Aktuelles

Informieren Sie sich über die aktuellen Neuigkeiten und Aktivitäten aus den Bereichen Integration & Prävention

14.05.2019

Förderung entwicklungspolitischer Bildungsarbeit

Ab sofort können Kleinanträge zur Förderung entwicklungspolitischer Bildungsarbeit aus Mitteln der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin bis zu einer Höhe von maximal 6.000 € beantragt werden. Diese Regelung gilt vorerst bis Ende des Jahre 2019. Antragsschluss ist jeweils am 20. Juni, 20. September und 20. November. Momentan stehen noch knapp 60.000 € an Fördermitteln zur Verfügung.


13.05.2019

Migrationsrecht für Fortgeschrittene

Die Fortbildung vermittelt einen vertieften Einblick in das Migrationsrecht. Thema sind Veränderungen im Asyl- und Aufenthaltsrecht und ihre konkrete Umsetzung und Praxis in Niedersachsen. Die neuen Regelungen und ihre Auswirkungen werden umfassend dargestellt und bewertet. Im Einzelnen werden folgende Inhalte bearbeitet:

Themen im Bereich AsylG, u.a.:

  • Änderungen in der Praxis des BAMFs
  • Widerrufverfahren
  • Geschlechtsspezifische Verfolgungsgründe
  • Anerkannte Drittstaatsangehörige

 

Themen im Bereich AufenthG, u.a.:

  • Passbeschaffungsmöglichkeiten und Grenzen
  • Arbeitsverbot
  • AsylblG-Kürzungen
  • Verlängerungen des Aufenthaltstitels

Referentin: Claire Deery, Fachanwältin Migrationsrecht (Göttingen)

Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Beraterinnen und Berater von Flüchtlingen, die bereits über fortgeschrittene Kenntnisse des Aufenthalts- und Asylrechts verfügen.

28.05.2019 -  Röpkestr. 12, 30173 Hannover

 


10.05.2019

Sprachsensibles Unterrichten - Abschlussfilm zum Projekt

Zum Abschluss des Projekts „Sprachsensibles Unterrichten fördern" veranschaulicht ein Film den Weg zum Projektziel, sprachliche Bildung systemisch im Vorbereitungsdienst der Lehrerausbildung zu implementieren.

Mit dem Projekt „Sprachsensibles Unterrichten fördern“ werden Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) dabei unterstützt, das Kerncurriculum für den Vorbereitungsdienst mit Blick auf Sprachbildung in allen Fächern auszugestalten.

Das Projekt ist durch das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen (MSB), die Stiftung Mercator und die Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) NRW entwickelt worden.

In der ersten Projektphase (2015-2017) lag der Schwerpunkt in der Entwicklung und Erprobung von Ausbildungsmodulen für den Vorbereitungsdienst.

In der zweiten Projektphase (bis 2019) werden fünf ZfsL und deren Ausbildungsschulen systemisch bei der Umsetzung und dem Transfer von Ansätzen und Materialien zur sprachlichen Bildung begleitet. Dabei steht die spezifische Organisationsentwicklung des jeweiligen ZfsL im Mittelpunkt der Aktivitäten.


09.05.2019

Elternnachzug zu UMF - DRK-Fachinformationen

Der DRK-Suchdienst hat aktualisierte Fachinformationen zum Familiennachzug von und zu Flüchtlingen herausgegeben.
Diese behandeln folgende Themen:
    - Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten
    - Auswirkungen des EuGH Urteils vom 12.04.2018 – Elternnachzug zu anerkannten minderjährigen Flüchtlingen

 


09.05.2019

Kritnet-Konferenz "Migration und Gewalt"

Vom 16. bis 19. Mai 2019 findet die 18. Konferenz des kritnet (Netzwerk kritische Migrations- und Grenzregimeforschung) statt, dieses Mal in Leipzig. Damit versammelt sich kritnet kurz vor der Europawahl und wenige Monate vor den Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen erstmals in Ostdeutschland.

In Leipzig wollen wir nicht nur gemeinsam über das konstitutive Verhältnis von Migration und Gewalt diskutieren, sondern gerade jetzt gemeinsam mit Akteur*innen vor Ort eine breite Allianz gegen zunehmend autoritäre und gewaltvolle gesellschaftliche Positionen bilden. Wir freuen uns auf vier spannende Tage mit Workshops, Vernetzung, Vorträgen, Theater, Tanz und Lesung.

16.05.2019 - 19.05.2019 in Leipzig
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung.


08.05.2019

Menschenrechte sind unteilbar - Flüchtlingsschutz in Deutschland und Europa

Die aktuellen deutschen und europäischen Diskussionen in der Flüchtlingspolitik sind vor allem auf die Sicherung der Außengrenzen und die Auslagerung der Verantwortung für den Flüchtlingsschutz auf andere Staaten fokussiert. Der Schutz vor schweren Menschenrechtsverletzungen scheint als Leitmotiv der Flüchtlingspolitik dagegen in den Hintergrund zu treten. Während sich die EU-Mitgliedsstaaten nicht auf eine solidarische Aufnahme von Flüchtlingen innerhalb der EU einigen können, ertrinken weiterhin schutzsuchende Menschen im Mittelmeer, sitzen in unmenschlicher Haft in Libyen fest oder leben unter erbärmlichen Bedingungen auf den griechischen Inseln. Das Symposium bietet Akteurinnen und Akteuren aus allen Bereichen des Flüchtlingsschutzes ein Forum, um sich mit den aktuellen politischen Debatten auseinanderzusetzen und Lösungsansätze zu diskutieren.

weitere Informationen sowie zur Anmeldung:

24.06.2019 - 25.06.2019
Französische Friedrichstadtkirche ,Gendarmenmarkt 5, 10117 Berlin


07.05.2019

Bericht: Bewegte Zeiten: Rückblick auf die Integrations- und Migrationspolitik der letzten Jahre - Jahresgutachten 2019

Das SVR-Jahresgutachten 2019 zieht für die Bereiche Integration und Migration eine Bilanz der letzten Jahre. Im Fokus des politischen Handelns stand die Asyl- und Flüchtlingspolitik. Leitmotiv war hier der Balanceakt, einerseits Migration zu kontrollieren und wirksam zu steuern, andererseits die in Deutschland bleibeberechtigten Flüchtlinge rasch und erfolgreich zu integrieren. Bei der Integration von Flüchtlingen ist viel geschafft, aber auch noch viel zu tun. Außerdem sollte Deutschland den Blick nun stärker auf andere Formen des Zuzugs richten und das geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz rasch verabschieden.


06.05.2019

Migration studieren. Ein neuer Bachelor

An der Katholischen Hochschule Mainz kann man den internationalen Bachelor-Studiengang „Sozialwissenschaften: Migration und Integration“ studieren. Die Veranstaltungen werden je zur Hälfte in deutscher und englischer Sprache abgehalten. Erlernt wird in den ersten zwei Jahren eine dritte Sprache. Die Studierenden gehen im 5. und 6. Semester verpflichtend für ein Praktikum und/oder zum Studium ins Ausland. Bewerbungen sind noch bis zum 31. Mai möglich


03.05.2019

Studie: „Gott sei Dank fühle ich mich jetzt nicht mehr als Flüchtling“ - Alltagsleben und Integrationsprozesse geflüchteter Menschen

Die Autorin plädiert in der Studie dafür, Integration nicht als einseitige Anpassung zu verstehen, sondern als einen wechselseitigen Prozess, an dessen Ende die chancengerechte gesellschaftliche Teil-habe aller stehen soll. Noch seien die Rechte und Teilhabemöglichkeiten von Schutzsuchenden aber abhängig von Aufenthaltsstatus und/oder zugeschriebener „Bleibeperspektive“ hierarchisch abgestuft.

Die deutsche Sprache zu erlernen und Zugang zum Arbeits-und Wohnungsmarkt zu erhalten, empfänden die befragten Flüchtlinge als zentral für ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland. Viele Schutzsuchende würden zudem darunter leiden, auf die Kategorie des Flüchtlings reduziert zu werden.


02.05.2019

Neues Praxismodul: “Übungswerkstätten für Frauen”

Das Praxismodul von ARRIVO Berlin bietet geflüchteten Frauen regelmäßig einmal pro Quartal einen fundierten Einblick in unterschiedliche handwerkliche Berufsfelder. Das kommende Modul beschäftigt sich mit dem Thema der Berufsorientierung und -vorbereitung im Bereich Konditorei. Das vierwöchige Praxismodul findet vom 13.05. bis zum 07.06.2019 statt und umfasst: einen zweiwöchigen Fachkurs in der Konditoren-Innung Berlin, einen kreativen Praxis-Workshop, einen integrierten fachspezifischen Deutschkurs, Exkursionen in verschiedene Berliner Betriebe und Berufsberatung und Bewerbungstraining.

Weitere Informationen:


02.05.2019

FEMentoring - Beratungsstelle für geflüchtete Frauen mit Kindern

FEMentoring ist ein Projekt für Mütter mit Fluchthintergrund. Ziel ist es, die Frauen bei der Bewältigung von individuellen Problemen bei ihrer Teilhabe an der deutschen Gesellschaft zu unterstützen. Die Umsetzung erfolgt mit Hilfe von Integrationszielen die gemeinsam mit den Beraterinnen gesteckt werden. Die Ziele berühren die Lebensbereiche: Gesundheit, Kinder, Arbeit und Sprache und Kulturverständnis.
 


30.04.2019

Amal, Hamburg!

Die neue Nachrichtenseite Amal, Hamburg! ist gestartet. Sie berichtet in Arabisch und Persisch über lokale Ereignisse und eröffnet damit für etwa 50.000 Bürgerinnen und Bürgern die Chance, durch Geschichten in ihrer Muttersprache näher an die Stadtgesellschaft heranzurücken.
Amal, Hamburg! informiert Montag bis Freitag auf Arabisch und Farsi darüber, was in der Stadt los ist. Das Wichtigste vom Tage wird ergänzt durch Reportagen, Interviews und Kommentare. Journalisten und Journalistinnen aus Syrien, Afghanistan und Iran betreiben diese mobile Nachrichtenplattform als eine lokale Tageszeitung für das Smartphone!


29.04.2019

Handreichung: „Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung“

Die Handreichung „Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung“ bietet pädagogischen Fachkräften praxisnahe Informationen und Ideen für ihre tägliche Arbeit mit geflüchteten Kindern und ihren Familien. Die Broschüre enthält Grundlagentexte zu verschiedenen Themen wie z.B. Ankommen, interkultureller Alltag, gesundheitsspezifische Fragen und Übergänge. Des Weiteren gibt es viele spannende Beispiele guter Praxis, hilfreiche Tipps und Ideen für die Gestaltung der eigenen pädagogischen Arbeit und nützliche Arbeitsmaterialien, um ein Thema weiter zu bearbeiten.

Die Broschüre ist hervorgegangen aus der mehr als zweijährigen Arbeit der drei hessenweit tätigen Beratungs- und Servicestellen für pädagogische Fachkräfte für Kinder mit Fluchthintergrund. Diese Service- und Beratungsstellen sind ein gemeinsames Projekt der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration zusammen mit dem DRK Darmstadt, der Universitätsstadt Marburg und dem Dachverband freier Kindertageseinrichtungen (DAKITS) in Kassel.


26.04.2019

Broschüre: Für ein Recht auf Familienleben für Alle!

Das Grundrecht auf Schutz von Ehe und Familie, das sowohl in der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte als auch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert ist, wurde im Kontext von Flucht und Migration je nach politischen Interessen immer wieder bestimmten Gruppen gewährt und anderen verweigert. Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften hat nun eine Broschüre zu Fragen rund um das Recht auf Familie veröffentlicht. Ulrike Schwarz und Nerea González Méndez de Vigo vom BumF haben sich in ihrem Fachbeitrag mit dem Familiennachzug zu unbegleiteten Minderjährigen aus dem Herkunftsland oder aus einem Transitland außerhalb Europas auseinandergesetzt und die aktuelle rechtliche Situation analysiert.


25.04.2019

Studie: Verlorene Mitte - Feindselige Zustände

Deutschland ist in Unruhe. Hass, Abschottung und Gewalt stehen Solidarität und zivilgesellschaftlichem Engagement gegenüber. Rechtsextreme Gruppen treten öffentlichkeitswirksam an der Seite »normaler« Bürgerinnen und Bürger auf, rechtspopulistische Forderungen und Diskurse erhalten scheinbar immer mehr Raum in Politik und Debatte.

Wie weit sind rechtsextreme und menschenfeindliche Einstellungen tatsächlich in die Mitte der Gesellschaft eingedrungen? Haben Polarisierungen und Konflikte die Norm von der Gleichwertigkeit aller Gruppen verschoben? Gegen wen richtet sich die Ablehnung? Ist die demokratische Mitte geschrumpft oder verloren?

