Aktuelles

Informieren Sie sich über die aktuellen Neuigkeiten und Aktivitäten aus den Bereichen Integration & Prävention

19.07.2019

Integrationspreis der Stadt Essen

Am 13. Dezember 2019 wird zum ersten Mal der Integrationspreis „Zusammenleben in Essen“ vergeben. Der Integrationsrat der Stadt Essen und das Kommunale Integrationszentrum verleihen den Preis ab diesem Jahr im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Ratssaal des Essener Rathauses. Schirmherr ist Oberbürgermeister Thomas Kufen. Das diesjährige Motto lautet „Ehrensache! – Ehrenamt in der Flüchtlingsarbeit“.

Für den Preis können ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingsarbeit von Organisationen, Vereinen, Bildungseinrichtungen (z.B. Kindertageseinrichtungen, Schulen, Einrichtungen der Kinder-und Jugendarbeit), Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbänden, Migrantenorganisationen, Unternehmen sowie von Privatpersonen vorgeschlagen werden (sofern sie damit einverstanden sind). Es dürfen sich auch die Ehrenamtlichen selbst um den Preis bewerben. Im Rahmen der Bewerbung soll das ehrenamtliche Engagement beschrieben und konkret dargestellt werden. Die Bewerbungen erfolgen anhand eines auf der Internetseite der Stadt Essen bereitgestellten Bewerbungsbogens, der auch in ausgedruckter Form über Institutionen, Vereine und Verbände verteilt wird.

 

 


18.07.2019

"Yes, we can!" - Selbstwirksamkeitserwartung im Kontext von Flucht und Männlichkeit

"Yes, we can!" Dieser Ausruf, der ursprünglich aus einer Zeichentrickserie stammt, avancierte in den vergangenen Jahren zum politischen Statement. "Wir schaffen das!" wurde zur Verbalisierung der kollektiven Selbstwirksamkeitserwartung hinsichtlich aufkommender (inter)nationaler Herausforderungen, zumindest seitens der politischen Akteur*innen. Genauer betrachtet sagt dieser Satz jedoch nichts darüber aus, wer eigentlich was zu schaffen hat, geschweige denn wie. Hinsichtlich der wieder "neuen" Herausforderungen in 2015, eine Vielzahl neu ankommender Menschen aufzunehmen, wurde das "Wir" als deutsche Aufnahmegesellschaft und das "Was" als die neu ankommenden Menschen interpretiert.

Jungen* und junge Männer*, die Fluchterfahrungen gemacht haben, sind mindestens in der nahen Vergangenheit in ihrem Handeln erstaunlich wirksam gewesen. Von der Planung, Organisation und Finanzierung bis hin zur eigentlichen Flucht, wurden massive Ressourcen aufgetan und in Form vielfältiger Handlungen aktiviert. Zudem beginnt der Ausblick auf ein besseres Leben mit einer Vielzahl von Aufträgen im Gepäck, mit denen sie sich in ein Hilfesystem begeben, welches strenge Anforderungen an diese jungen Menschen stellt. Das Bedürfnis danach ein selbstbestimmtes Leben zu führen, erhöht den (Selbst-)Druck. All das sind Aufgaben, Situationen und Hürden, die mehr als nur Routine abverlangen. Gegenteilig verlangt dies ein extra Maß an geistiger wie körperlicher Anstrengung und Ausdauer.

Das Dilemma zwischen Druck und eingeschränkter Handlungsfähigkeit kann zudem Übertragungseffekte auf Fachkräfte haben, die sich in der Arbeit mit geflüchteten Jungen* befinden. Diese Übertragungseffekte können Symptome von sekundärer Traumatisierung und Burnout verursachen. Daher ist es zentral die Erwartungen an eigene Wirksamkeit der jungen Männer* nachzuvollziehen, um sie sensibilisiert für die Anforderungen ihrer individuellen Lebenswelt zu begleiten.

