Aktuelles

Informieren Sie sich über die aktuellen Neuigkeiten und Aktivitäten aus den Bereichen Integration & Prävention

14.12.2017

Diskriminierungsrisiken in Deutschland - Ergebnisse einer Repräsentativ- und einer Betroffenenbefragung

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) hat eine Studie zu Diskriminierungsrisiken in Deutschland veröffentlicht. Die von dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) durchgeführte Studie untersuchte anhand einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage, Betroffenenbefragungen und qualitativer Interviews die Risiken, Erfahrungen und Auswirkungen von Diskriminierung. Anhand der Erhebung können entscheidende Rückschlüsse auf gesellschaftliche Schieflagen und Diskriminierungsstrukturen gezogen werden.

Die Handreichung bietet neben einer Analyse übergreifende Handlungsempfehlungen für die Praxis und zur Sensibilisierung für Diskriminierung.

Die gesamte Expertise finden Sie hier.


14.12.2017

Neustart

"Neustart" ist ein Integrationsprojekt der DRK - Soziale Dienste in der Region Hannover gem. GmbH, welches sich mit einem vielfältigen Angebot an junge Geflüchtete im Alter von 18 bis 27 Jahre richtet. 
Wir unterstützen diese jungen Menschen dabei, die deutsche Sprache zu erlernen, neue Perspektiven zu entwickeln und sich in der neuen und teils noch fremden Kultur besser zurechtzufinden. Neben individueller Hilfestellung kommt hierbei auch die Freude einer Gruppengemeinschaft nicht zu kurz. Kreative Praxistage, Anbindung an ein Theaterprojekt, Ausflüge sowie Sport und Bewerbungstraining sind weitere Bestandteile dieses Integrationsprojekts, das von einer Patenschaft für die Teilnehmenden abgerundet wird. 


13.12.2017

Fortbildung: "Papilio Integration" für Kita-Fachkräfte, die Kinder mit Migrations- und Fluchthintergrund betreuen

Am 23. und 24. Januar 2018 findet in Augsburg die Fortbildung "Papilio Integration" für Kita-Fachkräfte, die Kinder mit Migrations- und Fluchthintergrund betreuen, statt.

Wie soll man reagieren, wenn die Eltern die Regeln der Kita nicht verstehen? Was tun, wenn Kinder traumatisiert erscheinen? Durch die steigende Zahl von Kindern mit Migrationshintergrund und die besonderen Umstände geflüchteter Kinder aus aller Welt wachsen die Anforderungen an das pädagogische Fachpersonal, um weiterhin eine bedarfsgerechte und professionelle Betreuung aller Kinder sicherzustellen. "Papilio Integration" soll die Fachkräfte in der pädagogischen Arbeit mit Kindern in besonderen Situationen bestärken und Handlungsunsicherheiten abbauen. 

Die zweitägige praxisorientierte Fortbildung fördert das kultursensitive pädagogische Handeln in Kindertagestätten und umfasst dabei nicht nur eine Wissensvermittlung, sondern basiert vielmehr auf interaktiven Übungen und Methoden.

 


13.12.2017

Handreichung: Integration auf kommunaler Ebene

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat auf Grundlage einer Studie zum Thema Integration aus dem Frühjahr 2017 Handlungsempfehlungen für eine gelingende Integration vor Ort herausgegeben. Im Rahmen der Publikation werden die Herausforderungen sowie maßgebliche Faktoren und Maßnahmen für eine erfolgversprechende kommunale Integration aufgezeigt. Die Empfehlungen umfassen die drei Bereiche Verwaltung, Sprache, Bildung und Arbeitsmarkt sowie die Zivilgesellschaft und das Ehrenamt.

Die Handlungsempfehlungen finden Sie hier.