Antworten gibt die aktuelle Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld entstanden ist und seit 2002 antidemokratische Einstellungen in der deutschen Bevölkerung untersucht. Schwerpunkte der Studie sind Rechtspopulismus, neue rechtsextreme Einstellungen und deren Überlappung sowie Verschwörungsmythen in der Mitte. Darüber hinaus wird im Jahr 30 nach der Wende auch ein Blick auf die Unterschiede in Ost und West gelegt. Angesichts der aufgeheizten Debatte bietet die Mitte-Studie einen empirisch genauen Blick auf die Meinungen der Mitte. Wo ist sie gespalten, wo ist ihre demokratische Qualität verloren gegangen, wie groß ist das Ausmaß von Demokratiemisstrauen und illiberalen Demokratievorstellungen? Neben der langfristigen Entwicklung rechtsextremer Einstellungen wird auch Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Langzeitvergleich abgebildet.


24.04.2019

Wie funktioniert die Familienzusammenführung von umF innerhalb Europas?

In einem aktuellen Fachbeitrag von Vinzent Vogt (Equal Rights Beyond Borders) und Nerea González Méndez de Vigo (BumF) wird sich mit der Familienzusammenführung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, deren Angehörige sich in einem Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Norwegen, Island, der Schweiz oder Liechtenstein aufhalten, beschäftigt.

Was ist der Handlungsrahmen der Kinder- und Jugendhilfe? Wer zieht zu wem? Wie läuft das Verfahren ab und welche Rechtsmittel stehen zur Verfügung? Diese und weitere Fragen, werden im Rahmen des Fachbeitrages “Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland und Familienzusammenführung durch die Dublin III-VO” in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift DAS JUGENDAMT beantwortet.


24.04.2019

Symposium: Bewegungs(un)freiheiten von Geflüchteten - Dublin III und seine Konsequenzen

Wer darf sich in Europa über Grenzen hinweg frei bewegen? Wer wird bewegungsunfähig gemacht? Für wen gelten die Grenzen im Schengenbereich und für wen sind sie unsichtbar? Diese und weitere Fragen erörtern wir in unserem Symposium am 11. Mai 2019 in der Johanneskirche in Witten. Wir möchten einen Raum schaffen, in dem sich Hauptamtliche, Ehrenamtliche, Aktivist*innen, Studierende, Menschen mit Fluchterfahrung und weitere Interessierte begegnen und gemeinsam über Möglichkeiten der innereuropäischen Bewegungsfreiheit für Geflüchtete diskutieren.

Die rechtliche Lage für geflüchtete Menschen wird in Europa immer prekärer. Verordnungen wie Dublin III illegalisieren die Mobilität von Geflüchteten zwischen EU-Staaten. Dies hat enorme Auswirkungen auf das Leben des/der Einzelnen. In dem Symposium möchten wir daher der rechtlichen Diskriminierung, der sogenannte Dublin-Geflüchtete ausgesetzt sind, auf den Grund gehen und gemeinsam über Alternativen zur innereuropäische Bewegungsfreiheit für Menschen mit Fluchterfahrung nachdenken. Dabei soll eine Sensibilität für die Lebenssituation von Menschen geschaffen werden, die von der Dublin-Verordnung betroffen sind.

Nach einer Einführung zu Dublin III wird der aktuelle Stand der Diskussion zur Dublin-Verordnung im Europaparlament skizziert. In der sich anschließenden Podiumsdiskussion diskutieren Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Betroffene gemeinsam darüber, wie Grenzregime entstehen (politisch, rechtlich und als soziale Konstruktionen) und wie diese Geflüchtete in ihrer Bewegungsfreiheit und ihrem Alltag einschränken. Nachmittags wollen wir uns in kreativen und partizipativen Workshops mit der Frage nach Möglichkeiten zur Unterstützung legaler Migrationswege und Alternativen zum aktuellen Rechtssystem auseinander setzen. Zwischendurch wird es Zeit zur Vernetzung und zum Austausch geben.

Weitere Infromationen:


23.04.2019

Fachtag: Beschwerden als Chance zur Weiterentwicklung?!

Empfehlungen zum Management von Beschwerden von Menschen mit Fluchterfahrung

Zunehmend beschäftigen sich Fachpraktiker_innen und Entscheidungsträger_innen in der Sozialen Arbeit mit dem Auf- bzw. Ausbau von Beschwerdemanagement.

Funktionierende Beschwerdesysteme geben Bewohner_innen von Unterkünften für Geflüchtete die Möglichkeit, Bedürfnisse und Kritik zu äußern sowie Gewaltvorkommnisse und Missstände zu adressieren. Damit verbessern Beschwerdesysteme den Gewaltschutz. Sie entlasten aber auch Mitarbeiter_innen, beschleunigen Verwaltungsabläufe und sind ein konkreter Beitrag zur Teilhabe von Geflüchteten.

Die Ergebnisse des Projekts „Gewaltschutz für Frauen und Beschwerdemanagement in Unterkünften für Geflüchtete“ 2016 - 2019 möchten wir vorstellen und mit Ihnen diskutieren.

Im Fachtag richten wir den Blick auch auf Erfahrungen aus weiteren Arbeitsfeldern wie aus der Kinder- und Jugendhilfe oder der Antidiskriminierungsarbeit.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


22.04.2019

Gut Beraten, gut Ankommen!

Verbesserung der Aufnahmestandards für Asylsuchende in Berlin durch qualifizierte Beratung und Qualifizierung von Berater- und Unterstützer_innen

Gemeinsam mit unserem Projektpartner KommMit e.V /Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge (BBZ) führen wir von Juli 2018 bis Juni 2020 2018 unter dem Titel „Gut Beraten, gut Ankommen! Verbesserung der Aufnahmestandards für Asylsuchende in Berlin durch qualifizierte Beratung und Qualifizierung von Berater- und Unterstützer_innen“ ein Projekt zur Verbesserung der Asylaufnahmestrukturen in Berlin und zur Beratung von Asylsuchenden durch.

Das Projekt zielt auf:

 
1) Gut Ankommen, gut Beraten: Verbesserte Information und Steigerung der Handlungskompetenz von Antragstellern, Drittstaatsangehörigen im laufenden Asylverfahren sowie beratenen Asylsuchenden, denen in der Folge internationaler Schutz gewährt wird, durch Beratung und Betreuung zu sozialen, rechtlichen und verfahrenstechnischen Themen
 
2) Kompetenznetzwerk Flucht und Asyl: Umsetzung einheitlicher Aufnahmestandards und Etablierung von Qualitätssicherung in der Beratung und Betreuung Asylsuchender durch Qualifizierung, Vernetzung und Fachberatung für Berater_innen, Unterstützer_innen und Sprachmittler_innen
 
3) KommUnity: Stärkung der Willkommenskultur und Förderung gesellschaftlicher Akzeptanz für die Asylaufnahme durch Beratung, Vernetzung und Schulungen für zivilgesellschaftliche Akteur_innen, Initiativen und Multiplikator_innen in der Flüchtlingsarbeit

19.04.2019

Fakten zur Asylpolitik (aktualisierte Fassung)

In einem Faktenpapier hat der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration die wichtigsten Informationen und Zahlen zur Asylpolitik in Deutschland und auf EU-Ebene zusammengestellt. Darin werden Strukturdaten, Asylverfahren und -leistungen sowie Regelungen im Bildungsbereich und für die Erwerbstätigkeit dargestellt.


18.04.2019

Geflüchtete schützen: über die Notwendigkeit von Schutzkonzepten in Gemeinschaftsunterkünften

Bisher bestätigte Referent*innen:

  • Prof. Dr. Sabine Hess, Direktorin des Göttingen Centers for Global Migration Studies, Georg-August Universität Göttingen
  • Johanna Elle M.A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Verbundforschungsprojekt "Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken. Prozesse vergeschlechtlichter In- und Exklusionen in Niedersachsen"

Themen:

Warum braucht es Gewaltschutzkonzepte in Gemeinschaftsunterkünften? Welche besonderen (konfliktfördernden) Faktoren und Trigger existieren in Gemeinschaftsunterkünften? Wie können wir gewaltvorbeugende Maßnahmen in Gemeinschaftsunterkünften implementieren?Was ist eine partizipative Risikoanalyse und wie wird sie durchgeführt?Welche Handlungsoptionen gibt es bei Gewaltvorfällen und was muss bedacht werden?

Zielgruppe:
Der Fachtag richtet sich an Sozialarbeiter*innen in Flüchtlingsunterkünften und an weitere Personen, die haupt- oder ehrenamtlich in Gemeinschaftsunterkünften tätig sind.

23.05.2019 - Freizeitheim Linden, Windheimstr. 4, 30451 Hannover

Weitere Informationen folgen.


17.04.2019

Studie: Zusammenhalt in Vielfalt: Das Vielfaltsbarometer 2019

Deutschland ist ein vielfältiges Land. Darin liegen Chancen für die zukünftige Entwicklung in einer globalisierten Welt, aber auch Herausforderungen für das Zusammenleben der Menschen. Für die Mehrheit der Deutschen ist zunehmende Vielfalt mehr Bereicherung als Gefahr, zudem ist die Akzeptanz gesellschaftlicher Vielfalt hierzulande gut ausgebildet. Gleichzeitig sind deutliche Unterschiede in der Akzeptanz von Vielfalt je nach Region und Dimension von Vielfalt feststellbar.

Zu diesen Ergebnissen kommt die repräsentative Studie „Zusammenhalt in Vielfalt: Das Vielfaltsbarometer 2019 der Robert Bosch Stiftung“, in der bundesweit 3.025 Personen ab 16 Jahren zu ihren Meinungen und ihrem Verhalten gegenüber verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen befragt wurden. Die Publikation zur Studie wird durch ein Grußwort von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eingeleitet.


16.04.2019

Arbeitshilfe: Jetzt Rechtsansprüche zur Erhöhung der Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz durchsetzen!

Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) müssen – wie andere Sozialleistungen auch – regelmäßig an den tatsächlichen Bedarf der Begünstigten angepasst werden. Trotzdem hat der Gesetzgeber es seit 2017 unterlassen, die Höhe der Leistungen nach dem AsylbLG regelmäßig so anzupassen, wie es Gesetz und Verfassung vorsehen. Die vorliegende Arbeitshilfe soll dabei helfen, Rechtsansprüche auf Erhöhung der Grundleistungen nach dem AsylbLG durchzusetzen.


16.04.2019

Studie: Was Ostdeutsche und Muslime gemeinsam haben

Eine aktuelle Studie zeigt: Vorurteile gegenüber Ostdeutschen und Muslimen ähneln sich stark. Aber viele Menschen würden auch Maßnahmen für mehr Gleichstellung akzeptieren.

  • Westdeutsche haben ähnliche Vorurteile gegenüber Ostdeutschen und Muslimen. Zum Beispiel werfen Westdeutsche beiden Gruppen ähnlich häufig vor, "sie distanzieren sich nicht genug vom Extremismus". Quelle
  • Vorurteile gegenüber Muslimen sind in West- und Ostdeutschland ähnlich stark verbreitet. Und sie werden häufiger vertreten als negative Einstellungen gegenüber Ostdeutschen.Quelle
     
  • Die Benachteiligung von Muslimen nehmen sowohl West- wie Ostdeutsche gleichermaßen stark wahr. Unterschiedliche Meinungen gibt es zur Benachteiligung von Ostdeutschen: Sie selbst sehen sich ähnlich stark benachteiligt wie Muslime. Westdeutsche sehen das anders: Die Benachteiligung von Muslimen wird ernst genommen, die von Ostdeutschen kaum. Vier von fünf Westdeutschen glauben, dass Ostdeutsche den gleichen Zugang zu gesellschaftlichen Positionen haben wie sie.Quelle
  • Überraschend viele Menschen würden Maßnahmen für mehr Gleichstellung akzeptieren: Beinahe jeder Dritte würde eine "Migranten-Quote" befürworten, damit sie entsprechend ihres Bevölkerungsanteils in wichtigen Positionen vertreten sind.Quelle

15.04.2019

Menschenrechtstraining für Frauen afrikanischer Herkunft in Köln

Im Rahmen der UN Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung (2015-2024) organisieren wir einen "Training the Trainers - Menschenrechtstraining für Frauen afrikanischer Herkunft". Mit dem Training sollen Aktivist*innen afrikanischer Herkunft zu den Menschenrechten und insbesondere den Frauenrechten geschult und befähigt werden:

  • Rechte von Frauen afrikanischer Herkunft zu fördern und zu verteidigen;
  • Nationale und internationale Beschwerdemechanismen zu nutzen;
  • Beratungsangebote für Frauen zu schaffen, die Opfer von Diskriminierung geworden sind;
  • Frauen in ihren Gemeinden zu den Menschenrechten zu schulen.


Eine Anmeldung steht Frauen afrikanischer Herkunft, ungeachtet ihres aufenthaltsrechtlichen Status, offen, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Beschäftigung oder Engagement in einer Organisation, Initiative oder Einrichtung, die sich für Menschenrechte, und dabei insbesondere für Nichtdiskriminierung, einsetzt;
  • Erfahrung in der Arbeit mit Frauen afrikanischer Herkunft;
  • Bereitschaft eigene Trainings durchzuführen.