In dieser Fortbildung werfen wir einen Blick auf das Konzept von Selbstwirksamkeitserwartungen und erarbeiten Mechanismen und Schutzfaktoren, die Selbstwirksamkeit erfahrbar machen und erweitern. Zudem werden wir uns, mit einem Fokus auf Ressourcenorientierung und Resilienzförderung, der eigenen Selbstwirksamkeit im professionellen Handeln widmen, um einen achtsamen Blick auf Selbstfürsorge zu entwickeln und uns individuelle Strategien aneignen, die uns in Überlastungsmomenten widerstandsfähiger machen.

03.09.2019 -  im Dietrich-Keuning-Haus; Leopoldstraße 50-58, 44147 Dortmund

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung:


17.07.2019

Wie gelingt geflüchteten jungen Frauen und Mädchen der schulische und berufliche Werdegang?

Etwa ein Drittel der nach Deutschland geflüchteten Menschen sind Frauen. Sie haben ihre Heimat verlassen und sich in der Verantwortung für ihr eigenes und möglicherweise für das Leben ihrer Kinder auf den Weg gemacht, um unhaltbaren Lebensbedingungen zu entgehen. Doch was erwartet sie nun in Deutschland? Ihre spezifischen Probleme bei der Unterbringung, der psychologischen Betreuung, der sozialen Teilhabe sowie bei der Beteiligung an Bildungs- und Erwerbschancen verdienen einer gesonderten Aufmerksamkeit. Ein zweijähriges Projekt im Netzwerk der BAG KJS hat die Frage nach dem schulischen und beruflichen Werdegang von geflüchteten Mädchen und jungen Frauen in ihren jeweiligen Lebenssituationen in den Mittelpunkt gestellt. Mit der Identifikation der Rahmenbedingungen, die erfolgreiche Bildungsbiografien von geflüchteten Mädchen und jungen Frauen unterstützen, widmet sich die Projektdokumentation einem weitgehend unbeachteten Thema.


16.07.2019

Gute Nachbarschaft – wer schafft das wie?

Zuwanderung, demografischer Wandel und der gesellschaftliche Umbruch durch Digitalisierung sind enorme Herausforderungen für unsere Demokratie und das Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

Für die Kommunen zeigen sich diese Veränderungen ganz unmittelbar und direkt im Sozialraum des Quartiers, der Gemeinde: im Gemeinwesen vor Ort. Wie gehen die Kommunen mit diesen “neuen Nachbarschaften” um?  Wie gelingt das Zusammenleben trotz der z.T. schwierigen Herausforderungen?  Dabei zeigt sich Gemeinwesenarbeit als ein wirksames Konzept. Entsprechend entwickeln immer mehr Kommunen eine Strategie zur Gemeinwesenarbeit.

  • Was ist professionelle Gemeinwesenarbeit?
  • Was braucht Gemeinwesenarbeit um “Gute Nachbarschaft” zu ermöglichen?

Diese und weitere Fragen sollen an diesem Tag mit Expert*innen sowohl aus der Planung, als auch aus der Sozialarbeit betrachtet werden. Im Mittelpunkt der Tagung stehen Praxisbeispiele von kommunalen Ansätzen aus Niedersachsen.

Präsentiert werden kommunale Strategien sowohl aus dem städtischen als auch aus den ländlichen Räumen.

Ziel ist es, Gemeinwesenarbeit aus Sicht der niedersächsischen Kommunen – Gemeinden, Städte und Landkreise - zu beleuchten und gemeinsam zu überlegen, wie die Verbreitung und Weiterentwicklung aussehen soll.

