- und Flüchtlingspolitik. Neben der traditionellen Aufgabe der Integration von Flüchtlingen in lokale Gemeinschaften umfassen kommunale Handlungsfelder in diesem Bereich auch die Aufnahme und Abschiebung.


22.08.2018

NEU ANFANGEN: Tipps für geflüchtete Jugendliche, die mit ihrer Familie in Deutschland leben

Nach der Willkommensbroschüre für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, hat der BumF gemeinsam mit der Initiative Jugendliche ohne Grenzen nun eine Broschüre erarbeitet, die sich an geflüchtete Jugendliche richtet, die mit ihrer Familie in Deutschland leben.

In der Broschüre finden junge Geflüchtete, die gemeinsam mit ihren Familien nach Deutschland gekommen sind, wichtige Informationen zu ihrer ersten Zeit in Deutschland:

Welche Rechte haben Jugendliche in Deutschland und wie können sie diese durchsetzen? Was ist Diskriminierung und was kann man dagegen tun? Welche Perspektiven und Möglichkeiten gibt es für Schule, Ausbildung, Studium und Beruf? Wo und wie können junge Geflüchtete und ihre Familien Unterstützung, Hilfe und Beratung finden? Welche Perspektiven gibt es für den Aufenthalt und die Familienzusammenführung? Und was ist, wenn jemand aus der Familie krank wird?


22.08.2018

Jungen auf der Flucht

Fachtagung: Gendergerechte Gesundheitsförderung für unbegleitete minderjährige männliche Geflüchtete

Neun von zehn Flüchtlingen, die minderjährig und unbegleitet nach Deutschland kommen, sind Jungen. Trotzdem wird dies weder in der Forschung, noch bei der Entwicklung pädagogischer, jugendpsychiatrischer oder gesundheitsfördernder Angebote ausreichend thematisiert. Dabei gibt es bei den Fluchtursachen, den Flucht- und Gewalterfahrungen sowie den Bewältigungsstrategien viele jungenspezifische Aspekte.

In der Zeit von Ende 2015 bis 2017 stand die Jugendhilfe unter einem enormen „Improvisationsdruck“,unter dem das Hilfesystem mit einer Vielzahl pädagogischer, psychologischer und administrativer Herausforderungen konfrontiert war. Inzwischen sind spezifische Hilfestrukturen weitgehend aufgebaut, auch gelangen weniger Flüchtlinge nach Europa. Deshalb besteht nun die Möglichkeit, die zur Routine werdende Praxis der stationären Jugendhilfe, der Trauma-Behandlung und der Gesundheitsförderung einer gendersensiblen Reflektion zu unterziehen.

Termin: 11. Oktober 2018

Veranstaltungsort: Ameron Hotel Regent, Melatengürtel 15, 50933 Köln

Teilnahmegebühr: kostenlos, für Verpflegung ist gesorgt

Anmeldefrist: 15.09.2018 (Teilnehmerzahl begrenzt)

Anmeldung sowie weitere Informationen.


21.08.2018

Fördermöglichkeiten: Sprachkurse zur Förderung der gesellschaftlichen/kulturellen Teilhabe

Seit 2015 fördert das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur den Spracherwerb für Geflüchtete mit gezielt auf diese Zielgruppe zugeschnittenen Programmen. Im Jahr 2018 wird diese Förderung um das Förderprogramm zur Umsetzung von Sprachkursen zur Förderung der gesellschaftlichen/kulturellen Teilhabe erweitert. Hierbei handelt es sich um Sprachkurse, die in Kooperation mit Kultureinrichtungen (insb. Musikschulen, Kunstschulen und Theaterpädagog/-innen) durchgeführt werden sollen. Für das Programm werden insgesamt 5 Mio Euro zur Verfügung stehen.

Das Besondere an diesem Programm ist, dass kulturelle Bildungsangebote nicht als ein add-on zu den Sprachkursen gesehen werden, sondern dass die beteiligten Partner (Sprachdozenten und z.B. Lehrkraft einer Musikschule) gemeinsam ein inklusives Kurskonzept entwickeln, in dem sich kulturelle Praxis und Lehrinhalte des Sprachkurses verbinden.

Handreichungen sowie das Antragsformular stehen online zur Verfügung.


