Aktuelles

Informieren Sie sich über die aktuellen Neuigkeiten und Aktivitäten aus den Bereichen Integration & Prävention

16.11.2018

Junge geflüchtete Menschen in NRW zwischen Ausgrenzung und Empowerment

Auf der Jahresabschlussveranstaltung des projekt.kollektiv am 6. Dezember im Stadtmuseum Düsseldorf möchten wir einen Rückblick auf das vergangene Projektjahr werfen, über die Perspektiven von jungen geflüchteten Menschen in NRW „zwischen Ausgrenzung und Empowerment“ diskutieren und gemeinsam die Zukunftspläne des Projekts im kommenden Jahr beleuchten. Wir freuen uns sehr, dass Prof. Dr. Kemal Bozay den Keynote-Vortrag mit dem Titel „Migration & Flucht als Herausforderung für die (Jugend-)Sozialarbeit: Rassismus- und diskriminierungskritische Perspektiven" halten wird.

Das projekt.kollektiv des IDA-NRW nimmt seit Beginn in den Blick, dass junge Geflüchtete und Selbstorganisationen als Multiplikator*innen der Jugendarbeit sowie als Akteur*innen in eigener Sache anerkannt und in die Jugend(bildungs-)arbeit einbezogen werden müssen. 2018 wurden im Rahmen des Projekts mit Vernetzungstreffen und einer Zukunftswerkstatt Impulse zum Aufbau von landesweiten Vernetzungsstrukturen und Räumen des Empowerments für junge geflüchtete Menschen und People of Color in NRW gesetzt.

 Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an:

  • Junge Geflüchtete, die als (zukünftige) Multiplikator*innen in eigenen Initiativen oder Organisationen aktiv sind oder sein möchten
  • Selbstorganisierte (Willkommens-)Initiativen, Vereine und Einzelpersonen
  • Pädagogische Fachkräfte und Multiplikator*innen der Offenen Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit, der Jugendsozial- und der Jugendbildungsarbeit

Die Anmeldung ist noch bis zum 26.11. kostenlos, online möglich.


15.11.2018

Praxisleitfaden: Traumasensibler und empowernder Umgang mit Geflüchteten

Alle Geflüchtete haben das Recht auf eine menschenwürdige Unterbringung und Schutz vor Gewalt. Bund und Länder sind dazu verpflichtet, einen angemessenen und wirksamen Schutz sicherzustellen. Für traumatisierte und besonders vulnerable Geflüchtete ist dies umso wichtiger. In den Unterkünften braucht es daher sowohl ein Schutzkonzept vor Gewalt, als auch konkrete Leitlinien für die Mitarbeiter*innen, welche verdeutlichen, wie diese umzusetzen sind.

Denn gerade bei vielen Fachkräften und ehrenamtlich Engagierten bestehen Fragen und Unsicherheiten bezüglich des Umgangs mit traumatisierten Geflüchteten. Wie erkenne ich Traumasymptome? Gehört das überhaupt in meinen Aufgabenbereich und entspricht meiner Kompetenz? Darf über das Trauma gesprochen werden? Besteht die Gefahr einer Retraumatisierung? Auf diese Fragen und mehr wird im Praxisleitfaden „Traumasensibler und empowernder Umgang mit Geflüchteten“ eingegangen. Er umfasst Informationen und Handlungsvorschläge zu den Bereichen Trauma und Flucht, strukturelle Bedingungen der Psychotherapie mit Geflüchteten, Umgang mit Traumasymptomen und Stabilisierung in Belastungssituationen, Selbstreflexion bezüglich der eigenen Position und Arbeit, Vorgehen bei Gewaltvorfällen, Krisen und Suizidalität, sowie Selbstfürsorge.

Der Leitfaden kann ausserdem gegen eine Versandpauschale kostenlos bestellt werden.


15.11.2018

Mit 18 beginnt die Unsicherheit - Junge unbegleitete Flüchtlinge

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge erhalten Unterstützung von den Jugendämtern. Doch sobald sie volljährig werden, fallen viele aus dem System der Jugendhilfe. Das hat weitreichende Konsequenzen für die jungen Menschen.