Zur Anmeldung:


12.04.2019

Studie: Migration und Klimawandel

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Klimawandel und Migration? Und wie reagiert die Politik auf „Klimamigration“? Diesen Fragen geht ein aktuelles Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) nach. Demnach sind Versalzung, Wüstenbildung und Flutwellen die Hauptursache für „Klimamigration“ weltweit. Sie verstärken existierende soziale, ökonomische und ökologische Probleme und zwingen Menschen, ihre Heimat zu verlassen.


11.04.2019

Mapping asylum procedures, reception conditions, detention and content of protection in Europe

Der vom European Legal Network on Asylum (ELENA) zusammengestellte und vom European Council on Refugees and Exiles (ECRE) aktualisierte Index bietet eine nach Ländern sortierte Übersicht von Kontakten zu Beratungsstellen und Anwält_innen in verschiedene Staaten (EU-Staaten und weitere auch, wie etwa Türkei, Ukraine, Russland, Bosnien, Serbien), die Geflüchtete unterstützen und/oder rechtliche Beratung anbieten.

Zur Übersicht:
 


10.04.2019

Fachtag: „Angekommen – aber sicher?!“

IBIS Interkulturelle Arbeitsstelle e.V. in Oldenburg (Nds.) veranstaltet einen Fachtag zur sensiblen Beratung und Unterstützung von queeren Geflüchteten.

Für viele Geflüchtete, besonders LSBTI* (Lesben, Schwule, Trans*- und Inter*-Personen), stellt die Ankunft in Deutschland noch längst kein sicheres Ankommen dar, denn sie sind nicht nur vor Krieg, gewaltsamen Konflikten oder Armut geflohen, sondern auch vor Verfolgung aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität. – Wie geht es für diese Menschen in Deutschland weiter?

Queere Geflüchtete können aufgrund ihrer Herkunft sowie ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität häufig Mehrfachdiskriminierungen in Deutschland ausgesetzt sein. Zudem werden sie mit langwierigen Asylverfahren konfrontiert, bei denen sie möglichst detailliert über ihre diskriminierenden Erfahrungen im Herkunftsland berichten sollen. Dadurch ist für viele auch in Deutschland ihr unsicherer Weg noch nicht vorbei. Wie kann das verändert werden?

Während des Fachtages „Angekommen – aber sicher?!“ sollen die Teilnehmenden für den Umgang mit queeren Geflüchteten sensibilisiert werden. Wie schaffe ich ein offenes und zugleich sicheres Umfeld? Welche Strukturen gibt es vor Ort, die dabei unterstützen können? Welche Strukturen könnten dem im Weg stehen? Bin ich möglicherweise ein Teil davon? Wie kann ich für queere Geflüchtete ein sicheres Ankommen ermöglichen? – Diese und weitere Fragen sollen in Vorträgen und Workshops diskutiert und Lösungen erarbeitet werden.

Der Fachtag richtet sich an alle, die geflüchtete Menschen haupt- oder ehrenamtlich beraten, begleiten oder unterstützen.  Weitere Informationen samt Ablaufplan können Sie dem beigefügten Flyer entnehmen.


10.04.2019

“Junge Geflüchtete im Übergang gut begleiten”

Vom 18. bis 19.06.2019 bietet die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) in Kooperation mit dem BumF eine zweitägige Fortbildung zum Thema “Junge Geflüchtete im Übergang gut begleiten” in Frankfurt an.

Alle jungen Menschen aus der stationären Jugendhilfe stehen beim Hilfeende vor vielfältigen Herausforderungen. Dies gilt in besonderer Weise für junge Geflüchtete: Veränderte, z.T. nicht aufeinander abgestimmte rechtliche Rahmenbedingungen, Zurechtfinden in gesellschaftlich neuen Kontexten, in der eigenen Wohnung ankommen und in der Unsicherheit eine eigene – wenn auch kurzfristigere – Lebensperspektive entwickeln und verfolgen. Die oft abrupte rechtswidrige Hilfebeendigung nach dem 18. Lebensjahr kann die jungen Geflüchteten in eine krisenhafte Situation bringen.

Themen der Fortbildung sind u.a.:

  • Überblick über die verschiedenen rechtlichen Rahmenbedingungen.
  • parteilich Zukunftsperspektiven mit den jungen Menschen entwickeln – auch im Hinblick auf aufenthaltssichernde Schritte.
  • Lebensunterhaltssicherung: Welche Leistungssysteme sind nach der Jugendhilfe für die jungen Menschen zuständig? Wie stellt man wo Anträge?
  • Schule erfolgreich abschließen und Zugänge zu Ausbildung und Arbeit gestalten.

Die Fortbildung bietet Zeiträume für kollegiale Fachaustausche für Mitarbeiter/innen. Grundlagen im Asyl- und Aufenthaltsrecht sowie SGB VIII werden vorausgesetzt.


10.04.2019

Flüchtlinge an Hochschulen

Mehr als 3.700 "Studierende mit Fluchthintergrund" haben sich laut einer Umfrage der Hochschulrektorenkonferenz im Wintersemester 2018/2019 neu an deutschen Hochschulen immatrikuliert. Seit 2015 haben sich damit über 10.000 "Studierende mit Fluchthintergrund" neu eingeschrieben. Aktuelle Zahlen zu Geflüchteten an Hochschulen:


09.04.2019

IOM: Virtuelle Beratung zum Thema freiwillige Rückkehr und Reintegration

Die Internationale Organisation für Migration bietet im Rahmen des Projektes “Virtual Counselling” Beratung zum Thema freiwillige Rückkehr und Reintegration für Geflüchtete an. Migrantinnen und Migranten, die an einer Rückkehr interessiert sind, können die IOM-Mitarbeiter_innen vor Ort über soziale Medien wie Whatsapp, Skype Viber und Facebook direkt kontaktieren. Die virtuelle Beratung ist anonym, individuell und ergebnisoffen. In einem persönlichen Gespräch können sich Interessierte mit den Mitarbeiter_innen in Gambia, Ghana, Guinea, Nigeria, Äthiopien, Irak, Armenien, Pakistan und Bangladesch über die unterschiedlichen Unterstützungsmöglichkeiten für eine freiwillige Rückkehr und Reintegration austauschen und informieren.


09.04.2019

Praxiseinblicke: Arbeiten mit jungen Geflüchteten

Sechs Themenblätter geben Einblicke in die Arbeit mit jungen Geflüchteten und liefern wichtige Erkenntnisse aus der zweijährigen Programmarbeit von Gemeinsam Mittendrin Gestalten.

Im Programm Gemeinsam Mittendrin Gestalten stand der Partizipationsansatz im Vordergrund. Neben Pädagoginnen und Pädagogen haben wir auch junge Geflüchtete in Empowerment-Workshops qualifiziert. Sie wurden ermutigt, ihren eigenen Weg zu bewerkstelligen, indem sie sich ihre Interessen und Fähigkeiten bewusst gemacht haben. Die größte Erkenntnis für die Jugendlichen war, dass sie durch ihr eigenes Handeln etwas bewirken können“, resümiert Programmleiterin Dr. Çiçek Bacik. Ziel des Programms war es, die Bedürfnisse aller Jugendliche zu erkennen, damit sie ihre Potentiale frei entfalten und ihre Rechte wahrnehmen können. Dass das Ziel erreicht wurde bestätigt auch Teilnehmerin Zuhra Hassanzada: „Nach dem Workshop bin ich noch aktiver geworden. Durch Anregungen anderer habe ich mich selbst weiterentwickelt und setze mich nun auch für andere ein.“

Im Rahmen des zweijährigen Programms hat das Team in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten eine Serie von Themenblättern veröffentlicht, in der Erfahrungen und Erkenntnisse aus der praktischen Begleitung junger Geflüchteter aufgegriffen werden, u. a. zu den Themen „Übergang von der Schule in den Beruf“ und „Empowerment“. „Die Teilnahme an Empowerment- oder Anti-Rassismus-Workshops hilft Jugendlichen, mit der Problematik besser umgehen zu können. Der Dialog und die damit verbundene Wissensvermittlung, auch in Bezug auf rechtliche Grundlagen, stärken das Selbstvertrauen enorm.“, ist dabei eine wichtige Erkenntnis.

 


08.04.2019

Themendossier „Die Großstadt als Ort der Vielfalt“

Großstädte sind heutzutage Knotenpunkte der Sprachen und unterschiedlicher Lebensentwürfe, Orte, wo sich tradierte Bildungswege auflösen, die nationale Herkunft in den Hintergrund rückt, während sich die religiöse, politische oder soziale Orientierung ausdifferenziert und das Individuum im Mittelpunkt steht. Was macht die superdiverse Stadt von heute aus? Wie hat sie sich entwickelt? Wie stellt sich Super-Diversität als Gestaltungsaufgabe im kommunalen Bildungsmanagement dar? Im Themendossier „Die Großstadt als Ort der Vielfalt“ beschäftigt sich mit diesen Fragen.


05.04.2019

Rollen & Klischees: Genderspezifische aspekte in der Radikalisierungsprävention

Auch wenn der Frauenanteil gerade bei schweren Gewaltdelikten (nach wie vor) äußert gering ist: Dass Extremismus und Radikalisierung keine rein männlichen Phänomene sind, dürfte mittlerweile unumstritten sein. Daher bemühen sich Forscher und Praktiker seit geraumer Zeit um eine genderreflektierte Präventionsarbeit. Dahinter steht die Annahme, dass erfolgreiche Radikalisierungsprävention das Verständnis über die geschlechtsspezifischen Dynamiken und Vorstellungen von Männlich- und Weiblichkeit radikaler Szene braucht, um dieses Wissen in die jeweiligen präventiven Angebote einfließen lassen zu können. 

Ohne Zweifel hat sich in dieser Hinsicht seitdem Vieles getan. Trotzdem scheint es hier weiterhin Nachholbedarf zu geben, wie nicht zuletzt die Rückmeldungen von Teilnehmer(inne)n aus vergangenen Workshops nahelegen. Wiederholt wurde auf den noch immer unterschätzten Einfluss von Frauen auf die Szenebildung und -bindung hingewiesen und gefordert, genderspezifischen Aspekten in der öffentlichen Fachdebatte noch mehr Beachtung zu schenken. Diese Forderung aufgreifend, möchten wir uns in diesem Workshop der gendersensiblen Perspektive auf Radikalisierung und auf präventive Maßnahmen widmen.

Im Workshop werden wir den folgenden Fragen nachgehen:

  • Welche Funktionen nehmen Frauen innerhalb radikaler Gruppen ein?
  • Wie unterscheiden sich die Hinwendungsmotive von Frauen und Männern? Welche Vorstellungen zu Männlichkeit und Weiblichkeit spielen dabei eine Rolle?
  • Wie sind Frauen und Mädchen präventiv zu erreichen?
  • Welche Erkenntnisse bietet die Geschlechterforschung für die Arbeit im Feld der Radikalisierungsprävention? Lässt sich Wissen zu Frauen in der rechtsextremistischen Szene für die Präventionsarbeit mit Frauen im Bereich des religiös begründeten Extremismus nutzen?

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


04.04.2019

"Welcome 2 Baden Württemberg"

Unabhängiges mehrsprachiges Beratungsportal für Geflüchtete und deren Unterstützer*innen fördert Ankommen

„Welcome 2 Baden Württemberg“ ist ein Online Informationsportal für geflüchtete Menschen und deren Unterstützer*innen. In fünfzehn Kapiteln wird über die einzelnen Schritte im Asylverfahren, rechtliche Grundlagen zur Integration und Unterstützungsmöglichkeiten in Baden-Württemberg informiert. Das Themenspektrum reicht von Informationen zum Asylverfahren, über Hinweise zu Sprache und Bildung bis hin zur Vermittlung von Wissen für besonders Schutzbedürftige.

Die Inhalte sind in möglichst einfacher Sprache verfasst und derzeit in neun Sprachen (Albanisch, Arabisch, Dari, Farsi, Französisch, Englisch, Paschto, Serbisch, Tigrinya) unter www.w2bw.de abrufbar. In naher Zukunft sind die Informationen auch in Türkisch verfügbar.  

Das Portal ist im Rahmen des Projekts „Welcome - Willkommen in Baden-Württemberg“ entwickelt worden und wird mit Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds und der UNO Flüchtlingshilfe kofinanziert. Projektpartner sind die Diakonischen Werke Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg, Lörrach und Ortenau sowie der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg und die Türkische Gemeinde Baden-Württemberg.