21.08.2018

Fremdgemacht & Reorientiert – jüdisch-muslimische Verflechtungen

Sammelband: Was Juden und Muslime verbindet

Fremdgemacht & Reorientiert – jüdisch-muslimische Verflechtungen Das Schreckgespenst der Islamisierung geistert umher. «Deutschland» und «Europa» fürchten sich vor «dem integrationsunwilligen Muslim». Zeitgleich entpuppt sich «der Jude» auch heute noch als hartnäckiges Feindbild...

Welche Erfahrungen und Erinnerungen haben Juden und Muslime gemein? Welche trennen sie? Diesen und weiteren Fragen geht der Sammelband "Fremdgemacht & Reorientiert. Jüdisch-muslimische Verflechtungen" nach. Das Buch, das von Ozan Keskinkilic und Armin Langer herausgegeben wurde, enthält Beiträge von und Interviews mit Wissenschaftlern, Aktivisten und Künstlern, die sich den vielen politischen, religiösen und historischen Verflechtungen von Juden und Muslimen in Vergangenheit und Gegenwart widmen.


20.08.2018

Studie: Wie erleben Pflegekräfte mit Migrationshintergrund ihren Arbeitsalltag?

Wie ergeht es Pflegekräften mit Migrationshintergrund in Deutschland? Eine neue Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung geht dieser Frage nach. Die Studie "Pflegearbeit in Deutschland, Japan und Schweden" vergleicht die Arbeitssituation von Pflegenden in diesen Ländern. Ein Ergebnis: Pflegekräfte mit Migrationshintergrund berichten in Deutschland häufiger von unbezahlten Überstunden. Außerdem nehmen sie seltener an Dienstbesprechungen teil und erleben häufiger Diskriminierungen.

 


17.08.2018

HeldenAkademie

Die HeldenAkademie bietet an einer Schule einen 5-tägigen interkulturellen Workshop zum Umgang mit Streit und Konflikten an – Zielgruppe sind zu zwei Dritteln geflüchtete Jugendliche und junge Erwachsene (aus den Sprachgruppen Arabisch und Dari/Farsi) und zu einem Drittel hier aufgewachsene Jugendliche, etwa im Alter zwischen 16-19 Jahren. Für Interessierte ist die Fortsetzung in drei Wochenend- bzw. Ferienworkshops außerhalb der Schulen geplant, für die beteiligten Schulen gibt es bei Bedarf eine Nachbereitung. Die Maßnahme wird gefördert durch die Bundeszentrale für Politische Bildung. Das Workshopteam besteht aus ausgebildeten Mediator*innen/Trainer*innen und in Grundlagen der Mediation geschulten Sprachmittler*innen, Träger ist das MediationsZentrum Berlin e.V


17.08.2018

Shukran - Suchthilfe und Kriminalitätsprävention in der Nachbarschaft

Aufgrund der hohen Zahl von neuangekommenen Flüchtlingen in Berlin und den spezifischen Herausforderungen der Bezirke Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Spandau ist eine Erweiterung und Öffnung der Angebote im Bezirk, die niedrigschwellig, sprachmittelnd, lebensweltorientiert und anonym aufsuchend arbeiten bzw. zugänglich sind, erforderlich. Damit soll den Gefahren des Alkohol- und Drogenmissbrauchs mit den Begleit- und Folgeproblemen wie schwerwiegenden Infektionen und Gesundheitsschäden, Sucht, Gewalt und Kriminalität unter Geflüchteten und im öffentlichen Raum in Berlin entgegengewirkt werden.
Generell ist das Drogengebrauchs- und Suchtrisiko bei Geflüchteten erhöht, da sie Flucht, das schwierige Ankommen und Leben in Deutschland und traumatische Erlebnisse bewältigen müssen und Drogenkonsum teilweise im Herkunftsland schon praktiziert wurde.
Die meisten neu Angekommenen kennen die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die kulturellen/gesellschaftlichen Regeln und Rituale im Umgang mit legalen und illegalen Drogen nicht.

