Aktuelles
Hier finden Sie aktuelle Information, neue Publikationen und Hinweise zu Integrations- und Migrationsthemen sowie zur Prävention von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus.
Fachzentrum Radikalisierungsprävention in Vollzug und Straffälligenhilfe Sachsen-Anhalt (FRaP) – Veränderung gestalten
Das Fachzentrum Radikalisierungsprävention in Vollzug und Straffälligenhilfe Sachsen-Anhalt (FRaP) stärkt demokratische Kompetenzen und den Umgang mit Vielfalt im Justizvollzug und in der Bewährungshilfe. Mit Gruppenangeboten für Inhaftierte sowie Coachings und Beratungen für Bedienstete unterstützt FRaP dabei, Radikalisierungsprozesse zu erkennen, Diskriminierung professionell zu begegnen und demokratische Werte im Arbeitsalltag zu stärken.
Leap - Systemischen Wandel, Teilhabe und Lernen in der Philanthropie fördern.
Mit Leap unterstützt die Robert Bosch Stiftung ein Kollektiv, das sich für eine grundlegende Veränderung der Philanthropie einsetzt – hin zu mehr Machtteilung, Transparenz und wirksamer Förderung systemischen Wandels. Leap erprobt partizipative Förderansätze, teilt Lernerfahrungen offen und stärkt Initiativen wie Collective Abundance, die neue Wege der Unterstützung für Klimagerechtigkeit und gesellschaftliche Transformation eröffnen.
Did Your Mum Not Hug You Enough? The Effects of Attachment Experience and Callous-Unemotional Traits on Catcalling Behavior in Men
Catcalling ist weit verbreitet und für Betroffene oft bedrohlich. Eine Studie des Fachbereichs Psychologie der Universität Salzburg zeigt, dass rund 90 % der befragten Männer angaben, im letzten Jahr mindestens einmal Frauen in der Öffentlichkeit sexuell anzüglich angesprochen zu haben. Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass frühe Bindungserfahrungen sowie Persönlichkeitsmerkmale wie Gefühlskälte und Empathiemangel das Risiko für Catcalling-Verhalten erhöhen. Die Studie unterstreicht Catcalling als strukturelles gesellschaftliches Problem und betont die Bedeutung sicherer Bindungen für eine gesunde soziale Entwicklung.
Zukunftsgerecht
Wie kann eine sozial-ökologische Transformation gerecht und verbindend gestaltet werden? Das Magazin „Zukunftsgerecht“ stellt neue Kooperationsansätze zwischen Gewerkschaften, Sozial-, Wohlfahrts- und Umweltverbänden vor und zeigt, wie gemeinsame Strategien politische Wirkung entfalten können. Die Publikation des Institut für ökologische Wirtschaftsforschung entstand im Rahmen eines Projekts zur sozial-ökologischen Transformation.
Verflechtungen der Ungleichheit
Ungleichheiten prägen Einkommen, Vermögen, Bildungschancen und gesellschaftliche Teilhabe. Das Hintergrundpapier „Verflechtungen der Ungleichheit“ beleuchtet, wie sich unterschiedliche Formen von Ungleichheit gegenseitig verstärken und bis heute historisch wirksame Machtverhältnisse reproduzieren. Die von der Robert Bosch Stiftung veröffentlichte Analyse zeigt, warum Ungleichheit der gesamten Gesellschaft schadet, und diskutiert Ansätze, wie ihr auf systemischer Ebene begegnet werden kann.
Importierter Antisemitismus?
Das Arbeits- und Diskussionspapier „Importierter Antisemitismus?“ untersucht empirisch das in politischen Debatten häufig genutzte Narrativ des sogenannten importierten Antisemitismus. Auf Basis einer repräsentativen Befragung mit über 6.000 Teilnehmenden zeigt die Studie des DeZIM-Institut, dass antisemitische Einstellungen nicht auf Herkunft oder Religion reduziert werden können, sondern eng mit politischen Orientierungen, sozialem Umfeld und antimuslimischem Rassismus verknüpft sind.
Sozialwissenschaftliche Islam-Studien im Dilemma: Zwischen wissenschaftlichem Anspruch und öffentlicher Erwartung
Wie können sozialwissenschaftliche Islam-Studien verantwortungsvoll forschen, wenn Ergebnisse politisch interpretiert oder instrumentalisiert werden? Diese Frage steht im Zentrum der Tagung „Sozialwissenschaftliche Islam-Studien im Dilemma“ am 8. und 9. Mai 2026 in Münster. Die Tagung bringt Expert aus Wissenschaft, Medien und Politik zusammen und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Freiheit, gesellschaftlicher Verantwortung und öffentlicher Wirkung.
Anmeldung erforderlich.
Diskriminierung verstehen – Haltung entwickeln. Eine Qualifizierungsreihe mit Grace Lugert-Jose!
In vielen Pflegeeinrichtungen arbeiten Kolleg aus unterschiedlichen Herkunftskontexten. Neben fachlicher Kompetenz bringen diese Arbeitsrealitäten auch besondere Herausforderungen mit sich - etwa durch Anerkennungsverfahren, sprachliche Anforderungen oder rechtliche Unsicherheiten. Daraus können im Arbeitsalltag Missverständnisse, Spannungen oder diskriminierende Situationen entstehen, häufig unbeabsichtigt und strukturell bedingt.
Die dreiteilige Qualifizierungsreihe „Diskriminierung verstehen – Haltung entwickeln“ mit Grace Lugert-Jose richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus der ambulanten und stationären Alten- und Krankenpflege. Im Mittelpunkt stehen Diskriminierungserfahrungen im Arbeitskontext, die mit (zugeschriebener) Herkunft verknüpft sind, sowie der reflektierte und professionelle Umgang damit im Team. Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Impulse und Werkzeuge zur Stärkung einer diskriminierungssensiblen Teamkultur, zur Handlungssicherheit bei Grenzverletzungen sowie zur nachhaltigen Umsetzung im Arbeitsalltag. Ein Transferblatt mit konkreten Umsetzungsideen wird bereitgestellt.
Faire Bedingungen für Arbeitsmigrant:innen in Europa
Viele Arbeitsmigrant in Europa arbeiten unter prekären oder irregulären Bedingungen und haben nur eingeschränkten Zugang zu Arbeitsrechten. Gemeinsam mit PICUM unterstützt die Stiftung Advocacy auf EU-Ebene sowie die Arbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen, um faire Lohn- und Arbeitsbedingungen zu stärken, rechtliche Zugänge zu verbessern und Solidarität mit Arbeitsmigrant zu fördern.
ID² – Ideenschmiede diversitätssensible Demokratisierung
Mit dem Projekt ID² – Ideenschmiede diversitätssensible Demokratisierung werden in Augsburg neue Formen demokratischer Beteiligung im Alltag erprobt. In drei Stadtbezirken arbeiten Bewohner in sogenannten Aushandlungsräten zu den Themen Wohnen und Gesundheit zusammen, entwickeln Lösungen für ihren Stadtteil und bringen diese in politische Prozesse ein – begleitet von Verwaltung, Politik und Wissenschaft.