12.12.2017

Kleine Anfrage an die Bundesregierung: Übergriffe auf Flüchtlinge

Mit Stand vom 16. November 2017 haben dem Bundeskriminalamt (BKA) vorläufigen Zahlen zufolge Erkenntnisse zu insgesamt 57 politisch motivierten Delikten im dritten Quartal dieses Jahres vorgelegen, bei denen eine Flüchtlingsunterkunft Tatort oder direktes Angriffsziel war. Davon entfallen 54 Straftaten auf die politisch rechts motivierte Kriminalität, wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/146) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/56) schreibt.

Zudem lagen dem BKA danach Erkenntnisse zu 425 politisch motivierten Delikten in der Zeit von Anfang Juli bis Ende September 2017 vor, "die sich gegen Asylbewerber/Flüchtlinge außerhalb von Asylunterkünften richten". Davon seien 416 Straftaten auf die politisch rechts motivierte Kriminalität entfallen.

Ferner verfügte das BKA laut Antwort über Erkenntnisse zu 25 politisch motivierten Delikten im dritten Quartal 2017, die sich "gegen Hilfsorganisationen beziehungsweise ehrenamtliche/freiwillige Helfer richten". Darunter befanden sich den Angaben zufolge 24 politisch rechts motivierte Straftaten.

Verletzt wurden laut Vorlage bei den begangenen Gewalttaten im dritten Quartal des laufenden Jahres 77 Menschen, darunter fünf Kinder (ein Verletzter bei Straftaten gegen Asylunterkünfte; 76 Verletzte bei Straftaten gegen Asylbewerber, davon fünf Kinder).

 

(Quelle: Inneres/Antwort - 07.12.2017 (hib 584/2017))


12.12.2017

Sozialer Zusammenhalt in Deutschland 2017

Die Bertelsmann Stiftung liefert mit der Studie "Sozialer Zusammenhalt in Deutschland 2017" empirische Erkenntnisse und aktuelle Daten zum gesellschaftlichen Miteinander. Die Studie analysiert die Situation in den einzelnen Bundesländern und Kommunen sowie diesbezüglich maßgebliche Faktoren.

Dabei stellten die Forscherinnen und Forscher unter anderem fest, dass ein "Empfinden von Ungerechtigkeit" bundesweit stark verbreitet ist. Gerade in den Regionen, wo viele Arme und von Armut gefährdete Menschen leben, ist der Zusammenhalt niedrig. Regionen und Kommunen, in denen eine höhere Arbeitslosigkeit und eine angespannte wirtschaftliche Lage gegeben ist, haben einen entscheidenden Einfluss auf den sozialen Zusammenhalt.

Die gesamte Studie finden Sie hier.


11.12.2017

SeeleFon für Flüchtlinge

Gemeinsam mit dem BKK-Dachverband und dem BKK Landesverband Nordwest bietet der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) das niederschwellige "SeeleFon für Flüchtlinge" an. Das "SeeleFon für Flüchtlinge" bietet eine Telefonberatung für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund auf deutsch, englisch, französisch und arabisch unter der Rufnummer: 0228 71002425. Die Beratung selbst ist kostenlos.

Es ist ein Beratungstelefon, mit dem sich Menschen mit Fluchterfahrungen und Migrationshintergrund Hilfe holen können, wenn sie ihre seelische Balance verloren haben. In erster Linie bieten wir Vermittlungen zu Hilfsangeboten am Wohnort der Anrufenden bzw. in deren Nähe sowie Tipps zur Selbsthilfe. Eine "Telefontherapie" können und dürfen wir nicht anbieten und das wäre auch unseriös. 

Das SeeleFon für Flüchtlinge ist offen zu den folgenden Terminen: Montag bis Mittwoch von 10:00 - 12:00 und 14:00 bis 15:00.

Das Projekt wird vorerst bis Ende 2018 bestehenbleiben, dann müssen wir sehen, ob und wie es weiterläuft. Für Menschen ohne Migrationshintergrund bieten wir übrigens, auch über 2018 hinaus, ein vergleichbares Angebot unter der Rufnummer: 0228 71002424.