Wenn unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Deutschland einreisen, werden sie von den Jugendämtern in Obhut genommen. Die Behörden kümmern sich um Unterbringung und Betreuung. Denn die jungen Menschen brauchen besondere Unterstützung – nicht nur, weil sie keine Familie in Deutschland haben. Viele von ihnen sind durch traumatische Erfahrungen stark vorbelastet: Mehr als 80 Prozent der Einrichtungen der Jugendhilfe haben in einer Umfrage des  “Bundesfachverbands unbegleitete minderjährige Flüchtlinge” (BumF) angegeben, dass sie im Jahr 2017 traumatisierte Flüchtlinge betreuten mussten.

Viele Probleme der unbegleiteten Minderjährigen spitzen sich zu, wenn diese volljährig werden:

  • Zwar können die Jugendämter die jungen Menschen betreuen, bis sie 21 Jahre alt sind. Doch viele Ämter entlassen aus finanziellen Gründen die Jugendlichen aus der Obhut, sobald diese 18 Jahre alt werden.
  • Vielen jungen Flüchtlingen droht die Abschiebung, sobald sie volljährig werden. Vorher waren sie vor einer Abschiebung geschützt.

14.11.2018

Integration von Flüchtlingen: Informationen für Ehrenamtliche

Die Stadt Braunschweig stellt wichtige Informationen für Ehrenamtliche in ihrem kürzlich überarbeiteten „Infoblatt für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit“ zur Verfügung.
Aus dem Infoblatt können wichtige Hinweise für ehrenamtlich Engagierte in den örtlichen Netzwerken entnommen werden. Insbesondere sind die Ausführungen zum Versicherungsschutz und zur Möglichkeit der Auslagenerstattung zu beachten.


14.11.2018

Herausforderung angenommen - Auf dem Weg zu einer neuen EU-Migrationspolitik

Die Schlagwörter Flucht und Migration polarisieren weiterhin in Europa und sind auch in Deutschland bestimmende Themen der politischen Agenda. Nach Eurobarometer-Umfragen wünschen sich die Europäerinnen und Europäer mehrheitlich gemeinsame Antworten auf die aktuellen Herausforderungen. Haben die Europäische Union und die Mitgliedstaaten diese Herausforderung wirklich angenommen und wo stehen sie in der Überarbeitung ihrer aktuellen Politik?

Die Konferenz geht den unterschiedlichen Aspekten der europäischen Flüchtlings- und Migrationspolitik nach, um Wege für gemeinsame Lösungen aufzuzeigen.

Auf vier Panels debattieren wir die aktuellen Herausforderungen: Von den Chancen der legalen Migration und der Verbesserung der Lebensperspektiven außerhalb der Europäischen Union über die Überarbeitung des an seine Grenzen gestoßenen Dublin-Systems bis hin zur Integration von Migrantinnen und Migranten.  

Das ausführliche Programm ist online auffindbar.

Weitere Informationen sowie zur online-Anmeldung.


13.11.2018

Musliminnen und Muslime in ländlichen Räumen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Wie gelingt die Integration von muslimischen Gemeinden in kleineren Kommunen Ostdeutschlands? Diese Frage beantwortet ein Gutachten der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Robert Bosch Stiftung anhand von Erfahrungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Politikwissenschaftler Timon Perabo zeigt, wie Kommunen die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit achten, auftretende Hürden im Miteinander überwinden und das Zusammenleben aller Menschen vor Ort stärken.
 

Interview mit dem Autor Timon Perabo.