Mit dem Projekt “Shukran” bietet Fixpunkt e.V. fachliche und professionelle Unterstützung für Konsumierende, deren Umfeld und für Fachkräfte der Sozialen Arbeit und Geflüchtetenhilfe an. Zu den Angeboten gehören u.a aufsuchende Kontaktarbeit und Problemanalyse, Informationen über Gesetze, Aufklärung der Betroffenen, Förderung von Eigenständigkeit und Hilfe zur Selbsthilfe, Erschließung niedrigschwelliger Angebote zur drogen-/alkoholfreien Tagesstruktur sowie Verminderung und Abwehr gesundheitlicher Schäden und der Verbreitung von Infektionen wie HIV, Hepatitis und Tuberkulose. Das Shukran-Team spricht folgende Sprachen: Arabisch, Farsi, Englisch, Italienisch, Deutsch und ist in den Bezirken Mitte, Spandau und Kreuzberg-Friedrichshain tätig.

 

 


17.08.2018

Podiumsdiskussion: "Empfehlungen für eine Einwanderungspolitik"

Weltweit zählen die Vereinten Nationen 250 Millionen Migrant*innen. Weitere 65 Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht, auf der Suche nach Sicherheit und besseren Perspektiven. In Deutschland beantragten seit 2015 etwa 1,4 Millionen Geflüchtete Asyl. Die Bundesrepublik gehört damit neben den Vereinigten Staaten, Kanada und Großbritannien zu den wichtigsten Einwanderungsländern unter den OECD-Staaten.
Bevölkerungsrückgang, demografischer Alterungsprozess, Etablierung Deutschlands als Einwanderungsland - diesen und weiteren Herausforderungen müsste ein Einwanderungsgesetz begegnen. Um den demografischen Wandel abzufedern ist Deutschland auf den Zuzug von mehreren Hunderttausend Arbeitskräften angewiesen. Diesen Zuzug gilt es sinnvoll zu steuern. Doch wie kann ein gesetzliches Instrumentarium hierfür aussehen?

Ort: Diakonie Hamburg, Dorothee Sölle Haus, Raum 9, Königstraße 54, Hamburg

Anmeldung unter anmeldung.me@diakonie-hamburg.de

Weitere Informationen:


16.08.2018

Umgang mit Konflikten im Engagement für und mit Geflüchteten

Das Forum der Kulturen Stuttgart e. V. unterstützt seit 2016 Migrantenvereine und -initiativen, die sich für Geflüchtete engagieren und Angebote in ihrem Verein schaffen oder schaffen möchten. Neben finanzieller und ideeller Unterstützung bei der Realisierung von Projekten und Angeboten, bietet das Forum der Kulturen regelmäßig stattfindende Austausch- und Informationsabende und Fortbildungen.

Diese Veranstaltung wird von der Referentin Dagmar Nolde der Berghof Foundation Tübingen durchgeführt:

UMGANG MIT KONFLIKTEN IM ENGAGEMENT FÜR UND MIT GEFLÜCHTETEN

Das Engagement von Engagierten und Vereinen in der Flüchtlingsarbeit ist mit viel persönlichem Aufwand und Motivation und dementsprechend auch mit einer Erwartungshaltung verbunden. In verschiedenen Situationen zwischen Ehrenamtlichen und Geflüchteten können Konflikte und Streitigkeiten entstehen. Diese Fortbildung bietet Ansätze, um souverän mit möglichen Konflikten umzugehen. Folgende Fragen werden thematisiert:

  • Wie schaffe ich es, dass alle, die sich mit mir im Unterstützerkreis für Geflüchtete engagieren, an einem Strang ziehen?
  • Wie kann ich reagieren, wenn mein Engagement nicht den von mir gewünschten Effekt erzielt?
  • Wie verhalte ich mich, wenn ich zwischen die Fronten von Konflikten anderer gerate?

Weitere Informationen:


16.08.2018

Bericht: Massenunterkünfte fördern Konflikte

Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende stehen immer wieder in der Kritik. Viele Menschen leben dort unter schwierigen Bedingungen – in engen Quartieren ohne Privatsphäre oder Schutzräume. Es sei also nicht verwunderlich, dass in den Unterkünften oftmals Konflikte ausbrechen, so Kritiker.

Wie häufig es in Asylbewerberunterkünften zu Konflikten und Straftaten kommt, lässt sich nur schwer ermitteln. Die Bundesländer erfassen Daten zu Kriminalität in und um Asylbewerberunterkünften unterschiedlich. Auch die Unterbringungsformen variieren sehr stark je nach Bundesland.