 


03.04.2019

Studie: Dokumentationsbroschüre des Projektes „Irgendwie Hier! Flucht – Migration – Männlichkeiten“

Seit 2016 ist die LAG Jungenarbeit in Nordrhein-Westfalen mit dem Projekt „Irgendwie Hier!“ in verschiedenen Feldern der Kinder- und Jugendarbeit tätig, um pädagogische Settings um flucht- und migrationssensible Geschlechterreflexion zu erweitern. Die nun erschienene Dokumentationsbroschüre 2018 stellt diese Arbeit vor und zeigt beispielhaft, wie die Arbeit mit geflüchteten jungen Menschen geschlechtsspezifisch erweitert werden kann.

Die Dokumentationsbroschüre des Projektes „Irgendwie Hier! Flucht – Migration – Männlichkeiten“ beinhaltet neben dem Artikel „Migrant oder der ungezähmte Mann? Zur Kontinuität kolonialer Zuschreibungen“ (Prof. Dr. María do Mar Castro Varela) vielfältige fachliche Perspektiven auf die Arbeit im Feld „Flucht-Migration-Männlichkeiten“, welche das Projekt im Jahr 2018 beschäftigten.

Mit der Veröffentlichung möchte die LAG Jungenarbeit in NRW einige der Perspektiven näherbringen, welche sie als zentrale Fragestellungen der Geschlechterpädagogik im Kontext von Flucht und Migration erachtet und beispielhaft vorstellen, wie die Arbeit mit geflüchteten jungen Menschen jungenbezogen erweitert werden kann.


03.04.2019

Studie: Was die Deutschen über Migration denken

Das Thema Migration prägt nach wie vor die öffentliche Debatte. Die Frierich-Ebert-Stiftung hat eine neue Studie veröffentlicht, in der sie über die Ergebnisse einer Untersuchung zu den Einstellungen gegenüber Migration und Integration in der deutschen Bevölkerung berichtet. Anders, als es die öffentliche Debatte suggeriert, zeigt diese Studie deutlich, dass die Gesellschaft keineswegs in zwei große Gruppen gespalten ist. Stattdessen vetritt die größte Gruppe der Befragten durchaus differenzierte Ansichten. Etwa die Hälfte der Deutschen ist mehrheitlich offen für die Aufnahme von Geflüchteten, sieht aber auch die Herausforderungen, die der Zuzug mit sich bringt. Grundlage der Studie ist eine quantitative Bevölkerungsbefragung, die vom 15.11.-11.12.2018 stattfand.


03.04.2019

bpb: Modellprojekte für Förderungen gesucht

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) fördert ab dem 01.07.2019 Modellprojekte der politischen Bildung zu den Themenschwerpunkten “Migration, Integration und Teilhabe”. Antragsberechtigt sind rechtsfähige Organisationen aus dem Bundesgebiet, die über Kompetenzen in der Entwicklung und Umsetzung von Projekten der politischen Bildung im Themenfeld Migration, Integration, Teilhabe verfügen. Die Zuwendung beträgt mindestens 20.000 € und maximal 70.000 € pro Modellprojekt. Bewerbungen sind bis zum 30.04.2019 möglich.

Weitere Informationen:


02.04.2019

Ihr Start in Pflege und Betreuung! Kostenloser Kurs zur Berufsorientierung für Migrant*innen und Geflüchtete

Über einen Zeitraum von fünf Monaten erhalten die Teilnehmenden in mehreren Workshops Fachkenntnisse über die Berufsbilder Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft und lernen anhand praktischer Übungen, was bei der Unterstützung von Pflegebedürftigen zu beachten ist. Die erworbenen Kenntnisse können in einem 12-wöchigen Praktikum in einer Pflegeeinrichtung erstmals angewandt werden. Die Besonderheit: Die Teilnehmenden werden während des Praktikums von einem geschulten Paten begleitet. Ein Bewerbungstraining rundet das Angebot ab.

Start: 20. Mai
Ende: 31. Oktober
Dauer: Immer Montag bis Donnerstag von 9 bis 13 Uhr (ca. 5 Monate)
Ort: Berlin Steglitz-Zehlendorf

Weitere Informationen:


02.04.2019

Arbeitshilfe: Abschiebung und junge Geflüchtete - Rechtlicher Rahmen und Handlungsoptionen der Jugendhilfe

In jüngster Zeit häufen sich Berichte von Abschiebungen und Abschiebungsversuchen – auch aus Jugendhilfeeinrichtungen heraus. Dürfen unbegleitete Minderjährige überhaupt abgeschoben werden? Was sind die Anforderungen an Behörden bei einer Abschiebung? Darf der Vormund bei einem Termin bei der Ausländerbehörde weggeschickt werden? Darf sich die Polizei zum Zweck der Abschiebung Zutritt zu einer Jugendhilfeeinrichtung verschaffen? Wie können sich die Jugendlichen und die betreuenden Fachkräfte wehren? Welche Besonderheiten gelten bei jungen Volljährigen? Zur Klärung dieser und vieler weiterer Fragen soll die neue Arbeitshilfe einen Beitrag leisten.

Zur Arbeitshilfe:


02.04.2019

YouTube Tutorial: Wie finde ich eine Ausbildung?

In dem Video wird erklärt, welche Schritte gegangen werden müssen, um eine Ausbildung zu finden. Wie ist eigentlich eine Ausbildung aufgebaut? In wie fern stellt die Ausbildungsduldung eine Möglichkeit der Bleibeperspektive in Deutschland dar? Das Youtube-Tutorial soll auf solche Fragen möglichst niedrig schwelliege erste Antworten liefern. Zusammen mit Mediendesignstudent*innen,  dem Radio FREI und mehreren Dolmetscher*innen sind Tutorials in den Sprachen Arabisch, Dari, Deutsch, Französisch, Serbokroatisch und Tigrinya produziert worden.

Zu den Videos:


01.04.2019

Radikalisierungsprävention in der Migrationsgesellschaft. Gute Praktiken und zukünftige Herausforderungen

Als Projekt des Integrationsbüros und in Kooperation mit lokalen Partnern hat das Projekt "PRO Prävention" zahlreiche Projekte und Initiativen zur Förderung identitärer Vielfalt, Demokratie und friedlichem Zusammenleben umgesetzt. Das Ziel: Radikalisierung vorbeugen und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.

Auf der Fachveranstaltung wird auf die dreijährige Projektarbeit zurückgeblickt. Die Erfahrungen und Ergebnisse werden diskutiert, gute Praktiken von Radikalisierungsprävention auf Kreisebene und in enger Abstimmung mit Kommunen und Zivilgesellschaft werden vorgestellt, blinde Flecken werden identifiziert und ein Ausblick auf die künftigen Herausforderungen in der Region wird gewagt.

Die Anmeldung ist online bis zum 16.04.2019 möglich.

30.04.2019
Kreistagssitzungssaal, Werner-Hilpert-Straße 1, 63128 Dietzenbach


29.03.2019

Tagung: "Flüchtlinge – Impulse für die ehrenamtliche Arbeit"

"Sehr geehrte Damen und Herren,
wir laden Sie herzlich zu unserer Tagung „Flüchtlinge – Impulse für die ehrenamtliche Arbeit“ nach Hannover ein, mit der wir Ihre Arbeit vor Ort unterstützen und begleiten wollen.

Zu Beginn des Vormittags freuen wir uns auf Rechtsanwältin Claire Deery aus Göttingen, die uns über die aktuellen Rechtsentwicklungen im Asylbereich informieren wird.

Die Wege in den Arbeitsmarkt und die Ausbildung für Geflüchtete steht im Mittelpunkt des zweiten Teils des Vormittags. Wir danken Olaf Strübing vom Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. (u.a. Projekt Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge – AZF3) sehr herzlich für seine Bereitschaft zu kommen und uns einen Überblick zu geben.

Am Nachmittag widmen wir uns in fünf Arbeitsgruppen einem breiten Themenspektrum (Ausländer- und sozialrechtliche Fragen, Mieterführerschein, Kirchenasyl, Rückkehr/Rücküberstellung/Weiterwanderung/Härtefallkommission, Arbeitsmarkt und Ausbildung) und danken den fünf Referentinnen und Referenten, die mit ihrer Kompetenz jeweils eine der Arbeitsgruppen verantworten und bereichern:

a) Claire Deery, Göttingen, Rechtsanwältin
b) Imke Fronia, Diakonieverband Hannover-Land, Burgdorf
c) Hildegard Grosse, Ökumenisches Netzwerk „Asyl in der Kirche“ in Niedersachsen, Arnum
d) Magdalena Kruse, Raphaelswerk e.V., Hannover
e) Olaf Strübing, Niedersächsischer Flüchtlingsrat, Hannover"

 

Weitere Informationen sowie zur Online-Anmeldung:


29.03.2019

Fördermöglichkeit: "Unlocking Alternatives. Piloting new pathways to migrant case resolution

Das European Programme for Integration and Migration (EPIM) nimmt bis 4. April 2019 Projektideen für die Ausschreibung "Unlocking Alternatives. Piloting new pathways to migrant case resolution" entgegen. Im Mittelpunkt stehen Möglichkeiten der Migrationskontrolle ohne Freiheitsentzug.


28.03.2019

Studie: Daten vernetzen, Integrationsverläufe individuell erfassen und begleiten

Die Kurz-Expertise schlägt vor, mithilfe eines neuen Instrumentes, dem Kommunalen individuellen Integrationsmonitoring (KiIM), Integrationsverläufe und wesentliche Informationen wie Sprachkenntnisse oder berufliche Fähigkeiten individuell zu erfassen und die Daten besser zu vernetzen. Zugewanderte Menschen können so Beratung leichter in Anspruch nehmen und schneller Zugang zu passenden Integrationsangeboten erhalten. Den unterschiedlichen kommunalen Stellen wie Migrationsberatungen, Jobcentern und Sprachkursträgern ermöglicht die zentrale Verwaltung der Daten, ihre Arbeit effizienter zu gestalten. Für eine gute Umsetzung vor Ort sind die Unterstützung von Bund und Ländern sowie gemeinsame Standards nötig, um keine Insellösungen zu schaffen.


27.03.2019

Kurzfilm in 13 Sprachen zu Selbsthilfe nach Flucht und Migration

Viele Geflüchtete entwickeln körperliche und psychische Beschwerden, wenn sie „angekommen“ sind. Schlafstörungen, Herzrasen oder Unruhe können Anzeichen der Verarbeitung schwieriger Ereignisse sein. Was betroffene Menschen dagegen tun können, zeigt ein Kurzfilm des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie (MPI) über psychische und körperliche Beschwerden in 13 Sprachen.

Der Film sowie weitere Informationen stehen online zur Verfügung:


27.03.2019

Verbraucherschutz für Geflüchtete – Arbeitshilfe in einfacher Sprache veröffentlicht

Geflüchtete werden ohne eigenes Verschulden besonders häufig Opfer von Betrug. Eine neue Arbeitshilfe der AWO informiert in einfacher Sprache über die wichtigsten Fragen rund um Verbraucherrechte und Verbraucherschutz. Sie dient als einfaches Nachschlagewerk für Geflüchtete, für Beratungen oder zur Unterrichtsvorbereitung in Sprachkursen.

Die Arbeitshilfe steht kostenlos zur Verfügung: https://www.awo.org/index.php/arbeitshilfe-einfacher-sprache-verbraucherschutz-fuer-gefluechtete


26.03.2019

Workshop-Angebot des Programms „Engagierte Stadt“

Im Rahmen des Programms „Engagierte Stadt“ werden kostenlose Workshops und Online-Kurse angeboten. Das Workshop-Angebot ist offen für alle, die in sektorübergreifenden Netzwerken Ideen für die Zukunft ihres Ortes weiterentwickeln möchten und dabei das freiwillige Engagement fest im Blick haben. Seit Januar 2019 sind die Workshops und Online-Kurse auch für Teilnehmende außerhalb des Programms „Engagierte Stadt“ geöffnet. Wir freuen uns darauf, Ihnen mit den Workshops und Online-Kursen die gute Praxis aus den Engagierten Städten weiterzugeben und mit Ihren Erfahrungen zu verbinden – für ein bundesweites Lernnetzwerk der Engagementförderung.

Wer kann teilnehmen?

  • Teilnehmende Engagierte Städte und ihre lokalen Netzwerkpartner,
  • Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende aus gemeinnützigen Organisationen,
  • Mitarbeitende aus der kommunalen Verwaltung und lokalen Unternehmen,
  • alle, die das Engagement in ihrem Ort gemeinsam mit anderen fördern möchten.

Die wichtigsten Fakten rund um die Workshops

  • Die Teilnahme an den Workshops und Online-Kursen ist kostenlos. Teilnehmende aus Engagierten Städten, die eine Förderung im Rahmen des Programms erhalten, können für die Präsenzveranstaltungen einen Reisekostenzuschuss beantragen.
  • Sie erhalten für jeden besuchten Workshop/jeden abgeschlossenen Online-Kurs eine Teilnahmebescheinigung.
  • Wir möchten möglichst vielen Personen eine Teilnahme ermöglichen, daher ist die Teilnahme bei den Workshops auf max. zwei Personen pro Ort begrenzt. Die Anmeldebestätigung erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs.