(Es entstehen den Anrufenden die Telefongebühren entsprechend Ihres Telefonvertrags wie für jedes übliche sonstige Telefongespräch ins deutsche Festnetz.)

Den Flyer des Projekts finden Sie hier.


11.12.2017

Vielfalt und Diskriminierung in der Seniorenpflege

Wie sind christliche Verbände in den bundesweiten Pflegeeinrichtungen auf Vielfalt eingestellt? Wie steht es um die Arbeitsbedingungen von nicht-christlichen Pflegekräften und wie ist der Umgang mit Seniorinnen und Senioren mit Migrationshintergrund? All diesen Fragen ist die Sozialwissenschaftlerin Dr. Aleksandra Lewicki bei einer Befragung von 20 Führungskräften aus von der Diakonie und der Caritas betriebenen Pflegeeinrichtungen nachgegangen.

In einer Expertise für den Mediendienst Integration stellt Dr. Aleksandra Lewicki die wesentlichen Ergebnisse ihrer Studie zum Thema: "Vielfalt und Diskriminierung in der Seniorenpflege" vor. Dabei zeigt sie auf, dass mangels ausreichend auf gesellschaftliche Vielfalt eingestellter Einrichtungen, Reformbedarf sowohl bei der Personalpolitik als auch beim Umgang mit den Pflegebedürftigen besteht.

Die gesamte Expertise finden Sie hier.

 


08.12.2017

Ungleiche Bildungschancen. Fakten zur Benachteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration hat in der Reihe "Kurz und bündig" ein Faktenpapier zu den Bildungschancen von Menschen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssytem veröffentlicht.

Von den bestehenden Ungleichheiten im deutschen Bildungssystem sind danach insbesondere junge Menschen mit Migrationshintergrund betroffen. Im Rahmen der Publikation legt der Sachverständigenrat die Befunde zu den Benachteiligungen im Einzelnen dar.

Das gesamte Papier mit den zentralen Fakten finden Sie hier.


08.12.2017

Prävention braucht Integration | 8. Papilio-Symposium für Kitas, Präventionsträger und Gesundheitsförderer

Das 8. Papilio-Symposium findet am 15. und 16. März 2018 im Löwengebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt. Kernthema ist die Forderung, dass Prävention in der Kita unerlässlich ist – und dass jede Prävention auch Integration braucht. Dies vertritt der Präventionsexperte Prof. Dr. Herbert Scheithauer von der Freien Universität Berlin in seinem Impulsvortrag.

Argumente für die frühe Prävention liefert auch Dr. Joachim Bensel in seinem Vortrag „Lebenskompetenzen im Kindergarten stärken – wie der präventive Auftrag der Frühpädagogik gelingen kann“. Der Verhaltensbiologe, Fachbuchautor und Referent hat jahrzehntelange Erfahrungen im Bereich außerhäusliche Betreuung in Krippen, Kitas und Horten.

Das 8. Papilio-Symposium bleibt nicht bei der Theorie stehen: Im Wechsel mit den insgesamt fünf Vorträgen werden zielgruppenspezifische Workshops mit Praxisnutzen angeboten. Sie richten sich an alle Berufstätigen in den Bereichen Kita, Prävention und Gesundheitsförderung, von der Erzieherin über Leitung und Träger bis hin zu Trainern, Koordinatoren und Sozialplanern.

Die Fernsehmoderatorin Shary Reeves führt durch die beiden Symposiumstage. Hauptveranstalter des Symposiums ist das Sozialunternehmen Papilio, in Kooperation mit der BARMER als Präventionspartner sowie dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt. Sozialministerin Petra Grimm-Benne hat die Schirmherrschaft über das Symposium sowie für die Prävention mit Papilio in Sachsen-Anhalt übernommen.

Das ausführliche Programm finden Sie hier. Die Teilnahme kostet dank der Förderer nur 45 Euro für beide Tage, plus optional 20 Euro für die Abendveranstaltung am 15. März.

(Quelle: Pressemitteilung vom 04. Oktober 2017)