12.11.2018

Fachtagung: „In Vielfalt leben: Vielfalt für die Demokratie mobilisieren“,

Welche Chancen bietet interkultureller Austausch für das gesellschaftliche Miteinander? Und wie kann eine gute Diskussionskultur die Demokratie gegen Anfeindungen und Ausgrenzungsversuche widerstandsfähiger machen? Diese Fragen behandelt die Fachtagung "In Vielfalt leben – Vielfalt für die Demokratie mobilisieren" des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats

Vielfalt ist in der heutigen deutschen Gesellschaft selbstverständlich. Sie bereichert unser alltägliches Leben, sie macht unsere Wirtschaft und Gesellschaft weltoffen und dadurch stark, sie ist einer der Ankerpunkte unserer politischen Kultur. Das Leben in Vielfalt ist aber auch komplex und konfliktreich wie unsere globalisierte Welt auch komplex und konfliktreich ist. Ohne Konflikte und ohne Komplexität gibt es aber weder Innovation noch Fortschritt.


09.11.2018

"Faire Integration": Arbeitsrechtliche Beratung für Geflüchtete

Beratung für Geflüchtete bei Fragen zu Arbeitsbedingungen nach deutschen Gesetzen sowie zu Rechten und Pflichten im Arbeits-, Ausbildungs- oder Praktikumsverhältnis. Beratung durch ARBEIT UND LEBEN DGB/VHS Landes-arbeitsgemeinschaft Berlin e.V.
Die erfahrenen IQ Beraterinnen und Berater begleiten Ratsuchende mit ausländischen Berufsabschlüssen zum und durch das Anerkennungsverfahren. Die Beratungsstellen arbeiten dabei eng mit den zuständigen Stellen zusammen, halten Kontakt zu Bildungsberatungsstellen, Jobcentern, Agenturen für Arbeit und Migrantenorganisationen.


09.11.2018

Starke Familien stärken vielfältiges und demokratisches Zusammenleben - der Beitrag einer partizipativen Familienbildung zum Schutz von Familien vor Radikalisierung und Instrumentalisierung

Familienbildung, die jede Familie möglichst individuell und in ihrer Besonderheit stärken will, sieht sich zunehmend mit der gesamtgesellschaftlichen Frage des demokratischen Zusammenlebens konfrontiert. Familie als Kern der Gesellschaft interessiert auch solche Menschen, die Individualität aufgehoben sehen möchten und Familie einer starren Norm unterwerfen möchten – letztlich undemokratische Agitation. Familie ist der erste und ein wesentlicher Lernort für Kinder, die in Zukunft unsere plurale und vielfältige Demokratie stärken und tragen sollen.
Aus verschiedenen Richtungen sind Versuche der Vereinnahmung von Familien identifizierbar: fundamentalistische religiöse Strömungen, rechtsradikale Bewegungen und weitere.
Was steckt hinter den genannten Strömungen? Wie erkennen wir antidemokratische Tendenzen? Wie können wir uns vor ihnen schützen? Wie kann in der Praxis eine Kommunikation zum Thema aussehen? Wie stärken wir unsere Teams und die Familien in unseren Angeboten vor antidemokratischer Agitation?
Wir informieren über aktuelle Diskussionen und Ansätze, regen zur (Selbst-)Reflexion an, stellen Beispiele guter Praxis vor und laden Sie herzlich zum fachlichen Austausch ein.

Weitere Informationen sowie zur Anmeldung.


08.11.2018

Make it in Germany

„Make it in Germany“ informiert Einwanderungsinteressierte, wie sie ihren Weg nach Deutschland erfolgreich gestalten können – von den Vorbereitungen im Herkunftsland bis zur Ankunft und den ersten Schritten in Deutschland. Zudem sollen Unternehmen, vor allem KMU, bei der Suche nach internationalen Fachkräften unterstützt werden.

as mehrsprachige Portal ist auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch verfügbar. Es bietet umfangreiche Informationen über den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt, über relevante Visaregelungen und über die Anerkennung ausländischer Qualifikationen.  Besonders hilfreich für die individuelle Recherche sind der Quick-Check zu den Zuwanderungsmöglichkeiten, die Jobbörse mit offenen Stellen in den Engpassberufen sowie die Weltkarte mit umfangreichen Kontaktstellen im In- und Ausland. 

„Make it in Germany“ informiert zudem über den Erwerb der deutschen Sprache und über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland. Zugewanderte werden durch Themen zu Wohnsitzmeldung, Sozialversicherungen oder Kinderbetreuung beim Einleben unterstützt.