Die Veranstaltungen finden als Präsenz-Workshop oder als Online-Kurs statt. Sie lernen Methoden und Praxisbeispiele kennen, wie Sie vor Ort gute Rahmenbedingungen für Engagement (weiter-)entwickeln können. Sie erhalten hilfreiche Tipps und neue Ideen, wie Sie Ihre Netzwerke zu verbindlichen Kooperationen entwickeln können. Neben dem Erfahrungsaustausch zur Engagementförderung und dem Kennenlernen erfolgreicher Beispiele aus dem Programm „Engagierte Stadt“, liegt der Schwerpunkt auf dem Vermitteln praktischer Tools für Ihre Arbeit, Projekte und Vorhaben vor Ort.


25.03.2019

Thematische Fachrunde „Einführung in die Wirkungsorientierung“

Wirkungsorientierung gewinnt in der Sozialen Arbeit immer mehr an Bedeutung. Migrationsarbeit bildet dabei keine Ausnahme. Geförderte Projekte müssen zunehmend ihre Wirkungen gegenüber dem Geldgeber nachweisen. Antragsteller für Projektförderung müssen oftmals bereits in der Planung die Wirkungsziele des Projekts benennen.

Soziale Wirkung ist dabei planbar und nichts, was zufällig entsteht. Wer Wirkungsziele benennen kann und von Anfang an im Projektalltag mitdenkt, steigert die Qualität der eigenen Arbeit – und verschafft der Organisation wertvolle Vorteile in der Kommunikation und im Fundraising. Hierfür wird der Workshop einen ersten Überblick geben und mit der Wirkungstreppe ein Tool vorstellen, welches hilft, die eigene Arbeit anhand von Indikatoren zu reflektieren und das Handeln an Wirkungszielen auszurichten.

Weitere Informationen sowie zur Online-Anmeldung:


25.03.2019

Studie: Betriebliche Integration von Pflegefachkräften aus dem Ausland

Wie steht es um die betriebliche Integration von Pflegefachkräften aus dem Ausland? Damit befasst sich eine aktuelle Studie der gewerkschaftsnahen Hans Böckler Stiftung. Der Befragung zufolge haben viele der zugewanderten Pflegekräfte das Gefühl, "unter Wert" arbeiten zu müssen. Die akademische Ausbildung im Ausland werde oft nicht als Vorteil gesehen, sondern als "praxisfern" kritisiert. Die Autoren der Studie empfehlen, dass Einrichtungen genug Zeit für fachlichen Austausch mit den Zugewanderten anbieten. Unabhängige Berater könnten helfen, Schwierigkeiten in der Kommunikation zu überwinden.

Weitere Informationen zu ausländischen Fachkräften hat der Mediendienst Integration zusammengetragen:


22.03.2019

Studie: Die jugendkulturelle Dimension des Salafismus aus der Genderperspektive

Die Relevanz und Aktualität von Themen rund um Salafismus und islamistische Radikalisierung bewahren  eine  stetige  Präsenz. Das Forschungsprojekt „Die jugendkulturelle Dimension des  Salafismus“ möchte aus diesem Grund herausfinden, weshalb salafistisch-islamistische Ansichten für junge Menschen, insbesondere junge Frauen attraktiv sind. 

Das Interesse vieler junger Menschen, sich mit religiösen Themen zu befassen, scheint gegenwärtig zu wachsen. Konservative, wie auch politisch-religiöse Strömungen scheinen mehr Zulauf zu bekommen. Auch radikalere Ansichten spielen eine immer größere Rolle. Die öffentlich geführten Auseinandersetzungen hiermit ziehen in der Gegenwart aber vor allem sicherheitspolitische Debatten nach sich. Eine systematische und empirische Analyse, die das Phänomen aus der Perspektive der jungen Menschen in den Mittelpunkt stellt, fehlt aber. Das Forschungsprojekt hat das Ziel, das Phänomen des Salafismus unter jugendkulturellen Aspekten zu untersuchen und dabei den Schwerpunkt auf die Geschlechterperspektive zu legen. Eine der entscheidenden Fragen zur Klärung des Phänomens wird sein, worin die Gründe für das Erstarken einer Bewegung liegen, die seit etwa zehn Jahren in der deutschen Öffentlichkeit präsent ist.

Auf Grundlage der Erkenntnisse, die sich aus den Ergebnissen des Forschungsprojektes ergeben, können wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Handlungsempfehlungen abgeleitet werden um Präventionsprogramme zielgerichteter zu streuen und/oder zu optimieren.


21.03.2019

Nach der Flucht - Mein Leben in Deutschland

Das Debattenportal SagWas der Friedrich-Ebert-Stiftung hat zusammen mit dem Bezirksamt Berlin-Neukölln ein Projekt unterstützt, das sich zum Ziel setzt, Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind, eine Stimme zu geben, mehr noch: eine Kamera. Hinter dieser Idee stecken die beiden Initiatorinnen Anke Riester, eine Kamerafrau, und Chris Herrmann de Valdez, eine Migrationsforscherin und Lehrerin. In einem mehrmonatigen Prozess brachten sie den Geflüchteten bei, wie man ein Drehbuch schreibt, Drehorte aussucht und eine Kamera nutzt.

Das Ergebnis sind kurze, bewegende und authentische Videos, in denen die Geflüchteten ihre Perspektiven sichtbar und ihre Meinungen deutlich machen. Diese Videos sind Begegnungen ohne jeden Filter: traurig, lustig, intim und vor allem menschlich.

Die Filmemacher_innen sind stolz auf ihre Videos und glücklich, sich auf dieses Projekt eingelassen zu haben. Damit geben sie nicht zuletzt ein Beispiel, wie wichtig Selbstermächtigung für eine gelingende Integration ist.  


21.03.2019

Datenschutzrecht für Law Clinics

Broschüre mit Rechtsgrundlagen und Mustervorlagen

Die Refugee Law Clinics Deutschland haben eine Broschüre zum Datenschutzrecht für Refugee Law Clinics online veröffentlicht. Die Broschüre bereitet die maßgebliche Rechtslage des Datenschutzrechts nach der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) auf. Sie ist aber v.a. als Praxisleitfaden konzipiert: die Vorschriften werden deshalb nicht nur abstrakt dargestellt, sondern es wird auch darauf eingegangen, wie sie im Alltag der studentischen und ehrenamtlichen Rechtsberatung im Flüchtlings- und Migrationsrecht umzusetzen sind. Zudem enthält die Broschüre eine umfassende Sammlung an datenschutzrechtlichen Vorlagen.


20.03.2019

Trauma und Flucht: Sensibler Umgang und Handlungsmöglichkeiten in der Arbeit mit Geflüchteten

In der Arbeit mit Geflüchteten stellt sich einem oft die Frage, was diese Menschen in ihren Biographien durchlaufen haben – vorgestellte Bilder der Grausamkeit, des Terrors und der Angst hinterlassen bei uns ein Gefühl der Unsicherheit. Wie gehe ich hiermit um? Was kann ich sagen und wie? Dieser Workshop nähert sich diesem Gefühl der Unsicherheit von der psychologischen Seite. Zum einen wollen wir uns im Workshop damit befassen, was ein Trauma bedeutet und wann eine Posttraumatische Störung vorliegt (die Beschäftigung mit den ‚Anderen/Fremden‘). Zum anderen beleuchten wir eigene Vorstellungen sowie Wünsche und Anforderungen an die eigene Arbeit, stellen diese in einen kritischen Kontext und fragen auch nach den Grenzen eigener Handlungsmöglichkeiten (die Beschäftigung mit dem ‚Eigenen‘). Der Raum für Wissen und Reflexion kommt in der engagierten Hilfsarbeit im sozialen Bereich oft zu kurz und dieser Workshop dient als Raum, sich auch für die eigenen Belange, Sorgen und Fragen in der Arbeit mit Geflüchteten Zeit zu nehmen.

Schwerpunkte des Workshops:

  • Grundlagen zur Erkennung von Traumata
  • Achtsamer Umgang mit Geflüchteten
  • Grenzen eigener Handlungsmöglichkeiten
  • Selbstfürsorge

Weiterführende Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung:


20.03.2019

Fortbildung: Einführung in das Asyl- und Aufenthaltsrecht

Viele Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren, werden früher oder später mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, Hürden und Grenzen konfrontiert, denen Schutzsuchende sowohl im Asylverfahren als auch danach unterworfen sind. Gleichzeitig ist das Asyl- und Aufenthaltsrecht in den letzten Jahren wiederholt geändert worden und die nächsten gesetzlichen Änderungen sind schon absehbar.

Zielgruppe: Alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen, die neu in die Flüchtlingsarbeit einsteigen wollen oder gerade eingestiegen sind, aber auch an diejenigen, die ihre Kenntnisse auffrischen möchten.

30.04.2019 - Frankfurt
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung.


19.03.2019

Stiftungen helfen! – Engagement für Geflüchtete in Niedersachsen

Vor allem ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind es, die in Niedersachsen anpacken, um Geflüchtete bei der Integration zu unterstützen. Sie helfen Geflüchteten beim Erlernen der  deutschen Sprache, organisieren interkulturelle Dorffeste oder stehen bei Behördengängen und Alltagsproblemen unterstützend zur Seite. Mit einem gemeinsamen Fonds wollen wir, ein Bündnis aus über 30 niedersächsischen Stiftungen, die Leistung der Ehrenamtlichen würdigen und sie finanziell entlasten.
Der Fonds richtet sich an Ehrenamtliche in der Geflüchtetenarbeit, die sich zum Beispiel privat oder in einer Initiative engagieren. Ob Material für Sprachkurse, Tickets für einen gemeinsamen Ausflug oder Qualifizierungsmaßnahmen, der Fonds fördert ehrenamtliche Aktivitäten mit 50 bis 500 Euro. Nach einem unbürokratischen Antragsverfahren wird in der Regel innerhalb von 10 Tagen über die Mittelvergabe entschieden.

Weitere Informationen zur Antragsstellung und den Kriterien:


18.03.2019

Modellprojekte zum Thema Migration – Integration – Teilhabe

Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb fördert ab dem 01. Juli 2019 Modellprojekte zu den Themenschwerpunkten Migration – Integration – Teilhabe. Die Zuwendung beträgt mindestens 20.000 € und maximal 70.000 € pro Modellprojekt.

Die gesellschaftlichen Herausforderungen rund um das Thema Integration haben sich in den letzten Jahren aufgefächert, gerade für die politische Bildung: Zum einen geht es um die Frage, wie Zugewanderte ihr Recht auf Teilhabe und Partizipation verwirklichen können. Dafür ist auch die Aufnahmegesellschaft in den Blick zu nehmen, um Vorurteile und Rassismus sowie institutionelle und strukturelle Ungleichheiten abzubauen. Zum anderen fühlen sich Teile der herkunftsdeutschen Bevölkerung zunehmend desintegriert. Dies äußert sich teilweise in populistischer Stimmungsmache sowie sich häufender rassistischer Gewalt. Unter der Überschrift "Migration – Integration – Teilhabe" fördert die bpb daher Projekte der politischen Bildung, die sich multiperspektivisch mit gesellschaftlichen Herausforderungen der Integration beschäftigen und sich für Menschenwürde, Toleranz, Vielfalt und Demokratie einsetzen.

Antragsberechtigt sind rechtsfähige Organisationen aus dem Bundesgebiet, die über Kompetenzen in der Entwicklung und Umsetzung von Projekten der politischen Bildung im Themenfeld Migration, Integration, Teilhabe verfügen. Natürliche Personen sind nicht antragsberechtigt. Anträge von (post-)migrantischen Initiativen sowie Migrantenselbstorganisationen werden besonders begrüßt.

Antragsfrist: 30. April 2019


18.03.2019

Wege in den Beruf in Niedersachsen

Zusatzinformationen für Beratungskräfte

Die KAUSA Servicestelle bei pro regio e.V. in der Region Hannover erläutert auf einem Plakat und dazugehörigen Begleitheften für Beratungskräfte Wege in den Beruf. Es werden die verschiedenen Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten sowie Maßnahmen, die zu einer beruflichen Qualifikation führen können dargestellt und erklärt.



15.03.2019

Hinweise für afghanische Flüchtlinge und ihre Berater*innen

Bei aller berechtigten Vorsicht sollte unter afghanischen Geflüchteten keine Panik ausbrechen. Behauptungen, die Asylanträge afghanischer Staatsangehöriger seien chancenlos, sind falsch. Ebenso wenig sind alle ausreisepflichtigen Afghan*innen von Abschiebung bedroht. Der Text bietet eine allgemeine Übersicht über die aktuellen Regularien und rechtlichen Vorraussetzungen.



14.03.2019

Rechtspopulismus in Einwanderungsgesellschaften

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Zuwanderung und den aktuellen Wahlerfolgen von Rechtspopulisten? Ein neuer Sammelband geht der Frage nach, wie Rechtspopulisten die politische Debatte um Migration und Integration in ihren Ländern prägen und beleuchtet die Ursache für ihren Erfolg. Themen sind unter anderem die UKIP in Großbritannien und Donald Trump in den USA.