Der MEDIENDIENST INTEGRATION hat recherchiert, welche Daten vorliegen und wie sie von Experten eingeschätzt werden. Wie viele Straftaten gab es in und um "Asylunterkünften"? Wie viele davon waren "Rohheitsdelikte", etwa Körperverletzungen? Die Recherche zeigt: Sammelunterkünfte für Asylbewerber werden oft zum Tatort – vor allem, wenn es um Rohheitsdelikte geht.

Der komplette Bericht steht online zur Verfügung

 


15.08.2018

Studie: Welche Auswirkungen haben "Anker-Zentren"?

Im August begann die Pilotphase für die Ankunfts-, Entscheidungs- und Rückführungszentren ("Anker-Zentren"). Bis zu 1.500 Personen werden in einer Einrichtung wohnen. Um das Asylverfahren zu beschleunigen, werden in den Zentren mehrere Behörden vertreten sein, darunter das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Polizeibehörden, Gesundheitsämter und Verwaltungsgerichte. In Zukunft sollen nur noch Geflüchtete auf die Kommunen verteilt werden, deren Asylantrag positiv entschieden wird oder als aussichtsreich gilt. Alle anderen sollen direkt aus den Zentren abgeschoben werden oder freiwillig rückkehren.

Zahlreiche Fragen zu den Anker-Zentren sind noch offen: Werden die Verfahren tatsächlich effizienter? Welche Folgen haben die Zentren für Geflüchtete? Und wie wirkt sich die Neuregelung auf die Kommunen aus? Für den MEDIENDIENST haben die Migrationsforscher Sabine Hess, Andreas Pott, Hannes Schammann, Albert Scherr und Werner Schiffauer diese Fragen in einer Kurzstudie untersucht.

Die zentralen Ergebnisse sind:

  • Anker-Zentren werden zu Isolation und Belastungen bei Geflüchteten führen – die soziale und berufliche Integration wird erschwert. Dies wird hohe Folgekosten hervorrufen.
  • Anker-Zentren vernachlässigen die Bedeutung lokaler Unterstützungsstrukturen und laufen Gefahr, deren Wissen zu verlieren.
  • Anker-Zentren werden als Fremdkörper in den Kommunen wahrgenommen werden. Sie können einen Nährboden für Vorurteile liefern.
  • Ob die Asylverfahren beschleunigt werden, ist fraglich.
  • Die bisherige Planung der Anker-Zentren berücksichtigt die Situation vulnerabler Gruppen wie Frauen und Kinder nicht ausreichend.

Die komplette Studie ist online verfügbar.


14.08.2018

„Geschlechtergleichstellung in der Migrationsgesellschaft – Erwartungen. Erfahrungen. Entwicklungen.“

Migrationsprozesse (und Flucht als eine besondere Form von Migration) stellten und stellen (nicht nur in Phasen stark zunehmender Migration wie 2015/2016) unsere Gesellschaft vor immer wieder neue Herausforderungen. Migration ist in Deutschland Konfliktauslöser und Chance zugleich. Sie ist ein Motor für vielfältige Veränderungsprozesse, für eine Auseinandersetzung mit Regeln, Werten und Normen eines gleichberechtigten und respektvollen Miteinanders.

Geschlecht ist nach wie zentrales Strukturprinzip für Migrant_innen, welches Chancen auf gleichberechtigte Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland elementar beeinflusst. Aktuelle und gleichzeitig als eigentlich überwunden gedachte Sichten auf und Diskurse über Migration werden weitgehend dominiert von einem defizitorientierten bis hin zu rassistischen Blick auf „die migrantische Frau“ und „den migrantischen Mann“.

Geschlechtergleichstellung in der Migrationsgesellschaft zu reflektieren und daraus Angebote für eine gleichberechtigt orientierte Praxis zu realisieren, bedarf der Auseinandersetzung mit grundlegenden Haltungsfragen, des Austausches von bewährtem Wissen und der Vernetzung von Expertisen der Gleichstellungs- und Migrationsarbeit.

 

Wann: 04.09.2018, 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Wo: Kulturzentrum Pavillon – Lister Meile 4 – 30161 Hannover

Anmeldung sowie weitere Informationen.