MeKriF – Flucht als Krise

 

MeKriF – Flucht als Krise

Im Projekt „MeKriF – Flucht als Krise. Mediale Krisendarstellung, Medienumgang und Bewältigung durch Heranwachsende am Beispiel Flucht“ wurde die Auseinandersetzung von Kindern und Jugendlichen mit dem Thema Flucht untersucht. Analysiert wurden das Medienhandeln von jungen Menschen und die von ihnen genutzten Medieninhalte. Auf Grundlage der Ergebnisse sind Arbeitshilfen für die journalistische und pädagogische Praxis entstanden.

In drei miteinander verschränkten Modulen wurde bearbeitet,

  • wie Kinder und Jugendliche mit der medialen Darstellung von Flucht und Flüchtenden umgehen und welche Sichtweisen sie auf individuelle wie auch gesellschaftliche Handlungsoptionen entwickelt haben,
  • wie in von Kindern und Jugendlichen genutzten Medien und Kanälen über Flucht berichtet wird, welche Handlungsoptionen dort diskutiert werden, wie sich dabei traditionelle von Online-Medien unterscheiden und wie der kommunikative Umgang der Heranwachsenden mit diesen Inhalten in den sozialen Netzmedien ist,
  • welche Handlungsempfehlungen auf dieser Basis für die journalistische und pädagogische Praxis abgeleitet werden können.

Die empirischen Module 1 und 2 zielten darauf, die Handlungsweisen von Kindern und Jugendlichen im Umgang mit medialen Informationen zu Flucht und den Zusammenhang der Handlungsweisen mit personalen, sozialen und medialen Faktoren herauszuarbeiten.

Ziel des dritten Moduls war die Übertragung der erarbeiteten Ergebnisse in die Praxis von Journalist*innenausbildung sowie in die pädagogische Arbeit in der Jugendarbeit. Die Arbeitsmaterialien wurden in einem partizipativen Prozess mit Kindern und Jugendlichen, Journalist*innen und pädagogischen Fachkräften entwickelt.

Das Projekt wurde zwischen 2017 und 2020 durchgeführt im Verbund von JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, der Abteilung für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie und der Professur Medienadäquate Inhalteaufbereitung an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig sowie in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Ethik der Medien und der digitalen Gesellschaft (zem::dg) sowie dem Medienpädagogik e. V. Leipzig. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Kontakt

Maximilian Schober
Arnulfstraße, 205
80634 München

E-Mail: maximilian.schober@jff.de

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