Dieser Band thematisiert die rechtspopulistischen Bewegungen mehrerer Länder in vergleichender Perspektive. Denn Entwicklungen im Kontext von Migration und Integration sowie die Wahlerfolge von rechtspopulistischen Organisationen und Personen begründen die häufig geäußerte Vermutung eines kausalen Zusammenhangs. Dies betrifft nicht nur die neueren Entwicklungen in USA, Frankreich und Deutschland, sondern ist eine allgemeine Erscheinung in westlichen, industriellen Einwanderungsgesellschaften. Im vergleichenden Teil des Buches werden grundsätzliche Faktoren sowie Ursache-Wirkung-Verhältnisse aufgezeigt. Die ausgewählten Länderstudien verdeutlichen die spezifischen Faktoren für diese Wahlerfolge.


13.03.2019

Stark im Beruf: Kontaktstellen begleiten Mütter mit Migrationshintergrund

Das Bundesprogramm „Stark im Beruf“ geht in die zweite Runde. Mit dem ESF-Programm unterstützt das Bundesfamilienministerium Mütter mit Migrationshintergrund beim Berufseinstieg. In „Stark im Beruf“ beraten künftig deutschlandweit 90 Kontaktstellen Frauen mit Migrationsgeschichte zu Ausbildung, Erwerbstätigkeit und Vereinbarkeit und begleiten die Jobsuche.


12.03.2019

Fortbildung: Minderjährige und junge Geflüchtete ehrenamtlich begleiten

Der Caritas-Vormundschaftsverein sucht engagierte Menschen, die eine ehrenamtliche Vormundschaft für einen unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten übernehmen möchten. Die Caritas lädt alle Interessierten zur Schulungsreihe ein.

Die Schulung beschäftigt sich mit Themen des Vormundschafts-, Asyl- und Aufenthaltsrechts, der Jugendhilfe, vermittelt interkulturelle Kompetenzen und bereitet auf die Übernahme einer Vormundschaft vor. Auch im Jahr 2019 kommen noch immer unbegleitete Minderjährige in Berlin an. In ihren Heimatländern herrschen Krieg und gewalttätige Konflikte. Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern in der Hoffnung auf bessere Bildungs- und Zukunftschancen. Der Caritas-Vormundschaftsverein hat bereits über 400 ehrenamtliche Vormundschaften für minderjährige Geflüchtete begleitet.

Es wird um eine Anmeldung an a.merkel@caritas-berlin.de bis zum 17.03.2019 gebeten.

 


12.03.2019

Fachbeitrag zur Identitätsbildung junger Geflüchteter in der Jugendhilfe

In einem aktuellen Fachbeitrag stellt die BumF-Landeskoordinatorin Irmela Wiesinger den Fluchtmigrationsprozess insbesondere in seinen Auswirkungen auf die Identitätsbildung junger Geflüchteter dar. Fach- und Leitungskräfte sollen hierdurch für die psychosozialen Bedarfe von geflüchteten Jugendlichen und jungen Volljährigen sensibilisiert werden. In diesem Kontext werden u.a. die widersprüchlichen Doppelaufträge an die jungen Geflüchteten sowie an das Jugendhilfesystem kritisch bewertet.

Es wird der Frage nachgegangen, welche Qualitätsaspekte bei der Fallreflexion und der Entscheidung über die Hilfegewährung  in den Fokus rücken sollten und welche vertiefenden edukativen Angebote den Integrations- und Hilfeprozess unterstützen können. Es werden zudem fachliche Handlungsansätze für die pädagogische Praxis gegeben.


11.03.2019

kNOw Hate Crime

Die Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements und der bürgerschaftlichen Courage im Bereich der Hasskriminalität ist Ziel des Projekts „kNOw HATE CRIME!“, das die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. (tgbw) landesweit umsetzt, gefördert durch den Fonds für Innere Sicherheit der Europäischen Union.

Wesentlicher Teil der dreijährigen Maßnahme ist eine Weiterbildungsreihe für Beratungs- und Handlungskompetenz im komplexen Problemfeld menschenverachtender Einstellungen, Benachteiligungen und Anfeindungen.

Diese Grundausbildung „kNOw HATE CRIME!“ setzt sich aus 8 Modulen zusammen, jeweils 4 Zeitstunden pro Modul, von März bis Juli 2019.

  1. Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) in Theorie in Praxis
  2. Konzept Hate Crime und Anwendung im Bereich der Polizeiarbeit
  3. Aktuelle Formen von Antiziganismus
  4. Extremismustheorie
  5. Aktuelle Formen von Homo- und Transfeindlichkeit
  6. Aktuelle Formen von Antisemitismus
  7. Hilfen zur Bewältigung von Opfererfahrungen
  8. Empowerment von potenziellen Betroffenengruppen

Die Weiterbildung wird von sehr kompetenten und erfahrenen Fachleuten geleitet. Sie wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen umfassenden und in dieser Komplexität sehr selten zu gewinnenden Blick auf die aktuelle Situation bieten, tiefgreifende Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen Ansätzen, Zugangsweisen und Perspektiven ermöglichen und praxistaugliche Handlungsoptionen aufzeigen.

Der Veranstalter, die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V., ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015 und zugelassener Träger nach dem Recht der Arbeitsförderung. Alle Teilnehmer_innen erhalten eine personalisierte Teilnahmebescheinigung.

Programmflyer:


08.03.2019

Wettbewerb: Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement in Niedersachsen

Gesucht werden innovative Projekte zur Förderung der Integration und der Teilhabe in Gebieten mit besonderen sozialen, demografischen sowie integrativen Herausforderungen. Am Wettbewerb teilnehmen können Gemeinden, Samtgemeinden, Landkreise, juristische Personen des privaten Rechts, deren Zweck vorrangig nicht auf eine wirtschaftliche Tätigkeit gerichtet ist (z.B. gGmbH, gUG) sowie Verbände der Wohlfahrtspflege, kirchliche Organisationen und Kammern. (Also auch zum Beispiel Präventionsräte). Die Auslobung ist explizit auch an Akteure auf dem Gebiet der Prävention gerichtet.

Weitere Informationen sind auf der Website der Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement in Niedersachsen zu finden.


07.03.2019

Studie: Reisen von Schutzberechtigten in ihr Herkunftsland

Die Studie beschreibt individuelle Beweggründe von Schutzberechtigten für Reisen in ihr Herkunftsland, den internationalen und nationalen Rechtsrahmen sowie die behördlichen Meldewege und das anlassbezogene Widerrufsverfahren.

Auslandsreisen und Reisen von Schutzberechtigten in ihre Herkunftsländer sind in den vergangenen Jahren wiederholt kontrovers diskutiert worden. Hintergrund ist die Frage, inwiefern Reisen in das Herkunftsland zum Verlust des Schutzes führen, den das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge den Personen im Rahmen ihres Asylverfahrens erteilt hat. Schutzberechtigte haben grundsätzlich das Recht auf Bewegungsfreiheit, wie sie auch anderen Drittstaatsangehörigen zusteht, die sich legal im Land aufhalten. Dies schließt Reisen ins Ausland mit ein. Anders verhält es sich mit Reisen in das Herkunftsland. Diese sind nur unter spezifischen Voraussetzungen erlaubt bzw. können unter bestimmten Voraussetzungen zum Widerruf des Schutz- und Aufenthaltsstatus führen.

Eine für diese Studie gefertigte Infografik gibt einen Überblick über die einzelnen Phasen von der Aus- und Wiedereinreise, die individuellen Beweggründe für eine Reise in das Herkunftsland, über das Bekanntwerden der Reise bei einer Behörde und die anschließenden Meldewege sowie die behördlichen Prüfkriterien und Mitwirkungspflichten im Widerrufsverfahren, bis hin zu den möglichen aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen.


06.03.2019

Themenblatt: Gemeinsam Mittendrin Gestalten: Geflüchtete Jugendliche stärken - Empowerment

Jugendliche mit Fluchterfahrung sind in erster Linie Jugendliche mit individuellen Stärken und Interessen. Sie haben ein Recht auf Mitbestimmung, das sie jedoch in den seltensten Fällen ausleben können: Zu unsicher ist ihre Zukunft, zu ungewiss ihr Aufenthaltsrecht. Dadurch finden ihre eigenen Wünsche wenig Gehör – es wird über sie entschieden und selten mit ihnen.

Damit diese jungen Menschen ermutigt werden Entscheidungen, die sie betreffen, selbst in die Hand zu nehmen, hat die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung das Programm Gemeinsam Mittendrin Gestalten – Geflüchtete Jugendliche stärken ins Leben gerufen. Ziel ist es, geflüchtete Jugendliche aktiv zu beteiligen und ihre Bedürfnisse zu erkennen – damit sie ihre Potentiale entfalten und ihre Rechte wahrnehmen können.

Ein gefestigtes Selbstbewusstsein ist für junge Menschen eine Grundvoraussetzung, um ihren Weg in der Gesellschaft zu finden. Für geflüchtete Jugendliche stellt dies in vielerlei Hinsicht eine  besonders große Herausforderung dar. Sie haben zusätzlich mit Hürden wie mangelnde Sprach-kenntnisse, Ausgrenzung und Diskriminierung zu kämpfen. Aufgrund dessen benötigen sie besondere Unterstützung.



05.03.2019

Zukunftswerkstatt Handwerk

Nach dem erfolgreichen Start der „Zukunftswerkstatt Handwerk“ bietet veedu zum zweiten Mal den kostenlosen Kurs zur Berufsorientierung im Handwerk für arbeitslose Migrant*innen und Geflüchtete an. Der Kurs in Berlin Steglitz-Zehlendorf beginnt am 18. März und endet am 31. Juli 2019. Teilnehmen können arbeitslose Personen, die in Berlin wohnhaft und mindestens 25 Jahre alt sind und Deutschkenntnisse auf Niveau B1 beherrschen. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich. Das Projekt wird durchgeführt in Kooperation mit dem Landesverband Berlin Unternehmerfrauen im Handwerk e.V. und wird durch den Europäischen Sozialfonds gefördert.

18.03.2019 - 31.07.2019 in Berlin

Weitere Informationen:


05.03.2019

Junge volljährige Geflüchtete – Betreuung, Bildung, Arbeitsmarktintegration, Aufenthalt

Junge volljährige Geflüchtete erleben ihren Alltag häufig als unsicher und vielfach belastet. Der Wegfall der Möglichkeit des Familiennachzugs, eingeschränkte persönliche Ressourcen sowie ggf. das Auslaufen von Jugendhilfemaßnahmen erschweren den Anschluss an schulische und berufliche Bildungsangebote. Für Etliche ist zudem der Übergang ins Erwachsenenleben mit einer unsicheren oder schlechten Bleibeperspektive und infolgedessen einem eingeschränkten Zugang zu Arbeits- und Ausbildungsförderung verknüpft.

Gleichzeitig werden an das Gelingen der Integration dieser jungen Menschen hohe Erwartungen geknüpft, auch in Bezug auf die Deckung des lokalen und bundesweiten Fachkräftemangels.

Vor diesem Hintergrund sind die Anforderungen an eine konkrete rechtskreis-, träger- und institutionenübergreifende Zusammenarbeit bei der Unterstützung von Bildung, Ausbildung, Arbeitsmarktintegration und Aufenthaltssicherung besonders hoch.

Die Fachveranstaltung will zur Vernetzung und zur Verbreitung sinnvoller Konzepte beitragen und die Praxis vor Ort stärken. Auch der Umgang mit besonders herausfordernden Themen wie Sucht und Delinquenz wird aufgegriffen.

Unter Berücksichtigung praktischer Erfahrungen und bestehender rechtlicher Regelungen werden fachliche Konzepte und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zum Wohl der jungen Menschen eruiert.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung.


04.03.2019

Rechtsprechungsübersicht zum Kirchenasyl in Dublin-Fällen

Die Zahl der Kirchenasyle, die hauptsächlich in Dublin-Verfahren erfolgen, ist drastisch gesunken. Dies wird auf eine Verschärfung der behördlichen Vorgehensweise zurückgeführt, welche allerdings von der überwiegenden Rechtsprechung als unzulässig angesehen wird. Der Artikel bietet dabei einen Überblick über die aktuellen Regelungen und Rechtssprechungen.