16.09.2019 -  Akademie des Sports, Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover

Weitere Informationen, sowie zur Anmeldung:


16.07.2019

Neue Wege für legale Migration nach Europa: Die Europäische Union im Spannungsfeld zwischen Rhetorik, begrenzten Kompetenzen und mitgliedstaatlichen Interessen

Die Förderung legaler Migration zu Erwerb- und Ausbildungszwecken wird rhetorisch als Kernbestandteil einer umfassenden Migrationspolitik dargestellt, im Sinne eines breit angelegten Migrationsmanagements in Kooperation mit Drittstaaten – die Kompetenz der EU in der auswärtigen Migrationspolitik wird durch die Mitgliedstaaten jedoch eingeschränkt. Diese Kurzinformation zeigt die Widersprüchlichkeiten bei der internen und externen Gestaltung der EU-Politik im Bereich der legalen Migration auf. Eine vollständige Harmonisierung dieses Politikfelds ist aus Sicht SVR-Forschungsbereichs außer Reichweite. Dennoch sollten die EU und ihre Mitgliedstaaten den Mehrwert gemeinsamer Initiativen besser herausstellen und ihre Versprechen, legale Migration zu Erwerbs- und Ausbildungszwecken zu fördern, mit Substanz hinterlegen.


15.07.2019

The Poetry Project e.V

"The Poetry Project e.V." ist ein viersprachiges Lyrik-Projekt. Es baut multilinguale Jugend-Schreibgruppen (Persisch, Arabisch, Deutsch und Englisch) in ganz Deutschland auf und organisiert öffentliche Lesungen. Ziel des Projekts ist der Dialog zwischen Geflüchteten aus dem persischen und arabischen Raum und hier Aufgewachsenen.

Gefördert wird das Projekt durch das "Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben“ (BAFzA) und die "Bundeszentrale für politische Bildung" (bpb). 
Das Projekt wurde mit dem Else-Lasker-Schüler-Lyrik-Preis 2018 ausgezeichnet. Einen ersten Gedichtband, unsere Anthologie haben wir bereits in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin herausgegeben. Zu unseren Unterstützern zählen unter anderem Herbert Grönemeyer, Günter Wallraff und der persische Popstar Aryana Sayeed, zusammengearbeitet haben wir außerdem mit der Berliner Schaubühne und der Choreografin Sasha Waltz.

Ziel von „The Poetry Project“ ist es, einen Raum zu schaffen, in dem junge Geflüchtete und deutsche Jugendliche sich selbst und ihre eigene Stimme lyrisch erfahren und direkt miteinander in Dialog treten können. Auf Ebene der Poesie und somit im Schutzraum der Kunst können sie so den jeweils Anderen kennenlernen und persönliche wie kollektive Geschichten miteinander teilen. Gleichzeitig tragen wir diesen Dialog nach außen, indem wir öffentliche Lesungen organisieren und Gedichte publizieren.


12.07.2019

3. Thüringer Fachkräftekongress "Hilfen zur Erziehung"

Was bedeutet „Qualität in der Arbeit mit Kindern, jungen Menschen und Familien“ aus Sicht der MitarbeiterInnen von Jugendämtern, Einrichtungen/Dienste öffentlicher und freier Träger, Forschung und Lehre aus Sicht der gesellschaftlichen Verantwortung?

Dieser und weiterer Fragen wird sich der 3.Thüringer Fachkräftekongress intensiv widmen.

24.09.2019 - 25.09.2019 in Erfurt

Das vollständige Programm sowie die Online-Anmeldung sind auf der Seite des Kongress zu finden:



11.07.2019

Religionsmonitor: Religiöse Toleranz weit verbreitet – aber der Islam wird nicht einbezogen

Anlässlich des 70-jährigen Geburtstags des Grundgesetzes nimmt der aktuelle Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung das Verhältnis von Religion und politischer Kultur in den Blick. Demokratische Grundprinzipien und Werte genießen unter Angehörigen der verschiedenen Religionen breite Zustimmung. Auch religiöse Toleranz, die für ein friedliches Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft entscheidend ist, wird von einer Mehrheit anerkannt. Allerdings werden dabeinicht alle Religionen gleichermaßen einbezogen.

Die vollständige Studie steht online zur Verfügung:


10.07.2019

Voll im Bild?! Neue Medienmacher*innen für diskriminierungsarme Bildberichterstattung