04.03.2019

Fachtag: Sexualität und Gewalt in jungen Lebenswelten

Der Verein Hilfe für Jungs veranstaltet in Kooperation mit der Humboldt Universität zu Berlin einen Fachtag zum Thema “Sexualität und Gewalt in jungen Lebenswelten”. Seit 1994 unterstützt der Verein Jungen und junge Männer, die von sexueller Ausbeutung und Gewalt bedroht oder betroffen sind. Die Ziele hierbei sind, sie in der Wahrnehmung ihres Rechts auf ein Leben ohne sexuelle Gewalt zu stärken, ihre Gesundheit zu fördern und ihnen Chancen auf persönliche Entwicklung und Partizipation zu geben. Hierzu soll die zweitägige Tagung im März beitragen. Das Programm besteht unter anderem aus einer Begrüßung durch die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey, die Beleuchtung der Schule als Institution sowie die Teilnahme der World Chilhood Foundation. Außerdem gibt es sowohl am ersten als auch am zweiten Tag der Fortbildung zwei Workshop-Sequenzen, in denen die Teilnehmer_innen je nach Interesse ihr Wissen mit Hilfe von Expert_innen vertiefen und ausbauen können

15.03.2019 - 16.03.2019 in Humboldt-Universität zu Berlin
Weitere Informationen sowie zur Online-Anmeldung:


01.03.2019

Fördermöglichkeit: Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung startet zweite Ausschreibung der Fördersäule 1 für 2019

Ab sofort können wieder künstlerische Bildungsprojekte, die unter aktiver Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (bis 27 J.) stattfinden, in der Fördersäule 1 des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung beantragt werden. Eine Unterstützung geförderter Projektvorhaben mit Summen zwischen 5.001 und 23.000 Euro ist möglich. Maßgeblich ist dabei eine Zusammenarbeit zwischen einem Kunstpartner (Künstler*in, freie Gruppe, Kultureinrichtung) und einer Bildungs- und/oder Jugendeinrichtung (Schule, Kita, Jugendclub, u.a.).

Gefördert werden können Vorhaben mit typischem Projektcharakter. Solche Vorhaben sind zeitlich klar begrenzt. Inhalte und Durchführung sind im Antrag schon beschreibbar. Es können aber auch Vorhaben unterstützt werden, die eher einer experimentellen Partnerschaft entsprechen – in Form von Niederlassungen von Einzelkünstler*innen („Residenzen“) oder von Kultureinrichtungen („Dependancen“) in Bildungs-, Kinder- und Jugendeinrichtungen. Konkrete Projekte entwickeln sich hier erst beim gemeinsamen Kennenlernen. Solche Niederlassungen sollen langfristige Veränderungen in den internen Strukturen der beteiligten Einrichtungen ermöglichen.

Anträge für die Fördersäule 1 werden über das Online-System des Projektfonds gestellt. Geförderte Vorhaben können frühestens im Juli bis spätestens Dezember 2019 beginnen. Die Einsendefrist endet am 14. Mai 2019.

Weiterfürende Informationen:


28.02.2019

Genderkompetenz im interkulturellen Arbeitsfeld stärken

Vielfalt ist nicht erst durch die vermehrte Zuwanderung der letzten Jahre in fast allen Alltagsbereichen angekommen. Vielmehr ist sie schon lange erlebte und gelebte Realität im Arbeitsalltag.

Fachkräfte der Migrations- und Gleichstellungsarbeit stehen vor der Herausforderung, die Vermittlung der heterogenen Bedürfnisse und Perspektiven von Mitarbeiter*innen und Kolleg*innen, von der sogenannten ‚Mehrheitsgesellschaft‘ und von Zugewanderten gelingend in Einklang zu bringen. Sie möchten die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen und Benachteiligungen abbauen.

Welche Rolle spielen dabei Geschlecht und Migrationserfahrung für die gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten? Wie kann in der täglichen Arbeit auf migrations- und geschlechtsspezifische Vielfalt und Unterschiedlichkeit eingegangen werden? Welche (un)problematischen Rollenvorstellungen haben Zugewanderte eigentlich? Und welche eigenen Bilder und die der ‚Mehrheitsgesellschaft‘ gilt es zu hinterfragen?

Wann: Donnerstag, 23.05.2019 von 10.00 Uhr bis 16.30 Uhr (inkl. Mittagspause)

Wo: FZH Vahrenwald | Vahrenwalder Str. 92 | 30165 Hannover

Für wen: Hauptamtliche in der Arbeit mit Geflüchteten  

Anmeldung sowie weitere Informationen

 


28.02.2019

Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" startet in neue ESF-Förderrunde 2019-2022

Das seit 2005 bestehende Programm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

In der neuen Förderrunde kommt zu den etablierten Angeboten ein neuer Handlungsschwerpunkt hinzu: der Auf- und Ausbau regionaler Fachkräftenetzwerke. Dadurch werden die beiden Ziele der Bundesregierung, die Potenziale hier lebender Menschen mit ausländischen Berufsqualifikationen besser zu nutzen und mehr Fachkräftezuwanderung zu ermöglichen, nachhaltig verfolgt.

Weitere Informationen zur neuen Förderrunde.



26.02.2019

Broschüre: Jugendliche Flüchtlinge in Gastfamilien

Diese kleine Handreichung ist ein erster Schritt zur Orientierung und Qualifizierung in der fachlichen Praxis. Sie will in allererster Linie Mut machen, indem sie den Blick auf gelingende Praxisverläufe richtet. Sie versteht sich als Aufforderung, Gastfamilien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu finden und als Anregung, wie diese bestmöglich vorbereitet und begleitet werden können.

Die Broschüresteht online kostenfrei zur Verfügung


26.02.2019

AMBA Fortbildung: Leben in Flüchtlingsunterkünften

1. Unverletzlichkeit der Wohnung – Dr. Hendrik Cremer, Deutsches Institut für Menschenrechte

Menschen, die in Deutschland Asyl suchen, leben häufig über lange Zeiträume – mitunter über mehrere Jahre – in Gemeinschaftsunterkünften. In diesen Einrichtungen verbringen die Erwachsenen und Kinder viel Zeit; sie wohnen, essen und schlafen auf wenig Raum. Die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften bedingt tiefe Eingriffe in die Privat- und Intimsphäre der Bewohner*innen. Regelmäßig berichten Bewohner*innen, dass ihre Wohn- und Schlafräume durch Dritte betreten oder gar durchsucht werden. Nahezu ebenso regelmäßig berichten Bewohner*innen, dass Besucher*innen oder gar ihnen selbst Zutritts- oder Hausverbote erteilt werden.

Der Vortrag beleuchtet, inwiefern diese Praxis mit dem Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung aus Art. 13 Grundgesetz vereinbar ist. Zudem erläutert er die verfassungsrechtlichen Anforderungen, an denen Hausordnungen für Gemeinschaftsunterkünfte zu messen sind. Im Anschluss an den Vortrag erhalten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit zu Rückfragen und zur Diskussion.

 

2. Gebühren der Unterbringung – Muzaffer Öztürkyilmaz, Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.

Sofern Asylsuchende oder anerkannte Flüchtlinge (noch) in Gemeinschaftsunterkünften wohnen (müssen) und ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten, sind sie verpflichtet, die Gebühren der Unterbringung selbst zu tragen. Dabei werden sie teilweise mit horrenden Gebührenforderungen der Kommunen konfrontiert. So sollen Geflüchtete etwa bis zu 700 € monatlich für einen Schlafplatz in einem 35m2 Zimmer zahlen, das sie sich mit mehreren Personen teilen. Zahlungsforderungen, die in privatrechtlichen Mietverhältnissen als „Wucher“ zu werten sind, sollen in Form von öffentlich – rechtlichen Gebührenforderung rechtmäßig sein. Andere Kommunen wiederum haben die Gebühren für die Unterbringung in Flüchtlingsgemeinschaftsunterkünften auf einen Maximalbetrag gedeckelt. Der Vortrag vermittelt einen Überblick zum Gebührenrecht, vergleicht die Gebührensatzungen verschiedener Kommunen miteinander und bietet den Teilnehmer*innen ausreichend Gelegenheit, um juristische und politische Handlungsstrategien zur Problemlösung zu diskutieren.

Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an alle Gremien und Behörden, die für Ausgestaltung von Hausordnungen und Gebührensatzungen zuständig sind sowie an Mitarbeiter*innen von Gemeinschaftsunterkünften, aber auch an andere haupt- oder ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit Tätige.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung


25.02.2019

Studie: Brexit-Szenarien und was sie für die Migrationspolitik bedeuten

Wie wird die britische Migrationspolitik nach dem Brexit aussehen? Welche Konsequenzen hätte ein "harter" Brexit? Und wie haben sich die Einstellungen zu Migration seit dem Referendum geändert? Diese Fragen beleuchtet eine aktuelle Stellungnahme des Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM). Dem Bericht zufolge nahm die Zuwanderung von EU-Bürgern nach dem Referendum deutlich ab, während es zu einem Anstieg der Zuwanderung aus Drittstaaten kam. Gleichzeitig ging die Berichterstattung über Migration in den Jahren 2017 und 2018 im Vergleich zu 2016 deutlich zurück.


25.02.2019

Pressemitteilung: Berlin gründet Landesamt für Einwanderung

Berlin gründet im Vorgriff auf das geplante Fachkräfteeinwanderungsgesetz des Bundes als erstes deutsches Bundesland eine eigenständige Einwanderungsbehörde. Die Berliner Ausländerbehörde wird zukünftig als Landesamt für Einwanderung agieren. Bisher ist sie eine Abteilung des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten. Dafür notwendige Strukturveränderungen werden nun angeschoben. Als Land wächst Berlin auch und vor allem durch den Zuzug aus dem Ausland. Dieser ist geprägt von Fachkräften, Studierenden und nachziehenden Familienangehörigen. Der Berliner Ausländerbehörde kommt damit eine Schlüsselstellung für die Steuerung und Gestaltung der Einwanderung und Integration zu.


22.02.2019

Positionspapier: Arbeitsmarktintegration von afghanischen Geflüchteten in Berlin.

Das Netzwerk Arbeitsmarktintegration afghanischer Geflüchteter veröffentlicht ein Positionspapier zur Arbeitsmarktintegration von afghanischen Geflüchteten in Berlin sowie über die Herausforderungen und Handlungsbedarfe. Der Zugang Geflüchteter zum Arbeitsmarkt unterliegt den Bestimmungen des Aufenthaltsgesetzes und der Beschäftigungsverordnung. Im Oktober 2015 wurden besondere integrationserleichternde Maßnahmen durch das in Kraft getretene Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz beschlossen, so beispielsweise das Recht auf eine kostenfreie Teilnahme an den Sprachkursen des BAMF für Geflüchtete mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit. Geflüchtete aus Afghanistan sind jedoch von diesen Kursen, also dem frühen Einstieg in den Spracherwerb, ausgeschlossen. Die arbeitsrechtliche Situation für die Beschäftigung Geflüchteter erweist sich weiterhin als sehr komplex und für Nichtfachleute kaum durchschaubar.


21.02.2019

Handbuch: "Wie kann ich Geflüchtete bei der Arbeitssuche unterstützen?"

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat in Kooperation mit dem Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge ein Handbuch für Ehrenamtliche zur Unterstützung von Geflüchteten bei der Arbeitssuche veröffentlicht. Bei der Integration in Ausbildung und Arbeit ergänzt die Unterstützung durch Ehrenamtliche die Angebote von Beratungsstellen, Jobcentern und Arbeitsagenturen, Kammern und Arbeitgebern. Um die Zusammenarbeit effektiv und nachhaltig zu gestalten und ein echtes Zusammenwirken “Hand in Hand” zu ermöglichen, möchte diese kurze Broschüre ehrenamtlich Engagierten Wissen und Tipps zur Begleitung von geflüchteten Menschen bei der Integration in Arbeit vermitteln.

Das Handbuch steht online kostenfrei zur Verfügung.


21.02.2019

Junge unbegleitete und begleitete Flüchtlinge - Kooperationsstrukturen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten in der Praxis

Eine Kooperationsveranstaltung des Bundesfachverbandes unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, der AWO-RHEINLAND und des Flüchtlingsrates Rheinland-Pfalz.

Die Anzahl minderjähriger Flüchtlinge, die mit oder ohne ihre Familien nach Deutschland geflüchtet sind, hat in den Jahren 2015/16 deutlich zugenommen. Mittlerweile sind die Jugendlichen im hiesigen System angekommen. Neben Mitarbeiter*innen der Migrationsfachdienste begleiten Fachkräfte unterschiedlichster Disziplinen die jungen Menschen. Dabei arbeiten sie mit ihren jeweiligen Sichtweisen und fachlichen Ausrichtungen.

Während des gemeinsamen Fachtages werden wir diese Ausrichtungen zum Ausgangspunkt nehmen, um gemeinsam über Herausforderungen in der Zusammenarbeit zu sprechen. Im Rahmen von Fallwerkstätten möchten wir anhand spezifischer Einzelfälle über Kooperationsstrukturen reflektieren und gemeinsam Weiterentwicklungsmöglichkeiten sowie Handlungsstrategien entwickeln.

25.03.2019
Erbacher Hof Grebenstraße 24-26 55116 Mainz


21.02.2019

Veranstaltung: Für eine gelingende Integration von Migrantinnen und Migranten – Aktuelle Entwicklungen

Der Gesetzgeber hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Änderungen vorgenommen, um den Zugang zu gesichertem Aufenthalt, Ausbildung, Sprachförderung und Integration in den Arbeitsmarkt für Migrantinnen und Migranten zu verbessern. Das betrifft insbesondere Asylbewerberinnen und -bewerber, Geduldete und Schutzberechtigte.

Viele der Betroffenen bleiben mittel- bis langfristig in Deutschland. Ein Ausschluss von frühen Integrationsleistungen erschwert die spätere Integration, grenzt die Betroffenen aus und verursacht soziale Folgekosten. Vielfach wurden deshalb ordnungspolitische Restriktionen aufgehoben, um den Zugang zu gesichertem Aufenthalt, Ausbildung, Sprachförderung und Erwerbsintegration zu verbessern. Allerdings gilt das nur teilweise, denn die Zugänge zu Regelangeboten und zielgruppenspezifischer Sprachförderung sind je nach Status unterschiedlich ausgestaltet. Auch werden manche Regelungen in der Praxis nicht so umfassend oder einheitlich angewandt, wie vom Gesetzgeber beabsichtigt. Hier werden zum einen Praxiserfahrungen ausgewertet und diskutiert. Zum anderen werden die aus dem Koalitionsvertrag folgenden Schritte einschließlich der angekündigten
bundesweiten Strategie des Forderns und Förderns diskutiert.

Darüber hinaus werden aktuelle Fragen des Asylbewerberleistungsgesetzes aufgegriffen. Das betrifft mögliche anstehende Gesetzesänderungen ebenso wie Leistungen und Förderungen im Bereich von Studium und Ausbildung.

08.05.2019 - 09.05.2019 
Wyndham Hannover Atrium | Karl-Wiechert-Allee 68
Weitere Informationen sowie zur Anmeldung.


20.02.2019

Online- Rechtswörterbuch

Translation For All hat das Rechtswörterbuch auf verschiedenen Sprachen zum Download bereitgestellt.

In dem Wörterbuch werden verschiedenen Begriffe des Asyl- und Aufenthaltsrechts auf verschiedenen Sprachen erklärt. Das Wörterbuch wurde in mehrjähriger Arbeit von Jura-Studierenden und Dolmetscher*innen erstellt.

Folgende Rechtsgebiete sind abgedeckt:

  • Behörden, Gesetze
  • Aufenthaltsstati
  • Allgemeine Begriffe
  • Dublin III
  • Kinderrechte und Asyl
  • Residenzpflicht
  • Polizeikontrollen
  • Liste der Abkürzungen und Gesetzestexte


18.02.2019

Kostenlose Fahrscheine für Ehrenamtliche in Berlin

Die BVG und die S-Bahn Berlin unterstützen Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die sich ehrenamtlich für andere Menschen einsetzen, und stellen in diesem Jahr 17.000 kostenlose Einzelfahrscheine zur Verfügung. Hierbei sollen vor allem diejenigen unterstützt werden, die über ein geringes Einkommen verfügen. Ein entsprechender Vertrag ist zwischen der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, der BVG und der S-Bahn Berlin sowie dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e. V. unterzeichnet worden. Die erfolgreiche Kooperation findet bereits zum neunten Mal statt.

Anlaufstellen und weitere Informationen.

 


18.02.2019

Informations-Papier: Muslimische Zivilgesellschaft in Deutschland

Jenseits der großen Islamverbände ist eine große Zahl von Vereinen und Institutionen entstanden, die sich unterschiedlichen gesellschaftlichen Aufgaben widmen. Der MEDIENDIENST hat eine Liste mit Informationen zu diesen Initiativen und Ansprechpartnern für Journalisten erstellt.


15.02.2019

Studie: Der Weg über die Kommunen: Empfehlungen für die Flüchtlings- und Asylpolitik der EU

Die Flüchtlings- und Asylpolitik der Europäischen Union steckt in einer Sackgasse. Die Lasten der Aufnahme von Schutzsuchenden aus den Krisenregionen in Europas Umfeld sind ungerecht verteilt. So verweigern einige Staaten die Aufnahme, indes andere durch Regelungen wie das Dublin-Abkommen mit einer großen Zahl von Flüchtlingen überfordert werden.

Interessant ist, dass gerade dort, wo die größte Last der Integration geschultert wird, besondere Ansätze für eine Migrations- und Integrationspolitik zu finden sind – nämlich in den Kommunen, europaweit. Das vorliegende Policy Paper „Der Weg über die Kommunen“, in Auftrag gegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung, plädiert daher für eine aktivere Rolle der Kommunen in der Asyl- und Flüchtlingspolitik, bezieht die Erfahrungen von Modellprojekten ein und entwickelt daraus eine Reihe von Empfehlungen für die Politik.


14.02.2019

Beratungsangebote rund um junge Flüchtlinge


14.02.2019

Factsheet: Die wichtigsten Asylzahlen 2018

Wie viele Geflüchtete haben 2018 Arbeit gefunden? Wie entwickeln sich die Zahlen beim Familiennachzug? Und wie ist die Lage im Mittelmeer? Der MEDIENDIENST hat die wichtigsten Fakten zum Thema Flucht und Asyl recherchiert und aufbereitet.


13.02.2019

"Bildungschancen Ruhr"

Am 16. November ist der Startschuss für die Webanwendung „Bildungschancen Ruhr“ gefallen: Sie lichtet den Dschungel der vielen Bildungs- und Beratungsangebote von Kommunen und Hochschulen im Ruhrgebiet für neuzugewanderte Menschen, indem sie die Angebote systematisiert, visualisiert und öffentlich zugänglich macht.

Von Beratungen, Sprachkursen und Freizeitmöglichkeiten über die Anerkennung von Abschlüssen bis hin zu Angeboten zur Berufsqualifizierung – insbesondere die Beraterinnen und Berater in kommunalen Einrichtungen, Hochschulen oder bei freien Trägern, die mit Neuzugewanderten arbeiten, können gezielt im regionalen Angebot auf die relevanten Informationen zugreifen. Die Daten werden von teilnehmenden Kommunen und Hochschulen nach gemeinsam erarbeiteten Standards eingepflegt, klassifiziert und aktualisiert.

„Bildungschancen Ruhr“ ist das Ergebnis einer gelingenden Kooperation vieler Akteure über kommunale Grenzen hinweg und unter Einbezug der Hochschulen. Die Bildungsinitiative RuhrFutur und der RVR betreiben die Anwendung gemeinsam. Die Kommunen Bochum, Bottrop, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim an der Ruhr sowie Oberhausen, sechs Hochschulen (Ruhr-Universität Bochum, Fachhochschule Dortmund, Technische Universität Dortmund, Universität Duisburg-Essen, Hochschule Ruhr West, Westfälische Hochschule), die Transferagentur Bildungsmanagement NRW und die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung tragen mit ihrer Expertise zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Anwendung bei. 

Das Ziel von „Bildungschancen Ruhr“ ist es, möglichst alle Kreise, Kommunen und Hochschulen der Metropole Ruhr für die Mitarbeit zu gewinnen, um das regionale Beratungsangebot für neuzugewanderte Menschen so umfassend wie möglich darzustellen.


13.02.2019

Studie: Report on the health of refugees and migrants in the WHO European Region

Wie steht es um die Gesundheit von Geflüchteten und Migranten in der Europäischen Union? Und welche Fortschritte machen die Länder bei der Förderung ihrer Gesundheit? Damit befasst sich ein erster Bericht über die Gesundheit von Flüchtlingen und Migranten der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Untersuchung zeigt, dass Migranten und Flüchtlinge einen guten allgemeinen Gesundheitszustand haben. Sie sind jedoch aufgrund von schlechten Lebensbedingungen auf der Flucht oder weil sie ihre Ernährung und Lebensgewohnheiten ändern einem höheren Krankheitsrisiko ausgesetzt.


12.02.2019

Online-Marketing-Kurs zum Wiedereinstieg ins Berufsleben für nichterwerbstätige Frauen

Nach einem erfolgreichen Start letztes Jahr bietet veedu zum zweiten Mal den Online-Marketing-Kurs zum Wiedereinstieg ins Berufsleben für nichterwerbstätige Frauen an. Der Kurs in Teilzeit findet vom 4. März bis 5. Juli 2019 im interkulturellen Familienzentrum „Familien-RING“ in Steglitz-Zehlendorf statt. Dank der finanziellen Unterstützung durch den Europäischen Sozialfonds ist der Kurs für die Teilnehmerinnen kostenlos.

18 Wochen können Frauen, die einen Wiedereinstieg ins Berufsleben anstreben, ihre Kompetenzen auf dem Fachgebiet des Online-Marketings stärken. In sechs fortlaufenden Workshops lernen die Teilnehmerinnen Grundlagen in Suchmaschinenoptimierung, Social-Media-Marketing, E-Mail-Marketing und Web-Analytics kennen und gestalten ihre eigene Webseite. Im Anschluss können die Teilnehmerinnen eine zweiwöchige Hospitation in einem lokalen Unternehmen oder einer Web-Agentur absolvieren und so erste Einblicke in den praktischen Berufsalltag erlangen. Auf einer Netzwerkveranstaltung können sie zudem Expert*innen aus der Online-Marketing-Branche kennenlernen. Durch den Mix aus Präsenzzeiten mit Kinderbetreuung sowie zeit- und ortsunabhängigen Online-Trainings ist der Kurs familienfreundlich.

Das Projekt „Marketing-Rookies – Online-Marketing-Kurse für Frauen zum Wiedereinstieg in das Berufsleben“ schafft für die Teilnehmerinnen eine Basis für einen erfolgreichen Wiedereinstieg ins Berufsleben. „Um auf dem Fachgebiet des Online-Marketing fit zu sein, muss man sich stetig weiterbilden. Gerade nach einer längeren beruflichen Unterbrechung kann der Wiedereinstieg herausfordernd sein. Deshalb möchten wir besonders alleinerziehende Frauen und Frauen in Elternzeit ermutigen, teilzunehmen und sie bei der Wiederaufnahme einer Arbeit ein Stück weit begleiten“, so die Projektleiterin Florentine Halder.

Weitere Informationen:


12.02.2019

Sexuelle Bildung in Einrichtungen - Interkulturelles und intersektionales Rahmenkonzept

Umfassende Broschüre die sowohl den Erkenntnissen Sexueller Bildung als auch zur Verwobenheit von Herrschaftsverhältnissen (Rassismus, Geschlechterverhältnis, Klassenverhältnis – und das Scharnier Sexualität) Rechnung trägt. Die Entwicklung des Rahmenkonzeptes geht auf die beispielhaften Aktivitäten des Burgenlandkreises zur Sexuellen Bildung im Kontext Flucht zurück.


12.02.2019

Broschüre "Der elektronische Aufenthaltstitel"

Die Broschüre erklärt, was ein elektronischer Aufenthaltstitel ist und wie er im Alltag und in der digitalen Welt genutzt werden kann. Sie ist online in 20 verschiedenen Sprachen verfügbar und kann steht kostenlos zum Download bereit.


11.02.2019

Aktuelle Herausforderungen im Asylprozess

Die Institutionen, die an den Asylverfahren in Deutschland beteiligt sind, sehen sich ständigen Änderungen der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen gegenüber. In den letzten Jahren haben sich durch die hohe Zahl von Verfahren bei den Verwaltungsgerichten besondere Herausforderungen ergeben. Richterinnen und Richter weisen zunehmend nicht nur auf Überlastung hin, sondern auch darauf, dass die Asylverfahren beim zuständigen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge häufig oberflächlich und fehlerhaft durchgeführt würden. Auf diese Weise werde die Durchführung eines angemessenen Verfahrens auf die Gerichtsebene verlagert. Bei der Veranstaltung soll diskutiert werden, was die am Verfahren beteiligten Institutionen tun können, um Fairness und Qualität der Verfahren aufrechtzuerhalten.

Die Veranstaltung findet aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Informationsverbunds Asyl und Migration statt. Der Vertreter des UN-Flüchtlingshilfswerks in Deutschland, Dominik Bartsch, wird hierzu einleitend mit einem Grußwort ebenso beitragen wie Wolfgang Grenz, der für Amnesty International an der Gründung des Vereins beteiligt war. 

Dienstag, 19. Februar 2019
18 Uhr, Paul-Gerhardt-Stift, Berlin-Wedding

Weitere Informationen.


11.02.2019

Bap-Preis politische Bildung 2019

Unter dem Motto “Wir müssen reden! – Über gesellschaftlichen Zusammenhalt sprechen: vor Ort – offen – mit allen” vergibt der Bundesausschuss Politische Bildung (bap) den “Preis Politische Bildung” an Projekte, die den Dialog zwischen Geflüchteten und Einheimischen organisieren. Die Preise sind mit 3.000 Euro dotiert. Bewerben können sich freie Träger, Einrichtungen, Initiativen, Vereine, Verbände und Organisationen der (politischen) Jugend‐ und Erwachsenenbildung.
Bewerbungen sind bis zum 01.03.2019 ausschließlich online möglich.